Ihre Meinung zu: Britische Medienaufsicht verhängt Geldstrafe gegen Russia Today

26. Juli 2019 - 14:14 Uhr

200.000 Pfund Geldstrafe soll der Fernsehsender Russia Today in Großbritannien zahlen. Die Medienaufsicht wirft RT fehlende Objektivität vor. In der Berichterstattung habe es "schwerwiegende Verstöße" gegeben.

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Kommentare

Was soll das?

Es weiß doch nun wirklich jeder, daß man bei Russia Today mit ungefilterter Kremlpropaganda versorgt wird.

Und?

Ist das verboten?

Ich dachte eigentlich bisher, dies sei durch das hohe Gut der Pressefreiheit gedeckt.

Ist das in Großbritannien anders?

Ich bin ein wenig fassungslos.

Nur mal eine Frage -

kann es sein, dass RT berichtet hat, was nicht dem offiziellen Mainstream entspricht.
Fehlende Objektivität - das ist natürlich ein guter Grund. Objektiv ist immer nur, was die eigenen Medien und die eigene Regierung sagt.
Alles andere nennt man wohl Meinungsfreiheit.

rer Truman Welt

Hm, es wundert wieder etwas, daß hier scheinbar nur mit dem "Roten Auge" betrachtet wurde. Da gäbe es m. M. nach eine Menge mehr abzustrafen, wenn sich im übrigen Blätterwald einmal genauso umgesehen würde.

Ein Fehler

Ich halte diese Strafe für einen Fehler. Russia Today wird (zumindest in D) nur von einer kleinen Minderheit ernstgenommen. Wenn ein Staat versucht - wie in Ungarn unter Orban geschehen - Medien zu "objektiver" Berichterstattung zu verpflichten, erweckt das immer den Anschein von Zensur.

Ich denke, dass GB bei der Meinungsfreiheit sehr viel weiter ist als z.B. Ungarn oder Russland. Umso schlimmer, wenn man dann den Leuten Argumente liefert, die die liberale Demokratie ohnehin nur für eine Fassade halten.

Dass Russia Today systematisch einseitig berichtet, ist für mich unstrittig. Sie sollen das aber gerne weiter tun dürfen, in GB und bei uns!

Na endlich

Das wurde aber mal Zeit. Auch in Deutschland sollte man die staatlich gelenkten Medien des Kreml genau im Blick haben.

Staatlich finanzierte Propaganda

Vom Kreml bezahlte Propaganda gegen den britischen Staat und die britische Gesellschaft? Das braucht kein Mensch.

wer berichtet heute noch neutral und objektiv?

Es wird zwar ein Thema genannt bei dem nicht objektiv berichtet worden ist, aber nicht in welcher Art u. Weise, geschweige denn Zitate aus entsprechenden Artikeln/Videos, was nicht objektiv gewesen sein soll.

Hier kommt einfach nur der Verdacht auf, jemand soll Mundtot gemacht werden.

Die Medienaufsicht (Ofcom) finanziert sich aus Rundfunk- und Diensteveranstalter. Also von Wettbewerbern. Kann man von so einer Behörde Neutralität erwarten?

Fehlende Objektivität, soso.

"Kurzgefragt" - verehrte Tagesschau, wo beleibt denn ihre Objektivität bei der Berichterstattung?

Dass RT verdonnert wurde, ist auch nur die Seite des "Bösen".

Aber was wird RT denn im zumindest halbwegs Genauen vorgeworfen?

Erfährt man das nirgends?

Etwa keine Recherche dazu möglich?

Warum sollen die Tagesschau-Leser da nicht mit zwei, drei weiteren erhellenden Sätzen beglückt werden?

Etwas befremdlich, finde ich ...

Meinungsmache im Ausland

Wer seine Meinung im Ausland an den Mann bringen will, sollte nicht durch zu offensichtliche Einseitigkeit auffallen. Im Fall Skripal, wo zwei Agenten einen britischen Bürger und seine Tochter angegriffen haben, war das zu offensichtlich.

Dem russischen Volk ist das eher unangenehm, was sich die Machtelite da mit dem Auslandsmedium RT leistet.

"fehlende Objektivität"?

Merkwürdiger Vorwurf.
Wenn es Verbreitung von Falschinformationen wäre, aber sind denn Medien per Gesetz zu Objektivität verpflichtet?
Erkennt man an der wirklichen Objektivität nicht selbst, ob es ein Schmierenblatt ist oder eine seriöse, informative Quelle?

Warum duldet das der Westen?

Hier in Russland versteht niemand so recht, warum man im Westen die Tätigkeit der vom Kreml gelenkten Auslandsmedien überhaupt duldet.

Aha. Das kann gut sein.
Aber dann muss man die eigenen Medien auch auf den selbigen Prüfstand stellen und dabei nicht mit mehreren Messlatten für gut halten.
Das ist übrigens ein Problem, dass in ganz Europa vorzuliegen scheint, in Deutschland nicht ausgenommen.
Selbst die ÖR sind nicht fair in ihrer Berichterstattung und lassen oft wichtige Informationen einfach weg, sodass sich ein anderes Bild leicht abbilden lässt.
Das ist ebenso trügerisch wie glaubhaft.
Fakenews sind eben nicht nur Falschdarstellungen, sondern auch Unterlassungen zur Aufklärung.
Aber auch bei uns berichtet jeder nur noch das, was ihm in den Kram passt.
Das ist ätzend, weil der Bürger gezwungen wird, mehrere Medien zu lesen oder zu sehen, um halbwegs gut informiert zu sein und vor allen Dingen umfassend, damit er sich noch ein eigenes Bild machen kann.

Medien werden zur Instrumentalisierung eingesetzt. Das ist verwerflich und am eigentlichen Gedanken zur Informationssicherung in einer Demokratie verfehlt.

Interessant

Ein Mangel an Objektivitaet ist strafbar? Sowas kennt man ja in Deutschland oder den USA nicht, oder wird es einfach nicht verfolgt?

Unfassbar.

Und ich dachte wir haben hier im Westen freie Presse und Journalisten haben bei uns nichts zu befürchten. Anscheinend doch! Oder wie soll man das jetzt verstehen dass RT sanktioniert wird? Und wofür überhaupt? Nur dafür dass sie nicht das selbe nachplappern wie ihre westliche Kollegen? "Fehlende Objektivität "- lächerlicher als dieser Grund konnte man nicht ausdenken. Wenn man diesen Grund in Russland als Anlass nimmt , dann können die dort alle westliche Medien mit Strafen belegen. Ich bin gespannt was die nächste Stufe sein wird. Wird dann das russisches Fernsehen komplett verboten ?

Natürlich herrscht in GB Meinungsfreiheit

Jedes Medium hat die Freiheit, die gewünschte Meinung zu verbreiten. Dies ist leider auch in vielen anderen Staaten der Fall.

RT ist der Mainstream

@ Kritikunerwünscht:
Nur mal eine Frage - kann es sein, dass RT berichtet hat, was nicht dem offiziellen Mainstream entspricht.

Nein. RT ist der Mainstream.
RT ist direkt und zu hundert Prozent vom Kreml finanziert.

Am 26. Juli 2019 um 15:41 von veget. Metzger

"Das wurde aber mal Zeit. Auch in Deutschland sollte man die staatlich gelenkten Medien des Kreml genau im Blick haben."

... und vielleicht auch veröffentlichen, welche deutschen Medien aus dem Topf unserer Regierung Gelder erhalten. Diese Informationen findet man leider nur in regionalen kleineren Medien.

Man mag von RT halten, was man will.

Aber ist der Inhalt der Sendungen wirklich so schlimm, dass er gegen britische Gesetze verstößt? Ich kenne die Gesetze nicht, die hierzu relevant sind. Jedoch wundert es mich sehr.

Britische Medienaufsicht verhängt Geldstrafe gegen Russia Today.

Da schein ja ein Sender etwas richtig gemacht zu haben.Und den Platzhirschen unter den Medien so Konkurrenz zu machen,daß die Behörden aufgeschreckt sind.

RT bringt zu einem großen Teil Agenturmeldungen.

@15:44 von veget. Metzger
Nur sind das oft Agenturmeldungen, die in unseren Medien der redaktionellen Auswahl zum Opfer fallen.
In diesem Sinne ist RT durchaus eine ergänzende Quelle.

Ein gesundes Misstrauen sollte man aber zunächst einmal gegenüber allen Medien hegen.
Journalisten der Springerpresse (Welt, Bild) bekommen schon in den Statuten US-freundliche, sogar Israel-freundliche Berichterstattung vorgeschrieben.
Nur die NYT hatte lange Zeit ein Statut, das der Redaktion eine große Unabhängigkeit gewährleistete.
Meiner Kenntnis nach hat sie jetzt auch kommerzielle Eigentümer.
Die Washington Post hat sich gleich der Amazon-Besitzer unter den Nagel gerissen.
Kritische Berichterstattung wird da schon schwieriger.

Und: In GB ist die Yellow-Press ohnehin keine Presse realer Informationen. Ehemals renommierte Zeitungen wie der Guardian haben einen erheblichen Abstieg hinter sich.
Da ist ein Schlag gegen die Konkurrenz, und sei es nur RT wohl gewünscht.

Die Frage der Fragen, die ich hier in unserem Forum bezüglich der Berichterstattung der politischen Sparte der ör Medien schon seit Jahren, außerhalb davon schon seit Jahrzehnten, stelle.

Wie misst man Objektivtät und Unabhängigkeit im Journalismus?
Wie quantifiziert man dies?

meine Meinung:

Ich sehe hier den Versuch, die Medienlandschaft auf das gewünschte einzuschränken. Und huch - russische Medien vertreten einen eigenen Standpunkt.
Was soll der Hinweis, das RT durch den russischen Staat finanziert wird? Die BBC wird über Gebühren finanziert, welche das britische Parlament festlegt.

@15:44 von veget. Metzger

" Staatliche finanzierte Propaganda".
Das selbe kann man auch z.B. über die Deutsche Welle sagen. Sender wird auch direkt von den deutschen Staat finanziert. Oder wussten Sie das nicht?

@ 15:44 von veget. Metzger

Vom Kreml bezahlte Propaganda gegen den britischen Staat und die britische Gesellschaft? Das braucht kein Mensch.

Was ein Mensch an Medien braucht (also kauft, liest und schaut), soll er selbst entschieden können.

Die Pressefreiheit sollte man nicht einschränken. Sehr enttäuschend, dass ausgerechnet in Großbritannien sowas geschiet. Das Problem liegt woanders, nämlich in der Tatsache, dass viele Staaten ihre Bürger zum zahlen zwingen können, um solche Sender zu finanzieren.

Eine Steilvorlage für

den Putin-Fanclub.
Doch ist das auch im Sinne einer freien Presse?
Man sollte da schon etwas großzügiger sein, zumindest in Deutschland und seinen Medien, wo Kritik an einer hypen Partei und deren Politiker gleich abgestraft wird.

16:08, pro Rus - contra Put

>>Hier in Russland versteht niemand so recht, warum man im Westen die Tätigkeit der vom Kreml gelenkten Auslandsmedien überhaupt duldet.<<

Nennt sich "Pressefreiheit". Die gilt auch für staatlich gelenkte Auslandsmedien. Möglicherweise versteht man in Russland dieses Konzept nicht so richtig. Ärgerlich finde ich, daß GB sich hier auf russisches Niveau begibt.

@pro Rus - contra Put

"Im Fall Skripal, wo zwei Agenten einen britischen Bürger und seine Tochter angegriffen haben, war das zu offensichtlich."

Ach, die Geschichte mit den 2 Agenten die in ihrem Hotelzimmer mit dem Nervengift herumgespielt haben sollen und noch leben.

Die Geschichte um Skripal stinkt und es ist nicht unbedingt russischer Knoblauch der hier stinkt.

"Dem russischen Volk ist das eher unangenehm, was sich die Machtelite da mit dem Auslandsmedium RT leistet."

Die Russen sind in diesem Bereich deutlich weiter als die westliche Gesellschaft. Die Russen wissen dass sie von ihren Medien belogen werden.
Leider gibt es aber noch genügend Leute in Deutschland die die deutschen Medien ungefiltert konsumieren.

"Kritiker werfen dem vom

"Kritiker werfen dem vom Kreml finanzierten Sender vor, ein Propagandaorgan der russischen Regierung zu sein."
.
Soll die Aussage ein Witz sein? Was für Neuigkeiten!
Die Haltung des Kreml bzw. Putin zu den Medien ist hinreichend bekannt und dokumentiert! Ist das jetzt sogar GB aufgefallen?

@birdycatdog

"Aber ist der Inhalt der Sendungen wirklich so schlimm, dass er gegen britische Gesetze verstößt? Ich kenne die Gesetze nicht, die hierzu relevant sind. Jedoch wundert es mich sehr."

Die russische-britischen Verhältnisse waren noch nie besonders.
Dieses Urteil ist klar politisch motiviert.
Warum dies GB macht? Tja, gute Frage. An der Meinungshoheit kann es wohl kaum liegen, aber vielleicht werden die falschen Fragen gestellt, z.B. bei Regierungssprechern. Diese Fragen werfen dann meist auch Fragen bei anderen Journalisten auf und somit kommen diese Themen doch zum Vorschein.

Wer sich ein wenig mehr informiert bekommt mit wie in der westlichen Wertegemeinschaft systematisch gegen russische Medien und deren Journalisten vorgegangen wird.
Zum vermeintlichen Schutz der Meinungsfreiheit, wird eben jene beschnitten.

16:06, Tada

>>"fehlende Objektivität"?
Merkwürdiger Vorwurf.
Wenn es Verbreitung von Falschinformationen wäre, aber sind denn Medien per Gesetz zu Objektivität verpflichtet?<<

Das würde schon daran scheitern, Objektivität überhaupt zu definieren.

Nein, hier handelt es sich eindeutig um eine politische Maßnahme.

Ich finde es erschreckend, daß so etwas in Großbritannien möglich ist.

Good bye freedom of the press!

Natürlich halte ich auch RT für eine einseitige Quelle, aber der Vorwurf von mangelnder "Objektivität" ist ein Fall von glatter Zensur.
Oh je, die Briten driften ab in Richtung Viktor Orban und Co ....

Ein Skandal

Wenn ich mir die Mainstream-Medien anschaue, habe ich schon lange das Gefühl der mangelnden Objektivität. Ich schaue deshalb sehr gerne ausländische Medien, damit ich ich auch die andere Seite mal höre. Bisher wurde ich nicht enttäuscht. Ehrlich gesagt kann ich mir ein Leben ohne diese ausländischen Medien gar nicht mehr vorstellen. Mangelnde Objektivität habe ich bei denen jedenfalls nicht festgestellt.

Auslegung der Freiheit

Eine absolute Pressefreiheit oder gar Meinungsfreiheit existiert nirgends. Vielleicht im Pflanzen- und Tierreich oder einer ähnlichen Fabelwelt? Pressefreiheit ist ein mehr oder weinger dehnbarer Begriff.
RT mag ernst nehmen wer will. Ansonsten gibt es Propagandasender überall. Warum sie geduldet werden, finde ich interessant.

Die Wahrheit wird manchen offenbar gefährlich

Offenbar hat RT einigen Leuten ("Tiefer Staat") mit seinem Journalismus mächtig Angst eingejagt. Deshalb jetzt die Gegenmaßnahmen: erst Geldstrafen, später dann die Abschaltung. Das ist die übliche Vorgehensweise.

Schwarzer britischer Humor

Man muß wohl nur die "richtigen" Falschinformationen verbreiten, dann schafft man es sogar bis zum Premierminister.

16:32, Bernd Kevesligeti

>>Britische Medienaufsicht verhängt Geldstrafe gegen Russia Today.
Da schein ja ein Sender etwas richtig gemacht zu haben.Und den Platzhirschen unter den Medien so Konkurrenz zu machen,daß die Behörden aufgeschreckt sind.<<

Nein.

Nicht Russia Today hat etwas richtig gemacht, sondern die britische Medienaufsicht etwas sehr falsches. Sie hat der Pressefreiheit einen Bärendienst erwiesen.

16:16 markusklett

"Ein Mangel an Objektivität ist strafbar?......."

Das hab ich mich auch gefragt und hielt zunächst diese Nachricht für einen Scherz. Angesichts eines Relotius der für seine "objektive Berichte" mit Preisen überhäuft wurde kann man über die Vorwürfe nur herzhaft lachen.

16:39, Gelenkte-Dem-DE

>>Das Problem liegt woanders, nämlich in der Tatsache, dass viele Staaten ihre Bürger zum zahlen zwingen können, um solche Sender zu finanzieren.<<

Jedes staatliche Medium in jedem Land der Erde wird von den Bürgern finanziert. Nämlich mittels Steuergeldern.

16:49, Shantuma

>>Wer sich ein wenig mehr informiert bekommt mit wie in der westlichen Wertegemeinschaft systematisch gegen russische Medien und deren Journalisten vorgegangen wird.
Zum vermeintlichen Schutz der Meinungsfreiheit, wird eben jene beschnitten.<<

Ja, die britische Medienaufsicht hat der Kremlpropaganda eine Steilvorlage geliefert.

