Ihre Meinung zu: Interview zu Johnson: "Vieles ist möglich - auch Chaos"

23. Juli 2019 - 19:16 Uhr

Auf dem Weg zum Brexit hat Boris Johnson nur riskante Optionen, sagt Politikwissenschaftler Clarkson im NDR-Interview. Für Neuwahlen sieht er die Tories unzureichend gerüstet. Außerdem lauere dann eine noch größere Gefahr.

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Kommentare

"Vieles ist möglich - auch

"Vieles ist möglich - auch Chaos"
-
Chaos, scheint ja genau das was diese Politiker in Europa wollen.

Bisher hat mir noch niemand

Bisher hat mir noch niemand erklären können, wie Boris Johnson seine vollmundigen populistischen Reden in Politik umsetzen will, denn eines ist sonnenklar - da braucht er nur seine Vorgängerin Theresa May zu fragen: Mit dem Parlament wird es keinen no-deal-Brexit geben; selbst in seiner eigenen Partei gibt es eine beachtliche Anzahl von Gegner*innen für den ungeregelten Austritt. Sollte Johnson auf die Idee kommen, auf diese Fraktion zuzugehen, werden ihn die Hardliner hart angehen und ihm Wortbruch vorhalten; das alles hält Boris Johnson nicht bis zum Jahreswechsel durch. Dann wird es Neuwahlen geben - und der Brexit modert weiter vor sich hin...

19:28, Goldenmichel

>>"Vieles ist möglich - auch Chaos"
-
Chaos, scheint ja genau das was diese Politiker in Europa wollen.<<

Diese Politiker?

Welche denn?

SF

Wenn die sieben MPs von Sinn Fein, das eher ideologische als Irische Interessen vertritt, ihre Sitze im House of Commons einnehmen würden und sich Corbyn endlich davon lossagte, die Marionette der Wirtstochter aus Glasgow, Murphy, und ihres Freundes Sameus(!) zu sein, wäre für die Briten viel gewonnen.
Aber Ideologie ist nicht nur in GB wichtiger als die Interessen der Wähler!

GB wird sich bis zum 31.10.19

GB wird sich bis zum 31.10.19 zu überhaupt nix einigen können. Was steht dann an? Richtig, der Brexit ohne Vertrag, aber da kommt dann wieder die EU um die Ecke und verlängert die Frist dann zum dritten und diesmal wirklich zum aller aller letzten Mal...

19:28 von Goldenmichel

Zitat:"Chaos, scheint ja genau das was diese Politiker in Europa wollen."

Falsch, richtig lautet der Satz: Chaos scheint ja genau das zu sein, was dieser Politiker in GB will.
Nicht immer alle über eine Kamm scheren, wenn nur einer gemeint ist.

"Vieles ist möglich - auch Chaos"

Das Chaos geht ja schon von Anfang an, ich hab da auch keine Hoffnung das sich das jetzt ändern wird. Das endet erst wenn GB endlich raus ist, erst dann gibt es wirklich einen Neuanfang, und der geht mit dem jetzigen Vertrag nicht.

19:40 von berelsbub

Zitat:"da kommt dann wieder die EU um die Ecke und verlängert die Frist dann zum dritten und diesmal wirklich zum aller aller letzten Mal..."

Wie oft muss man Ihnen erklären, dass die Verschiebungen des Brexit auf dringenden Wunsch der Briten stattfanden? Manchmal muss man verwirrten Menschen einfach mehr Zeit geben. Wenn es die britische Regierung wirklich so eilig gehabt hätte mit dem Brexit, würde hier seit dem 31.März kein Hahn mehr danach krähen. Vielmehr könnten wir endlich sehen, welche Prognosen zutrafen und welche nicht.

19:41 von Peter Meffert

>>19:28 von Goldenmichel

Zitat:"Chaos, scheint ja genau das was diese Politiker in Europa wollen."

Falsch, richtig lautet der Satz: Chaos scheint ja genau das zu sein, was dieser Politiker in GB will.
Nicht immer alle über eine Kamm scheren, wenn nur einer gemeint ist.<<

Nicht nur einer!
Da ist noch der famose Herr Farage. Auch er will Chaos in great Britain und am liebsten gleich in der ganzen EU - zumindest liegt das im Interesse seiner Finanziers im Kreml ...

19:29 von andererseits

«Bisher hat mir noch niemand erklären können, wie Boris Johnson seine vollmundigen populistischen Reden in Politik umsetzen will, denn eines ist sonnenklar - da braucht er nur seine Vorgängerin Theresa May zu fragen: Mit dem Parlament wird es keinen no-deal-Brexit geben …»

Ich nehme mal sehr stark an, es wird auch niemand versuchen, Ihnen (und allen anderen) das ernsthaft erklären zu wollen.

Boris J. ist der Messias, "der sein Volk in die Freiheit führt".
Flapsig ausgedrückt: "So eine Art Moses 2.0".

"Wenn alle Stricke reißen", wird er Wasser teilen, und seine Schäfchen gen Westen in das Gelobte Land des Großen Blonden jenseits des Großen Teichs führen.

Ansonsten ist der Brexit "ein großes Versuchslabor", in dem man seit mehr als drei Jahren beobachten kann, "welche Lawine" die unüberlegt-konfuse Volksbefragung von Juni 2016 auch außerhalb bergiger Gebiete auslösen konnte.

Realitätssinn ist längst unter Wortgetöse endgültig begraben.
Auf der Lawine surft nun Heldenverehrung …

Vorschlag zur Güte.

“Vieles ist möglich - Chaos ist wahrscheinlich, auch in Europa.“

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein wie auch immer gearteter und wann auch immer erfolgender Brexit spurlos an der EU vorbeigeht; GB mag dabei mehr Federn lassen - ungeschoren wird die “Rest-EU“ auch nicht davongekommen.

Am 23. Juli 2019 um 19:37 von fathaland slim

" Welche denn? "

So rein nach Gefühl, Alle ;-).
Ich würde das nicht mal auf Europa begrenzen, sondern über dem Teich anfangen und jetzt bei Ö aufhören.
Täglich nette Meldungen, von EU Wahl bis BW Besetzung, die Liste wäre lang, was so täglich zu lesen gibt in den Deutschen Medien.

Boris Johnson ist ein

Boris Johnson ist ein Blender, der bewusst Lügen streut und spaltet - ein Typ wie Trump, der sich mächtig freut, mit Johnson einen Keil durch Europa treiben zu können. Diesen Briten ist wirklich nicht mehr zu helfen.

re peter meffert

"19:40 von berelsbub

Zitat:"da kommt dann wieder die EU um die Ecke und verlängert die Frist dann zum dritten und diesmal wirklich zum aller aller letzten Mal..."

Wie oft muss man Ihnen erklären, dass die Verschiebungen des Brexit auf dringenden Wunsch der Briten stattfanden?"

Das ganze Erklären nützt nichts, weil manche einfach faktenresistent sind.

Macht hine, aber macht endlich

Ich hoffe einfach, dass dieses britische Kasperle-Theater endlich zu Ende geführt wird. Wenn die Briten vor die Wand gefahren werden wollen, haben sie dafür einen sau-mäßig schlechten Chauffeur mit Namen Johnson!

Soll ein Chaos herbei geredet werden?

"Vieles ist möglich-auch Chaos." Es ist auch möglich Chaos herbeizureden, und ich habe den Eindruck, das genau das von Seiten der EU aus geschieht, um Nachahmer abzuschrecken. Aber das wird nicht funktionieren. Der Brexit bedeutet nämlich nicht mehr und weniger als eine Zeitenwende in Europa.

Vielleicht braucht es ja

Vielleicht braucht es ja einen Premier Boris Johnson, um den Brexit endgültig... ad absurdum zu führen, Neuwahlen und/oder ein neues Referendum auf Grundlage seriöser differenzierter Modelle anzusetzen. Und dann würde indirekt Boris Johnson zum Grabschaufler des Brexit-Wahnsinns. Geschichte schreibt manchmal verrückte Geschichten; warum nicht auch auf den britischen Inseln?

Vieles ist möglich ?

Leider aber erst nachdem die EU und GB der wählerwillen schon im März nicht gefolgt sind. Alles das sind die Ursachen, nicht Jonson.

um 19:28 von Goldenmichel

Ja, genau den gleichen Eindruck habe ich auch, Gruß.

Wiedermal so ein "Experte"...

Demographisch gesehen, sind in den vergangenen drei bis vier Jahren mehr Menschen 18 Jahre alt geworden, die zum pro-EU-Lager tendieren. Das Ergebnis könnte also noch knapper ausgehen.

Allzu viel Erfahrung mit direkter Demokratie scheint euer Experte nicht zu haben. Den Bürgern geht es nämlich - sorry für die Ausdrucksweise - so ziemlich auf den Sack wenn sie über dieselbe Frage noch mal abstimmen müssen. Da spielt dann nicht mehr die Frage Brexit ja/nein sondern Demokratie und Respekt vor dem Volk ja/nein eine Rolle. Es gibt wohl keinen einfacheren Abstimmungskampf als über eine Frage die vom Volk bereits entschieden wurde.

Ich glaube, Johnson ist es egal, ob es ein Problem für die Demokratie ist oder nicht. Aber es ist durchaus ein Legitimationsproblem, ein Problem für die Demokratie und den Staat.

Das Parlament macht seine Arbeit nicht, missachtet das Volk. Er will den Volksentscheid umsetzen. Ein Legitimationsproblem hat eher das Parlament, nicht Boris

@ Bernd Kevesligeti

Aber warum ist Ihnen der (Anti-) Brexit so wichtig ? Erzählen Sie mal.

Ich finde ihn falsch, eine fixe Idee von konservativen Populisten, gegen Ausländer und gegen Arbeitnehmerrechte gerichtet. Geboren nicht aus kreativem Gestaltungswillen, sondern aus Enttäuschung und Frust.


Wahrscheinlich doch aus dem gleichen Grund wie den deutschen Eliten.

Eliten? Ich war mal Schachmeister in der Schule, das war noch in der DDR. Aber zur Elite zähle ich mich nicht. Ich denke nur nach Möglichkeit selbständig.

