Ihre Meinung zu: Den Kirchen laufen die Mitglieder davon

19. Juli 2019 - 13:51 Uhr

Die evangelische und die katholische Kirche haben Hunderttausende Mitglieder verloren. Die Zahl der Austritte stieg im Jahr 2018 erheblich. Die Gründe sind vielfältig.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.6
Durchschnitt: 2.6 (10 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Hoffen wir das beste... Das

Hoffen wir das beste...

Das die Menschen lernen, dass nur sie selbst über ihr Leben entscheiden. Das beinhaltet auch das Verständnis, dass man Teil seiner Umwelt ist und dass, wenn man sie ausnutzt (egal ob Natur oder Sozial), man sich letztlich selbst ausnutzt.

Oder anders ausgedrückt: Vielleicht ist die Menschheit irgendwann mal so "gereift", dass sie sie keinen "Vater im Himmel" mehr braucht.

Kirchensteuer

Zwar dürfen die Kirchen als „Körperschaften des öffentlichen Rechts“ von ihren Mitglieder Steuern erheben und diese durch den Staat eintreiben lassen, was aber gar nicht geht, ist, daß dies über meine Lohnabrechnung geschieht:

- Zwangsläufig muß ich meinen Arbeitgeber über meine Konfession ( oder meine Nichtzugehörigkeit zur Kirche) informieren.
Das wiederum widerspricht eklatant meinem Persönlichkeitsrecht der informellen Selbstbestimmung.
Es ist der Kirche zuzumuten, daß die Kirchensteuer nicht über den Arbeitgeber, sondern einmal jährlich mit der Einkommenssteuererklärung erhoben wird!
Hier liegt dringender Handlungsbedarf seitens der Regierung.

Da die Kirchensteuer Einnahmen nicht gesunken sind,

können die Kirchen sich ja weiter auf ihren alten Standpunkten ausruhen. Ich bin der Auffassung, dass man als Christ auch ohne diese beiden Kirchen gut leben kann. Ich verwende die gesparte Kirchensteuer, um Menschen direkt zu helfen. Da geht dann nichts verloren und ich habe ein viel besseres Gefühl.
Wenn ich eine Kirche betrete, verlasse ich sie nie, ohne eine Spende geleistet zu haben. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob es eine katholischen, evangelische oder orthodoxe Kirche ist. Es gibt in einigen Kirchen schon gute Ansätze, die Messe etwas besser zu gestalten, mal schauen, wie sich das entwickelt. Was die Vertuschung von Straftaten angeht, sehe ich noch einen weiten Weg für die Kirchen. Es ist halt eine selbstgefällige Parallelgesellschaft.

Verstehe ich nicht

"Frauenbild der Kirche und ihre Haltung zu Homosexualität, wiederverheirateten Geschiedenen und dem Zölibat."

Das verstehe ich nicht.
Diese Punkte sind in der katholischen und der evangelischen Kirche grundverschieden.
Und trotzdem verlieren beide Kirchen etwa gleich viele Mitglieder.

Also liegt es wohl nicht an diesen Punkten.

*

Richtig beobachtet wie ich finde ist, dass diejenigen, die sich an der Gemeinde beteiligen wohl eher nicht aus der Kirche austreten.

*
Ansonsten engagieren sich die Menschen woanders (Möglichkeiten gibt es genug), oder jammern im Sessel, dass niemand sich um sie kümmert, also kümmern sie sich auch nicht (das fängt damit an, dass man dem beladenen Postboten nicht auf der Treppe entgegen kommt, obwohl man fit genug dafür ist).

Die erste Sorte Mensch hat genug zu tun, die zweit kann in ihrem Sessel bleiben.

Wie kann sich die Kirche da

Wie kann sich die Kirche da wundern? Ein verschlagener verein, der keine Amstalten macht, seine Geschichte aufzuarbeiten. Angefangen beim Fegefeuer, Ablasszahlungen, Hexenverbrennungen, inquisition, Kreuzzüge, über nazisypatisanten bis hin zu Kinderschändungen. Nichts wurde aufgearbeitet. Im gegenteil. Der vatikan hält es nicht für nötig, seine Archive zu öffnen.
Da ist Scientology geradezu transparent dagegen.
Nöchster punkt kirchensteuer. Weil das fegefeuer verboten wurde, treibt der Staat nun geld ein? Noch dazu kostet dieser gott unterschiedlich viel Geld? Warum?
Wann gedenkt die kirche, das im mittelalter ergaunerte vermögen, zurückzugeben?
Es ist eher verwundelich, dass überhaupt noch so viele menschen in der kirche sind.

Kirche / Austritte - Kundendienstmentalität fehlt

Die Kirchen - besonders die Katholische - lassen jede Einsicht in die Notwendigkeit vermissen, LOKAL präsent zu sein. Meine Kinder sind getauft usw, aber es fehlen Angebote - oder wenn Jugendliche was machen, fehlt die Unterstützung. Der Eindruck ist, "Nachwuchspflege" interessiert nicht. Der "Rückzug aus der Fläche" wird nicht aufgehalten - ein guter Kommentar schrieb, Frauen müßten schon deshalb ordiniert werden, um überall die Messe feiern zu können. Dies wäre Jesus - und den Gläubigen - wohl wichtiger als das Beharren auf Alte-Männer-Herrlichkeit. --------Die Kirchen haben die Wahl - entweder sind sie konsequent für die Menschen da - oder sie werden bald reine "Immobilien-Holdings" sein - reich, aber irrelevant. ------Die Lehre Jesu widerspricht einer behutsamen Modernisierung nicht. Und dass es Frauen auch können, zeigen die Reformierten. Religion und Spiritualität sind wichtig. Wollen die Kirchen dies anderen überlassen - oder dem Islam?

Irgendwann herrscht Gleichgewicht

Man kann nur einmal austreten. Irgendwann wird sich die Mitgliedschaft zumindest der ev. Kirche, für die ich nur sprechen kann, stabilisieren.

Kirchenaustritte

Wenn die Kirche die wahren Gründe der Austritte angeblich nicht kennt, dann lebt sie in einer anderen Welt. Als zum Beispiel die Homoehe trotz Merkels und Karrenbauers Widerstand beschlossen wurde, wurde ein Aufschrei der Kirchen erwartet. Nur ein Beispiel. Das zweite Beispiel wäre dann die Flüchtlingspolitik.

Einerseits laufen den Kirchen

Einerseits laufen den Kirchen Mitglieder davon: Der Skandal um sexuelle Gewalt, Entfremdung, persönliche Enttäuschungen, Weltfremdheit bei manchem in den oberen Etagen, wie dieser Tage beim unsäglichen Kardinal Müller, der sich immer mehr zur katholischen Variante von Sarrazin, zum klerikalen Gau(land) bzw. zur römische Ausgabe des Narziß Trump entwickelt;
und andererseits wird an der Basis, in Projekten, Hilfswerken und Initiativen von A wie Asyl- oder Aidsberatung über C wie Caritas, K wie Krisenintervention, M wie Misereor, T wie Trauerbegleitung bis Z wie Zusammenarbeit mit anderen Religionen hervorragende professionelle Seelsorgs-, Beratungs- und Entwicklungsarbeit geleistet, haupt- wie ehrenamtlich. Die Kirchenspaltung geht längst nicht mehr entlang der Konfessionsgrenzen, sondern zwischen oben und unten in den Kirchen.

Kirchen laufen die Mitglieder davon

Gut so. In einer Weltoffenen und Bunten Gesellschaft barauchen wir Religionen auch nicht.

Alle Religionen sind wissentschaftlich nicht haltbar, und haben viele Menschen jahrhunderte lang unglücklich gemacht.

Auch dienen einige dazu gerade Frauen ihre Menschrechte nicht zu gewähren.

Waffen wurden und werden immer noch in vielen Glaubesvereinen gesegent.

Austritt

zeit die Türen zu schließen.
Zeit die Zwangsteuern zu beenden
Zeit den Mißbrauch an die weltlichen Gerichte zu geben.
Zeit die moralischen Überlegenheit abzulegen.
Die " Schäflein" stimmen mit den Füßen ab.
Wo bleibt die Politik Konsequenzen zu beschließen, der Selbstheilungskraft vertraue ich nicht.

Kirchensteuer

Ich bin in der Kirche. Meine Kirchensteuer wäre jedoch kein Grund auszutreten. Angefangen mit KiTas, den Angeboten unserer Gemeinde für unser jüngeres Kind (unabhängig von der Konfession) und den sonstigen sozialen Angeboten.
Ganz im Gegenteil: das ist für mich einer der wenigen Gründe in der Kirche zu bleiben.

Austritt wegen allgemein politischer Äußerungen

Mir war unverständlich warum sich Bischöfe kritisch zur Migrantenspolitik äußerten, gleichzeitig aber bered zum Missbrauch in der katholischen Kirche schwiegen. Und nein ich gehörte bis zu meinem Austritt nicht zur Gruppe derer, die nur wenig Kirchensteuer zahlten.

Vielleicht

merken auch immer mehr Menschen das die Kriege die geführt wurden und geführt werden meistens um Irgend einen Gott zu gefallen ,geführt werden.Ausser den 2 Weltkriegen wurden alle anderen im Namen von irgend einem Gott geführt.Und genau so geht es weiter ,der Islam ist doch nur eine Abart der Kat Kirche im 14ten Jahrhundert.Bei Religion geht es um Macht und damit um Geld,nicht um die Menschen

Kommt drauf an, wie es weitergeht

Wenn Herr Bedford-Strohm, wie öffentlich in Erwägung gezogen, von Geldern der evangelischen Kirche ein Schiff zur Beihilfe der Mittelmeerüberquerung kauft und einsetzt, spätestens dann trete ich auch aus.
Bisher habe ich immer noch die sozialen Aspekte der Kirche wertgeschätzt, aber dann ...

Demografischer Wandel mit Einschränkung

Der demografische Wandel ist zweifelsohne da. Mehr Ausschlag aber dürfte die Zusammensetzung der in Deutschland lebenden Bevölkerung sein. Viele Städte haben Einwohner mit überwiegend Migrationshintergrund und dieser bringt Bevölkerungszuwachs mit unterschiedlichen Religionen. Die Unterstützung der leitenden Kirchenmänner zur Migration wird auch nicht bei allen Christen geteilt. Viele sind der Ansicht, dass Hilfe speziell in deren Heimatländern geleistet werden sollte.

