Ihre Meinung zu: "Alan Kurdi" setzt Mission nach Einigung mit Malta fort

8. Juli 2019 - 11:09 Uhr

Nachdem die von der "Alan Kurdi" geretteten 65 Flüchtlinge in Malta an Land gehen durften, setzt das Schiff seine Mission fort. Gelobt wird die Rolle der Bundesregierung in dem Fall. Von Tassilo Forchheimer.

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Kommentare

Die Schlepperindustrie

kann wieder einen weiteren Erfolg verbuchen und der Refugees-Wecome-call geht um die Welt, wie auch schon einmal auf Arte/Phönix berichtet wurde.

Die gute Nachricht ("Malta

Die gute Nachricht ("Malta hat zusammen mit der Europäischen Kommission und unter Federführung der Bundesregierung eine schnelle Lösung gefunden.", so der Einsatzleiter, Herr Isler) freut mich für die betroffenen 65 Geflüchteten und für die engagierte Crew. Es braucht jetzt dringend darüber hinaus grundsätzliche Regelungen auf EU-Ebene, und dafür müssen die Blockierer in den Visegrad-Staaten und Italien endlich hart konfrontiert werden. Ob das mit einer Ratspräsidentin vonderLeyen gehen würde, die ausgerechnet von diesen Staaten aus dem Hut gezaubert und aufs Schild gehoben wurde, wage ich stark zu bezweifeln.
Salvini macht weiter mit seiner menschenverachtenden und eskalierenden Sprache ("Müllkippe"), weigert sich aber seinerseits, sowohl geltendes Seerecht wie geltendes europäisches Recht anzuwenden und verweigert weiter eine europäische Regelung, die er angeblich fordert.

Wenn es

den Rettern wirklich nur um die Rettung und das Wohlergehen der Miranten geht, dann sollten diese sich auch um die weitere Fürsorge , Versorgung und Integration kümmern. Es könnten doch schon vorab die vielen Megrationbefürworter, die sich auch hier im Forum immer wieder zu Wort melden, eine Aufnahmeerklärung abgeben, dass alle Kosten für die Neubürger übernommen werden und nicht die Gesellschaft ingesamt in Geiselhaft für das Gutmenschentum herhalten muss.

Nur so kann man überzeugend rüber bringen, dass es um die Menschen geht und es sich nicht nur um ein einträgliches Geschäftsmodell eines Shuttle Service handelt.

Seenotrettung

Es wird z.Z. haüfig darüber gesprochen dass Seenotrettung nicht kriminalisiert werden sollte - vielleicht sollten wir ersteinmal herausfinden ob es sich bei den letztlichen Einsätzen von Sea-Watch und Co überhaupt um Seenotrettung handelt !?

Entscheidend.....

ist eine Bemerkung in dem Artikel! "Unter Federführung der Bundesregierung" und vermutlich auch einer "Freiwilligenmeldung" der Bundesregierung erfolgte die Aufnahme in die EU. Wenn die Frage erlaubt ist: wann bzw. unter welchen Umständen darf ein Migrant nicht illegal in die EU? Und bitte nicht wieder irgendwelche EU-Verträge zitieren oder UNO-Papiere, die das Papier nicht wert sind. Ich wiederhole meine Zweifel, ob afrikanische Staaten eine andere Einstellung hätten, wenn sich Teile von Europa mit dem Schlauchboot auf den Weg nach Afrika machen! Das hat auch nichts mit der Kolonialzeit zu tun, denn die damaligen europäischen Migranten eroberten leider illegal und ungefragt Amerika, aber nicht Afrika! Ich glaube, daß da schon ein zahlenmäßiger Unterschied ist, oder?

Dilemma

Es ist ein Dilemma.
Man darf diese Menschen nicht ertrinken lassen und die Aufnahme dieser Menschen in Deutschland ist kein Problem.
Im Vergleich zur allgemeinen Migration ist die Zahl vernachlässigbar.

Nach Lybien kann man sie, wegen der dortigen Situation nicht zurückbringen. Tunesien, Marokko oder Ägypten nehmen sie nicht auf und auch die Geretteten würden bei einem nordafrikanischen Ziel nicht mitmachen.

Auf der anderen Seite ist der Anteil der Politischen und Kriegsflüchtlinge hier gering bis gar nicht vorhanden. Wir haben hier Armutsflüchtlinge, die ihre Migration nach Europa unter Einsatz ihres Lebens erzwingen.
Richtig ist das auch nicht.

Problem

Auf der einen Seite ist es natürlich Richtig, Menschen zu helfen...aber das Grundlegende Problem bekämpft keiner...(ich habe 6 Jahre in Lagos/Nigeria gelebt und kenne mich in diversen Ländern dort aus)....die Leute dort werden durch Ihre eigenen (Reichen) Leute verarscht und ausgenutzt...die aber selber in London/NY/... leben und sich einen Scheiss darüber interessieren wie es dem Land geht....Das ist der Anfang allen übels. Subventionen landen quasi nur in die Taschen der Reichen Einheimischen. Somit kann ich verstehen daß man ein besseres Leben erhofft und sich auf die Reise macht ...aber das Problem löst es nicht...und auf ewig geht das auch nicht so weiter....wobei wenn das Wasser in den nächsten Jahrzehnten knapp wird, dann wird die EU eine Flüchtlingsmasse erleben die nicht mehr händelbar ist. In dem Sinne - Prost.

Man feiert und ist erleichtert...

...weil man (mal wieder) aus einer Position der moralischen Selbsterhöhung gegen geltendes (See-) Recht verstossen und gewonnen hat.
Allen wäre viel Leid erspart geblieben, wenn man den nächsten Hafen in Tunesien angelaufen hätte. Was ja aber eben nicht das Ziel der "Reise" ist.
So aber hat man wieder medienwirksam Werbung für die afrikanischen Schlepperbanden gemacht!

Fehlanreiz

Solange es ein Angebot zur Aufnahme durch NGO unweit der afrikanischen Küste (sogar in der SAR-Zone Libyens) gibt, werden Schlepper Menschen in seeuntauglichen Booten aufs Meer schicken. So traurig es ist : das Verhalten der NGO setzt falsche Anreize und gefährdet im Ergebnis eher Menschenleben, als dass es hilft.

Am 08. Juli 2019 um 11:17 von Ferkelchen

Sie verwechseln, dass die Seenotretter nicht für die Flucht verantwortlich sind, kein Geld damit verdienen und egal ob diese dort wären, die Schlepperbanden die Flüchtlinge dennoch losschicken würden - mit ungewissem Ausgang.
Solange Italien die Libyschen Küstenwache dafür bezahlt, dass aufgegriffene Flüchtlingsboote wieder nach Libyen zurück gebracht werden, begünstigt eher diese Politik Italiens die Schlepperbanden. Schließlich können die zurückgebrachten Flüchtlinge wieder für eine "Überfahrt" an die Schlepper zahlen.

Salvinis Erfolg

"Italiens Innenminister Matteo Salvini setzt weiter auf eine harte Linie in der Flüchtlingspolitik - und hat damit bei der Bevölkerung zunehmend Erfolg."

Genau da sehe ich das Problem, welches andere Regierungen in der EU noch bekommen könnten. Die Rettungsaktionen sind gut und sollten auf keinen Fall gestoppt werden. Nur befürchte ich, dass die Stimmung im Laufe der Zeit innerhalb der Bevölkerung so kippen könnte, dass am Ende durch Wahlen der "falschen" Parteien das System der Rettung gänzlich in Frage gestellt werden würde. Entsprechend ist hier Augenmass gefragt.

Werden die Flüchtlinge auf die Länder verteilt und bleiben wie in einem Automatismus dauerhaft oder müssen Flüchtlinge, die aus wirtschaftlichen Gründen über das Mittelmeer gekommen sind, auch wirklich zeitnah wieder zurück? Ich sehe hier immer noch Aufklärungsbedarf seitens der Bundesregierung. Nur so lassen sich auch Wählerwanderungen in extreme Lager verhindern.

Es gibt nur ein effektives

Es gibt nur ein effektives Mittel, den sogenannten "Schleusern" ihr Handwerk zu legen, und das ist die kontrollierte Aufnahme, das sind "humane Korridore" über das Mittelmeer.

Kein Flüchtling müsste seine gesamte Habe für ein löchriges, hochseeuntaugliches Schlauchboot ausgeben, gäbe es einen von den europäischen Gemeinschaft organisierten "Fährdienst" aus den größten Lagern direkt in die Mittelmeerhäfen der EU.

Nur so ließen sich weitere humanitäre Katastrophen verhindern. Nur so würden wir unseren eigenen moralischen Ansprüchen an einen zivilsierten Umgang mit den Verdammten dieser Erde genügen können.

Wir kritisieren Trump völlig zu Recht wegen seiner durchgeknallten Mauer-Spinnerei. Und schauen dann seelenruhig zu, wie rechtsextreme Politiker das Mittelmeer für die gleiche schmutzige Aufgabe zu instrumentalisieren versuchen und dabei auch vor tausenden Todesopfern nicht zurückschrecken. Das ist menschenverachtender Zynismus in Reinkultur.

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