Danke für Ihre Entgegnung und viele Grüße

@ Peter Meffert

„Wie oft muss man Ihnen erklären, dass die Verschiebungen des Brexit auf dringenden Wunsch der Briten stattfanden?“

Sie brauchen mir überhaupt nix erklären. Die EU lässt sich am Nasenring durch die Manege ziehen.

Kleines Beispiel. Die Briten einigen sich in den nächsten 30 Jahren auf nix konkretes mehr, was den Brexit angeht und bittet deshalb immer die EU um eine Verlängerung um 6 Monate...

Na, sollte die EU vielleicht nicht besser den Nasenring entfernen? Die EU ist durch den drohenden Brexit absolut abgelenkt, weil das Thema alles überlagert. Und wer hat den Mumm, als erster zu sagen...

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die EU könnte GB die Entscheidung zum Brexit abnehmen, nur wird sich da in den nächsten 30 Jahren keiner zu durchringen - daher sollten in der EU alle nicht all zu sehr stöhnen, denn die EU könnte dieses Kasperle-Theater beenden, nur möchte sie das überhaupt nicht

@um 19:41 von Peter Meffert

Falsch, richtig lautet der Satz: Chaos scheint ja genau das zu sein, was dieser Politiker in GB will.
Nicht immer alle über eine Kamm scheren, wenn nur einer gemeint ist.

Chaos hat bisher nur die unfähige Theresa May und das seine Arbeit verweigernde Parlament angerichtet. Das waren drei verlorene Jahre, aber nicht wegen Boris, sondern wegen May und dem Parlament.

Boris Johnson war viele Jahre erfolgreicher Bürgermeister der Weltstadt London, jetzt startet er als Premierminister bei null. Der muss jetzt das Desaster aufräumen und in vier Monaten das hinbekommen, was May in drei Jahren nicht geschafft hat.

No Deal, so kommt es

Lassen wir uns überraschen, was der Boris hinbekommt. Ob er mehr wird als eine Fußnote der britischen Regierungsgeschichte.

Eines wird ihm aber mit Sicherheit genau so wenig gelingen wie es May gelungen ist, nämlich einen Brexit mit Austrittsvertrag. Und dass die Briten am 30. Oktober wirklich draußen sind, dafür lege ich die Hand maximal in lauwarmes Wasser.

Vieles ist möglich,

aber alles hat auch mal eine Ende.. nur sie Wurst hat zwei.

@ Karwandler

„Das ganze Erklären nützt nichts, weil manche einfach faktenresistent sind.“

Auch sie verkennen elegant, dass die EU schon lange hätte Fakten schaffen können. Chance vertan und dann sollte man sich auch nicht beschweren, wenn GB sein Spiel weiter spielt. Die EU als zahnloser Tiger ist ja ein super Spielpartner

@19:40 berelsbub

Der ungeregelte Brexit scheitert am britischen Parlament. Soviel sollte man eigentlich wissen, wenn man darüber diskutieren will.

Die Ursache ist wohl, daß sie ursprünglich gar keinen Brexit wollte und nur halbseiden in die EU-Verhandlungen gegangen ist. Wenn sie wirklich den Brexit gewollt hätte, wäre sie sofort ohne Vertrag aus der EU ausgeschieden.
Nun muß Johnson das ausbaden, was May eingebrockt hat. Er hatte das rechtzeitig erkannt und deshalb seinen Außenministerposten hingeschmissen. May war nie dazu bereit, den Fehler bei sich zu suchen und zu bekennen.
Ich wünsche Johnson, daß er bei den Briten den Nerv und Wunsch nach Freiheit anfacht. Diese EU-Gängelei ist unerträglich!

@Thomas Wohlzufrieden

Mag ja sein, dass ein Brexit eine Zeitenwende herbeiführen würde - aber eine recht kommode Mehrheit der Europäer will das gar nicht, nicht mal in Großbritannien.

Insofern wäre es schon ganz schön zu sehen, wenn Johnson an dieser Thematik ebenso zerbräche wie seine Vorgängerin. Besser ein machtgeiler Spinner zerbricht als eine sehr erfolgreiche Volkswirtschaft wie die Europäische Union.

Wählerwillen 1 : 1

@ werner1955:
Leider aber erst nachdem die EU und GB der wählerwillen schon im März nicht gefolgt sind.

Die EU ist dem Wählerwillen gefolgt, das Parlament ist genau so zusammen gesetzt, wie wir es wollten. Mehr stand zumindest auf meinem Wahlzettel nicht.

20:07 von berelsbub

Genau.

Faktenresistent ist man nicht nur auf einer Seite, sondern auf beiden.

Das übersehen hier manche User aber gerne, andere Meinungen zählen nicht, erinnert mich an die Politik in D.

@ Peter Meffert

Sie haben es auf den Punkt gebracht. Die Finanziers sitzen im Kreml. Und in Nordkorea. Kuba, Venezuela und (pst, nicht weitersagen) Sachsen darf man auch nicht vergessen. Von überall her droht der nunmehr auch in ihrer Führung recht beschränkten EU nur ganz Schlimmes. Mein Gott, wie böse ist das alles! Sie und die anderen Europäer tun mir so leid. Übrigens, das nun so bedauernswerte Albion nennt sich Great Britain. Und sicher wissen Sie -wie manche Köstlichkeitsjournalisten- auch nicht, was "der Kreml" ist. Googlen Sie mal.

Keine weiteren Zugeständnisse der EU

Angesichts der deutlichen Positionierung der neuen Regierung sollte die EU keine Zugeständnisse machen. Wer aus der EU raus will, kann dies tun, muss aber auch die Konsequenzen tragen.
Die EU ist eine starke Union und muss keinen Schmusekurs mit ihren Gegner fahren. Die Stärke der EU wird vielfach unterschätzt. Die EU ist ein Vielvölkerstaatenbund, der ohne einen Schuß abzugeben allein durch viele Diskussionen entstanden ist. Von Finnland bis Griechenland, von Portugal bis Polen ist ein nie dagewesenes Reich entstanden, dass vor Wirtschaftskraft, Freiheit und Demokratie nur so strotzt. Wir Deutsche können stolz darauf sein ein wesentlicher Teil dieses mächtigen Reiches zu sein. Die Strahlkraft der EU von Demokratie und Wohlstand wurde gerade in der Ukraine vorgeführt. Teile der Briten meinen noch besser zu sein, dabei sollte der Zusammenbruch des British Empires ihnen zu denken geben. Beim Iran zeigt sich, was Trumps Unterstützung wert ist:Nichst. Welcome back in the future - united!

@ andererseits

„Der ungeregelte Brexit scheitert am britischen Parlament. Soviel sollte man eigentlich wissen, wenn man darüber diskutieren will.“

Sie sollten wissen, dass der ungeregelte Brexit automatisch kommt, wenn GB sich auf nichts einigt und die EU am 31.10 die Schotten zu macht...
Die EU hat alle Trümpfe in der Hand, kennt aber entweder nicht die Spielregeln oder möchte GB trotz aller Trümpfe gewinnen lassen

Der Worst Case wäre, wenn sich Schottland

und evtl. Wales, Nordirland durch Referenden aus GB verabschieden würden. Diese 3 Länder würden dann in der EU bleiben, nur England nicht. Dann gäbe es auf der Insel 3 Grenzen. Eigentlich unvorstellbar, aber s.o.
Das ergäbe dann eine völlig neue Situation, nämlich, dass auch England wieder in die EU eintreten müsste, weil ansonsten chancenlos im Wirtschaftsbereich.
Warum Boris unbedingt Premier werden wollte erschliesst sich mir sowieso nicht. Bei den Problemen!

Keine weiteren Zugeständnisse der EU

Angesichts der deutlichen Positionierung der neuen Regierung sollte die EU keine Zugeständnisse machen. Wer aus der EU raus will, kann dies tun, muss aber auch die Konsequenzen tragen.
Die EU ist eine starke Union und muss keinen Schmusekurs mit ihren Gegner fahren. Die Stärke der EU wird vielfach unterschätzt. Die EU ist ein Vielvölkerstaatenbund, der ohne einen Schuß abzugeben allein durch viele Diskussionen entstanden ist. Von Finnland bis Griechenland, von Portugal bis Polen ist ein nie dagewesenes Reich entstanden, dass vor Wirtschaftskraft, Freiheit und Demokratie nur so strotzt. Wir Deutsche können stolz darauf sein ein wesentlicher Teil dieses mächtigen Reiches zu sein. Die Strahlkraft der EU -mit Demokratie+Wohlstand- wurde gerade in der Ukraine vorgeführt. Teile der Briten meinen noch besser zu sein, dabei sollte der Zusammenbruch des British Empires ihnen zu denken geben. Beim Iran zeigt sich, was Trumps Unterstützung wert ist:Nichst. Welcome back in the future - united !

@ andererseits

„Der ungeregelte Brexit scheitert am britischen Parlament. Soviel sollte man eigentlich wissen, wenn man darüber diskutieren will.“

Wenn GB zu keinem Ergebnis kommt, ist am 31.10 ungeregelte Brexit-Time, falls die EU nicht wieder einknickt. Soviel sollte man eigentlich wissen, wenn man seriös darüber diskutieren will

19:58, Messi

>>Das Parlament macht seine Arbeit nicht, missachtet das Volk. Er will den Volksentscheid umsetzen. Ein Legitimationsproblem hat eher das Parlament, nicht Boris.<<

Wozu braucht man auch ein Parlament, wenn man so einen starken Führer hat?

@ Messi

"Allzu viel Erfahrung mit direkter Demokratie scheint euer Experte nicht zu haben. Den Bürgern geht es nämlich - sorry für die Ausdrucksweise - so ziemlich auf den Sack wenn sie über dieselbe Frage noch mal abstimmen müssen..."

Mit Verlaub, aber mit diesen Selbstverständlichkeiten hantieren Politikwissenschaftler so selbstverständlich wie ein Kfz-Mechaniker mit einem 17er Maul. Das muss der nicht mehr extra erwähnen. Das ist sein tägliches Werkzeug.

Oder erklärt Ihnen Ihr Automechaniker, welche Schraubenschlüssel er beim Wechsel Ihrer letzten Bremsscheiben verwendet hat?

Da haben Sie jetzt Ihre eigenes "Expertentum" nicht unbedingt ruhmreich unterstrichen, wenn ich das mal so formulieren darf.

@ Messi

"Allzu viel Erfahrung mit direkter Demokratie scheint euer Experte nicht zu haben. Den Bürgern geht es nämlich - sorry für die Ausdrucksweise - so ziemlich auf den Sack wenn sie über dieselbe Frage noch mal abstimmen müssen..."

Mit Verlaub, aber mit diesen Selbstverständlichkeiten hantieren Politikwissenschaftler so selbstverständlich wie ein Kfz-Mechaniker mit einem 17er Maul. Das muss der nicht mehr extra erwähnen. Das ist sein tägliches Werkzeug.

Oder erklärt Ihnen Ihr Automechaniker, welche Schraubenschlüssel er beim Wechsel Ihrer letzten Bremsscheiben verwendet hat?

Da haben Sie jetzt Ihre eigenes "Expertentum" nicht unbedingt ruhmreich unterstrichen, wenn ich das mal so formulieren darf.

Mal sehen was der Boris "DUMBson" so hinbekommt....

Chaos kann er nach seinem großen US-Vorbild
Donald "DUMB" in jedem Fall stiften. Im ganz kleinen Maßstab.
Zu mehr fehlt ihm in "Small Britain" (was die Wirtschaftskraft und Finanzstärke nach dem BREXIT betrifft = sehr small)
auch die Möglichkeiten und die militärische Stärke.

Ansonsten kenne ich noch einen weiteren prominenten Boris - wobei der britische sich sicher nicht in eine dunke Besenkammer verirren wird. Nicht weil er intelligenter ist, sondern weil er BRITE ist. Dort bringt tatsächlich noch der Storch die Kinder....

von Kowalski 20.00

Wenn Sie wüßten,daß vor allem Arbeiter für Leave gestimmt haben.Von den Gewerkschaften sind die kämpferische Unite und eine Kommunikationsgewerkschaft für den Brexit.Bündnis Gewerkschafter gegen die EU.

Boris wurde mit großer Mehrheit gewählt

- rd. 90.000 Stimmen:
Wusste bis jetzt noch gar nicht, dass GROSS-britannien nur knapp 200.000 Einwohner hat!

re werner1955

"Vieles ist möglich ?

Leider aber erst nachdem die EU und GB der wählerwillen schon im März nicht gefolgt sind."

Welchem Wählerwillen sollte die EU denn folgen?

Langsam wird's schizophren ...

Die EU (Vermieter) bekommt

Die EU (Vermieter) bekommt die Kündigung von GB (Mieter). Am 31.10 ist Auszugszeit. Od der Mieter seinen Umzug geregelt hat, oder nicht, kann dem Vermieter egal sein. Notfalls stellt man am letzten Tag des Monats die Möbel an die Straße und gut is‘

@20:14 von Old Lästervogel: Ist so bei untergehenden Nationen...

Das war bei untergehenden Nationen schon immer so, dass die größten Kasper, die gerade greifbar waren für die letzten paar Jahre an die Macht durften. Ganz großes Kabarett am Ende. Und sehr viel Alkohol, so lässt sich das alles noch ertragen.

Boris Johnson: Vieles ist möglich, auch Chaos...

Es gibt keine Mehrheit für einen Austritt ohne Abkommen im Parlament. Damit steht wieder die Frage einer Vertrauensabstimmung im Raum. 
###
Vorrausgesetzt Johnson schaft es nicht mit der EU einen neuen Vertrag auszuhandeln. Man darf gespannt sein was die EU dazu sagt. Anfang des Jahres hat die EU ausdrücklich ausgeschlossen, es wird keine Nachbesserung geben ! Meiner Meinung auch zu Recht. Ich befürchte aber das die neuen, die nun in Brüssel was zu sagen haben sich von einen Johnson über den Tisch ziehen läßt. Drohungen von Johnson wurden ja schon zur Genüge gemacht...

re berelsbub

"@ Karwandler

„Das ganze Erklären nützt nichts, weil manche einfach faktenresistent sind.“

Auch sie verkennen elegant, dass die EU schon lange hätte Fakten schaffen können"

Die Fakten, von denen Sie träumen, bedeuten wirtschaftlichen Schaden für die gesamte EU.

Warum soll sie sich das antun? Freiwillig?

Leider völliger Unsinn!

Das Referendujm war sehr knapp, dann davon zu reden, dass das VOLK als EINHEIT sicht dafür entschieden hätte, ist kompletter Unsinn! Nicht DAS VOLK stimmt ab, sondern die Abstimmungsberechtigten! DIE GLEICHSETZUNG DER EIGENEN MEINUNG MIT DEM VOLK - das - ich nehme ihre Ausdrucksweise mal an - geht einem an den Rechtspopulisten und ihren Geldgebern im Kreml so richtig auf den Sack. Wieviel Prozent braucht man für DAS VOLK. Bei der AFD sind es gerade mal 10% um DAS VOLK zu sein. Beim Brexit hat die Mehrheit knapp entschieden. Dann hätte man sich mal zusammensetzen sollen und in GB einigen, wie man denn zu einem Kompromiss kommt, der die Abstimmung respektiert und die Interessen von den restlichen 48% nicht komplett abbügelt. The Winner takes all ist in so einer Frage ein Chaos. Und das sieht man ja. Auch die Brexit-Befürworter sind sich ja nicht einig über das was kommen soll!
Das die EU ihre Interessen wahrt, also unsere, das erwarte ich. Sie machen alles richtig.

man muss doch nur sehen,

wer als allererstes aus dem ausland gratuliert hat, nämlich Trump. das sagt doch schon alles....

@ Thomas Wohlzufrieden

Der Brexit bedeutet nämlich nicht mehr und weniger als eine Zeitenwende in Europa.

Ja, das Ende des Kasperl-Theaters.

Neuwahlen?

Das ist das letzte, was Johnson anstrebt..... Nach dem Erstarken der UKIP zur 30% Partei ist Johnson das letzte Aufgebot der Tories, um einen (zur Not) gewaltsamen Brexit zu liefern. Laut aktueller Umfragen haben die Tories aufgrund der permanenten Blokade im Parlament massiv an Zustimmung verloren. Die Angst geht um, dass Labour das Heft in die Hand nehmen könnte.

Boris Johnson wird daher einen gefährlichen Eiertanz beginnen müssen. Die Rücktrittsankündigungen von Hunt und anderen Ministern sind ja ultimative Warnschüsse. Johnson darf als Erstes auf Knien durchs Parlament rutschen, um intern um Unterstützung zu betteln. Die Freude am Amt wird also nicht lange andauern.

Sowohl ein harter als auch

ein weicher Brexit wäre für die EU sehr bitter, da Grossbritannien nach Deutschland und noch vor Frankreich der größte Nettozahler in den EU - Haushalt ist. Für die EU ist es daher ääüwichtig, hart zu bleiben und alle ausstehende Forderungen an GB einzutreiben.

@ Karwandler

„Die Fakten, von denen Sie träumen, bedeuten wirtschaftlichen Schaden für die gesamte EU.

Warum soll sie sich das antun? Freiwillig?“

Na dann lieber 30 Jahre lang hü und hott. Hoffe, ihre Kindererziehung war etwas konsequenter

Sowohl ein harter als auch

ein weicher Brexit wäre für die EU sehr bitter, da Grossbritannien nach Deutschland und noch vor Frankreich der größte Nettozahler in den EU - Haushalt ist. Für die EU ist es daher wichtig, hart zu bleiben und alle ausstehende Forderungen an GB einzutreiben.

@ Karwandler

„Die Fakten, von denen Sie träumen, bedeuten wirtschaftlichen Schaden für die gesamte EU.

Warum soll sie sich das antun? Freiwillig?“

Auch eine Scheidung bedeutet immer einen wirtschaftlichen Schaden für beide Parteien.
Warum sollte man sich das antun?
Weil es manchmal nicht mehr zusammen passt und dann getrennte Wege besser sind. Zwangsehen sind kein guter Ratgeber

...ich es nicht...

So wie sich die EU darstellt finde einen Austritt richtig. Denn die EU ist nicht für die Menschen gemacht. Wäre sie das, gäbe es eine andere Poltik.
Aber, ich glaube nicht das ein unabhängiges GB viel erreichen wird, die Globaliesierung wird das verhindern.

re bernd kevesligeti

"Von den Gewerkschaften sind die kämpferische Unite und eine Kommunikationsgewerkschaft für den Brexit.Bündnis Gewerkschafter gegen die EU."

Für die britischen Gewerkschaften spricht der TUC. Und zwar gegen den Brexit.

Stecken Sie ihre 2 von über 50 Gewerkschaften mal schön dahin, wo Sie sie ausgegraben haben.

@ Bernd Kevesligeti

Auch Gewerkschafter sind nicht frei von Fehlern und irrationalen Entscheidungen.
Tatsache aber ist, dass die große Mehrheit der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer für stay gestimmt hat. Tatsache ist auch, dass die große Mehrheit der Labour-Mitglieder für stay ist.

Am 23. Juli 2019 um 19:47 von Peter Meffert

Manchmal muss man verwirrten Menschen einfach mehr Zeit geben. Wenn es die britische Regierung wirklich so eilig gehabt hätte mit dem Brexit, würde hier seit dem 31.März kein Hahn mehr danach krähen.

Was sie von sich geben, hört sich an wie " lasst den Kewin doch machen, Verbote bringen doch nichts, er muss lernen, dass ein Fall aus 200 m besten falls wehtut "
Aber so ist das eben wenn 92000 ihren Helden benennen, die interessieren die andern 66 mio nicht.
Bin gespannt wie das weiter geht, Popcorn und Bier schon parat.