Glaube erzkonservativ

Warum muss
Glauben immer erzkonservativ sein? Rückwärts gerichtet, überkommen, altbacken? Mit diesen Attributen besteht man doch nicht gegenüber Neuem! Glaube muss sich den Herausforderungen stellen, muss Antworten geben, voraus gehen. Mir geben olle Regeln keinen Halt, keine Orientierung - also schleppe ich den Kirchen-Ballast auch nicht mit mir.

Gute Nachrichten

Hoffentlich zeigt sich diese Entwicklung auch bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten,( wo es immer noch so Sachen wie Kirchenleute heute), oder den Schulen (Schulgottesdienst oder „Religionsunterricht“) oder sonstigen Übergriffen ins echte Leben Kar-Freitagstanzverboten, Arbeitsrecht von Angestellten, Finanzielle Unterstützung von Kirchen usw.
Religion gehört ins Privatleben!!!

Sind das die wahren Gründe

Mein Eindruck ist, dass man sich lieber um politische Themen kümmert anstatt sich um die Kernkompetenzen: Seelsorge und Sozialdienste. Dem Zeitgeist hinterher zu laufen halte ich für selbstmörderisch, da die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt. Im Übrigen sollten man auch die Frage stellen welcher Seelsorger noch an die christliche Heilsbotschaft glaubt oder eher an ein sicheres Einkommen. Kein Verkäufer hat Erfolg, wenn er nicht von seinem Produkt überzeugt ist.

merkwürdig

Merkwürdig: heißt es nicht immer, der Sterbeüberschuss wird durch die Zuwanderung ausgeglichen? Müssen Zuwanderer keine Kirchensteuer zahlen? Bei Moslems ist das so (nur ein paar Prozent), aber die anderen?

Ach Gott

Kommt wohl bald die Steuer für den lieben Gott. In Berlin ist man da gerade ja sehr kreativ

Ich

Also Ich bin vor 2 Jahren wegen kirchlichen Haltung zur Migrationspolitik ausgetreten.

Mahnen , betteln , fordern .....aber auf einer Goldkiste sitzen die im Grossen und Ganzen nur zum Nachfüllen geöffnet wird.

Nein Danke

Ich versuche , auch ohne die Kirche , meinen Frieden mit dem lieben Gott zu halten.

Viele Aufgaben sind noch nicht gelöst.

Das Geschäftsmodel der Kirchen ist beachtlich. Ein Mann wurde gekreuzigt und ist nach drei Tage auferstanden und etwas später in den Himmel aufgefahren. Mit dieser Geschichte hat die Kirche 2000 Jahre überlebt und es geschafft, ihr Führungspersonal von den Gläubigen alimentieren zu lassen. Vergessen wir aber nicht die messbaren kulturellen Leistungen der Religion. Unterm Strich beruht die europäische Kultur auf christlichen Werten, ob wir dies wollen oder nicht. Der Humanismus hat eine christliche Prägung. Keine andere Religion außer dem Christentum hat Ähnliches hervorgebracht.
Leider fehlen heute der Kirche die Werte. Die Skandale der jüngeren Vergangenheit sind nur die Spitze des Eisberges. Ihr Anbiedern an die Herrscher ist viel schlimmer und hat leider Tradition. Heute laufen die Gläubigen weg. Ich bin schon alt und häufig kommt mir der Gedanke, warum bin ich in der Kirche geblieben? Dann kommt Ärger auf.

Es gibt sicher viele Gründe,

Es gibt sicher viele Gründe, der Kirche den Rücken zu kehren. Nur einer davon sind die zu hohen Steuern. Ein anderer ist wohl auch, dass viele Menschen mit dem, was Sonntags in den Kirchen gepredigt wird, nichts mehr anfangen können. In vielen Gemeinden kommt die Seelsorge zu kurz. Dann kommt noch der Ärger über die Einmischung der Kirchen in die Politik dazu und natürlich das, was hier schon im Artikel steht. Und es gibt natürlich auch Geistliche, die selbst nicht mehr glauben, was sie predigen. Wer es aber wagt, auf der Kanzel von eigenen Zweifeln zu sprechen (Jesus als Gottes Sohn z.B.), bekommt mächtigen Ärger mit der Obrigkeit.
Es fehlt vor allem an der stets gepredigten Bescheidenheit und Dankbarkeit - also an Vorbildern. Und nicht wenige frönen zu sehr dem schnöden Mammon.

Wen wundert das!

Sehe ich mir z. B. die Themen des vergangenen evangelischen Kirchentages an, kann man tatsächlich nur noch vom Glauben abfallen - halt, nicht vom Glauben, sondern von den Amtskirchen in Deutschland! Denen kann ich nur empfehlen, sich des kirchlichen "Kerngeschäftes" zu entsinnen, sich um Glaubenspflege und Seelsorge zu kümmern und den Christenmenschen die Wege ins Reich Gottes zu ebnen. Roten Zeitgeist, grüne Weltverbesserung und weitere revolutionäre Farbspiele sollte sie den dafür allbekannten Parteien überlassen. So gesinnt und mit klarem Blick auf Gottes Gebote fühlen sich vielleicht auch die Kirchgemeinden und jedes ihrer Glieder wieder heimisch im Glauben und in Gottes Haus.

Den Kirchen laufen die Mitglieder davon....

Aber arm werden die Kirchen deshalb nicht.
Im letzten Jahr zahlten die Bundesländer,außer Hamburg und Bremen 538 Millionen Euro an die Kirchen.An die evangelische Kirche 314 Millionen Euro,an die katholische 224 Millionen Euro.Für die Zeit seit 1949 beläuft sich dieser Betrag auf 17,9 Milliarden Euro.
Damit sollen die Kirchen für "Enteignungen" im 19.Jahrhundert "entschädigt" werden(Napoleonische Besatzung und die Säkularisierung).

Ist doch klar in Zeiten wo

Ist doch klar in Zeiten wo das Geld knapper wird. Da wird halt geschaut wo man was einsparen kann. Dann fallen solche Ausgaben wie Kirchensteuer schnell ins Gewicht. Natürlich könnte man auch den SUV verzichten und was kleineres fahren, das aber würde der Nachbar sehen und das geht schon mal garnicht. xD

Steuer + Ihr Kirchgeld wurde festgesetzt !

Das Kirchgeld können die sich einklagen :-)

Selbst das Personal hat es nicht mehr nötig
sich um seine Schäfchen zu kümmern.
Seit 17 Jahren (3 Pfaffen) hat sich keiner mehr sehen lassen.

Echte "Don Camillos" gemäß der Berufung statt einfache Gehaltsempfänger
sind eben Mangelware.

Für alle

die wie ich erst durch den Artikel auf den Gedanken eines Austritts gekommen sind:
Der Erklärung kann gegenüber dem Amtsgericht des Wohnsitzes abgegeben werden. Personalausweis mitbringen. Kosten 30,- Euro.

Hauptgrund

sollte sein, dass ein gebildeter Mensch wissen sollte, dass was quasi alle Religionen so "erzählen" nichts als Unsinn ist mit dem man die Menschen Jahrtausende unterjocht hat. Mir tut jeder leid, der daran festhält. Beachte: Kirche, Religion und Glaube sind andere Dinge. Ich sage nicht es gibt zu 100% keinen Gott, aber es ist 100% sicher, dass jede Religion dieser Welt falsch liegt in dem was gepredigt wird.

Historie von Kirche und Missionierung

Sprechen wir mal Klartext:

Wer sich offen und ehrlich mit der Geschichte der Kirche beschäftigt findet Folgendes:

Die letzten 2000 Jahre waren wesentlich globaler Mission gewidmet.

Die hat vor allem in Nord- und Südamerika zu millionenfachem Genozid geführt.

Das meiste Gold in den Kirchen der Welt ist von eingeborenen Völkern gestohlen.

Die Kirche hat das nie ehrlich aufgearbeitet. Kern und Sinn der ursprünglich friedensorientierten Botschaft sind über Jahrhunderte ausgehöhlt.
Menschen finden nichts mehr in der Kirche was ihnen Halt und Sinn gibt.

Ich selbst (ausgebildeter Pfarrer und promovierter Theologe) bin deswegen auch vor Jahren aus der Kirche ausgetreten.

Gut so.

Ich bin jetzt 30 jahre alt. Vielleicht werde ich noch erleben dürfen, wie die großen Kirchen in die Bedeutungslosigkeit verschwinden. Vielleicht werden wir in Deutschland dann eines Tages auch die Trennung von Staat und Kirche erleben. Ich hoffe es sehr.

zu den Gründen - "Skandale"?

Man spreche doch bitte deutlich über die unzähligen sexuellen Missbrauchsfälle innerhalb der kirchlichen Strukturen.
Für mich ein entscheidender Grund für den Identifikationsverlust der Menschen mit der Integrität der Institution Kirche.

Wer braucht die Kirche ?

Ich bin ein überzeugter Nicht gläubiger Mensch. Ich feier kein Wihnachten kein Ostern oder sonst waige Kirchentage und ich bin sehr glücklich damit.

Mein bester freund ist Homosexuell und sehr gläubig und er wird von der Kirche nicht akzeptiert und ist sogar ausgetreten. Gläubig, sogar stark gläubig, bleibt er immer noch nur braucht er die Kirche nicht dafür, die ihn vorschreibt, wie er zu Leben hat.

Wir beide sind sehr glücklich ohne die Kirche :-) Er stark Gläubig, ich nicht Gläubig...

Endlich mal wieder gute Nachrichten

Die Menschen fangen selber an zu denken.

"Die evangelische und die

"Die evangelische und die katholische Kirche haben Hunderttausende Mitglieder verloren. Die Zahl der Austritte stieg im Jahr 2018 erheblich. Die Gründe sind vielfältig."
-
Sicher die Gründe sind vielfältig, vielleicht auch ein weiterer Grund, neben der Politik fiel doch die Kirche den Menschen in Deutschland auch noch in den Rücken.

Beststellerautor Markus Krall bringt es auf den Punkt

Erschienen in Tichys Einblick und wie oben geschrieben auch als Gastbeitrag auf Epochtimes:

Meinung » Gastkommentar
Das Versagen der Kirchen:
...

Der gesamte lesenswerte Beitrag / Text ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/das-versagen-der-kirchen...

Interessante Betrachtungen

«Sexualmoral, Kirchensteuer, Demographie, "Entfremdung", …»

Was können kathol. + evang. Kirche den Menschen bieten, "damit die dabei bleiben"? Wäre "mehr Säkularität" ein Weg, der diesen beiden kirchl. Ausrichtungen in DEU helfen könnte?