Skripal: Britische Medien berichteten zuerst sehr verschieden.

@16:04 von pro Rus - contra Put
weil Sie diesen Fall schon anführen:
Das Salisbury Journal hat in ersten Meldungen die örtliche Polizei wiedergegeben, die von Fentanyl sprach.
Immerhin musste der neue MP Johnson Lügen eingestehen.
Th. May wurde der Unwahrheit überführt durch einen behandelnden Arzt der Klinik. Nach einem Bericht in der London Times gab es keine über 100 Kontaminierte.

Das ist also eher ein Beispiel für die Schwierigkeit, Fakten auf die Spur zu kommen.

PS.: Welche Hintergründe (Umfragen etc.) haben Sie, dass Sie hier für das "russische Volk" sprechen.

16:50 von fathaland

16:50 von fathaland slim
16:06, Tada
>>"fehlende Objektivität"?
Merkwürdiger Vorwurf.
Wenn es Verbreitung von Falschinformationen wäre, aber sind denn Medien per Gesetz zu Objektivität verpflichtet?<<

Das würde schon daran scheitern, Objektivität überhaupt zu definieren.

Nein, hier handelt es sich eindeutig um eine politische Maßnahme.

Ich finde es erschreckend, daß so etwas in Großbritannien möglich ist.

----

Das kommt ganz und gar auf das Selbstverständnis eines Medienunternehmens an.

Es gibt Medien, die sich selbst zur Objektivität verpflichten.

Und es gibt Medien, die genau das Gegenteil tun und zwar aus purem Selbstzweck.

Als Leser sollte man nur das eine vom anderen unterscheiden können.
Alleine die Form ist schon ausschlaggebend und Anzeiger für vorhandene oder mangelnde Objetivität.

@ fathaland slim um 16:50

"Das würde schon daran scheitern, Objektivität überhaupt zu definieren.

Nein, hier handelt es sich eindeutig um eine politische Maßnahme.

Ich finde es erschreckend, daß so etwas in Großbritannien möglich ist."

In Deutschland findet diese Diskussion doch auch schon lange statt. RT deutsch hat massiv Probleme mit Behörden und einem Verein, der sich um Pressefreiheit kümmert.

Über RT versucht der Kremel

Über RT versucht der Kremel direkt zu manipulieren. Das ist hinlänglich bekannt.

Offenbar gibt es auch in GB zu bestimmten Themen

wie Syrienkonflikt, Ukraine, die mysteriösen Giftattacken nur eine offiziell geduldete Meinung, Zweifel nicht erlaubt. Reichlich beschämend für die älteste parlamentarische Demokratie

Es wurde Zeit

... dass der britische Staat gegen ein versteckt einseitiges und von einer ausländischen Regierung finanziertes Medium resolut einschreitet. Gut so.

@ex_Bayerndödel um 16:18Uhr

Ich hoffe, ich bin von Meinungsfreiheit i.S.d. Grundgesetzes gedeckt, wenn ich aus einschlägiger Erfahrung Ihrer Definition von "Meinungsfreiheit" voll und ganz zustimme!

Objektiv eben

In diesen Bericht hätte, schon wegen der Objektivität, eine Stellungnahme von RT gehört, die aber auf RT zu finden ist und in der das seltsame und einseitige Vorgehen der britischen Medienaufsicht erläutert wird.
Soweit es die deutsche Berichterstattung betrifft und verglichen mit deutschen Medien, ist RT eines der objektivsten Medien überhaupt.
ZB gibt es bei der Bundespressekonferenz eigentlich kaum einen Journalisten außerhalb von RT, der sich traut, auch mal kritische Fragen zu stellen.
Die Fragen anderer Journalisten dort sind teilweise so peinlich, dass über diese Bundespressekonferenz in deutschen Medien zu recht nur selten berichtet wird.
Aber dafür gibt es ja RT!
Und deswegen ist RT auch eine großartige Bereicherung der deutschen Medienlandschaft.

Am 26. Juli 2019 um 16:52 von pxslo

"Wenn ich mir die Mainstream-Medien anschaue, habe ich schon lange das Gefühl der mangelnden Objektivität. Ich schaue deshalb sehr gerne ausländische Medien, damit ich ich auch die andere Seite mal höre. Bisher wurde ich nicht enttäuscht."

Deutsch = Mainstream; ausländisch = objektiv?

"Mangelnde Objektivität habe ich bei denen jedenfalls nicht festgestellt."

Ich lönnte schwören, ich hätte sowohl Trump als auch Putin über amerikanische Medien schimpfen hören/lesen.

Das Ganze mutet schon ziemlich grotesk an!

Vergangenen Dezember erklärte die
britische Rundfunkaufsichtsbehörde
Ofcom, dass RT im Laufe des Jahres
bei seiner Berichterstattung zu
kontroversen Themen wie dem
Skripal-Vergiftungsfall im
Vereinigten Königreich oder die Rolle
der USA im Krieg in Syrien in sieben
Fällen gegen die britischen
Unparteilichkeitsregeln verstoßen
habe.
Gerade im Fall der Skripal-Vergiftung
fehlt bis heute jeglicher Beweis der
juristisch belastbar eine Schuld, oder
Mitschuld Russlands bei dieser mehr
als dubiosen Geschichte belegen
würde! Insoweit ist es mehr als
legitim, sich hierzu kontrovers zu
äußern!
Im Übrigen kommt solche Kritik
aus einem Land, des eigener
Premierminister wissentlich und
vorsätzlich England in den "Club
der Willigen" beim IRAK Krieg II
manövriert hat, obwohl wie man
heute weiß, Toni Blair die Fälschung
der angeblichen "Beweise" sehr wohl
bekannt war!!
Man sollte schon selbst von
einigermaßen moralischer
Reputation sein, wenn man
angeblich einen solch hohen
Anspruch einfordern will!

Fadenscheinig

"Geldstrafe für fehlende Objektivität?" Das hört sich für mich nach purer Zensur an. Denn wer bestimmt, was "objektiv" ist? Das liegt immer im Auge des Betrachters.

15:24 von Kritikunerwünscht

Absolute Zustimmung, Gruß.

RT in Westeuropa verbieten?

Ich meine, dass man einen solchen Spartensender azeptieren kann, jedoch unter genau definierten Auflagen.
Man stelle sich vor: ARD/ZDF hätten eigene TV-Sender in z.B. Polen, Ungarn oder der Türkei. Das würde nur von kurzer Dauer sein, dann wären sie wieder vom Netz.
Demokratie, wie bei uns, wird von manchen Ländern äusserst argwöhnisch begutachtet und auch schnell still gelegt.

Lustig, als wären die Medien

Lustig, als wären die Medien anderswo in Europa objektiver.

Westlichen Medien

... und NGOs wird die Einflussnahme in Russland immer mehr erschwert. Klarer Fall, dass wir im Westen dann auch die Medien des Kreml in die Schranken weisen. Das Vorgehen der Briten gegen RT ist also verständlich und richtig.

@um 15:49 von Giselbert

"Die Medienaufsicht (Ofcom) finanziert sich aus Rundfunk- und Diensteveranstalter. Also von Wettbewerbern."

Welchen Wettbewerb? Wer besser beschei ...?
RT ist zu 100% von der Regierung Russland´s (also Putin+FSB) bezahlt und beauftragt, die betreiben keinen Wettbewerb.

17:20, Pilepale

>> RT deutsch hat massiv Probleme mit Behörden und einem Verein, der sich um Pressefreiheit kümmert.<<

Aha.

Könnten Sie dies bitte näher erklären, bzw. ausführen?

16:04 von pro Rus - contra Put

"Wer seine Meinung im Ausland an den Mann bringen will, sollte nicht durch zu offensichtliche Einseitigkeit auffallen."

............................

Auch wer seine Meinung im Inland an den Mann bringen will ,sollte nicht durch zu offensichtliche Einseitigkeit auffallen .
Sei es als Kommentator oder journalistisch in den Medien .
Desinteresse und stetig sinkende Verkaufszahlen sind überall Folgen einseitiger Propaganda .

................

"Dem russischen Volk ist das eher unangenehm, was sich die Machtelite da mit dem Auslandsmedium RT leistet."

Ich denke , nicht nur dem russischen Volk sondern auch vielen Deutschen interessiert , was wirklich mit den Skripals passierte . Sind Sergej und Julia überhaupt noch am Leben ?
Doppelagenten wie Sergej leben gefährlich aber Julia ist immerhin Staatsbürgerin Russlands .
Aus welchem Interesse wird sie versteckt und Kontakt mit russsischen Konsulat unterbunden ?
Vielleicht wissen sie mehr und kennen Antwort

von STöRschall 17.22

Und was fordern Sie ? Das da nur Medien agieren,die daß erzählen was BBC,France24 oder BILD und DuMont sagen ?

Einschränkungen bei fehlender Objektivität sind angebracht

@ pxslo:
Ich schaue deshalb sehr gerne ausländische Medien, damit ich ich auch die andere Seite mal höre.

Diese andere Seite sollte bei Einseitigkeit, fehlender Objektivität und wenn einseitig die Interessen ausländischer Regierungen verfolgt werden aber eingeschränkt werden.

von pro Rus-contra Put 17.30

Dann sind Sie für Zensur.
Und was sagen Sie bei einer spiegelbildlichen Reaktion ?

Die Pressefreiehit in UK

Schon seltsam, dass sich einige wundern wie die Pressefreiheit in UK ausgelegt wird.

Erst einmal haben die UK keine juristisch beschriebene Pressefreiheit in ihrer Verfassung. Der Guardian konnte eine Kostprobe davon erhalten, als sie von den UK Behörden gezwungen wurden, das Snowden-Material zu löschen.
Causa Julian Assange sollte auch noch bedacht werden, der m.E. auch von der unabhängigen und objektiven" Presse keinerlei Unterstützung erhält, damit die USA ihre Anklagen gegen diesen Journalisten und Verleger fallen lassen. Sein Material hatten aber alle genommen und jede Menge Geld damit gemacht.
Wo liegt die Grenze von Pressefreiheit? Nicht nur in UK, sondern auch bei uns in BRD?

@um 16:37 von andreas0068

"Was soll der Hinweis, das RT durch den russischen Staat finanziert wird? Die BBC wird über Gebühren finanziert, welche das britische Parlament festlegt."

Naja Großbritannien ist ein demokratischer Staat mit demokrat.
Instanzen, Russland ist und hat beides nicht. Da besteht schon ein Unterschied.

Wenn das die ganze Begründung

Wenn das die ganze Begründung ist:

".... fehlende Objektivität ..."

dann ist es um die Meinugsfreiheit nicht gut bestellt.

Nicht objektiv

Die Berichterstattung von RT zur Ukraine und zur Krim-Annexion wurden von der britischen Medienazfsicht als nicht objektiv eingestuft. Dem wird sich die große Mehrheit der Menschen in Westeuropa anschließen.

Objektivität

Ich finde es sehr oberflächlich so eine große Strafe zu verhängen. Was soll man nun unter Mangel an Objektivität verstehen? Klugerweise meidet man wohl das Wort: Fakenews?

pro Rus contra Put woher

pro Rus contra Put

woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Russen Skripal und seine Tochter vergiftet haben. Weil es die britische Presse berichtet hat ? Wo ist denn der Skripal ,warum hört man nichts mehr davon ?
Woher wollen Sie wissen, dass es dem russ. Volk unangenehm ist,was sich die Machtelite in Russland leistet?
Sie erzählen hier viele Dinge über Russland, aber es ist alles inhaltsloses Gebrabbel,denn von Russland und seinen Menschen haben Sie null Ahnung. Dies entnehme ich Ihren Kommentaren, wenn es um Russland geht und das meiste in dt. Medien geht um Russland,weil dies der Herd des Bösen ist.Wenn RTD oder Sputnik Einseitigkeit in ihrer Berichterstattung präsentieren, dann frage ich mich, was dann die meisten deutschen Medien machen?

@ StöRschall um 17:20

"Das kommt ganz und gar auf das Selbstverständnis eines Medienunternehmens an.

Es gibt Medien, die sich selbst zur Objektivität verpflichten.

Und es gibt Medien, die genau das Gegenteil tun und zwar aus purem Selbstzweck.

Als Leser sollte man nur das eine vom anderen unterscheiden können."

Also ich bekenne mich, ich verstehe nicht wie Objektivität bestimmt wird. Aber da Sie schreiben, dass es Medien gibt, die sich selbst zu Objektivität verpflicht, würde ich sehr gerne diese Medien und deren Selbtsverpflichtung zur Objektivität lesen wollen. Denn die werden doch sicher definiert haben, was deren Verständnis von Objektivität ist!?

Sie haben doch sicher nichts dagegen, diese Definitionen dieser Medien zu posten? Damit ich verstehe was objektive Berichterstattung ist. Vielen Dank im Voraus.

Giftgasangriff

Nach dem Giftgas-Angriff auf Sergej Skripal hat RT unzweifelhaft versucht, die britische Öffentlichkeit durch einseitige Berichte zu beeinflussen. Das ist denke ich Konsens.

Was heißt "Kremlpropaganda"?

15:23 von fathaland slim
"Was soll das?
Es weiß doch nun wirklich jeder, daß man bei Russia Today mit ungefilterter Kremlpropaganda versorgt wird."
Hätten Sie "Kremlsicht" geschrieben, könnte man ja darüber sachlich diskutieren. Dazu sollte Sie einfach noch einmal eine (medien)wissenschaftlche Diskussion zum Thema bei Phoenix (KEIN Kremlsender) ansehen. (Letzten Sonntag nach der Journalistenrunde)
Die Feststellung eines Wissenschaftlers, daß ALLE Journalisten erst einmal Propagandisten sind, brachte die Moderatorin erst einmal zum Schlucken. Allerdings hatte sie den Begründungen des Wissensachaftlers auch nichts entgegenzusetzen. Ich halte es dann wohl lieber mit solchen Diskussionen, wo Argumente ausgetauscht, und nicht Phrasen gedroschen werden. Denn wo bleiben bei Ihnen denn die staatlich finanzierten Sender unsererseits, samt ihrer Beiträge.Besser gesagt der NICHTbeiträge. Das ja eigentlich die Gegenform von Fake News.

@ 17:09 von fathaland slim

Jedes staatliche Medium in jedem Land der Erde wird von den Bürgern finanziert. Nämlich mittels Steuergeldern.

Nicht im solchen verzerrenden Ausmaß. Deswegen habe ich von "solchen Sendern" gesprochen. Gemeint sind Staaten, die viele hunderte Millionen oder sogar mehreren Milliarden Euro für ihre zwangsfinanzieren Staatssender eintreiben, um damit die öffentliche Meinungsbildung massiv zugunsten der Machthaber zu lenken.

Sprachgebrauch russischer Staatsmedien

@ pxslo 16:52
Russische Staatsmedien verwenden gerne den Begriff "Mainstream-Medien", um westliche Medien in Verruf zu bringen. Und manche Leute sind davon überzeugt, westliche Medien verbreiteten genauso die Meinung der Regierung des jeweiligen Landes wie Russia Today die Sicht Wladimir Putins. Diese Überzeugung übersieht jedoch, dass westliche Medien häufig die Regierung des eigenen Landes kritisieren. Und haben Sie schon einmal in einem russischen Staatsmedium Kritik an Wladimir Putin gelesen?

Ich hab mal eine Frage

Alle User haben doch letztens eine Mail von der TS bekommen,wo geschrieben stand wie man sich in diesem Forum zu bewegen hat.
Aber schon wieder Wörter wie „ich mag Russland nicht“und Putinfanclub.
Ansonsten finde ich die Maßnahme gegen RT falsch-denn sie berichten was in unseren Medien gerne verschwiegen wird...ebend der fehlende Part

18:03 von Bernd

18:03 von Bernd Kevesligeti
von STöRschall 17.22
Und was fordern Sie ? Das da nur Medien agieren,die daß erzählen was BBC,France24 oder BILD und DuMont sagen ?

---

Ich fordere gar nichts.

Ich stell nur fest.

Jeder kann lesen, was er will.

17:50, pro Rus - contra Put

>>Westlichen Medien
... und NGOs wird die Einflussnahme in Russland immer mehr erschwert. Klarer Fall, dass wir im Westen dann auch die Medien des Kreml in die Schranken weisen. Das Vorgehen der Briten gegen RT ist also verständlich und richtig.<<

Wie du mir, so ich dir?

Ich glaube nicht, daß ein solches Verhalten einem freiheitlichen Staat angemessen ist.

Information bestes Mittel gegen russische Desinformation

@ postmaterialist 15:40
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie der russische Journalist Blagoi im russischen Staatsfernsehen "berichtete", Migranten vergewaltigten in Deutschland Minderjährige und der deutsche Staat sehe tatenlos zu. Auch der russische Außenminister nutzte den so genannten Fall Lisa, um gegen Deutschland auszuteilen. Die deutschen Medien berichteten jedoch sachlich und widerlegten die russischen Behauptungen. Das hat die russichen Staasmedien und den russischen Außenminister erheblich an Glaubwürdigkeit gekostet. Information hat sich als das beste Mittel gegen Desinformation erwiesen.

17:42 von Thomas

17:42 von Thomas Wohlzufrieden
Fadenscheinig
"Geldstrafe für fehlende Objektivität?" Das hört sich für mich nach purer Zensur an. Denn wer bestimmt, was "objektiv" ist? Das liegt immer im Auge des Betrachters.

---

RT betreibt gezielte Irreführung.

Das hat mit fehlender Objektivität nichts zu tun.

18:24, fischer Jüürgen @16:52 von - LLAP

Die Frage des Foristen, auf den Sie antworten, war, welche Deutschen Presseerzeugnisse staatlich finanziert werden.

Sie kommen mit der Rundfunkgebühr.

Das ist nun gerade keine staatliche Finanzierung.

Staatliche Finanzierung ist eine Finanzierung aus Steuergeldern.

fehlende Objektivität Der

fehlende Objektivität

Der Begriff "Objektivität" dürfte eigentlich im Zusammenhang mit RT gar nicht fallen.

Auch nicht "fehlende Objektivität".

Denn was RT betreibt ist gezielte Irreführung.

Irreführung hat weder etwas mit Objektivität zu tun, noch mit fehlender Obektivität.

Es ist bewusste Täuschung. Ein Willkürakt zur Manipulation und/oder Sabotage.

15:23 von fathaland slim Was

15:23 von fathaland slim
Was soll das?
Es weiß doch nun wirklich jeder, daß man bei Russia Today mit ungefilterter Kremlpropaganda versorgt wird.

Und?

Ist das verboten?

Ich dachte eigentlich bisher, dies sei durch das hohe Gut der Pressefreiheit gedeckt.

Ist das in Großbritannien anders?

Ich bin ein wenig fassungslos.

---

Ich bin nicht fassungslos.

Weil bewusste Desinformation von der Pressefreiheit nicht gedeckt ist.

Klare Absicht

Der Kreml verfolgt mit RT eine klare Absicht in Westeuropa. Das ist jedem hier klar. Man gibt doch nicht Millionen aus, wenn man keinen Profit davon hat. Oder?

Der Profit ist die Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Sinne der Kreml-Machthaber. Dass die Briten da die Bremse ziehen und RT in die Schranken verweisen, ist doch völlig normal.

18:05 von Bernd

18:05 von Bernd Kevesligeti
von pro Rus-contra Put 17.30
Dann sind Sie für Zensur.
Und was sagen Sie bei einer spiegelbildlichen Reaktion ?

---

Lügen ist ein Vergehen und es ist verboten.

Insofern ist das Verbot von Desinformation keine Zensur, sondern das Einhalten des Gebotes Fakten zu berichten.
Lügenverbreiten wird richtiger Weise verboten.
Und bei Nichteinhalten gibts ein Bußgeld.

So ist das nunmal, wenn Gesetze gebrochen werden.
Das ist, wie bei rot-über-die-Ampel-fahren.

Da wird man geblitzt und es gibt einen Strafzettel.

Manchen Menschen muss man halt den Habitus einer Gesellschaft mit Geldstrafen beibringen.

Die Manipulation ist ja nicht wegzudiskutieren

@ birdycatdog:
Aber ist der Inhalt der Sendungen wirklich so schlimm

Schlimm? Nein.
Es ist lediglich genau der Inhalt, von dem die russische Führung möchte, dass wir ihn als richtig akzeptieren.

15:44 von veget.

15:44 von veget. Metzger
Staatlich finanzierte Propaganda
Vom Kreml bezahlte Propaganda gegen den britischen Staat und die britische Gesellschaft? Das braucht kein Mensch.

----

Nicht nur, dass es kein Mensch braucht, außer dem Imperialisten Putin,

es zielt auf die Zersetzung eines demokratisch regierten Staates ab.

@ andreas0068, am 26. Juli 2019 um 16:37

"Was soll der Hinweis, das RT durch den russischen Staat finanziert wird? Die BBC wird über Gebühren finanziert, welche das britische Parlament festlegt"

Ja, eben! Sie haben den entscheidenden Unterschied erfasst: In GB bestimmen die demokratisch gewählten Abgeordneten des britischen Parlaments nur die Gebühren. Und in Moskau hingegen finanziert der Kreml nicht nur den Sender zu 100%, sondern bestimmt auch gleich dessen Sendeinhalte! Bezeichnend auch im Übrigen, dass Sie offenbar der Hinweis gestört hat, wer hinter der Finanzierung von RT steckt (diese Info macht sich vermutlich nicht so gut hinsichtlich Unabhängigkeit und Objektivität von RT, nicht wahr!?). Auch, wenn es hierzulande ohnehin schon die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass RTV hauptsächlich die Funktion eines "Störsenders" erfüllt, der die Stabilität westlicher Demokratien gezielt untergraben soll. Einzig mit dem Ziel, dass Russland dadurch in der Weltpolitik (u.a. Krim, Ukraine etc.) umso ungestörter agieren kann.

@ Rolf Dieter Win

Desinteresse und stetig sinkende Verkaufszahlen sind überall Folgen einseitiger Propaganda .

Sie verkennen vermutlich etwas die Lage. RT muss sich nicht um Verkaufszahlen kümmern, der Kreml zahlt alle Rechnungen. Und Propaganda ist kein Nebenprodukt, sondern die zentrale Aufgabe.

Die Zersetzung und Spaltung

Die Zersetzung und Spaltung Europas.

An dieser ist der Kremel deskriptive mit seiner Manipulationsmaschenerie maßgeblich verantwortlich.

Dass Europa gespalten und polarisiert ist wie nie zuvor, zumindest nicht nach Kriegsende,
müsste eigentlich jeder mit funktionsfähigem Großhirn deutlich wahrnehmen können.

Ich denke der Begriff

Ich denke der Begriff "fehlende Objektivität" ist rein eine diplomatische Maßnahme.

Der Begriff wird aber der Sache nicht gerecht.

RT ist ein Propagandasender des Kremls - but that's it...

Es überrascht mich, dass der Propagandasender des Kreml für seine Propaganda tatsächlich in UK zur Kasse gebeten wird.

Sicherlich darf man nicht alles schreiben - Persönliche Verunglimpfungen, Naziparolen usw. haben z.B. in Deutschland in der Tat (zu Recht) das Potential, strafrechtlich verfolgt zu werden.

Hinsichtlich der aggressiven Kreml-Propaganda in RT mag einem Menschen mit gesunden, unvoreingenommenen Menschenverstand zwar nachvollziehbar übel werden, aber ob das für Strafzahlungen reichen soll, halte ich doch für diskussionswürdig.

@ Bernd Kevesligeti

Dann sind Sie für Zensur. Und was sagen Sie bei einer spiegelbildlichen Reaktion ?

Russland schränkt westliche Meinungsbildung und Einfluss ja schon sehr weitgehend ein. Irgendwo kann ich das natürlich schon verstehen.

Ich bin nicht für Zensur, aber bei Medien, die der Kreml finanziert, sollten wir sehr sehr vorsichtig sein und nötigenfalls Manipulationen stoppen.

@StöRschall 18:39, Wann ist Lügen verboten?

Lügen ist längst nicht immer verboten. Zwar gilt dies im Wesentlichen in Deutschland vor einem Gericht, wo in der Tat Lügen eine Straftat ist.

Aber gilt das - zumindest in Deutschland - auch für die Falschaussagen von Russia Today im Rahmen seiner üblichen, täglichen Kreml-Propaganda?

I am not so sure.

@ 18:42 von Martin Vomberg

Ja, eben! Sie haben den entscheidenden Unterschied erfasst: In GB bestimmen die demokratisch gewählten Abgeordneten des britischen Parlaments nur die Gebühren. Und in Moskau hingegen finanziert der Kreml nicht nur den Sender zu 100%, sondern bestimmt auch gleich dessen Sendeinhalte!

In beiden Fällen sind die Journalisten für ihr Einkommen abhängig von der Politik. Der mildernde Umstand in Großbritannien, im Gegensatz zu Kontinentaleuropa, ist die demokratische Tradition in GB.

Es sieht so aus als will die Britische Medienaufsicht die alten demokratischen Traditionen wegwerfen und sich
kontinentaleuropäischen Traditionen anpassen. Schlimm. Man kann nur hoffen, dass durch den Brexit die alten Traditionen wieder erstarken.

Zweifel an der Tätigkeit von RT

Einige Foristen hier scheinen RT als Gegenpol zu den deutschen Medien zu verstehen. Als Korrektiv gegen den "Mainstream".

Dazu muss man aber sagen, dass RT ein vom Kreml geschickt verpacktes Produkt ist, dessen einzige Aufgabe darin besteht, die Sicht des Kreml in der deutschen Öffentlichkeit zu platzieren. Und das möglichst versteckt, etwas coll und flott und vorallem unauffällig.

Wer es jetzt noch nicht verstanden hat: Das dem Bundespresseamt entsprechende Gremium im Kreml steuert RT, und zwar an der ganz kurzen Leine. RT versucht uns glauben zu machen, was der Kreml will, das wir glauben sollen.

von StöRschall 18.39

"Der Habitus einer Gesellschaft muss man halt mit Geldstrafen beibringen".Was für ein autoritärer Satz.

18:42 Martin Vomberg @ andreas0068

>>"Was soll der Hinweis, das RT durch den russischen Staat finanziert wird? Die BBC wird über Gebühren finanziert, welche das britische Parlament festlegt"

Ja, eben! Sie haben den entscheidenden Unterschied erfasst: In GB bestimmen die demokratisch gewählten Abgeordneten des britischen Parlaments nur die Gebühren. Und in Moskau hingegen finanziert der Kreml nicht nur den Sender zu 100%, sondern bestimmt auch gleich dessen Sendeinhalte.<<

Genau das ist der Unterschied zwischen einer staatlichen und einer Gebührenfinanzierung.

Bei einer staatlichen Finanzierung zahlt die Regierung und bestimmt auch die Inhalte. Wohlverhalten kann finanziell belohnt, Unbotmäßigkeit abgestraft werden.

Beim Gebührenmodell zahlt der Bürger direkt, die Regierung hat damit nichts zu tun. Was ihr oft ein Dorn im Auge ist. Weswegen Adenauer das ZDF als Staatsfernsehen gründete, was das Verfassungsgericht stoppte.

Solche Zusammenhänge sind aber offensichtlich zu kompliziert und deswegen schwer zu verstehen.

Verständlich

Ich finde die Reaktion der britischen Medienazfsicht verständlich. Wie RT dort im Fall des Giftgas-Angriff auf Sergej Skripal agiert hat, war schon sehr manipulativ.

@pro Rus - contra Put

DW ist direkt und zu hundert Prozent vom Bundeskanzleramt finanziert.

Wenn Journalismus nicht der Wahrheitsfindung dient

Solange man sich nicht der Neutralität verpflichtet sieht, ist die Berichtestattung eben keine mehr.

Ausgewogenheit wäre eine Maßnahme, die aber bei uns auch nicht greift. Hier versucht man heute gegen rechts zu agieren, obwohl dieser Teil einen zugesicherten Platz in einer echten Demokratie bekommen müsste.
Dennoch gibt es Gelder für den Kampf gegen Rechts und es wird Stimmung gemacht, besonders medial, sofern der Fernsehrat dies denn gern so hätte.

Unabhängigkeit, Neutralität, allumfassende Perspektiven, Pro und Contra, Wahrheitstreue, etc, würden hier helfen.
Aber da hätten wir selbst noch eine Menge Nachholbedarf.

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