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Ohne Spenderausweis kein

Ohne Spenderausweis kein Ersatzorgan. Ist doch komplett einfach, wie logisch.
Wenn ich glaube, mein körper müsse am Stück verwesen, dann kann ich mir keinen ersatz eknbauen lassen. Wo bewahrt man zb die leber so lange auf, bis sie mit in die kiste geht? Wie kann ich verlangen, dass jemand anderes nicht am Stück bleibt?
Btw, mein Ausweis ist im Geldbeutel.

Die Schwierigkeiten in

Die Schwierigkeiten in Deutschland in ausreichender Zahl Organspender zu finden, kommen in erster Linie doch daher, dass es Ärzten gelungen ist, die Empfängerlisten zu manipulieren und möglicherweise dafür Geld zu kassieren.
Vielleicht sollte Herr Spahn mal darlegen, wie solche Korruptionsgeschichten in Zukunft verhindert werden können.
Denn wenn solch eine Praxis möglich ist, wird kein Vertrauen in den ordnungsgemäßen Ablauf von Organspenden entstehen.
Und der Verdacht, dass Menschen vorzeitig ihrer Organe beraubt werden, lässt sich dann auch nicht ausräumen.

Warum soll man eigentlich spenden?

Die Natur hat den Tod eines jeden Menschen fest vorgesehen.

Nun kommt der Mensch mit seinen Ideen und Erfindungsgeist und es gibt Möglichkeiten, das hinauszuzögern.

Da bin ich gerne dabei, wenn es um so etwas wie Medikamente gegen Infektionen geht (die leider so häufig eingesetzt werden, dass es in absehbarer Zeit wieder so gut wie nutzlos sein wird - andere Baustelle).

Organe transplantieren ist eine andere Hausnummer. Ich habe für mich entschieden, dass ich keine Organe erhalten will. Auch wenn ich dann ein paar Tage früher sterbe, aber ich will an jedem Tag leben und nicht einfach nur viele Tage am Leben sein.

Wenn andere sagen, ich will das, dann ist es ihre Entscheidung.

Und dafür will man mich zwingen, meine Organe zu spenden?
Meinen Angehörigen den Abschied von mir komplett auf den Kopf stellen?

Das will ich nicht und ich will verdammt nochmal in Ruhe gelassen werden, tot oder lebendig.

Organspende muss freiwillig bleiben.
Sonst muss irgendwann jeder noch zur Blutspende.

Moralische Frage

... Solange wie nur einseitig über eine Pflicht zur Organspende diskutiert wird Herr Spahn, halte ich den formalen Zwang angesichts offensichtlich mangelnder Kontrollen und von Geschäftemacherei - wie immer wieder Fälle in den vergangenen Jahren geziegt haben - für moralisch verwerflich! ... Ein Zwang würde ohne geeignete Kontrollen weiteren Mißbrauch Tor und Tür öffnen. Weil nicht mehr das Vorleigen einer Zustimmung Bedingung wäre, sondern die Abwesenheit! Abwesenheit läßt sich nun mal leider leichter erzeugen als Vorhandensein.

Zu Lebzeiten wird der Mensch

Zu Lebzeiten wird der Mensch steuerlich gerupft.

Nach seinem Ableben wird er.............

Ich habe seit vielen Jahren einen Organspenderausweis - freiwillig wohlgemerkt!

Wenn jetzt - duch die Blume gesagt- der Zwang entsteht(ja, ja, es ist kein Zwang, man kann Einspruch erheben, blubb) überlege ich, ob ich das rückgängig machen werde!

PS. Was ist, wenn jemand die Nachricht vom Widerspruch nicht mitbekommt/oder krank ist oder sonstwie nicht in der Lage ist, Widerspruch zu erheben?

Nein, Herr Spahn, soooooo NICHT!
Sie haben nicht das Recht, über den Mensch zu verfügen.

Organspende und Patientenverfügung

Alle, die glauben, dass die Entscheidungslösung wirklich eine Alternative ist, sollten sich die Realität der Patientenverfügungen anschauen.

In der Theorie eine tolle Sache, in der Praxis gelingt es nur wenigen, eine spezifische Patientenverfügung zu formulieren. Selbst beim Bundesjustizministerium gibt es Textbausteine wie „ … wenn zwei Ärzte unabhängig voneinander festgestellt haben, dass ich mich unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess befinde …“, die vollkommen sinnfrei sind, weil das so nie eintreten wird.

Es ist normal, dass wir zögern und uns nicht mit unangenehmen Themen auseinandersetzen möchten: Testament machen, Betreuungsverfügung etc. - gerade als junger, gesunder Mensch ziemlich uncool. Also entscheiden wir uns dazu, uns nicht zu entscheiden.

Das ist in Ordnung, aber bei der Organspende sollte für diesen Fall gesetzlich klar geregelt sein, dass im Sinne der Kranken, die auf eine Organspende angewiesen sind, gehandelt wird!

Der Absatz

reicht schon.

" Kollegen des spanischen Parlaments hätten der deutschen Delegation aber dargelegt, dass diese Regelung nicht praktiziert werde, sagt Rüddel. Eine Organentnahme ohne Zustimmung der Familie finde dort nicht statt. Für die deutschen Abgeordneten eine überraschende Erkenntnis: Ausschlaggebend für die hohen Spenderzahlen seien vor allem die klaren Zuständigkeiten und Abläufe in den spanischen Krankenhäusern und nicht die Widerspruchslösung, sagt Rüddel. Das hat den Abgeordneten umdenken lassen. "

Und das wäre in Deutschland nicht so, wenn die Spahn Lösung kommen würde.
Es gibt hundert Dinge die passieren können, wie Spendenausweis weg beim Unfall, Datenbank defekt wenn es eine gibt, und so weiter.

Alle Anderen haben ja dargelegt warum die Spahn Lösung nicht gut, und auch noch gegen das Gesetz verstößt.
Spahn denkt auch nicht bis zum Ende, siehe Lösung Apotheken, ja nichts machen damit der Deutsche Michel auch noch günstig an Medikamente kommt.

Die Gretchenfrage bei der Organspende...

Gemeinsam wollen Politiker der CDU,SPD und der Linken für die Transplantationsmedizin ein Recht schaffen und eine am fremden Nutzen orientierte klinische Praxis einführen.Jeder soll
automatisch zum Organspender werden,sofern er nicht schriftlich widersprochen hat.
Diese Widerspruchslösung würde einzig einem von Nützlichkeitserwägungen der Transplantationsmedizin getriebenen Interesse dienen.Sie wollen dem Staat ein Eingriffsrecht in die unveräußerliche Selbstbestimmung zubilligen.

Zwang

Eine widerspruchslösung würde immer auch als Zwang angesehen und schon daher auf Widerstand stoßen.
Eine Zustimmungslösung wäre m.E. besser, da sie nicht nur die persönliche Freiheit berücksichtigt sondern auch das Gefühl etwas gutes zu tun. Und wenn wir ehrlich sind, sind die Menschen bei so etwas faul obwohl der Wille da ist. Daher eine Befragung der Bevölkerung alle .... Jahre und man hätte wieder ein paar Menschen mehr. Natürlich wollen sich nicht alle Menschen damit beschäftigen aber diese müssen dann dadurch ( irgendwann muss man sich eh mit dem eigenen Ableben beschäftigen).

Wie sicher ist der Vorgang?

Die Frage, die sich mir stellt, wie sicher ist eine solche Liste vor Fehlern? Nicht jeder Name ist einfach zu schreiben. Wenn der Name nicht gefunden wird, heißt es dann, ok wir können entnehmen.
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Bei einer Liste mit allen Spendern, gäbe es eine Suche, bei der der Name des Spenders zweifelsfrei erscheinen muss. Hat man hier sich vertippt, findet man keinen Eintrag und es wird nicht entnommen.
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Deshalb halte ich eine Liste für die, die gegen eine Entnahme sind, für die schlechtere Variante, weil im Zweifel der Schaden größer ist. Es muss nur im Anfangsformular der Name falsch stehen, schon setzt sich dieser Fehler in der Folge weiter.
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Dazu kommt die Sache mit dem Datenschutz. Ich halte es für eine gefährliche Sache eine Blacklist aller Entnahme-Verweigerer zu führen.
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Wie im Artikel beschrieben, ein Widerspruchsverfahren ist keine Lösung, die beim Bürger Vertrauen aufbaut und Zustimmung finden wird. Wer lässt sich schon gern zwingen?

Widerspruchslösung = gute Idee

Ich halte die Widerspruchslösung für eine sehr gute Idee, da sie im Grunde die Freiheit des Einzelnen nicht einschränkt und der Allgemeinheit einen Dienst erweist.
Allerdings muss man jetzt selbst aktiv werden, wenn man eine Organspende ablehnt oder nur eingeschränkt zulassen möchte. Das sollte aber für einen mündigen Staatsbürger ja kein Problem sein.
Ich glaube nicht, dass es hier ein Problem mit dem Grundgesetz gibt, wenn die Definition Hirntod = verstorben Bestand hat. Tote sind strenggenommen Sachen und fallen damit nicht mehr so direkt unter das Grundgesetz.

Es sollte zumindest mal ein

Es sollte zumindest mal ein Zentralregister eingerichtet werden in dem sich jeder, der spendebereit ist, registrieren lassen kann. Hierzu könnte man ja bei einem Arztbesuch befragt werden (den Zahnarzt z.B. besucht man ja im normalfall einmal im Jahr). Ich würde es bevorzugen, denn den Organspendeausweis immer bei sich zu tragen und bei Verblassen oder Umzug immer aktualisieren zu müssen stört schon ein wenig.

Zusätzlich könnte man auch für bisherige Nicht-Organspender einen Anreiz geben indem man sagt, dass jemand, der in diesem Register als Spender eingetragen ist, ein Stück höher in der Warteliste rutscht.

Am einfachsten wäre jedoch die Widerspruchslösung.

Seufz....

....das versucht ein mit der Gesundheitsindustrie verbandelter Minister hinten rum an die Organe derer zu kommen, die zu faul/ignorant waren, zu widersprechen.

Man sollte schon aktiv zustimmen, bevor man Zugriff auf seinen in erheblichen Teilen noch funktionsfähigen Körper gibt.

Man sollte die Leute durchaus bei behördlichen Terminen auf die Möglichkeit hinweisen, Spender zu werden.

Sollte sich spahn dennoch mit seiner Form von Lösung durchsetzen, sollte der Widerspruch nicht auf dieser lächerlichen Plastikkarte vermerkt werden, die in Krankenhäusern nur zu leicht verloren gehen dürfte....

Sondern in einem Register, das vor Manipulation seitens der Krankenhäuser, Krankenkassen oder anderer sicher ist.

Grundsätzlich die Familie zu fragen - wie in Spanien - scheint gleichfalls gut.

Man lese nebenher auch genau, warum die Spanier williger spenden....
Die Prozess in den Krankenhäusern sind offentlichlich transparenter/vertrauenswürdiger als bei uns.

Medische Industrie

Ich bin gegen eine Organspende ohne schriftliche Bestätigung durch ein Organspendeausweiss. Wenn es einen Datenbank gibt sollen nur die Menschen eingetragen werden die Organspende zustimmen. Meine körperliche Integrität ist wichtiger, dan das Bedürfnis der Medische Industrie um ihren Absatzmarkt zu vergrößern. Eine Spendeorgan ist ein Geschenk, und kein Recht. Wenn mann schon bedenkt das in Krankenhäuser zu viele Pflegekräfte fehlen, könnte es dazu führen das die Reichen in ein Programm kommen und die Armen nicht. Mit 7.6 miljarden Menschen sollte der Tod auch zugelassen werden.

@ Superschlau

wenn sie sich bei lebendigem Leibe ausschlachten lasse wollen, ist das Ihre Entscheidung sie darf aber niemanden von vorne herein aufgezwungen werden. Der Begriff Hirntot wurde für diesen Zweck erfunden, weil man aus einem toten Körper keine Organe mehr verwerten kann. Der Körper wird aus diesem Grunde künstlich durch Intensivmedizin am leben erhalten. Es gibt angeblich Menschen, die behaupten Leben beginne mit der Zeugung und nicht mit der Geburt. Das Leben endet aber definitiv mit dem Tod und nicht nur damit, das aus medizinischer Sicht (damit der Rest ausgeschlachtet werden kann) das Hirn tot ist.

Sollen alle automatisch Spender sein

Sollange das System nicht transparent ist gegen Ihre eigene Regeln nicht achtet, darf es das nicht geben.

Die Bevorzugung von Promineten und Reichen
ist der klare Beweiß dafür.

Lauda war wieder so ein Fall wo gegen die Regeln verstoßen wurde.

Reine Ablenkung, klappt doch wunderbar!

Kinder-Intensivstationen haben nicht genug Personal. Kliniken haben a) oft nicht die nötige Infrastruktur für Organtransplantationen, weil diese b) auch zu gering mit Mitteln unterstützt werden. Das ist der wahre Grund, warum es mit den Spenderorganen nicht klappt.
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Im Radio war heute ein Bericht über die Praxis ins Spanien, wo die hier angestrebte Lösung "Wer nicht ausdrücklich widerspricht, stimmt einer Entnahme zu" schon gilt. Obwohl dort die Ärzte ggf. auch ein Nein der Angehörigen respektieren, gibt es in Spanien mehr Organe, weil die Krankenhaus-Strukturen und die Finanzen dort besser organisiert sind.
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Statt zu moralisieren sollte Herr Spahn da mal genauer nachschauen!

Organopfer

Es dürfte ethisch und juristisch ausgeschlossen sein, dass ein Ärzteteam in einem für das Opfer asymmetrischen Verfahren den Hirntod feststellt und die Organentnahme erlaubt ohne die ausdrücklich bekundete Zustimmung des Betroffenen hinsichtlich eines solchen Ernstfalles. Vor der deutschen Justiz bis hin zu den höchsten Gerichtshöfen wird ein entsprechendes Gesetz keinen Bestand haben. Jeder sollte aber einen Organopfer-Ausweis bei sich führen, in dem die Zustimmung oder Ablehnung eindeutig beurkundet ist.

Widerspruchslösung = gute Idee

Und Sie glauben das das System dann bei einem Wiederspruch auch funktioniert?

Warum sollte das gerade da klappen wenn bei allen andern staatlichen System und Verwaltungen wir jeden Tag von Ihrem versagen hier lesen können?

Typisch Deutsch

Ich finde es nicht schlecht, wenn sich jeder einmal Gedanken darüber macht, wie er oder sie sich in dieser Frage Positioniert und eine aktive Entscheidung treffen muss. Sich Gedanken über den eigenen Tod und darüber hinaus zu machen ist kein Tabu und nicht zuviel verlangt. Ich würde diese Frage aber mit einer anderen verbinden, ob ich im Falle eines Falles ein Ersatzorgan implantiert bekomme oder nicht. Alleine mit Fordern wird man das schwer hinbekommen, aber verbunden mit diesem Angebot (ich weiss, hört sich doof an) könnte man entscheiden, was im Falle eines Falles getan werden soll. Bevor mein Körper sinnlos verbrannt wird könnte er vielleicht noch ein Leben retten, und diese Meinung kennt auch meine Familie, als letzter Wille.

Solange ich keinen Einfluss darauf habe, wer Organe

von mir erhält, werde ich kein Organspender.

Und bevor man mir wieder Unmenschlichkeit unterstellt: man stelle sich vor, der eigene Bruder benötigt ein Spenderorgan. Man scheidet aus dem Leben und irgendein anderer erhält das Organ, welches mein Bruder so dringend benötigt hätte. Erst wenn ich im Spenderausweis angeben kann, dass meine Familie bevorzugt Organe von mir erhalten würde - so denn einer von ihnen zu dem Zeitpunkt meines Ablebens eines bräuchte -, erst dann werde ich Organspender.

Was zu erwarten war...

Auch hier in den Kommentaren liest man wieder Haarsträubendes:

- Nein, die Widerspruchslösung zwingt niemanden dazu Organe zu spenden.

- Nein, es gibt keine medizinische Industrie, die sich ob der Profite bei der Organspende die Hände reibt. Eurotransplant ist eine gemeinnützige Stiftung.

- Nein, niemand wird bei lebendigem Leibe ausgeschlachtet. Sterben ist immer ein Prozess. Hunderttausende Zellen unseres Körpers sterben jeden Tag ab ohne dass wir als Ganzes sterben. Man kann hirntot sein und das Herz trotzdem noch schlagen. Ohne intensivmedizinische Maßnahmen würde der Kreislauf aber sehr schnell danach zusammenbrechen und nach wenigen Tagen ist auch die beste Medizin bei Hirntoten nicht mehr in der Lage, den Sterbeprozess weiter hinauszuzögern.

- Es gibt Patienten (z.B. Kinder) mit Mukoviszidose, die sind auf Spenderorgane angewiesen, bevor sie sich freiwillig als Spender registrieren könnten. Zudem würde ein "Nur emfpangen, wer spendet" eine Umentscheidung ausschließen.

Perversion der freien Selbstbestimmung

letztlich spekuliert man darauf,daß Menschen insbesondere jüngere sich nicht mit dieser Frage auseinandersetzen werden,ob sie Organe spenden möchten oder nicht,bzw. sie sehen keinen akuten Handlungsbedarf ,da sie es erfahrungsgemäß für weniger realistisch halten,daß sie selbst bald potentielle Spender sein könnten.
Die Theorie der Widerspruchslösung ist das eine,die dann ggfs. erfolgende Praxis wird eine ganz andere sein. Kürzlich wollte man meinem besten Freund, der in einer Rehaklinik verstorben war, nach dessen Tod die Augenhornhäute zu Transplantationszwecken entnehmen. Es lag weder seine Einwilligung noch die der Angehörigen vor. Wir erfuhren eher zufällig von diesem Vorhaben,weil die zuständige Phatologie dem Bestatter den Leichnam nicht überlassen wollte.

Klabautermann

Ob du nun hirntod oder ganz tot oder oder bist, steht nicht zur debatte.
Mein vorschlag zielt daraufhin ab, dramatisch weniger organe zu brauchen. Wer meint, es sei unzumutbar, sich organe entnehmen zu lassen, obwohl das hirn abgeschaltet hat, braucht gleichzeitig nicht mehr über ein Spenderorgan nachdenken. Er bekommt einfach keines. Das ist ebenso human, wie es egoistisch ist, nicht spenden zu wollen.
Wer aus welchen Gründen auch immer, nicht spenden kann, will oder darf, ist eben raus.
Ich denke, das ist ein mehr als fairer kompromiss.

Am 15. August 2019 um 10:21 von weise und klug

"Jede spendenwillige Person wird bevorzugt behandelt, wenn er selbst ein Fremdorgan braucht, und zwar in zeitlicher Reihenfolge: Der zuerst ein Organ spendet, bekommt auch zuerst ein Fremdorgan, wenn er erkrankt."

Also jemand der sein Herz gespendet hat, bekommt als Erster eine Leber, wenn er sie benötigt? Überlegen Sie noch einmal, was Sie da geschrieben haben. Sie werden Ihrem gewählten Usernamen nicht gerecht.

Keine Organe für Nichtspender

Wer kein Los kauft, kann auch die Tombola nicht gewinnen. Alle sollen gefragt werden und wer nein sagt, muss nicht spenden und kriegt auch nichts.
Solange sich das nicht ändert, werde ich meinen Spendeausweis nicht mehr mitführen.

Die Widerspruchslösung betrifft niemanden, der hier kommentiert, denn: Egal wie die Entscheidung ausfällt, sie wird respektiert werden. Wer hier nein sagt, kann das ja auch im Register tun.

Auch bei der Widerspruchslösung muss niemand eine zweiseitige Begründung mitliefern, warum nicht gespendet werden soll. Belgien, Österreich, Schweden usw. - viele Länder der EU haben die Widerspruchslösung. Ein Eintrag in der Datenbank, ein handgeschriebener Zettel im Portemonnaie - das reicht schon für den Widerspruch.

Aber es gibt dort wie bei vielen anderen Dingen eine große Diskrepanz zwischen "im Prinzip gut finden" und "machen".

Klimaschutz finden im Prinzip viele gut, am Verhalten ändern ist schwer. Organspende finden auch in Deutschland viel mehr im Prinzip gut als wirklich einen Organspendeausweis haben.

Es ist auch eine Entscheidung sich nicht zu entscheiden. Leider bei der aktuellen Gesetzeslage die falsche.

Meine Würde ist unantastbar

und nicht mit der Würde des Anderen gegenzusetzen.
Ich bin kein Modellbaukasten und ich bin kein Ersatzteillage zum Wohle der Anderen, es sei denn, ich entscheide das so.
Eine Zwangsentscheidung bleibt ein Zwang, der meine Freiheit begrenzt.
Ich möchte nicht pauschal entscheiden, sondern im Einzelfall. Meine Lebenssituation mag sich ändern, oder aber meine Einstellung ist nicht eindeutig, sodass ich ggf gar keine Entscheidung treffen möchte, was meine persönliche Würde und meine Freiheit mir aber ermöglichen muss.
Es muss eben die Freiheit geben, sich nicht zu entscheidenzu müssen, welches nicht zu einem Automatismus im Umgang mit meinem Körper führen darf.
Im Zweifel für den Patienten und nicht gegen ihn oder für den anderen Patienten.

Nein, mein Körper gehört nicht dem Allgemeinwohl und damit einem Kollektiv, sondern allein nur mir.
Meine Würde ist unantastbar und damit gehört auch jeder Nichtentscheid zu meiner Freiheit, OHNE DASS MAN MIR AUTOMATISCH DIE ENTSCHEIDUNG ABNEHMEN DARF.

Organspenden retten Leben

Vielleicht sollten alle die hier Kommentare gegen die Organspende posten darüber nachdenken wie es Menschen geht, die ohne ein neues Organ sterben werden. Es geht nicht nur um alte Menschen, sondern auch um Kinder und Jugendliche. Dem Argument, dass wir alle einmal sterben müssen kann nur der Zyniker folgen der nicht betroffen ist. Natürlich muss jeder die freie Entscheidung Spender zu sein oder eben auch nicht, ohne Druck treffen. Freiwillig ja oder nein zu sagen und diese Entscheidung auch zu bekunden ist doch nur ein Akt von wenigen Augenblicken. Die Menschen treten innerhalb von Minuten online aus der Kirche aus, ändern Ihre Steuerklasse, melden Autos an. Nur für wirklich existenzielle Dinge will sich keiner die Mühe machen. Schade.

@ um 10:15 von xeniosson

"...
Und dafür will man mich zwingen, meine Organe zu spenden?
..."

Was haben Sie an der Möglichkeit zu widersprechen nicht verstanden?

birdycatdog v. 11:15

So zu tun als würden Sie es nicht verstehen hilft der Diskussion nicht weiter.

Grundsätzlich ist seine Frage eher eine Problemstellung der Zukunft. Wenn zwei Personen eingetragen sind. Der eine 20 und der andere 60. Wer bekommt das Organ?
Nach Dauer der Zugehörigkeit zum Register kann es nicht gehen (Gleichheitsgrundsatz). Daher müsste hier das Alter bei der Eintragung eine Rolle spielen. Hier Wiederum im speziellen von Wann wir sprechen, denn wenn sich der 60-jährige erst mit 40 eintragen konnte, weil das Register erst seit diesem Zeitpunkt existierte wird es wieder schwieriger. Grundsätzlich sollten jedoch die Erfolgsaussichten eine wesentliche Rolle spielen.

Im übrigen verstehe ich durchaus Ihr Argument mit der Familie. Wenn jeder spendebereit wäre, dann müssten Sie sich aber um die Organversorgung innerhalb Ihrer Familie kaum noch Gedanken machen, denn dann gäbe es wahrscheinlich ausreichend Organe.

Organspendeausweis

@Klabautermann 08: Korrekte Aussage! Allerdings hat das mit dem Kommentar von Superschlau nicht viel zu tun.

@Superschlau: Treffend formuliert!
Dieses wird allerdings erst dann möglich, wenn eine - wie auch immer geartete - "Willensbekundung" der Menschen gefordert wird. Black- oder Whitelist ist hierbei unwichtig.
Bei jetzigem Stand kann dies nicht gewährleistet werden, da es ja (fast) keine zentrale Liste gibt.

Daher habe ich folgenden Passus in meinen Organspendeausweis aufgenommen:

"Dies gilt nur für potentielle Empfänger, die entweder unter 18 Jahre alt sind oder selbst zur Organspende registriert sind (bzw. - je nach gesetzlicher Regelung - dieser nicht widersprochen haben)."

PS: Mir ist durchaus klar, dass diese Formulierung Juristen derzeit "ins Schwitzen" bringen könnte!

niemand wird bei lebendigem Leibe ausgeschlachtet

um 11:10 von mlz @

Das sehen abert selbst die fachärtzte ganz anders.

https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/organspende/article/87...

re phigenet

"Daher habe ich folgenden Passus in meinen Organspendeausweis aufgenommen:

"Dies gilt nur für potentielle Empfänger, die entweder unter 18 Jahre alt sind oder selbst zur Organspende registriert sind (bzw. - je nach gesetzlicher Regelung - dieser nicht widersprochen haben)."

PS: Mir ist durchaus klar, dass diese Formulierung Juristen derzeit "ins Schwitzen" bringen könnte!"

Da bilden Sie sich was ein, keiner wird schwitzen.

Kein Organspender darf bestimmen, wer seine Ogane bekommen oder nicht bekommen darf. Ausgenommen Spenden von Person zu Person, z.B. die Niere eines Vaters für den Sohn.

Herumdoktern

Egal welche Lösung da favorisiert wird: den Menschen fehlt nach dem Ärzte-Betrug das Vertrauen. Mir auch. Da hat die Ärzteschaft am eigenen Ast gesägt, indem sie die Organe aus Gier verschoben haben: Jetzt haben sie weniger lukrative Transplantationen. Aber besonders bitter ist es für die Betroffenen. Spahn diskutiert am falschen Ende: Nur eine vertrauensbildende Maßnahme und gesetzl. Regelung mit drakonischen Strafen schafft Vertrauen bei den Menschen. ICH habe diesen O-Ausweis, allerdings nur, weil ich den Kranken im Fall der Fälle eine Chance geben möchte. Die Betrugsmöglichleiten nehme ich schweren Herzens in Kauf, da wird bestimmt jemand dreckigen Reibach draus machen - schade. Also Hr. Spahn: schaffen Sie erst mal Vertrauen und saubere Transplantations-Gesetze.

Wird sie ja nicht

"ist das Ihre Entscheidung sie darf aber niemanden von vorne herein aufgezwungen werden." Wird sie ja nicht. es ist soo einfach Nein zu sagen. Aber der superschlaue und ach so mündige Bürger bekommt dieses eine Wort nicht hin. Und wenn sie dieses Wort aussprechen schauen sie bitte allen Menschen in die Augen die mit dem Wissen leben müssen das ihre Lebenszeit ohne rettendes Transplantat in kurzer Zeit endet. Sagen sie Ihnen das mit ihrer Solidarität und Menschlichkeit nicht zu rechnen ist. Und tragen sie bitte immer ein Schriftstück bei sich in dem sie bekunden das sie jegliches Transplantat ablehnen auch wenn sie sonst in kurzer Zeit ins Gras beißen. Es fühlt sich sicher gut an als Nichtbetroffener große reden zu schwingen.

Ratlos Machtlos in der nicht vertrauenswürdigen Medizinwelt

Die Gesundheitspolitik krankt am System. Die Spaltung in reich un arm, in "kommen Sie gleich - nein, wir haben keinen Termin", schafft wenig Vertrauen; Kann auch nicht anders sein.
Wer schlecht behandelt wird, und auch noch autoritär, gibt nicht so schnell aus seinem Innern freiwillig was her. Die Gesundheitspolitik, das Ärztewesen, die zugehörige Medizinindustrie und ihre Interessen sind hier das Problem.

@ yolo

Sie machen hier gute Witze wenn man ihren Nick bedenkt. Heißt es nicht man lebt nur einmal? Nach ihrem Ableben werden sie ,juristisch, zu einem Objekt also gilt ihre Freiheit da nicht mehr. Eine nichtentscheidung weil sie ihre Persönlichkeitsrechte gefährdet sehen ist unsinnig. Ein Arzt dürfte ihnen dann keine potenziel tödliche Diagnose stellen,da sie dann auch daran denken müssten.

Einfach- gegen das Grundgesetz verstossen

wer seine Organe spenden will soll dies Äußern und auch tun. Meine Familie und ich sind strikt dagegen den Menschen als Ersatzteillager zu nutzen. Wo bleibt den der 3D-Druck von Organen die genau auf die DNS des Empfängers abgestimmt werden können?
Im Ausland längst ein gelungenes Unterfangen. Wer bestimmt welcher Tod von den über fünf möglichen Varianten wirklich so Tot ist daß man die Organe entnehmen und nutzen kann? Den tote Organe können nicht verpflanzt werden- also lebt das "Ersatzteillager" noch- wie abscheulich.

Das ist alles zu kompliziert.

Das ist alles zu kompliziert. Und deshslb wird das nie voll funktionieren. Am besten, man schliesst mit dem leben ab, wenn ein organ verssagt. Dann ist jeder weitere tag ein Geschenk. Und vielleicht gehts weiter, vielleicht auch nicht. Ein Anrecht auf ein Spenderorgan gibts ja zum Glück noch nicht.

2 Vorschläge

Zwei Vorschläge würde Verbesserung bringen. Einer ist schon gefallen: "Ohne Spenderausweis kein Ersatzorgan." Der andere: die Möglichkeit, z.B. die Lunge zu spenden, aber nicht an Raucher; die Leber, aber nicht an Säufer.

Die Zahlen sind in Deutschland seit Jahren niedrig; dies ist nicht in erster Linie eine Folge diverser Skandale.

Was spricht gegen die Widerspruchslösung? Wem es so wichtig ist, kann Widerspruch einlegen.

Informationskampagnen? Alle 10 Jahre beim Ausweis? Bringt nichts. "Deutschland sucht den Impfpass" brachte auch nichts; die Impfpflicht war richtig. Für Organspende ist die Widerspruchslösung richtig. Dies steht nicht in Widerspruch zu anderen Verbesserungen.

@11:03 von DeHahn

"Kinder-Intensivstationen haben nicht genug Personal. Kliniken haben a) oft nicht die nötige Infrastruktur für Organtransplantationen, weil diese b) auch zu gering mit Mitteln unterstützt werden. Das ist der wahre Grund, warum es mit den Spenderorganen nicht klappt."

Das ist so zu vereinfacht dargestellt. Die Transplantation von Organen ist ein Hochrisikogeschäft. Ein Krankenhaus kann sich über Organspende gut ausstatten - wenn es genug transplantiert. Bestimmte Transplantationen kommen allerdings nur extrem selten vor - auch an Unikliniken. Ob Sie 4 Lebertransplantationen durchführen oder 5 lässt sich nicht planen, macht aber einen enormen finanziellen Unterschied, da Sie entsprechende Infrastruktur bereithalten müssen, dies bei zu wenig Transplantationen jedoch nicht leisten können.

Zudem sollte nicht jedes Klinikum transplantieren, da die Eingriffe wahnsinnig schwierig sind. Erfahrung ist hier enorm wichtig, weshalb dies Spezialkliniken vorbehalten sein sollte.

Ausnahmen

Zitat: Es gibt Patienten (z.B. Kinder) mit Mukoviszidose, die sind auf Spenderorgane angewiesen, bevor sie sich freiwillig als Spender registrieren könnten. Zudem würde ein "Nur emfpangen, wer spendet" eine Umentscheidung ausschließen.

Die Regel "nur wer Spender ist, darf empfangen" kann man erst ab z.B. 18 anwenden. Umentscheiden? Wenn ich selber auf eine Lunge warte, bringt es nichts, dass ich mich doch entscheide, eine Lunge zu spenden.

Japanische Lösung!

Japan ist zwar nicht gerade als Musterland für Organspende bekannt aber die Administrative Seite des Problems scheint man hier besser gelöst zu haben.
Die Mitgliedskarte der Krankenkasse hat auf ihrer Rückseite den Organspenderausweis bereits aufgedruckt, füllt man den Ausweis aus ist man Spender füllt man in nicht aus ist man kein Spender.

Ich möchte in diesem Zusammenhang...

...auf den nachstehenden Link zum
Thema aus dem "Stern" von 2015 (!)
verweisen!

https://www.stern.de/gesundheit/
niere-gegen-geld--wie-das-
geschaeft-mit-spenderorganen-
funktioniert-3462704.html
Ich fände eine Regelung, wie zum
Beispiel das hier erwähnte "Iraner
Modell" wenn überhaupt, weit
eher akzeptabel, weil es ehrlicher
und fairer mit dem Thema umgeht!
Natürlich ist "Fairness" hier ein
durchaus dehnbarer Begriff, aber
es ist jedenfalls realistischer, als auf
scheinheilige Politikerversprechen
zu vertrauen, die das ganze Ausmaß
schlicht ignorieren und verharmlosen
wollen!
Es muß endlich eine offene und
breite gesellschaftliche Diskussion
stattfinden und keine staatliche
Verordnung, als ginge es hier um
die "Maut"!!

Bitte genauer sein

"Es gab schon Fälle, da wurden Ärzte zur Leichenschau gerufen, und stellten dann vor Ort fest, dass die Person nur sehr tief geschlafen haben (einfach ausgedrückt)."

Ja, aber keinen einzigen Fall, wo ein Hirntod festgestellt worden ist, der Patient aber aufwachte.

Widerspruchslösung

Wo ist das Problem, es kann doch jeder NEIN sagen und sich das bestätigen lassen.

Natürlich habe ich einen Organspendeausweis. Sowas geht aber auch mal verloren, es reicht die gestohlene Handtasche.

Von mir darf alles, was irgendwie verwendbar ist, weiter gegeben werden, an wen ich immer. Die Hauptsache ist jemanden noch helfen zu können. Und warum etwas verschwenden, das noch brauchbar und lebenswichtig für einen anderen ist? Eine solche Einstellungen empfinde ich als egoistisch.

Die Verweigerer sollten sich im Klaren darüber sein, dass auch sie u.U. von heute auf morgen ein Spenderorgan brauchen könnten.

Widerspruchslösung ist sinnvoll

Die Frage der Organspende lässt sich leicht aufschieben - bis zum Tod. Sie ist für viele schwierig zu beantworten und wird auch nicht als dringlich empfunden. Daher warten viele damit ihr Kreuzchen zu setzen bzw. setzen es nie.

Länder mit Widerspruchslösung haben eine bedeutend höhere Spenderrate ohne, dass jemand gezwungen wird. Kinder sollten ohne explizite Zustimmung jedoch ausgeschlossen sein; Erwachsenen kann man diese Entscheidung aber schon zumuten.

Wir können hier vielen Menschen helfen ohne einem lebendem Menschen zu schaden. Ich sehe das Problem nicht, bzw. finde, dass hier immer wieder das falsche ethische Problem thematisiert wird.

@11:13 von Rainer Bros

"Perversion der freien Selbstbestimmung

letztlich spekuliert man darauf,daß Menschen insbesondere jüngere sich nicht mit dieser Frage auseinandersetzen werden,ob sie Organe spenden möchten oder nicht,bzw. sie sehen keinen akuten Handlungsbedarf ,da sie es erfahrungsgemäß für weniger realistisch halten,daß sie selbst bald potentielle Spender sein könnten."

Dabei unterstellen Sie allerdings den inhährenten Wunsch nicht spenden zu wollen. Es kann genauso das Gegenteil der Fall sein, dass die Menschen im Normalfall damit kein Problem haben.

11:38 von Ritchi

Gegenfrage: Was haben Sie an der Möglichkeit der Einverständniserklärung nicht verstanden?

Das Geschäft mit den Organen

Der wahre Grund warum Organspende in BRD nicht angenommen wird wie bspw. in Spanien scheint wohl eher die Überlastung des Krankenhauspersonals und der Mehraufwand mit potentiellen Spendern zu sein.

Das Ärtzeblatt sollte kritisch angesehen werden, weil es m.E. eine Lobby-Vereinigung ist, der man nicht alles glauben sollte was die von sich geben.
In dem Text schildern die die Problematik des Mehraufwands bei Organspenden.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/198247/Organspende-Arbeit-und-Kosten

Da ist es natürlich toll, das Herr Spahn sich als Minister aufbläht und vermittelt er kümmert sich um das Problem. Allerdings ist mit einer medienwirksamen Aktion der allgemeine Zustand im deutschen Gesundheitswesen nicht besser. Schon gar nicht für das Thema Organspende. Denn ich habe nie verstanden warum für jedes einzelne entnommene Organ nicht auch ein Kompensation an Hinterbliebene bzw. Spender ausgezahlt wird, wenn das "Gesundheitswesen" auch daran verdient?

https://tinyurl.com/y36exv8r

Japanische Lösung!

Am 15. August 2019 um 12:30 von Bruchpilot

Einfach und Kostensparende Lösung finden in unserem Land kaum Beachtung. Wir wollen das Rad immer noch runder erfinden.

@karwandler

“Da bilden Sie sich was ein, keiner wird schwitzen.”

Gut, nun zu wissen, das man den Empfängerkreis nicht durch das lächerliche Plastikteil einschränken kann.

In meinem Falle - wenn ich mich denn bereit finden sollte in der Zukunft - würde ich Privat versicherte und Selbstzahler ausschließen wollen.
Um eine Organentnahme im Dienste der dicksten Brieftasche auszuschließen.

Einschränkungen des Empfängerkreises - in einem gewissen Umfang - vornehmen zu können, würde gewiss einiges an Misstrauen wegnehmen.

@ daneel

Ja, aber keinen einzigen Fall, wo ein Hirntod festgestellt worden ist, der Patient aber aufwachte. Das ist schlichtweg eine FALSCHAUSSAGE, eine einfache Googelsuche reicht.
Ein Beispiel:
https://www.welt.de/vermischtes/article176130327/Hirntod-diagnostiziert-...

@um 10:15 von xeniosson

Niemand will sie zu etwas zwingen.
So wie viele sich einfach einen Organspenderausweis in die Geldbörse stecken kann das jeder.
Und da kann man dann einfach sein Kreuz machen.
Wenn es aber unter den Sterbenden im Jahr nur wenig über 1000 Menschen in Deutschland geben soll, die das Kreuz zur Organspende gemacht haben (ich kann es eigentlich nicht glauben), muss man vielleicht einen anderen Weg finden. Der einfachste Weg wäre tatsächlich das Wiederspruchsverfahren, jeder der nicht Organspender werden möchte, oder aber sich nicht so ganz sicher ist, legt ein Zettel mit der Info in seine Geldbörse. Was könnte einfacher sein?
Und außerdem wo wäre das Problem bei einer Pflicht zur Blutspende? Sie haben und befolgen doch auch eine Pflicht zum Steuerzahlen?!

@um 12:05 von Penpen

Nach ihrem Ableben werden sie ,juristisch, zu einem Objekt also gilt ihre Freiheit da nicht mehr.
...
Falsch. Man entnimmt Organe, solange der Körper noch keine Zersetzungsprozesse entwickeln konnte und hält ihn künstlich am Leben. Daher ist der Tod nicht gleich der Tod.

Natürlich ist mein Wille auch nach meinem Ableben juristisch von Bedeutung, z.B. wenn mein Erbe nach meinen Wünschen aufgeteilt werden soll, mein Begräbnis so ausgerichtet werden soll, wie ich es mir zu Lebzeiten bereits vorfinanziert habe, eine Bestattungsart in Würde nach dem Wunsch des Toten erfolgt, etc.
Die Würde bleibt eben bis zur Beerdigung wenigstens erhalten.
Selbst Grabschändungen sind strafrechtlich relevant, weil die Würde des Toten eine Rolle spielt.
Ihre Annahme ist damit nicht korrekt, sondern beruht auf Ihrer persönlichen Einstellung.
..
Eine nichtentscheidung weil sie ihre Persönlichkeitsrechte gefährdet sehen ist unsinnig.
..
Ein Nichtentscheid steht mir zu, ebenso wie eine Entscheidung.

Respekt

Wir brauchen mehr Organe - also nehmen wir sie uns einfach ohne zu fragen?

Leider ist das zu einfach. Respekt vor dem sterbenden Menschen und seinen Interessen fehlt mir in der gesamten Debatte.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) vertritt lediglich die Interessen der Organempfaenger.
Das strittige Thema "Hirntod" wird nicht angemessen behandelt, es gibt hier erhebliche Defizite bei der bisherigen Aufklaerungs- und Informationspolitik (TPG Paragraph 1 Absatz 1 Satz 3).

Es gibt heute gute Gründe davon auszugehen, dass es sich bei sog. "Hirntoten" eben nicht um Tote handelt, sondern um Sterbende. Dass Gesundheitsminister und Bundesregierung nicht einmal Bezug nehmen auf die Aussagen des Vorsitzenden des deutschen Ethikrates ist in einem Land mit einer Geschichte wie Deutschland sie hat besorgniserregend.

In den Anhörungen vor dem Gesundheitsausschuss am 29. Juni 2011 wurde das Problem der Todesfeststellung ebensowenig beachtet wie einschlägige angelsaechsische Studien.

@um 11:38 von Ritchi

Was haben Sie an der Möglichkeit zu widersprechen nicht verstanden?
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Was verstehen Sie daran nicht, dass man Menschen nicht generell zum Ersatzteillager anderer missbrauchen darf, nur weil keine eindeutige Widerspruchsentscheidung zu finden ist?
Ist diese nicht vorhanden, darf man niemals einen Menschen einfach per se für eine Organspende missbrauchen und ihn dafür auseinanderpflücken.

Was ist, wenn dieser Widerspruch, den man ggf tatsächlich vollzogen hat, plötzlich nicht auffindbar ist oder man ihn einfach aus hypermoralischen Beweggründen überemotional übersehen möchte?

Sagen Sie nun nicht, das gäbe es nicht.
In Verbindung mit Organen gibt es noch ganz ganz andere Taten.
Das Töten von Straßenkindern in Lateinamerika gehört zu diesen Schreckensmeldungen. Auch in China gibt es ähnlich verwerfliche Handlungen an Gefangenen.

Wenn man erst das eine für moralisch erklärt und das andere als eine Zierde davor, wird es nicht selten kriminell.
Geld regiert die Welt.

@um 10:24 von Bernd Kevesligeti

"Sie wollen dem Staat ein Eingriffsrecht in die unveräußerliche Selbstbestimmung zubilligen."
Das sehe ich nicht so! Es sollte nur jeder nachdrücklich aufgefordert werden sich über das Thema eine Meinung zu bilden. Man darf nicht vergessen ist jemand Tot, und ein anderer braucht ein Organ des Toten um zu überleben, stirbt dieser eventuell bloß, weil der Tote sich nicht mit dem Thema befassen wollte. Oder aber er Überlebt, obwohl der Tote das eigentlich gar nicht wollte (spenden). Was ist in so einem Fall wichtiger?

Sinnlos, wenn man an die Möglichkeiten in der Technik

denkt.

In den USA versucht man Forschung soweit wie möglich zu unterstützen, um künstliche Organe herstellen zu können.
Bei uns debattiert man eher darüber, wie man Menschen zum Wohle eines Sozialkollektives den eigenen Körper anspricht, es sei denn, man besteht auf seine Unversehrtheit.

Das ganze ist so absurd und in meinen Augen krank, dass man sich fragen muss, ob es genau die Leute sind, die immer von Humanismus reden, aber offensichtlich das Gegenteil davon meinen.

Ich bin empört und es bestätigt mich, wie man versucht, den Menschen seine Freiheiten zu nehmen, weil er ansonsten nicht kontrollierbar erscheint.

Die Würde ist unantastbar und ich bestehe darauf, dass diese Würde meiner Person entgegengebracht wird, auch wenn ich keinen Wisch unterschrieben habe.

Andersherum:
Wenn ich ein Organ bräuchte, lebe ich ungern mit der Vorstellung, ich habe es von jemandem erhalten, der ggf nur versäumt hat "Nein!" zu sagen.
Das würde mich krank machen.

Gott liebt einen fröhlichen Geber

@um 10:26 von Penpen

Wenn man es hinbekommt, das jeder, oder zumindestens fast jeder seine Meinung dazu aktenkundig macht, beim Arztbesuch, beim Austellen eines Ausweises/Führerscheins oder Ähnliches haben sie Recht. Da das aber nicht Möglich zu sein scheint ...

@um 10:54 von O H JANZEN

"Eine Spendeorgan ist ein Geschenk, und kein Recht."
Ich hoffe das jeder der darin ihrer Meinung ist, auch noch so denkt falls er selbst mal auf ein Organ warten muss!

@yolo

es geht um eine praktikable Lösung, die Leben rettet.
Manchmal ist es von Vorteil nicht auf die eigenen Befindlichkeiten zu achten.

Am 15. August 2019 um 10:00 von Superschlau

"Ohne Spenderausweis kein Ersatzorgan. Ist doch komplett einfach, wie logisch.
Wenn ich glaube, mein körper müsse am Stück verwesen, dann kann ich mir keinen ersatz eknbauen lassen. Wo bewahrt man zb die leber so lange auf, bis sie mit in die kiste geht? Wie kann ich verlangen, dass jemand anderes nicht am Stück bleibt?"

Dann hoffen Sie mal, dass kein Reicher eines Ihrer Organe braucht, während Sie zu einer Routineoperation im Krankenhaus liegen.......

Freie Entscheidung?

Wenn man aus einer freien Entscheidung Zwang macht, sieht man vielleicht irgendwann den Todkranken nicht mehr als Patient, sondern als Spender.
Und wer seine Leber nicht an Trinker geben will, sollte mal an den Spruch "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein" denken. Es gibt sicherlich vernünftige Kriterien, nach den die Empfänger auch heute schon ausgesucht werden aber man sollte es sich nicht zu einfach machen. Schon heute gibt es kriminellen Organhandel mit Organen armer Menschen. Wir leben leider nicht in einer gerechten Welt.

Vergleichbar?

"Ja, aber keinen einzigen Fall, wo ein Hirntod festgestellt worden ist, der Patient aber aufwachte. Das ist schlichtweg eine FALSCHAUSSAGE, eine einfache Googelsuche reicht."

Ich gebe Ihnen recht---vielleicht. Das war in Alabama. Wie sind die Vorgehensweisen dort? Vergleichbar mit Deutschland? Ich bin selber dort geboren und habe einige Jahre gelebt; es ist eher wie ein Dritte-Welt-Land.

@ yolo

Jetzt werden sie spitzfindig. Der Tod des Patienten durch einen Arzt festgestellt und ist rechtlich bindend. Außerdem schrieb ich juristisch.
Wenn man vor die Wahl gestellt wird, die nur mit ja oder nein beantwortet werden kann, muss man sich entscheiden. Wenn Sie sich dagegen entscheiden ist das genauso ok wie dafür. Jedoch die Augen zu verschließen und ein Lied zu trällern bringt niemanden weiter.

von Schalk01 13.24

Aber wenn sich Lauterbach und Spahn durchsetzen,würde dann nicht jeder Mensch von Staats wegen gezwungen sein,sich früh und rechtsverbindlich mit den letzten Dingen des Lebens zu beschäftigen ? Will man dem Staat nicht die Eigentumsrechte am eigenen Körper zusprechen.

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