Wie ist es in anderen Industriestaaten? In den USA sind Kirchen "lebendiger", ohne dass es dort Kirchensteuer hat. Sind aber auch recht viele evangelikale Fundamentalisten darunter, deren Moralvorstellungen weit "rigoroser" sind als kathol. + evang. Besser ist "so was" gar nicht …

In JAP hat es enge Nähe zw. Staat + Religion.
Aber strikte Trennung zw. Staat + Kirche.
Ca. 90% der JAP bekennen sich zum Shintō.
Kirchen (Tempel)-Steuer hat es nicht.
≈ 180.000 gesetzl. zugelassene Glaubensgemeinschaften.
Fast alle "irgendwie Shintō". Müssen sich durch Spenden von Anhängern finanzieren.

Shintō hat mit・Amaterasu・eine Göttinmutter.
Sie gebar Leben, macht keine Moralvorschriften.
Vergrault keinen wg. sexueller Orientierung.

神道・Shintō・Weg der Göttin。

Den Kirchen laufen die Mitglieder davon

"Die evangelische und die katholische Kirche haben Hunderttausende Mitglieder verloren. Die Zahl der Austritte stieg im Jahr 2018 erheblich"
Viele Menschen passen sich eben einer neuen Situation an und sparen lieber das Geld für andere Bedürfnisse.
Genauso wie viele Pflanzen, denen es offensichtlich bei uns zu warm geworden ist. "Nach Angaben des Ministeriums sind allein 76 Arten der Farn- oder Blütenpflanzen betroffen. Aus dieser Gruppe gelten derzeit zudem 1068 als gefährdet." Und dann kommt noch der Einsatz der Pflanzenschutzmittel dazu.

Wen wundert das?

Eigentlich muss man sich wundern, dass die Kirche sich wundert...

Ich bin schon vor 6 Jahren ausgetreten. Es war einfach nicht mehr erträglich, mit anzusehen, in welchem Ausmaß unter der "Obhut" von Kirchenangehörigen Kinder mißbraucht werden. Ein weiterer Grund war die Offenlegung des Verschwendungsskandals. Stichwort: Tebartz-van Elst im Jahr 2013.

Und wenn ich dann heute sehe, dass sich die Kirche für Migranten einsetzt, die illegal hier sind und eigentlich hätten abgeschoben werden sollen, dann kann ich nur sagen: Zum Glück nicht mehr von meinem Geld. Richtige Entscheidung, damals.

@draufguckerin

"Wenn Herr Bedford-Strohm, wie öffentlich in Erwägung gezogen, von Geldern der evangelischen Kirche ein Schiff zur Beihilfe der Mittelmeerüberquerung kauft und einsetzt, spätestens dann trete ich auch aus.
Bisher habe ich immer noch die sozialen Aspekte der Kirche wertgeschätzt, aber dann ..."

Ich habe von dieser öffentlichen Erwägung leider nichts mitbekommen, muss aber sagen, dass es für mich durchaus ein sehr sozialer Aspekt ist, wenn Ertrinkende gerettet werden ...

Ich finde es recht seltsam, dass das Retten von Menschenleben für Sie unsozial ist.

ohne mich

Die Migrationspolitik der Kirche war meines Erachtens total unangebracht. Die Kirche hoffte durch den Zuzug offensichtlich auf neue Mitglieder.

Ausserdem ist die Kirche sehr reich und fordert trotzdem weiterhin Steuergelder. Wozu?

Auch ich...

...habe schon lange über einen Austritt aus der evangelischen Kirche nachgedacht, insbesondere seit der EKD-Vorsitzende Herr Bedford-Strohm die Kirche mehr und mehr politisiert und eine eindeutig linksgrüne Kirchenhaltung propagiert. Wenn ich Mitglied der Grünen sein wollte, was allerdings das Letzte wäre, was ich wollte, dann würde ich dort eintreten. Die Kirche tut gut daran, sich wieder auf Ihren eigentlichen Zweck, der Verkündung des Wortes Gottes auf Erden, zu widmen und nicht in die Tagespolitik einzugreifen. Sonst bin ich auch weg!

Steuern

Die Kirche hat nichts gutes getan. Sie hat den Dialog zwischen den Religionen nicht gefördert und auch nicht aufgeklärt. Klimaschutz interessiert sowieso nicht und es geht meist nur um Macht.

Dafür aber jeden Monat durchschnittlich 100€ verlangen.

Der Apostel Paulus forderte

Der Apostel Paulus forderte Gib Gott was Gottes und dem Kaiser was des Kaisers ist. Die Würdenträger der evangelischen Kirche aber glauben Politik machen zu müssen.

Kirchenaustritte

Nach einem Theologiestudium war ich jahrelang ausgetreten und bin wieder eingetreten. Ich brauchte diese Phase um zu erkennen, was mir an und in dieser Kirche wichtig ist und ich bedauere nur dass ich nicht mehr für die Kirche und im allgemeinen für andere Menschen tun kann.
Die Kirche wird nie wieder in Europa die gesamte Bevölkerung ansprechen wie in den vergangenen Jahrhunderten und wir werden kleiner werden. Aber die europäische Kirche ist nicht die weltweite Kirche. Die Religionen wachsen weltweit und auch die katholische Kirche nimmt weltweit zu. Ich wünsche mir eine Kirche die weltweit ist, die ihre Botschaft jenseits von Zeitmoden bewahrt und die nicht nur auf sich schaut, sondern auch ganz bewusst einen Diest an den Menschen wahrnimmt. Und ich wünsche mir eine Kirche, die wieder stärker ein kontemplatives Element lebt, denn nur von Jesus Christus und von Gott her kann echte Erneuerung stattfinden.

Wer gehen will soll gehen

Als Katholik sehe ich es als Reinigung der Kirche. Die Themen Abschaffung des Zölibats und Frauen in Kirchenämter haben für mich keine Bedeutung. Ökumene halte ich maximal mit den orthodoxen Kirchen für sinnvoll. Die Kirche muss sich keinem Stimmungsbarometer unterziehen, denn sie bildet für mich den Maßstab. Wer unzufrieden ist soll sich überlegen zu gehen.

Ich würde so gern...

... in Jubel ausbrechen ob dieser Nachricht. Scheint sie doch zu zeigen, dass die Menschen sich endlich vom Aberglauben ab- und der Vernunft eher zuwenden.

Jedoch: ich fürchte, dass die Kirchenaustrittswelle keineswegs gleichzusetzen ist mit einer Kantschen Erkenntniswelle. Die Leute suchen sich halt andere, ebenso abergläubische Ideen, denen sie stattdessen hinterherrennen können. Sei es Impfgegnertum, Fluor im Trinkwasser, Chemtrails, irgendwelche Sekten... you name it.

Kann ich nur begrüßen. Um so

Kann ich nur begrüßen. Um so schneller die Menschen diese veralteten Aberglauben (die die Menschheit in der Geschichte stets nur zurückgehalten haben) ablegen, um so besser ist es für uns alle.

Große Teile unserer

Große Teile unserer Generation wissen ihren Verstand und die Möglichkeiten des Internets zur Aufklärung in politischer und religiöser Hinsicht zu nutzen. Vieles wird recherchiert, nicht mehr nur über die Tagesschau, sondern auch durch viele verschiedene Quellen. Was uns von Kirche, Schule und Politik gelehrt wurde und wird, wird aus guten Gründen hinterfragt und folglich Infrage gestellt.
Darum wird mit etablierter Politik und Kirche gebrochen. Die Menschen lernen zu denken.
Und eben deshalb werden zur Zeit von vielen Ebenen der Politik Mittel und Wege gesucht, das Internet einzuschränken.
Viele Gesetze wurden verabschiedet, weitere werden kommen. In den Massenmedien wird davon nur nebenbei berichtet, Zusammenhänge und Auswirkungen werden negiert. Man wird aber von der Einschränkung nichts wahrnehmen, dank Filtern.
Dann wird sich das System wohl wieder stabilisieren.

re bigbirl

"- Zwangsläufig muß ich meinen Arbeitgeber über meine Konfession ( oder meine Nichtzugehörigkeit zur Kirche) informieren.
Das wiederum widerspricht eklatant meinem Persönlichkeitsrecht der informellen Selbstbestimmung."

Es heißt informationelle Selbstbestimmung.

Ansonsten: Sie müssen auch über Familienstand, Kinder, Anschrift und Bankverbindung informieren.

Im Vergleich zu anderen Glaubensgemeinschaften...

deren Mitglieder freiwillig Milliardenbeträge abdrücken, sollte man froh sein dass man Kirchensteuer zahlen darf und damit wenigstens einen kleinen Beitrag zur Bewahrung der christlich-abendländischen Kultur leisten kann

Auf's Kerngebiet besinnen!

Die Kirche bezieht zu aktuellen Themen (z.B. der Migration, Homosexualität, Klimaschutz) eine Stellung, die von vielen abgelehnt wird. Sie sollte sich wieder mehr um die Seelsorge kümmern und die Politik den Politikern überlassen.

Kein Problem

Jetzt wo der Islam angeblich zu Deutschland gehören soll.

Zuviele Links/Grüne, mit erhobenem erigiertem Zeigefinger, vorgetragene Toleranz/Akzepzanforderung. Keine Unterstützung der Christen, die in den Ländern des Islams VERFOLGT werden. Missbrauch des Kirchenasyls...
Es gibt eine Vielzahl an Gründen der Kirche den Rücken zu kehren.
Je mehr Menschen dieser Volksverdummung keine Beachtung schenken - je besser.

Eigentlicher Auftrag der Kirchen

Ist es zunächst die Liturgie zu feiern. Den Kult eben. Vom "Kult" kommt "Kultur" (ich empfehle das Buch "Welt ohne Christentum"). Die meisten wollen das nicht mehr verstehen. Ebenso ist die Ablehnung von Sexualmoral Zeichen des wachsenden Egoismus und der Unwille zur menschlichen Reifung. Wir brauchen die Kirche, die EINE Kirche (natürlich katholisch)

15:21, Barbarossa 2

>>Wenn die Kirche die wahren Gründe der Austritte angeblich nicht kennt, dann lebt sie in einer anderen Welt. Als zum Beispiel die Homoehe trotz Merkels und Karrenbauers Widerstand beschlossen wurde, wurde ein Aufschrei der Kirchen erwartet. Nur ein Beispiel. Das zweite Beispiel wäre dann die Flüchtlingspolitik.<<

Die Homoehe also.

Da hätten Sie den kirchlichen Standpunkt gern näher am islamistischen?

Und was die Flüchtlingspolitik angeht, da hätten Sie die Kirchen gern weniger christlich?

