Ihre Meinung zu: Große Ungleichheiten zwischen deutschen Regionen

8. Juli 2019 - 7:43 Uhr

Die Lebensverhältnisse in deutschen Regionen unterscheiden sich laut einer Untersuchung erheblich. Medienberichten zufolge kommt die Regierungskommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" zu diesem Schluss.

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Kommentare

Überraschend ?

Das Problem gibt es seit Jahrzehnten. Das ist also eigentlich weder überraschend noch eine Nachricht. Die eigentliche Frage ist doch, wann redet man in der Politik nicht mehr nur darüber, sondern wird wirklich parteiübergreifend aktiv und erzielt spürbare Fortschritte in der Angleichung der Lebensverhältnisse. Der Bund hätte das längst im Rahmen seiner verfassungsrechtlichen Möglichkeiten angehen können und meiner Meinung nach auch müssen. Die Bürger würden das ja gerne noch zu Lebzeiten erleben....

Dazu bedarf es einer

Dazu bedarf es einer Komission? Es gibt einen Spruch für das Problem: der teufel macht immer auf den größten haufen.
Wo nichts ist, will niemand hin, wird nie was entstehen.
Selbst wenn man im osten viel platz für eine fabrik hätte, ohne Drumrum will da niemand sein.
Einleuchtend selbsterklärend.

Ungleichheiten

Sind dich wohl normal.
Wohnraum in der Innenstadt, in Luxusausführung , kostet nun mal mehr als die oft eher schlichte Wohnung auf dem Land.
Wer das eine will, muss das andere mögen.
Wer Luxus will mus ihn auch bezahlen.
Beste Lage EBK zzgl. Stellplatz etc.pp. kosten nun mal.

Neues Zauberwort.

Da hat eine von der Regierung ins Leben gerufene Kommission nach einjähriger, wohl intensiver Berechnung das amtlich bestätigt, was längst Binsenweisheit ist:
Dem deutschen Norden geht's schlechter als dem Süden.
(Ein Abbild Europas geradezu.)

Nun brauchte das Kind einen Namen, denn es soll da wie dort gleich gut ernährt und angezogen werden:
“Gleichwertige Lebensverhältnisse“ - ein gummiweicher Begriff, an dem sich alle diejenigen, die diesen zur Realität verhelfen wollen, gleichwohl die Dritten ausbeißen werden.
Das ist wohl auch der Grund für die schwammigen Forderungen des “Deutschen Städte- und Gemeindebund“.

Und:
Natürlich ist der Osten nach wie vor wirtschaftlich und damit “lebensverhältnismäßig“ gegenüber dem Westen benachteiligt, trotz immenser Soli-Beträge, die dort oft genug an völlig falscher Stelle verbaut, um nicht zu sagen: verbrannt wurden. Deshalb sollte man jetzt nicht hergehen, und sein Hauptaugenmerk auf das Süd-Nord-Gefälle richten

@tagesschau: Bitte detaillierter arbeiten

Zb die Grafik:
Brutto oder netto?
Quellenangabe?

Ausserdem wäre es interessant zu wissen ob es sich um Medianwerte oder einfach einer durchschnittskalkulation handelt.

Angleichen von Lebensverhältnissen

Angleichen bedeutet nicht: Wir müssen absteigen in Dreck, Lärm und Bronx Graffiti Milieu. Das Angleichen der Lebensverhältnisse muss ein Angleichen an bessere Lebensbedingungen werden. Wir brauchen Grünflächen, saubere Wohnhäuser und schöne, ruhige Wohngegenden. Das Auge lebt mit und saubere, ordentliche Wohngegenden tragen zum Wohlbefinden des Menschen bei.

Binsenweisheit

Das ist doch offensichtlich und immer schon so gewesen!
Man kann z.B. (um nur in der alten BRD zu bleiben) doch nicht die Eifel oder den Westerwald mit Düsseldorf vergleichen.
Es ist eine Frechheit, weil diese Kommision für Binsenweisheiten auch noch viel Geld zum Fenster rausgeschmissen hat.

Die Lebensverhältnisse in deutschen Regionen

warum ist das so ?
an dem Wetter kann es doch nicht liegen
dass in Berlin kein Mensch ne eigene Wohnung (13 %) besitzt wohl aber im Saarland (64%)
wenn man sich die Arbeitslosenqoute anschaut, die Verschuldung, das Bildungssystem
es gibt den Länderfinanzausgleich
manche zahlen grundsätzlich ein (BW/Hessen), andere kriegen grundsätzlich was raus (Berlin/Niedersachsen) seit Jahrzehnten
ohne dass sich was ändert
wie lange dauert das bis aus dem Gefühl der Ungleichheit eines der Ungerechtigkeit wird

@Lyn, 9:15

Ungleichheiten Sind dich wohl normal.
Wohnraum in der Innenstadt, in Luxusausführung , kostet nun mal mehr als die oft eher schlichte Wohnung auf dem Land.
Wer das eine will, muss das andere mögen.
Wer Luxus will mus ihn auch bezahlen.
Beste Lage EBK zzgl. Stellplatz etc.pp. kosten nun mal.

Es mag Ihnen entgangen sein, aber in dem Artikel geht es nicht um Unterschiede im Preisniveau, sondern im verfügbaren Einkommen. Ist ja wirklich nett, jemandem, der sich etwas nicht leisten kann, zu raten, eben mehr zu bezahlen.

Gleich und Ungleich

Wie oft habe ich schon darauf hingewiesen, dass die Arbeit in Deutschland ungleich verteilt ist. Alle entrüsten sich stets nur über die Mieten und den fehlenden Wohnraum, dass wir aber genügend bezahlbaren Wohnraum in Deutschland haben und es einzig an der ungleichen Verteilung der Arbeit und der Einkommen liegt wird beharrlich verschwiegen. Vielleicht kommt man jetzt endlich auf die Idee, dass man die andere Regionen stärker fördern muss, um die damit einhergehenden Probleme zu bekämpfen.

Ist denn immer nur dann ein Zustand wahr, wenn vorher

eine Kommission, mittels einer teuer bezahlten Untersuchung etwas feststellt?
Reicht der gesunde Menschenverstand nicht mehr aus? Wo sind denn die Abgeordneten aus diesen "betroffenen" Wahlbezirken, reden die nicht mehr mit ihren Wählern. Fahrlässiges Handeln wird mit "man hätte es wissen können, hat aber nicht gehandelt" beschrieben ….
"Wir erwarten endlich konkrete Schritte, um dem Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland näherzukommen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Passauer Neuen Presse". "In einigen Gegenden fühlen sich die Menschen teilweise abgehängt."
Wer sich abgehängt fühlt hat sich auch abhängen lassen! Ich kann diesen Satz bald nicht mehr hören. Wo sind die gewählten Vertreter aus diesen Regionen, wann fangen Sie an sich um Ihre Wähler zu kümmern.
Wieder eine Untersuchung, die im Ordner ins Regal kommt und ohne Folgen bleibt.

Ungleichheit im ländlichen Raum

Wirklich neu und eine grundlegende Richtung fördernd sind die (vorläufigen) Ergebnisse der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“wohl eher nicht, es sei denn man hat wieder einmal Zeit gewonnen.Nur, wofür?Erstaunen muss allerdings die Position des Deutschen Landkreistages in der FAZ.NET, dass bei dem Grundbedürfnis der Daseinsfürsorge „Wohnen“ausgerechnet der Markt es schon richten wird.Sind denn nicht viele Ursachen für den Mangel gleichwertiger Lebensverhältnisse auch und gerade im ländlichen Raum Ausdruck eines Versagens des herrschenden Marktes ?

@Lyn - Beste Lage

09:15 von Lyn:
"Wer Luxus will mus ihn auch bezahlen. Beste Lage EBK zzgl. Stellplatz etc.pp. kosten nun mal."

In Mecklenburg gibt es schönste Häuser mit Seeblick, EBK und eigenem Großparkplatz gibt, die nur saisonal von Urlaubern bewohnt werden. Die "beste Lage" hängt also wesentlich von der Infrastruktur ab.

Gewisse Unterschiede wird es immer geben, aber aus meiner Sicht ist es die Aufgabe des Staates, die abgehängten Regionen staatlich zu fördern. Alles andere gefährdet den sozialen Frieden.

Was kostet so eine Kommission

Was kostet so eine Kommission des Offensichtlichen?

Wie oft haben wir schon gehört, dass nicht mehr pauschal Ostdeutschland begünstigt werden soll sondern die Gebiete, wo Förderung Not tut?

Und wo Einkommen geringer sind, sind auch die Kommunen arm.
Bestes Beispiel die Stadt Oberhausen, die sich bei einer ostdeutschen Sparkasse das Geld leiht, um den kommunalen Solidarbeitrag für Ostdeutschland bezahlen zu können (während es für die eigenen öffentlichen Einrichtungen und die Infrastruktur nicht reicht).

@wat_te_fuk 09:28 Uhr

Haben Sie sich die Grafik nicht angesehen oder suchen Sie nur nach Kritikgründen?

Quelle ist das BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung), und "verfügbares Einkommen" bedeutet Netto. Ob Median oder Mittelwert, das sagt der Artikel nicht, aber idR gilt: wenn nicht angegeben, handelt es sich um den Mittelwert. Aber das ließe sich sicher auch beim BBSR nachlesen.

Gleichwertige Lebensverhältnisse...

...kann es vermutlich nicht geben. Dazu müsste zunächst definiert werden, was als Grundorientierung gelten soll. Nur die Einkommenshöhe heranzuziehen kann nicht wirklich eine Orientierung sein. Und die Menschen haben doch verschiedene Einstellungen, was für sie ideale Lebensverhältnisse sind. Ob Sport, Kultur, Natur oder Event, kurzer Arbeitsweg, große oder kleine Wohnung usw. Für mich eine typische politische Luftnummer-Aktion, wie wir sie inzwischen leider allzu oft erleben.

Große Ungleichheiten zwischen deutschen Regionen....

Und diese Ungleichheiten sind auch ein Grund
für den Zuzug in andere Regionen und in einige Großstädte.Und für das starke Berufspendeln.
Hier rächt sich die Schuldenbremse und der Investitionsstau.

FJS hat es doch schon mal vorgemacht

Der Bayrische Wald war bis weit in die 60er Jahre eine der ärmsten Regionen in Deutschland. Dann hat Strauß die Grenzlandförderung eingeführt, dadurch wurden in Orten, wo bislang niemand auf die Idee kam, da könnten mal Industriebetriebe entstehen, Firmen angesiedelt, teilweise natürlich hoch subventioniert, aber sie waren dann halt dort und zogen andere Betriebe nach (Zulieferer) und auch Fachpersonal kam nach. Nun wurde der Bayrische Wald auch für den Tourismus entdeckt und als dann auch noch BMW in Dingolfing sein Zweigwerk eröffnete, hatten die Bayerwaldler plötzlich genug Geld, um sich ein gutes Leben zu leisten. Heute redet dort keiner mehr von einer abgehängten Region.
Es geht also schon, wenn man es wirklich will.

"Gleichwertige

Lebensverhältnisse in allen deutschen Regionen" ist eine Illusion. Das wäre nur durch starke dirigistische und planwirtschaftliche Eingriffe zu schaffen, plus Wechsel vom Föderalismus zum Zentralismus. Die Folge wären zwar vielleicht gleichwertige Lebensverhältnisse, aber auf viel niedrigerem Niveau als heute im Durchschnitt in Deutschland herrscht.

...und jetzt kommt der Klimahype! Auswirkungen?

Die Lebensverhältnisse waren bislang in Städten durch ÖPNV, große Versorgungsdichte, kulturelles Angebot immer besser, wenn auch bei Mieten teurer. Es wird nach dem Klimahype mit steigender CO 2-Steuer folgendes passieren: Die Urbanisierung nimmt rasant zu, weil Leute sich das Leben auf dem Land und E-Autos nicht mehr leisten können. Mieten steigen in den Städten auf Grund der hohen Nachfrage weiter an. Ggf. führen Enteignungen zur Mietbremse. Mit Sicherheit aber auch dazu, dass Wohnraum nicht mehr in Stand gehalten wird. Die ländlichen Regionen, wie schon in Ostdeutschland klar erkennbar, erleiden eine massive Landflucht, die die Versorgungsdichte weiter reduziert. Die Städte platzen aus allen Nähten, die Einwohner der Städte werden zunehmend präkarisiert und dann radikalisiert....

Mehr Lohn für Leistung, weniger Geld für Nichtleister

Wenn man nicht gleiches leistet, kann man auch nicht gleichwertige Lebensverhältnisse voraussetzen.
Der Mensch lebt nicht von Luft und Liebe allein, sondern von Fleiß, Produktivität und Anstrengung.
Arbeit muss sich also wieder lohnen und die Fleißigen müssen also für ihre Anstrengungen im Gegensatz zu den Hängemattentypen belohnt werden.
Dass das dann Ungleichheit bedeutet, finde ich gut, denn es schafft Anreize, für das, was man haben möchte, sich auch lang machen zu müssen. Ansonsten muss man eben von Luft und Liebe leben und sollte den Unterschied nicht beklagen, den man dann selbst zu verschulden hat.

@yolo, 10:38

'Arbeit muss sich also wieder lohnen und die Fleißigen müssen also für ihre Anstrengungen im Gegensatz zu den Hängemattentypen belohnt werden.' -
Wie darf ich das jetzt verstehen wenn ich mir dabei die Grafik ansehe (um die es hier geht): im Norden Deutschlands wohnen die Hängemattentypen und im Süden die Fleißigen?

Gleichmacherei?

Also, ich finde es gut, dass es nicht überall gleich ist.
Beispiel: München, 1000m² Grund mit 80m² altem, unsaniertem Häuschen, 1,7 Mill. € (am Wochenende bei Besuch dort gesehen mit eigenen Augen). Da lebe ich doch lieber in Thüringen am Land, 2400m² Grund mit 180m² renoviertem Fachwerkhaus und Nebengebäuden, für 124.000 € :-)
Mein Verdienst wäre in München vielleicht 50% höher...
Noch Fragen?

Zum Beispiel

Die Automobilindustrie könnte wesentlich mehr dazu beitragen. Für das, das sie von der Regierung immer wieder beschützt wird trägt sie immer weniger für die Gesellschaft bei.

„deutsche“ AUtos werden mittlerweile zum größten Teil überall auf der Welt produziert, nur nicht in Deutschland. Ganz zu schweigen vom ganzen elektronischen oder digitalen Schnickschnack was verbaut ist.

Die könnten bei den verlangten Preisen locker in der BRD mehr produzieren und tausende Arbeitsplätze schaffen.

Förderung

Ich erinnere mich noch gut an die (West)Berlin-Förderung und Zonenrandgebietsförderung.
Damit könnte man heute - ganz gezielt - Gebiete, die extrem unter Strukturwandel leiden, im Osten, im Westen, im Norden, ja überall, wo erforderlich, sinnvoll anschieben.

Am Geld dürfte das doch nicht scheitern.

@Zenzi - 10:29 Uhr

Ich würde Ihnen zwar gern zustimmen, aber die 60iger Jahre sind leider nicht mehr mit der Gegenwart vergleichbar. Europa war immer noch dabei sich vom zweiten Weltkrieg zu erholen und durch die Abwanderung vieler Ostdeutscher Unternehmen vor dem Mauerbau zog eine nie gekannte Wanderwelle der Unternehmen und Firmensitze nach sich. Durch die Digitalisierung und Globalisierung werden Firmensitze zunehmend virtuell und Produktionen global. Große Unternehmen werden Ihren Firmensitz kaum verlegen und die Gründung neuer Unternehmen ist sehr viel schwieriger als in den 60igern. Man müsste ganze Regionen massiv finanziell unterstützen und Metropolregionen sehr stark zusätzlich besteuern, damit Bewegung in die zentralisierte Unternehmenswelt kommt. Machbar ist das ohne Frage, aber ob man den Schneid hat ist die Frage.

Die Grafik

sagt bis auf die beiden Farben die bis 22 000 gehen nicht viel aus, wie viel ist den mehr als 22 000 ?.
22 000 bis 100 000 oder wie weit geht das bei Blau ?.

Und dann brauchte man dazu keine Kommission, einfach mal die Steuerbehörde fragen und die jeweiligen Rentenstellen.
Die haben alle Daten in der Datenbank, was jeder Monatlich oder Jährlich hat.
Und sind das Brutto oder Nettosummen ?.

Von Gleichwertig ist das Land aber schon immer weit entfernt, das ist alles andere als Neu und unbekannt.

Man braucht nur beim Nachbarn nachsehen, was die für Lohn und Renten haben, und wie viel diese gezahlt werden im Jahr.

Zwischen 12-13-14 Zahlungen und Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld sind erhebliche Unterschiede.
Und dann mal die Beamten und sonstige Hoch bezahlte, herausnehmen, dann sieht das noch ganz anders aus.

Alles leere Worte mit der Angleichung.

Fantasien alleine reichen nicht!

Der Irrglaube ein Land wie Deutschland könnte die Lebens-und Arbeitsbedingungen zwischen strukturell starken und schwachen Regionen ausgleichen scheint weit verbreitet!
Es gibt viele Gründe warum das defacto unmöglich ist!
1. demographisch
Warum sollte jemand auch nur 1 Cent in Regionen investieren wo sicher ist das der Bevölkerungsschwund anhalten wird?
Das ist einfach ökonomisch völlig unsinnig.
Im Osten betrifft das die Monoindustriekultur Lausitz, aber auch ländliche Gebiete in Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie sehr stark Vorpommern,
Im Westen sehe ich das auch in Niedersachsen und Schleswig Holstein aber auch in NRW außerhalb des Ballungsraumes.
In Hessen und Bayern gibt es auch strukturschwache Gebiete!
2. Anbindung an Verkehrswege
Diese sind auch nur sinnvoll wenn diese dann auch von Wirtschaft und Bevölkerung genutzt werden.
Vielleicht sollte man die horrenden Subventionen des ÖPNV unter Auflagen an private Unternehmen vergeben wenn diese bestimmte Linien bedienen?
mfg

@yolo

"Wenn man nicht gleiches leistet, kann man auch nicht gleichwertige Lebensverhältnisse voraussetzen."

Die Gehaltsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland liegen bei 25%. Bitte wiederholen Sie ihren Satz doch mal persönlich vor einer Versammlung ostdeutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeiitnehmer.

"Arbeit muss sich also wieder lohnen und die Fleißigen müssen also für ihre Anstrengungen im Gegensatz zu den Hängemattentypen belohnt werden."

Und das dürfen Sie dann gerne mal noch einmal vor Krankenpfleger/-innen, Erzieher/-innen, Angehörigen von Polizei, Rettungsdiensten und Berufsfeuerwehr wiederholen. Broker, Unternehmensberater, Versicherungsagenten verdienen im Schnitt das Vierfache. Haben die dann etwa viermal solange gearbeitet (160 Stunden in einer 144-Stunden-Woche)? Oder sich viermal so sehr angestrengt? Oder wer bewertet hier eigentlich nach welchen Kritierien, was "Leistung" ist?

Komplizierte Fragen für einen Sozialdarwinisten, ich weiß...

Zusätzlich

zum Reginalunterschied haben wir auch noch den massiven Generationenunterschied.

Wie kann es ein, dass wir seit 10 Jahren einen massiven Aufschwung haben, aber die junge Generation nichts davon hat?
Eher im Gegenteil, wenn heute eine Stelle überhaupt noch neu besetzt wird dann nur mit massivsten Gehaltseinbußen bei gleicher Qualifizierung für den Neuling und das geht weit über den Erfahrungsunterschied hinaus.

Auch die Renten werden für die jungen von Legislaturperiode zu Legislaturperiode immer geringer obwohl die Steuerliche Last die gleiche bleibt.

Endlose Subventionen an Banken und Schwerindustrie obwohl diese nicht mal wirkliche Steuern zahlen.

Die Bundesrepublik ist doch längst zu einem System der mutwilligen Ungleichheit verkommen.

Die Lebensverhältniss werden

Die Lebensverhältniss werden sich schon noch von OST nach WEST und von Nord bis Süd angleichen. Man müsste halt mal anfangen, konsequent klein und Mittelstädte zu fördern. Nocht die großen Fimen und Molochstädte.
Bei Uns wachsen Drei Ortschaften zusammen, weil immer mehr Gewerbegebiete gebaut werden. Ich meine, diesen kram kann man überall bauen. Das muß nicht dort sein, wo schon viel ist.( Südhessen/Bergstrasse)

Ich lebe im Schwarzwald und war vor

einiger Zeit im Urlaub in der Gegend von Gretsiel, wunderschöner Ort in Ostfriesland. Dort standen einige Einfamilienhäuser zum Verkauf. Mich traf fast der Schlag, als ich die Verkaufspreise dieser Häuser las: zw. 120 und 180 Tausend Euronen. Und das waren schicke Häuser mit Garten, sehr gepflegt. Daür bekommt man in unserer Gegend vlt. eine 2 - Zimmer-Eigentumswohnung im Altbau, mehr nicht. Grund für die billigen Preise:
lt. Bewohnern der Gegend will da keiner leben, weil keine Industrie und keine Jobs
vorhanden sind. Früher mal, als die Fischerei noch boomte, war das anders.
Traurig, traurig.

Verfügbares Haushaltseinkommen

Das ist doch alleine gar kein Kriterium. Ich kann mit meinem Einkommen in einer "benachteiligten" Region leben wie die Made im Speck oder in einer Boom-Region arm sein wie eine Kirchenmaus. Ich kann auf dem Dorf Wohnraum besitzen oder in München eine kleine Wohnung nicht bezahlen können. Ich kann im Bayrischen Wald essen gehen oder am Starnberger See.
Mein verfügbares Einkommen muss nur zu der Region passen.

Ich habe 16 Jahre in München/Stadt und im LKR München gelebt

Damals hatte ich weit mehr verdient als heute die Rente beträgt.
Allerdings war das Wohnen auch dreimal so teuer, wie heute in Hagen/NRW.
Und das restliche Leben war auch teurer, da alle Händler und Tankstellenpächter Münchner Mieten und Pachten zahlen mussten.

Beseitigung ungleicher Lebensverhältnisse ist eine Frage

... der sozialen Gerechtigkeit.

Siehe die Grafik zur verfügbaren Vermögensungleichheit, in welcher die Konturen der Ex-BRD und Ex-DDR noch sehr deutlich erkennbar sind.
Erstaunlich allerdings, dass trotz

- der größten Ungleichheit (in Einkommen und Vermögen) Deutschlands gegenüber fast allen anderen europäischen Staaten, und
- der sich selbst auferlegten treuen Gehorsamkeit gegenüber den USA (wie ein Schoßhündchen nimmt DE von USA Befehle entgegen und nimmt sie sich sogar zum Vorbild), obwohl dort mit Abstand die größte Ungleichheit auf Erden existiert,

hier in Deutschland seit je her soziales Denken stark verankert ist. Mehr als in den meisten Ländern Nord-, Süd- und Mittelamerikas, Asiens usw...

Seit der Aufklärung sollte nicht nur Freiheit (und Demokratie) der größte Wert jedes Menschen/Bürgers sein, sondern ebenso gleichwertig Solidarität (Brüderlichkeit) und Gleichheit (soziale Gerechtigkeit).
Alle drei Werte müssen gleichberechtigt existieren!

Heißt das, eine 4-köpfige

Heißt das, eine 4-köpfige Familie braucht 80.000 Euro als verfügbares Haushaltseinkommen, um nicht in der untersten Kategorie zu landen?

Dieses Problem gibt es schon lange

Ich erinnere mich dabei an die Zeit als Betriebsratsmitglied bei IBM. Wir konnten eine Stelle zwei Jahre nicht intern besetzen,
weil Kollegen nicht aus damals geschlossenen Geschäftsstellen wechseln wollten.
Hauptargument war: "Für das freistehende Haus in Niedersachsen (WHV) bekomme ich in München nur eine Zweizimmerwohnung".
Eine Heraufstufung um 2 Tarifgruppen konnte niemanden locken.
Bei aller sachlichen und unsachlichen Diskussionsführung sollte man nicht vergessen, dass Lohn- und Gehaltshöhe auch etwas mit den Lebenshaltungskosten zu tun haben.

@hans-rai um 10:25 Uhr

"Gleichwertige Lebensverhältnisse kann es vermutlich nicht geben. Dazu müsste zunächst definiert werden, was als Grundorientierung gelten soll."

Eine Orientierung könnte der Glücks- und Zufriedenheitsindex sein, jeder Bürger sollte davon gleich viel besitzen. Bhutan mit dem Bruttonationalglück kann ein Vorbild sein.
In Deutschland gibt es aber leider viele steinreiche Bürger, die nie genug bekommen können (materielle Güter, Wertsachen, Aktien ...) und einige wenige bescheidene, und doch glückliche Bürger, obwohl sie nur "von der Hand in den Mund" leben.

@zyklop - Haushaltseinkommen

12:02 von zyklop:
"Heißt das, eine 4-köpfige Familie braucht 80.000 Euro als verfügbares Haushaltseinkommen, um nicht in der untersten Kategorie zu landen?"

Ja, aber nur wenn diese Familie vier Haushalte führt. Denn die genannten Zahlen sind nicht pro Kopf, sondern pro Haushalt.

WDR hat eine schöne Doku über

WDR hat eine schöne Doku über die Trennung Essens in arm und reich durch die A 40.

Am 08. Juli 2019 um 11:21 von wenigfahrer

<< >em>nd dann mal die Beamten und sonstige Hoch bezahlte,>>

Der hessische hoch bezahlte Beamte in der Besoldunggruppe A5 bekommt 2.300 €/Mon.

Es geht uns gut

Hier in der ostdeutschen Provinz geht es uns sehr gut: sicherer Arbeitsplatz, niedrige Baupreise und Mieten, sehr gute Infrastruktur, viel Natur.

Darstellung: