Ihre Meinung zu: Fall Lügde: Konkrete Spur schon vor 17 Jahren

26. Juni 2019 - 15:00 Uhr

Einer der Verdächtigen im Missbrauchsfall von Lügde geriet bereits 2002 ins Visier der Polizei. Doch trotz eindeutiger Zeugenaussagen verliefen die Ermittlungen offenbar im Sande. Von Britta von der Heide und Arne Hell.

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Kommentare

das kann ich mir allmählich

nicht mehr mit "dumm gelaufen" erklären. Da müssen schon mehrere Verantwortliche beide Augen fest zugedrückt haben.

Bei mir ist das Vertrauen in unsere Ordnungsbehörden auf dem Tiefpunkt. Bestenfalls Inkompetenz, sehr wahrscheinlich aber eher doch Korruption und Kungelei mit Verbrechern, und das zum Schaden unzähliger Kinder.
Unfassbar.

Warum werden da da keine Verantwotlichen zu Rechenschaft gezogen ?

Da bleibt mir die Spucke weg...

....ich bin fassungslos über das Verhalten unserer Behörden! Jetzt bin ich gespannt ob die Verantwortlichen in unseren Ämtern zur Verantwortung gezogen werden.

Erschreckend

Es ist einfach nur erschreckend. Mein Beileid gilt allen Opfern und Familienmitgliedern. Ich hoffe das alle beteiligten Behörden ab jetzt hellhöriger werden und bei jedem kleinsten Verdacht in Aktion treten. Das so etwas schreckliches in Deutschland passieren konnte...einfach unfassbar.

Wie kann man bei der zuständigen

Staatsanwaltschaft überhaupt noch ruhig schlafen, oder auch nur morgens in den Spiegel schauen? Staatsanwaltschaften im ganzen Land, ermitteln tagtäglich gegen irgendeinen Firlefanz und machen für wirklichen Kleinigkeiten, ein riesiges Faß auf, aber bei solchen Vorwürfen, wo man nun wirklich hellhörig werden sollte, sieht man keinen hinreichenden Anfangsverdacht? „Mama, den Penis zu lecken, schmeckt komisch....“, plus Nennung des Täters, reicht nicht als „hinreichender“ Anfangstatverdacht?
Muss ich jetzt wirklich nochmal sechs Jahre Jura studieren, um das zu verstehen?

Leider wieder so.....

Eine unfassbare Geschichte, die aber typisch für unsere Behörden ist. Egal ob Jugendamt oder Polizei oft wird weggeschaut, nicht reagiert.
Kindern glaubt man oft nicht...... Die fantasieren bloß.
Gerade diese Gruppe, die besonders geschützt gehört, wird alleine gelassen, auch bei mehreren Anzeigen.... Ab in die Schublade.
Unvorstellbar und eine Schande.

Welche Polizisten...

...waren denn in den Missbrauch der Kinder involviert dass sie auf beiden Augen blind waren? Die kinder von können sich bestimmt noch an die Personen erinnern. Es stellt sich auch die Frage wieviele Opfer es denn gibt nach 20 Jahren? Ich hoffe die Opfer melden sich und können bei der Aufklärung helfen. Schreckliche Sache.

16:10 von frosthorn

«das kann ich mir allmählich nicht mehr mit "dumm gelaufen" erklären. Da müssen schon mehrere Verantwortliche beide Augen fest zugedrückt haben.»

Es kann in Bezug auf die Strafverfolgung von sexuellem Missbrauch gegen Kinder "nur zwangsläufig grauenhaft Kinder verachtend laufen", wenn Staatsanwaltschaften derartig hohle Aussagen zum "Anfangsverdacht" tätigen, wie die im Artikel zitierte.

Was meinen denn eigentlich solche juristischen Blindgänger, dass sich 4 bis 6-jährige Kinder Aussagen wie … ausdenken:
"Mama, Penis lecken schmeckt nicht". Es scheint so zu sein. Unfassbar.

Kein realistisch denkender Mensch erwartet, dass sich die Justiz dann mit lautem Gebrüll auf den Verdächtigen stürzt, ohne genau zu prüfen.

Ist ja bei den Vorkommnissen auf diesem bestimmten Campingplatz nicht das erste Mal, dass im Laufe der Zeit (gerade bei Sexualstrafttaten gegen Kinder) ähnliche Desaster der Strafverfolgungsbehörden ans Licht kommen.