Wo geht es hin

Das Wertegefüge und die soziale Ordnung in Deutschland haben tiefe Wurzeln in der Christenheit, welche das Judentum als Ursprung hat. Von Carolus maximus bis heute lehnt sich auch die grundsätzliche Rechtssprechung an die Bibel an. Wenn wir es in Deutschland nicht schaffen, die Christenheit zu festigen, werden andere Religionen gestärkt und die Werte, welche in Deutschland vorhanden und anerkannt sind, nach und nach ausgelöscht. Es geht hier nicht um Kirchensteuer, Zölibat, Kindermißbrauch. Es geht um die Weiterexistenz der deutschen Volkstradition. Und dazu gehört der christliche Glaube.

re zyklop

"Merkwürdig: heißt es nicht immer, der Sterbeüberschuss wird durch die Zuwanderung ausgeglichen? Müssen Zuwanderer keine Kirchensteuer zahlen?"

Kirchensteuer wird nicht auf Bevölkerungszahl, sondern auf steuerpflichtiges Einkommen erhoben.

Eigentlich sehr offensichtlich.

um 16:31 von Klausewitz

>>
Der Apostel Paulus forderte Gib Gott was Gottes und dem Kaiser was des Kaisers ist. Die Würdenträger der evangelischen Kirche aber glauben Politik machen zu müssen.
<<

Jesus, nicht Paulus.

@comet

"Mein Eindruck ist, dass man sich lieber um politische Themen kümmert anstatt sich um die Kernkompetenzen: Seelsorge und Sozialdienste."

Nein, darum wird sich durchaus gekümmert. Man kann die politischen Themen aber auch nicht außen vor lassen.

"Dem Zeitgeist hinterher zu laufen halte ich für selbstmörderisch, da die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt."

Da haben Sie durchaus recht. Viele Menschen sind von der Beliebigkeit, die ihrer Meinung nach in der Kirche Einzug gehalten hat, enttäuscht. Ich beneide aber keine Kirche, die die Gratwanderung zwischen Tradition und moderner Gesellschaft hinbekommen möchte. Die Kirche von heute kann doch nicht mehr wie vor 500 Jahren sein.

"Im Übrigen sollten man auch die Frage stellen welcher Seelsorger noch an die christliche Heilsbotschaft glaubt oder eher an ein sicheres Einkommen."

Alle, die ich kenne, machen den Job wegen der christlichen Heilsbotschaft und nicht wegen des sicheren Einkommens.

15:06 von roby1981

"Oder anders ausgedrückt: Vielleicht ist die Menschheit irgendwann mal so "gereift", dass sie sie keinen "Vater im Himmel" mehr braucht."

Es gibt Religionen, da kommt überhaupt kein "Vater im Himmel" vor.

Und selbst da, wo er vorkommt:
er ist da vielleicht nur eine Metapher für das 'Prinzip Hoffnung' (Ernst Bloch, Marxist und Jude)?

15:34, albexpress

>>der Islam ist doch nur eine Abart der Kat Kirche im 14ten Jahrhundert.<<

Aha.

Soso.

Was soll man dazu sonst sagen?

Kirchensteuer

Es ist ein Unding dass die Kirchensteuer auch noch als Sonderausgabe von der Einkommensteuer abgesetzt werden kann. Ausgaben für das Seelenheil in voller Höhe ja aber Krankheitskosten nur stark begrenzt. Nicht nachvollziehbar.

15:42, draufguckerin

>>Wenn Herr Bedford-Strohm, wie öffentlich in Erwägung gezogen, von Geldern der evangelischen Kirche ein Schiff zur Beihilfe der Mittelmeerüberquerung kauft und einsetzt, spätestens dann trete ich auch aus.
Bisher habe ich immer noch die sozialen Aspekte der Kirche wertgeschätzt, aber dann ...<<

Sie sollten wirklich austreten.

Nicht zu verdenken

Ich bin selber noch Mitglied der Kirche.
Nur wenn ich die ständigen Medienberichte in den Medien höre, wo ständig über irgendwelche Themen Wochenlang diskutiert wird, die lange zurückliegen braucht man sich nicht zu wundern. Ohne das jetzt zu relativieren. Nur hier steckt für mich ein System dahinter. Wieso wird gerade jetzt in einem solche Umfang Stimmung gemacht?
Auch die sogenannten Politiker der C-Parteien nutzen das nicht mehr als Grundlage, sonder nur noch um sich zu profilieren wenn es passt.
Auch Vertreter der Kirche die für alles ein Ohr haben, außer für die eigenen Leute tun ihr übriges dazu. Da reden immer mehr den Medien nach.
Aber vielleicht will das unsere Regierung ja. Eine Gesellschaft ohne Wurzeln und Werte. Wenn ich da manche Entscheidungen die letzten Jahre anschaue graust es mir was da noch kommen wird. Die Mehrfachehe ist doch auch schon fast durch.

überflüssig und anmaßend in der Politik

Das haben sie sich selbst zuzuschreiben.
Diese Merkelhörigkeit bis zur Selbstverleugnung, diese Hass auf Andersdenkende, diese Fürsorge für alle irgendwo, die auf ein besseren Leben in der dt. Sozialhängematte hoffen.
Die Kirchen sind überflüssig, ihre Häuser zu Museen machen.
Jahr eins nach Merkel wie in der franz. Revolution.

re klausewitz

"Der Apostel Paulus forderte Gib Gott was Gottes und dem Kaiser was des Kaisers ist."

Erstens bleibt rätselhaft, was das mit dem Thema Kirchenaustritte zu tun haben soll.

Zweitens Ist die Bibel so voller widersprüchlicher Sätze, dass man nach Belieben mit Bibelzitaten "argumentieren" kann.

@BackOut

Dass Sie durch den Missbrauchsskandal zum Austritt bewogen wurden, kann ich ja noch nachvollziehen, aber Tebartz van Elst?
Weil ein Bischof (von ich weiß nicht, wie vielen) vollständig die Orientierung verloren hat, ist gleich die ganze Kirche schlecht? Ehrlich, da kann ich nur sagen: ohje. Und das sage ich als sehr zweifelnder Protestant.

Und, nun ja, dass Sie den Kichen eine menschliche Haltung in der Migrations"politik" (Politik ist es ja im Fall der Kirchen nicht) vorwerfen, spricht für sich ...

15:25 von werner1955

"Gut so. In einer Weltoffenen und Bunten Gesellschaft barauchen wir Religionen auch nicht"

Diese weltoffene und bunte Welt scheint bei Ihnen aber eine diktatorische zu sein.
Man befiehlt, was "man" zu brauchen hat.

Da ist die Evangelische Kirche um vieles offener als diese obengenannte Gesinnungsdiktatur.

Welche Männerherrlichkeit?

@berufsschullehrer
In unserer Gemeinde gibt es im Gemeinderat exakt 8 Frauen und 2 Männer. Und das sind die beiden Priester. Die machen - außerhalb der Messe - genau das, was der Frauenrat beschließt. Ist kein Problem, zeigt aber, wie weit die Leute hier im Forum mit ihrer generalisierten Kirchenschelte von der Lebenswirklichkeit entfernt sind.
Und so als Hinweis: Priester ist in der katholischen Kirche kein Beruf sondern eine Berufung.

Historische Kontinuität

Wie auch aus diesem Thread hervorgeht, ist der deutsche Rechtsextremismus traditionell antiklerikal geprägt.

Da hat sich in den letzten 90 Jahren nichts geändert.

Prof.Pfeiffer sollte das Gebrüll...

mit dem amerikanisch/afrikanische Freikirchen Geld aus ihren Anhängern rausquetschen nicht mit Lebendigkeit verwechseln und lieber mal nachschauen für was das Geld verwendet wird (goldene Uhren, Luxuskarossen und Maßanzüge für die Pastors, Apostels und wie sie alle heißen)

Die (lächerlich geringe) Kirchensteuer,

die mit dem früheren Kirchenzehnt absolut nichts gemein hat, war nun wirklich nicht der Grund für mich, vor einigen Jahren schon der Amtskirche den Rücken zu kehren. Und das wird auch für viele evangelische Christen (ich meine damit jene, die nach der Konfirmation noch Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen besuchen und sich einbringen) nicht der Grund sein, wenn sie die Amtskirchen verlassen. Sehr viele Christen gehen dann in Freikirchen oder in freie Gemeinschaften und erleben die "Freiheit des Christenmenschen" endlich wirklich bzw. so, wie sie es -zumindest in Ostdeutschland- aus längst vergangenen Zeiten kennen. Nein, wo solche "Hirten" wie Bedford-Strohm & Co. agieren, wo die Bibel immer wieder neu geschrieben, dem Zeitgeist untergeordnet und damit zur Hure wird, wo spätpubertäre "TheologInnen" Kirchentage für ihre ... Fantasien benutzen, da sollten Christen schnellstens die Amtskirche verlassen, bis nur noch Bedfort über den kleinen übrigen Rest gebietet.

Kirche und Glaube

Ein Leben ohne glaube ist ein Leben ohne wehrte und Regeln...früher oder später kommt es zum Chaos.Aber warum läuft es im Christentum nicht und in Islam trotz armut Krieg und Betreibung???? Die Menschen wissen wer hinter dem elend dieser Welt steht.Die Welt Braucht keine Vertreter Gottes auf goldenen Stühlen sie braucht Menschen die da sind wen man sie braucht eine Religion die zu Menschen kommt ...Menschen die zu religion kommen klappt ja nicht wie wir sehen.

Ein Anfang

Die Lämmer schweigen zwar noch, aber zumindest fangen die Schäfchen an, in großer Zahl den selbsternannten Hirten wegzulaufen, das ist doch schon mal ein Anfang.

Der Missbrauchsskandal und

Der Missbrauchsskandal und auch mancher Skandal menschenferner Verschwendung sind nachvollziehbare Gründe, die Kirchen zu verlassen. Wenn einige hier beklagen, dass sich die Kirchen für die Schwachen, die Verfolgten und die ärmsten der Armen einsetzen, ist das doch arg fadenscheinig, denn das ist bei den Kirchen nicht politisch motiviert, sondern vom Kern christlichen Glaubens her: "Was Ihr dem Geringsten Eurer Schwestern und Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan." (Matthäusevangelium, Kap. 25) Das ist im Vergleich zu früheren Zeiten, wo die Kirchen im Windschatten weltlicher Macht segelte, ein klarer Fortschritt bei der christlichen Profilierung der Kirchen. Und auch wenn manche rechtsnationalen hier die Flüchtlingspolitik als Grund für einen Austritt nennen: die allermeisten Kirchenmitglieder sehen darin eher einen Grund, in der Kirche zu bleiben, weil sich in dem Bereich die Glaubwürdigkeit christlichen Engagements zeigt.

