Ihre Meinung zu: Ergebnis bei den Tories: Wer tritt in Mays Fußstapfen?

23. Juli 2019 - 7:23 Uhr

Der Brexit-Hardliner Boris Johnson oder der diplomatische Jeremy Hunt? Heute wird bekannt, wer Nachfolger von Premierministerin May wird. Aber egal, wer kommt: Die Probleme bleiben. Von Imke Köhler.

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Kommentare

In die "Fußstapfen" von May

In die "Fußstapfen" von May tritt Johnson sicher nicht, er stapft in seiner ganz eigenen Art, bei der er es (wie im Bericht formuliert) mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt. Johnson spaltet das Land und die Tories, und genau das, was jetzt bitter nötig ist, bietet Johnson nicht: ein klares Programm einerseits für die Realisierung des Brexit (markige Sprüche, falsche Zahlen und Fakten sowie das Ausblenden des Parlamentes bringen da nichts) und andererseits für die Zusammenführung der britischen Gesellschaft. Dass etliche Minister nach dem innerparteilichen Wahlsieg Johnsons gegen Hunt den Hut nehmen werden, ist ein beunruhigendes Signal dafür.
Wenn Boris Johnson in irgendwelche Fußstapfen trifft, dann eher in die narzisstisch geprägten eines Donald Trump.

Boris Johnson oder Jeremy Hunt? Wer macht das Rennen

um Theresa Mays Fußstapfen?
Die Zerrissenheit der Gesellschaft, die sich inzwischen durch jede politische Landschaft zieht, macht auch vor einer Parteispitze nicht halt.
In der Zeit, als es um gemeinsam ausgehandelte politische Programme ging die verbindlich und Richtungsweisend waren, hätte es eine Parteispitze schwerer gehabt mit zwei konträren Zielen aufzutreten. Das war die Aufgabe der unterschiedlichen Parteien. So abgehoben (von sich selber) wie sich inzwischen sehr viele Politiker präsentieren (siehe Barley SPD und Keller Grüne) wundere ich mich nicht mehr darüber das der Kandidat mit der klarsten Linie gewählt wird. Diese Entwicklung: weg von gemeinsamen Zielen, weg von dem was die Basis will, weg von politischem Konsens gefällt mir nicht.
Das aber, obwohl der Brexit beschlossen ist (was ich selber sehr bedauerlich finde) bei der Premierminister Wahl zwei Kandidaten übrig geblieben sind, die fast gegensätzliche Programme vertreten ist schon sonderbar n.m.M.

Jeremy Hunt

Hoffentlich gewinnt Jeremy Hunt, denn Johnson halte ich nicht für fähig.

Auslaufmodell Brexit

Der Brexit hat längst keine Mehrheit mehr in Großbritannien.

Brexit

Es wird Zeit für die Glaubwürdigkeit der europäischen Politik hier endlich ein Ende zu finden. Es sollte auf keinen Fall weiter hinausgezögert werden. Wir haben Zeit bis Oktober uns auf den Austritt ohne Abkommen vorzubereiten und dann sollten wir sie auch gehen lassen.
Es kann nicht sein das die EU so mit sich spielen lässt.

Lasst es Boris machen,

der hat den Unsinn mittels seiner Lügen ja schließlich mit eingestielt. Mal sehen, ob er sich bis Ende Oktober als Primaballerina hält.

Man kann nur hoffen,......

daß die neue EU-Kommission mindestens das gleiche, wenn möglich sogar ein steiferes Rückgrat hat, als die alte Kommission! Man ging schon bei Theresa May Kompromisse ein, die fast nicht mehr zu vertreten waren. Es ist damit zu rechnen, daß dieser britische Mini-Donald glaubt, mit einer Mischung von Drohungen und/oder elefantenmäßigem Benehmen mehr "britischen" Erfolg zu haben, als seine Vorgängerin. Nach der Kommödie um die Planstellen in der EU kann sich die EU eine nochmalige Blamage nicht mehr leisten, oder? Außerdem wäre ein Nachgeben eine Ohrfeige für alle britischen "remainers!

Dieser Satz aus dem Munde von Befürworterin Elizabeth klingt nicht mehr so optimistisch, wenn man ihn so versteht: “...er soll die Suppe auslöffeln, die er angerührt hat.“
In meinen Augen müsste eine solche Begründung auch so gemeint sein, denn außer dass Johnson “die Lacher auf seiner Seite“ hat, kann er nicht viel bieten.
Andererseits:
Wo überhaupt wird bei der Wahl von “politischen Leitfiguren“ noch auf Ehrlichkeit und Substanz Wert gelegt? Großmäulige, nicht umsetzbare Versprechungen, Ellbogenmentalität, Verbiegen der Wahrheit, Egoismus und Eigenliebe - das ist das (wurmstichige) Holz, aus dem ein Politiker heute geschnitzt sein muss, will er morgen die Wahl gewinnen.
Und bedauerlicherweise gibt ihm das Stimmvieh Recht.

