Ihre Meinung zu: Zehntausende schließen "Ehe für alle"

19. August 2019 - 15:01 Uhr

Zwischen Oktober 2017 und Dezember 2018 ist etwa jede 14. Hochzeit gleichgeschlechtlich gewesen. Insgesamt gab es laut Statistischem Bundesamt in dem Zeitraum 32.904 solche Ehen - mit fallender Tendenz.

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Kommentare

das ist Balsam für meine Seele

zeigt es doch, dass gesellschaftlicher Fortschritt auf Dauer von den Reaktionären nicht verhindert werden kann. Für mich war übrigens die breite Zustimmung, die die Ehe für alle in der Bevölkerung fand, überraschend. Da hatte ich meine Landsleute unterschätzt.
Der hartnäckige Rest wird wohl zunächst bei seiner ablehnenden Haltung bleiben, aber damit kann man leben. Wie schon Nelson Mandela sagte: "Die Zeit ist mit den Unterdrückten".

Logisch

"Zwischen Oktober 2017 und Dezember 2018 ist etwa jede 14. Hochzeit gleichgeschlechtlich gewesen. Insgesamt gab es laut Statistischem Bundesamt in dem Zeitraum 32.904 solche Ehen - mit fallender Tendenz."

natürlich mit fallender Tendenz - erstmal muss ja der Eheschließungsstau abgearbeitet werden.

Wird aber manche nicht davon abhalten, in diesen <7% den Untergang des christlichen Abendlandes zu konstatieren.

Gratuliere!

Die Einführung der Ehe für alle war für mich ein historischer Meilenstein unserer Gesellschaft.

Diskriminierung mag es im Alltag noch geben, aber zumindest von Staatswegen wurde sie (auch symbolisch!) beendet. Das war eines modernen Rechtsstaates einfach unwürdig, völlig unabhängig davon ob man nun persönlich betroffen war oder nicht.

Ist auch richtig so

Warum soll es den Homosexuellen besser ergehen, als den Heterosexuellen?
Wenn sie sich ins Unglück stürzen wollen, dann sollen sie.
;-D

Sehr schön

Ich finde das wurde auch Zeit.

Mein Onkel hat hauptsächlich auch wegen der Rechtssicherheit seinen Partner geheiratet.

Stellen sie sich vor dem einen passiert etwas, sie haben nicht an eine Patientenverfügung gedacht und bekommen keine Informationen wie es ihrem Partner geht... ein Horror.

Wenn wir den Belangen der Liebe so viel Zeit und Aufmerksamkeit widmen würden wie der Gewalt und der Gier, wäre dies alles schon vor 50 Jahren passiert.

sehr wichtig

Wer wen warum heiratet ist eines der wichtigsten Themen in Deutschland. Etwas weniger Hipe um dieses Thema wäre prima. Das wünsche ich mir als homosexueller. Jeder will sein Leben ruhig und sicher leben und nicht ständig in den Schlagzeilen sein. Was für ein merkwürdiges Land ist Deutschland seit 2015 geworden.

Warum....

....wird in diesem Land eigentlich um das ganze Thema LGBQT (habe ich das jetzt richtig abgekürzt?) eigentlich neuerdings so ein Aufhebens gemacht? Als heterosexueller fühlt man sich da fast nicht mehr ernstgenommen.

Haha

Als Al-Bundy-Fan muss ich sagen, Homosexuelle sind auch nicht klüger als der Rest. :D

Mal Spaß beiseite, auf eine standesamtliche Hochzeit muss man teils ewig warten. Obwohl die Hochzeit immer noch ständig vorkommt werden die Standesbeamten immer weniger. Irgendwie komisch!

Herzlichen Glückwunsch!

Und ein schönes Bild, tolle Torte.
Alles Gute allen für die Zukunft, möge die Liebe ewig währen.

Find's ja immer noch schade

Find's ja immer noch schade dass es unbedingt das Wort "Ehe" und "Heirat" sein musste. Rechtliche Gleichstellungen in den verschiedensten Bereichen waeren auch moeglich gewesen mit einer anderen Bezeichnung.

Weil ...

... es leider immer noch ein wichtiges Thema ist. Du als Heterosexueller hast keine Probleme wegen deiner sexuellen Orientierung Job, Wohnung usw. usf. verweigert zu bekommen. Du wirst auch eher nicht wegen deiner sexuellen Orientierung verbal oder auch körperlich angegriffen.

Wenn dir das als Heterosexueller passiert weil du heterosexuell bist, dann können wir gerne nochmal über das Thema sprechen. Wobei ich dir das nicht wünsche, aber es ist halt leicht über ein Thema abwertend geredet wenn es einen selbst nicht betrifft.

re sebastian15

"Als heterosexueller fühlt man sich da fast nicht mehr ernstgenommen."

Die Einführung der Ehe für Heterosexuelle ist halt etwas länger her und war auch nicht so ein kontroverses Thema.

@Sebastian15, 16:01

....wird in diesem Land eigentlich um das ganze Thema LGBQT (habe ich das jetzt richtig abgekürzt?) eigentlich neuerdings so ein Aufhebens gemacht? Als heterosexueller fühlt man sich da fast nicht mehr ernstgenommen

Es handelt sich hier um eine der wichtigsten gesellschaftlichen Umwälzungen der letzten Jahrzehnte. Wenn die geglückt ist, dann kann man dazu schon mal eine Meldung veröffentlichen.

Wenn verschüttete Kumpels lebend aus einer Grube geborgen werden, dann wird da auch ein Hype gemacht, obwohl das natürlich die anderen 80 Millionen Deutschen überhaupt nicht betrifft. Fühlen die sich dann alle nicht ernst genommen?

um 16:01 von Sebastian15

"Als heterosexueller fühlt man sich da fast nicht mehr ernstgenommen."

Also ich fühle mich sehr wohl noch ernst genommen! Wie Sie nun dazu kommen, kann ich natürlich nicht nachvollziehen. Wenn wir Heterosexuellen jetzt aber schon Minderwertigkeitsgefühle entwickeln, weil plötzlich Homosexuelle in (leider nur fast) allen Bereichen des Lebens angekommen sind, dann können wir uns zumindest in Teilen in die Menschen reindenken, die sich dank einer intolleranten Gesellschaft verstecken mussten.

In dem Sinne heisse ich Sie Willkommen in einer wunderbaren, gleichberechtigten Welt!!!

@15:07 von frosthorn

"Für mich war übrigens die breite Zustimmung, die die Ehe für alle in der Bevölkerung fand, überraschend."

Für mich weniger. Aus meiner Sicht war die Ehe für alle schon lange breiter gesellschaftlicher Konsens. Die CDU ist allerdings schon seit gefühlten Ewigkeiten regierungsbeteiligt - und dort gibt es Gruppen, mit denen die Ehe für alle nicht zu machen war und mit denen man es sich parteiintern nicht verscherzen wollte.

Das zeigt, wie einfach es für vergleichsweise kleine Gruppen ist gesellschaftliche Entwicklungen auszubremsen - solange sie sich effektiv organisieren.
Die Ehe für alle war ja in etwa so beabsichtigt wie die Maueröffnung. Der SPD ist es hoch anzurechnen, dass sie nach dem 'Versprecher' in die offene Flanke geprescht ist. Diese Gelegenheit haben sie sauber genutzt.

Aufgeschnappt...

"Watt ne Freude..! Gib mich noch ´n Törtchen, Felixia..." (aufgeschnappt am Rande einer Regenbogen-Hochzeitsfeier...)

15:40, Tada

>>Ist auch richtig so
Warum soll es den Homosexuellen besser ergehen, als den Heterosexuellen?
Wenn sie sich ins Unglück stürzen wollen, dann sollen sie.
;-D<<

Sie wissen, daß "Ehe" eine Abkürzung ist?

Sie steht für drei lateinische Worte: Errare humanum est.

@Sebastian15

"Warum wird in diesem Land eigentlich um das ganze Thema LGBQT (habe ich das jetzt richtig abgekürzt?) eigentlich neuerdings so ein Aufhebens gemacht? "

Das Interessante an der Frage wäre wem sie diese stellen. Denn tatsächlich ist es ja so, dass ein "Aufhebens" von den gemacht wird, die diesen Menschen Gleichberechtigung verweigern. Schließlich ist Gleichberechtigung der Normalzustand. Um davon abzuweichen bedarf es erheblichen "Aufhebens.

15:58, ablehnervonallem

>>Was für ein merkwürdiges Land ist Deutschland seit 2015 geworden.<<

Was hat das Thema hier mit 2015 zu tun?

@15:44 von Deeskalator

"Stellen sie sich vor dem einen passiert etwas, sie haben nicht an eine Patientenverfügung gedacht und bekommen keine Informationen wie es ihrem Partner geht... ein Horror."

Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man Jahre lang seinen Kopf so tief in den Sand stecken konnte. Es war wichtiger sich mit Symbolik irgendwie moralisch überlegen zu fühlen, als solche Realitäten und ihre knallarten Konsequenzen anzuerkennen.