15:52 von zyklop

Müssen Zuwanderer keine Kirchensteuer zahlen?
-
wer wandert denn zu
Katholiken oder Protestanten ?
also Afghanistan und Syrien ebenso wie der Irak sind eher keine christlichen Länder
und in Afrika sind die meisten auch Muslime
unabhängig davon welcher Einwanderer zahlt Kirchensteuer - überhaupt Steuern

16:31, Klausewitz

>>Der Apostel Paulus forderte Gib Gott was Gottes und dem Kaiser was des Kaisers ist. Die Würdenträger der evangelischen Kirche aber glauben Politik machen zu müssen.<<

Sämtliche Kirchen waren immer politisch.

Das Paulus-Zitat wird verfälscht, wenn man es, wie Sie es tun, aus dem Zusammenhang reißt.

Außerdem war Paulus eine wichtige Figur, wenn es um die Frauen-, Schwulen- und generelle Körper- und Lustfeindlichkeit der katholischen Kirche geht.

ich bleibe in der Kirche..

..und möchte hier mal einiges erklären:

Kirchensteuer wird für die Organisation erhoben, die örtlichen Gemeinden bekommen nur wenig davon ab..

Wer sich beschwert, weil kein Pfarrer (nicht Pfaffe) vorbeikommt,kann doch selbst mal vorbeischauen..

Wer keine Kirche mag, darf gerne überlegen, ob all die kirchlichen Werke, Caritas,Diakonie,Krankenhäuser,etc. bei Organisationen wie AWO,etc. besser aufgehoben sind..

Außerdem sind gläubige Menschen keine Dummköpfe, die ein imaginäres Wesen zum Freund haben, sondern durch die Bank mitten im Leben stehende Bürger sind..

Für mittelalterliche Fehlgriffe wie Hexenverbrennungen und Kreuzzügen können wir wirklich nichts..

Und die Kirchensteuer dürfte nur den Wenigsten wehtun..

@Klausewitz um 16:31Uhr

So ist es! Ob nun Herr Bedford-Strohm oder Kardinal Marx etc., alle Kirchenfunktionäre fühlen sich berufen, der Bevölkerung zu vermitteln, was und wie sie denken und fühlensoll/muß! Worin unterscheiden sie sich dann noch von manchen NGO oder Parteien? Heuchlerisch finde ich auch, daß sich die beiden großen Kirchen fast überbieten in der Verurteilung der Nazis, aber seltsamerweise am Konkordat von Hitler festhalten! Wenn die Kirchensteuern ausschließlich verwendet würden, wenn es um soziale Einrichtungen oder den Erhalt von Kulturgütern geht, würden das vermutlich noch viele Bürger verstehen. Aber kann jemand erklären, warum auf Kirchenfunktionäre die beamtenrechtliche Besoldung angewendet wird? Mit welcher Begründung? Wegen eines "Theologiestudiums"? Ich dachte immer, daß man Gott nicht studieren kann, sondern höchstens alte Schriften, deren Wahrheitsgehalt bei Null liegt! Und der Säulenheilige Luther war um kein Jota besser!

K-Steuern zahlen, nur weil die Eltern der Konfesion angerhören..

Und der Staat es so wollte, ist längst nicht richtig...

Habe es aber bis Heute nicht geschafft dort aufzutreten...

Musste früher sogar als Messdiener dienen, was ich eher gehasst habe...

Die Kirche verdient sich durch solche Bürger dusselig und kann nicht genug bekommen. In der Kirche gehe ich schon lange nicht mehr...

Dann bin ich mal auf die nächste Umfrage gespannt, welche durch die Foristen entstanden ist...

re barbarossa 2

" Als zum Beispiel die Homoehe trotz Merkels und Karrenbauers Widerstand beschlossen wurde, wurde ein Aufschrei der Kirchen erwartet. Nur ein Beispiel. Das zweite Beispiel wäre dann die Flüchtlingspolitik."

Sie verlangen, dass die Kirche genau in Ihrem Sinne "aufschreit"? Und wenn dann der nächste kommt und meint, genau deshalb sollte die Kirche nicht aufschreien?

Wie lösen Sie das auf? Oder steht Ihre Meinung sowieso über anderen ...

Gottesdienst totlangweilig

Es ist auch kein Wunder das den Kirchen die Menschen davon laufen. Sowohl die Inhalte als auch die Kirchenlieder sind total überaltert. Manchmal fühlt man sich wie ins Mittelalter versetzt wenn man in den Gottesdienst geht. Das ist für Kinder und auch für mich als Erwachsenen totlangweilig. Wenn ich mir da die Gottesdienste in den USA ansehe hat das einfach mehr Pep und ist auch die Inhalte sind unserer Zeit mehr angepasst. Hier kann man evtl. noch die Ü40 Generation ansprechen - aber selbst dort spricht es nur noch Wenige an. Dabei hat die Bibel doch spannende Geschichten zu bieten - nur wenn der Pfarrer im Singsang die Predigt herunterleiert geht halt Alles darin verloren. Hauptsache der Klingelbeutel geht am Ende noch herum.

16:31 von Googol

Klimaschutz interessiert sowieso nicht
Dafür aber jeden Monat durchschnittlich 100€ verlangen.
.
dann haben sie aber die Rede des Papstes damals im Bundestag nicht gehört

und 100 Euro Kirchensteuer im Monat, das wären in BW so 1.200 Euro Einkommensteuer/Monat
zahlen sie so viel ?

@ Schaefer um 16:03

Die immer gern, quasi als Dogma, verkündete Meinung, die europäische Kultur beruhe auf christliche Werte, halte ich für falsch.
Die von der Kirche über Jahrhunderte praktizierte Intoleranz, Gewalt und Unvernunft hat weder irgendetwas mit der "Botschaft Jesu", noch mit anderen Traditionen Europas, wie etwa die griechische Philosophie, die römische Rechtstradition, die Renaissance im ausgehenden Mittelalter, noch mit den vielen, um Erkenntnis bemühten philosophischen Schulen der letzten 500 Jahre, geschweige den mit den um Frieden und Gerechtigkeit bemühten Bewegungen, bis in unsere Zeit.
Das sind wesentliche kulturelle Leistungen unserer Vorfahren. Die Gewalt und Menschenfeindlichkeit der christlichen Kirchen gehört nicht zu uns. Ihre immer noch vorhandenen Privilegien musste der bürgerliche Staat aus machtpolitischen Erwägungen diesen Kirchen weiterhin einräumen.
Diese gewalttätigen und kriminellen Gruppen haben mit meiner Kultur nicht das geringste zu tun. Und ich bin Europäer!

@Erschienen in ... 16:23 von Torsten Seel

zum Thema: Versagen der Kirchen

Na Sie haben Mut, ausgerechnet die rechtsaussen der Publizistik
hier als 'Referenz' aufzuführen.

Dass die Kirche denen nicht zuhört, finde ich eher als ermutigend.
Die Kirche macht eher ganz andere Fehler,
was mich allerdings als reinen 'Zahlchristen' weniger aufregt.

rer Truman Welt

Ich kann mich hier primär nur zur katholischen Kirche äußern ->
wenn ich letztens hörte, daß Untersuchungen ergeben haben, daß der Missbrauch in der Kirche bzw. von Priestern kein Problem der Vergangenheit ist, sondern ebenso von heute, und die Kirche sich so verhält wie sie sich seit den ersten öffentlichen Enthüllungen bis heute verhält, wundert es mich, daß überhaupt dieser Kirche noch jemand angehört. Ich könnte es definitiv nicht. Aber ich bin bereits schon vor vielen Jahren ausgetreten. Spiritualität konnte mir diese Organisation selbst als Kind schon nicht vermitteln. Ich glaube, in der Zukunft haben solche Organisationen keine wirkliche Überlebenschance mehr. Es wird und muss anderes geben. Die bisherigen Religionen werden sich am Ende wohl alle selbst überleben. Wenn wir uns nicht sowieso alle am Ende einem Exitus zuführen werden, brauchen wir etwas innovativ Spirituelles, aber keine Religionen mehr.

Geld

Ich habe hier verschiedentlich gelesen, das ohne Die Kirchensteuer die Kitas und ähnliches verschwinden würde. Zur Info: neben der Steuer zahlt der Steuerzahler die Einrichtung Kita und die Angestellten. Kein Witz. Das geht übrigens mit anderen kirchlichen Einrichtungen so weiter. Die Kirche gibt vielleicht 2-5 % zu den Einrichtung plus ihrer Ideologie. Fast 40% der Kirchensteuer wird für Personal (Pfarrer) verbraucht. Bischöfe bekommen ihr Gehalt zu 100% ihres Gehaltes vom Steuerzahler. Von den Spenden will ich jetzt gar nicht anfangen. Im übrigen braucht die Kirche nicht angeben, wie sie ihr Geld verbraucht. Keine Rechenschaft. Darüber hinaus hat sie teilweise eigene Arbeitsgesetze und eigene Tarife, obwohl das Geld von uns Steuerzahler bekommt.

@15:06 von roby1981

"Vielleicht ist die Menschheit irgendwann mal so "gereift", dass sie sie keinen "Vater im Himmel" mehr braucht."

Davon sind die Menschen Lichtjahre entfernt. Für die Anzahl der Mutationen, die das möglich machen könnten, hat die Menschheit zumindest auf dem Planeten Erde nicht genügend Zeit. Aber vielleicht geschehen ja doch noch Wunder?

Solange..

die Mißbrauchsfälle nicht zu 100 % aufgeklärt sind, wird der Mitgliederschwund weitergehen. Davon mal abgesehen : Ich brauche keine Kirche, um gläubig zu sein.

EKD und Politik

Hier bringen immer wieder Menschen die Äußerungen der EKD zu Geflüchteten als Grund für einen Popularitätsverlust an. Was für ein Quatsch. Die Menschen treten seit Jahrzehnten zunehmend aus - vor allem junge Menschen. Die eher grün wählen. Da passt bei den Behauptungen so einiges nicht zusammen.

Was hingegen zusammenpasst sind Kirche und christliche Werte. Nächstenliebe! Wenn die EKD sich in solchen Zeiten nicht äußern würde, wäre sie restlos überflüssig. Wer den Einsatz für ihre Werte nicht versteht ist in der Kirche ohnehin falsch...

P.S. Ich bin kein Kirchenmitglied.

Ich war nie in der Kirche

...und trotzdem habe ich ethische Lebensgrundsätze,die schon lange vor jeder Religion gültig waren.
Man kann auch ohne Kirche oder Religion glücklich sein.

