Ihre Meinung zu: Statt Auto und Flugzeug: Wo ein Wille ist, ist nicht immer eine Bahn

25. Juli 2019 - 7:28 Uhr

Einfach mal aufs Auto verzichten und mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren. Oder Fernzüge nutzen statt das Flugzeug. Diese Ideen sind sehr gut fürs Klima. Doch in der Praxis gibt es viele Hürden. Von Julia Böhling.

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Kommentare

Die ganzen Fragen „was wäre,

Die ganzen Fragen „was wäre, wenn …“ haben allerdings einen entscheidenden Haken: sie beruhen alle auf der Prämisse, dass man grundsätzlich so weitermachen will wie bisher, nur eben ohne Fliegen oder Auto. So wird man aber immer frustriert sein, weil die ganze Lebensweise auf einen Auto-/Flugzeug-Lebensstil ausgerichtet ist. Man will sofort und schnell immer mehr und immer weitere Wege zurücklegen. Das geht aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfach nicht. Wer Bus und Bahn nutzt, muss grundsätzlich anders ans Leben rangehen. Von vorn herein nicht so viele und weite Wege zurücklegen, von vorn herein mehr Zeit einplanen, mehr Geduld haben.

Wie beim Elektroauto reicht es nicht, nur das Verkehrsmittel zu wechseln, und dann zu glauben, alles wird gut. Es muss ein grundsätzlich anderer Lebensstil her.

...aber auch nicht immer ein Flugzeug!

Der Vergleich mit den europäischen Nachbarn ist hilfreich und deckt auf, dass wir zuwenig für unser Bahnnetz tun. Insgesamt macht der Artikel auf mich aber den Eindruck, dass er einseitig ist - denn auch Flugzeuge sind verspätet, Lotsen überarbeitet, im Frühjahr gab es wochenlang Probleme mit der Software der Flugverkehrskontrolle, gerade erst hat der EuGH Flugreisenden das Recht auf Entschädigung zugesprochen, die 488 Minuten zu spät waren... - Flugreisen ist eben auch nicht hürdenlos.

100% Auslastung

Ich bin einer jener Bürger, die das Auto abgeschafft und nur noch die jahrzehntelang ebenfalls vorhandene Netzkarte benutzt haben.
War ein Misserfolg, diese habe ich vor ca. 2-3 Jahren gekündigt. Jetzt nur noch Pedelec, Motorrad und, wenn es nicht anders geht (ca. alle zwei Monate) Handyticket.
Warum? Die Jubel-Grünen sieht man hier auf dem Lande selber selten auf einen Bus warten, der nicht kommt, die haben ihren Oberklassewagen. Was heisst denn 100 Prozent Auslastung? Daß alle Sitz- und Stehplätze belegt sind. Man sitzt Oberschenkel an Oberschenkel mit fremden Leuten, fährt bei den hiesigen Überlandbussen auf steinharten, zu kleinen Sitzen mit einem Rückenwinkel von 90 Grad, kommt nicht durch und bei den 100 Prozent ist die Mitnahme eines Fahrrades oder Kinderwagens illusorisch. Was dazu führt, dass Eltern (habe ich selber mitgekriegt) hinter ihren minderjährigen Töchtern hertelefonieren, die nach einem Fahrradausflug in der Bahnhofsgegend gestrandet sind.

Selbststrangulierung

„Also ist der Wechsel auf die Bahn und den ÖPNV grundsätzlich ein guter Schritt, etwas für den Klimaschutz zu tun. Doch auf diese erste Erkenntnis folgt die praktische Frage: Sind die Deutsche Bahn und die regionalen Verkehrsverbünde dafür überhaupt gewappnet?“

Nein, sind sie nicht. Weil finanzielle Zwänge („Sparzwang“) und staatlich „verordnete“ strikte Einhaltung bürokratischer Vorschriften keinerlei Spielraum für Flexibilität und innovative Lösungsansätze zulassen. Und Eigenverantwortung und Kreativität im Keim ersticken.

Wenn Mensch und Umwelt darunter zu leiden haben, ist das also zu bedauern, aber „leider, leider“ nicht zu ändern.

... und manchmal nicht einmal ein Gleis

Wo ein Wille ist, ist nicht immer eine Bahn und manchmal nicht einmal ein Gleis, weil der demontiert wurde, so wie bei uns. Stattdessen dauert die Fahrt ins 30 Kilometer entfernte Oberzentrum nunmehr mindestens 1,5 Stunden mit dem Bus, einschließlich Umsteigen.

Mit Bus und Bahn zur Arbeit?

Hier in der Provinz?
Vollkommen ausgeschlossen.

Das Gaudi, wenn es ein Stück weiter geht....schwer zu beschreiben.

Baustellen auf den Strassen zum nächsten Bahnhof, heißt Umwege, heißt evtl früher fahren, sonst ist der Zug weg.

Dann als Nächstes Schienenersatzerkehr.....in dem Kaff in dem jetzt umgestiegen werden muss gibt es weder Toilette noch Getränke. Und kein Handy Netz um nachhaken zu können wenn der Anschluss Zug nicht kommt.

Zum Heimweg quer durch halb Deutschland nehme ich nur noch eine Verbindung, die mir noch mindestens 2 oder 3 Busse nach Hause Luft gibt. 30 km mit dem Taxi, wenn nix mehr fährt, nein danke.

In Frankfurt Main Hbf war letzten 2 x kurz hintereinander der Fahrstuhl defekt....für mich eine Katastrophe.

Von den anderen Problemen auf diversen Hbf will ich gar nicht anfangen.

Inlandsflüge werden übrigens auch als Zubringer für weitere Flüge genutzt, auch von Schwerbehinderten, für die eine Zugfahrt mit umsteigen ohne Hilfe unmöglich ist.

Wunder?

Jahrelang wurde massiv in den Straßenverkehr investiert. Die Bahn sollte gewinnbringend sein, sie wurde finanziell ausgehungert. Selbst heute gilt eine Verspätung bei der Bahn als Katastrophe. Das Stehen im Stau ist hingegen nur eine kurze Unterbrechung des von der Werbung suggerierten Abenteuers 'Autofahrt '.

Na klar, die Bahn hat keine Chance!

Für die Pendler

ist das nicht nur wegen der Verspätungen oft nicht möglich, die Meisten auch noch umsteigen, viele sogar 2 mal.
Was mit dem Auto 30 Minuten sind vom Land aus, sind mit öffentlichen 1,5 Stunden.
Vom Preis mal ganz abgesehen, der auch noch extrem ist, also viele Worte, mehr nicht.
Es wird für dieses Problem keine Lösung geben, und wenn noch so lange darüber geredet wird. Die Gleise sind lange heraus gerissen, frühen hatten viele Firmen Gleisanschluss und Lager, heute alles per LKW und der ist auch gleich das Lager.
Deutschland hat das Problem, das alle durch das Land fahren, meist auch noch ohne Kosten, bei jedem Nachbarn wird mit Maut zugeschlagen.
Nur Deutschland darf das nicht.
Das müsste alles 30-40 Jahre zurückgedreht werden, die Zeiten Bahn und Bus sind lange vorbei. Alles was es mal gab, ist abgebaut oder eingestellt worden.
Also alles nur Gerede was sich nicht mehr umsetzen lässt.

Umstieg Bahn als Pendler finanziell/zeitlich kaum sinnvoll

Ich pendel jeden Tag von Nürnberg nach Forchheim, das sind 40km einfach Strecke. Dafür brauche ich mit dem Auto früh ungefähr 30 Minuten, Abends zwischen 45 und 60, je nach Verkehrslage.
Die Spritkosten bewegen sich bei 80km/Tag * 220 Arbeitstage * 5,7L Durchschnittsverbrauch Diesel * 1,3 €/Liter bei ca. 1.300 € im Jahr.
Ein Jahresabo der Nürnberger Verkehrsbetriebe würde mich 149,7 € im Monat kosten, das macht 1.796,40 € im Jahr. Dazu dauert hier eine Fahrtstrecke von der Haustür mit Fußweg zur S-Bahn-Haltestelle bis zum Büro ca. 1h40min.
Das macht damit zum einen knapp 500 € mehr im Jahr, plus fast 2h mehr "Reisezeit" am Tag.
Das Auto wird auch für Wochenende oder Urlaube benötigt, abschaffen und damit verbundene Ersparnisse sind also nicht möglich.
Dazu kommt die Abhängigkeit fixen Abfahrzeiten (die sich dann häufig durch Verspätungen noch ändern), unangenehm volle Züge etc.

Der effektivste Verkehr

Ist derjenige, der nicht stattfindet.
Eigentlich war in dieser Disziplin gerade Deutschland gut aufgestellt.
Die Bevölkerung verteilte sich auf zahllose mittelgroße und nur wenige große Städte. Arbeit, Wohnen und Erholung waren dadurch nicht zu weit getrennt, gar nicht so selten in fußläufiger Distanz.
Aus den verschiedensten Gründen konzentrieren sich diese drei Lebensaspekte zusehends.
Der Verkehr ist nur die unvermeidliche Folge dieser Entwicklung.

Anstelle langer Diskussionen über das beste Verkehrsmittel, die ja gelegentlich mit religiösem Eifer geführt werden, lohnt vielleicht ein Nachdenken über die Ursachen der zunehmenden Konzentration.

Ein Walzwerk kann man schlecht mitten in einer Stadt positionieren, ein Ingenieurbüro schon. Letzteres findet vielleicht auch in Mitterteich (nur mal als Beispiel) einen qualitativ hochwertigen Standort.

Ausverkauft

Wir hatten eine funktinierende Bahn jedoch unter der Ära Mehdorn (SPD) wurde sie kaputtgespart. Die rollende Landstraße (Regensburg - Verona) wurde geschlossen wegen Imbilienverkauf sowie fast alle innerstädtischen Grundstücke zwecks Verkauf freigemacht. Wie soll eine Bahn ohne Werkstätten, Fahrzeuge und Gleisanlagen funktionieren. Durch die Verkäufe ist auch ein Neuaufbau sehr schwierig geworden. Die Vorstandschaft der Bahn wurde zum Politikeraustrag.

Verzicht auf das Auto zumindest schwierig

Der Verzicht auf das eigene KFZ ist im ländlichen Raum zumindest schwierig. Ich bin Wochenendpendler und benötige mit dem KFZ zwischen 2 und 2,5 Stunden pro Strecke. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wären es 4,5 bis 5 Stunden. In den von mir benötigeten Zeiträumen ist das Angebot zumindest Morgens gleich Null.

Ich würde gerne mit Bus und Bahn fahren, allerdings nur bei entsprechender Taktung und Pünktlichkeit!

Bevor gemeckert wird: Ich fahre mit einem sparsamen Diesel (Böses Auto ;-)), halte mich an die AB Richtgeschwindigkeit und eine FAhrgemeinschaft gibt es auch.

Weiteres Beispiel:
Meine Frau arbeitet im Nachbarort. Anderer Landkreis, keine Busverbindung. Radwege nicht existent.

Richtig und falsch zugleich

Viele der Probleme bei der Bahn, die der Artikel auflistet, sind sicher real. Er erweckt jedoch den Eindruck, dass Fliegen ungleich bequemer und problemloser sei. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Fluglinien haben massive Probleme mit Verspätungen und Flugausfällen. Die Frequenz der Verbindungen ist deutlich geringer; damit gibt es auch weniger Alternativen bei Problemen. Die Tickets sind i.A. nicht flexibel. Der Sitzkomfort ist wesentlich schlechter. Und so weiter.

Auch das Autofahren ist in Deutschland aufgrund der vielen Staus und Baustellen wesentlich unzuverlässiger, als es der Artikel darstellt.

Überfüllt sind die Züge sind im Fernverkehr übrigens selten und einen Platz reservieren kann man auch. Ich werde weiterhin wann immer möglich Zug fahren.

Vor Jahr zehnten ...

... wurde der öffentliche Nahverkehr auf dem Lande so stark reduziert, dass ein gewöhnlicher Arbeitnehmer ein Auto benötigte.

Heute sieht es auf dem Lande so aus, dass man nicht einmal Lebensmittel ohne Auto bekommen würde.

Da oft die kleinen Läden vor Ort schließen müssten. Denn wenn man schon viel Geld für ein Auto aus gibt, muss man dieses oft beim Einkaufen einsparen!!!

Die Bahn ist keine Alternative

weil sie einfach nicht funktioniert. Alleine gestern fielen so viele Züge aus. Einer stand kaputt in unserem Bahnhof und die ganze Strecke lag still. Zwischen Düren und Horrem waren 2 Weichen defekt, also fuhr da auch nur die Hälfte der Züge. Die Bahn bekommt nichts geregelt und ist überteuert.

Interessante Statistiken

Ich würde noch anmerken, dass auch der Autoverkehr natürlich seine Probleme hat. Aber die Probleme beim Bahn Verkehr bestehen alle so wie im Artikel geschildert und die nur 77€ Ausgaben pro Jahr und Einwohner sind wahrscheinlich ein Grund dafür.

Bahn ist keine Alternative.

Auf die Bahn ist seit Jahren kein Verlass und dieser aufgeblasene unbewegliche (!) Konzern wird das in den nächsten Jahrzehnten auch nicht in den Griff bekommen. Vor zwei Jahren habe ich mein Auto aufgegeben, um auf die Bahn umzusteigen, mehr als die Hälfte meiner Geschäftsreisen enden dann irgendwo im Mietwagen (bin inzwischen Mietwagen-Premiumkunde!) auf den ich aus dem Zug umsteige, um pünktlich zu Terminen zu kommen. Im Herbst bekomme ich ein neues Auto, ist schon bestellt.
Meine Eltern: ich habe sie überredet das Auto stehen zu lassen und eine Reise nach Freiburg mit dem Zug zu unternehmen. Beide Mitte 70, so lange im Auto auf der Straße, das gefällt mir nicht mehr so. Das Ende vom Lied: sie sind in Mannheim gestrandet, raus aus dem Zug, keine Informationen, eine einzige Demütigung.
Die Konzernführung und der Bund als Eigner haben versagt und das wird in absehbarer Zeit nicht mehr gut zu machen sein.

Alternative Wege

Heute morgen:
Von zuhause bis Büro Tür zur Tür, eine Strecke
Auto: 45min + 15 min laufen, 40 km
Bahn: 48min + 25 min laufen + 5 min Wartezeit am Bahnhof
Fahrrad: 75 min, 25 km

Hab das Fahrrad genommen, dann hab ich nämlich schon Sport gemacht und bin auch noch 3 Minuten schneller als mit der ranzigen Bahn...

Die 39 Grad heute am frühen Abend sind auf dem Fahrrad im Wald sehr gut zu ertragen.

Guter Artikel

Der Artikel beschreibt das Problem ziemlich gut. Natürlich kann man sich wünschen, dass mehr Leute ÖPNV und Bahn benutzen. Aber dann muss dafür auch Kapazität da sein.

Nehmen wir mal, wie in meinem Fall den Großraum München. Überall entstehen neue Wohngebiete (und davon noch zu wenig). Immer weiter draußen. Aber neue Tram-, U- und S-Bahn-Linien brauchen Jahrzehnte. An den bestehenden Bahnhöfen sind die P+R-Flächen um 7:00 Uhr überfüllt und die Züge brechend voll.

Ich stelle mir immer vor, was los wäre, wenn nur 10% der morgendlichen Autopendler auf den MVV umsteigen wollten.

Auf PKW angewiesen

Viele Menschen haben lange Anfahrzeiten von bis zu 100 Km zur Arbeit und beginnen sehr früh am Tag zu arbeiten. Dieser Personenkreis ist unbedingt auf sein Fahrzeug angewiesen, zumahl auf öffentliche Verkehrsmittel nicht immer Verlass ist, und diese auch noch dazu sehr teuer sind. Vieles hört sich in der Therorie gut an, was dann aber in der Praxis krachend scheitert.

Gute Zusammenfassung, aber...

Gute Zusammenfassung längst bekannter Fakten, aber was für Konsequenzen werden daraus gezogen? Dazu sollte eine Regierung mal Ziele definieren. Fairerweise muss man der Bahn zugute halten, das sie im Moment langsam in die Gänge kommt. Da aber die letzten Jahre/Jahrzehnte in Punkto Bahnausbau alles heruntergefahren wurde ist das schlichtweg auch nicht alles rückgängig zu machen. Dafür fehlt es wie beschrieben an allem, an Fahrstrecken, an Zügen und an Personal. Schön wäre es wenn sich mal ein Vekehrsminister für die Fehleinschätzung des letzten Jahrzehnts entschuldigen würde und klar und ehrlich sagen würde, daß es jetzt auch wieder 10/15 Jahre dauern wird bis die Verhältnisse dem entsprechen was so gefordert wird. Neue Strecken bauen, Brücken sanieren, Züge kaufen Personal ausbilden das alles dauert. Daraus aber jetzt den Schluß zu ziehen es so laufen zu lassen ohne sagen zu müssen wo man hin möchte wäre der absolut falsche Weg.

Viele Probleme wurden im

Viele Probleme wurden im Artikel genannt. Ich bin in letzter Zeit sehr oft mit der Bahn gefahren und habe eigentlich gute Erfahrungen gemacht. Allerdings handelte es sich dabei meist um Strecken bis 150 km. Jezt wollte ich meine Eltern in ca 400 km Entfernung besuchen und habe mal bei der Bahn geschaut, 8.5 Stunden Fahrzeit 3 x umsteigen und das lezte Stück fährt kein Zug. Wenn ich dann noch den Preis betrachte für 4 Personen keine wirkliche Alternative. Da muss sich noch viel tun .

der Umstieg auf die Bahn

wird genauso krachend scheitern wie die Energiewende oder die Sanierung der Bundeswehr. Es fehlt an Fachpersonal

und CO2?

CO2 Emissionen sind völliger Unsinn. Auf der Seite Atmosfair kann man eine Kompensationszahlung fürs Fliegen leisten. Man gebe mal ein Flug Berlin Mallorca, Airbus A320 Neo, Linienflug. Ergebnis: CO2 Emission 483 kg als Summe für Hin- und Rückflug.
Nun lässt man sich die Details einblenden. Siehe da, CO2 Emission nur noch 179 kg. Tatsächlich sind die wirklichen schädlichen Wirkungen Kondensstreifen, Ozon etc, 304 kg.
Die Seite rechnet also Wasserdampf in CO2 um. Logisch das CO2 dann der Klimakiller ist. Prof. Quaschning (Science for Future) macht in seinem Vortrag (YT, HTW Berlin) die Suggestion, es wären 720 kg pro Flug. Also 1440 kg CO2, er gibt dabei Amtosfair als Quelle an. Die Quelle gibt aber dann nur 179 kg als Ergebnis. Wer es nicht glaubt - ausprobieren.
3 Menschen überfallen eine Tankstelle. 1 Frau, 2 Männer. Haben die Menschen eine 3 Frau-Wirkung? Verhafte ich nur die Frau, die 2 Männer sind egal? Warum schiebt man alles auf CO2? Ist das Wissenschaft?

auf vernünftigem Niveau investieren

Viele der hier angeführten Probleme liessen sich recht simpel lösen, wenn auch nicht gerade bis morgen: den öffentlichen Verkehr als Infrastruktur und Dienstleistung auffassen und entsprechend kräftig investieren. Woher das Geld nehmen? Schon mit den Einnahmen einer Abgabe von 25€ pro Tonne emittiertem CO2 könnte man die Investition pro Bürger und Jahr auf das Niveau des Spitzenreiters Schweiz bringen. Reichen wird das zwar vermutlich nicht ganz, denn Jahrzehnte lang wurde höchstens unterhalten, aber bis auf Prestige Projekte kaum investiert. Allerdings wird natürlich so nichts aus der schönen Idee, die eingesammelten CO2 Milliarden direkt ans Volk zurück zu geben. Aber die fehlenden Investitionen an der Infrastruktur der vergangenen sagen wir 50 Jahre müssen so oder so nachgeholt werden.

Wir hatten mal eine deutsche Bahn,

mit der konnte man in so viele Orte fahren/reisen, es war einfach nur traumhaft.
Und dazu noch der Güterverkehr, sehr umweltorientiert.
Und dann musste gespart werden. Effektiver, kostengünstiger, rentabler usw..
Und das war der Anfang vom Ende.
Und an anderen Stellen wird nach dem gleichen Prinzip gehandelt.
Und auch dort sieht/spürt man schon die Folgen.
Ich nenne das "kaputtsparen".
Ist mit Sicherheit der falsche Weg. Auch wenn sich Aktionäre darüber freuen.

Hausgemachter Wahnsinn

Da gibt es so viele Probleme.
Angefangen bei der dauerhaften Erreichbarkeit, mit geforderter, grenzenloser Flexibilität. Völliger Unsinn. Nicht Jeder muß immer überall hinkommen können. Das ging früher auch nicht, und trotzdem hat das Leben funktioniert. Dazu dann völlig verkrustete Arbeitssysteme, mit völlig unflexiblen Arbeitszeiten. Alle fangen zwischen 7 und 8 Uhr morgens an und hören zwischen 16 und 18 Uhr auf, zu arbeiten. Bedeutet, wir nutzen unsere Infrastruktur nur 3 bis 4 Stunden, dann aber exzessiv. Dazu kommt inkompetentes stadtmanagement. Die Menschen werden aufs Land getrieben, die Firmen sind in der überfüllten Stadt. In BW sind viele Betriebe in vielen Kleinen Orten. Das könnte überall so sein. Und neue Großbetriebe baut man dorthin, wo noch nichts ist. Diese Batteriefabrik hätte ebensogut im strukturschwachen Osten sein können.
Zum Schluß kommen wir zu völlig ungezügelten Freizeitverhalten. Immer Malle mit Billligstflieger, Skiurlaub mit SUV, geht halt nicht.

Wenn angemeldete Schulkassen am Hbf stehen bleiben

Bei diversen Klassenfahrten, die meine Kinder schon vollzogen haben, sind schon so manche Schüler am Bahnsteig stehen geblieben, weil sie nicht in den Zug passten, obwohl die Klasse angemeldet war.
Fahrradreisende konnten ihre angemeldeten Fahrräder nicht mitnehmen, weil auf den Fahrradstellplätzen die Koffer anderer standen ( aus Platzmangel).
Kindergruppen wurden in unterschiedliche Wagons zerrissen, was für Grundschüler traumatisch sein kann, wenn sie ihre Lehrer nicht mehr im Blick haben und sich von Daheim weit weg bewegen.

Die Bahn kann nicht nur den unangemeldeten Personen keinen Fahrdienst garantieren, sondern nicht einmal den angemeldeten Gruppen und Reisenden.

Bei der Bahn herrscht so etwas wie Anarchie und der Kampf der Stärkeren und Schnellen.
Für Behinderte gibt es nicht immer die angemeldeten Rampen.
Wie oft muss man ansehen, dass irgendwelche Passanten Behinderten sehr wackelig aus den Zügen helfen, sodass man den Sturz schon fast kommen sieht.

Katastrophe! Peinlich!

noch schlimmer als Bahn....

Noch schlimmer ist es, wenn man es mit dem Rad probiert. Die Straßen für die Autos sind immer direkte, optimierte Verbindungen. Wenn man das gleiche Ziel mit dem Rad erreichen will, muss man z. T. extreme, verwinkelte Umwege fahren, durch sandige Waldwege, auf lebensgefährlichen Landstraßen. So braucht man nochmal doppelt so lang...

Privatanbieter stellen wegen Personalmangel ein

Die Bahn fährt immer gilt schon lange nicht mehr.
Private Anbieter stellen bei Widrigkeiten den Verkehr ein z.B. Personalmangel wegen Krankensstand oder schlechtem Wetter (ist ja heutzutage immer Wetterkathastrophe). Auf dem Land gibt es teilweise nur die Möglichkeit auf Induvidialverkehr.

Wie soll das im ländlichen Raum gehen?

Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit von Änderungen im Verkehr, stellt sich jedoch die Frage, wie das im ländlichen Raum umgesetzt werden soll. In Ballungszentren kein Thema. Aber auch dort kommt der ÖPNV zu Spitzenzeiten an seine Grenzen.

Wasser predigen Wein trinken.

Die Grünen predigen uns, nehmt die Bahn nicht den Flieger. Ob in Berlin (Bundestag) oder in Frankfurt (Touristen) Mitglieder oder nur Wähler der Grünen fliegen am häufigsten. Für den Beitrag 8:47 von Kommerz möchte ich mich bedanken.

Und jetzt ?

Da frage ich mich, was diese Meldung soll. Das sind doch alles Binsenweisheiten. Seit Jahrzehnten höre ich "Mehr Güter von der Straße auf die Schiene", aber ebenso lang vermisse ich einen langfristigen Plan, der dieses Ziel verfolgt.
Es sollen mehr Leute von Auto bzw. Flugzeug auf die Bahn umsteigen, aber sobald der erste zusätzliche Zug angekündigt wird meldet sich eine Bürgerinitiative wegen des zusätzlichen Lärms - auch alles nicht neu.
"Im Schnitt sind Busse und Bahnen im ÖPNV nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur zu 22 Prozent ausgelastet" - was heißt im Schnitt ? Das ist etwa so sinnvoll wie die Aussage, daß es im Schnitt in 24 h nicht ganz hell ist. Zum Glück wird die Verteilung der Auslastung über den Tag noch erwähnt.
Vielleicht sollten wir unsere Bahnplanung nach China, Japan oder der Schweiz vergeben; dann klappt das.

Fachkräftemangel

Mir war gar nicht bewusst, wie schwer es für die Bahn ist, Stellen zu besetzen. Gibt es denn nicht gleichzeitig immer noch Arbeitslose in Deutschland? Kann man die nicht zu einem Wechsel zur Bahn bewegen? Wenn sonst nichts hilft, mit sanftem Druck oder der Drohung mit einer Kürzung der Hartz-IV Bezüge?

Die beste Bus und Bahnverbindung hatte ich in München...

Im Ruhrgebiet ist es dagegen eine Katastrophe und zudem zu teuer...

Die Öffentlichen Verkehrsmittel sind einfach nicht alltagstauglich und nicht Zeitgemäß...

Hatte einen Weg zur Arbeit mit dem Bus erledigen wollen, doch dann habe ich mir ein Auto angeschafft,Weil sich die Anfahrt-zeit von einer Stunde und mehr sich auf ca. 15 Minuten verkürzte...

Die Idee wäre Bus und Bahn kostenfrei anzubieten, was durch PKW/LKW usw gegen finanziert werden könnte. Quasi eine Belohnung für Läute welche die öffentlichen benutzen...

Ich fahre mittlerweile nur noch Fahrrad...

Man muss halt bei sich selbst anfangen...

Ein Blick nach Japan täte gut, doch leider...

Sind die Züge dort oft überfüllt, funktioniert aber hervorragend...

Inkonsequent

Ich fahre mit meinen 42 Jahren mein Leben lang mit dem Rad. Früher war es aus finanziellen Gründen, heute aus Prinzip. Ich spare Geld, schone die Umwelt, bleibe fit. Ich musste Arbeitgeber und Wohnungsuche entsprechend Auswahl in Bezug auf Entfernung treffen. Aber das eigentlich verwunderliche ist dass entgegen der deutlichen Vorteile dieses alternativen Fortbewegungsmittels meine Mitmenschen hierfür keinerlei Verständnis haben.
Frauen, Eltern, Kollegen, Freunde, alle liegen mir in den Ohren mir ein Auto anzuschaffen. Die Verkehrsplaner ignorieren die Notwendigkeit für Sicherheit zu sorgen, Autofahrer übersehen mich. Niemand zieht es in Betracht auf das Auto im wesentlichen zu verzichten

Fazit: Wenn ich meine persönlichen Eindrücke auf die Gesellschaft hochrechne, dann sind wir weit entfernt von der Vernunft.

Meine Arbeitsstrecke beträgt

Meine Arbeitsstrecke beträgt genau 28 km und mit dem Auto brauche ich dafür 23 min. Würde ich auf öffentliche Verkehrsmittel setzen, müsste ich mit dem Fahrrad knapp 5 Min zum Bus, mit dem Bus ca. 15 min zum Bahnhof, mit dem Zug knapp 20 Min zum Hauptbahnhof, mit der nächsten Bahn wieder 15 min raus vor die Tore der Stadt und von dort 10 min zu Fuß zur Arbeit. Mit Umsteigezeiten bin ich locker 1,5 Stunden unterwegs, mit der drohenden Gefahr, dass Züge zu spät kommen oder überhaupt nicht fahren. Das steht zeitlich in keinem Verhältnis und preislich auch nicht

Gütertransport und Bürokratie

Die Niederlanden haben ein Internationale Bahnstrecke gebaut. Von Rotterdam bis Deutschland hinein.
Das war ein Milardenschweres Bahntrajekt, ( Betuwelinie ) wo über 2 extra Schienen der Güterverkehr nach Deutschland abgefertigt werden sollte. Aber bei uns, an der Niederländisch-Deutsche Grenze stoppt das Project. Wieso? Der Grund ist das das Land NRW die weiterführende strecke nicht fertigstellt. Das wieder wird bestimmt vom Prozes des Landenteinigung und umweltbestimmungen. Grade mit dieser trockne Sommer könnte es sein das der Rhein wieder unbefahrbar ist, und was ist dan. Deutschland hat eine überdrüssige Bürokratie, den neue Entwicklungen zu teuer machen, und nicht von Weitsicht zeigen.

Warum geben wir so wenig Geld aus

Warum gibt Deutschland pro Kopf der Bevölkerung nur ein Drittel so viel Geld für das Schienennetz aus wie Österreich? Sparen wir am falschen Ende? Müssten wir die Mineralölsteuer noch etwas erhöhen?

Die Bahn fristete bisher ein Schattendasein

mit dem ausgedünnten SchienenNetz vergangener Zeiten und sollte durch die geplante Privatisierung schon längst 'abgewickelt' sein . Für die angesagte Mobilitätswende braucht es auch auf den Bedarf ausgerichtete Konzepte, die nicht nur für Randgruppen gedacht sind. Das gilt auch für den Güterverkehr.

@Nuernberger

„Die Spritkosten bewegen sich […] bei ca. 1.300 € im Jahr. Ein Jahresabo der Nürnberger Verkehrsbetriebe […] macht 1.796,40 € im Jahr.“

Und dein Auto selbst hat wohl kein Geld gekostet und muss nie zum TÜV und in die Werkstatt?

Einer der größten Denkfehler ist, nur die Benzinkosten mit den ÖPNV-Kosten zu vergleichen.

„Das Auto wird auch für Wochenende oder Urlaube benötigt, abschaffen und damit verbundene Ersparnisse sind also nicht möglich.“

Warum wird das Auto benötigt? Das wage ich stark zu bezweifeln; vielmehr ist es wahrscheinlich eine Bequemlichkeit, auf die zu verzichten du bloß nicht bereit bist. Gerade Urlaub kann man perfekt ohne Auto machen – da sollte man ja eigentlich genügend Zeit für alles haben. Und für gelegentliche Wochenendausflüge kann man z. B. auf Car Sharing oder Mietwagen zurückgreifen.

Das Auto ist oftmals nur ein riesen Klotz am Bein, welches abzuschaffen die Leute aber einfach nur zu bequem sind, weil sie sich so daran gewöhnt habe

Alternative Bahn

Die Bahn ist sicher eine Alternative - dazu muss die Politik aber ihre Rolle als Eigentümer der DB ernst nehmen und die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Das Management der DB wird den Wechsel heute nicht schaffen, weil es gar nicht ihr Auftrag ist.
Funktionierender Bahnverkehr ist mehr als kostenloses WLAN in allen Zügen; dazu müssen auch alle Berufsbilder dort wieder positiv besetzt werden. Leider sind die Mitarbeiter im Betrieb heute ein Fußabtreter der Gesellschaft.

Umkehrung ist das Zauberwort

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Arbeit muß wieder zu den Menschen kommen, und nicht die Menschen zu der Arbeit. Mein Vater konnte früher locker mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, was auch daran lag, das wir eine Werkswohung hatten. Führt Menschen und Arbeit endlich wieder zusammen, und zeigt soziale Verantwortung, anstatt den Jobtourismus auch noch zu fördern.

Ein erster Schritt um die

Ein erster Schritt um die Flexibilität gerade in ländlichen Gegenden zu verbessern, wäre endlich Uber und andere Alternativen zu Bus, Bahn und Taxi zu zulassen. Aber steht sich Deutschland mit seiner durch Lobbyismus geprägten Politik mal wieder selbst im Weg.

positive Beispiele

Ich nutze jeden Tag die öffentlichen Verkehrsmittel, in der Stadt ist das auch möglich. Auch der arbeitsweg von ca. 70 Kilometer ist dank s Bahn sehr gut möglich. Da auch viel für die Strecke getan wird. Die Kosten sind auch niedriger als beim Auto ( Sprit und Steuern) Vielleicht sind das die Vorteile wenn man in einer großen Stadt lebt ( dafür frisst einen die Miete auf). Vielleicht sollte die Bahn nicht mehr auf Prestige setzen ( Ice, Stuttgart), den Gewinn außen vor lassen und die Beförderung als oberstes Ziel setzen, besonders in ländlichen Regionen. Vielleicht bekommen die "Dörfler " dann auch mal die Vorteile der " Städter " und können das auto auch mal beruhigt stehen lassen. Es wäre wünschenswert. Das der Nahverkehr klappen kann sehe ich jeden Tag, zumindest in der Stadt.

Realistisch rechnen !

Ich widerspreche Ihnen ja ungern, doch bei den Kosten fürs Auto müssen Sie zu den Kraftstoffkosten zumindest die fahrstreckenabhängigen Kosten wie Reifen, Kundendienste und Ersatzteile addieren. Bei meinem Fahrzeug (kompakt, Benzinmotor, 1400 kg Leergewicht) kostet der Kraftstoff 11 Cent/km, dazu kommen fahrstreckenabhängige Kosten von 11,3 Cent/km, alles Gesamtwerte von 4 Jahren, entsprechend 30000 km.

09:30, pro Rus - contra Put

>>Fachkräftemangel
Mir war gar nicht bewusst, wie schwer es für die Bahn ist, Stellen zu besetzen. Gibt es denn nicht gleichzeitig immer noch Arbeitslose in Deutschland? Kann man die nicht zu einem Wechsel zur Bahn bewegen? Wenn sonst nichts hilft, mit sanftem Druck oder der Drohung mit einer Kürzung der Hartz-IV Bezüge?<<

Nicht jeder Mensch ist für jeden Job geeignet.

Eigentlich eine Binsenweisheit.

Problem Nr.1

Es hat sich ab 1945 bei uns leider immer mehr eingebürgert, Fachwissen ist in der Spitze der Politik der Bahn der Bundeswehr u.s.w. nicht nötig, du musst nur das richtige Parteibuch haben, dann holst du dir hoch bezahlte Berater von draußen (die für nichts haften müssen) und dann wird das Ding vor die Wand gefahren.

Es spricht nichts dagegen, wenn Ska Keller und

die restlichen Grünen Abgeorneten mit dem Zug oder dem Elektro Auto nach Brüssel oder Straßburg fahren.

Die Politik ist gefragt!

Zuletzt war die B1 in Richtung Potsdam/Berlin gesperrt, so dass viele Autofahrer auf den Regionalexpress umstiegen. Die Folge waren - trotz der Sommerferien! - überfüllte Züge zu den Stoßzeiten.

Der Einsatz von mehr Zügen scheitert widersinnigerweise am Straßenverkehr: Einige wichtige Straßen führen über Bahnübergänge, die dann noch häufiger geschlossen wären. Mit Über- bzw. Unterführungen ließe sich dieser Konflikt lösen, wobei das in meinen Augen ein falsches Zeichen wäre.

Am besten wäre ein politischer Fokus auf den ÖPNV. Es müssen nicht nur die Kapazitäten bereitgestellt werden, sondern auch die Ticketpreise gesenkt oder ganz abgeschafft werden.

Ob das im Land der Autofahrer je passieren wird, ist jedoch mehr als fraglich. Schließlich träumt so mancher Politiker noch immer vom selbstfahrenden Auto bzw. LKW statt sich den Transport zurück auf die Schiene zu wünschen.

Wie so viele andere gute Ideen

der neuen Umweltaktivisten:
In der Theorie gut, aber ohne jegliche Ahnung von der Realität und den Sachzwängen der Logistik und Betriebswirtschaft.

Nachdem die Bahn durch Herrn Mehdorn und Konsorten beinahe ruiniert wurde, wird es noch viele Jahre dauern, bis die Bahn personell und materiell wieder so ausgestatten sein wird, um die Träume des autofreien Verkehrs realisieren zu können.

Die Bahn wäre für mich ja okay...

... wenn sie pünktlich, weniger lahm und nicht so voll wäre! Nach mehrjährigem Pendeln mit der Bahn habe ich jetzt die Schnauze voll und mache auf meine alten Tage (Ü55) den Führerschein. Mit dem Auto bräuchte ich die Hälfte der Zeit und hätte nicht ständig die Zeit im Nacken, weil ich mich nach Fahrplänen richten muss! Meine Freizeit ist mir sehr kostbar, ich möchte sie nicht mehr auf Bahnsteigen und in dreckigen, unpünktlichen, vollgestopften Zügen vertrödeln.

@ Kommerz - grundsätzlich anderer Lebensstil

Ihre Meinung teile ich insofern, als dass wir derzeit ressourcenmäßig deutlich über unsere Verhältnisse leben und sich das in jedem Falle ändern muss.

In Zeiten der digital gestützten Vermessung unserer Welt, in der jeder Prozess beleuchtet werden kann / wird, kann man trotzdem die aktuellen Schwachstellen im ÖPNV beheben.
Wenn bekannt ist, dass Busse und Bahnen zu "Pendlerzeiten" überfüllt und ansonsten leer sind, verstehe ich einfach nicht, warum man bspw. keine flexiblen Fahrpläne aufstellt. Wenn man für hunderte Euro ein Ticket kauft von Hamburg nach München und dann keinen Sitzplatz hat ist das nicht mehr nachvollziehbar. Andere Länder haben ausschließlich Sitzplatzkarten für Fernverkehrszüge.

und innerdeutsche Flüge: Wie viele davon entfallen auf die Regierung, die sich immer noch zwei Hauptstädte gönnt.

Wegen Störung im Betriebsablauf

Hört man immer wieder , doch was steckt dahinter ?

Fehlende Lokführer,Gleis/Signal Fachkräfte
welche die Störungen nicht abarbeiten können, fehlende Fahrdienstleiter,
fehlende Zuginstandhalter.

Schöne neue Welt mit dem Fachkräftemangel
und denen welche nicht rund um die Uhr im Öffentlichen Hungerlohn Dienst
arbeiten möchten.

@ 09:30 von pro Rus - contra Put

"Fachkräftemangel
Mir war gar nicht bewusst, wie schwer es für die Bahn ist, Stellen zu besetzen."
.
Nicht?
Kennen Sie die Gehaltsstrukturen?
Ein ausgebildeter Schlosser geht da so mit 2.000€ Brutto nach Hause (Verheiratet, Kinder....). 35 Stunden-Woche.
Deswegen wird da nur rumgeeiert.
Material? Nicht da!
Fährt nicht? Egal!
Wartung? Keie Zeit!
Ich kenne dort Menschen, die putzen nebenbei am Wochenende mit ihrer Frau Treppenhäuser.

Theoretisch...

...könnte ich auch mit dem ÖPNV zur Arbeit pendeln. Wäre dank vergünstigtem Ticket sogar billiger. Trotzdem fahre ich jeden Tag mit dem Auto. Die höhere Zuverlässigkeit und die Tatsache, jeden Tag dadurch mindestens 1 1/2 Stunden mehr Freizeit zu haben sowie die Möglichkeit, auf dem Heimweg z. B. noch einkaufen zu können, ist es mir wert!

Keine Kapazitäten, Anlieger gegen Ausbaui

Habe selber die Erfahrung gemacht, dass bei gutem Wetter schon der ÖPNV überlastet ist - durch die übers ganze Jahr zahlenden Pendler.

Gibt es schlechtes Wetter und nur wenige PKW-Pendler steigen auf ÖPNV um, geht das nicht - weil überlastet.

Neue Eisenbahnstrecken lassen sich aber auch nur schlecht bauen bzw. alte erweitern, weil die Anlieger (natürlich) auch ihre Interessen haben. Diese wollen auch keinen großen Lärm, in der Nacht durchschlafen, keinen massiven Wertverlust ihrer Häuser erleiden.

Eine neue Bahnstrecke zu planen und fertigzustellen (wenn das überhaupt geht) dauert in Deutschland 20-30 Jahre, habe ich gelesen - etwa die Anbindung an die Tunnel in Österreich nach Italien.

Ist also eine Generationenaufgabe, nur nicht nur einer Generation. Die meisten von uns erleben das nicht mehr.

Wie schön wäre ein voller Zug..

...in jenen Gegenden, die schon lange vom öffentlichen Nahverkehr getrennt wurden. Von der Eisenbahn kann man dort nur träumen, wozu man allerdings viel Zeit hat, während man Stunden auf einen Bus wartet. (Außer am Wochenende.)
Diese ganze Diskussion über den Umstieg vom Auto auf die Bahn ist in weiten Teilen des Landes einfach nur lächerlich. Zudem ist es eine Diskussion, die weitgehend aus der Sicht von wehleidigen Stadtbewohnern geführt wird.

Sinnlose Diskussion!

Oft heißt es, dass nationale Lösungen nichts bringen. Beim Klima soll das aber nun anders sein.
Es ist für das Weltklima nicht entscheidend, ob wir in Deutschland mit dem Auto oder der Bahn zur Arbeit fahren.
Da retten wir besser mit viel Geld den Regenwald, der weiter abgeholzt wird, bzw. hindern die Chinesen Kohlekraftwerke zu bauen, bzw. den Strom aus der Kohle für ihre Elektromobilität zu nutzen. Eine radikale Geburtenregelung (max. 2 Kinder überall) dürfte Anbauflächen verringern, so dass zusätzlich aufgeforstet werden könnte.
Und wenn wir schon in Deutschland sind, so wird nicht konsequent zu Ende gedacht. Schon heute sind Kraftstoffe für den Privatkunden zu ca. 50 Prozent besteuert und trotzdem fahre ich jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit (wie auch andere). Mag der Gesetzgeber Home-Office verpflichtend einführen, für allerlei Verwaltungsjobs kein Problem. Dann müssen viele schon gar nicht mehr fahren; auch nicht mit der Bahn.
Die Bahn ist Monopolist u. daher teurer. Wettbewerb?

Streckenausbau sofort!

Mein Wohnort liegt im Ruhrgebiet. Zur Arbeit fahre aus der Ecke Do/Bo/Witten in Richtung Hagen. Für ca 18 km bin ich mit dem Auto ca 30 Minuten unterwegs. Über die Autobahn wäre der Weg um ca 10 km länger und die Fahrzeit würde ca 45 Minuten betragen.
Wenn ich diese Strecke mit dem ÖPNV zurücklegen müsste, wäre ich mit der Bahn u/o Bus ca 2,5(!) Stunden unterwegs, wenn ich Frühschicht habe, sogar fast 3(!) Stunden.
Bei Spätschicht um 22 Uhr nach Hause ebenfalls fast 3 Stunden.
Und das mitten im Ruhrgebiet!
Eigentlich müsste der ÖPNV kostenlos sein. Aber selbst das würde mir kaum nützlich sein.
Von der Eintreibung von ca 125 Milliarden Euro, die uns lt NTV allein in 2018 von unseren sogenannten Leistungsträgern gestohlen wurden, könnte auch der ÖPNV profitieren. Und damit das Klima und die Umwelt!

Schiene statt Flugzeug

Es ist ohne Zweifel nicht nur sinnvoll, sondern zwingend notwendig die Leute weg von Auto und Flugzeug und in die Züge zu bekommen.
Man sagt seitens der Politik auch, dass das gewollt sei, handelt aber nicht so.
Ich fahre diesen Sommer mit meiner Freundin mit dem Zug nach Slowenien. Dauert um ein Vielfaches länger und ist dazu nichtmal günstiger. Wenn man Pech hat, zahlt man mit dem Zug sogar mehr.
Vor allem im Nahverkehr sind die Preise der Bahn ein Witz. Es ist fast immer günstiger, ein Auto zu nehmen. Und da sind die katastrophale Kundenbetreuung und die Unzuverlässigkeit der Bahn nicht hat nicht bedacht.
Bedenkt man das ungesunde Verhältnis unserer Regierung zur Automobilindustrie, kann man sich auch denken, woran das liegen könnte.

09:51, Oldtimer

>>Problem Nr.1
Es hat sich ab 1945 bei uns leider immer mehr eingebürgert, Fachwissen ist in der Spitze der Politik der Bahn der Bundeswehr u.s.w. nicht nötig, du musst nur das richtige Parteibuch haben, dann holst du dir hoch bezahlte Berater von draußen (die für nichts haften müssen) und dann wird das Ding vor die Wand gefahren.<<

Vor 45 war das anders?

Sicher, Albert Speer war ein Organisationsgenie, und das richtige Parteibuch hatte man automatisch. Andere gab's ja nicht.

Im Ausland

Nur so zum Vergleich. Ein Zugticket in China kostet nur 1/7 des Flugtickets. Eine Fahrt mit der Bahn von Berlin nach Athen dauert in Europa mit dem Zug mehr als 40 Stunden. In China weniger als 9 Stunden.
Alternative zum Flugzeug bedeutet ja auf einer längeren Strecke, innerhalb Deutschlands vielleicht Hamburg - München. Das funktioniert nicht weil die Bahn zu teuer und zu langsam ist. In China wäre es idiotisch von Beijing nach Shanghai zu fliegen. Wäre zu teuer und würde mit Einchecken länger dauern. Also fährt man Zug.
Innerhalb von 10 Jahren hat man in China das größte Eisenbahnnetz der Welt gebaut. Die Schnellstrecken sind 500 x mehr km als in den USA. In den USA beträgt die Durschnittsgeschwindigkeit 65 mpH, in China 200 mpH. Der Grund: In den USA hat die Autoindustrie zu viel Einfluß, genauso wie bei uns. Deshalb wurde in Deutschland alles kaputt gespart zu Gunsten des Autos. Jetzt bricht das System zusammen und man schaut doof aus der Wäsche. Selber Schuld.

Statt Auto und Flugzeug:Wo ein Wille ist,ist nicht immer....

Wie sieht denn die Realität aus ? Millionen müssen jeden Morgen aus ländlichen Gebieten in die Städte pendeln.Da gibt es in manchen Fällen gar keine Verbindungen mehr,da seit 1991 mehrere tausend Kilometer Gleise stillgelegt worden sind.Nur Hochgeschwindigkeitstrassen wurden ausgebaut,für Pendler aus kleinen Orten ungeeignet.Und wo es RE/RB/S-Bahnen gibt,da heißt es oft:Dieser Zug fällt heute aus oder hat Verspätung.
Eine Verkehrswende erfordert ein weg vom Autolobbyismus.

Die Idee, den ÖPNV jetzt nach

Die Idee, den ÖPNV jetzt nach Bedarf aufzurüsten, also zu Stoßzeiten mehr Wagen einzusetzen, die ich dann in Flautezeiten wieder weglassen kann, hat doch genau zu der jetzigen Misere geführt. Wenn ich um 8:00 irgendo sein muß, das aber mit ÖPNV nicht geht, nehme ich das Auto. Alle anderen machen das auch. Dann wurde der 8:30 Bus komplett wegrationalisiert, weil "kein Bedarf" ist. Ebenso abends, Die jugend will in die Stadt. ÖPNV endet meist um 19:00.
Wer sich mal den Spaß macht, den Heidelberger Herbst zu besuchen, um dann festzustellen, daß ab 23:00 kein einziger Zug mehr richtung Darmstadt/Frankfurt fährt, der nimmt eben das Auto.
Wir brauchen deutlich mehr Angebot an ÖPNV. Wieso geht das in Los Angeles prima? Da kam ich zwei wochen ohne Auto überall hin. Mit Entfernungen, die bei Uns fast schon als Kurzstreckenflug angeboten werden.
Man muß eben den kompletten DB Wasserkopf entlassen und sich Hilfe von ÖBB und SNCF holen. Mit Unseren verblödeten Eierköppen geht da nichts mehr.

Ja, für einen Umstieg braucht

Ja, für einen Umstieg braucht es mindestens einen besseren ÖPNV. Aber sowas kann Deutschland nicht. Selbst als Autoland sind die Straßen hier unter aller Sau und überhaupt für nichts ausgelegt; an jeder Ecke Baustellen, neue Straßen werden zunichte geklagt und gefühlt werden bei jeder Fahrt Stoßdämpfer und Reifen regelrecht zefressen. Fährt man im europäischen Ausland quer durch die Länder über Wochen, sieht man nicht eine Baustelle und die Straßen sind trotz hoher Auslastung in sehr gutem Zustand und es kommt zu keinen Staus. Allein dadurch geht's der Umwelt schon besser.
Deutschland ruht sich auf dem Vorhandenen aus. Totaler Stillstand. Wenn man schon immer EU predigt, sollte man auch mal schauen, was andere Länder besser machen (und WIE vor allem) und nicht immer nur sagen "sowas geht in Deutschland nicht, weil Faktor X ganz anders ist" - wer arbeitet, passt gute Ideen und Fortschritte seinen Bedürfnissen an! Flexibilität ist gefordert, aber seit Jahrzehnten nicht vorhanden.

09:53 von collie4711

nicht nur diese Strecke, sondern auch Bonn-Berlin. Da versteht man/frau auch, die Grüninnen noch weniger, daß die noch nie diesen Unsinn abschaffen wollen

Richtig

Vor Jahren erklärte mir ein Mitarbeiter des ÖPNV, das könne man ja nicht vergleichen. In Asien würden mehr Menschen wohnen, deshalb könnte man dort ja andere Angebote machen.
Falsch. Gerade in einem Gebiet wie München, Köln, Hamburg oder Berlin ist die Anzahl der Berufspendler extrem hoch. Wenn man hier nichts machen kann, wo denn dann?

Gemeinkosten runter, Gewinne hoch!

Das ist ja ein richtiger Gordischer Knoten: immer mehr durch den Staat zu tragende Kosten (Straßen, Brücken, Bahn, Post, Wohnungsbau) werden gekürzt, wobei durch Privatisierung und ständige Preissteigerungen enorme Gewinne entstehen. Folglich fällt Deutschland mangels Zukunftsinvestitionen immer weiter zurück. Ja, wie kann man diesen Gordischen Knoten nur lösen?
.
Wir wissen aus der Geschichte, dass alle daran gescheitert sind, bis endlich Alexander der Große die Lösung fand: einfach mit dem Schwert durchhauen. Es muss noch viel verrotten, bevor bei uns jemand diesen "komplizierten" Knoten, an dem so viele "mitgewirkt" und verdient haben, endlich durchhauen wird. Bis dahin bleibt das unendliche Gepredige und Gejammer.

@erster Realist - Japan

Sehen Sie bitte Japan nicht gar zu optimistisch.

Was die Rennstrecken betrifft, erübrigt sich natürlich jegliche Diskussion. Nur, sind die 100%ig eingezäunt und ausschließlich von Schnellzügen befahren.
Die Maximalgeschwindigkeiten gibt es nur zwischen den Ballungsgebieten, in denen man allerdings auch erst einmal zum Schnellzugbahnhof kommen muss. Schon gar nicht so kleine Städte, wie meinethalben Odawara, sind vom Superexpress gar nicht, stündlich vom schaumgebremsten Hikari oder ansonsten vom schon wieder recht bummeligen Kodama zu erreichen.

Und dann gibt es noch die 90% Kapspurnetz, auf denen die Tokkyus schon einmal nicht bis zum geplanten Endbahnhof fahren, wenn die unterwegs gesammelte Verspätung für eine pünktliche Rückkehr nicht reicht.

Auch die Rücksichtnahme in den Zügen sah vor zehn Jahren schon einmal sehr viel besser aus.

Ja klar, die Sauberkeit ist nach wie vor beeindruckend, das unbekannte Paradies ist die japanische Eisenbahn nicht.

"Wer Bus und Bahn nutzt, muss

"Wer Bus und Bahn nutzt, muss grundsätzlich anders ans Leben rangehen. Von vorn herein nicht so viele und weite Wege zurücklegen, von vorn herein mehr Zeit einplanen, mehr Geduld haben."
Totaler Quatsch. Das mag hier so sein, aber in vielen Gebieten/Ländern ist der ÖPNV schneller als alles andere und benötigt keinerlei Geduld, lediglich Rücksicht auf andere Reisende. Selbst im miserablen Deutschland ist der ÖPNV nicht deutlich langsamer als ein Auto, wenn man nicht gerade im absolut ländlichen Gebiet wohnt oder in einer Stadt, die gar nichts auf die Reihe bekommt.

Die spinnen die Deutschen

Asterix und Obelix sagten immer: Die spinnen die Römer!
Ich habe das Gefühl die meinen die Deutschen.
Wärend wir uns gegenseitig die Schuld am Klimawandel zu schieben und auf Plastiktütchen verzichten sollen, auf das fliegen, auf das Auto, am besten auf warmes Wasser und den Föhn, interessiert das in der restlichen Welt niemanden.
Internationale Unternehmen holzen den Wald in Amerika, Afrika und Russland ab, was macht es da noch für einen Unterschied ob wir auf alles verzichten?
Selbst wenn wir 80 Millionen Deutsche von heute auf morgen aufhören würde zu exsistieren, würde es nichts ändern. Werdet wach ihr lieben Mitbürger, das alles dient nur dem Zweck, dass ihr als Wähler glaubt es werde was getan.
In Wahrheit wird nie auch nur ein einziger Politiker der Industrie eine Energiesparmassnahme, eine CO² Steuer oder eine Umweltstrafe auferlegen. Klar wäre es sinnvoll bei sich selbst anzufangen, keinen Müll in die Umwelt zu schmeissen etc. aber das wäre nur ein winziger Schritt.

Es gibt noch ein anderes Problem

Schön, daß man endlich erkennt, daß der Autofahrer nicht "unbelehrbar" an seinem Auto hängt. Öffentliche Verkehrsmittel sind eine Katastrophe, wenn man auf sie angewiesen ist, um pünktlich zur Arbeit zu kommen.
Es gibt aber noch einen anderen Punkt, warum es vielen schwer fällt, den Wagen stehen zu lassen : In den meisten Wohngebieten gibt es keine Lebensmittelgeschäfte mehr ! Ich selbst habe das Glück, derzeit in der Nähe eines zu wohnen. Jedoch suche ich eine andere Wohnung und abseits der Mietpreisprobleme findet man schwer etwas, wo man ohne Auto seine Lebensmittel kaufen kann. Es wird Zeit, daß der Einzelhandel da auch mal umdenkt und davon weg kommt, daß Lebensmittelgeschäfte auch eine Multimedia-, Garten-, Kleidung- und Spielwarenabteilung braucht ! Durch diesen Mist findet man Lebensmittelgeschäfte meistens nur noch außerhalb der Wohngebiete.
Schon mal versucht seinen Wocheneinkauf per überfüllten Bus nach Hause zu schaffen ? Am besten noch nach einem harten Arbeitstag ?

Die ganze Idee ist billiger

Die ganze Idee ist billiger Ökopopulismus. Laut Bundesumweltamt machen Inlandsflüge gerade mal 0,3% der deutschen CO-Emissionen aus. Autoverkehr dagegen über 20%. Man sollte also am besten bei den Autofahrern anfangen und das da viele ein Problem haben auf die Bahn umzusteigen ist verständlich und gut im Artikel geschildert. Alle meine Erfahrungen mit der Bahn in den letzten 20 Jahren waren negativ und mit sehr viel Stress verbunden. Da zahle ich gerne 10€ mehr für ein Flugticktet und erspare mir das.
Ansonsten hoffe ich das die Bundesregierung und Ministerien mit guten Beispiel voran gehen, bei über 230000 Inlandsflügen gibt es noch viel Luft nach oben auf Bus und Bahn umzusteigen. Vor allem die Grünen die am meisten fliegen...
Wenn die Bahn mal wieder fit ist und ungefähr das Niveau der japanischen Bahn erreicht fahre ich gerne wieder Bahn, solange bleibe ich bei ÖVNP und dem Fahrrad und wenn es in Urlaub oder auf Geschäftsreise geht beim fliegen.

Bahn

Mir hat jemand von der DB erklärt, dass früher die Bahn von Eisenbahnern geführt wurde. Die heutigen Manager hätten überhaupt kein Verständnis für die Abläufe.
Eine Kollegin müsste am Vorabend von zu Hause losfahren, um pünktlich am Arbeistsplatz zu sein.
Ich versuche schon mal einen ICE zu nutzen, aber gerade da sind die Probleme: pünktlich habe ich in den letzten 10 Jahren keinen mehr erlebt. Service gleich null. Wenn ich in Frankfurt ankomme und nach Düsseldorf muss, gibt es eine eigene ICE-Strecke über Köln, wo kein anderer Zug fahren darf und trotzdem Verspätung. Ich bin mir sicher, dass die Herren der oberen Etage unfähig sind, die Probleme zu lösen. Wie hier schon beschrieben, sind Flieger auch verspätet, aber meine Erfahrung als Vielflieger ist, dass man eindeutig besser zurecht kommt. Mit der Bahn sieht es in Frankreich schon deutlich besser aus. Der TGV war bisher immer pünktlich, deutlich billiger und schneller.

Mein ganzes Leben lang: Schiff, Bahn, Bus, Fahrrad, Füße

Ich habe kein Auto, nicht einmal einen Führerschein.
Habe mich früh entschieden, den Kampf auf Leben und Tod auf der Autobahn nicht mitzumachen.
Ich habe in vielen Städten gewohnt, auch auf dem Land.
Wüsste nicht, dass ich je ein Problem hatte.
Jetzt in Hamburg ist es besonders "easy". Neue S-Bahn-Stationen wurden und werden gebaut, längere S-Bahn-Züge gekauft, der Abfahrt-Rhythmus immer kleiner, und die S-Bahn fährt am Wochenende inzwischen die ganze Nacht.
Busse halten abends da, wo du raus willst, und mein Winken, wenn ein Bus an mir vorbeifährt, bringt den Busfahrer stets zum Halten, und ich kann einsteigen.
Die S-Bahn fährt auch in alle Himmelsrichtungen über Hamburg hinaus, und an der Endstation gibt es immer Busse.
Freilich, wenn ich viel Gepäck mithabe, nehme ich zum Bahnhof das Taxi.
Und, ja, die S-Bahn hat auch in Hamburg ständig Verspätung.
In der Wartezeit arbeite ich in der Zeit von Handy und Smartphone mittels letzterer.
Im Zug ebenso. Zeitersparnis im Ggs. zum Auto.

10:16, Ian Summerfield

>> Eine radikale Geburtenregelung (max. 2 Kinder überall) dürfte Anbauflächen verringern, so dass zusätzlich aufgeforstet werden könnte.<<

Das wäre nur unter einem weltumspannenden autoritären Zwangssystem möglich. Und die Regenwaldabholzung schafft Platz für Soja- und Palmölplantagen. Für den Export, in die so genannte erste Welt.

Autoland

Im Autoland wurde die Bahn kontinuierlich verteuert und das gesamte Bahnnetz bemaut. Autos hingegen waren noch nie so günstig wie heute, trotz Umweltkatastrophe.

Wahrscheinlich gezielte Politik!

Einfach anfangen!

Man muss ja nicht mit den schwierigsten Konstellationen anfangen.
Wenn alle Strecken unter 10km mit einem (E-) Bike zurückgelegt werden (größere Transporte und Gehbehinderte jetzt mal ausgenommen) wäre das schon ein großer Schritt.

Zumutbar, gesund und macht auch noch gute Laune. Mit Pedelec muss man danach auch nicht unbedingt Duschen, umziehen evlt. schon.

Ist uns das die Zukunft wert?

Rotstift vs. Meinungsfreiheit

Ich finde die Bahn klasse, man kann sich auf sie verlassen - sie kommt immer zu spät oder gar nicht.

@Umweltschutz2020 und CO2?

"Tatsächlich sind die wirklichen schädlichen Wirkungen Kondensstreifen, Ozon etc, 304 kg.
Die Seite rechnet also Wasserdampf in CO2 um. Logisch das CO2 dann der Klimakiller ist. "

Ja und? Fakt ist, fliegen ist schädlicher als andere Arten der Fortbewegung. Fakt ist auch, dass 1 Tonne CO2 aus dem Triebwerk des Flugzeugs schädlicher ist als eine Tonne CO2 aus anderen Quellen auf dem Boden. Es muss also verrechnet werden, wenn man sich dafür interessiert, wie schädlich eine Emission ist. Und darum geht es ja wohl bei der Übung.

Ausserdem: willst Du nun bei einem Flug X€ für CO2, Y€ für Feinstaub, Z€ für Wasser im Kondensstreifen, alpha € für Ozon, beta € für etc pp, verbuchen? Das dürfte die Sache so kompliziert machen, dass man es auch gleich bleiben lassen kann, weil keiner einen solchen Aufwand treiben will.

Bahn ? Wie denn ..

Damit die Bahn den innerdeutschen Flugverkehr ersetzen kann, wie einige Grüne es fordern, bedarf es bei der Bahn einen gewaltigen Ausbau. Das werden die Grünen (Umweltschützer) aber verhindern. Solange das in Deutschland so ist, wird sich nichts ändern.

es ist modern . . .

. . . ständig an der Bahn rum zu mosern.
Meine Erfahrungen mit der Bahn sind nicht so negativ wie hier immer suggeriert wird.
Wie viel Zeit ein Autofahrer unpünktlich am Ziel ist, wegen Staus wird weniger thematisiert. Wird aber in etwa den gleichen Wert haben.
b.k.

Es liegt nicht an den Bürgern

Ich denke, es liegt nicht allein an den Bürgern, dass sie Bus und Bahn für Arbeitswege zu wenig nutzen.
Vor meiner Haustür habe ich eine Bushaltestelle, von da aus kann man stündlich abfahren. Das Problem ist nur: von der Zielhaltestelle aus, und auch denen davor auf dem Weg liegenden, fährt kein Bus zu meiner Haltestelle zurück.
Ich muss drei Stationen vorher aussteigen, um mich nicht noch weiter von meinem Wohnsitz zu entfernen. Der Fußmarsch, von da nach Hause, dauert länger als die Strecke, die ich vorher mit dem Bus gefahren bin.
Die Busse, die von meiner Haltestelle abfahren, kommen aus der entgegengesetzten Richtung. Von der Zielhaltestelle aus ein Bus nehmen, der meinen Bereich erst weiträumig umfährt, um dann aus eben dieser entgegengesetzten Richtung meine Station anzufahren, würde 1h45 dauern.

Wie sollen Bürger bei solchen Verbindungen pro Bus und contra Auto überzeugt werden?

von pro Rus-contra Put 9.30

Warum fällt Ihnen da nur ein repressives Vorgehen mit Hartz-Kürzungen ein ?
Menschen würden bei der Bahn arbeiten wollen,wären die Bedingungen besser.
Um früher zur Bundesbahn zu gehen,dazu brauchte niemand gezwungen werden.

@ 09:51 von Oldtimer

"Fachwissen ist in der Spitze der Politik der Bahn der Bundeswehr u.s.w. nicht nötig....."
.
Ganz genau!
Haben Sie zufällig Anfang Oktober Zeit und 1.600€ zu viel?
Dann würde ich Ihnen das Railwayforum der DB in Berlin empfehlen! Kluge Ideen (ja was läuft denn da falsch?) bis zum geht nicht mehr (mit Gala-Dinner!)! Industrie 4.0, Digitalisierung, 3D-Druck, Chain-Supply, .......
Aber das ein Zug nicht fährt, weil da eine Schraube fehlt oder die Klimaanlage nicht gewartet wurde, da kommt keiner drauf......

10:06 von NeutraleWelt

Ein ausgebildeter Schlosser geht da so mit 2.000€ Brutto nach Hause (Verheiratet, Kinder....). 35 Stunden-Woche.
Deswegen wird da nur rumgeeiert.
##
NeutraleWelt. Woher holen Sie nur Ihre Informationen?
Im Bundes-Rahmentarifvertrag für das Zugpersonal der Schienenbahnen des Personen- und Güterverkehrs der Bundesrepublik Deutschland sind die Gehälter eines Großteils der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bei der Deutschen Bahn geregelt. Abhängig sind die folgenden Brutto-Jahresgehälter von Berufserfahrung, Entgeltgruppe und Tarifstufe.
https://www.gehaltsvergleich.com/news/Was-verdient-man-bei-der-Deutschen...

...wie so oft eine Luftnummer

Neulich von Passau nach Hamburg - mit dem Auto über unsere total überlasteten und maroden Autobahnen - unzumutbar. Mit dem Zug bei den ständigen Verspätungen, dem schlechten Service und den völlig überzogenen Preisen - nicht akzeptabel. Also ab zum Flughafen München, in den Flieger, und nach etwas mehr als einer Stunde Flug steigt man am Zielort aus, das ist alternativlos!
Unsere ach so wichtigen Schwatzbasen in den Parlamenten kennen die Probleme nicht, der Flieger ist für diese Leute immer verfügbar und wird auch genutzt. Macht doch bitte erst einmal Eure Hausaufgaben, bevor Ihr über Dinge redet, von denen Ihr nichts versteht!

Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel

Ich fahre seit 40 Jahren überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die ersten 12 Jahre meines Berufslebens
war ich am Wochenende von Norddeutschland nach Hessen unterwegs, um meine damalige Freundin, jetzige Frau zu besuchen. Heute pendele ich täglich mit dem Zug in das Ballungsgebiet. Ich wohne in einem Gemeinde mit 3500 Einwohnern, also nicht in einer Großstadt allerdings einer regelmäßigen Bahnverbindung.
Meine anfallenden Kosten berechne ich nicht nach dem "Milchmädchenprinzip" , indem ich Bahnkosten und Spritkosten vergleiche, sondern ich berechne auch die Kapitalkosten und die Abnutzung meines Autos. Zudem be-zahlt mir mein Arbeitgeber ein Job-Ticket. Die Fahrten an meinen Arbeitsplatz mit einem gut ausgelasteten und überwiegend pünktlichen Regionalzug nutze ich zur intensiven Lektüre von Zeitschriften , auch zum Thema Klimawandel. Zu meinem letzten Urlaub am Bodensee bin ich mit Frau und erwachsenen Kindern mit dem Zug an den Bodensee gereist. Es geht, man muss nur wollen.

@proRus - contra Put Fachkräftemangel

Auch bei Leuten die bereit sind einen Job zu übernehmen sinkt extrem die Bereitschaft im Schichtdienst und am Wochenende zu arbeiten. Bei solchen Aussagen sollte man mal kurz überlegen, ob man solche Arbeitszeiten hinnehmen möchte. Es fehlen ja nicht die Leute in der Verwaltung, es fehlen Lokführer, Stellwerksmitarbeiter, Zubegleitpersonal...

Naja ich glaube

viele vergessen, dass es sich bei den Inlandsflügen um Zubringerflüge handelt. Deshalb wird es sie auch immer geben, da der Luftberkehr International ist und die Welt noch nicht komplett dem Deutschen Klima-Wahn anheim gefallem ist.

Niemand der nach einem 10/12 Stunden Flug aus Los Angeles, Peking oder Rio in Fra landet wird sich noch mal 4 Stunden in einen ICE setzen um nach Berlin zu kommen. Der Steig in Fra einfach in einen kleineren Flieger und ist 50 min. später in Berlin.

Ich finde die ganze Diskussion Flug vs. Bahn wird wieder im nationalen Fokus betrachtet. Die Bahn kann es aktuell nicht leisten weder technisch noch ist sie zeitlich eine Alternative und da aus o. g. Grund die Flieger dennoch Fliegen ist es mir lieber sie sind voll als dann nur noch halb leer. Wie immer gibt es nicht nur ein schwarz oder weis.

Ich vermisse auch kompeltt die Diskussion zum Thema Güterverkehr. Da sieht es bei der Bahn noch verheerender aus....

"Bloß keinen Streß..."

Statistiken und Studien hin oder her ... Ich lebe in einem freien Land und kann mich frei entscheiden, welches Beförderungsmittel für mich von Fall zu Fall am besten geeignet ist. Das kann mal ein Flugzeug sein, mal auch Busse oder Bahnen des ÖPNV (außerhalb der Rush Hour) oder auch mal Fernzüge, wenn ich genügend Zeit habe und entspannter "reisen" möchte. Hauptsächlich aber ist das Verkehrsmittel meiner Wahl das eigene Auto. Dabei plädiere ich, auch aus Kostengründen, für eine bedarfsgerechte Größenklasse gemäß individueller Lebensumstände - soll heißen, wer noch Kinder kutschieren muß oder anderweitig Ladevolumen braucht, der fährt halt einen SUV oder Kombi etc. Später im Rentenalter (wie bei mir) tut es dann auch ein "Kleinwagen aus Zuffenhausen"... Immer getreu meiner Devise "Bloß keinen Streß...".

Also im Meckern sind die

Also im Meckern sind die Deutschen ja bekanntlich sehr gut. Ich habe nichtmal einen Führerschein und komme super klar. Und das war auch so, als ich in einem 500 Seelendorf in Schleswig-Holstein gewohnt habe. Klar erfordert das ganze ein bisschen mehr Planung, aber nun auch nicht so viel, als dass es dieses Meckern hier rechtfertigt. Die meisten Argumente, die hier in den Kommentaren gebracht werden, klingen einfach nach Ausreden. Ein Umstieg auf ÖPNV ist easy, die meisten sind nur zu faul und zu bequem.

@Die spinnen die Deutschen 10:31 von Stefan P.

Ich denke, das kann man nicht auf Römer oder Deutsche beschränken.
Ich 'zitiere' mal den grossen Bunuel:
Das ist ganz einfach der 'diskrete Charme der Dekadenz'

Wir müssen wirklich mal (alle) unsere noch vorhandene Klugheit zusammennehmen,
um zu testen, wie wir mit tragbaren Einschränkungen
unsere Existenz sichern können.

Und da ist Flug oder Bahn noch ein Miniproblem.

@Stefan P. - billige Ausreden

10:31 von Stefan P.:
"Internationale Unternehmen holzen den Wald in Amerika, Afrika und Russland ab, was macht es da noch für einen Unterschied ob wir auf alles verzichten?"

Die Produkte solcher Unternehmen landen zu einem großen Teil in der westlichen Welt. Insofern ist es der beste Ansatz, dass wir unseren Konsum einschränken.

Wer unwillig ist, seinen Beitrag zu leisten, der wird natürlich auf zehn Chinesen zeigen, die zusammen mehr Dreck machen als er allein. Oder er erwartet, dass "die anderen" den ersten Schritt machen.

@Superschlau 10:26

Los Angeles ist was den Verkehr angeht eine Vollkatastrophe. Ich habe lange Zeit dort gewohnt. Los Angeles ist das mit Abstand schlechteste Beispiel was sowas angeht.
Ein sehr gutes Beispiel wo der ÖPNV super gut funktioniert ist die Schweiz. Die Schweiz kann man problemlos ohne Auto und nur mit der Bahn bereisen. Zudem schafft es die Schweiz immer pünktlich zu sein. In Deutschland müssen die kompletten Schienen restauriert und repariert werden und es muss mehr Züge geben. Wer nun die Züge fährt (ob Flixtrain oder die Bahn) ist nebensächlich. Wichtig ist, dass das Bahnnetz ausgebaut und stark verbessert wird und dass die Tickets günstiger werden. Die Preise sind einfach für viele zu hoch.

@ 10:42 von Teodora

Schon aus Sicherheitsgründen würde ich nicht auf's Fahrrad umsteigen.

Wenn die Regierenden es vielleicht irgendwann mal schaffen, für eine für Fahrradfahrer sichere Infrastruktur zu sorgen, dann würde ich mir dies noch mal überlegen.

Nicht "vergessen"

TS: Wer fliegt, pustet sogar 201 Gramm Treibhausgase pro Kilometer in die Luft.

Ja.
Schlimm genug.

Man sollte aber bei der Argumentation nicht "vergessen", dass Fluglärm auch eine erhebliche Belastung und u.U. Gesundheitsschädigung der Menschen mit sich bringt, die im Umkreis von Flughäfen wohnen.

@08:51 Zuschauer49

Auch wenn es hier mittlerweile beliebt ist, die üblichen Oberklassewagen- und SUV-Vorurteile wahlweise gegen Friday-for-future-Engagierte oder die Grünen zu posten: Sie sind verleumderisch und demagogisch und in ihrer Zielsetzung durchschaubar, nämlich tatsächlich die ökologisch notwendige Umsteuerung auf äußerst unfaire Art obsolet zu machen.
Und das, was Sie dann wortreich beschreiben an dringend zu verbessender Infrastruktur im Bahn- und öffentlichen Nahverkehr, finden Sie politisch: bei den Grünen.

Die Bahn wird kaputtgespart. Mega-Investition jetzt nötig!

Wer den Klimawandel begrenzen will, muss handeln. Massiv.

Eine völliger Systemwandel ist nötig.

Etat für Autobahnen und Straßen einstampfen! Etat für Schiene und Bahn extrem aufpumpen!

Das muss kommen. Nicht in 2-3 Jahren. Jetzt!

Die Bahn wurde doch kaputt gespart, was anderes können auch die

Die Bahn wurde doch kaputt gespart, was anderes können auch die teuren Berater nicht, das es hauptsächlich um Gewinn-Maximierung geht, das Problem wurde erkannt und nun wird aber teuer nachgebessert, was natürlich nicht heute auf morgen geht...

Der Zeitverlust durch die Nutzung der Bahn/Bus ist eines der größten Hemmnisse/Nachteile und dann keinen Sitzplatz "wärmend der ganzen Fahrt" zu bekommen, für ältere Menschen ein unzumutbarer Zustand, von den Preisen erst gar nicht zu reden...

Die Bahn muss einfach spürbar attraktiver werden, um als Alternative zu gelten...

RE @ 11:00 von davidw.

"NeutraleWelt. Woher holen Sie nur Ihre Informationen?"
.
Ja woher hole ich die nur.........
Vermutlich weil ich da mal gearbeitet habe?
Und Sie?

Nicht wieder erst entscheiden...

und dann über die Konsequenzen nachdenken. Diesen völligen Unfug hat man z.B. bei der Einführung der Ruhezeiten für LKW-Fahrer praktiziert, als man die Fahrer zur Pause gezwungen, aber keine Parkflächen für die LKW's geschaffen hat. Hier wäre es - alle Inlandsreisenden auf die Bahn verlagern u. sich dann über das zwangsläufig entstehende Chaos in den Bahnhöfen wundern. Die Bahn ist jetzt schon hoffnungslos überfordert u. keine wirkliche Alternative zu den Flügen. Die machen ohnehin nur einen ganz geringen Anteil an der deutschen CO2-Bilanz aus u. es ist mit Sachverstand nicht nachvollziehbar, wie man so eine spürbare Verbesserung erzielen will. Solange die Bahn diesen Stellenwert hat u. diese extreme Unpünktlichkeit beibehält, ist sie definitiv keine realistische Alternative. Wer einmal in Japan mit der Bahn unterwegs war, der erkennt, dass wir hier in der Steinzeit leben. Wenn ich dann noch sehe, wie günstig Bahnfahren z.B. in Belgien ist, verliere ich jedes Verständnis für die DB.

@Faridah - ÖPNV im Stadtgebiet und Ruftaxis auf dem Land

10:34 von Faridah:
"Öffentliche Verkehrsmittel sind eine Katastrophe, wenn man auf sie angewiesen ist, um pünktlich zur Arbeit zu kommen."

Wenn meine Kollegen zu spät kommen, dann standen sie meist im Stau. Ausfälle von Bus, Tram und S-Bahn sind zwar nervig, aber durch die hohe Taktung unkritisch.

Was Sie beschreiben, erinnert mich an die Situation im ländlichen Gebiet. Früher gab's da ja noch die "Tante-Emma-Läden", die aber nicht mit dem Auto konkurrieren konnten. Und nun geht's nicht mehr ohne. Hier wäre es sinnvoll, die unattraktiven Buslinien durch Ruftaxis zu ersetzen.

nicht so schön.

ich habe es versucht. Zwei Personen 2 Koffer. Die Fahrt zum Bahnhof mit ICE Anschluss wurde durch einen Schienenersatzbetrieb unterbrochen. Also mit zwei Koffern in den Bus. Dann wieder in den Zug. Auf dem Bahnhof warnt mich eine Stimme auf mein Gepäck aufzupassen. Dann glücklich im Zug wohin mit dem Gepäck? Irgendwie ist es mir unangenehm, es steht immer im Weg. Es gibt Abstellmöglichkeiten irgendwo weit weg, wo ich das Gepäck nicht mehr im Auge behalten kann, wie mir die Lautsprecherstimme auf dem Bahnhof empfohlen hat. Die Toiletten sind nicht zumutbar, ähnlich wie auch der Speisewagen. Es war richtig entspannend danach wieder mit dem Auto in Urlaub zu fahren.

Am 25. Juli 2019 um 09:02 von Oreg

Als Bahnreisender und Vielflieger sehe ich ein paar Dinge in Ihrem Kommentar, die sich nicht mit meiner Erfahrung decken.

"Die Fluglinien haben massive Probleme mit Verspätungen und Flugausfällen."

Meiner Erfahrung nach sieht es bei der Bahn nicht besser aus als im Flugverkehr. Auf gut 700 Flügen bin ich bisher 3 Mal von Flügausfällen betroffen gewesen und vielleicht 5 Mal von größeren Verspätungen (4 davon alleine bei ein und derselben nichtdeutschen Airline). Zugausfälle und vor allem Verspätungen hatte ich deutlich häufiger, sodass ich mich an deren Anzahl schon gar nicht mehr erinnere.

Schauen Sie sich mal die Verbindungen HAM-FRA oder HAM-MUC an. Dort ist gehen in einer Stunde teilweise 2 Flieger auf die Route.

" Der Sitzkomfort ist wesentlich schlechter."
Im Flugzeug gibt es keinen Stehplatz. Ihr Argument mit der Sitzplatzreservierung im Zug gilt nur bedingt und schon gar nicht im Regionalverkehr im Verkehrsverbund. Verlassen Sie mal Hamburg im Zug am Nachmittag...

@09:02 von Oreg

>> Auch das Autofahren ist in Deutschland aufgrund der vielen Staus und Baustellen wesentlich unzuverlässiger, als es der Artikel darstellt. <<
_
Das mag so sein, aber hinsichtlich Flexibilität und Bequemlichkeit ist das eigene Auto unschlagbar. Man kann unterwegs noch andere Besorgungen erledigen, oder mal im Stau seine Lieblingsmusik hören oder auch telefonieren (natürlich mit Freisprecheinrichtung), ohne fremden (und evtl. verschwitzten) Mitreisenden ungewollt die Ohren voll zu labern... Denn - und bei der aktuellen Wetterlage angenehm - funktioniert im eigenen Auto meist auch die Klimaanlage, oder man lässt sich bei geoffnetem Fenster den Fahrtwind um die Nase wehen...

@Fuchs123 - Es fehlen ja nicht die Leute in der Verwaltung

Und die Leute welche im Schichtdienst sind
können schon gar nicht mehr.

Die Realität kenne ich durch meinen Fahrdienstleiter Nachbarn. Überstunden,gestrichene fehlende Ruhephasen, Mitarbeiter welche ständig aus ihren Urlauben geholt werden.
Die würden gerne in die Lokführer Gewerkschaft eintreten und Deutschland mal komplett lahmlegen.

Verstehe die Stoßrichtung des Artikels nicht

Über fast 30 Jahre wurde die Bahn systematisch kaputt gespart, und heute jammert man, dass die Bahn für eine Verlagerung der Verkehrsströme leider nicht in Frage komme?

In den 1950er Jahren mussten Bahnkunden einen Aufpreis von 10 Pfennig auf jedes Ticket bezahlen. Das Geld floss in den Ausbau der Autobahnen. Man stelle sich das Geschrei mal vor, würde man heute an den Tankstellen einen Aufschlag von einem Euro pro Liter Sprit nehmen, für die Sanierung der Bahn.

Natürlich kann man nicht von ab morgen Millionen Autofahrer und Flugreisende in die Bahn stopfen, denn die kann es sich heute ja auch nicht leisten, mit Millionen leerer Plätze durch die Gegend zu zuckeln. Und hunderttausende der Millionen würden auch nicht einfach wechseln können, selbst wenn sie wollten. Ein solcher Umbau geht immer nur langsam und schrittweise. Wenn wir aber gar nicht erst anfangen, weil wir nicht ad hoc alles auf einmal und völlig ohne Reibungsverluste hinkriegen, haben wir schon verloren.

Unser Lebensstil ist es,

der geändert werden muß:

1.: Es muß gefragt werden, warum wir überhaupt soviel fahren und reisen. Im Gegensatz zu heute, fuhr man und reiste man in den 50er Jahren, in denen ich groß wurde, sehr viel weniger als heute. Und das sehr selten im Auto.
Konsequenz für heute:
Autos abschaffen, weniger fahren oder reisen und den ÖNFV stärken.

2.: Deutschland ist sehr stark bevölkert:
-Norwegen ist so groß wie Deutschland, hat aber, im Gegensatz zu Deutschland nur 5 Millionen Einwohner!!
Verhältnis: 1 :16!
5 Millionen statt 80 Millionen Einwohner würden für Deutschland völlig reichen!
Konsequenz:Verzichtet auf Kinder!

3. die Produktion von überflüssigem Schnickschnack muß unterbunden werden.
Produkte müssen außerdem gezielt auf Langlebigkeit hergestellt werden.

Ob das allerdings mit dem bestehenden Wirtschaftssystem geht, wage ich zu bezweifeln!

Selbsterfahrungen...

Meine letzte Selbsterfahrung als ÖPNV-und Bahnbenutzer liegt zwar schon etliche Jahre zurück, dürfte aber heute aktueller denn je sein... Rückblick: Wegen eines heilungsaufwendigen Wintersportunfalls (lange mit Krücken) musste ich mal ca. 1 Jahr lang aufs Autofahren verzichten, und erwarb eine Jahresnetzkarte für den ÖPNV = Busse + Bahnen sowie eine "Bahncard 50" für Fernstrecken. Resultate: Oft Sitzplatzprobleme, stickige Luft und teils unangenehme "Aromen" bei Sommerhitze, aber auch bei feuchter Witterung, öfter auch mißmutig vergrätzte Mitreisende, 2 heftige grippale Infekte. Letztere habe ich weder vorher, nach danach erlitten (bin nicht anfällig). Konsequenz: Nie wieder öffentliche Massenverkehrsmittel (außer gelegentlich Flugzeug).

Bitte kein Aktionismus

Das die Menschheit gegensteuern muss, ist unbestritten.
Aber bitte erst einmal den Grundstock dazu schaffen. Sofortiger massiver Ausbau des ÖPNV (insbesondere ländlicher Bereich) ist erforderlich, den Zukunftsblick im Individualverkehr nicht nur auf Batterietechnik setzen und den CO2-Emissionshandel ausweiten. Eine direkte CO2-Steuer wird immer, entgegen aller Versprechungen, direkt beim "kleinen Mann" landen. Selbst bei sofortiger Umkehr, wird dies alles aber mindesten eine Dekade dauern und im nationalen Alleingang auch sinnlos sein.
Persönlich: Ich fahre seit 33 Jahren täglich mit dem PKW 2x 50 KM. Dauer 2x 50 Minuten. Mit der Bahn und U-Bahn dauert es 2x 1h 45min incl. 2x 19 KM Anfahrt zum nächsten Bahnhof.
PS: Der Wieder-Ausbau einer rückgebauten Bahnstrecke wird massiv von einer BI torpediert.

10:26 von Superschlau

"Wer sich mal den Spaß macht, den Heidelberger Herbst zu besuchen, um dann festzustellen, daß ab 23:00 kein einziger Zug mehr richtung Darmstadt/Frankfurt fährt, der nimmt eben das Auto."

Oder er nimmt den letzten Zug.

10:37, johnl

>>Die ganze Idee ist billiger Ökopopulismus. Laut Bundesumweltamt machen Inlandsflüge gerade mal 0,3% der deutschen CO-Emissionen aus. Autoverkehr dagegen über 20%. Man sollte also am besten bei den Autofahrern anfangen und das da viele ein Problem haben auf die Bahn umzusteigen ist verständlich und gut im Artikel geschildert. Alle meine Erfahrungen mit der Bahn in den letzten 20 Jahren waren negativ und mit sehr viel Stress verbunden. Da zahle ich gerne 10€ mehr für ein Flugticktet und erspare mir das.<<

Ich bin seit über zwanzig Jahren Inhaber einer Bahncard 100. Vorher bin ich etwa 80-100.000 km Auto gefahren. Ich kann viele, viele Geschichten übers Auto- und übers Bahnfahren erzählen. Schöne und nicht so schöne.

Ich weiß im übrigen nicht, wie Sie hier auf den Begriff "Populismus" kommen. Populisten reiten auf Wellen der Popularität, und populär sind solche Ideen gewiss nicht.

10:40 von fathaland slim

schafft Platz für Soja- und Palmölplantagen
.
keiner wird gezwungen seinen Regenwald abzuholzen
um Soja oder Zuckerrohr anzubauen für die 1. Welt

10:37, johnl

>>Ansonsten hoffe ich das die Bundesregierung und Ministerien mit guten Beispiel voran gehen, bei über 230000 Inlandsflügen gibt es noch viel Luft nach oben auf Bus und Bahn umzusteigen. Vor allem die Grünen die am meisten fliegen...<<

Sie werfen da was durcheinander.

Die Wählerschaft, nicht die Abgeordneten der Grünen fliegen am meisten. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Der durchschnittliche Grünenwähler ist jung, wohlhabend und spricht oft mehrere Sprachen. Solche Menschen fliegen schon aus beruflichen Gründen sehr viel.

Kapitalismus.

Planlosigkeit, Marktwirtschaft, Privatisierungen: Konzepte die offenbar prima funktionieren, um die Infrastruktur komplett zu zerlegen. Dazu die Spekulation mit Wohnraum, die den Lohnabhängigen stundenlange Anfahrten auferlegt: Super Konzepte, die interessanterweise von denen, die am meisten darunter leiden, am vehementesten verteidigt werden.

11:21, Giselbert

>>@ 10:42 von Teodora
Schon aus Sicherheitsgründen würde ich nicht auf's Fahrrad umsteigen.

Wenn die Regierenden es vielleicht irgendwann mal schaffen, für eine für Fahrradfahrer sichere Infrastruktur zu sorgen, dann würde ich mir dies noch mal überlegen.<<

Die Regierenden, die dafür zuständig sind, finden Sie in den Stadt- und Gemeinderäten.

Was hindert Sie eigentlich daran, selbst einer von diesen Regierenden zu werden?

Das geht ganz leicht. Man muss nur mal den Hintern hochkriegen.

Und zu alledem wünscht die FDP:

Privatisieren wir die Bahn!!
Das war bei der Post und privatisierten Teilen der Bahn schon ein Desaster. Alles kaputtgespart.
Würde der ÖPNV über private Anbieter laufen, wären die Ballungsgebiete einigermassen versorgt, weil man dort auch mit den Tickets ganz gut verdient; dem Rest in den ländlichen Gegenden ginge es so wie bei den Versteigerungen der Funkfrequenzen!
Da aber in ganz Deutschland ein Bedarf an ÖPNV besteht, sollte dass Verkehrsministerium sich mal was einfallen lassen, wie auch die maroden Bahnstrecken wieder gewartet werden. Auf den Autobahnen haben wir schon die Staus wegen der ungezählten Baustellen …

Der Transrapid ist besser

Die gute alte Eisenbahn hat ausgedient. 180 Jahre Eisenbahn sind genug.
Ich bin der Meinung, der Transrapid sollte nun endlich gebaut werden. Unbürokratisch und schnell.
Neue Bahnstrecken werden sowieso benötigt um all die vielen Bahnkunden zu transportieren.
Also können wir unsere Bahn gleich ins 21 Jahrhundert holen.
Sein wir mal ehrlich. Die Bahn schleppt tonnenweise Stahl unnötig mit sich herum. Räder, Getriebe, Achsen, Drehgestelle. All diese Komponenten müssen aufwändig gewartet werden. Die Gleisanlage muss ständig gewartet werden. Das kostet viel Geld.
Der Transrapid ist leichter und die Wartungsintervalle wesentlich weiter auseinander. Der Streckenbau ist nicht wesentlich teurer als eine ICE Trasse.
Auf den frei werdenden Gleisen kann dann der Güterverkehr rollen. Weniger LKWs auf den Strassen.
Das TSB-System von Max Bögel wäre eine gute Alternative für Regionalzüge oder als Ersatz für die alte Berliner S-Bahn.
Ich denke, die Zeit für den Transrapid ist nun gekommen.

Kleine Sünden straft der Herr sofort,

große Sünden später.

Die meisten hier (m. E. zurecht) beschriebenen Probleme der Bahn sind eine Spätfolge der Privatisierung mit geplantem Börsengang der Bahn beschlossen durch die vom Deutschen Volk gewählten Abgeordneten.
Trotz vieler Warnungen von richtig guten und bekannten Fachleuten wurden aus finanziellen Erwägungen Personal, Infrastruktur und Technik in großem Maß abgebaut. Das Ganze mit Wissen und Unterstützung der Politik.

Der Steuerzahler muß nun erstmal zig Milliarden nochmal ausgeben, um die Bahn erst mal wieder auf das Niveau der 80ziger Jahre zu bringen. Dazu kommt dann noch einmal mindestens die gleiche Summe, um wirklich die neuen Ziele zu erreichen, von denen z. B. die Grünen reden.

Runtergewitschaftet

Seit der Bahn Reform wurde die Bahn einfach nur runtergewitschaftet.
Strecken wurden stillgelegt, Personal rausgegrauelt oder vorzeitig pensioniert. Der verkauf von Bahngelände und ein Restverkehr auf wenigen Strecken war Medorns Geschäftsmodell um Gewinn zu machen. Das alles zu regenerieren heißt sehr viel Arbeit und wird Jahre dauern. Zumal viele alte Bahnflächen nun bebaut sind.
Ubrigens subventioniert die EU in Osteuropa Diesel Buse damit die Städte dort Oberleitungs Buse und Strassenbahnen stillegen kann obwohl alle Umweltschutz wollen.

Am 25. Juli 2019 um 09:53 von collie4711

" Es spricht nichts dagegen, wenn Ska Keller und

die restlichen Grünen Abgeorneten mit dem Zug oder dem Elektro Auto nach Brüssel oder Straßburg fahren. "

Stimmt, dann lesen Sie mal den Artikel heute in der Welt.
" Die 229.116 Inlandsflüge der Ministerien und Behörden"

Und der Arbeiter soll mit der Bahn fahren ?.

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