Hoffentlich sind diese

Hoffentlich sind diese Rosinenpicker bald draußen. Dann können sie endlich nach ihrem eigenen so tollen Brexitleben leben und sich ihre Dauerextrawürste selber bezahlen. Wie sie das dann finanzieren, sieht man ja jetzt schon in der Golfregion, wo sie fleißigst an einem Krieg zusammen mit ihren ehemaligen, genauso wie sie spinnernden Ablegern aus den ehemaligen Kollonien arbeiten, eben so ganz nach ihren Traditionen, also entweder Länder zu okkupieren und daraus dann Kolonien zu gründen und/oder auf den Meeren der Freibeuterei zu frönen. Bin gespannt, ob sie der Jonson der zurückgelassenen EU nicht bald auch noch mit Kontinentalsperre droht und Gandhi zur unerwünschten Person erklärt ...

Ergebnis bei den Tories

Ich glaube die EU würde ihre Glaubwürdigkeit und Daseinsberechtigung vollends verlieren wenn sie mit Zugeständnissen an den Briten den gewollten Austritt verhindern würde.
Lieber danach über einen Neubeitritt Großbritaniens zu europäischen Bedingungen verhandeln.

Mit Johnson als Premier

koennen wir (Katholiken) alle am 31.Oktober eine Kerze fuer GB bei der Graebersegnung an Allerheiligen mit anzuenden...

Ein Brexit ohne Dauerschaeden fuer GB und EU ist bestimmt moeglich - aber nicht wenn B.J. seine "hohle Politik" so weiter fuehrt...

rer Truman Welt

Johnson wird so viel liefern in Großbritannien wie Trump in den USA -> viel heiße Luft - davon haben wir alle gerade aber auch schon genug! - , Blödsinn und vor allem Probleme -> allerdings für die anderen. Solche Leute in der Politik zertrümmern nur in kürzester Zeit das, was andere in Generationen aufgebaut haben bzw dann hatten.
Wenn diese Leute ihr Amt verlassen, werden wir sehen, was sie hinterlassen.
Zum Glück für Großbritannien wird Johnson nur ein kurzes Intermezzo sein. Er wird gar nichts erreichen und die Engländer weiter Mitglied der EU nach dem 31.10.19 .
Es wird keinen "Cold Break" geben. Das passiert auch nicht durch einfach nichts tun! Weil, vorher würde Johnson bereits in den einstweiligen Ruhestand versetzt.
Nein, nein, da mache ich mir gar keine Gedanken darüber. Es wird Neuwahlen geben!
Und dann . . . . mal sehen.

Boris Johnson verspricht Dinge

Wenn dieser Typ irgendwelche Dinge verspricht, dann ist schon klar, dass es sowieso nicht stimmt. Tut mir Leid, wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Schlimm genug, dass dieser Mann der seinem Volk absichtlich Unwahrheiten bezüglich des Brexits erzählt hat noch so beliebt ist. Ist ein weiterer Beleg wie verblendet viele Briten sind.

@Bullok 09:13

Keine Sorge, die EU hat sich nicht geändert bezüglich der Mehrheiten. Die Befürworter des harten Kurses haben klar Mehrheiten. Es wird keine Zugeständnisse geben. Wenn die Briten raus wollen ohne Vertrag, dann sollen sie es tun, die EU ist auch darauf vorbereitet.
Entweder UK akzeptiert den Deal in dem die EU den Briten bereits extrem entgegenkommt oder man geht eben ohne Vertrag.
Offensichtlich haben die britischen Politiker und vor allem auch Johnson immer noch nicht begriffen, dass die Briten nicht in einer starken Position sind. Die EU kann schön zusehen was Johnson und Co alles machen und wird sich 0 beeindrucken lassen. Im Gegensatz zu Großbritannien ist die EU auf jedes Szenario vorbereitet.

Die Frage entsteht doch gar nicht...

Johnson macht das Rennen. Auf der Rednerbühne überzeugend, jederzeit auch vom Volke wählbar, ein Pitbull, der vor Virilität strotzt. Als Diplomat in einer schwierigen Zuspitzung des Iran Konflikts, der Fingerspitzengefühl erfordert, dürfte Johnson wahrscheinlich eine einhundertprozentige Fehlbesetzung sein. Aber auch Hunt setzt aktuell auf eine Allianz mit der USA und EU, um Schiffe durch die Strasse von Hormus zu geleiten. Was unter Garantie vom Iran militärische Gegenmassnahmen provozieren wird. Britannien am Scheideweg, die Neubesetzung des Primeministers eine Wahl zwischen schlechter und noch schlechterer Alternative. Über den kommenden Brexit nicht zu reden. Aber wie harry_up richtig schreibt: Boris soll das zu Ende bringen, was er begonnen hat. Ab dem ersten Tag wird die Bürde des Amtes drücken. Auch wird er sich für die Folgen eines harten Brexit verantworten müssen. Gut so.

Stimmenthaltungen als Zünglein an der Waage?

Wohlmöglich gibt es etliche Stimmenthaltungen, die
das Endergebnis beein-
flussen.

Gibt es außer Johnson und Hunt keinerlei ECHTE Remainer??

Oh man... gibt es denn außer Johnson und diesem Hunt keine anderen ECHTEN Remainer??

https://www.tagesschau.de/ausland/may-nachfolge-111.html

Der Brexit-Hardliner Boris Johnson oder der diplomatische Jeremy Hunt? Heute wird bekannt, wer Nachfolger von Premierministerin May wird. Aber egal, wer kommt: Die Probleme bleiben.

Denn ich sage ehrlich, dass ich beide fuer ungeeignet halte weil beide Brexiteers sind. Aueßrdem steht Hunt auch fuer Aufruestung und Kriegstreiberei. Nee Danke echt und auch zu Johnson sage ich genauso nein Danke. *Kopf auf der Tischplatte*

Implosion der Tories

Man hat - nach all den Jahren, die es besteht - das britische Politik-System inklusive seiner zweieinhalb Parteien für ziemlich stabil gehalten. Umso erschreckender ist, dass ein paar Leute wegen ihrer diversen Unfähigkeiten einerseits die konservative Partei, andererseits aber auch das ganze Land vor die Wand fahren konnten:

- Unfähigkeit zur Konsenssuche. Nach dem Brexit-Beschluss hätte man nach gesellschaftlichen Mehrheiten suchen müssen, nach einer gemeinsamen Idee, wo es hin gehen soll.

- Keine Einsicht in "das geht nicht". Man hat sich hartnäckig geweigert, die roten Linien der EU zu sehen.

- Wenn die eigenen Leute was anderes wollen: Mays Brexit-Pläne hatten selbst in ihrer Partei oft keine Mehrheit.

- Es der Opposition leicht machen: Corbyn und Farage konnten sich die ganze Zeit hinstellen und gegen alles sein. Einbinden wäre sinnvoller gewesen - oder zeigen, dass man sie nicht einbinden kann.

Jetzt also Johnson. Nun, lauter wird es auf jeden Fall - aber besser?

@ Kowalski (08:54): Auch ich lehne den Brexit ab

hi Kowalski

exakt genauso ist es. Deswegen wäre mir ein ECHTER Remainer/eine ECHTE Remainerin lieber. Ich halte weder Johnson noch Hunt fuer geeignet. Ich wueschte mir, es gäbe andere Alternativen.

Denn der Brexit funktioniert nicht und wird nie funktionieren und die Mehrheit in England will den Brexit nicht. Aber auch mit dieser Rosinenpickerei von England und den USA muss genauso Schluss gemacht werden. Zusätzlich sage ich ganz offen, dass ich den Brexit ablehne.

Aber ich erwarte von England genauso, dass es seine hinterzogenen EU-Mitgliedsbeiträge bezahlt.

re schokoschnauzer

"Das aber, obwohl der Brexit beschlossen ist (was ich selber sehr bedauerlich finde) bei der Premierminister Wahl zwei Kandidaten übrig geblieben sind, die fast gegensätzliche Programme vertreten ist schon sonderbar n.m.M."

Wie kommen Sie denn auf gegensätzliche Programme?

09:13 von Bullok

>>Ich glaube die EU würde ihre Glaubwürdigkeit und Daseinsberechtigung vollends verlieren wenn sie mit Zugeständnissen an den Briten den gewollten Austritt verhindern würde.
Lieber danach über einen Neubeitritt Großbritaniens zu europäischen Bedingungen verhandeln.<<

Wenn dieser Mini-Donald sein Daher-Gerede auch nur annähernd selbst ernst nähme, dann dürfte er auch nach einem noch so weitgehenden Entgegenkommen der EU seinen Brexit nich abblasen, denn er und seine Adlaten tragen immer wie eine Monstranz vor sich her: "Die Briten haben annodazumal für einen Brexit gestimmt - brexit means brexit - eine nochmalige Abstimmung ist 'natürlich' (anders als im Unterhaus) nicht möglich -sorry!"

Dilettantismus hat Hochkonjunktur

USA und GB (auch Italien und Brasilien) "erfreuen" sich Staatsoberhäuptern, die vehement gegen jede Vernunft agieren, ohne Rücksicht auf die Folgen für ihr Volk.
Auch GB wird heute voraussichtlich einen
lächerlichen Clown, ohne jede Befähigung
für das Amt zum Premier "krönen".
Früher waren Staatsoberhäupter Vertreter
des Volkes und heute sind sie Vertreter in eigener Sache. Einziger Trost: Sie sind nur auf Zeit gewählt und besonders B. Johnsons
Zeit wird nur von kurzer Dauer sein.
Ein Lichtblick? Wohl kaum, bei diesen chaotischen politischen Verhältnissen in GB.

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