Kirchenaustritte

Ich weiß nicht ob es den da oben gibt. Aber ich hoffe, dass es ihn gibt und das er sich seine Vertreter auf Erden mal zur Brust nimmt. Die katholische Kirche spielt mit dem Gewissen der Menschen, dass verachte ich zu tiefst. Für meinen Glauben, brauche ich keine Institution, die vorgibt wie man richtig glaubt.

15:06 von roby1981

Vielleicht ist die Menschheit irgendwann mal so "gereift", dass sie sie keinen "Vater im Himmel" mehr braucht.
.
wenn ich mir die Menschen aktuell so betrachte
was die an unverantwortlichem machen
sich meucheln, quälen Kriege führen
da wäre ein "Vater im Himmel" extra notwendig,
der ihnen gelegentlich in den Hintern tappt

@ 16:31 Klausewitz

Sie legen Paulus in den Mund, was de facto ein Wort Jesu ist, mit dem er auf die Frage nach Steuerzahlung antwortet; Jesus, setzte Grenzen seiner Zeit außer Kraft, u.a. zwischen Juden und Samaritern, zwischen Geachteten und Aussätzigen, das war den Machthabern ein Dorn im Auge: Es ging um eine Kopfsteuer, die die Römer in Judäa von allen mit einem Steuersatz von 40% von 12 bis 65 verlangten - eine Demütigung: man musste bezahlen, weil man zu den Unterworfenen zählte, nicht zu den Herrschenden.
Auf der Münze stand um das Abbild des Kaisers herum geschrieben: „Kaiser Tiberius, des göttlichen Augustus anbetungswürdiger Sohn.“ „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gott gehört.“ stutzt die Allmacht des Kaisers, der sich als göttlich tituliert, zurecht und ist kein „fifty-fifty“ einer getrennten Aufteilung. Für Christ*innen ist in jedem menschlichen Gesicht das Gesicht Gottes zu sehen; da mag auf den Münzen stehen was will; für unterdrückte Menschen treten Christ*innen ein.

@ 16:29 Defender

Und was glauben Sie fordert die Verkündigung des Wortes Gottes auf Erden heute?

Tut etwas!

Zitat Goethe (Faust Teil 1):
Geschrieben steht:"ImAnfang war das Wort!"Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort? Ich kann das Wortso hoch unmöglich schätzen,Ich muß es anders übersetzen,Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn. Bedenke wohl die erste Zeile, daß deine Feder sich nicht übereile! Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft? Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft! Doch, auch indem ich dieses niederschreibe, schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe. Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!"

Solange sich die Kirchen nicht von ihren jahrhundertealten Dogmen trennen, und mit Rat UND Tat lernen die Menschen neu zu begeistern, solange geht's bergab.

@ 15:33 zöpfchen

Sie irren: Die Bischöfe äußern sich kritisch zu beiden Themen.
Und ich gehöre auch nicht zur Gruppe derer, die nur wenig Kirchensteuer zahlen.

Am 19. Juli 2019 um 16:08 von Kermit70

Sowohl Gebühr als auch Örtlichkeit an dem man sich von der Mitgliedschaft lossagen kann, variieren je nach Bundesland. Ich war seinerzeit (vor ca. 20 Jahren) in BW einfach schnell beim Standesamt und für 10 Mark und ein wenig Papierkram hatte ich dem Aberglauben auch formal den Rücken gekehrt.
Ich halte Religionen allgemein in der heutigen Zeit für unnötig, in vielen Fällen auch absolut kontraproduktiv, mal ganz abgesehen davon, daß ich einem Glauben an ein transzendentes Wesen ohnehin nichts abgewinnen kann.
Man kann darüber sinnieren ob und wieviel welche Glaubensrichtungen für die Fortentwicklung der Menschen in der Vergangenheit geleistet haben aber selbst hier kann man je nach Betrachtungsweise zum Schluß kommen, daß viele Entwicklungen eher nicht vom Glauben getrieben waren, sondern viel mehr aus schlichter Notwendigkeit heraus und der Glaube diente nur als Mittel zur Verbreitung. Leider sind 1000 Zeichen für nähere Erläuterung dann doch deutlich zu wenig.

@15:11 von Defender411

"Es ist halt eine selbstgefällige Parallelgesellschaft."

Selbstgefällig ist die treffende Bezeichnung.
Nur nebenbei: Drei der neun Geschwister meiner Mutter waren Pfarrer. Als einer davon als stellvertretender Leiter einer Diakonissenanstalt mit Frau und zwei Kindern ein 10-Zimmerhaus bezog, hatte ich zu ihm gesagt: "Ihr predigt doch immer Bescheidenheit. Deshalb könnten wir (8-köpfige Familie) doch in eure zehn Zimmer ziehen und ihr in unsere 6 1/2." Mein Onkel hat sich daraufhin bei meinen Eltern darüber beschwert, dass die Jüngste (ich war 13 oder 14) furchtbar frech gewesen sei.
Fromme Sichtweise eben.

@boogie 1999

Auch die Einrichtungen der Kirchen werden zu 80% vom Staat finanziert.
Würde die staatlichen Mittel in kirchliche Einrichtungen nicht mehr fließen, müßten z.B. 4 von 5 kirchlichen Kitas schließen.
Dann gingen diese 4 Kitas halt in kommunale Trägerschaft über. Wo wäre das Problem?

Klausewitz 16:31

Die evangelischen Kirchen sitzen ihren Auftrag um, sich um das Menschliche und um die Menschen zu kümmern. Das passt -wie ich Ihre Kommentare die letzten Jahre mitverfolgt habe- natürlich nicht recht in Ihre politische Linie. Das ist aber eher Ihr Problem, als das der Kirche

Nein, das ist nicht Neid

Wenn ich mir das Verdienst von Kardinal Marx (monatliches Grundgehalt von 12.526€ bezahlt vom bayerischen Staat) und seine Wohnsituation (100qm Rokokopalais in der Münchner Altstadt, für 8,7 Mio.€ sarniert ) anschaue, kommt mir die Galle hoch.

Und auch noch das:
Zitat: “Ein großer Brocken sind mit etwa einer halben Milliarde Euro die Gehälter und Pensionen von Kardinälen, Bischöfen, Pfarrern und anderen Kirchenangestellten. Berücksichtigt man die bundesweite Verteilung, kommt gut ein Drittel dieser Staatsapanagen aus den Einkommen konfessionsloser Steuerzahler. Hinzu kommt, dass die beihilfe- und pensionsberechtigten Bezieher weder Solidarbeiträge in die Arbeitslosen- und Rentenversicherung noch in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen müssen.“

Da fällt mir nur ein: Wasser predigen, Wein saufen!

@15:20 von leider geil

//Irgendwann herrscht Gleichgewicht
Man kann nur einmal austreten. Irgendwann wird sich die Mitgliedschaft zumindest der ev. Kirche, für die ich nur sprechen kann, stabilisieren.//

Sind Sie da ganz sicher? Davon träumt man wohl immer noch, aber die Entwicklung der letzten Jahre lässt da wenig Hoffnung aufkommen.
Ich bin auch noch Mitglied der evangelischen Kirche. Keine Ahnung, warum. (Fast keine Ahnung.)

Am 19. Juli 2019 um 15:06 von Bigbirl

<< Es ist der Kirche zuzumuten, daß die Kirchensteuer nicht über den Arbeitgeber, sondern einmal jährlich mit der Einkommenssteuererklärung erhoben wird! >>

Was ist mir denen, die keine ESt-Erklärung machen?

Sollen die zukünftig nur wegen der KiSt. eine Erklärung abgeben müssen?

Kirche

Gandhi wird zugeschrieben: Gott hat keine Religion !!
Ich glaub damit fährt man am besten. Alles andere ist menschengemacht und gesteuert. Und der Staat sollte die Finger von lassen oder trifft es zu: der König (Minister geht auch) nimmt den Bischof beim Arm und sagt: halt du sie dumm ich mach sie arm!!!

16:29 von Defender

"Auch ich habe schon lange über einen Austritt aus der evangelischen Kirche nachgedacht, insbesondere seit der EKD-Vorsitzende Herr Bedford-Strohm die Kirche mehr und mehr politisiert und eine eindeutig linksgrüne Kirchenhaltung propagiert."

Ich bin 1968 aus der evangelischen Kirche ausgetreten, weil der Pastor prügelte, pöbelte und keine Diskussion zuließ. Einerseits.

Andererseits gab es auch grundsätzliche Überlegungen zur Gottesfrage.

Was Sie nun aber kritisieren, ist genau das, was mir auf den Senkel ging: mangelnde Diskussion - Sie nennen das "politisieren".

"Linksgrün" hätten Sie besser durch "humanistisch" ersetzt; denn so wirkt Ihr Beitrag bräunlich.

Trotz der zum Teil berechtigten Kritik ...

... sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten!

Wo sonst ist heutzutage Spiritualität zu finden? Es braucht jedoch auch Menschen, die offen sind sich darauf einzulassen. Und oft tun Menschen dies nicht bei einem Gebet auf Eigeninitiative in ihrem stillen Kämmerlein. Abgesehen von KiTas und Krankenhäusern bietet die Kirche spirituelle Schätze und Geheimnisse, die entdeckt werden müssen und die fernab von machtpolitischen Debatten liegen. Dies kann man eben nicht rational erklären, sondern dies ist etwas was man nur erfahren kann. Diese Art vllt n Erfahrung ist universell sodass es dann auch egal welcher Konfession oder welcher politischen Gesinnung man sich verpflichtet fühlt.

erstaunlich

die Anzahl der kirchlichen Trauungen nahm zu

als Folkloreveranstaltung scheint die Kirche aber populär zu sein

Immer mehr zweifeln

Immer mehr Menschen erkennen, das nur wir selber Probleme lösen können. Zumahl der Glaube an einen liebenden Gott bei all dem Unrecht, Krieg und Verfolgung auf dieser Welt zunehmend problematischer wird.

Die Kirche wundert sich über die Kirchenaustritte?

Das ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten! Auch ich, getaufter Katholik, bin aus der Kirche ausgetreten. Ich bin als geschiedener Christ aus Sicht der Kirche das Allerletzte: ich bin durch meine Scheidung und zivile Wiedeverheiratung automatisch von allen Sakramenten ausgeschlossen, eine katholische Trauung ist nicht möglich. Weshalb, liebe Bischöfe, soll ich als Ausgestoßener, euch mit der Kirchensteuer alimentieren? Haltet ihr mich für so dämlich? Die Kirche, speziell die römisch-katholische, sollte sich klar darüber sein, daß sie selbst die Ursache für den Mitgliederschwund ist, nicht nur die Kirchensteuer.

Keine der Kirchen sollte jemandem nachlaufen,

der sie wegen ihrer Migranteneinstellung verlässt, denn derjenige hat das Christentum eh nicht verstanden.

Am 19. Juli 2019 um 16:27 von DrBeyer: Ich schließe mich Ihrem letzten Satz an.

@16:10 von JohnMadison

"Ich sage nicht es gibt zu 100% keinen Gott, aber es ist 100% sicher, dass jede Religion dieser Welt falsch liegt in dem was gepredigt wird."

Dem stimme ich zu.
Einen (männlichen) und nachtragenden (bis rachsüchtigen) Gott, wie ihn das alte Testament beschreibt, kann und will ich auch nicht anbeten.

Googol 16:28

"Die Kirche hoffte durch den Zuzug offensichtlich auf neue Mitglieder."

Dass Sie der Kirche so perfide Berechnung unterstellen, zeigt wie weit Sie von christlichem Denken weg sind.

Grundverschieden - aber nicht in den Augen der Öffentlichkeit

Es ist ein Grundproblem der Evangelischen Kirche, daß ihre Werte und Haltungen in der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen bzw. mit denen anderer Konfessionen verwechselt werden.

In der öffentlichen Meinung ist betonfest verankert, daß "die Kirche" grundsätzlich frauenfeindlich, homophob, prüde usw. ist.

Abgesehen davon, daß dies in dieser Absolutheit noch nicht einmal von allen Teilen der katholischen Kirche behauptet werden kann:

Viele evangelische Konfessionen haben Frauen den Zugang zum Pastoren- und Bischofsamt ermöglicht, als eine ähnliche Teilhabe in den Vorständen deutscher Unternehmen noch undenkbar war.

Mehrere evangelische Landeskirchen haben homosexuellen Paaren das uneingeschränkte Recht auf kirchliche Trauung gegeben, als der Staat die Homoehe noch strikt ablehnte.

Und die Möglichkeit einer eventuellen Scheidung ist geradezu eine Grundfeste des evangelischen Eheverständnisses.

An der Undifferenziertheit der öffentlichen Kirchenkritik ändert dies leider nix...

Es gibt doch immer noch die Möglichkeit ...

... in die Moschee zu gehen!
Also wozu die Aufregung?

Für's Seelenheil von Ex-Christen wird schon noch von irgendwem ein "Glaubens-Markt" geschaffen werden. Hauptsache ist doch, dass mit allem Kohle gemacht wird.

Das darbende Gutmensch-Gewissen kann man sich doch heute schon - ganz toll absetzbar - mit Spenden für Flüchtlingsorganisationen im Handumdrehen erkaufen.

Und mit der Bausubstanz des Kölner Doms ließen sich doch mindestens zig schnieke Minarette bauen, von denen aus dann morgens um Fünf der Ruf der Muezzine ins himmlisch-orientalisch anmutende Ländle schallt.

Wie brachte es Heinrich Heine schon so vortrefflich zum Ausdruck:
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, / Dann bin ich um den Schlaf gebracht“.

Traurig ist über alle Maßen, dass so viele Menschen hierzulande sozusagen nur auf den "Habitus" der beiden Kirchen schauen, und nicht auf die Inhalte und Werte des Christentums.

Mit der Bundespolitik verhält es sich da nicht anders, nur leider im umgekehrten Sinne ..

Das die Kirchen selbst die Gründe für die Austritte

angeblich nicht kennen oder benennen können, spricht Bände. So weit von den Mitgliedern entfernt und Kommunikation wie bei allen autoritären Organisationen von oben nach unten... wen sich die Kirche mehr um Seelsorge kümmern würde statt die Welt belehren und dem jeweiligen Zeitgeist nachzulaufen, würden vielleicht weniger Mitglieder flüchten. Aber die Kirchen waren eben zu allen Zeiten auf der Linie und an der Seite der Herrschenden. Zumindest darin sind sie sich vom Absolutismus bis heute treu geblieben

Der Kirche laufen die Opfer

Der Kirche laufen die Opfer davon.

Richtig so!

Das sollte unserer Rechtsprechung auch so ergehen.

Wer so mit Vergewaltigungsopfern umgeht und Tätet schützt, dem kann es nicht anders gehen.

Weil menschenverachtende brutale verherrlichung von Sadisums und Vergewaltigung von Kindern nicht bestraft wird.

Einer Rechtsprechung, die solche Täter frei laufen lässt, müssen auch irgendwann die Mitglieder davonlaufen.

@ Barbarossa 2 um 15:21

>>Wenn die Kirche die wahren Gründe der Austritte angeblich nicht kennt, dann lebt sie in einer anderen Welt. Als zum Beispiel die Homoehe trotz Merkels und Karrenbauers Widerstand beschlossen wurde, wurde ein Aufschrei der Kirchen erwartet. Nur ein Beispiel. Das zweite Beispiel wäre dann die Flüchtlingspolitik.<<

Zum Ersten:
Den Kirchen wird abwechselnd mal vorgeworfen zu verbohrt und traditionalistisch zu sein, dann wieder dem Zeitgeist zu hörig zu sein. Beides wird dann jeweils gerne als Austrittsgrund genannt.

Zum Zweiten:
Jesus Christus ist in seinen Aussagen und seinem Leben sehr eindeutig, was Nächstenliebe und Dienst am Menschen angeht. Und in diesem Punkt haben die Kirchen sich im Großen und Ganzen auch gegen teils erheblichen Widerstand sehr treu zu ihrer Grundlage bekannt, die nichts anderes ist als Reden und Leben von Jesus Christus. Wenn das dann ein Grund für Austritte ist, dann sind diese Austritte in Kauf zu nehmen. Schlimmer wäre es, seine Grundlage zu verleugnen.

17:33 von Anna von Cleve

An der Undifferenziertheit der öffentlichen Kirchenkritik ändert dies leider nix...
.
erwarten sie das ?
weiß einer oder interessiert sich überhaupt einer für die Möglichkeit von Schwulenehe in Teilen der (ev) Kirche
es geht nur um Hetze kirchen oder religionsfeindlich eingestellter Menschen
wobei doch keiner dort reingezwungen wird, zur Taufe werden Kinder von ihren Eltern Familien in die Kirche gebracht
weil es ein schönes Fest abgibt, ebenso die kostenlose Nostalgie Veranstaltung
im Weißen Kleid

@edding 18:17

Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, was Sie mit Ihrem Beitrag sagen wollen.
Ich lese eine sehr große Portion völlig unzutreffender Polemik, außerdem ein Heine-Zitat, bei dem mir der Zusammenhang zum Artikel überhaupt nicht klar wird, und offenbar ganz nebulös Kritik daran, dass mit allem irgendwie Kohle gemacht wird, wobei mir auch da nicht klar ist, was das mit dem Artikel zu tun haben könnte.

Was habe ich nicht verstanden?

17:32 von Anna-Elisabeth

@JohnMadison, 16:10: «Ich sage nicht es gibt zu 100% keinen Gott, aber es ist 100% sicher, dass jede Religion dieser Welt falsch liegt in dem was gepredigt wird.»

«Dem stimme ich zu.
Einen (männlichen) und nachtragenden (bis rachsüchtigen) Gott, wie ihn das alte Testament beschreibt, kann und will ich auch nicht anbeten.»

Nicht alle Relgionen "predigen und verkünden Weisheiten", die den Anhängern strikt zu befolgende Gebote sein sollen. Die evang. + (mehr noch) die kathol. Kirche tun das schon.

"Das religiöse Komzept" eines immer nur männlichen, bestimmenden, nachtragenden, "rachsüchtigen" Gottes (wie Sie es oben zitiert benannten).
Ein äußerst abschreckendes Konzept, das auf Drangsalierung + Unterwerfung basiert.

Ich verstehe mich als Agnostiker. Habe in der Zeit, in der ich in JAP lebte, ein anderes Konzept (ansatzweise) kennen gelernt.

Eins, das nicht predigt + "diktiert".
Eins, bei dem Göttinmutter auf den Weg der Erkenntnis zu lenken versucht.
"Mit milden Zügeln" …

18:17, edding

>>Traurig ist über alle Maßen, dass so viele Menschen hierzulande sozusagen nur auf den "Habitus" der beiden Kirchen schauen, und nicht auf die Inhalte und Werte des Christentums.<<

Na ja, Ihr Kommentar ist ja nun auch nicht gerade von den Inhalten und Werten des Christentums durchzogen.

Hetze gegen andere Religionen halte zumindest ich nicht für unbedingt christlich.

Gewaltverbrechen insbesondere

Gewaltverbrechen insbesondere gerade gegen Kinder werden in der Gesellschaft eben nicht mehr toleriert.

Daraus sollte nicht nur die Kirche lernen sondern insbesondere auch die Gesetzgebenden Organe dieses Landes.

17:07 von Andi13

Solange..die Mißbrauchsfälle nicht zu 100 % aufgeklärt sind,
wird der Mitgliederschwund weitergehen.
.
liegts an dem
Sportvereine kommen doppelt so viele Missbrauchsfälle vor,
wie in den Kirchen

gibt's deshalb ein Sterben der Sportvereine ?

unfassbarer Glaube

Glauben ist nicht rational, ein vernünftiger Kommentar nicht adäquat.
Die Organisierung von Menschen unter einem Heilversprechen ist etwas anderes. Die Nutzung eines Mechanismus von Sünde und Vergebung, Belohnung und Bestrafung durch eine hierarchische und zentralisierte Macht, hat mit Glauben, Religion, Sinnsuche, Trost, Hoffnung und Brüderlichkeit nicht das Geringste zu tun. Da ziehen welche nur ihr eigenes Ding ab. Diesen Leuten auch noch das Geld der von ihnen Mißachteten mittels der Staatskanäle zu schenken, ist einfach nur unfassbar.

@ Googol um 16:28

>>ohne mich
Die Migrationspolitik der Kirche war meines Erachtens total unangebracht. Die Kirche hoffte durch den Zuzug offensichtlich auf neue Mitglieder.
Ausserdem ist die Kirche sehr reich und fordert trotzdem weiterhin Steuergelder. Wozu?<<

Gott sei Dank, denken die meisten Christen nicht mit so perfider Berechnung, wie Sie in Ihrem Post hier.
Die Anstrengungen der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen für die Integration von Geflüchteten kostet die Kirchgemeinden viel mehr Kraft und Geld, als es ihnen irgendwie finanziell bringt. Sie tun es trotzdem, um den Anspruch Jesu an die seinen gerecht zu werden - Nächstenliebe üben, Hilfe leisten unabhängig vom Ansehen der Person.
Lesen Sie mehr Bibel, reden Sie mit Kirchgemeindemitgliedern, bevor Sie so was pauschal unterstellen.

Zum Reichtum der Kirche... ich bin evangelischer Christ in Sachsen. Meine Kirchgemeinde ist reich an alten, wertvolle, teils baufälligen Gebäuden und hat große Mühe das Notwendige zu finanzieren

15:25 von werner1955

Alle Religionen sind wissentschaftlich nicht haltbar
.
ach so !
die Frage nach Gott hängt vom aktuellen Stand der Wissenschaft ab
wenn man heute glaubt dass es auf dem Mars Wasser gibt gilt das,
wenn neue Erkenntnisse morgen eben das Gegenteil beweisen gilt anderes

17:22 von Margareta K.

"Wenn ich mir das Verdienst von Kardinal Marx (monatliches Grundgehalt von 12.526€ bezahlt vom bayerischen Staat) und seine Wohnsituation (100qm Rokokopalais in der Münchner Altstadt, für 8,7 Mio.€ sarniert ) anschaue, kommt mir die Galle hoch."

Das erinnert an die ehemalige Hamburger Bischöfin Jepsen:

//Eine Million Mark sollte es kosten, das Haus, das Maria Jepsen vor 20 Jahren beziehen wollte. Das löste unter Gläubigen und Kollegen Entrüstung aus. Was sie schließlich bewog, zu verzichten.//

Auch in anderer Hinsicht hat sich die Dame (samt ihrer Kirche) nicht mit Ruhm bekleckert.
Den Kirchen mangelt es bis heute an Selbstkritik.

17:20 von Bigbirl

Dann gingen diese 4 Kitas halt in kommunale Trägerschaft über. Wo wäre das Problem?
.
also in meiner Gegend sind kirchliche KiGa überfüllt
in öffentlichen gibt's noch Platz
warum ?
und die Klassenstärke im katholischen Gymnasium im Ort beträgt 34
in dem öffentlichen meiner Tochter 24
dafür fällt da auch mal gelegentlich der Unterricht aus und die Motivation
(meine Meinung) der Lehrer läßt stark zu wünschen übrig

@sausewind

Und warum kann man es nicht einfach Hoffnung nennen? Warum muss man alles im Metaphern verstecken? Um seinen Intellekt zu betonen?
================

Das Christentum wurde dem Stämmen damals so übergestülpt, wie heute so mancher besorgter Bürger Angst hat, dass der Islam die Macht ergreift...man man man... Herr, wirf Hirn vom Himmel. Leute, fangt selber an zu denken und denkt auch einen Schritt weiter, für die Menschen, die euch umgeben.

@ Bigbirl um 17:20

>>Würde die staatlichen Mittel in kirchliche Einrichtungen nicht mehr fließen, müßten z.B. 4 von 5 kirchlichen Kitas schließen. Dann gingen diese 4 Kitas halt in kommunale Trägerschaft über. Wo wäre das Problem?<<

Die Kirche springt bei Schulen und Kitas in die Lücken, die der Staat reißen lässt. Das ist ein Armutszeugnis für den Staat, nicht für die Kirchen.

Der Staat fördert natürlich Kitas in kirchlicher Trägerschaft, wie auch Kitas in anderen freien Trägerschaften. Weil er weiß: Wenn er sie nicht fördert, dann machen sie notgedrungen dicht und der Staat muss mehr staatliche Kitas bauen und die Kitas zukünftig 100% finanzieren. Der Staat fördert Kitas in freier Trägerschaft, nicht zuletzt weil er damit viel Geld spart.

16:27 von DrBeyer @draufguckerin

"Ich finde es recht seltsam, dass das Retten von Menschenleben für Sie unsozial ist."

Ich habe mich auch gefragt, ob wir bei uns zuhause vielleicht eine ganz andere Bibelausgabe hatten. Im Konfirmandenunterricht habe ich nicht immer zugehört, aber dass ich die christliche Lehre so falsch verstanden haben könnte, glaube ich auch nicht.

18:17 von edding

«Und mit der Bausubstanz des Kölner Doms ließen sich doch mindestens zig schnieke Minarette bauen, von denen aus dann morgens um Fünf der Ruf der Muezzine ins himmlisch-orientalisch anmutende Ländle schallt.»

Hände weg vom Dom zu Köln !

Für welchen Firelanz auch immer, den Sie da fern der tatsächlichen Gegebenheiten herbei fabulieren …

«Es gibt doch immer noch die Möglichkeit in die Moschee zu gehen!
Also wozu die Aufregung?»

Es hat auch die Möglichkeit, in DEU in hinduistische oder buddhistische Tempel zu gehen. Nicht nur im Moscheen. Auch gibt es beim Sport mehr als die Wahl zw. Fußball und Synchronschwimmen. Wer kein Eisbein + kein Bier mag, muss nicht zwangsläufig Tofu essen + Smoothies trinken.

"Aufregung" ist es auch nicht, wenn man selbst (oder ein Artikel der ts) darüber nachdenkt / berichtet, wie sich die Mitgliederzahlen der großen christlichen Kirchen in DEU entwickeln.

Zu ergründen versuchen, warum es so ist.
Hat mit Aufregung + Moscheen auch gar nix zu tun.

Nur eine Momentaufnahme

Wer an die Wirkmacht des Heiligen Geistes und an die Kraft der Frohen Botschaft glaubt, der wird in dieser Meldung keine kritische Momentaufnahme finden.

Die christliche Kirche, insbesondere die katholische Kirche, hatte in Deutschland immer wieder Krisen der Glaubwürdigkeit, Gefährdung als Institution oder aber der Spaltung zu durchstehen. Stets hat sie ihre Anpassungsfähigkeit bewiesen. Gesellschaft ändert sich, genauso wie die Sinn- und Lebensfragen der Menschen.

Vielleicht ist aber auch die Botschaft des Christentums zu radikal einfach für viele Leute: aktive Nächstenliebe, Vertrauen, Achtsamkeit, Lernen, Solidarität, Rücksichtnahme, Versöhnung, Gemeinschaft. Gut ist, dass die Kirchenvetreter selbst autentisch zeigen, wie schwierig der Umgang mit Macht ist, denn Macht hat jeder.

"Jeder Mensch ist zur Freiheit geboren", heißt es im Neuen Testament. Jeder Mensch hat damit Verantwortung, diese Freiheit in einem guten Sinne zu nutzen. Die Botschaft Christi gibt dafür Orientierung.

Ich bin nicht aus der Kirche

Ich bin nicht aus der Kirche ausgetreten. Aber allein, weil in meinem Berufsfeld auch so mancher Arbeitgeber ist, bei dem ich ggf. trotz meiner sehr ausgeprägten Abneigung gegen Kirche, Religion und insbesondere Christentum vielleicht mal arbeiten müsste. Man weiß ja nie. Und dann Caritas... es gibt sicher schlimmere Träger.

Ich kann gut nachvollziehen, dass die Kirchen Mitglieder verlieren. Wer heutzutage immer noch an einen Gott glaubt, ist... originell. Für mich völlig unverständlich, warum Menschen an ein mystisches Wesen glauben, dass im Himmel sitzt und nichts besseres zu tun hat, als ständig auf die Erde zu gucken und sich die Klagen und die Bitten der Menschen anzuhören. Ja, ein paar Wochen lang kann sowas ja unterhaltsam sein. Aber tausende von Jahren ? :)

Wir sollten unsere Energien und Kräfte auf reale Dinge konzentrieren. Damit haben wir weiß G... ähh... also genug zu tun. Über komische Männchen im Himmel kann man sich dann in Selbigem Gedanken machen:)

@ 16:57 von 91541matthias

"Für mittelalterliche Fehlgriffe wie Hexenverbrennungen und Kreuzzügen können wir wirklich nichts.."

Fehlgriffe? Nennt man das jetzt so?
Ach ja, wann wurde noch Galilei 'rehabilitiert'?

18:17 von edding

Traurig ist über alle Maßen, dass so viele Menschen hierzulande sozusagen nur auf den "Habitus" der beiden Kirchen schauen, und nicht auf die Inhalte und Werte des Christentums.

Nicht direkt traurig, aber sehr vielsagend und zumindest mich in meiner Meinung über Katholen noch bestätigend sind Beiträge wie Ihrer :)

Inhalte und Werte des Christentum... und ein paar Zeilen vorher über `Gutmenschen´ lustig machen und ein paar islamophobe Sprüche einbauen. Das ist enorm christlich.

Allerdings enthält Ihr Beitrag auch eine interessante Verbindung: Flüchtlinge, davon abgeleitet nun ertrinken im Mittelmeer und darüber dann das Thema Glaube, sprich Gott. Da hat man dann keine Fragen mehr. Zumal man die Antworten alle kennt: Die Wege des Herrn... Gottes Plan ist für uns nicht... Hallelujah

was ich so alles lese...

warum sind an weihnachten und ostern die kirchen voll, wenn die katholische und evangelische kirche doch so altmodisch sind??? ich denke, die meisten die an diesen tagen zu den gottestdiensten gehen, wollen dem mainstream angehören. ich zahle gerne meine kirchensteuer, sie kommt guten zwecken zu nutze, kindergärten, altenheime etc. da ja in den vergangenen jahren vehement auf die katholische kirche in berichten ein gedroschen wird, stellt sich mir immer wieder die frage, warum wird nicht auch mal recherchiert, was so hinter den mauern der anderen konfessionen abläuft???
I am proud to be a catholic.

re sisyphos3

"wer wandert denn zu
Katholiken oder Protestanten ?
also Afghanistan und Syrien ebenso wie der Irak sind eher keine christlichen Länder
und in Afrika sind die meisten auch Muslime
unabhängig davon welcher Einwanderer zahlt Kirchensteuer - überhaupt Steuern"

Die meisten Zuwanderer sind Bürger aus EU Staaten. Und natürlich zahlen die Steuern, wenn sie hier arbeiten, und Kirchensteuer, wenn sie kath oder ev auf der Lohnsteuerkarte stehen haben.

Aber typisch, wenn beim Stichwort Zuwanderer nur Syrer oder Afghanen vorstellbar sind.

Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

um Ihre Kommentare zum Thema „Kirchenaustritt“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:

meta.tagesschau.de/id/142811/viele-kirchenaustritte-neue-wege-gegen-leere-baenke

Viele Grüße
Die Moderation

Darstellung: