Ihre Meinung zu: Frankreich plant ab 2020 Ökosteuer auf Flugtickets

9. Juli 2019 - 14:21 Uhr

Ab dem kommenden Jahr wird in Frankreich eine Ökosteuer auf Flugtickets fällig. Pro Ticket liegt der Aufschlag zwischen 1,50 Euro und 18 Euro. Rund 180 Millionen Euro will das Land damit zusätzlich erlösen.

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Kommentare

Ökosteuer

Das nenn ich mal eine gute Idee, ist das Fliegen zum Teil doch billiger als mit dem Zug zu fahren. Auch bei Schiffskreuzfahrten könnte man über eine ähnliche Steuer nachdenken, gelten diese Schiffe doch nicht als besonders umweltfreundlich.

dann ist eines klar

der für Februar geplante Flug nach Südamerika (STU/PAR/RIO )
findet mit Air France nicht statt
wobei Scherzlein max 18 Euro Mehrkosten dazu noch in der Businessklasse
ob das abschreckt ?

Wird nichts bringen

Die Kunden kaufen ihre Flugtickets einfach im EU-Ausland. Letztendlich kann das Frankreich ja dank des EU-Binnenmarktes nicht verhindern.

Klimaschädlich

In Anbetracht der Tatsache, dass Fliegen das schädlichste ist was der Mensch der Umwelt legal antun darf, scheint mir so eine Steuer schon lange überfällig. Ich hoffe die anderen EU Staaten ziehen nach. Zumal seit einiger Zeit bekannt ist, dass die von den Flugzeugen verursachten Kondensstreifen die Abstrahlung von Wärme auf der Erde ins All behindern. Die Fliegerei also nicht nur durch CO2 Ausstoß sondern auch direkt an der Erderwärmung mit schuld ist. Mir ist jedes Mittel willkommen das Flüge auf ein notwendiges Maß reduziert. Auch Steuern, denn ob Apelle an Vernunft und Anstand helfen würden, wenn sie denn kämen, wage ich zu bezweifeln. Bei der momentanen Einstellung der Regierungen wo man Fliegen lieber subventioniert als mindert, frage ich mich ob die Politik nichts kapiert oder nicht kapieren will- oder darf. Je größer die Lobby umso armseliger die Politiker.

So billig? Nur 180mio? Das

So billig?
Nur 180mio?
Das lohnt ja den Aufwand nicht 100€ pro ticket. So lenkt und steuert man.
Bei uns sollen es 50cent für l benzin werden. Das wird happig. Am besten gleich die ankommenden passagiere mit abkassieren, sofern sie keinen co2 beitrag für den abflug bezahlt haben.
Wenn deutschland nicht will, sollen sich doch die anderen das geld holen.
Wir sind zu träge.

erste Auswüchse der Klimarettung

Typisch grünpopulistisch, so kann man sich auch seiner Verpflichtung für einen modernen Bahnverkehr entziehen.
Könnte eine Idee aus Dtl. sein, alle über einen Kamm scheren und kleine und mittlere Einkommen genauso belasten wie First Class und Firmen-Benutzer. Was mich stört, daß der jährliche Urlaub genauso wertig ist wie der Hopper der morgens hin und nachmittags zurückfliegt mit Aktentasche oder Schminktäschchen zur Sitzung.

na

das ist doch mal eine sinnvolle Neuerung. Flüge für €18,50 sind genauso ökonomischer und ökologischer Unsinn wie Busfahrten für €9 von München nach Berlin.

15:49 von dito

Die Kunden kaufen ihre Flugtickets einfach im EU-Ausland
.
worin sehen sie darin einen Sinn oder Vorteil
die Gebühren fallen an egal wo sie das Ticket kaufen

Guter Ansatz, aber viel zu wenig.

In Zeiten von Altmaier kann man ja über jeden Fortschritt in Sachen klimafreundlicher Politik schon froh sein.
Aber was sollen die unter 20eur Mehrkosten pro Ticket bringen?
Hier wäre eine deutliche Kerosinsteuer (die übrigens von den meisten Menschen befürwortet wird) der sinnvollere und wirkungsvollere Weg.
Entscheidend ist, dass schnell Gesetze beschlossen werden, die klimaschädliches Reisen teurer und klimaschonendes Reisen billiger machen.
VG

Guter Anfang

Ist aber viel zu wenig!
Der Preisaufschlag sollte so hoch sein, wie der ökologische Schaden.
Erst dann schränken die Menschen sich ein.
Ein Flug nach Übersee kostet dann ca 1800€

15:49 von ferrum

In Anbetracht der Tatsache, dass Fliegen das schädlichste ist was der Mensch der Umwelt legal antun darf,
.
also das Fliegen schlägt mit 2 % beim CO2 Ausstoß bei
das Internet ist mit 3.7 % beteiligt

Ökosteuer auf Flugbenzin -Frankreich

Einer muss Anfangen, andere werden Folgen.

Auf Dauer ist die Steuer ein wichtiger Weg, unnötige Flüge zu verhindern.

In Zeiten von Video-Konferenzen sind sehr viele Reisen unnötig geworden und wenn endlich keine dieser Reisen vom Staat subventioniert werden, hören sie bald auf.

@dito

"Wird nichts bringen"

Ich glaube, Sie haben das nicht verstanden.

Die französische Regierung wird das bei den Fluggesellschaften direkt eintreiben, nicht beim Endkunden. Die Gesellschaften können ihre Mehrkosten dann an die Passagiere weitergeben. Und werden das vermutlich auch.

Auch wenn diese Steuer vermutlich nur auf die Flüge angewendet werden kann, die von einem französischen Flughafen starten oder dort zwischenlanden, könnten die Gesellschaften die Mehrkosten auch auf alle Tickets umlegen. Dann zahlen Sie mit, sobald sie ein Ticket bei einer Gesellschaft kaufen, die irgendeinen Flughafen auf französischem Territorium (inklusive Übersee) anfliegt. Und das sind vermutlich die meisten.

Wachstum

"Ökosteuer auf Flugtickets Fliegen in Frankreich wird teurer"
-
Ahh, super, -Wachstum-, wenn es auch nur ein bescheidenes kleines Steuerwachstum ist.

Ein schlechter Witz

Wenn ich über Atmosfair meine Flüge ausgleiche, komme ich auf deutlich höhere Beträge, was mir auch angemessen erscheint. Und trotzdem frage ich mich jedes Mal, warum das nicht automatisch aufgeschlagen wird, weil auch die dort errechneten Beträge noch gering sind.

Das französische Vorhaben ist anscheinend nur ein Feigenblatt, ein Papiertiger.

Das ist noch zu wenig, aber ein Anfang...

Und zwar eine sinnvolle...

So eine Steuer ist schon lange überfällig und ich hoffe die anderen EU Staaten ziehen nach...

Wer sich`s leisten kann die Umwelt zu belasten, der soll und muss auch dafür bezahlen...

Ich fahre übrigens Fahrrad, obwohl ich einen PKW-Führerschein habe und das seit ca. 10 Jahren...

Löblich, aber mit fadem Gout

Dass Fliegen zu billig ist, wird niemand mehr bestreiten. Aber einfach eine weitere Steuer erheben und abkassieren, das ist unschlüssig. Niemand sagt, was er mit den Geldern machen wird - die werden wie immer zweck-entfremdet und woanders eingesetzt. Wer erinnert sich bei uns noch an die Erhöhung der Tabak-Steuer ? "Rauchen für die innere Sicherheit"? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Also: welche Klima-Projekte werden daraus gespeist?

Viel Palaver.

Für 180 Mio. lohnt sich dieser Aufwand nicht. Da wird wieder viel Palaver um fast nichts gemacht. Wenn schon, hätte man konsequent die Fahrten mit der Bahn deutlich verbilligen müssen und mit dieser Aufwand, wahrscheinlich einige Milliarden,Flug und Schiffsreisen verteuern sollen.

15:49 von dito

Das mag so sein wenn der Flug nicht in Frankreich startet. Spätestens am französischen Startflughafen dürfte die Steuer allerdings eingetrieben werden.

@sisyphos: Gegenfrage

Abgesehen davon daß die 2% niedrig gegriffen sind (Quellen im Internet nennen 2,5 und mehr),
und abgesehen davon, daß dieses CO2 in den Höhen, in denen es von den Flugzeugen ausgestoßen wird eine wesentlich (nochmal rund Faktor 3) schädlichere Wirkung entfaltet,
folgende Gegenfrage:
Wie viele Menschen nutzen täglich das Internet? Und wie viele das Flugzeug? Und welcher persönliche CO2 Fußabdruck ergibt sich dann daraus?

Ob....

Air France und auch airbus darüber erfreut sind? Ich sehe schon die Renaissance der Segelschiffe!

Air France? Frankreich? No

Air France? Frankreich? No Merci

@Sisyphos

"also das Fliegen schlägt mit 2 % beim CO2 Ausstoß bei"

Umweltwissenschaftler kritisieren seit längerem den Ansatz, lediglich das beim Fliegen verbrannte Kerosin und die dabei entstandene CO2-Menge zu berechnen, den Umstand aber völlig ausser Acht zu lassen, wo diese Freisetzungen größtenteils stattfinden.

In der oberen Troposphäre, wo die Luft sehr viel dünner ist, als am Boden, wirken sich die gleichen CO2-Emmissionen deutlich stäkrer aus. Neuere Studien gehen daher davon aus, dass der Einfluss des Flugverkehrs auf den Klimawandel wenigstens 5% beträgt, in einigen Regionen sogar bis zu 18%, und sich bis 2020 unter den derzeitigen Verhältnissen auf bis zu 22% steigern könnte.

https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/flugverkehr

Wer zahlt am Ende die Zeche ?

Die Bürger mit den niedrigen Einkommen zahlen relativ deutlich mehr, als Vermögende. Die lassen sich von einer Ökosteuer doch nicht von ihrer Vielfliegerei abschrecken.

Gruß Hador

18€

ich fliege ca. 8x im jahr in den westen der USA.
natürlich Business class, 18€ mehrkosten wären ok.
meisten buche ich die flüge eh in polen, somit wären mir auch 180€ mehrkosten in Deutschland egal.

mit dem tug in die USA wird auch schwierig.

Neben der Einschätzung, dass

Neben der Einschätzung, dass das natürlich für ein notwendiges Umsteuern zu wenig ist, begrüße ich, dass endlich ein Land anfängt: Viel zu lange ließ man die Ausrede durchgehen, die da lautete "die andern machen da nicht mit".
Allez les bleus !

15:29 von Barbarossa 2

ist das Fliegen zum Teil doch billiger als mit dem Zug zu fahren.
.
wenn es nur das wäre !!
bin gerade mal wieder beim Flugpreise recherchieren
können sie sich vorstellen dass der Flug STG =>ZÜR =>FRA =>xxx
um 70 Euro billiger ist als der FRA=>xxx
natürlich mit derselben Airline/Zeit
viel mir schon im letzten Jahr bei ner anderen Strecke auf

@ Flottilda von Grün

"Auf Dauer ist die Steuer ein wichtiger Weg, unnötige Flüge zu verhindern." Am 09. Juli 2019 um 16:26 von Flottilda von Grün

Warum nicht gleich Planwirtschaft? Hat ja super funktioniert und war sooooo umweltfreundlich gewesen.

Ach nein, doch nicht.

17:09 von dilbert_66

wollen sie mir jetzt ein schlechtes Gewissen einreden
weil ich 2 Fernreisen im Jahr mache und dazu noch nen Diesel fahre

Frankreich plant ....

... sorry, muss gerade etwas schmunzeln.
.
Macron hat mit seinen "Plänen" immer so seine Probleme. Kaum ziehen sich ein paar Leute Warnwesten an und gehen auf die Straße .... kippt er. Diesmal wird er vermutlich vor den AirFrance Mitarbeitern in die Knie gehen.
.
Merke: In Frankreich isst man nicht so heiß wie man kocht.

Es wird endlich Zeit

Vielflieger zu besteuern schon der Umwelt zu Liebe.

Am 09. Juli 2019 um 17:21 von Tada

<<"Auf Dauer ist die Steuer ein wichtiger Weg, unnötige Flüge zu verhindern." Am 09. Juli 2019 um 16:26 von Flottilda von Grün

Warum nicht gleich Planwirtschaft? Hat ja super funktioniert und war sooooo umweltfreundlich gewesen.>>

Ich verstehe nicht, was an Steuern als Lenkungselemt planwirtschaftlich sein soll.

Lenkungsabgaben gab es doch bei uns schon immer, z.B. die Tabaksteuer.

ein richtiger Weg

wäre wohl eine weltweit gleiche Besteuerung von Kerosin ?

Mit den Einnahmen die Bahn preiswerter machenn

Mit den Einnahmen die Bahn preiswerter machen, dass wünschte ich mir für die ganze EU...

@dito - Wird nichts bringen

Im Gegenteil !

So könnte man in Deutschland auch mal schnell das Flugbenzin besteueren.
Der Abflug verteuert sich , weil die Flieger
vor dem Landen immer in der Luft ihren Sprit ablassen :-)

Gibt es seit 2010 in Deutschland

und heißt Luftverkahrsabgabe
Sie beträgt ab Anfang 2019 pro Fluggast[3]
7,38 € für Flüge in Länder der Anlage 1 oder für innerdeutsche Zubringerflüge zu einer Langstrecke
23,05 € für Flüge in Länder der Anlage 2
41,49 € für alle anderen Flüge.
https://de.wikipedia.org/wiki/Luftverkehrabgabe

RE: Gassi um 16:50

***Niemand sagt, was er mit den Geldern machen wird - die werden wie immer zweck-entfremdet und woanders eingesetzt. ...Also: welche Klima-Projekte werden daraus gespeist?***

Bitte lesen sie den Artikel sorgfältiger, da steht's nämlich drin.
Die Bahn bekommt die € 180 Mio.

Gruß Hador

naja, 180 Mio für die Bahn.....

wieviele Streckenkilometer kann man damit jährlich elektrifizieren ? ...oder, was kostet ein einziges modernes elektronisches Stellwerk ?

17:42 von Sisyphos3 / @dilbert66, 17:09

«wollen sie mir jetzt ein schlechtes Gewissen einreden
weil ich 2 Fernreisen im Jahr mache und dazu noch nen Diesel fahre»

Wenn Sie sich durch Erwähnung von Gegebenheiten alleine ein schlechtes Gewissen machen lassen …

"Man kann so was" auch zur Kenntnis (zur eigenen Überprüfung) nehmen, ohne den Sprecher / Schreiber reflexartig als Schlechtes-Gewissen-Macher "anzugehen" …

@17:15 Sisyphos3

Ihnen würde viel Lebenszeit geschenkt, die Sie nicht mit Schnäppchenjägerei für Flüge zwischen Stuttgart, Zürich und Frankfurt vertun müssten, wenn man diese Kurzstrecken abschaffen bzw. deutlich verteuern würde und damit auf die Schiene umlenkt. Das wäre deutlich wirksamer als die Ökosteuer auf Flugtickets allein.

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