Ihre Meinung zu: Demonstrationen in Hongkong: Angriffe auf Chinas Vertretung

22. Juli 2019 - 6:59 Uhr

Wieder sind in Hongkong Zehntausende auf die Straße gegangen. Wieder kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizei und Aktivisten. Erstmals richteten sich die Proteste auch gegen Chinas Vertretung. Von Benjamin Eyssel.

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Kommentare

Also geht es gar nicht um irgendwelche Gesetze

Schon als die Proteste gegen chinesische Händler Lösungen, die in Hongkong Waren günstigster kaufen, um sie in China teurer zu verkaufen, dachte ich mir, dass das merkwürdig ist. Als 2011 der Zucker bei Lidl an der polnischen Grenze günstiger war, als in Polen hat Lidl einfach den Verkauf rationiert (pro Einkauf nur so und so viel), weil die polnischen Händler auch alles aufgekauft haben. Damit hat sich das erledigt.

Jetzt wird in Hongkong ein Aufstand geprobt und geschaut, wie China reagiert.

Es ging von Anfang an gegen China, es ging nie um Gesetze oder Händler.

Mehr Hintergründe sind wünschenswert.

lächerlich...

...wie schlimm ist das das denn, das Staatswappen zu verunreinigen!
Das löst Schmerz und Wut aus bei der chinesischen Führung; der Schmerz und die Wut der Honkonger über menschenverachtende Gesetze wird jedoch nach wie vor gar nicht wahrgenommen.
Die Strategie ist klar: endlich gibt es Gründe, mit aller Härte zurückzuschlagen; die Inhalte worum es den Demonstrierenden geht gehen dabei vollkommen unter.
Die Absicht, wirklich ernsthaft darauf einzugehen war bisher nie zu sehen und wird es es auch nicht geben.
Pure Diktatur, die ihr Gesicht im scheinbar noch demokratischen Honkong immer deutlicher zeigt.

Das Wort Aktivist verstehe ich in diesem ZUsammenhang nicht.

Die Regierung Honkongs hat ein umstrittenes Gesetz zurück genommen.
Trotzdem geht die Gewalt weiter.
Es scheint wie bei manchen Aktionen der Geldwesten und der Randale beim G20 Gipfel Randale um der Randale Willen.

08:15 von mariposalibre

...wie schlimm ist das das denn, das Staatswappen zu verunreinigen!

Wenn du das nicht verstehst, dann verbrenn' doch einfach mal die Deutsche Flagge vor deinem Landtag. Oder geh' gleich zur Polizei, dann hast du es nicht weit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verunglimpfung_des_Staates_und_seiner_Symbole

Die Strafe ist Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, wenn der Täter sich durch die Tat absichtlich für Bestrebungen gegen den Bestand der Bundesrepublik Deutschland oder gegen Verfassungsgrundsätze einsetzt./cite>

Alles gar nicht so schlimm?

So gehen die 50 Jahre

So gehen die 50 Jahre gesicherte Freiheiten halt schneller vorbei! Das läuft aus dem Ruder dort.Ob das gewollt ist ?

08:15 von mariposalibre

“...die Inhalte worum es den Demonstrierenden geht gehen dabei vollkommen unter.“
Sie wissen worum es den “Aktivisten“ geht? Ich konnte dazu nichts finden. Denn die ursprüngliche Forderung - und nur die war hier zu erfahren - ist längst zurück genommen. Worum also geht es?
-------------
“lächerlich...
...wie schlimm ist das das denn, das Staatswappen zu verunreinigen!“
Sie meinen, diese “Lächerlichkeit“ wird nur von der chinesischen Regierung/in Diktaturen bestraft? Das wirft ja dann ein schönes Bild auf Deutschland.
Es wurde die Hauswand (wo ich wohne) von zwei 16jährigen Früchtchen mit einem überdimensionierten Penis und Zubehör “verziert. Wer meinen Sie bezahlt das? Bei den Jüngelchen aus gutem Haus ist (noch) nichts zu holen ind die Eltern weigern sich “da hätten sie viel zu tun“. Die Sachbeschädigung war an dem Abend nicht die Einzige: Rathaus, S-Bahnhöfe, Geschäftsfassaden...
Ich hoffe, dass die Beiden mehr bekommen als nur Sozialstunden.

Organisiert

Welche(r) (westliche(n)) Geheimdienst(e) letztendlich hinter diesen organisierten, Chaos verbreitenden Protesten steckt, werden nur eingeweihte Insider wissen.
Es mag sich nach Verschwörungstheorien anhören, trotzdem sollte man einmal über das Phänomen dieser über längeren Zeitraum stattfindenden Großdemonstrationen nachdenken.
Ich möchte einfach behaupten die Welt ist verrückt geworden und steht einen Schritt vor dem Abgrund. Und manche Politiker meinen dennoch, sie müssten den anderen Staaten immer einen Schritt voraus zu sein

Agent Provocateurs & Triadenmobster

Das demokratisch nicht legitimierte Hongkonger Marionettenregime von Mrs Lam zieht alle Register der Subversivtaktiken.

Erst am Vortag wird ein Explosivfund gemeldet. Der Sprengstofftyp gleicht eher einem, der in der internationalen Terrorszene Verwendung findet. Wie zufällig daneben drapiert findet die Polizei ein paar Flugblätter daneben. Aha ...

Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen mehren sich die Aussagen & Bildbeweise, dass immer wieder Zivilpolizisten die Eskalation hochtreiben. Gestern nun der per Video belegte Überfall von Triadenmobstern auf friedlich abziehende Demonstranten.

Übrigens in HK und Taiwan (unter der China-freundlichen Kuomintang) eine altbekannte Taktik der Polizei sich bei der Erledigung nicht ganz so "offizieller Ordnungarbeit" dubioser Triadengangster zu bedienen.

Beim dokumentierten Fall vom Sonntag hat die Polizei nicht eingegriffen. Keiner der Schläger wurde von der Polizei behelligt.

Der Gesichtsverlust von Lam und Xi in Beijing geht weiter.

@mariposalibre

"der Schmerz und die Wut der Honkonger über menschenverachtende Gesetze wird jedoch nach wie vor gar nicht wahrgenommen." Am 22. Juli 2019 um 08:15 von mariposalibre

Diese Gesetze wurden doch einkassiert.
Also hat man in Hongkong jetzt Phantomschmerzen oder was?

Für mich sieht es nach Beginn einer Rebellion aus, zumindest manche Menschen wollen Hongkong von China abspalten. (Ohne Wertung meinerseits. Völkerrechtlich sehr knifflig. Was die realen Ereignisse letzter Jahre angeht sieht es nach "Stellvertretern" aus.)

Irgend wann schlägt der chinesische Drache mit aller Härte zurück. Die Demonstranten in Honkong fordern das gerad zu heraus.

Aktivisten.

In Europa werden solche als Randalierer bezeichnet. In China und Russland sind das Aktivisten.

Na dann schauen wir

mal, wie lange es noch dauert, bis die Volksbefreiungsarmee mit Panzern kommt wie 1989 in Peking.

Blöd nur, wenn das betreffende Volk gar nicht "zwangsbefreit" werden will.

Ich kann die Leute verstehen. Wenn man Stück für Stück von einem freien Land in eine kommunistische Diktatur gedrück wird, dann versucht man das wohl zu verhindern, denn man erkennt den Wert der Freiheit.
Den Kommunismus findet man seltsamer weise nur in den Ländern immer toll, wo er gerade nicht an der Macht ist. Sorry ich habe ihn, wenn auch zum Glück nicht sehr lange, erleben dürfen. Ich verstehe wenn die Leute sich mit Händen und Füßen gegen das kommunistische China mit seiner Einheitspartei wehren.

Spiel mit dem Feuer

Gestern wurden wirklich entscheidende Schwellen überschritten, einerseits der Angriff auf das Büro der chinesischen Vertretung, wobei man sich fragt, wo hier die Polizei war und andererseits der Angriff auf Demonstranten durch Weisshemden an einer U-Bahn Station. Offensichtlich hat die Führung in Hongkong und in Peking kein Interesse an wirklicher Deeskalation, sonst hätte man das Gesetz formal zurückgezogen und Frau Lam zum Rücktritt gedrängt. Wir werden sehen, was nun folgt. Entweder gibt die Regierung nach oder sie lässt die Situation weiter eskalieren. Über die neue Zugverbindung mitten ins Zentrum und die Brücke kann man innerhalb von Stunden Zigtausende Soldaten nahezu unbemerkt in die Stadt bringen, die nicht viel Sympathie für die Bürger in Hongkong aufbringen werden. Es ist langsam ein Spiel mit dem Feuer!

09:07 von realitychecker

Der Gesichtsverlust von Lam und Xi in Beijing geht weiter.

Bitte mach mal einen Realitätscheck. Alles deutet darauf das sich die Idioten in HK übernehmen.

Zu den "Agent Provocateurs" - wenn die "Demonstranten" nicht hinter die Aktion stellen möchten, dann können sie ja auch weg gehen - dann würden diese Elemente ja flugs alleine da stehen. Das tun sie offensichtlich nicht und somit.... mach bitte mal einen Realitätscheck.

Was kann da zu dem Thema der

Was kann da zu dem Thema der für die Chinesenregierung sich Lichtjahrhunderte weit entfernte, völlig unsichtbare, uninteressante Forumteilnehmer mit seiner Meinung hier beitragen? Dass das ganze eine Reihe von Verbrechen dieser Xi-Regierung ist, mit denen hier gegen jedes Menschenrecht absichtlich und zur Demonstration gegen westliche Werte vorgegangen wird, um zu demonstrieren, dass man vor aller Welt dagen verstößt. Aber das juckt die XI-Verbrecher doch genauso viel, wie wenn bei ihnen, also in China, ein Sack Reis umfällt. Also was soll's? Nur mal das Honkong-Thema hier eingestellt, damit nicht noch mehr über die, für ihre grüngestrichenen Redigierer so unbeliebten Meinungen zu den hiesigen Politikunmöglichkeiten kontrollgelesen werden muss?

"So gehen die 50 Jahre

"So gehen die 50 Jahre gesicherte Freiheiten halt schneller vorbei!"
Die Briten haben ja mehr als genug Zeit gehabt "gesicherte Freiheiten" in Hongkong einzufuehren (die ersten Wahlen fanden erst 1997 kurz vor der Uebergabe statt). Erst den Chinesen in den von China abgepressten Gebieten freie Wahlen verweigern und dann nach der Uebergabe freie Wahlen verlangen? Dreister geht's nimmer...

Diktatur

Unter britischer Herrschaft war Hongkong eine Diktatur, ohne Versammlungsfreiheit oder Meinungsfreiheit.
Die Rechte, die die Hongkonger als Teil Chinas heute haben, hatten sie damals nicht.
Immer noch ist Hongkong von extremer Armut geprägt, - im Gegensatz zum Mutterland.
Es ist verständlich, daß die „Pro Pekingparteien“ die politische Mehrheit haben und die Proteste gegen diese Randale zunehmen.
Die Randalierer gehören zu den ehemaligen Profiteuren der britischen Diktatur, die ihre Felle wegschwimmen sehen.
Diese Leute sollten sich doch besser fragen, warum sie 1997 nicht nach Großbritannien auswandern durften, obwohl damals die meisten von ihnen einen britischen Pass hatten!

Am 22. Juli 2019 um 08:18 von collie4711

Zitat:
"...Es scheint wie bei manchen Aktionen der Gelbwesten und der Randale beim G20 Gipfel Randale um der Randale Willen..."

und werden bei uns rechte oder linke Chaoten und hier in Hongkong Aktivisten genannt.

Am 22. Juli 2019 um 08:47 von XXX99

Zitat:
"...Ob das gewollt ist ?..."
Diese Frage muss man sich zu allen Brennpunkten dieser Erde stellen und erhält die Antwort "Geld regiert die Welt"

@ um 08:53 von Margareta K.

"Es wurde die Hauswand (wo ich wohne) von zwei 16jährigen Früchtchen mit einem überdimensionierten Penis und Zubehör “verziert. ... Die Sachbeschädigung war an dem Abend nicht die Einzige: Rathaus, S-Bahnhöfe, Geschäftsfassaden...
Ich hoffe, dass die Beiden mehr bekommen als nur Sozialstunden."

Ich lebe zwar auch in der BRD aber "mehr als Sozialstunden"? Für solche Strafen müsste man in einen anderen Staat ziehen.

Erst vor einigen Tagen wurde im Rahmen des Lügde-Prozesses einer, der über Stream live den schwersten Kindesmissbrauch verfolgt hat, zu 2,5 Jahren auf Bewährung verurteilt. Und dann der Wunsch, dass Jugendliche von 16 Jahren für einige Schmierereien mehr als Sozial-Stunden aufgebrummt bekommen? Ich fürchte es wird Ihr frommer Wunsch bleiben. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt Ihnen aber. Wenn die Kids auch Staatseigentum beschmiert haben ... da kennt der Staat keine Gnade und die beiden kriegen auch 2,5 Jahre Bewährung.

Am 22. Juli 2019 um 09:07 von realitychecker

Zitat:
"...Der Gesichtsverlust von Lam und Xi in Beijing geht weiter..."

Glauben ist nicht Wissen.

Ganz nebenbei, auch ihr neuer Account trügt nicht über ihr Weltbild hinweg.

09:20 von baumgart67

“Offensichtlich hat die Führung in Hongkong und in Peking kein Interesse an wirklicher Deeskalation,...“

Haben diese “Aktivisten“, die bei Randalierer oder Chaoten heissen würden, ein Interesse an Deeskalation? Den Eindruck habe ich auch nicht unbedingt Sachbeschädigung, das geht garnicht. Und die “Aktivisten“ wissen das vermutlich auch.

09:22 von Hepheistos

Ich denke auch, dass Sie sich lieber mit den aktuellen lokalen politischen und gesellschaftlichen Problemen beschäftigen sollten, als hier die Regierung eines anderen Landes als "Verbrecher" zu betiteln, obgleich sie sich mWn keines Verbrechens schuldig gemacht haben. Andererseits, vielleicht haben Sie da Informationen? Hier mal der Link zum Strafgesetzbuch von China:
https://www.ecoi.net/de/dokument/1395748.html

Ungesetzliche Festnahmen

Als international anerkanntes Presseorgan könnte die Tagesschau in Hong Kong eine wichtige Rolle spielen. Fakt ist, dass es im Zusammenhang mit den Protesten zu ungesetzlichen Festnahmen durch die Hongkong Polizei gekommen ist. Diese aufzuspüren und zu dokumentieren könnte eine wichtige Rolle zur Untersuchung der Ziele der Hong Kong Demokratie Bewegung spielen.

09:20 von baumgart67

Zur Aufklärung: Die PLA (Volksbefreiungsarmee) ist längst vor Ort. Das Handover-Abkommen beihaltet die Stationierung chinesischer Armeeeinheiten auf Hongkonger Territorium.

Eine größere Einheit ist direkt am Rande von Sheung Wan stationiert nur wenige Minuten entfernt vom Business-Zentrum in "Central".

Die autoritäre zentralchinesische Verwaltung in Beijing hatte bisher (!) kein größeres strategisches Interesse den Konflikt in Hongkong selbst hochzuspielen, weil sie andere Aktionsfelder im Auge hat. Das kann sich nun leider ändern.

Beijing hat aktuell ein hohes Interesse nebenan in der asiatischen Vorzeigedemokratie Taiwan wieder einen China-freundlichen Präsidenten mit eigener Mehrheit zu installieren. Dort finden im Januar Wahlen statt. Die derzeit oppositionelle KMT (Kuomintang) wird zunehmend von China instrumentalisiert für Xis Absicht Taiwan bis ca 2040/2050 in China einzuverleiben.

Der HK-Konflikt hat die Umfragewerte der aktuellen Taiwanischen DPP-Präsidentin hochgetrieben

@mariposalibre

"Die Strategie ist klar: endlich gibt es Gründe, mit aller Härte zurückzuschlagen; die Inhalte worum es den Demonstrierenden geht gehen dabei vollkommen unter."

Mit aller Härte? Probier das selbe mal in Deutschland... Bundestagsgebäude belagern und verschandeln.
Ich bin wirklich froh, dass sich offizielle Polizeikräfte so sehr zurückhalten. Denke schon, dass die aus Tiananmen gelernt haben.

@mariposalibre

"Die Strategie ist klar: endlich gibt es Gründe, mit aller Härte zurückzuschlagen; die Inhalte worum es den Demonstrierenden geht gehen dabei vollkommen unter."

Mit aller Härte? Probier das selbe mal in Deutschland... Bundestagsgebäude belagern und verschandeln.
Ich bin wirklich froh, dass sich offizielle Polizeikräfte so sehr zurückhalten. Denke schon, dass die aus Tiananmen gelernt haben.

9:29 Tarek94

So ist das mit ehemaligen Kolonialisten. Erst Länder zum eigenen Vorteil unterdrücken und ausbeuten (keine Wahlen, sich als Herrenmenschen darstellen, kurz vor Schluss allen Alles versprechen...) und sich dann aus dem Staub machen. War so in Asien, Afrika usw.
Heute aber ganz laut Demokratie, Freiheit und Menschenrechte einfordern. Statt endlich mal ein bisschen leiser zu sein und sich zunächst um das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung zu kümmern. Es gäbe genug zu tun.

Spielmasse

Das umstrittene Gesetz ist zurückgenommen, also ist die Ursprungsforderung erfüllt. Was jetzt abläuft geschieht garantiert nicht ohne Einmischung westlicher Geheimdienste, dazu ist das Muster zu bekannt. Bei den Handelsauseinandersetzungen China/USA sind solche Aktionen der westlichen Wertegemeinschaft für letztere nützlich und werden von den Medien wohlwollend begleitet, diese sind ja nicht vor Ort und müssen nicht dafür geradestehen. Denn ob das für die Betroffenen gut endet ist mehr als fraglich, die sind nur Spielmasse.

Gefährlich, weil wie 1989 !

Die Demonstrationen laufen langsam aus dem Ruder! Auch 1989 sind die Demonstranten über Wochen, mit immer wieder neuen Forderungen aufgetreten, bis sich die aufgebaute Spannung in einem Militäreinsatz entlud, der mehrere hundert Todesopfer zur Folge hatte. Die Regierung in Peking und sogar der Parteipatriarch Deng Xiaoping, der für die marktwirtschaftliche Öffnung Chinas gesorgt hatte, haben schließlich für eine gewaltsame Niederschlagung der Proteste gesorgt, um China vor chaotischen Entwicklungen zu bewahren.
Gleiches droht u.U. nun auch in Hongkong, wenn die Demonstranten ihre Forderungen, die z.Tl. bereits zu positiven Veränderungen geführt haben, immer weiter hochschrauben.
Die Stürmung des Parlaments und die Verunglimpfung von Staatssymbolen sind Alarmzeichen.

@ um 09:18 von To_LE

Ich verstehe nicht, wie man grundlegend gegen irgendwas sein kann. Alle Formen haben Vor- und Nachteile. Die einen mehr, die anderen weniger und das jeweils aus dem Blickwinkel einzelner Betrachter.

Ich will nur einen Punkt herausnehmen und zwar die Überbevölkerung. Hätte die so verhasste chinesische Führung keine harten Regelungen wie "ein Kind Politik" eingeführt, würde China heute nicht eines der führenden Nationen sein, sondern ein Staat am Boden, weil eine überproportionale Bevölkerung jeden Staat ruiniert. In einem sogenannten "freien" Staat könnte so eine Regelung nicht eingeführt werden und somit wäre der Staat nach einer Zeit am Ende.

Mir gefallen viele Sachen in BRD auch nicht aber den Staat als gänzlich schlecht darzustellen, müsste ich schon ein Idiot sein. Warum dürfen wir z. B. nicht direkt entscheiden, wer unser Präsident oder Kanzler ist? Ein vom Volk gewählter Präsident, Kanzler hätte sehr wahrscheinlich nicht so viele und üppige "Diätenerhöhungen" genehmigt.

09:22 von LaoTuo

Die gewaltbereiten Aktivisten sind sicher in großer Mehrheit keine Polizei-Agenten. Das ist mir auch klar. Solche kleine autonome Gruppen gibt es (ich sage leider) in jeder sozialen Bewegung. Viele von denen sind einfach frustriert, dass die Lam-Stadtregierung mit aller ihr eigenen Arroganz über die Demokratiebewegung hinweggeht.

Und dass nicht alle in solchen Gruppen "ehrenwerte" Motive haben, ist auch klar.

Viele haben allerdings auch Gewalterfahrungen gemacht durch die unverhältnismäßige Gewalt der Polizei bei den friedlichen Demos im Mai/Juni mit über 2 Millionen friedlichen Demokratiebefürwortern.

Sowas nennt sich Eskalationsspirale. Dazu tragen beide Seiten bei.

Aktuell versucht die HK Lam-Marionettenregierung die Demokratiebewegung mit Gewalttätern gleichzusetzen. Ein sehr durchsichtiges Unterfangen.

Und nochmals für alle Foristen: China nebenan ist alles andere als "kommunistisch". Es ist ein autoritäres, ultranationalistisches, staatskapitalistisches Unrechtssystem.

Ich glaube,......

der Widerstand der Hongkong-Chinesen gegen das sogenannte Auslieferungsgesetz ist nur die oberflächliche Begründung. Ich glaube, die Hongkong-Chinesen bemerken erst jetzt richtig, was es mit dieser Sonderwirtschaftszone auf sich hat und die Entscheidungen tatsächlich in Peking fallen. Bei der Rückgabe wurde Großbritannien relativ harmlos einen Klotz am Bein los und Peking gewann neben Shanghai ein lukratives Tor zur restlichen Welt. Möglicherweise wurde die Bevölkerung in Hongkong auch tatsächlich mit dem Demokratievirus infiziert? Man sollte sich jedenfalls darauf einstellen, daß vermutlich nicht wenige Hongkong-Chinesen sich schon nach anderen Staaten umsehen, die nicht so tanzen, wie Peking pfeift!

Stärkeres Machtstreben

Mit dem Erstarken der Wirtschaft hat sich auch die Zurückhaltung der Chinesen total verändert. Vielleicht hat das auch mit dem jetzigen Vorsitzenden Jii Jinping zu tun. Jetzt zeigt sich, dass China seine Macht rücksichtslos anwendet, indem es fast das gesamte Südchinesische Meer beansprucht. Ebenso tritt China in Afrika als neue imperiale Macht auf und kauft sich Ländereien oder macht diese Staaten finanziell abhängig. Eine beunruhigende Entwicklung. Vermutlich wird sich China nicht mehr lange an die auf 50 Jahre zugesagte rechtliche Sonderstellung Hongkongs halten.

Frustration statt Gestaltungswillen

Es dürfte mittlerweile jedem aufmerksamen Leser klar sein, dass das Auslieferungsgesetz reiner Vorwand war und ist, um undefinierte Zukunftsängste und allgemeine soziale Unzufriedenheit Hongkonger Jugend in einen Kampf um einen Regimehange umzukanalisieren. Wenn junge Hongkonger ihre Vorurteile beiseite schieben und sich das Festland genauer ansehen, werden sie feststellen, dass es sich von dem "Abgrund des Leidens", den einige westliche Medien beschreiben, völlig unterscheidet, und dass es vielmehr ein Ort voller Möglichkeiten für sie ist.
Beispielsweise kann das dynamische Shenzhen, das 2018 das BIP von Hongkong übertroffen hat, als Teil der Greater Bay Area eine ideale Bühne für Ingenieure und Techniker aus Hongkong sein.
Die Zukunft Hongkongs liegt für die jungen Hongkonger auch auf dem Festland, nicht in GB und in kolonialer Vergangenheit oder als Kanonenfutter der USA in ihren geopolitischen Kampf gegen die VR China.

Schlägertruppen....

.... die heimkehrende Demonstranten attackieren? Gewalttätige Angriffe gegen die chinesische Vertretung? Das riecht nach staatlich organisierter Eskalation. Gewalttätige Demonstationen spielen chinesischen Bemühungen, Hong Kong vor 2047 vollends "einzugliedern" in die Hand. Zu erwarten wären im nächsten Schritt Gesetzesverschärfung des Versammlungs- und Demonstrationsrechts, die einem permanentem Ausnahmezustand gleichkommen, und Schliesslich die völlige Aushebelung der Hong Konger Autonomie. Das Postulat des "Ein Land, zwei,Systeme" wird absehbar schrittweise unterminiert.

22 Jahre sind rum

China hat die Existenz Hongkongs für 50 Jahre in der heutigen Form garantiert. Wenn Peking in 28 Jahren die Nase voll hat - was passiert dann?
Menschenleben haben in Ländern mit Milliardenbevölkerung keinen allzuhohen Stellenwert, man sollte den Bogen also nicht überspannen.

Imperiale Macht durch

Imperiale Macht durch Einkäufe, sehr interessanter Ansatz. Rücksichtslosigkeit ist derzeitig eher der USA zuzuschreiben.

10:38 von berg222

"Stärkeres Machtstreben"

Sie haben mit wenigen Worten die Entwicklung treffend zusammengefasst.

Sie ist im übrigen tatsächlich mit der Person Xi Jinpings verknüpft. Auf sein Bestreben hin wurde seine Funktion als Präsident in ein Amt auf Lebenszeit umgewandelt. Geradezu feudale Machtgier. Der Personenkult hat ebenfalls zugenommen.

Gravierend auf internationaler Ebene ist die schon fast arrogante Überheblichkeit mit der Xi das chinesische Gesellschaftsmodell als "das" der Zukunft ausmalt. Wie immer in den Augen von Autokraten und Nichtdemokraten (siehe Putin) wird die westliche Demokratie als "chaotisch, verweichlicht, dekadent" beschrieben.

Xi begreift das autoritäre Modell Chinas als Exportschlager gerade für aufstrebende Schwellenländer. Korrupte rechte oder früher mal linke Diktatoren in Afrika oder Mittelamerika fragen nicht nach Menschenrechten, wenn dort in chinesischen Unternehmen Gewerkschaften verboten sind.

Und "unsere" Rechtsaußengemeinde imponiert das ebenfalls.

10:57 von r0lt0

"Ein Land, zwei,Systeme" wird absehbar schrittweise unterminiert.
.
haben sie was anderes erwartet ?
was haben die Menschen in dieser Stadt für ne Option

Untergang selbst gemacht ....

Die Hong Konger zeigen jetzt das wahre Gesicht und schon ändert sich Dir Meinung von Millionen die vorher zu Hong Kong gestanden haben. Es geht gar nicht um Gesetze sondern um politische Unruhe! Anstatt von Taiwan zu lernen und demütig zu ertragen versucht Hong Kong das Gegenteil - Gewalt und Protest! Ich glaube damit hat sich Hong Kong final dem Untergang selbst geweiht und wird bitte böse bereuen was es gerade macht. Es steht außer Frage das ganz andere Kräfte dahinter stehen...Gewalt und Protest ist nie die Lösung und führt auch nur selten zum Erfolg. Singapur und Shenzhen werden jetzt vom gefallenen Engel profitieren. Hong Kong war in der Geschichte nie eigenständig und wird auch nie eigenständig werden - wer sich so verhält hat es auch nicht verdient. Böse Kinder stellt man meistens in die Ecke mal sehen was China machen wird....

@baumgart67

.... danke für den hervorragend recherchierten Kommentar. Äusserst lobenswert, wenn ein Kommentator fundierte Hintergrundinfo liefert, ergänzend zum Tagesschaubeitrag.

10:52 von Wi Laoshi

Ihre technokratische Weltsicht sei Ihnen unbenommen. Nur leider wissen die allermeisten Hongkonger, u.a. meine einheimischen dortigen Freunde auch andere Werte zu schätzen.

In den Jahren seit dem Handover 1997 hat ein schleichender Abbau demokratischer Freiheitsrechte stattgefunden. Der Medienbetrieb ist nur ein Beispiel. Eingeschränkte Vielfalt nach Übernahme durch chin. Investoren.

Kein Mensch will in irgendeine koloniale Vergangenheit zurück. Sie malen hier Feindbilder an die Wand, die völlig ins Leere laufen. Die Briten haben völlig versagt während ihrer Herrschaft wirkliche Demokratie in Hongkong zu schaffen. Alles Diskussionen von gestern.

Es geht den Hongkongern um die Bewahrung der unter dem Autonomiestatut möglichen Freiheiten einer (halb-)demokratischen Zivilgesellschaft. China versucht permanent diese einzuschränken.

HK & Taiwan beweisen täglich, dass chin. Traditionen & liberale Demokratie vereinbar sind entgegen dem Postulat Beijings wonach beides nicht zusammenpasst

Demontrationen Honkong

Was für Leute gehen auf die Barikaden?
Honkong war auch zu Britischen Zeiten das Centrum des organisierten Verbrechens. Das jetzt im Augenblick so etwas wie Rechtstaatlichkeit eingeführt werden soll, ist den Profiteuren natürlich ein Dorn im Auge.

@08:15 von mariposalibre

"lächerlich...
...wie schlimm ist das das denn, das Staatswappen zu verunreinigen!
Das löst Schmerz und Wut aus bei der chinesischen Führung; der Schmerz und die Wut der Honkonger über menschenverachtende Gesetze wird jedoch nach wie vor gar nicht wahrgenommen."

Nationalismus wird in China schon in den Schulen gelehrt. Vor dem Hintergrund ist die Beschmierung eines Staatswappens durchaus geeignet die Stimmung auf dem Festland zu beeinflussen.
Ich halte solch ein Vorgehen für einen großen Fehler; aber die Demonstranten sind keine homogene Masse die strikten Befehlen folgt. Es können Wenige reichen um die Masse zu diskreditieren.

@08:18 von collie4711

"Die Regierung Honkongs hat ein umstrittenes Gesetz zurück genommen.
Trotzdem geht die Gewalt weiter.
Es scheint wie bei manchen Aktionen der Geldwesten und der Randale beim G20 Gipfel Randale um der Randale Willen."

Das Gesetz ist lediglich ein Symptom für den sich ausweitenden Einfluss der chinesischen Zentralregierung. Das Gesetz mag gestoppt worden sein - aber die Annäherung an festlandchinesische Verhältnisse geht weiter. Dagegen wird demonstriert.

@08:54 von Oneiroi

"Welche(r) (westliche(n)) Geheimdienst(e) letztendlich hinter diesen organisierten, Chaos verbreitenden Protesten steckt, werden nur eingeweihte Insider wissen.
Es mag sich nach Verschwörungstheorien anhören, trotzdem sollte man einmal über das Phänomen dieser über längeren Zeitraum stattfindenden Großdemonstrationen nachdenken."

Ja, klingt nach Verschwörung.
Evtl. haben die Menschen vor Ort einfach nur Angst davor, dass ihre Freiheiten immer weiter eingeschränkt werden. Ist das so ein absurder Gedanke?
Wenn in Deutschland jede Webseite und jeder TV-Sender der kritisch über Deutschland berichtet abgeschaltet werden würde, würde ich auch demonstrieren.

@09:37 von Bigbirl

"Immer noch ist Hongkong von extremer Armut geprägt, - im Gegensatz zum Mutterland."

Wo haben Sie das denn her? Der Human Development Index Hong Kongs ist mit dem Deutschlands fast identisch, die Lebenserwartung ist höher und das BIP pro-Kopf liegt höher als das der USA.
Hong Kong Chinesen dürfen aufs Festland wie sie lustig sind, aber die Chinesen benötigen eine Genehmigung um nach Hong Kong zu kommen - und dort zu arbeiten ist für sie fast ausgeschlossen.
Chinesische Freunde von mir sagten, dass eine Arbeitserlaubnis in Hong Kong vergleichbar mit einem Lottogewinn sei.

@ heimatplanetmars um 10:06 im Glück

Meinen Sie , das starke Bevölkerungswachstum Deutschlands im 19. Jahrhundert mußte im 20. Jahrhundert das Land zu "Boden bringen"?
Aber Sie hätten damals wahrscheinlich auch "nicht verstanden, wie man grundlegend gegen irgend was sein kann."?
Dennoch, viele werden Sie drum beneiden, dass Sie es nicht nötig haben, zu verstehen, "wie man grundlegend gegen irgendwas sein kann."
Freuen Sie sich: Ihnen geht es gut, es fehlt Ihnen auch nichts - verstehen Sie?
Aus dem "Blickwinkel einzelner Betrachter" gönnt man Ihnen, auf jeden Fall, keine Nachteile. Ich stimme Ihnen zu, Sie sind auch bestimmt kein Idiot, nur weil Ihnen für das vollkommene Glück, lediglich das Recht auf Wahl von Bundespräsident und Kanzler fehlt.

@realitychecker, 09:07

(...) Übrigens in HK und Taiwan (unter der China-freundlichen Kuomintang) (...)

Nur zur Erinnerung. Taiwan ist der Name einer Insel (wenn auch ziemlich großen). Der auf ihr existierende Staat heißt "Republik China". Und die umfasste einst das gesamte heutige Staatsgebiet der VR China. Zusätzlich zur Insel Taiwan. Dass die Partei Kuomintang "China-freundlich" ist, dürfte sich ausschließlich auf das Gebiet der Republik China beschränken. Man will halt keinen Stress mit den Kommunisten. Welcher Floh legt sich schon mit dem Hund an?

Das Tierbeispiel ist von mir willkürlich und ohne mehr als das Gesagte ausdrücken zu wollen, gewählt worden.

@11:33 von lovechina

"Die Hong Konger zeigen jetzt das wahre Gesicht und schon ändert sich Dir Meinung von Millionen die vorher zu Hong Kong gestanden haben. Es geht gar nicht um Gesetze sondern um politische Unruhe! Anstatt von Taiwan zu lernen und demütig zu ertragen versucht Hong Kong das Gegenteil - Gewalt und Protest!"

Die Situation Hong Kongs und Taiwans ist nicht vergleichbar.
Taiwan ist unabhängig vom Festland und macht schlichtweg keine Äußerungen zum Verhältnis zu China um den Status Quo nicht zu gefährden. Es gibt hier keinen Grund gegen das Festland zu protestieren, da man durch den Schutz der USA autonom regieren kann. Die Situation ist relativ stabil.

Hong Kong ist unter der Fuchtel des Festlandes das stetig versucht seine Macht auszubauen und Freiheiten einzuschränken. Hier verschlechtert sich die Situation (bezogen auf politische Freiheiten) zusehends.
Es geht nicht um Chaos, sondern darum eine negative Entwicklung aufzuhalten.

@Hepheistos, 09:22

Ich bin mir grad nicht so sicher, ob Ihr Beitrag im Bewusstsein der Bedeutung Ihres Nicks oder in völliger Unkenntnis darüber verfasst wurde. Ein Gott, auch wenn antik, doch in der Ilias überlebend, ist für gewöhnlich kein Opfer. Oder wollten Sie einfach nur Feuer legen?

Am 22. Juli 2019 um 09:39 von Freischeler

Am 22. Juli 2019 um 08:18 von collie4711

Zitat:"...Es scheint wie bei manchen Aktionen der Gelbwesten und der Randale beim G20 Gipfel Randale um der Randale Willen..."

<< und werden bei uns rechte oder linke Chaoten und hier in Hongkong Aktivisten genannt. >>

Geben Sie einmal in Google "G20 + Aktivisten" oder "Gelbwesten-Aktivisten" ein.

@11:12 von realitychecker

Auf sein Bestreben hin wurde seine Funktion als Präsident in ein Amt auf Lebenszeit umgewandelt. Geradezu feudale Machtgier.

Das kann man so sehen, es ist aber nicht zwangsläufig richtig.

Xi JinPing hat in den Augen der Chinesen gute Arbeit geleistet. Mit ein Grund ihm Zeit zu geben um weiter zu machen. Wie es aussehen kann wenn ein Präsident etwas gutes für das Volk getan hat und der nächste Präsident das gar nicht gut findet, sieht man in den USA. (AFAIK ist ObamaCare ganz gut bei dem Volk angekommen).

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