19:58 von Messi

«Es gibt wohl keinen einfacheren Abstimmungskampf als über eine Frage die vom Volk bereits entschieden wurde.»

Niemals wurde die Bevölkerung in GB befragt.
In welcher Art sie denn wünsche, der EU den Rücken zu kehren.

Gefragt wurde "so was à la":
«Sollen wir nach der Party noch wo anders hin gehen ?»

Und so stehen sie seit mehr als drei Jahren in der Kälte vor der Tür im Regen, die Briten. Stehen sich die Beine in den Bauch, weil kein Mensch weiß, wo man denn nun hin gehen solle.

Da wird man sich dann auch nicht einig drüber. Selbstredend nicht.
Wenn man das: "Wir wollen aber wo anders hin !"
Mit einer derart dämlich-unpräzise-undifferenzierten Frage begann …

Am 23. Juli 2019 um 19:55 von Thomas Wohlzufrieden

<< Es ist auch möglich Chaos herbeizureden, und ich habe den Eindruck, das genau das von Seiten der EU aus geschieht, um Nachahmer abzuschrecken. Aber das wird nicht funktionieren. Der Brexit bedeutet nämlich nicht mehr und weniger als eine Zeitenwende in Europa.>>

Warum sollte die derzeitige Diskussion um Chaos oder nicht irgendwelche Nachahmer abschrecken?

Wenn GB austritt haben wir doch das Beispiel in der einen oder anderen Richtung.

Vieles ist möglich, auch Chaos...

Dieser Vertrag steht und das wird in Großbritannien einfach akzeptieren müssen. 
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So sieht das aus ! Am Ende steht Johnson genau wie May da. Wieder keine Zustimmung... Und was macht dann die EU ? Warscheinlich eine erneute Verlängerung der Frist...also doch ein Chaos das weiter geht...

re berelsbub

"@ Karwandler

„Die Fakten, von denen Sie träumen, bedeuten wirtschaftlichen Schaden für die gesamte EU.

Warum soll sie sich das antun? Freiwillig?“

Auch eine Scheidung bedeutet immer einen wirtschaftlichen Schaden für beide Parteien.
Warum sollte man sich das antun?"

Es spricht für höchst simplifiziertes Denken, die Beziehungen zwischen GB und der EU wie die Beziehung zwischen Privatpersonen darzustellen.

Als ob mit "du kriegst das Haus, dafür nimmst du auch die Kinder" die "Scheidung" verflochtener Volkswirtschaften beschrieben wären.

@ suomalainen

man muss doch nur sehen, wer als allererstes aus dem ausland gratuliert hat, nämlich Trump. das sagt doch schon alles....

Bingo. Die Brexiteers erhoffen sich ja demnächst nach dem Austritt tolle Handelsverträge mit den USA. Und Trump pusht die Hoffnungen natürlich noch. Allerdings, es könnte sein, dass die Brexiteers eines der beiden Wörter "America first" nicht richtig verstanden haben. Oder beide.

20:13 von Al Ternativ

Sie sehen mich ratlos. Auf welchen Kommentar beziehen Sie sich und was wollen Sie eigentlich sagen? Vom Kreml habe ich zumindest heute kein Wort geschrieben.

<<Vieles ist möglich ? Leider

<<Vieles ist möglich ? Leider aber erst nachdem die EU und GB der wählerwillen schon im März nicht gefolgt sind.>>

Warum sollte die EU den britschen Wählerwillen umsetzen (wenn denn der BREXIT überhaupt Wählerwille ist). Die Umsetzung des britschen Wählerwillens ist allein Sache der Briten. Wenn diese meinten, mit der Verlängerung ihrem Wählerauftrag am besten nachzukommen, was sollte dann die EU tun?

Am 23. Juli 2019 um 19:54 von karwandler

Wie oft muss man Ihnen erklären, dass die Verschiebungen des Brexit auf dringenden Wunsch der Briten stattfanden?"

Ich brauche dringendst ein Konto bei der EU/EZB, denn meine Bank macht auch auf dringenstes Bitten meinerseits auf Stur und sperrt mein Konto wenn es leer ist.
Bei der EU scheint die Vertragsflexibilität weitaus grösser, wenn nicht sogar unendlich zu sein. Mit UvdL Bekommt der Boris noch feuchte Träume einer Neuverhandlung mit unendlich Hinauszögereffekt.

Viele verkennen hier aus

Viele verkennen hier aus Unwissenheit oder Fakten-Resistenz das die EU zum 31.10.19 eine Entscheidung erzwingen kann, falls GB sich inhaltlich über den Brexit nicht einigen kann.

1. Entweder nimmt GB den Austrittsantrag zurück und GB bleibt Mitglied der EU

2. Die EU lässt GB am 31.10.19 aus der EU ausscheiden und der Vorhang für das Kasperle-Theater wäre gefallen.

Egal ob Variante 1 oder 2. Am 31.10.19 muss eine klare Entscheidung her!

Es..

spielt überhaupt keine Rolle, wer jetzt Premierminister ist, die Mehrheitsverhältnisse sind immer noch die gleichen. Nach wie vor gilt : Wir sind gegen alles, aber wir wissen nicht, was wir wollen.

@ Karwandler

„Als ob mit "du kriegst das Haus, dafür nimmst du auch die Kinder" die "Scheidung" verflochtener Volkswirtschaften beschrieben wären.“

Es ist damit besser beschrieben, als mit ihrem Motto...

Notfalls bis in alle Ewigkeit

von Kowalski 20.32

Also für Sie sind Gewerkschafter irrational wenn sie sich nach Brüssel wenden.Und natürlich-Sie loben die geschmeidigen Gewerkschaften.

Aber letztlich ist es gut,daß Sie und einige andere Kommentatoren keinen Einfluß auf der
Insel nehmen können.

@20:40 von KowaIski: Die Erfahrung werden sie machen müssen.

Was ich allerdings insgesamt viel alarmierender finde:
Europa und die ganze Welt ist wieder voll auf dem Weg zurück in die Kleinstaaterei, kombiniert mit viel Nationalismus.

Diese explosive Mischung hat die ersten beiden Weltkriege möglich gemacht - und überhaupt die meisten Kriege, die es gab.

Eine starke Gemeinschaft mit vielen bilateralen Verträgen, die gut ausbalanciert für alle von großem Nutzen sind und Wohlstand überall bringen - machen solche Kriege völlig unmöglich.
Dem zuvor müssen solche Gemeinschaften und Verträge erst zerfallen und die Fronten wie früher sehr verhärten....
Und genau diesen Trend haben wir gerade!
Ich glaube, das wird nicht gut enden.

Mal ganz ehrlich,

Geordneter Brexit, nicht geordneter Brexit, ist mir ganz ehrlich absolut egal!
Hauptsache er kommt endlich, damit dieses "Gewese" um dieses Thema endlich ein Ende hat.
Ich glaube, es gibt wichtigere Baustellen auf dieser Welt, um die man sich intensiv kümmern muss.

re messi

"Es gibt wohl keinen einfacheren Abstimmungskampf als über eine Frage die vom Volk bereits entschieden wurde."

Sie schießen damit schön regelmäßig ein Eigentor.

Denn Ihre ganze Schweizer Volksabstimmungsdemokratie funktioniert nur, wenn die Fragestellung eine eindeutige Handlungsanweisung beinhaltet.

Z.B.: F-18 Kampfflugzeuge für die Flugwaffe beschaffen, ja oder nein.

Wie nicht gefragt wurde: Soll die Flugwaffe demnächst irgendwie modernisiert werden?

Bei der Frage kann sich nämlich jeder irgendwas vorstellen Wie bei Leave oder Remain.

@ Schabernack

„Und so stehen sie seit mehr als drei Jahren in der Kälte vor der Tür im Regen, die Briten. Stehen sich die Beine in den Bauch, weil kein Mensch weiß, wo man denn nun hin gehen solle.“

Und sinnvoll wäre es, dann mal nach Hause zu gehen, falls keine Entscheidung fällt. Diese Posse erinnert eher an:

Und wenn sie nicht gestorben sind, stehen sie noch immer vor der Tür

@um 20:18 von JolietJake

Mit Verlaub, aber mit diesen Selbstverständlichkeiten hantieren Politikwissenschaftler so selbstverständlich wie ein Kfz-Mechaniker mit einem 17er Maul. Das muss der nicht mehr extra erwähnen. Das ist sein tägliches Werkzeug.

Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Wenn der Herr Politikwissenschaftler einen noch knapperen Ausgang deshalb prognostiziert weil sich die Demographie innerhalb der letzten drei Jahre verändert hat, dann greift das viel zu kurz. Ich versteh ihn ja, die Demographie und das Stimmverhalten der Altersgruppen kann er relativ easy messen, das kann der Theoretiker. Dass aber eine erneute Abstimmung zu demselben Abstimmungsgegenstand innerhalb kurzer Zeit ohne Umsetzung des ersten Entscheids eine völlig andere Dynamik entwickelt lässt er völlig ausser acht.

@ naiver Positivdenker

„Mal ganz ehrlich,
Geordneter Brexit, nicht geordneter Brexit, ist mir ganz ehrlich absolut egal!
Hauptsache er kommt endlich, damit dieses "Gewese" um dieses Thema endlich ein Ende hat.
Ich glaube, es gibt wichtigere Baustellen auf dieser Welt, um die man sich intensiv kümmern muss.“

110% Zustimmung. Die EU blockiert sich selber mit dem Dauerthema. Es ist Zeit für eine ganz ganz klare Entscheidung

re bernd kevesligeti

"Aber letztlich ist es gut,daß Sie und einige andere Kommentatoren keinen Einfluß auf der
Insel nehmen können."

Ob gut oder schlecht, es trifft genau so auf Sie zu.

Am 23. Juli 2019 um 20:22 von berelsbub

<<Die EU (Vermieter) bekommt die Kündigung von GB (Mieter). Am 31.10 ist Auszugszeit. Od der Mieter seinen Umzug geregelt hat, oder nicht, kann dem Vermieter egal sein. Notfalls stellt man am letzten Tag des Monats die Möbel an die Straße und gut is‘>>

Vielleicht hat der Vermieter bedauert, dass der Mieter gekündigt hat.

Vielleicht hat der Vermieter noch keinen Nachmieter.

Vielleicht wäre der Vermieter doof, wenn er den Mieter in der Situation auf die Straße setzen würde.

@berelsbub 19:40

Warum sollte die EU die Frist verlängern? Nochmal für Sie zum mitschreiben, die Frist wurde jeweils verlängert weil UK das wollte nicht die EU! Wenn es nach der EU ginge wäre UK schon seit März weg und der Brexit abgeschlossen.

20:44 von Morlem

«Wie oft muss man […] erklären, dass die Verschiebungen des Brexit auf dringenden Wunsch der Briten stattfanden?»

«Ich brauche dringendst ein Konto bei der EU/EZB, denn meine Bank macht auch auf dringenstes Bitten meinerseits auf Stur und sperrt mein Konto wenn es leer ist.»

Private Kontoführung, private Ehescheidungen.

Wahrscheinlich lassen sich in Gestrüppen, und im Unterholz von Wäldern, noch eine ganze große Menge weiterer komplett untauglicher Vergleiche finden, die man an den Haaren herbei zerren kann, um sie als "Erklärungsmuster" für den Brexit "umzudengeln" …

Am 23. Juli 2019 um 20:45 von berelsbub

" Viele verkennen hier aus Unwissenheit oder Fakten-Resistenz das die EU zum 31.10.19 eine Entscheidung erzwingen kann, falls GB sich inhaltlich über den Brexit nicht einigen kann. "

Ich würde vorsichtshalber das " kann " durch könnte ersetzen, wird sie nicht machen.
Am liebsten ein Mitglied was Geld zahlt aber kein Stimmrecht recht, so ist doch der Vertrag, oder nicht.

Ich bin mir fast sicher das das Gezerre nicht im Oktober zu Ende ist, die EU wird es nicht beenden.

Machtpolitiker Johnson

Nur ruhig Blut...die Auguren hier im Forum sind voll der Spekulationen...niemand kennt die Karte, die Johnson auf dem Tisch aufdeckt...wie die Geschichte auch ausgeht...die EU und GB werden weiter miteinander auskommen müssen...die Insel mit ihren 60 Mio. Einwohnern verschwindet ja nicht...Handel, Kultur, Wissenschaft und natürlich der Fußball wird weiterhin sein...und der skurrile englische Humor auch. Warum sollte sich viel ändern? Und höflich reden wird man auch nach wievor.

@ Karwandler

„Denn Ihre ganze Schweizer Volksabstimmungsdemokratie funktioniert nur, wenn die Fragestellung eine eindeutige Handlungsanweisung beinhaltet.

Z.B.: F-18 Kampfflugzeuge für die Flugwaffe beschaffen, ja oder nein.“

Auch mit der Frage wären viele Streitpunkte im Nachhinein möglich.

Mit welchem Waffensystem? Wieviele? Zu welchem Preis? Mit oder ohne Schleudersitz? In welcher Farbe lackiert?

Nicht alles scheint so klar, wie man es gerne hätte

Am 23. Juli 2019 um 20:08 von andererseits

Der ungeregelte Brexit scheitert am britischen Parlament. Soviel sollte man eigentlich wissen, wenn man darüber diskutieren will.

Liege ich falsch, wenn ich behaupte, dass ein ungeregelter Ausstieg, nach verstreichen der Fristen, aus der EU einem Rauswurf gleichkommt?
Wenn ja, produziert das englische Parlament nur heisse Luft, denn zu entscheiden hat es von diesem Moment an nichts mehr. Es wird der Reset Button gedrückt und gut ist. Ob dies nun wirklich schlau ist sei dahingestellt, aber dieses Gezerre ist lächerlich. Besser man macht einen Punkt, und Vogelnest soll zusehen wie er neue Verträge verhandelt, denn was aus UK bezogen wird bekommt man auch anderswo.

re berelsbub

"@ Karwandler

„Als ob mit "du kriegst das Haus, dafür nimmst du auch die Kinder" die "Scheidung" verflochtener Volkswirtschaften beschrieben wären.“

Es ist damit besser beschrieben, als mit ihrem Motto...

Notfalls bis in alle Ewigkeit"

Dass Sie mir dieses Motto andichten zeigt, dass Sie mit Ihrem Argumentationspotenzial schon lange am Ende sind.

@Messi 19:58

Wir kennen uns beide mit der Schweiz aus, ansonsten verbindet uns beide als Foristen definitiv nichts, dies wird immer mehr deutlich wenn ich Ihre Beiträge sehe.
Offensichtlich kennen Sie alle Briten oder wie kommen Sie bitte darauf was den britischen Wählern auf den Sack geht und was nicht. Wissen Sie was den meisten Briten auf den Sack geht? Dass sie von ihrem inzwischen Premierminister eiskalt belogen wurden.
Dies wird eine Rolle spielen beim neuen Referendum. Es wird eine Abrechnung mit Boris Johnson und Nigel Farage. Die beiden stehen nämlich nicht für eine Mehrheit der Bevölkerung. Das Remain Lager würde bei einem 2.Referendum gewinnen, dies ignorieren Sie jedoch gekonnt.
Zum Punkt wer das Volk missachtet. Das Volk hat vor allem Johnson missachtet indem er es belogen hat bezüglich des Brexit. Legitimiert finde ich auch schwierig, Boris Johnson wurde von keinem britischen Wähler gewählt.

Gratulation an B. Johnson zur Wahl

Dann hoffen wir für die Wähler in Grossbritannien das man endlich deren Willen umsetzt.

Am 23. Juli 2019 um 20:44 von Morlem

<<Bei der EU scheint die Vertragsflexibilität weitaus grösser, wenn nicht sogar unendlich zu sein>>

Bislang war die EU ein Ausbund an Vertragstreue

Die Briten eher weniger.

@ magfrad

„Warum sollte die EU die Frist verlängern? Nochmal für Sie zum mitschreiben, die Frist wurde jeweils verlängert weil UK das wollte nicht die EU! Wenn es nach der EU ginge wäre UK schon seit März weg und der Brexit abgeschlossen.“

Nochmal für Sie zum mitschreiben. GB hatte keinen Anspruch auf eine Fristverlängerung. Wenn die EU den Brexit so sehr gewollt hätte, wie sie schreiben, wäre GB im März raus gewesen.

re landart

"niemand kennt die Karte, die Johnson auf dem Tisch aufdeckt"

Die Karten sind schon so oft lang und breit beschrieben worden ... es grenzt an Wunderglauben, da könnte eine ganz neue vom Himmel fallen.

@ Karwandler

„Dass Sie mir dieses Motto andichten zeigt, dass Sie mit Ihrem Argumentationspotenzial schon lange am Ende sind.“

Sie sind schon lange argumentativ am Ende, denn sie wissen genau, dass die EU für Fakten sorgen könnte, aber vergessen das häufig genug

"Strahlkraft der EU von Demokratie und Wohlstand"

@20:14 von Herd
Da ist die Ukraine kein optimales Beispiel:
Seit dem Putsch 2014 ist die Ukraine zum ärmsten Land Europas geworden mit durchschnittlichem Monatseinkommen von etwas über 200€.
Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass die von uns unterstützten Kräfte gnadenlos abgestraft wurden und im 1-stelligen Bereich landeten.

Selbst die These, dass die EU durch viele Diskussionen entstanden ist, kann ich nicht ganz folgen. Meistens war wirtschaftliche Lockung, manchmal sogar richtig Druck im Spiel.

Es hat sich vielleicht für Polen ausgezahlt, für Rumänien, Bulgarien schon weniger.
Und Ungarn, Polen etc. zeigen die erheblichen Fliehkräfte in der Union.

Am 23. Juli 2019 um 20:54 von schabernack

Private Kontoführung, private Ehescheidungen.

Wahrscheinlich lassen sich in Gestrüppen, und im Unterholz von Wäldern, noch eine ganze große Menge weiterer komplett untauglicher Vergleiche finden, die man an den Haaren herbei zerren kann, um sie als "Erklärungsmuster" für den Brexit "umzudengeln" …

Ja, so sind sie eben, die komischen Papiere mit Unterschriften drunter, welche sich Verträge schimpfen. Ob jetzt Privat, oder Staatsvertrag, er sollte doch bindend sein. Hierfür muss ich kein Unterholz oder Gestrüpp bemühen. Dei Briten haben seiner Zeit das Vertragswerk samt Ausstiegsklausseln akzeptiert. Wo ist nun das Unterholz?

@ Karwandler

„Als ob mit "du kriegst das Haus, dafür nimmst du auch die Kinder" die "Scheidung" verflochtener Volkswirtschaften beschrieben wären.“

Es ist damit besser beschrieben, als mit ihrem Motto...

Notfalls bis in alle Ewigkeit"

Dass Sie mir dieses Motto andichten zeigt, dass Sie mit Ihrem Argumentationspotenzial schon lange am Ende sind.„

Und das Motto dichten ich Ihnen nicht an, das Motto legen sie sich selber durch ihre „Argumentation“ zu

@um 20:50 von karwandler

Sie schießen damit schön regelmäßig ein Eigentor.
Denn Ihre ganze Schweizer Volksabstimmungsdemokratie funktioniert nur, wenn die Fragestellung eine eindeutige Handlungsanweisung beinhaltet.
Z.B.: F-18 Kampfflugzeuge für die Flugwaffe beschaffen, ja oder nein.
Wie nicht gefragt wurde: Soll die Flugwaffe demnächst irgendwie modernisiert werden?
Bei der Frage kann sich nämlich jeder irgendwas vorstellen Wie bei Leave oder Remain.

Schwierig mit Ihnen, echt schwierig. Äpfel und Birnen und so.

Nehmen Sie bitte die Abstimmungsfragen zum Beitritt zum EWR, zur UNO. Die sind vergleichbar. Da wurde einzig und alleine gefragt ob wir dem EWR (1992 nein) der UNO (1986 nein, 2002 ja) beitreten wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Ja/Nein als Antwortmöglichkeiten.

Einen Austritt aus einer supranationalen Organisation hatten wir noch nie. Sollte es mal zur Abstimmung kommen würde die Frage aber gleich lauten, ersetzen Sie einfach beitreten mit austreten. Nicht mehr und nicht weniger.

09 von JolietJake @Thomas Wohlzufrieden

Mehrheit der Europäer will das gar nicht, nicht mal in Großbritannien.

Re
UPS und wie wurde gewählt ? Ok die Minderheit entscheidet ? Wenn heute gewählt würde ? May hätte sofort eine neue Wahl durchgesetzt wenn eine möglichkeit gegeben hätte dass es anders ausgeht .Vom Sofa aus kann man viel behaupten andere haben keine ... Erziehung in Erinnerung Kultur und Volksentscheide was Demokatie auszeichnet ,das aber den meisten nicht passt die ...

von karwandler 20.53

Darauf wäre ich jetzt aber nicht gekommen.
Aber Sie wird das härter treffen.
Andere haben Einflußnahme auch schon versucht,mit einer großen Anzeige in der Times.Hat aber wohl nichts bewirkt.

21:03 von berelsbub

Und das ist nun mal Fakt. Volle Zustimmung.

Gibt ihm eine Chance

soviel Fairness muss sein. Erst einmal die berühmten 100 Tage Zeit geben,dann sehen wir weiter.

Das wird sehr schwierig.

Ein sehr treffender Kommentar von Mr. Clarkson. Die Probleme die die Uk treffen würden bei einem vertragslosen Brexit sind unter den jetzigen Bedingungen nicht lösbar. Es sieht nicht danach aus das irgendein Staat hier helfen kann, weder die USA noch die EU. Die USA würden als Preis die politische Selbstaufgabe der UK erwarten und die EU würde mindestens eine korrekt geregelte Brexit verlangen. Wahrscheinlich wird es bald zu deutliche Preiserhöhungen und Schwierigkeiten in der Belieferung der UK kommen. Dies könnte dann zu Unruhen führen. Es ist zu hoffen das Johnson step by step zur Realität zurückkehrt und die EU dies möglich macht.

Das Chaos regiert schon ...

Der Brexit ist ein Lehrstück, aus dem die Menschen Europas hoffentlich viel lernen werden:
- welche Folgen hat ein verlogener, durch Populisten hochgepeitschter Nationalismus in einer vernetzten Welt?
- welche Folgen hat ein (Mehrheits-)Wahlrecht, das den gemäßigten, liberalen, alternativen Strömungen keine parlamentarische Chance gibt?
- Eine Gesellschaft und ein Politik, die sich mehr auf "Tradition" und vergangene "Werte" stützt, statt auf eine gemeinsame Zukunft Europas, muss scheitern! USA, Russland, China und demnächst Indien freuen sich schon ...
- Ein schwacher, kaputtgesparter Staat, in dem nur noch die Reichen reicher werden, treibt die Menschen direkt dem Populisten Johnson in die Arme und die Gesellschaft ins Chaos.
- Wchtig: Die Rolle der oft einseitigen (gewinnorientierten) Medien in GB, die wenigen Bonzen gehören, bei der "politischen Willensbildung" stark beteiligt sind, aber keinerlei Grenzen und Regeln in bezug auf Wahrheit, (alternative) Fakten einhalten.

Lieber Boris,

bitte bitte mach, dass es schnell geht mit dem Brexit - egal ob hart oder weich. Dann kannst Du Dein Kasperle-Theater allein weiter spielen, ohne dass es in ganz Europa taeglich auf der Titelseite saemtlicher Zeitungen erscheint und von den wirklich wichtigen (EU-)Themen ablenkt. Weiterhin kannst Du dann auch ganz unbehelligt von der EU Deinem grossen blonden Bruder helfen, Amerika wieder, aehem... "great" zu Machen. Mutter Erde hat sich schon etwas dabei gedacht, als sie GB als Insel und nicht als Teil des europaeischen Festlands entstehen lassen hat.

21:04 von karwandler

«… niemand kennt die Karte, die Johnson auf dem Tisch aufdeckt.»

«Die Karten sind schon so oft lang und breit beschrieben worden ... es grenzt an Wunderglauben, da könnte eine ganz neue vom Himmel fallen.»

"In der Hinterhand unter dem Tisch sind":

Wein aus Wasser machen, Manna regnen lassen.
Büsche zur Selbstentflammung bringen, Wasser teilen.
Die Sintflut noch mal kommen lassen.

"Wenn der Heiland erst zu wirken beginnt."
Dann ist alles möglich …

Am 23. Juli 2019 um 21:02 von falsa

Bislang war die EU ein Ausbund an Vertragstreue

Die Briten eher weniger.

Bei den Briten kann ich ihnen zum Teil Recht geben, aber das permanente Verschieben auf Bitten des Vertragspartners ist Lächerlich. Versuchen sie mal sowas in der freien Maktwirtschaft ohne Penalzahlung.
Einmal Termin gesetzt, Termin wird eingehalten. Punkt.

re berelsbub

"@ Karwandler

„Denn Ihre ganze Schweizer Volksabstimmungsdemokratie funktioniert nur, wenn die Fragestellung eine eindeutige Handlungsanweisung beinhaltet.

Z.B.: F-18 Kampfflugzeuge für die Flugwaffe beschaffen, ja oder nein.“

Auch mit der Frage wären viele Streitpunkte im Nachhinein möglich.

Mit welchem Waffensystem? Wieviele? Zu welchem Preis? Mit oder ohne Schleudersitz? In welcher Farbe lackiert?

Nicht alles scheint so klar, wie man es gerne hätte"

Das sind schon sehr verzweifelte Windungen, mit denen Sie die Eindeutigkeit der Fragestellung in Frage zu stellen versuchen.

Zu Ihrer Beruhigung: Es stand eine Beschaffung, genau definiert nach Anzahl und Preis, zur Abstimmung.

@ 20:17 berelsbub

Es wird nicht dazu kommen, denn im britischen Parlament ist die Mehrheit gegen einen ungeregelten Brexit im Laufe des letzten halben Jahres deutlich gestiegen. Insofern scheitert der ungeregelte Brexit am britischen Parlament.

re berelsbub

"@ magfrad

„Warum sollte die EU die Frist verlängern? Nochmal für Sie zum mitschreiben, die Frist wurde jeweils verlängert weil UK das wollte nicht die EU! Wenn es nach der EU ginge wäre UK schon seit März weg und der Brexit abgeschlossen.“

Nochmal für Sie zum mitschreiben. GB hatte keinen Anspruch auf eine Fristverlängerung. Wenn die EU den Brexit so sehr gewollt hätte, wie sie schreiben, wäre GB im März raus gewesen."

Das ist jetzt schon böswillige Wortverdrehung.

Das user Magfrad hat nicht geschrieben, dass die EU die Briten zum Stichtag gern loswerden wollte, sondern dass sie erwartet hat, dass die Briten zum Stichtag zu Potte gekommen wären.

Verflochtene Volkswirtschaften

@karwandler:
Sie schreiben:
“Als ob mit "du kriegst das Haus, dafür nimmst du auch die Kinder" die "Scheidung" verflochtener Volkswirtschaften beschrieben wären."
In der Tat wird es hier hässlich: gekoppelte, sogar nichtlienare Differentialgleichungen in der Theorie. Da stellt ein Non-Deal Brexit leider eine chaotische Singularität da: alles kann und wird dort passieren, auch das GB pleite geht ....

@ Karwandler

Wären die Fragen zum Schleudersitz, zum Waffensystem und zur Lackierung noch offen

20:57 von berelsbub

Auch mit der Frage wären viele Streitpunkte im Nachhinein möglich.
Mit welchem Waffensystem? Wieviele? Zu welchem Preis? Mit oder ohne Schleudersitz? In welcher Farbe lackiert?
Nicht alles scheint so klar, wie man es gerne hätte

Richtig, sie haben es begriffen. Und jetzt übertragen Sie bitte die Frage auf das Thema Brexit. "Soll das UK die EU verlassen und wenn ja zu welchen Bedingungen?"

Völlig autonom? (scheitert wohl an der geografischen Nähe und den engen Verflechtungen) Status Norwegen? Mag die EFTA nicht so. Status Schweiz? Wollten die Briten nicht. Zwischenabkommen mit der EU, danach Freihandelsabkommen? Wollten die Briten nur, wenn sie alle Rosinen, aber keine Zitronenstücke bekommen. Will die EU logisch nicht!

Die Britischen Inseln setzen ihre Segel und ankern nach einigen Wochen neben den USofA oder etwas später zwischen Australien und Neuseeland ist nämlich keine realistische Option, zumal die republikanischen Iren da auch noch einige Worte mitzureden hätten.

re morlem

"Am 23. Juli 2019 um 20:54 von schabernack

Private Kontoführung, private Ehescheidungen.

Wahrscheinlich lassen sich in Gestrüppen, und im Unterholz von Wäldern, noch eine ganze große Menge weiterer komplett untauglicher Vergleiche finden, die man an den Haaren herbei zerren kann, um sie als "Erklärungsmuster" für den Brexit "umzudengeln" …

Ja, so sind sie eben, die komischen Papiere mit Unterschriften drunter, welche sich Verträge schimpfen. Ob jetzt Privat, oder Staatsvertrag, er sollte doch bindend sein. Hierfür muss ich kein Unterholz oder Gestrüpp bemühen. Dei Briten haben seiner Zeit das Vertragswerk samt Ausstiegsklausseln akzeptiert. Wo ist nun das Unterholz?"

Auch ein Eigentor.

Genau der Vertrag, auf dem Sie jetzt beharren, enthält die Option, die Ausstiegsfrist mit Zustimmung der EU Staaten zu verlängern.

Einfach mal sich bemühen, den § 50 über den EU Austritt zu kennen. Wenn man unbedingt mitreden will.

Sind wir Kinder?

Was die Briten wollen, das müssen sie wissen.
Jedoch: Ich möchte daraus so wenig Nachteile wie möglich.
Bestrafung wie für ungeliebtes Verhalten an de Sandkiste- ist das etwas für erwachsene Menschen?
Oder ist das wieder das deutsche Wesen, was immer weiß, was richtig ist.
Geschmeidig bleiben.
10 Verlängerungen der Frist, gerne, wenn dadurch nur die Nachteile geringer werden.

Bitte aber niemanden zum Rosinenpicken verführen. ( pull effect)

21:09 von Morlem

«Dei Briten haben seiner Zeit das Vertragswerk samt Ausstiegsklausseln akzeptiert. Wo ist nun das Unterholz?»

"Gegen die Ausstiegsklausel" (Abschnitt 50 EU-Vertrag) haben bisher weder die EU, noch GB in irgendeiner Art und Weise verstoßen. Alles, was bisher geschah, war (und ist) gemäß den dort festgelegten Regularien.

Prinzipiell könnte GB das Austrittsgesuch zurück nehmen.
Die EU (bei guter Begründung) GB eine Fristverländerung einräumen.
Nix davon wäre gegen die Übereinkunft aus Abschnitt 50 EU. Gar nichts.

"Das Unterholz ist da".
Dort wo Sie Ihren Vergleich mit Ihrem privaten Konto her haben …

21:13 von schiebaer45

Gibt ihm eine Chance soviel Fairness muss sein. Erst einmal die berühmten 100 Tage Zeit geben,dann sehen wir weiter.

Zufälligerweise ist heute in genau 100 Tagen der 31.Oktober 2019... Schicksalstag sozusagen.

@paule2 20:09

Wo bitte hat die EU die Briten gegängelt nach dem Brexit Votum? Richtig, nirgendwo!
Warum behaupten Sie also Dinge die nicht stimmen! Irgendwann platzt einem mal die Hutschnur bei dem Unfug der hier verbreitet wird von einigen!
Dieses Brexit Theater haben sich die Briten selbst eingebrockt und sonst niemand. Die EU hat den Briten ein sehr faires Angebot gemacht, aber dies war den Briten nicht fein genug und sie wollen noch mehr Rosinen picken. Gottseidank macht die EU da nicht mit! Unerträglich ist, dass dieser Brexit nicht im März durchgeführt wurde und die EU sich von den Briten hat überzeugen lassen Fristen zu verlängern. Ich freue mich jetzt schon die tolle Freiheit der Briten zu sehen, wenn das BIP der Briten in ein paar Jahren das Niveau von Albanien und Moldawien erreicht.

@ Karwandler

„Das user Magfrad hat nicht geschrieben, dass die EU die Briten zum Stichtag gern loswerden wollte, sondern dass sie erwartet hat, dass die Briten zum Stichtag zu Potte gekommen wären.“

1. der User ist keine Sache sondern ein Mensch

2. wenn GB nicht zu Potte kommt, muss die EU das GB nicht gleich tun. Die EU hätte handeln können / müssen, dann hätten wir uns das sommertheater erspart und wieviele Sommer des ungewissen mögen noch kommen

21:24 von karwandler

Das user Magfrad hat nicht geschrieben

Lassen sie mal das letzte Jahr Revue passieren, was der besagte User alles so über den Brexit geschrieben hat. Die EU wird hart bleiben und keinesfalls nachgeben. Ich weiß nicht genau, wie oft er das wiederholt hat, aber er lag mit seinen Voraussagen immer falsch.

@ magfrad

„Unerträglich ist, dass dieser Brexit nicht im März durchgeführt wurde und die EU sich von den Briten hat überzeugen lassen Fristen zu verlängern“

110% Zustimmung für Ihren Post

@berelsbub 21:03

Sie können noch so oft der EU den Schwarzen Peter zuschieben, Realität ist, dass die Intention eindeutig von den Briten kam und nicht von der EU. Der EU dafür die Schuld zu geben ist dreist und passt zu der Oberflächlichkeit mit der die ganzen EU-Kritiker und Hasser in diese Debatte reingehen. Das gute ist die EU wird es definitiv auch in 10 Jahren noch geben, UK hingegen sollte der Brexit kommen (davon kann man ausgehen) nicht. Ich gebe UK keine 5 Jahre im Falle eines Brexit. Die Schotten werden schnell die Unabhängigkeit suchen und auch per Referendum durchbringen und dann folgt Nordirland. Das Königreich schrumpft dann auf Wales und England zusammen.

Ende von GB

Johnson - das ist das Ende von GB - Ich glaube nicht, dass die Nordiren und die Schotten den Brexit a la Boris so hinnehmen.

@um 21:00 von Magfrad

Offensichtlich kennen Sie alle Briten oder wie kommen Sie bitte darauf was den britischen Wählern auf den Sack geht und was nicht.

Das ist etwas für den Politikwissenschaftler. Aber hören Sie sich doch bei den Briten um, Zeitungen usw. Das Argument "raus weil so entschieden" wird immer stärker.

Wissen Sie was den meisten Briten auf den Sack geht? Dass sie von ihrem inzwischen Premierminister eiskalt belogen wurden.

Darum erzielt er gerade bei den 150'000 Parteimitgliedern ein solches Glanzresultat?

Legitimiert finde ich auch schwierig, Boris Johnson wurde von keinem britischen Wähler gewählt.

Boris Johnson wurde 2017 in seinem Wahlkreis von den Wählern ins Unterhaus gewählt. Da unterscheidet ihn nichts von Theresa May.

Eine Volkswahl des Premierministers gibt es in Grossbritannien nicht. Nicht mal eine Parlamentswahl. Da wird einfach jeweils der Parteivorsitzende mit der Parlamentsmehrheit im Rücken von der Königin ernannt.

re messi

"Nehmen Sie bitte die Abstimmungsfragen zum Beitritt zum EWR, zur UNO. Die sind vergleichbar. Da wurde einzig und alleine gefragt ob wir dem EWR (1992 nein) der UNO (1986 nein, 2002 ja) beitreten wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Ja/Nein als Antwortmöglichkeiten."

Damit kommen Sie mir nicht vom Haken.

Man kann der UNO beitreten oder nicht. Ja oder nein. Verschiedene Mitgliedschaften (ein bißchen, ziemlich viel, fast ganz) gibt es nicht.

Seit drei Jahren drehen sich die Debatten dagegen um die Frage, wie man aus der EU austritt: mit oder ohne Zollunion, mit oder ohne Personenfreizügigkeit, und brauchen die Briten dann ein Visum, wenn sie sich auf Mallorca besaufen wollen.

Was sagt denn Ihr Ja/Nein Prinzip zur Aussage des Referendums zur letzten Frage?

@ alle Schweizer oder Schweizkenner

Der gute Herr B. Johnson ist kein deut besser oder schlechter als deutsche Politiker oder in diesem Rahmen der Schweizer BR.
Im Interesse des eigenen Wunschresultats wird bei Volksabstimmungen regelmäßig gelogen oder die Realität verbogen, nur um das Wasser zur eigenen Mühle zu bringen.
Hier wird die Wahl Johnsons und die Konsequenzen für den Brexit kommentiert, am Ende, sollten wir uns Gedanken machen , bevor wir Wählen gehen und nicht wie Schafe dem besten Retoriker nach laufen.

re schiebaer45

"Gibt ihm eine Chance

soviel Fairness muss sein. Erst einmal die berühmten 100 Tage Zeit geben,dann sehen wir weiter."

Rechnen sie mal nach, wieviele Tage bis zum 31.Oktober bleiben.

das wird knapp.

A PRIORI

Von Anfang an hat dieser Mensch Glaubwürdigkeit verspielt, indem er sein Volk belogen hat, Unwahrheiten zu seinem politischen Instrumentarium gemacht hat.

Kontinentaleuropa sollte ihm nicht auf den Leim gehen, sich nicht erpressen lassen !

Wie könnte ich an mein Europa noch glauben, würde man sich britischem Nationalismus, á la Johnson unterwerfen ?

@ magfrad

„Der EU dafür die Schuld zu geben ist dreist und passt zu der Oberflächlichkeit mit der die ganzen EU-Kritiker und Hasser in diese Debatte reingehen. Das gute ist die EU wird es definitiv auch in 10 Jahren noch geben, UK hingegen sollte der Brexit kommen (davon kann man ausgehen) nicht“

EU-Kritiker kann und sollte ein jeder sein. EU-Hasser bin ich für meinen Teil nicht, sehe die vielen Vorteile. Und es ist schön, dass es die EU in 10 Jahren noch gibt. Jedoch sollte die EU sich nicht von GB auf der Nase rumtanzen lassen und da wären wir dann wieder bei der EU-Kritik. Aber das sehen sie ja genau so wie ich

re berelsbub

"@ Karwandler

Wären die Fragen zum Schleudersitz, zum Waffensystem und zur Lackierung noch offen"

Ich lass das mal so stehen, um die Absurdität nicht auf die Spitze zu treiben.

Blühende Felder...

Johnson zieht den Brexit jetzt durch und er wird ein großer Erfolg werden. Das ganze Chaosgerede ist Unsinn. Großbritannien wird aufblühen.

0,3 Prozent der Wâhler

haben sich für diesen Menschen entschieden.
Dass Trump ihn gut findet, spricht für sich.
Es wird höchste Zeit dass in Gross Britannien Neuwahlen stattfinden, damit solche Scharlatane aus der Politik verschwinden.

@berelsbub 21:36

Da haben wir sogar mal die gleiche Meinung. Für alle ist zu hoffen, dass dieses peinliche Theater zum 31. Oktober endlich beendet ist. Wirtschaftlich wird es für uns in der EU gut sein, sicherlich besser als für die Briten. Die müssen mit dem Ausgleich des Defizits alleine auskommen während die EU es auf 27 Staaten verteilen kann. Die EU wird dies meistern, alleine schon wegen der Größe, die britische Wirtschaft, da lege ich mich fest wird daran zu Grunde gehen. Mitleid habe ich aber keins, die Briten wollten es mehrheitlich so und haben offenbar einen großen Drang zur Selbstzerstörung

@20:34 von schabernack

//Gefragt wurde "so was à la":
«Sollen wir nach der Party noch wo anders hin gehen ?»

Und so stehen sie seit mehr als drei Jahren in der Kälte vor der Tür im Regen, die Briten. Stehen sich die Beine in den Bauch, weil kein Mensch weiß, wo man denn nun hin gehen solle.//

Ich liebe Ihre Metaphern, macht das Forum etwas bunter.

//Wenn man das: "Wir wollen aber wo anders hin !"...//

Sind das nicht die Probleme, die man eigentlich in der Pubertät hat?

@ Karwandler

"@ Karwandler

Wären die Fragen zum Schleudersitz, zum Waffensystem und zur Lackierung noch offen"

Ich lass das mal so stehen, um die Absurdität nicht auf die Spitze zu treiben.„

Gut, 1:0 für Sie ;-)

USA <-> GB

Ist es gestattet, davor Angst zu haben, dass zwei Männer, eines Sinnes, die Welt ins Chaos stürzen könnten ?

Vieles ist möglich!

"Demographisch gesehen, sind in den vergangenen drei bis vier Jahren mehr Menschen 18 Jahre alt geworden, die zum pro-EU-Lager tendieren. Das Ergebnis könnte also noch knapper ausgehen."
Das könnte Johnson und den Brexitanhängern sogar noch den Brexit kosten.

@20:14 berelsbub

Sind Sie denn der einzige, der nicht weiß, dass in Johnsons eigener Partei die Gruppe der Gegner*innen gegen einen ungeordneten Brexit so groß ist, dass sie Boris Johnson stürzen werden, wenn er wirklich auf "no Deal" setzt? Das haben doch auch Sie mitbekommen, oder nicht?
Insofern stimmt: Der ungeregelte Brexit scheitert am britischen Parlament.

@20:20 von karwandler

"Welchem Wählerwillen sollte die EU denn folgen?"

Ist doch klar, immer dem eigenen...

@ Dr.Hans

"Großbritannien wird aufblühen."

Genau - wie der Rost um das kleine Loch in der Lackschicht des PKW-Kotfluegels...

@berelsbub 21:44

Umso besser, wenn Sie die vielen Vorteile sehen und ganz klar sagen, dass Sie nicht derart negativ eingestellt sind wie einige andere hier. In der Tat sollte die EU sich nicht so von UK auf der Nase rumtanzen lassen und dies nervt mich auch, da haben wir absolut die gleiche Meinung. Vor allem sehe ich auch nicht das Problem. Die EU ist auf den Brexit sehr gut vorbereitet und hat alle Szenarien bedacht, man wird keinen negativen Überraschungsmoment haben. UK hingegen ist 0 vorbereitet und hat seit 2016 gezeigt wie schlecht man verhandelt und bei dieser ganzen Debatiererei hat man sich 0 auf die verschiedenen Szenarien vorbereitet. Man sieht sich halt als großes Empire und glaubt man wird auch damit fertig, ich fürchte da verkalkuliert man sich extrem!

re dr.hans

"Blühende Felder...

Johnson zieht den Brexit jetzt durch und er wird ein großer Erfolg werden. Das ganze Chaosgerede ist Unsinn. Großbritannien wird aufblühen."

Das mit den blühenden Landschaften weckt aber Assoziationen, die Sie eigentlich nicht wollten ...

@ 21:47 von peter Schäfer

"Es wird höchste Zeit dass in Gross Britannien Neuwahlen stattfinden, damit solche Scharlatane aus der Politik verschwinden."

Das sehe ich auch so aber leider kommt vorher noch der (harte) Brexit.

Bei den Briten umhören

@Messi schreibt:"
Das ist etwas für den Politikwissenschaftler (was dem britischen Wähler interessiert oder nicht aka auf den Sack geht oder nicht). Aber hören Sie sich doch bei den Briten um, Zeitungen usw."
Wie jetzt, soll ich jetzt selber eine statistische Grundgesamtheit der Briten bilden und sie begragen. Und seit wann Bilden Zeitungen den mehrheitlichen Willen der Befölkerung wieder.
Ich kann Ihnen eines sagen: die Briten, die ich kenne, wollen alle keinen Brexit. Aber das ist genauso aussgekräftig wie Ihre Ausage mit den Zeitungen. Weil, siehe oben ...
Und sie sagen selber implizit: das ist etwas für den Politikwissenschaftler.

Bojo Show

Tolle Show, aber hat Bojo überhaupt mal erklärt, welcher Art die zusätzlichen EU- Rosinen sein sollen, oder will er einfach nur mehr der verschrumpelten Früchte , die auf seiner Insel nun mal nicht wachsen?

Ist ihm und seiner Gefolgschaft eigentlich klar, dass die EU die Interessen von sehr vielen Bürgern dieser Staatengemeinschaft vertritt und nicht einfach aus Gefälligkeit für Nationalisten zu verschenken hat? Wäre mal für hiesige Nationalisten so zum ... naja, ich dachte nur.

Warten Sie doch Johnson mal ab.

Champions League kann das UK jedenfalls schon mal.

@Messi 21:38

Zu Punkt 1
Wissen Sie ich war im Mai in England und in Schottland. Kam in London, Liverpool, Newcastle, Manchester, Leeds, Glasgow und Edinborough mit Briten in Kontakt und von Ihrer Behauptung, dass das Argument "raus weil so entschieden" immer stärken wird habe ich nichts gemerkt. Es war Tendenz eher sogar mehr remain als leave und dies sogar bei Leuten die 2016 noch leave stimmten
Zu Punkt 2: Die Parteimitglieder haben doch vorher gesagt bekommen was sie zu machen haben. Als ob sowas ohne Absprache abläuft. Die Wahl stand lange vorher fest.
Zu Punkt 3: Ja es gibt keine Volkswahl und dies finde ich im Übrigen ziemlich schlecht und undemokratisch. UK würde es besser gehen wenn das Volk entscheidet wer Premierminister wird und keine Parlamentsmehrheit oder sonst was.

Johnson als Heilsbringer ist wohl nur ein Chaosstifter

wenn der Deal jetzt nochmal geändert ,aufgeschnürt oder neue Anlagen dazukämen wäre es mit der Glaubwürdigkeit der EU vorbei. Man darf Johnson nicht nachgeben.
Was ist ein harter Brexit? Das heißt ja nicht, dass es danach keine Verhandlungen mehr gibt. Aber die EU könnte nach einen Brexit am längeren Hebel sitzen. Einzig die 60MRD könnte Johnson als Pfand einsetzen.
Die Wirtschaft braucht Klarheit eine Hängepartie ist Gift. Auch ohne GB geht das Leben weiter.
Die Zeit wird es zeigen ob ein kleines Land in der globalen Welt bestehen kann. Auf Trump zu setzen wird sich als Luftnummer erweisen- Amerika first. Johnson wird hart fallen- Chaos ist zeitweise möglich. Aber EU und GB werden nicht untergehen.
Schade wir hätten GB in der EU gebraucht. Wenn die EU Haltung zeigt, nicht nachgibt, die Menschen erkennen das die Versprechen von Johnson und Co Luftblasen waren tritt GB vielleicht später wieder ein.

@Kowalski 20:40

Da müssen sich die Brexiteers beeilen, nächstes Jahr im Dezember könnte es zu spät sein. Gut möglich, dass Trump dann seine Koffer packen muss und seinen eigenen Exit machen muss aus dem Weißen Haus. Es ist ziemlich naiv von den Briten sich auf einen Donald Trump zu verlassen. Wenn Trump eines gezeigt hat seit 2016, dann dass er absolut unzuverlässig ist und seine Meinung andauernd ändert :D

um 21:11 von Messi

>>
Nehmen Sie bitte die Abstimmungsfragen zum Beitritt zum EWR, zur UNO. Die sind vergleichbar. Da wurde einzig und alleine gefragt ob wir dem EWR (1992 nein) der UNO (1986 nein, 2002 ja) beitreten wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Ja/Nein als Antwortmöglichkeiten.
<<

Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie genau 3 Beispiele gewählt haben, wo es nur "Ja" oder "Nein" gibt. In allen genannten Fällen gab es nichts zu verhandeln. Beitreten oder es lassen - mehr gab es nicht.

Insoweit haben Sie zwar ungewollt, aber deutlich zur Klärung beigetragen.

Am 23. Juli 2019 um 21:31 von schabernack

Gegen die Ausstiegsklausel" (Abschnitt 50 EU-Vertrag) haben bisher weder die EU, noch GB in irgendeiner Art und Weise verstoßen. Alles, was bisher geschah, war (und ist) gemäß den dort festgelegten Regularien.

Prinzipiell könnte GB das Austrittsgesuch zurück nehmen.
Die EU (bei guter Begründung) GB eine Fristverländerung einräumen.
Nix davon wäre gegen die Übereinkunft aus Abschnitt 50 EU. Gar nichts.

Nun, da sie so Vertragsfest sind und das Ganze Dilema, welches nun schon Jahre dauert, auf wenige Worte reduziert haben, wäre es durchaus wünschenswert, eine Koryphäe ihres Wertes in die Verhandlungen ein zu bringen.
Also Hard Brexit im Herbst, einmal Vertragstreu zeigen.

Risiken.

@21:17 von reinbolt48
Zustimmung!
Eine Gefahr, die in der EU ohnehin schon Fehlentwicklungen ausgelöst hat, sehe ich in einer Art "Unterbietungstendenz".
Bisher profitierten davon Irland als Steuerparadies für US-Weltkonzerne, aber auch Lux. und Deutschland versuchen sich da Vorteile zu verschaffen.
Und GB spielt mit der City of London und einigen Steueroasen-Insel ohnehin schon eine verheerende Rolle.

GB könnte versucht sein - und das wäre auch eine rationale Erklärung für die medienmäßige Unterstützung des Brexit - hier noch erheblich zuzugreifen.
Das würde auf Kosten der EU gehen, die dann natürlich auch versuchen würde, wieder konkurrenzfähig zu werden.

Also eine Abwärtsspirale, wie sie beim Lohndumping schon beobachtet wurde.

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