Ihre Meinung zu: Die Angst vor der Immobilienblase 2.0

5. Juli 2019 - 8:26 Uhr

Gut zehn Jahre nach dem Platzen der US-Immobilienblase warnen Experten vor einer neuen Krise - nicht nur in den USA. Ein Indiz dafür seien fallende Immobilienpreise.

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Kommentare

Sehenden Auges steuern die

Sehenden Auges steuern die Verantwortlichen auf die nächste platzende Immobilienblase zu - mit allen unabsehbaren Folgen für die Wirtschaft, vor allem aber für die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen; und das alles nur, weil es länderübergreifend keine Bereitschaft und keinen Mut gibt, den Finanzmarkt und deren Dominierung durch (bis in die 70er Jahre hinein verbotene) Zockerei aktiv zu steuern und zu regeln. Nach den Erfahrungen um das Jahr 2008 herum ist das unfassbar skandalös.

Ist man denn nicht doch

Ist man denn nicht doch vehement dabei diesen Blasenplatzer erfolgreichst zu verhindern? Denn immerhin schaffen doch unsere Politiker und ihre Medien fleißigst daran mit, in dem man z.B. immer mehr Wohnungsbedarf auch damit schafft, dass man immer mehr 'Zuzug' von 'Bürgern' aus aller Welt forciert, womit man eben auch wieder Wohnraumbedarf und also Nachfrage kreiert und Nachfrage erhöht den Preis und so wird auch keine Immobilienblase platzen. Also da wird bei der steigenden Wohnraumnachfrage den armen Wohnungsvermietkonzernen schon geholfen, dass da auch ja nichts von ihrem Vermögen weniger wird, so ganz basisdemokratisch eben, wie's hier so Sitte ist. Falls es noch irgend etwas braucht, kann man das dann ja wie immer beim kleinen Bürger, z.B. über Neusteuernkreierung wie Co2-Steuer holen. Da fällt unseren Politikern mit vorabfleißiger Gefälligkeitspolitik damit die Großen des Kapitals ja kein Verlust befürchten müssen, schon was ein, keine Angst, das klappt immer.

Nichts aus der letzten Krise gelernt ...

Nichts aus der letzten Krise von 2008 gelernt ...

... die Immobilienkrise 2008 war nicht das Resultat eines Marktversagens, sondern vielmehr das Resultat eines Versagen des Staates und der US-amerikanischen Notenbank: zum Einen hat der Staat (unter Bill Clinton noch) Gesetze verabschiedet, die bspw. eine Bonitätsprüfung bei der Kreditvergabe an Personen aus "sozial benachteiligten" Gruppen verboten hatte. Zum Anderen hat die Fed solche toxischen Immobilienkredite durch eine Niedrigzinspolitik des "billigen Geldes" unterstützt. Das Ergebnis ist bekannt.

Was macht man seitdem?

Genau das Gleiche. Die EZB

1. hat seit 2011 für mehr als 2800 Mrd. EUR Schrottpapiere maroder südeuropäischer Staaten und Banken aufgekauft (was sie gem. Art. 123 § 125 AEUV gar nicht dürfte!)

2. meint mit einer Nullzinspolitik die Märkte mit billiger Liquidität zu überschwemmen.

Resultat ist wie 2008: ein Kartenhaus an künstlich aufgeblasenen Immobilienpreisen, das irgendwann platzen wird.

Bei den großen Vermieter-AG´s

Bei den großen Vermieter-AG´s wird keine Blase platzen.
Notfalls zahlt "das Amt" die Mieten. Nachschub ist genug da.
Oder wurde der von den Miethaien selber festgelegte Mietpreisspiegel jemals gesenkt?
.
EIn Platzen der Blase wäre aber wünschenswert, damit die Banken auf ihren 500.000€ 80qm-Wohnungen sitzen bleiben.
Und die Schönrechner, die den Kredit über 50 Jahre aufgenommen haben.
Kostet ja nix!?

Statt Sicherheiten zu bauen,

führt uns unsere Regierung ad absurdum.
Wir produzieren immer mehr Kosten, statt Ausgaben an entscheidenden Punkten zu senken ( z.B. Sozialausgaben), während unsere Regierung Investitionen versäumt, die in einer Krise den entscheidenden Ausweg markieren könnten.
Die Planwirtschaft, der Sozialismus, die Ignoranz für Problemerkennung, die Realitätsverweigerung über ganze Bildungssektoren, die Indoktrination in falsche Anreize ( Klimavermeidung, statt dem Sich-stellen der Klimaprobleme mit der nötigen Vorsorge wie Deichbau, etc.)

Nur Angst vorm Untergang zu produzieren, ist falsch. Wenn man Gefahren erkennt, muss man sich wappnen und nicht den Tag auf Sankt Nimmerlein psychologisch zu verschieben suchen.

Dafür benötigt man kluge Köpfe und keine Quotenmannschaft der zuschachernden Eliten, sondern Fachleute, Querdenker und konsequentes Personal.
Eine Merkelraute wird da nicht viel helfen, fürchte ich.

Angst vor der Immobilienblase...........

Von fallenden Preisen für Immobilien und entsprechend auch Mieten,ist gegenwärtig nichts zu spüren.
Und natürlich befördert die Niedrigzinspolitik der EZB den Drang in das "Betongold".
Aber eher fürchten sich die Immobilienunternehmen gegenwärtig eher vor Volksbegehren in Berlin(große Wohnungsbestände aus der Marktlogik herausnehmen),vor Gegenwehr und der Diskussion um Mietendeckelung.

In den letzten Jahren lief es

In den letzten Jahren lief es wirtschaftlich doch gut für die betroffenen Länder.
Da wurde doch genug an Steuern eingenommen und den Bürgern von Munde weggespart, dass genügend Mittel zur Verfügung stehen sollten um ein weiters Mal notleidenden Banken und Finanzkonzernen aus der Bredouille zu helfen, die Boni für ihre Manager zu nicht zahlen zu können.
Und wenn es ganz schlimm kommt, dann werden die Sozialleistungen gekürzt.
Das hat in Griechenland doch schon ganz toll geklappt, das klappt auch woanders.

Eine Frage

Bin ich ein fieser Egoist, wenn ich darauf hoffe, dass die Immobilienblase am liebsten morgen platzt?

Meine Frau und ich können uns trotz meines Ingenieurs- und ihres Informatikergehalts kein Eigenheim leisten das groß genug für Kinder wäre.

Obendrauf kommende Grunderwerbssteuer und horrende Notarkosten sei Dank, geht unter 500.000€ so gut wie gar nichts.

10:37 von Bote_der_Wahrheit

Das stimmt zwar, glauben Ihnen die hier eher sehr links angesiedelten Foristen aber nicht. In den USA sind besonders Fanny May und Freddi Mac von Clinton besonders bevorzugt worden

Gute Nachricht, dass die

Gute Nachricht, dass die Blase jetzt nicht platzt? Dann platzt sie eben spaeter und mit noch groesseren Auswirkungen.

@andererseits 10.04

Sie verstehen die Zusammenhänge ganz offenkundig nicht? Lesen Sie noch mal den Artikel. Verantwortlich sind diesmal nicht die Banken, sondern die Niedrigzinspolitik, die politisch gewünscht ist und forciert wird. Die Verantwortlichen sind die angeblich unabhängigen Währungshüter, Draghi vorneweg. Und Lagarde ist vom gleichen Schlag Und wer etwas wirtschaftspolitische Restkompetenz hat und davor warnte, wird ja zumindest als Rechtspopulist verunglimpft.

Nicht nur Mieter..

..sondern auch Eigentümer selbstgenutzter Immobilien wie ich sehen Gefahren durch..

..immer mehr Bauauflagen..insbesondere Denkmalschutz

..immer höher steigende kommunale Abgaben und Steuern..

Veränderungen im Sozialgefüge in Kleinstädten wie unserer..

Vermieterunfreundliche Gesetzgebung..

machen als Privatperson das Vermieten von Geschäften und Wohnungen arg teuer..

Lafontaine wollte seinerzeit die Banken regulieren.

Da wurde er für die britischen Finanzspekulanten zum "gefährlichsten Mann Europas" (Titel einer britischen Zeitung).
Blair und Schröder setzten sich durch mit ihrer neoliberalen Ideologie.

Nach der Krise 2008 gab es verbal einige Einsicht. Aber Deutschland reagierte sogar noch zögerlicher als die USA. So dass wir heute einen Überschuss an Spekulationsgeld ohne Hintergrund haben. Mittlerweile werden schon Zahnarztpraxen als "Investitionsmöglichkeit" gesucht.
Geldverdiener im Gesundheitssektor hat ohnehin schon teilweise zu haarsträubenden Auswüchsen geführt.

Am 05. Juli 2019 um 11:28 von Deeskalator

<< horrende Notarkosten >>

Mit welchem Kaufpreis und wieviel Notarkosten rechnen Sie denn?

<< Nicht nur Mieter sondern

<< Nicht nur Mieter sondern auch Eigentümer selbstgenutzter Immobilien wie ich sehen Gefahren durch.. [.....] Vermieterunfreundliche Gesetzgebung. >>

Ich habe auch eine selbstgenutzte Immobilie. Wieso sollte mich das Mietrecht interessieren?

11:28 von Deeskalator

Meine Frau und ich können uns trotz meines Ingenieurs- und ihres Informatikergehalts kein Eigenheim leisten das groß genug für Kinder wäre
.
vielleicht liegts auch an der Reihenfolge
ich habe sofort nach meiner Berufsausbildung/Studium ein Haus gekauft
bevor ich heiratete und Kinder in die Welt setzte
- wobei mit nem 2. Gehalt der Partnerin wäre es sicher noch besser gegangen

Und dann die Rente durch Aktien sichern?

Dass der Immobilienmarkt überhitzt ist, steht außer Frage. Aber solange sich noch immer ein "größerer Dummkopf" findet, wird es so weitergehen. Wer viel Geld in entsprechende Anlagen investiert hat, muss nur rechtzeitig den Absprung schaffen. Schlechter sieht es hingegen für die Häuslebauer aus, die einen Kredit abzahlen müssen.

Solche Blasen zeigen auch, wie riskant die zuletzt diskutierte Altersvorsorge mit Aktien ist.

Lasst das platzen. Mir

Lasst das platzen. Mir egal.
Wer verliert denn da?
Die welt wird sich weiter drehen. Und dann fangen wir neu an. Probleme kann man auch herbeireden.

Sozialismus pervers

"Damit werden Anleger auf der Suche nach Rendite in riskante Anlagen wie Aktien und Immobilien getrieben. Wieder einmal. Die logische Folge: steigende Aktien- und Immobilienpreise. Wieder einmal."
Und wenn die Blase geplatzt ist, werden die Hayek-und Friedmann-Bibeln mal wieder weggepackt und die Nanny Staat wieder einmal zur Rettung aufgerufen.
Sind nicht die "Anleger" reicher aus der letzten Finanzkrise hervorgegangen und viele Staaten in eine Schuldenkrise geschlittert?

13:33, Den Helder

>>
Sozialismus pervers
"Damit werden Anleger auf der Suche nach Rendite in riskante Anlagen wie Aktien und Immobilien getrieben. Wieder einmal. Die logische Folge: steigende Aktien- und Immobilienpreise. Wieder einmal."
Und wenn die Blase geplatzt ist, werden die Hayek-und Friedmann-Bibeln mal wieder weggepackt und die Nanny Staat wieder einmal zur Rettung aufgerufen.
Sind nicht die "Anleger" reicher aus der letzten Finanzkrise hervorgegangen und viele Staaten in eine Schuldenkrise geschlittert?<<

Nein, das ist weder Sozialismus noch, wie hier immer gern geschrieben wird, Neoliberalismus, sondern das uralte Grundprinzip des Kapitalismus:

Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste.

Den Helder 13.33

es gibt ja mehrere konkurrierende ökonomische Denkschulen. Ich bin z.B. Anhänger des Keynesianismus. Nur scheinen den eben auch die meisten, die sich auf ihn berufen, nicht zu verstehen. Deficit spending eben nur in der Rezession, nicht dauerhaft und niedrige Zinsen auch- in Boomzeiten aber hohe Zinsen. Also nix Friedmann oder Hayek, sondern schlicht und einfach politisch willfährige Notenbanker!

14:53 von deutlich

Das ändert sich bei Madame Lagarde. Ihr wird der junge französische Präsident die richtigen Ratschläge geben. Die sie als Nichtbänkerin ja auch gerne annehmen wird

Am 05. Juli 2019 um 12:23 von falsa demonstratio

Am 05. Juli 2019 um 11:28 von Deeskalator: << horrende Notarkosten >>

Am 05. Juli 2019 um 12:23 von falsa demonstratio:
Mit welchem Kaufpreis und wieviel Notarkosten rechnen Sie denn?

Habe ich es mir doch gedacht. Immer wenn man um "Butter bei die Fisch" bittet kommt nichts mehr.

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