Ihre Meinung zu: China verbietet Bürgern Individualreisen nach Taiwan

31. Juli 2019 - 12:15 Uhr

Vorerst will China keine Individualreisen mehr nach Taiwan genehmigen. Als Grund gibt Peking die verschärften Spannungen mit Taipeh an. Betroffen sind Bürger aus 47 Städten.

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Kommentare

rer Truman Welt

Taiwan könnte zum Platz des Himmlichen Friedens 1989 werden, wobei das Ausmaß um ein Vielfaches größer werden könnte als damals. Die chinesische Zentralregierung wird gnadenlos zuschlagen und weiß, daß sich viele Regierungen entrüstet zeigen und ein solches Vorgehen verurteilen, jedoch nichts weiter dagegen unternehmen würden. Trump würde in einem solchen Fall vermutlich sagen, daß diese Entwicklung bedauerlich ist, die Chinesische Regierung aber selbst wissen müsse, was sie tut, und danach gleich die Verhandlungen mit den Chinesen fortsetzen. Vor dem Hintergrund dieser Einschätzung ist die Chinesische Drohung Taiwan gegenüber sehr ernst zu nehmen. Es würde eine kurze und brutale Aktion werden mit sicher hunderten oder gar tausenden Toten. Es bleibt deshalb zu hoffen, daß sich bald wieder alles etwas beruhigt. Taiwan wird keine Freiheit i. S. der westlichen Welt zukünftig mehr erreichen. 2049 ist allerspätestens alles wie auf dem chinesischen Festland.

Die übliche Willkür der „Mächtigen“

„China verdächtigt Tsai, die Unabhängigkeit der Insel anzustreben und hat seitdem den wirtschaftlichen Druck auf Taiwan erhöht“

Das ist Chinas Machthabern angesichts von Chinas Stellung als globale Wirtschaftsmacht leider natürlich ohne weiteres möglich.

„Außerdem hält das chinesische Militär regelmäßig Übungen nahe der Insel ab. Am Donnerstag und Freitag sollen nach Angaben der chinesischen Behörden erneut Manöver nahe der taiwanesischen Küste im Ost- und Südchinesischen Meer abgehalten werden“

Also, mir fielen auf Anhieb gleich ein paar Dutzend sinnvollere „Beschäftigungen“ ein, mit denen die Militärangehörigen ihre Zeit verbringen könnten. Zum Beispiel mit Reisen - egal ob „individual“ oder in Gruppen, und das nicht nur nach Taiwan -, um die Welt und ihre Mitbürger besser kennenzulernen.

China hat seinen Buergern das nicht zu verbieten!

Zu dem hier von China:

https://www.tagesschau.de/ausland/china-taiwan-reisen-101.html

Vorerst will China keine Individualreisen mehr nach Taiwan genehmigen. Als Grund gibt Peking die verschärften Spannungen mit Taipeh an. Betroffen sind Bürger aus 47 Städten.

Die Beziehungen zwischen China und Taipeh sind so schlecht wie seit Jahren nicht - nun hat Chinas Tourismusministerium bekannt gegeben, dass es ab Donnerstag chinesischen Bürgern vorerst keine Individualreisen mehr nach Taiwan genehmigen will. Dies geschehe im "Licht der derzeitigen Beziehung zwischen den beiden Seiten".

China hat seinen Buergern sowas gar nicht zu verbieten und außerdem ist diese Sache die Schuld Chinas und NICHT die Schuld Taiwans! China muss zur Einsicht gebracht werden, dass Taiwan eben NICHT China ist. Taiwan will zu recht weg von China und sich lösen. Denn China bedrängt seine Nachbarn und bedroht sie mit seinen militärischen Aktivitäten.

"Liebesgrüße aus Hongkong"

Hat die VR China vielleicht Angst, dass seine Bürger die Wahrheit über die Lage in Hongkong erfahren, wenn sich nach Taiwan reisen!?

Mir ist immer noch unverständlich, warum alle demokratischen Länder im Westen (Deutschland eingeschlossen) die totalitäre VR China diplomatisch anerkannt und gleichzeitig das demokratische Taiwan haben fallen lassen.

Individualreisen werden in Zukunft von und nach China erschwert.

Der Zentralregierung geht es nicht nur um Säbelrasseln, sondern auch um Kontrolle. Sie können eben nicht kontrollieren, welche Informationen ihre Bürger vor allem im mandarinsprachigen Ausland genießen. Ich kenne drei Festlandchinesen, deren Sicht auf die Volksrepublik sich nach mehreren Aufenthalten in Taiwan grundlegend geändert hat. Eine Wandlung von hardcore-Kommunisten zu liberalen Demokraten.

Chinesen begreifen übrigens das „Reisen“ meist nicht als Unternehmung für eine oder zwei Personen. Auch im Inland verreist man meistens in großen Gruppen. Die neuen Einreisebestimmungen für China, die seit April auch für Europäer gelten (Flugtickets, Buchungen für jede einzelne im Land verbrachte Nacht, Reisetickets innerhalb von China - alles verpflichtend vor der Visumvergabe, + polizeiliche Anmeldung in jedem neu betretenen Kanton, wenn man reist), sind meiner Meinung nach ebenfalls darauf ausgerichtet, zu kontrollieren, wo die westlichen Backpacker-Einzelgänger so alles hinwollen.

Taiwan hat sich von China abgespaltet?

"Taiwan hatte sich 1949 von China abgespaltet, aber nie formell seine Unabhängigkeit erklärt."
Es wäre schön, mal eine richtige Darstellung zu hören: Taiwan heißt offiziell "Republik China" und die wurde 1911 gegründet. Die "Volksrepublik China" wurde am 1.10 1949 gegründet. Ist also viel jünger. Wie kann sich ein älterer Staat von einem viel jüngeren lösen? Umgekehrt wird ein Schuh draus. Und daraus geht auch hervor, dass die Republik China unabhängig von der Volksrepublik ist, denn sie hat nie dazugehört. Wozu muss man das erst noch erklären?

@ Meinung zu unse...

... 2049 ist allerspätestens alles wie auf dem chinesischen Festland.

Wie kommen Sie auf dieses Datum?

@ 1A Polyglott

Visumvergabe, + polizeiliche Anmeldung in jedem neu betretenen Kanton

Da kennen Sie sich glaube ich nicht aus. Ich habe mich bei meinen Reisen in China noch niemals bei der Polizei angemeldet, auch nicht in der Provinz Guangzhou im Süden Chinas (im Westen häufig auch Kanton genannt).

Ein Staat ...

... hat nicht das Recht, seinen Bürgern Reisen ins Ausland zu verbieten.

13:41 von Meinung zu unse...

"Taiwan könnte zum Platz des Himmlichen Friedens 1989 werden, wobei das Ausmaß um ein Vielfaches größer werden könnte als damals. Die chinesische Zentralregierung wird gnadenlos zuschlagen und weiß, daß sich viele Regierungen entrüstet zeigen und ein solches Vorgehen verurteilen, jedoch nichts weiter dagegen unternehmen würden."

Es sind 30 Jahre seitdem vergangen, und vieles hat sich verändert.

Das weiß auch China und wird sich hüten, seine Wirtschaftsbeziehungen zu gefährden.

Trump hat - unfreiwillig - einige Länder in Europa selbstbewusster gemacht.
Deutschland ist gerade auf dem Weg, immer deutlicher und bestimmter seine Werte der Deeskalation und diplomatischen Lösungen zu festigen und anzuwenden.

Am 31. Juli 2019 um 19:22 von

Am 31. Juli 2019 um 19:22 von Demokratieschue...:
„Ein Staat ...
... hat nicht das Recht, seinen Bürgern Reisen ins Ausland zu verbieten.“ -
Meines Wissens ist Reisefreiheit ein Privileg, kein Grundrecht.
Dass es innerhalb der EU Reisefreiheit und seit einiger Zeit freie Wahl des Wohnsitzes gibt, ist weltweit eher nicht der Normalfall.

@linkspatei mit glied um 18:48 - aufmerksam lesen.

Ich musste das immer mit meinen Arbeitsvisa. Entweder ich persönlich oder mein Arbeitgeber. Und wie ich schrieb, gilt das seit April auch für Touristen, die allein reisen. Das entfällt natürlich für begleitete Pauschalreisende (meistens entscheiden sich Senioren für diese Art des Reisens durch die Volksrepublik), denn für diese machen das alles die Veranstalter - so geht das an einem natürlich völlig vorbei.

Und wie gesagt, diese Bestimmungen, sowie sämtlichen für uns sehr ungewöhnliche Verbote für eigene Staatsbürger, die außer Landes reisen möchten, sind darauf ausgerichtet, zu kontrollieren. Ich sehe deshalb das Verbot im Falle Taiwans als eine Fortsetzung und Verschärfung dieser restriktiven Politik.

Am 31. Juli 2019 um 18:38 von linkspatei mit glied

Zitat:
"...@ Meinung zu unse...
... 2049 ist allerspätestens alles wie auf dem chinesischen Festland.

Wie kommen Sie auf dieses Datum?..."

Der chinesische Kalender wird noch im gesamten chinesischsprachigen Raum für die Berechnung traditioneller chinesischer Feiertage verwendet, beispielsweise für das „Frühlingsfest“, das „Qingming-Fest“, oder das „Drachenbootfest“. Darüber hinaus dient er Anhängern der chinesischen Astrologie oder Fengshui-Meister als Berechnungsgrundlage für die Festlegung „günstiger“ Tage, um beispielsweise Feste und Feiern zu begehen, bauliche Tätigkeiten zu beginnen oder der Vermeidung besonderer Aktivitäten an „ungünstigen Tagen“.

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