Das war Ignoranz vom Feinsten die unser staatliches Handeln bestimmt hat.
Das alles mit christlichen Werten zu begründen war der absolute Hohn, der dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat.

Die nächsten Generationen werden das alles geschlossen mit dem Unverständnis betrachten, die diese Situation verdient hatte.

16:01, Sebastian15

>>Warum....
....wird in diesem Land eigentlich um das ganze Thema LGBQT (habe ich das jetzt richtig abgekürzt?) eigentlich neuerdings so ein Aufhebens gemacht? Als heterosexueller fühlt man sich da fast nicht mehr ernstgenommen.<<

Warum fühlen Sie sich denn als Heterosexueller nicht mehr ernst genommen?

Würden Sie das bitte ein wenig näher erklären?

Ich kann mir nämlich nicht ansatzweise vorstellen, warum das so sein könnte. Aber vielleicht können Sie mir ja Ihre Gedanken- und Gefühlswelt ein wenig verständlich machen.

so eine

so eine Selbstverständlichkeit muß so gefeiert werden? Man frage besser mal bei den bisherigen Regierungen nach, was sie geritten hat, das so lange abzulehnen.
Ehe ist völlig überschätzt. Lassen wir die Homosexuellen sich doch auch überschätzen.
da gibt es überhaupt nichts zu diskutieren.
Ganz im Ggenteil, da wollen zwei verantwortung übernehmen und wurden bisher nicht für voll genommen.
Und wer hats durchgeführt? nein, nicht etwa Schröder ud Fischer. Dafür hats dann doch die CDU gebraucht.

@Sebastian15

Aufhebens machen vor allem die Gegner, die Menschen, die nicht ihrer Weltsicht entsprechen, demokratische Rechte verweigern wollen.
Es ist ein Kulturkampf. In den USA noch viel heftiger, als hier.
Wenn Minderheiten ihre Rechte einfordern, fühlen sich viele der Mehrheit auf den Schlips getreten, weil sie ihre Privilegien verlieren.
Der Gedanke, dass Homosexuelle, zum Beispiel, gleichwertige Menschen sind, macht so einige Traditionalisten aggressiv.
genau so war es damals in den USA, als die Farbigen ihre Gleichberechtigung einforderten. Es führte zum Bürgerkrieg und zu Gewalt, weil es viele Menschen gibt, denen es wichtig ist, über anderen zu stehen.

@15:07 von frosthorn

Wer wird denn "unterdrückt"?

15:07 von frosthorn

zeigt es doch, dass gesellschaftlicher Fortschritt auf Dauer von den Reaktionären nicht verhindert werden kann
.
jetzt seien sie mal nicht so
Fortschritt kann auch Rückschritt bedeuten
die Gesellschaft hat sich gewandelt - selbstverständlich muß das berücksichtigt werden
heute herrscht zweifellos eine breite Zustimmung
nur bedenken sie vor 50 ... 100 Jahren wie stand man da zu Schwulen ?
und wie wird man in 100 Jahren dazu stehen oder zu anderen Themen die heute selbstverständlich scheinen
aber!! wir leben ja hier und heute und die Menschen müssen heute zufrieden sein
allein das zählt

16:28, tirilei

>>Find's ja immer noch schade dass es unbedingt das Wort "Ehe" und "Heirat" sein musste. Rechtliche Gleichstellungen in den verschiedensten Bereichen waeren auch moeglich gewesen mit einer anderen Bezeichnung.<<

Damit man auch sieht, daß Schwule und Lesben nicht so sind wie "wir"?

Oder warum?

Statt den tradierten und

Statt den tradierten und überholten Begriff Ehe zu verwenden wäre es m.E. besser, bei rechtlicher Gleichstellung, Lebenspartner/ Lebenspartnerschaft zu nutzen.

16:26 von Lyn

Alles Gute allen für die Zukunft, möge die Liebe ewig währen
.
vermute mal die haben mit den gleichen Kümmernissen
und Sorgen zu rechnen wie Heteros

17:00 von fathaland slim

wer denkt schon daran
wenn er vor dem Standesbeamten steht

Was mich betrifft: Ich setze

Was mich betrifft: Ich setze darauf, dass Menschen auch ohne Trauschein glücklich zusammen leben und lieben können - die rechtlichen Grundlagen kann man gut anders regeln. Andererseits sollte jede*r tatsächlich das gleiche Recht haben, den Mann oder die Frau zu ehelichen, der er oder sie sich verbunden und verpartnert fühlt. Das war längst überfällig und hat gesellschaftlich einen wichtigen Schritt hin zu Normalität bedeutet - auch wenn einige Ewiggestrige darin weiterhin den Untergang des Abendlandes wittern.

Eine gute Sache

Ich begrüße die Einführung der Ehe für alle ausdrücklich. Wenn Menschen sich lieben, so spielt ihr Geschlecht dabei keine Rolle. Ich wünsche allen die sich trauen lassen alles Gute und viel Glück!

Kompliziert machen und Aufladen

"Im Römischen Reich wurde die Ehe als eine nicht rechtliche gesellschaftliche Tatsache durch verwirklichte Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau gesehen." Wikipedia

Seit den Römern wurde es nur komplizierter, eingeschränkter, registrierter, verbotener, befördert mit Steuerbelohnung...

Hochzeit als Bürokratie- und Kirchenbeschäftigung mit viel Papierkram.

Man wundert sich, dass da manchmal sogar noch Liebe mit im Spiel sein darf. Na ja, die meiste Zeit nach den Römern ja nicht mehr, Ehebruch, Sünde, Sodomie...wenn sich die Falschen verliebten.

Bis wir wieder auf dem freien römischen Zustand sind, wird es nochmal ein paar hundert Jahre dauern.

17:09, Superschlau

>>Und wer hats durchgeführt? nein, nicht etwa Schröder ud Fischer. Dafür hats dann doch die CDU gebraucht.<<

Ja natürlich.

Jede Partei muss die anstehenden Grausamkeiten ihrer Wählerschaft verkaufen.

Genau so, wie Schröder und Fischer den Hartz4-Sozialabbau und die Auslandseinsätze der Bundeswehr ihrer Klientel verklickern mussten.

re tirilei

"Find's ja immer noch schade dass es unbedingt das Wort "Ehe" und "Heirat" sein musste. Rechtliche Gleichstellungen in den verschiedensten Bereichen waeren auch moeglich gewesen mit einer anderen Bezeichnung."

Wenn man für Gleiches unterschiedliche Begriffe erfinden muss bleibt es Ungleiches. Und genau das ist dann gewollt.

17:35, Sisyphos3

>>16:26 von Lyn
Alles Gute allen für die Zukunft, möge die Liebe ewig währen
.
vermute mal die haben mit den gleichen Kümmernissen
und Sorgen zu rechnen wie Heteros<<

So ist es.

Wat dem een sin Uhl ...

Angesichts dieses undefinierbaren Teils auf dem Handschäufelchen (Leberkästorte?) muss man allen Ehewilligen echten Mut bescheinigen und alles erdenklich Gute für die Zukunft wünschen.

Froh bin ich darüber, dass die Ehe für alle nicht verpflichtend ist. Ich jedenfalls wüsste nicht, ob ich da extra scharfen, mittelscharfen oder gar süssen Senf dazu nehmen sollte. Gut, dass das jede/r so halten kann wie er/sie es will oder die/der Partner/in es vorgibt.

Es soll ja Leute geben, die auch ganz ohne Ehe erstaunlich lange überlebt haben.

Auch wir haben geheiratet ...

... und sind jetzt schon fast 24 Jahre zusammen.

Viele unserer Hetero-Freunde sagen: Solange kenne ich meine Frau / meinen Mann nicht mal !

@ Sebastian15 (16:01)

"Als heterosexueller fühlt man sich da fast nicht mehr ernst genommen."

Als hauptsächlich heterosexueller habe ich mit dem ernstgenommen werden überhaupt keine Probleme, auch gefühlt nicht. Gefühl für das Heterosexuelle habe ich selber aber an manchen Tagen nicht. Trotzdem bleibt's beim sich ernst nehmen und ernst genommen werden. An solchen Tagen geringerer heterosexueller Präsenz stütze ich mich halt mehr auf meine Humangenität. Es kann auch passieren, dass ich an solchen Tagen überhaupt nichts vermisse, mich einfach nur entspanne, eventuell Fußball spielen gehe (meistens leider auch nur Heteros, gemischt ist lustiger).
Kurzum, die Heterosexualität ist die meiste Zeit bei mir gar nicht vorhanden - nur ab und zu. Es gibt überhaupt keinen Grund sie ernster oder weniger ernst zu nehmen. Ich rate dazu, diesbezüglich locker zu bleiben und wenn möglich, sich von was (wem) weiß ich überraschen zu lassen. Der Moment wann ist zweitrangig. So sehe ich das.

@17:31 Werner40

"Oh, Sie sind gar nicht verheiratet, nur verpartnert..."

Klingt doch toll, oder? Gleiches soll schon auch gleich benannt werden. Außerdem ist es leider heute immer noch so, dass ein Outing zu Problemen führen kann - und gerade bei Formularen wären verschiedene Ankreuzkästchen für "verheiratet" und "verpartnert" ein Zwangsouting.

@16:01 Sebastian15

Warum fühlen Sie sich als heterosexueller nicht ernst genommen, wenn es um die Rechte von Menschen geht, zu deren Gruppierung Sie sich nicht zugehörig fühlen? Das wäre in etwa so, wie wenn ein Mann sich nicht ernst genommen fühlt, wenn es um Frauenrechte geht, ein Nicht-Behinderter, wenn es um Behindertenrechte geht, ein Weißer, wenn es um die Rechte Schwarzer geht, ein Deutscher, wenn es um die Rechte von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund geht... Aber so haben Sie es nicht gemeint, oder? Ich bin ratlos, welchen Sinn Ihr Kommentar haben könnte.

Auskünfte über den Ehegatten?

Entgegen landläufiger Meinung gibt es keinen Anspruch, von Ärzten Auskunft über seinen Ehegatten zu bekommen. Häufig wird der Arzt zwar unterstellen, dass der kranke Ehegatte mit Auskünften einverstanden ist. Wenn Ihr Onkel und sein Ehegatte aber Rechtssicherheit haben wollen, sollten sie schriftlich sich gegenseitig Vollmachten erteilen, dass der andere Ehegatte von Ärzten Auskünfte über ihn einholen darf. Eine Patientenverfügung regelt übrigens die Einwilligung bzw. die Nichteinwilligung (also das Verbot) bestimmter medizinischer Maßnahmen, also noch einmal etwas anderes.

17:52 von Marcus2

die Wertewelt ändert sich eben .....
bei den Griechen / Römern hatte man kein Problem mit Homosexualität
mit Knabenliebe allerdings auch nicht

17:27, Sisyphos3

>>Fortschritt kann auch Rückschritt bedeuten
die Gesellschaft hat sich gewandelt - selbstverständlich muß das berücksichtigt werden
heute herrscht zweifellos eine breite Zustimmung
nur bedenken sie vor 50 ... 100 Jahren wie stand man da zu Schwulen ?<<

Schlagen Sie mal "Magnus Hirschfeld" nach.

Den Kampf um unsere Bürgerrechte, von Gleichberechtigung gar nicht zu reden, kämpfen wir seit mehr als 150 Jahren. Vorher war das Thema nicht so prominent, der Paragraf 175 stammt ja aus der Kaiserzeit. Das ist nicht eine gesellschaftliche Laune, die sich hier mal eben manifestiert, sondern das Ergebnis eines langen, zähen Kampfes. Der noch lange nicht vorüber ist und von vielen Rückschlägen begleitet war. Niemals in der deutschen Geschichte wurden Homosexuelle beispielsweise so verfolgt wie im Dritten Reich.

Aber es zieht sich ja generell wie ein roter Faden durch Ihre Kommentare, daß Sie Emanzipation und Menschenrechte prinzipiell relativieren.

17:57 von karwandler

Wenn man für Gleiches unterschiedliche Begriffe erfinden muss bleibt es Ungleiches
.
und genau das sehe ich nicht so

man sagt ja nicht Wurst sondern unterscheidet nach Salami, Bierschinken, Mettwurst Leberwurst und was weiß ich noch was
letztlich unterscheidet man ja auch nach Mann und Frau neuerdings sogar nach Gender (warum da so ein Aufwand betreiben)
warum dann nicht auch ob ne Verbindung aus Mann und Frau besteht
oder aus 2 Männern oder 2 Frauen

@17:31 von Werner40

"Statt den tradierten und
Statt den tradierten und überholten Begriff Ehe zu verwenden wäre es m.E. besser, bei rechtlicher Gleichstellung, Lebenspartner/ Lebenspartnerschaft zu nutzen."

Wozu an Bezeichnungen herumdoktern?
Wieso ist die Bezeichnung Ehe überholt?
Da ich mit meinem langjährigen Partner nicht verheiratet war, sprachen wie eben von Lebenspartner/in. Damit war dann auch z.B. in der Krankenakte klar: Zwar nicht verheiratet, aber nicht alleinlebend. Man müsste bei Ihrem Vorschlag für nicht verheiratete Paare dann wieder ein neues 'Konstrukt' erfinden.

@17:35 von Sisyphos3

"16:26 von Lyn

Alles Gute allen für die Zukunft, möge die Liebe ewig währen
.
vermute mal die haben mit den gleichen Kümmernissen
und Sorgen zu rechnen wie Heteros"

Ja, das ist anzunehmen.
Ich finde es trotzdem schön, dass die Leute heiraten können.

18:04, Sisyphos3

>>17:52 von Marcus2
die Wertewelt ändert sich eben .....
bei den Griechen / Römern hatte man kein Problem mit Homosexualität
mit Knabenliebe allerdings auch nicht<<

Sie haben offensichtlich mal irgendwann irgendwo irgendwie was aufgeschnappt.

Ich empfehle, sich mit dem Thema etwas eingehender zu beschäftigen.

Ich empfehle auch beispielsweise arabische Liebeslyrik aus der Blütezeit des Islam, also zwischen 900 und 1400 unserer Zeitrechnung. Dort wird in den allermeisten Fällen die Schönheit junger Männer besungen. Und zwar von Männern. Oft denselben Männern, die auch religiöse Schriften verfassten. Die Schwulenfeindlichkeit ist ganz offensichtlich ein europäischer Import entschieden späteren Datums.

@17:28 von fathaland slim 16:28, tirilei

//Damit man auch sieht, daß Schwule und Lesben nicht so sind wie "wir"?

Oder warum?//

Genau deshalb. Welchen anderen Sinn sollte das denn sonst haben? Irgendwie muss ein bisschen Diskriminierung doch erhalten bleiben, oder?

'tirilei' möge mir verzeihen, wenn ich da etwas falsch verstanden haben sollte.

re: Karwandler

Die Ehe von Heterosexuellen wurde nicht eingeführt, sondern war immer eine natürliche Sache.

DB_EMD, 16:54

intollerant

Tolerant schreibt sich mit einem l, intolerant ebenfalls. Das Wort hat nichts mit "toll" zu tun, sondern kommt vom lateinischen "tolerare", auf Deutsch "dulden, erdulden".

@ Sisyphos3 (18:04)

Falls Sie damit sagen wollen, dass wir heute mit (ganz gleich was für eine) Sexualität Probleme haben, so muß ich da grundsätzlich widersprechen. Wir machen wohl Probleme wegen der Sexualität, in der Regel wegen der von anderen. Und eine gewisse Affinität anderen Probleme zu bereiten haben wir irgendwie, das ist ein Problem. Aber Sexualität ist eigentlich nicht dazu gedacht, dass die Menschen ein Problem mehr haben. Obwohl, da kann manchmal was schiefgehen. Als ich jünger war öfter als heute, die Hormone, Liebe macht blind und lauter so Zeugs.
Aber wir sollten froh sein, das es die Sexualität überhaupt gibt, auch wenn sie manchmal quasi ihren eigenen Willen hat. Trotzdem, ich bleib dabei, sie ist eher eine Lösung, eine Er/Sie/was weiß ich Lösung. Dennoch schwierig biograpfisch und politisch zu packen, ja. Aber es geht voran.
Ein Problem ist z. B. ein frisch gebrochener Zeh, das habe ich seit gestern. Au weh!

willkommen im 21. Jahrhundert

Dies hat ja auch lange genug gedauert, dank Merkel/CDU der Bremserin.

Was noch im Argen ist, dass immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird bezgl. verheirateten und unverheirateten Paaren. Z.B. bei Hartz4-Bezug gelten unverheiratete im gleichen Haushalt automatisch als Bedarfsgemeinschaft, aber andererseits gibt es bei unverheirateten Paare keine Krankenmitversicherung oder gemeinsame Steuerklassen. Hier drehen und wenden es sich die Regierenden, wie es aus Staatssicht am Günstigsten und nicht am Gerechtesten ist.

@DLGPDMKR, 17:23 re @frosthorn

Wer wird denn "unterdrückt"?

"Die Zeit ist mit den Unterdrückten". Ist ja nun wirklich leicht zu verstehen, das Zitat. Es wurden in der Vergangenheit sehr viele unterdrückt, und die Zeit war mit ihnen, sie haben an Freiheit gewonnen. Die Zeit wird auch mit denen sein, die heute unterdrückt werden.
Unterdrückung ist ja nicht nur Sklaverei, sondern allgemein Entrechtung, z.B. auch durch Diskriminierung. Auch wenn Sie hier keinen in Ketten rumlaufen sehen, gibt es Menschen, denen Rechte vorenthalten werden. Die alle hat Nelson Mandela mit seinem Spruch gemeint. Ganz einfach.

re werner40

"Statt den tradierten und überholten Begriff Ehe zu verwenden wäre es m.E. besser, bei rechtlicher Gleichstellung, Lebenspartner/ Lebenspartnerschaft zu nutzen."

Wenn er überholt ist wird er von selbst verschwinden. Das ist so in einer lebendigen Sprache.

re sisyphos3

"letztlich unterscheidet man ja auch nach Mann und Frau"

Da haben Sie Recht. Das ist mir bisher gar nicht so aufgefallen.

re bergschneider

"re: Karwandler

Die Ehe von Heterosexuellen wurde nicht eingeführt, sondern war immer eine natürliche Sache."

Wenn Konservative was als "natürlich" bezeichnen ist höchste Vorsicht angebracht.

Nicht nur wegen dem natürlichen Volksempfinden ...

Schizophrenie der Bunten Republik!

Also für mich als AfD-Wähler ist es persönlich schnuppe, wer mit wem zusammenleben. Insofern bin ich relativ indifferent in Bezug auf die "Ehe für Alle". Ein Problem habe ich damit nur insofern, dass eine Ehe zwischen Homosexuellen die gleichen steuerrechtlichen Vorteile genießen, welche aber in keiner Weise gerechtfertigt sind: steuerrechtlich sind nmE ausschließlich die durch das GG geschützt Ehe zwischen Mann und Frau besser zu stellen. Sie alleine bildet die Keimzelle unserer Gesellschaft.

Schizophren allerdings empfinde ich das hysterische Bejubeln der "Ehe für alle" in unserer "Bunten Republik Deutschland", da man gleichzeitig mit dem gleichen Jubelgeschrei Personen ins Land lässt, deren Schwulenhass in Wort, Verhalten und (Gewalt-)Tat offensichtlich ist und nicht einmal großartig von den bunten Jubelpersern nicht einmal zur Kenntnis genommen wird!

@18:28 Bergschneider

Die Ehe war nie eine natürliche Sache sondern ein künstlich eingeführtes Rechtsinstitut.

Ehe für ALLE??

Da fehlt doch was!

Hiermit erkläre sämtliche ich feierlich sämtliche katholische(!!) PfarrerInnen und Pfarrer, BischöfInnen und Bischöfe, KardinälInnen und Kardinäle, PäpstInnen und Päpste ALLESAMT...

.. als miteinander verheiratet!

Richtig, wenn schon, denn schon!

Eine wirklich

wichtige Meldung. Insbesondere die fallende Tendenz.
Ich verstehe nicht, was man mir damit sagen will.

@18:28 von Bergschneider

"re: Karwandler
Die Ehe von Heterosexuellen wurde nicht eingeführt, sondern war immer eine natürliche Sache."

Die Verbindung zweier sich liebender Menschen war und ist immer eine natürliche Sache.

@ kommentator_02, um 18:29

...aber wenn jemand tolerant ist, ist das doch toll :-)

32.000

Wie sollte man die Zahl beurteilen. Ist das viel oder wenig, stellt das zufrieden oder sollte es mehr sein. Ist die fallende Tendenz Anlass zur Sorge oder alles gut.

19:08 von Bote_der_Wahrheit

ie durch das GG geschützt Ehe zwischen Mann und Frau besser zu stellen. Sie alleine bildet die Keimzelle unserer Gesellschaft.
.
so sieht es das Bundesverfassungsgericht eigentlich auch
ein entsprechendes Urteil kann jeder nachlesen
(BVerfG, AZ: 1 BvR 205, 332, 333, 367/58, 1 BvL 27, 100/58, BVerfGE 10,59)
bisschen alt zugegeben aber das GG ist ja noch älter - das stellt auch keiner in Frage ?!

@19:08 von Bote_der_Wahrheit

"Ein Problem habe ich damit nur insofern, dass eine Ehe zwischen Homosexuellen die gleichen steuerrechtlichen Vorteile genießen, welche aber in keiner Weise gerechtfertigt sind: steuerrechtlich sind nmE ausschließlich die durch das GG geschützt Ehe zwischen Mann und Frau besser zu stellen. Sie alleine bildet die Keimzelle unserer Gesellschaft."

Letzteres ist aber so nicht mehr haltbar. Es gibt viele kinderlose Ehen (ob gewollt oder nicht spielt keine Rolle), es gibt unverheiratete Paare mit Kindern und viele Alleinerziehende. Das mit der "Keimzelle" passt also schon lange nicht mehr.
Wenn zwei Menschen sich ein Eheversprechen geben (mit allen rechtlichen Konsequenzen), dann sollten sie auch steuerrechtlich gleich behandelt werden.

@Bote_der_was, 19:08

Wirklich schlüssig, mal wieder, Ihr Kommentar. Zur Einleitung erklären Sie, was Ihnen schnuppe ist und schieben sofort nach, warum es Sie trotzdem stört. Da hat sich Ihre vorgebliche Toleranz gleich wieder in Wohlgefallen aufgelöst.
Aber darum ging es Ihnen ja gar nicht. Sie mussten den Haken schlagen zu Ihrem Lieblingsthema und - völlig unbegründet - Homophobie zu einer Eigenschaft erklären von "Personen, die man ins Land lässt".
Das ist erstens sachlich blanker Unsinn, zweitens offen diskriminierend und drittens einfach infam. Wenn Schwule angefeindet werden, dann bekanntermaßen aus der gesellschaftlichen Ecke, die auch sonst nicht viel von Toleranz oder Menschenrechten hält. Diese Ecke ist Ihnen ja vertraut und deshalb wissen Sie das natürlich auch.

@ Bote_der_Wahrheit, 10:08

Aber jetzt müssen Sie mal verraten, was das Eine mit dem anderen wirklich(!) zu tun hat. Sie stellen eine Verbindung her, die überhaupt nicht existiert.

@ Bote_der_Wahrheit

"steuerrechtlich sind nmE ausschließlich die durch das GG geschützt Ehe zwischen Mann und Frau besser zu stellen. Sie alleine bildet die Keimzelle unserer Gesellschaft." Am 19. August 2019 um 19:08 von Bote_der_Wahrheit

Das war ja auch ursprünglich so, dass die Kinder aus der Ehe geschützt werden sollten.

Aber heutzutage, wo nicht jedes heterosexuelle Paar Kinder hat (meistens auch bewusst), hat sich das überholt.

Die unehelichen Kinder sind auch den ehelichen rechtlich gleichgestellt.

Natürlich ist das nicht, ...

... aber der Natur wird es gut tun ;-)

Immerhin ist es tendenziell weniger wahrscheinlich, dass sich gleichgeschlechtliche Paare vermehren. Da es eh schon zu viele Menschen auf der Erde gibt, hat diese Regelung somit auch ihre Vorteile.

Ich persönlich halte von der "Ehe für alle" wenig, aber ich finde mich in der Demokratie damit ab.

Bergschneider, 18:28

Die Ehe von Heterosexuellen wurde nicht eingeführt, sondern war immer eine natürliche Sache.

Das heißt, heterosexuelle Ehepartner wurden bereits verheiratet geboren und benötigten keinen Pfaffen oder Beamten für die Eheschließung? Oder wie muss ich mir die "natürliche Sache" vorstellen?

Der Begriff Ehe

ist nach meinem Dafuerhalten reserviert fuer eine Verbindung zwischen einer Frau und einem Mann.
Ich bin definitive nicht homophob, denke aber, dass man sich einen eigenen Begriff suchen sollte.
Die gesetzliche Gleichstellung ist aussen vor. Selbstverstaendlich!

@19:08 Bote_der_Wahrheit

Wo genau liegt der Unterschied zwischen einem kinderlosen Hetero- und einem kinderlosen Homopaar? Oder zwischen einem Heteropaar mit Kindern und einem Homopaar mit Kindern? Woraus leitest du einen Grund für eine steuerliche Ungleichbehandlung her? Oder um es auf die Spitze zu treiben: warum sollte das kinderlose Heteropaar steuerlich besser gestellt werden als das Homopaar mit Kindern?

Ehe ist nicht gleich Familie.

18:15 von Sisyphos3

«Wenn man für Gleiches unterschiedliche Begriffe erfinden muss bleibt es Ungleiches.»

«und genau das sehe ich nicht so
man sagt ja nicht Wurst sondern unterscheidet nach Salami, Bierschinken, Mettwurst Leberwurst und was weiß ich noch was …»

Vegane Wurst unterscheidet man auch noch …

Was ist das denn wieder für ein Vergleich? "Wurst" und "Ehe".

Kommt zu Ihnen ein Gast. Sie machen Abendbrot.
Fragen Sie den Gast: "Essen Sie Wurst?"
Schon haben das Wort verwendet, das man ja angeblich nicht sagt.

Kommt der nächste Gast. Alleine.
Fragen Sie: "Warum haben Sie Ihre Frau nicht mitgebracht?"
Sagt der Gast: "Mein Mann muss leider arbeiten.”

Schon haben Sie die Unterscheidung, die Sie haben wollen.

Sagt der dann auch noch:
"Nur zur Info. Ich mag Wurst aber nur, wenn sie vegan ist.”
Wissen Sie gleich Bescheid, "was das für einer ist".

«… letztlich unterscheidet man ja auch nach Mann und Frau …»

Nicht "letztlich". Ist in > 99,9% der Fälle auf den ersten Blick zu erkennen …

@18:28 von Bergschneider

"Die Ehe von Heterosexuellen wurde nicht eingeführt, sondern war immer eine natürliche Sache."

Dazu hätte ich dann doch noch eine Frage: Was wissen Sie über die Ehe der Steinzeitmenschen? Ich habe da im Unterricht möglicherweise wieder geschlafen.

19:31 von Anna-Elisabeth

manche Dinge ändern sich eben

als das angesprochen Ehemodell populär war, gab es keinen Sozialstaat
dieses System sorgte für Sicherheit

@Bote_des_Rechtspopulismus Si

@Bote_des_Rechtspopulismus

Sie scheinen heute ja sehr aktiv in den Kommentaren sämtlicher Meldungen zu sein. Ich stelle mir gerade vor, wie Sie seit geraumer Zeit vor etlichen offenen Tabs Ihres Browsers sitzen und immer und überall kommentieren - bei gleichbleibender Botschaft.
Was genau ich davon halten soll, weiß ich (noch) nicht.

Aber zur Sache: Ich muss Ihnen neidlos zugestehen, dass Sie durchaus rhetorisch glänzen, dass Sie dennoch, wider besseren Wissens, rhetorisch Dinge miteinander verknüpfen, die nichts miteinander zu tun haben, das erkämpfte Recht von Menschen der LGBTQ+ -Gemeinde mit dem Gespenst der Migration, ist in Anbetracht ihrer Fertigkeiten für mich aber mehr als beunruhigend.
Als "Betroffener" an dieser Stelle ein Dankeschön Stelle an alle Kommentator*innen, die am Thema bleiben!

19:17 von Anna-Elisabeth

Die Verbindung zweier sich liebender Menschen war und ist immer eine natürliche Sache.
.
das stellt ja wohl keiner in Abrede
es geht nur darum muß es unter dem besonderen Schutz des Staates stehen
und da gibt es eigentlich kaum Gründe dafür
mal abgesehen dass die Bürger dann zufriedener / glücklicher sind
was sicherlich auch was positiv zu sehendes ist

Ich glaubte, man wäre mit dem

Ich glaubte, man wäre mit dem Thema durch.
Allerdings scheint es immer noch berichtenswert zu sein, wieviel Gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen werden. Scheinbar ist das für die Mainstream-Medien noch nicht normal.

@ Bote_der_Wahrheit (lol) um 19:08

Ihr Problem mit der Ehe für alle hat seinen Ursprung also allein in ihrem völkischen Denken.
Von "Keimzelle unserer Gesellschaft" steht nix im Grundgesetz.
DANN würde es auch nur Sinn ergeben, Ehen ausschließlich dann zu fördern, wenn Kinder vorhanden sind.

Um das kurz anzureißen:
Die Ehe hat, völlig unabhängig vom Geschlecht der Verheirateten, für den Staat eine ganze Reihe von Vorteilen.
Staat und Sozialsysteme werden durch die Pflichten, die einem Ehepartner auferlegt werden (z.B. bei Hartz4, Pflege, etc.) entlastet.
Ebenso in anderen Bereichen, wie z.B. Wohnraum, Infrastruktur und Umwelt.
Im besten Fall gibt eine glückliche/funktionierende Ehe den Verheirateten auch mehr Stabilität (psych. Leiden & verb. Krankheitskosten).

Zu ihrem letzten Absatz:
Lassen sie ihr "Derailing" doch einfach sein.
Wer der AfD gut zuhört weiß genau, dass es als Homosexueller unter einer AfD-Regierung verdammt "ungemütlich" werden würde.

@19:31 von Sisyphos3

//so sieht es das Bundesverfassungsgericht eigentlich auch
ein entsprechendes Urteil kann jeder nachlesen
(BVerfG, AZ: 1 BvR 205, 332, 333, 367/58, 1 BvL 27, 100/58, BVerfGE 10,59)
bisschen alt zugegeben aber das GG ist ja noch älter - das stellt auch keiner in Frage ?!//

Es glit aber auch:
-------------------------

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
---------------------

Und jetzt?

Ehe für alle

Das sind also 7 % aller Ehen und damit ein eindeutiges Zeichen, wie Minderheiten journalistisch hochgejubelt werden. Ist es diese Minderheit wert, dass sie eine derartige Beachtung findet? Man sollte die Gruppe der Homosexuellen mit etwas reduzierter Aufmerksamkeit begleiten. Sie sind wirklich nicht die meinungsbildende Gruppe, obwohl der Eindruck entstehen könnte. 93% der Ehen werden zwischen Mann und Frau geschlossen. Darüber wird leider nicht berichtet.

@IBELIN

"Insbesondere die fallende Tendenz.
Ich verstehe nicht, was man mir damit sagen will."

Ich vermute, dass man Ihnen damit sagen will, dass nach der Einführung des Gesetzes und dem damit verbundenen Andrang bereits seit einiger Zeit die Zahl der homosexuellen Eheschließungen wieder zurückgeht. Klingt doch logisch, oder?

19:31 von Sisyphos3

«… Problem … damit nur insofern, dass eine Ehe zwischen Homosexuellen die gleichen steuerrechtlichen Vorteile genießen, welche aber in keiner Weise gerechtfertigt sind: steuerrechtlich sind nmE ausschließlich die durch das GG geschützt Ehe zwischen Mann und Frau besser zu stellen. Sie alleine bildet die Keimzelle unserer Gesellschaft.»

«so sieht es das Bundesverfassungsgericht eigentlich auch
ein entsprechendes Urteil kann jeder nachlesen
(BVerfG, AZ: 1 BvR 205, 332, 333, 367/58, 1 BvL 27, 100/58, BVerfGE 10,59)
bisschen alt zugegeben aber das GG ist ja noch älter - das stellt auch keiner in Frage ?!»

Das BVerfG hat noch überhaupt kein Urteil zu dem Thema gefällt, seit es die geänderte Gesetzgebung mit mehr rechtlicher Gleichstellung gleich-geschlechtlicher mit verschieden-geschlechtl. Eheschließung gibt.

Das Gesetz stellt auch nicht zu 100% gleich.
Unterschiede im Adoptionsrecht.

Wer meint, vor dem BVerfG klagen zu müssen.
Der klage eben. Mal sehen, was das BVerfG sagt …

@IBELIN

"32.000
Wie sollte man die Zahl beurteilen. Ist das viel oder wenig, stellt das zufrieden oder sollte es mehr sein. Ist die fallende Tendenz Anlass zur Sorge oder alles gut."

Sie haben recht: Da hätte ein Redakteur durchaus mal kurz einen LGBT-Verein anrufen und um eine kurze Stellungnahme bitten können.

Aber dass die fallende Tendenz keinen Anlass zur Sorge bietet, geht bereits aus dem Artikel hervor, da die sehr hohe Zahl Ende 2017 (84% aller Eheschließungen waren homosexuell) nur dem großen Nachholbedarf geschuldet war.

Die außerdem im Artikel genannte Zahl von 7,5 % entspricht meines Wissens mehr oder weniger dem Prozentsatz an homosexuellen Menschen in der Gesellschaft.

re sisyphos3

" durch das GG geschützt Ehe zwischen Mann und Frau besser zu stellen. Sie alleine bildet die Keimzelle unserer Gesellschaft.
.
so sieht es das Bundesverfassungsgericht eigentlich auch
ein entsprechendes Urteil kann jeder nachlesen
(BVerfG, AZ: 1 BvR 205, 332, 333, 367/58, 1 BvL 27, 100/58, BVerfGE 10,59)
bisschen alt zugegeben aber das GG ist ja noch älter - das stellt auch keiner in Frage ?!"

Das GG ist nicht älter. Seine aktuelle Form weist Unterschiede zu der von 1949 auf.

Und ebenso ist auch die Rechtsprechung des BVerfG nicht an irgendeinem Punkt stehengeblieben, auch wenn Sie nicht verwinden können, dass frühere Urteile keine Relevanz mehr haben.

re ibelin

"Der Begriff Ehe

ist nach meinem Dafuerhalten reserviert fuer eine Verbindung zwischen einer Frau und einem Mann.
Ich bin definitive nicht homophob, denke aber, dass man sich einen eigenen Begriff suchen sollte."

Ich schlage vor, den gleichen Begriff, aber rückwärts buchstabiert, dafür einzuführen.

@19:28 von harry_up @ kommentator_02, um 18:29

"...aber wenn jemand tolerant ist, ist das doch toll :-)"

Schönes Wortspiel.

Im Zweifel kann man auch von Tipp- oder Flüchtigkeitsfehlern ausgehen. Ich selbst mache an manchen Tagen erschreckend viele davon. Dann ist es toll, wenn andere das mit Toleranz ignorieren.

19:30 von IBELIN

«32.000
Wie sollte man die Zahl beurteilen. Ist das viel oder wenig, stellt das zufrieden oder sollte es mehr sein.»

Warum sollte man sie "beurteilen", die Zahl?
Zur Kenntnis nehmen sollte man sie.

Wie viele es sind / werden, hängt ja wohl davon ab, wie viele Schwule / Lesben überhaupt eine Ehe eingehen wollen.

Dass es anfänglich "viele" sind, ist ja nicht verwunderlich.
Konnten jetzt im ca. ersten Jahr alle die heiraten, die es schon länger gerne getan hätten, aber nicht konnten.

Warum sollte man fragen, ob die Zahl gleich-geschlechtlicher Ehen "zufrieden stellt"? Wen sollte es denn zufrieden stellen? Und warum?

Wer außer den Heiratswiligen / Verheirateten ist überhaupt in irgendeiner Form davon betroffen, wie viele gleich-geschlechtliche Eheschließungen es in DEU gibt …?

@ IBELIN von 19:30

"Am 19. August 2019 um 19:30 von IBELIN
32.000

Wie sollte man die Zahl beurteilen. Ist das viel oder wenig, stellt das zufrieden oder sollte es mehr sein. Ist die fallende Tendenz Anlass zur Sorge oder alles gut."

Wieso beurteilen? Es reicht im Zweifel doch völlig, es einfach zur Kenntnis zu nehmen.

Es sind 7,32% im Zeitraum von 10/17 bis 12/18, lässt sich leicht errechnen: "Zwischen Oktober 2017 und Ende 2018 waren demnach 32.904 von 449.466 Hochzeitspaaren gleichgeschlechtlich."

Mich wundert ihr Beitrag bzw. ihre Fragen etwas. Der Artikel berichtet lediglich die Daten und nimmt keine Bewertung oder ähnliches vor. Finde ich eigentlich sehr positiv, so sollte Berichterstattung doch eigentlich immer sein?!

Da kann sich doch jeder seine eigene Meinung zu bilden - oder einfach keine haben, eine heutzutage viel zu selten genutzte Option. ;)

@Sisyphos3

"es geht nur darum muß es unter dem besonderen Schutz des Staates stehen
und da gibt es eigentlich kaum Gründe dafür"

Aber es gibt mittlerweile eigentlich auch kaum noch Gründe dagegen.

Ich kenne persönlich einen seit Jahrzehnten in einer stabilen Partnerschaft lebenden Schwulen, dem die ganze Sache mit der Ehe ziemlich schnuppe ist. Aber es gibt eben auch eine ganze Menge Homosexueller, denen es eben nicht egal ist und denen der staatliche Schutz und die damit verbundene Anerkennung sehr wichtig ist.

Und beide Varianten gibt es genau so auch bei Heterosexuellen. Manchen ist die Ehe schnuppe und manchen nicht.

@ 19:31 von Sisyphos3

Zitat: "... bisschen alt zugegeben aber das GG ist ja noch älter - das stellt auch keiner in Frage ?!"

Doch, auch das GG wurde schon häufig in Frage gestellt und geändert.

Im übrigen wird im GG die Ehe nicht explizit als Verbindung zwischen Frau und Mann definiert.

Gruß, zopf.

@19:49 Sisyphos

Die Ehe steht unter dem besonderen Schutz des Staates weil der Staat davon profitiert, siehe zum Beispiel im Unterhaltsrecht dem jeweiligen Partner gegenüber. Der Staat hat etwas vom Rechtsinstitut Ehe, hat also ein Interesse daran, dass es genutzt wird.

19:43 von Anna-Elisabeth

ich habe auch keine Infos wie das bei den Neandertalern gehandhabt wurde
-

die Kinder, möglichst viele, mussten versorgt werden
das geschah sicherlich auch gemeinsam durch die Sippe
Schwulsein trug sicherlich nicht unbedingt dazu bei
einer Sippe das Überleben durch Nachwuchs zu sichern
und das war ja wohl die Priorität 1 zur damaligen Zeit
überhaupt denke ich war damals Teamgeist gefordert
individuelle Wünsche unerwünscht wenn überhaupt bekannt

Richtig und falsch

Richtig finde ich, dass gleichgeschlechtliche Personen heiraten dürfen, längst überfällig. Falsch finde ich, wenn gleichgeschlechtliche Menschen Kinder adoptieren dürfen bzw. zeugen dürfen. Zu einer Erziehung gehören Mann und Frau, jede bringt Eigenheiten mit, daß weiß man aus der Psychologie. Damit sage ich nicht, daß gleichgeschlechtliche Paare unfähig für Erziehung sind. Im Gegenteil, das Wichtigste ist immer die Harmonie in einer Beziehung, die Kinder erleben. Aber im Normalfall Ehe Ja, Kinder Nein.

19:53 von Hello 404 @ Bote_der_Wahrheit (lol) um 19:08

"Die Ehe hat, völlig unabhängig vom Geschlecht der Verheirateten, für den Staat eine ganze Reihe von Vorteilen.
Staat und Sozialsysteme werden durch die Pflichten, die einem Ehepartner auferlegt werden (z.B. bei Hartz4, Pflege, etc.) entlastet.
Ebenso in anderen Bereichen, wie z.B. Wohnraum, Infrastruktur und Umwelt.
Im besten Fall gibt eine glückliche/funktionierende Ehe den Verheirateten auch mehr Stabilität (psych. Leiden & verb. Krankheitskosten)."

Danke für diese wichtigen Ausführungen!

re: Anna-Elisabeth

Da haben Sie Recht. Nur sollte der Begriff "Ehe" nur auf die Beziehung von Mann und Frau angewendet werden. Andere Beziehungen können selbstverständlich rechtliche Strukturen bekommen, sind aber von der Ehe zu unterscheiden.

@Hello 404

"Der Artikel berichtet lediglich die Daten und nimmt keine Bewertung oder ähnliches vor. Finde ich eigentlich sehr positiv, so sollte Berichterstattung doch eigentlich immer sein?!"

Sehe ich anders. Ich finde es wichtig, dass berichtete Daten auch eingeordnet werden. Das ist nämlich die Aufgabe eines Journalisten.

Daten und Nachrichten ausspucken kann auch ein Computer.

Wer über Natur reden will, muss jahrzehntelang genau hinschauen

Es ist traurig, peinlich oder schlicht gaga -je nach Geschmack- wer (und auch wie) im Zusammenhang mit der "Ehe für alle" die Begriffe Natur und natürlich so alles im Munde führt.

"Die" Natur werden wir Menschen nie vollends verstehen, dazu reichen unsere Affengehirne nicht. Aber sie in einem kleinen Teilgebiet auch nur ein bisschen zu verstehen, dazu muss man jahrelang mehrere Fächer studieren, und dann noch jahrzehntelange Erfahrung mitbringen.

Ich würde gerne mal wissen, ob diejenigen, die hier kurzerhand, vollmundig, nachplappernd und offenbar ohne irgendeinen fachlichen Hintergrund den Begriff Natur al gusto missbrauchen, ob genau die mit einem Chirurgen oder Onkologen zufrieden wären, der sie mit demselben Grad von Sorgfalt behandeln würde, - falls dies traurigerweise einmal nötig werden sollte.

Ich vermute eher, dass es bei ausgerechnet und gerade denen dann es schon ein ... Prof. Dr. Brinkmann von der Schwarzwaldklinik sein muss.

19:53, Carlsand

>>Ich glaubte, man wäre mit dem Thema durch.
Allerdings scheint es immer noch berichtenswert zu sein, wieviel Gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen werden. Scheinbar ist das für die Mainstream-Medien noch nicht normal.<<

Sie haben gehofft, man wäre mit dem Thema durch, weil Sie sowieso darüber nichts hören wollen.

Genau deshalb sind nicht nur die Mainstreammedien mit dem Thema noch nicht durch.

Sie werden noch öfter von uns hören. Das können wir Ihnen nicht ersparen und möchten es auch nicht. Der Kampf ist noch nicht zuende.

19:45 von Sisyphos3 / @Anna-Elisabeth, 19:31

«manche Dinge ändern sich eben
als das angesprochen Ehemodell populär war, gab es keinen Sozialstaat
dieses System sorgte für Sicherheit»

Und jetzt sorgt die gleich-geschlechtliche Ehe auch für Schwule und Lesben für die gleiche Art von sozialer Sicherheit, wie sie es bei Hetero-Ehen tut.

U.a. im Erbschafttsrecht, bei Vertretung in medizinischen Fragen.
Und bei einer Scheidung, wer den Schrebergarten bekommt …

Darüber hinaus entlastet es die Allgemeinheit finanziell, wenn Verheiratete Homosexuelle erst einmal gegenseitig für einander eintreten müssen, bevor sie finanzielle Ansprüche an staatliche Stellen richten könnten.

Das sind neben den Rechten dann die Pflichten.
Die eine Eheschließung auch mit sich bringt …

@Sturmtief

"Falsch finde ich, wenn gleichgeschlechtliche Menschen Kinder adoptieren dürfen bzw. zeugen dürfen. Zu einer Erziehung gehören Mann und Frau, jede bringt Eigenheiten mit, daß weiß man aus der Psychologie."

Zu dem Thema gibt es längst Studien, die eindeutig belegen, dass es Kindern homosexueller Eltern keinesfalls schlechter als Kindern Heterosexueller Eltern geht.

Nicht ganz so eindeutig sind Hinweise, dass es ihnen sogar besser geht.

Also gibt es keinen Grund, Adoptionen nicht zuzulassen.

Damit, dass Heterosexuelle Kinder zeugen können, habe ich vom Gefühl her eher ein Problem, was sich allerdings dadurch relativiert, dass Samen- und Eizellspenden ja auch erlaubt sind.

Also gibt es auch keinen Grund, derart gezeugte Kinder homosexueller Eltern zu verbieten.

15:07 von frosthorn

das ist Balsam für meine Seele

zeigt es doch, dass gesellschaftlicher Fortschritt auf Dauer von den Reaktionären nicht verhindert werden kann. Für mich war übrigens die breite Zustimmung, die die Ehe für alle in der Bevölkerung fand, überraschend. Da hatte ich meine Landsleute unterschätzt.
Der hartnäckige Rest wird wohl zunächst bei seiner ablehnenden Haltung bleiben, aber damit kann man leben. Wie schon Nelson Mandela sagte: "Die Zeit ist mit den Unterdrückten".
///
*
*
Nur haben in seiner Partei die Reaktionäre die Korruption als Geissel für die Unterdrückten bis heute erhalten.
*
Wie auch die Visionen überwiegend nur für die Gleicheren Verbesserungen brachten.

15:07 von frosthorn

das ist Balsam für meine Seele

zeigt es doch, dass gesellschaftlicher Fortschritt auf Dauer von den Reaktionären nicht verhindert werden kann. Für mich war übrigens die breite Zustimmung, die die Ehe für alle in der Bevölkerung fand, überraschend. Da hatte ich meine Landsleute unterschätzt.
Der hartnäckige Rest wird wohl zunächst bei seiner ablehnenden Haltung bleiben, aber damit kann man leben. Wie schon Nelson Mandela sagte: "Die Zeit ist mit den Unterdrückten".
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Nur haben in seiner Partei die Reaktionäre die Korruption als Geissel für die Unterdrückten bis heute erhalten.
*
Wie auch die Visionen überwiegend nur für die Gleicheren Verbesserungen brachten.

@ 20:21 von Sisyphos3

Zitat: "ich habe auch keine Infos wie das bei den Neandertalern gehandhabt wurde"

Dieser Satz wäre ausreichend gewesen.

Die folgenden Mutmaßungen kann man nur als "Anthropologie aus dem Bauchgefühl" bezeichnen.

Gruß, zopf.

@20:22 Sturmtief

Das hört sich im ersten Moment logisch an, ist es aber nicht. Wie sieht es dann mit Kindern aus, die bei Alleinerziehenden leben? Einzelpersonen dürfen übrigens auch adoptieren.

Das ganze "jede bringt Eigenheiten mit" ist eine Nebelkerze, da auch gleichgeschlechtliche Paare (genau wie Alleinerziehende) nicht im Vakuum leben. Es gibt üblicherweise genügend Bezugspersonen des bei den Eltern "fehlenden" Geschlechts, Großeltern, Tanten und Onkel, Erzieher und Lehrer. Das Klischee des "Kampflesbenpaares", dass sich durch künstliche Befruchtung Kinder beschafft, und diese dann nur in weiblicher Umgebung aufwachsen ist genau das: ein Klischee. Es hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

So sehen es übrigens auch die großen Fachverbände der Kinderpsychologen, Kinderärzte und Sozialarbeiter. Und denen glaube ich halt doch ein wenig mehr als dem Heer der Stammtischpsychologen :-)

@Sisyphos3

"Schwulsein trug sicherlich nicht unbedingt dazu bei
einer Sippe das Überleben durch Nachwuchs zu sichern
und das war ja wohl die Priorität 1 zur damaligen Zeit"

Nein, das Überleben war Priorität. Beim Homo sapiens war schon immer einiges anders als bei anderen Tieren, und so hat auch das Überleben bei uns ein paar spezielle Eigenheiten.

"überhaupt denke ich war damals Teamgeist gefordert"

Ganz genau das ist der Punkt, der dem Menschen das Überleben und letztlich auch die exzeptionelle Stellung auf der Erde (mit-)ermöglicht hat.
Und da kommen die Schwulen ins Spiel. Es scheint für die Gesellschaft und den Teamgeist insgesamt gut zu sein, dass es Schwule gibt. Für das Überleben der Sippe scheinen sie sinnvoll zu sein. Sonst wären sie ausgestorben.

@Bergschneider

"Andere Beziehungen können selbstverständlich rechtliche Strukturen bekommen, sind aber von der Ehe zu unterscheiden."

Warum?
Weil es schon immer so war?

Wenn ich mir überlege, was man früher unter "Camping" verstanden hat und was man heute darunter versteht ...

Begriffe und deren Inhalt und Bedeutung wandeln sich.

@19:56 von Klaus Leist

"Ist es diese Minderheit wert, dass sie eine derartige Beachtung findet?"

Himmel, klingt das verächtlich.

"Man sollte die Gruppe der Homosexuellen mit etwas reduzierter Aufmerksamkeit begleiten."

Das ebenso. Davon abgesehen bin ich davon überzeugt, dass Homosexuelle auf Ihre Aufmerksamkeit gut und gerne verzichten. Wer zwingt Sie denn, etwas zu lesen, das für Sie nicht von Interesse ist?

"93% der Ehen werden zwischen Mann und Frau geschlossen. Darüber wird leider nicht berichtet."

Wozu? Sie wissen es doch schon.

@Klaus Leist

"Ist es diese Minderheit wert, dass sie eine derartige Beachtung findet? Man sollte die Gruppe der Homosexuellen mit etwas reduzierter Aufmerksamkeit begleiten. Sie sind wirklich nicht die meinungsbildende Gruppe, obwohl der Eindruck entstehen könnte. 93% der Ehen werden zwischen Mann und Frau geschlossen. Darüber wird leider nicht berichtet."

Tief durchatmen und erst mal wieder beruhigen!
Die "Ehe für alle" ist noch eine sehr junge Sache. Dass darüber im Abstand von vielen Monaten mal wieder berichtet wird, ist doch mehr als angemessen!

Ich finde, dass viel öfter darüber berichtet werden sollte, was aus früheren Themen geworden ist.

20:22 von Sturmtief

«Falsch finde ich, wenn gleichgeschlechtliche Menschen Kinder adoptieren dürfen bzw. zeugen dürfen. Zu einer Erziehung gehören Mann und Frau, jede bringt Eigenheiten mit, daß weiß man aus der Psychologie.»

Wie wollen Sie denn "verhindern", dass homosexuelle Menschen Kinder zeugen?

In jeder heterosexuellen Ehe ist der Ehemann "automatisch" gesetzlich-rechtlicher Vater, wenn seine Ehefrau während der Ehezeit ein Kind zur Welt bringt. Wer der biologische Vater ist, hat in diesem Aspekt keine Relevanz.

Jede Frau in in einer lesbischen Ehe kann prinzipiell "auf natürlichem Weg" ein Kind zeugen, ohne dass künstliche Befruchtung dazu notwendig wäre.

Und wie verhinderte man "so was" …?

Kinder in homosexuellen Ehen (Beziehungen) wachsen ja nicht stärker von der Außenwelt abgeschottet auf, als Kinder heterosexueller Paare. Geschwister haben die Homosexuell-Ehelichen auch. Die Kinder also Onkels und Tanten.

Man frage erwachsene Kinder Homosexueller.
"Ob sie litten und leiden, weil …"

Freude und dennoch überraschend unfortschrittlich

Schaut Frau oder Mann sich andere Länder an sind wir bei diesem Thema nach wie vor sehr unfortschrittlich. So ist es für verheiratete Menschen gleichen Geschlechts sehr schwierig bis unmöglich Kinder zu adoptieren - obwohl es aus wissenschaftlicher Sicht kaum Vorbehalte gibt - schade! In good old Germany tickt die Uhr eben etwas langsamer als in anderen Ländern.

@20:33 von Bergschneider re: Anna-Elisabeth

"Nur sollte der Begriff "Ehe" nur auf die Beziehung von Mann und Frau angewendet werden."

Warum? Ich bin ernsthaft an einer Begründung interessiert.

Ich komme übrigens aus einer sehr konservativen Familie und habe auch etwas länger gebraucht, Homosexualität als etwas Normales zu betrachten. Wenn es mit dem Gefühl alleine nicht klappt, muss man den Verstand befragen. Dann klappt es garantiert. Und der Verstand wiederum beeinflusst das Gefühl und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

@Boddis

"So ist es für verheiratete Menschen gleichen Geschlechts sehr schwierig bis unmöglich Kinder zu adoptieren - obwohl es aus wissenschaftlicher Sicht kaum Vorbehalte gibt - schade! In good old Germany tickt die Uhr eben etwas langsamer als in anderen Ländern."

Naja, nicht übertreiben. Es gibt viele Länder, in denen die Uhr in dieser Hinsicht noch viel langsamer tickt. Einige dieser Länder befinden sich sogar in unmittelbarer Nachbarschaft.

20:19 von zopf

Im übrigen wird im GG die Ehe nicht explizit als Verbindung zwischen Frau und Mann definiert.
.
da täuschen sie sich aber gewaltig
habe ich nicht die Aktennummer des Urteil gepostet ?
ich kann es auch zitieren
"Ehe ist auch für das Grundgesetz die Vereinigung eines Mannes und einer Frau zur grundsätzlich unauflöslichen Lebensgemeinschaft, und Familie ist die umfassende Gemeinschaft von Eltern und Kindern, in der den Eltern vor allem Recht und Pflicht
zur Pflege und Erziehung der Kinder erwachsen."

20:13 von karwandler

«Ich bin definitive nicht homophob, denke aber, dass man sich einen eigenen Begriff suchen sollte.»

«Ich schlage vor, den gleichen Begriff, aber rückwärts buchstabiert, dafür einzuführen.»

Ein so zu sagen genialer Vorschlag.

Um aber die ach so sehr herbei gesehnte Unterscheidung zu gewährleisten, bleibt es bei der Groß-Klein-Schreibung:

Ehe = hetero-sexuelle Paare
ehE = homo-sexuelle Paare

Kann man dann auch auf Formularen gedruckt so verwenden.
Die unruhige Seele hat dann tiefe Ruhe.

Und die Homosexuellen wohl weit überwiegend genügend Humor.
Und sie hätten das einzige Wort im Deutschen, dass auf einen Großbuchstaben endete …

unfortschrittlich?

Zitat:
"21:04 von Boddis
Freude und dennoch überraschend unfortschrittlich
Schaut Frau oder Mann sich andere Länder an sind wir bei diesem Thema nach wie vor sehr unfortschrittlich. So ist es für verheiratete Menschen gleichen Geschlechts sehr schwierig bis unmöglich Kinder zu adoptieren - obwohl es aus wissenschaftlicher Sicht kaum Vorbehalte gibt"
Erstmal ist "aus wissenschaftlicher Sicht" überhaupt nichts zweifelsfrei und zweitens wird völlig vergessen, aus Sicht der Kinder zu denken.
Heutzutage denkt jeder egoistisch nur an seine Wünsche und vergisst völlig, dass es da noch einen anderen Part gibt. Und die Produktion von Kindern über Leihmütter und Ei- bzw. Samenspenden ist schon längst ein wirtschaftliches Unternehmen, da kann das Getue um die Leihmutter in etlichen Beispielen in den Medien nichts vortäuschen.

Es gibt schon längst neue Modelle, co parenting, wo für das Kind immer noch eindeutig Mutter und Vater auszumachen ist, auch wenn noch mehr Lebenspartner vorhanden sind.

16:46 von DannyM

... es leider immer noch ein wichtiges Thema ist. Du als Heterosexueller hast keine Probleme wegen deiner sexuellen Orientierung Job, Wohnung usw. usf. verweigert zu bekommen. Du wirst auch eher nicht wegen deiner sexuellen Orientierung verbal oder auch körperlich angegriffen.
--------------------------------------------------
Es ist in Deutschland 2019 wohl eher schwieriger als heterosexueller Mann mitteleuropäischer Abstammung einen Job (z.B. in der Verwaltung /Bundesland Berlin) zu bekommen, als wenn man Angehöriger einer Minderheit ist.

@Am 19. August 2019 um 19:34 von Tada

Zitat: "Aber heutzutage, wo nicht jedes heterosexuelle Paar Kinder hat (meistens auch bewusst), hat sich das überholt."

Das Steuerrecht unterscheidet zwischen Ehepaare mit und ohne Kindern.

Wussten Sie das denn nicht?

Zitat: "Die unehelichen Kinder sind auch den ehelichen rechtlich gleichgestellt."

Richtig.

@Sturmtief 20:22 - Psychologie?

Zitat: „Personen heiraten dürfen, längst überfällig. Falsch finde ich, wenn gleichgeschlechtliche Menschen Kinder adoptieren dürfen bzw. zeugen dürfen. Zu einer Erziehung gehören Mann und Frau, jede bringt Eigenheiten mit, daß weiß man aus der Psychologie.“

... und was sagt Ihre Psychologie noch so? ...

... was, wenn die Frau Feuerwehrfrau ist ? ...

... und der Mann Frisör ???

Kinder brauchen Eltern, die sich um sie kümmern!

Schicken Sie bitte erst mal all die Eltern zum Psychologen, die ihre Kinder achtlos verkommen lassen oder ihnen Nazi- oder Hass-Parolen eintrichtern ... oder religiösen Irrsinn!

Ich bin sowas von heterosexuell, das können Sie sich überhaupt nicht vorstellen! ... ich weiß das, weil ich so viel mit Homosexuellen zusammen bin! Ganz normale Menschen!

100 x normaler als der Nerd aus der Nachbarschaft, der keinem geheuer ist!

@Am 19. August 2019 um 19:53 von Hello 404

Zitat: "Ihr Problem mit der Ehe für alle hat seinen Ursprung also allein in ihrem völkischen Denken.
Von "Keimzelle unserer Gesellschaft" steht nix im Grundgesetz.
DANN würde es auch nur Sinn ergeben, Ehen ausschließlich dann zu fördern, wenn Kinder vorhanden sind."

Da steht auch "nix im Grundgesetz", weil die Überlegungen und Motivation, die den Gesetzgeber zur Verabschiedung eines Gesetzes geführt haben, normalerweise auch nicht in ein Gesetz rein. Ein Gesetz ist quasi das Substrat und Quintessenz der gesellschaftspolitischen Überlegungen, die in ein Gesetz geflossen sind.

Dass der Schutz der Familie den Vätern des GG am Herzen ist naheliegend und offenkundig.

Was genau das mal wieder mit einem "völkischen Denken" (Was auch immer das ist) zu tun haben mag, ist wohl Ihr Geheimnis. Übrigens: intelligente Menschen formulieren differenzierte Argumente, anstatt nur mit Worthülsen wie "völkisches Denken" um sich zu werfen.

@19:08 Bote _der_Wa...

"steuerrechtlich sind nmE ausschließlich die durch das GG geschützt Ehe zwischen Mann und Frau besser zu stellen": mehr braucht man in Ihrem Kommentar nicht zu lesen, um Ihr sehr selektives Weltbild zu entlarven...
Und dass Sie das mit Ihrem Lieblingsthema der grundsätzlichen Ablehnung der Aufnahme von geflüchteten Menschen verbinden, wundert auch niemanden, der Ihre üblichen Kommentare hier liest.

21:09 von Anna-Elisabeth

""Ich komme übrigens aus einer sehr konservativen Familie und habe auch etwas länger gebraucht, Homosexualität als etwas Normales zu betrachten. Wenn es mit dem Gefühl alleine nicht klappt, muss man den Verstand befragen. Dann klappt es garantiert. Und der Verstand wiederum beeinflusst das Gefühl und schon ist die Welt wieder in Ordnung.""
#
Ja da stimme ich auch zu.Auch ich habe lange gebraucht zumal es damals auch noch den Strafbestand mit § 175 gab. Nun ist das zu einer Normalität geworden,und das ist Gut so.
Grüße aus Neugraben an Lokstedt

@21:21 Sisyphos

Das ist ein (schon recht altes) Urteil des BVerfG, das ist kein Text aus dem Grundgesetz. Es ist eine Interpretation, eine GG-Auslegung, und damit etwas, was das BVerfG ständig tut - und auch immer wieder einmal ändert. Das BVerfG fragt sich, was genau das GG wohl meint, und bezieht bei seinen Interpretationen gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung in die Entscheidungsfindung ein. Zum Glück. Wäre ja furchtbar, wenn sich alles weiterentwickelt, nur nicht die Grundlage unseres Rechtssystems.

Von daher hat der User zopf absolut Recht: im GG steht nirgendwo, dass eine Ehe nur aus Mann und Frau bestehen kann.

@20:22 Sturmtief

Es ist auch für Sie ein leichtes, sich über die Erfahrungen von Kindern in schwulen bzw. lesbischen Partnerschaften / Ehen zu informieren. Dann werden Sie - wissenschaftlich fundiert - feststellen, dass nicht die Frage des Geschlechts der Eltern, sondern die Qualität von Bindung und Verlässlichkeit das entscheidende Kriterium sind - übrigens auch in den Selbstaussagen der Kinder in schwulen bzw. lesbischen Partnerschaften.

@ 21:21 von Sisyphos3

Ich schrieb vom Wortlaut des GG. Da steht nix von Mann und Frau.

Ihr Verweis auf ein Urteil des BVerfG aus dem Jahr 1959, aus einer Zeit also, in der der §175 noch in Kraft war, gibt nicht mehr her, als eine vollkommen veraltete Interpretation des GG.

Darüber hinaus kann der Gesetzgeber das GG, bis auf wenige Ausnahmen, auch jederzeit ändern.

Gruß, zopf.

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