Wie wenig sind Kinder der Justiz in DEU "doch wert" …

Unverständlich

Mal von der offensichtlichen Untätigkeit der Behörden abgesehen und all dem anderen Versagen in diesem Fall (verschwundene Beweise usw.) wundert mich noch etwas ganz anderes.

Man hörte in den letzten Jahren immer wieder von Fällen, in denen viel diffusere Aussagen von Kindern oder Zeichnungen aus der Kita zu einem Riesenwirbel geführt haben und sich das dann auch in der ganzen Gemeinde herum sprach. Aber hier gar nicht. Weitere 17 Jahre lassen Eltern ihre Kinder auf diesen Campingplatz zu spielen und nichts fällt auf?

Was war da los?

Und..

Und trotzdem wird behauptet unser Rechtsstaat funktioniert einwandfrei. Jeder der damit zu tun hatte sollte zur verantwortung gezogen werden. Jeder Richter, jeder Polizist, der den Hinweisen nicht nachging hinter Gittern! Bei 450 fällen, wovon mehr als die Hälfte wahrscheinlich hätte vermieden werden können seh ich das als unterlassene Hilfeleistung! Aber... kein Geld im Spiel, daher wird da nichts mit Konsequenzen! Man stelle sich vor die Behörden hätten bei steuerhinterziehung 2 Augen zugedrückt.. was da abgehen würde!!

ein „Sumpf“ von vielen

da gab es mal den Sachsensumpf , wo letztlich das Opfer ihrem Peiniger auf den Richterstuhl ins Gesicht schaute und der ganze „unschöne Vorgang“ wegen Verjährung eingestellt wurde . Solche eklatenten Ermittlungsfehler haben IMMER nur einen Grund. Da war eben ein hochangesehener mit dabei die Sache zu vertuschen ..... Das Opfer aus Sachsen hatte ihre Geschichte aufgeschrieben. Man kann dieses Buch nur empfehlen.....

@frosthorn um 16;10Uhr

Es war zu erwarten, daß wieder den "Ordnungsbehörden" der schwarze Peter zugeschoben wird. Diese Ansicht können nur Bürger haben, die vom Arbeitsablauf und den Problemen in manchen Behörden keine Ahnung haben. Festzustellen ist, daß in vielen Fällen weder die berühmte Beamtenfaulheit oder Desinteresse schuld sind, sondern daß die Exekutive, angefangen vom Behördenleiter bis zum kleinen Beamten, inzwischen schon resigniert hat! Sie stehen Medien gegenüber, die sowieso immer alles besser wissen und Verteidigern, denen es schon lange nicht mehr um die Wahrheit geht, sondern nur um das geringst mögliche Strafmaß, koste es was es wolle! Was glauben manche Foristen, wenn bekannt geworden wäre, daß die Polizei eine "inoffizielle" Liste führt? Was haben denn die Erfahrungen oder Erkenntnisse der Polizei für einen Wert, wenn sich sofort bestimmte Politiker und Verteidiger zum "weissen Ritter" erklären und von Vorverurteilung sprechen? In dieser Hinsicht passt die Äußerung eines Verteidigers!

Das ist einfach Pech

Erst zwei Jahre später erwähnt die Mutter die Aussage ihrer Tochter im Rahmen eines anderen Ermittlungsverfahrens. Da war die Staatsanwaltschaft eben nicht hellhörig genug und hat die Sache einfach nicht weiter verfolgt. Das ist Pech.

Warum hat die Mutter nicht direkt nach der Tat Anzeige erstattet? Warum hat sie es bei einer Beschwerde beim Platzwart belassen?
Schade.

16:52 von karlheinzfaltermeier

so isses. bei dem sexualdelikt eines krankenhausarztes vor einigen jahren, sprach gestern die ARD davon, daß der arzt nicht mehr belangt werden könne, weil er verstorben sei. bei RTL in den nachrichten sagte man auch den grund des todes, selbsttötung. also 2 meinungen, die verbreitet werden

Kaputtgesparter Staat kann nicht mehr reagieren

In den letzten 25 Jahren wurden 15.000 Polizeistellen eingespart, ebenso bei den Behörden ("schlanker Staat"). Es fehlen 3000 Richter und Staatsanwälte. Polizei, Jugendämter sind völlig überlastet. Effektive Arbeit zwischen Behörden wird durch "Datenschutz" blockiert!
Die Reallöhne sind im öff. Dienst sind seit 25 Jahren nicht gestiegen - da will keiner mehr hin ...

Dieser Neokapitalismus zeigt Erfolg: Die 5 % reichsten Deutschen werden pro Woche um 2 Mrd. reicher, die Industrie trägt nur noch 12 % der Steueraufkommens ... keine Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer mehr, CDU/CSU/FDP blockieren!

Dann sollte man über solche haarsträubenden Behördenversagen nicht jammern: Unser Staat funktioniert halt nur so wie wir ihn bezahlen ... ohne Polizisten, Lehrer und Behördenmitarbeiter gehts halt nicht ...

Aber alle wollen "Steuern sparen", machen sich über Polizei, Lehrer und "Beamte" lustig ... aber jammert dann bitte nicht über solche und andere schreckliche Vorfälle.

Unfassbar

Da wird ein Faß aufgemacht wenn man z.B. die falsche Fassadenfarbe bei der Renovierung des eigenen Eigenheim auf dem eigenen Grundstück verwendet aber in dem Falle einer ganz offensichtlichen schweren Straftat verläuft alles im Sande. Bananenrepublik!

Ich finde es erschreckend,

dass die Mutter nach der ersten Äußerung der Tochter keinerlei Anzeige erstattet hat und erst 2 JAHRE später im Zuge einer Anzeige gegen den Ehemann anscheinend im Nebensatz die alte Geschichte auf den Tisch bringt.
Und alle hacken auf den Behörden rum...

@karlheinzfaltermeier um 16.52h

Genau wie Sie argumentieren Behörden: könnte, sollte, müsste.... Wenn Behörden bei Schluderei erwischt wird, dann erst schweigen, dann Schuld abwälzen, aber auf jeden Fall beinhart wenn es um eigene Angelegenheiten geht. Hören Sie bitte auf, die Schuld zu begründen: wir Bürger haben ein Recht auf ordentliche Beamte, die wir bezahlen. Die Schlafmützen, die nichts taugen....weg damit. Ich sehe wie hier geschlampt und betrogen wurde: Beispiel? da verschwinden massenhaft Datenspeicher! Wer soll da gut gearbeitet haben?

@ karlheinzfaltermeier 16.52h - übler Fatalismus

................Diese Ansicht können nur Bürger haben, die vom Arbeitsablauf und den Problemen in manchen Behörden keine Ahnung haben.................

Und Sie haben eine Ahnung? Woher?

............. Festzustellen ist, daß in vielen Fällen weder die berühmte Beamtenfaulheit oder Desinteresse schuld sind, sondern daß die Exekutive, angefangen vom Behördenleiter bis zum kleinen Beamten, inzwischen schon resigniert hat! ...............

Woher wissen Sie das? Sie halten Unfähigkeit oder Unwillen ("in vielen Fällen") für ausgeschlossen? Wieso?

..............Sie stehen Medien gegenüber, die sowieso immer alles besser wissen..............

Eine weitere unqualifizierte Unterstellung und pauschale Verurteilung sämtlicher Medien. Übel.

Ihre Pseudo-Analyse ruft bei mir das Schwarze Zittern hervor.

@16:52 von karlheinzfaltermeier

Festzustellen ist, [...] daß die Exekutive, angefangen vom Behördenleiter bis zum kleinen Beamten, inzwischen schon resigniert hat! Sie stehen Medien gegenüber, die sowieso immer alles besser wissen

Das ist eine gewagte Behauptung, die sich hoffentlich durch nichts belegen lässt. Sie wollen ernsthaft sagen, dass die Staatsanwaltschaft aus lauter Resignation keine Ermittlungen bei Verdacht auf schwere Straftaten aufnimmt? Und dass "die Medien" daran schuld sind?

Das eklatante Versagen im Fall Lügde ist also gar nicht den Behörden anzulasten, sondern der Presse?!

Ich finde, dass man gerade an diesem Fall darauf hoffen soll und darf, dass die Medien ihre Kontrollfunktion gegenüber den drei Staatsgewalten wahrnehmen.

16:52 von karlheinzfaltermeier / @frosthorn, 16:10

«Es war zu erwarten, daß wieder den "Ordnungsbehörden" der schwarze Peter zugeschoben wird. Diese Ansicht können nur Bürger haben, die vom Arbeitsablauf und den Problemen in manchen Behörden keine Ahnung haben.»

Zu den "Ordnungsbehörden" gehören auch die Staatsanwaltschaften.
Als Bürger muss ich gar nicht im Detail wissen, welche Schwierigkeiten in den Arbeitsabläufen dort u.U. bestehen.

Man・muss・erwarten, dass sich Behörden mit gebotener Ernsthaftigkeit um Aussagen kümmern (wie die im Artikel zitierte, der heute Mitte 20-jährigen Frau).

Wenn es Arbeitsüberlastung gibt (was sicher der Fall ist). Dann ist zu gewichten, welche der zu bearbeitenden Vorgänge "einen höheren Stellenwert haben". Sprich, in wechen Fällen ein größeres Schutzbedürfnis der (evtl.) Geschädigten vorliegt.

Kinder sind die am stärksten Schutzbedürftigen einer jeden Gesellschaft. Die, die auf Hilfe Erwachsener angewiesen sind, wenn sie in Bedrängnis geraten.

Es sagt viel, wie man Kinder behandelt + schützt …

Mal wieder die Polizeibehörden

Wenn man sich die Summe an Versagen bei Polizei und Verfassungsschutz mal ansieht, fragt man sich schon, was unsere Hüter von Recht und Ordnung eigentlich für den normalen Bürger tun - außer ihn zu drangsalieren und zu bespitzeln.

Grundsätzlich finde ich die meisten Gesetze und Regeln ja durchaus richtig und wichtig, aber wenn ich mir ansehe, mit welcher Akribie Verkehrssünder verfolgt werden, und wie wenig Steuerhinterzieher. Wie massiv vermeintlich linke Demonstranten gegen G20, Gorleben etc. schickaniert werden, und wie viele Polizisten dann offenkundig mit rechten Parteien und Parolen sympathisieren. Und wie "gut" Racial Profiling bei Personenkontrollen funktioniert, wie schlecht aber die Verfolgung von Sexualstraftätern.

Das ist sehr erschreckend, denn es führt dazu, daß die Menschen den Glauben in den Rechtsstaat verlieren. Dabei sind es nicht zwingend die Gesetze, sondern meistens die Gesetzeshüter. Und deren Dienstherren als Scharfmacher gegen die vermeintlichen Gefahren.

@karlheinzfaltermeier

Ja bitte wer denn sonst?
Und was soll das Argument "Resignation"? Gab es etwa so viele Anzeigen dass man resignierte? Einzig und allein im Punkt inoffizielle Liste gebe ich Ihnen Recht.

@ 16:52 von karlheinzfaltermeier

"Diese Ansicht können nur Bürger haben, die vom Arbeitsablauf und den Problemen in manchen Behörden keine Ahnung haben."

Wir leben in Zeiten, in denen die NSU ungestört Morde begehen kann, und die Ermittlungsbehörden jahrelang in die falsche Richtung ermitteln, in denen sich Flüchtlinge in Polizeigewahrsam spontan "selbstentzünden" und in denen Hinweisen auf schwere Straftaten an Kindern nicht nachgegangen wird. Es ist beruhigend zu wissen, dass ich mir dennoch keine Sorgen machen muss, da ich von den Problemen in Behörden keine Ahnung habe. Ich weiß aber, dass ich schon lange keinen Job mehr hätte, wenn ich mit dieser "Sorgfalt" meine Arbeit erledigen würde...

Was für ein Rätsel!

Merkwürdig, dass ein zuständiger Polizist wegen Kinderpornos vorbestraft war. Wie mag das nur mit der Veschleppung der Angelegenheit zusammenhängen?
.
Erschwerend kommt hinzu, dass wegen Überlastung von Polizei und Justiz viele Straftäter wegen Formalmängeln oder Fristenüberschreitungen ungestraft davon kommen. Man denke nur, dass der Hauptverdächtige in dem Vergewaltigungsfall in Freiburg per Haftbefehl gesucht wurde. Ohne diese Vergewaltigung hätten die den NIEMALS gefunden.
.
Nein, nein, nein, wir sollen niemals nich jemanden vorverurteilen, denn die Chance ist groß, dass der durch die Maschen flutscht und also "unschuldig" ist. Und überhaupt, heißt es nicht: "Gut Ding will Weile haben."?

re karl napf

" bei dem sexualdelikt eines krankenhausarztes vor einigen jahren, sprach gestern die ARD davon, daß der arzt nicht mehr belangt werden könne, weil er verstorben sei. bei RTL in den nachrichten sagte man auch den grund des todes, selbsttötung. also 2 meinungen, die verbreitet werden"

Unsinn, 2 Meinungen.

Identische Aussage: Strafverfolgung nicht möglich, weil Verstorbene nicht angeklagt werden können.

Extra den Grund des Todes zu verbreiten ist unnötig, gegenüber Angehörigen pietätlos. RTL eben.

Das sollte es nicht geben

"Nur wenn ein Anfangsverdacht wegen einer Straftat vorliegt, darf die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen." Ach so? Und die Aussage: "Mama, Penis lecken schmeckt nicht" und "Der Addi wars" ist keine ausreichenden Anfangsverdacht? Wir haben ein Problem. Der Rechtsstaat wird nicht genügend kontrolliert. Derzeit werden nur Journalisten ernst genommen und auch nur diese führen auch tatsächlich richtige Ermittlungen durch. Der Staat kontrolliert sich nicht genügend selbst. Die Justiz ist ein Witz. Die Glaubwürdigkeit liegt im Gusto der zuständige Richter. Die Staatsanwälte interessieren sich nicht für Missstände in der Justiz (der Grund dafür, dass es soviel Skandale gibt) und die Politik würde niemals die Justiz anfassen, außer ihr das Geld wegzunehmen. Das ganze System ist durch Seilschaften und Günstlingswirtschaft korrumpiert. Und die Menschen werden dauernd durch die Politik belagert. Die Menschen werden nicht ernst genug genommen, durch Politik, Gerichte und Behörden nicht. ;/

Vielleicht dämmerts ja

dem ein oder anderen Schreihals, der sich ständig über politische Blindheit bei den Strafverfolgungsbehörden aufregt.
Mir scheint wir haben hier ein allgemeines Problem von Blindheit.
Warum, weshalb, wieso?
Das sollten vermutlich Experten klären, mehr als im Trüben fischen könnte ich da auch nicht, deshalb lasse ich das mal...

Befangenheit

Da kann man ja nur hoffen, dass nicht die gleiche Staatsanwaltschaft die Ermittlungen jetzt führt, die damals versagt hat und wegen Befangenheit abgelöst wird.

Nicht auszumalen, wenn einer der Täter auf dem Campingplatz im Bereich Polizei / Justiz involviert ist. Der Verlust von Datenträgern und andere Pannen geht für mich leider alles in diese Richtung.

Und spätestens dann wird es auch für Minister Reul ganz gefährlich!

Arme Kinder!

Nicht immer auf die Behörden los gehen.

Alles ganz normal und war noch nie irgendwo auf der Welt anders.
- überbordende Bürokratie, aber ohne Kombinatorik und ohne Ermittlungserfolge,
- riesige Dunkelziffer allgemein bei Missbräuchen und/oder Morden,
- schon Sherlock Holmes kritisierte vor langer Zeit Scotland Yard, selbst wenn das nur fiktiv war, spiegelten diese alten Geschichten die Realität wieder,
- selbst viel neuere und fortschrittlichere kriminalistische Methoden (DNA, nicht nur Fingerabdrücke z.B.) bringen nicht viel mehr Lösungsaussichten und helfen auch nicht viel mehr bei der Kriminalitätsbekämpfung.
Die Erwartungshaltung der Bürger, dass ein Staat und seine Organe einfach mal so jederzeit für Gerechtigkeit sorgen können, ist viel zu groß!

@Am 26. Juni 2019 um 16:58 von leider geil

Das denken sich die Verantwortlichen sicher auch: "Da hat das Opfer halt einfach Pech gehabt. Und die darauf folgenden Opfer auch. Was lebt ihr auch in unserem Kreis?"...

Einfach nur unglaublich...

Mütter

Die Mutter hat den Fall erst nach 2 Jahren bei der Polizei gemeldet? Ich finde das nicht so unverständlich. Auch erwachsene Personen überlegen es sich oft lange, ob sie nach sexuellem Mißbrauch die Tat gegen sich selbst anzeigen. Es ist nicht so einfach, zu entscheiden, ob man sein Kind Zeugenbefragungen oder gar einem Gerichtsverfahren aussetzen will oder nicht, insbesondere dann nicht, wenn man schon bei der ersten Person, die angesprochen wird, auf kompletten Unglauben stößt.
Eltern können da schnell der Meinung sein, dass die evt. zusätzliche Traumatisierung die Sache nicht wert sei, vor allem dann, wenn relativ einfach sichergestellt werden kann, dass das Kind dem Täter nicht mehr begegnen muss.
Und nur zur Erinnerung: die Eltern aus späteren Fällen berichteten, es sei ihnen nahegelegt worden, ihr Kind vorerst nicht therapieren zu lassen, um zu verhindern, dass Zeugenaussagen dadurch verfälscht werden.

Am 26. Juni 2019 um 17:22 von schabernack

"Wenn es Arbeitsüberlastung gibt (was sicher der Fall ist). Dann ist zu gewichten, welche der zu bearbeitenden Vorgänge "einen höheren Stellenwert haben". Sprich, in wechen Fällen ein größeres Schutzbedürfnis der (evtl.) Geschädigten vorliegt."
#
#
Eine Masche die von Betrüger seit Jahren praktziert wird, ist das die Staatsanwaltschaft mit Belastungsmaterial zugeworfen wird. Je umfangreicher die Akte wird, je größer ist die Chance, das es durch Verjährung zu keiner Anklage kommt.
Das ist halt der Nachteil, das es hier möglich ist, laufende Prozesse bis in aller Ewigkeit zu verlängern.
Die Mutter hatte scheinbar keine Anzeige gegen Unbekannt gestellt, da kann solch eine Sache (leider) im Sande verlaufen.

@ dj_quentin

„...mit welcher Akribie Verkehrssünder verfolgt werden, und wie wenig Steuerhinterzieher. Wie massiv vermeintlich linke Demonstranten gegen G20, Gorleben etc. schickaniert werden, und wie viele Polizisten dann offenkundig mit rechten Parteien und Parolen sympathisieren. Und wie "gut" Racial Profiling bei Personenkontrollen funktioniert, wie schlecht aber die Verfolgung von Sexualstraftätern.“
Das sind ihre subjektiven Einschätzungen. Kommen wir zu den Fakten
1. wieviele Ordnungswidrigkeiten und Straftaten sind 2018 im Verkehrsbereich verfolgt worden? Wie steht das im Verhältnis zu den begangenen Verfehlungen?
2. wieviele linke Demonstranten sind bei G20 und Gorleben etc schikaniert worden, ohne ein Fehlverhalten gezeigt zu haben
3. wieviele Polizisten sympathisieren mit rechten Gesinnungen (wann war dazu die letzte wissenschaftlich brauchbare Befragung)
4. wieviele Kontrollen der Polizei waren prozentual Kontrollen nach dem Schema „Racial Profiling“
Haben Sie belastbare Zahlen?

3 Zahlen, die ich als erschreckend empfinde. Die 1.

lautet 20
Es ist schon unglaublich, daß diese Kindermonster
solange unentdeckt ihren kranken Wahn ausüben konnten.

Und diejenigen, die die meisten Übergriffe hätten verhindern können,
Staatsanwaltschaft, Polizei ganz am Anfang und später noch das Jugendamt
nichts taten!

Die 2. u. 3. lauten 15, 12

Ich wohne 15 min. Fahrstrecke vom 12km entfernten Ort des Schreckens entfernt.
Das Dorf, in dem der Campingplatz ist hat sage u. schreibe ca. 1244 Einwohner.

Und keiner bekommt auch nur den Hauch eines Hinweises mit.
Weder im Dorf noch die Nachbarcamper auf dem Platz.

Unfassbar!

P.S.:
Wehrte TS-Redaktion, ich bitte sie im Voraus meine Worte zu verstehen.
Das Ganze geschehen macht einen normalen Menschen nur noch wütend.
Und ja, ich bezeichne diese Männer als Kindermonster.
Denn das es Monster sind, aus Sicht der Opfer, sollte jedem klar sein.

@16:58 von leider geil - Ihr Beitrag im O-Ton,...

...Das ist einfach Pech
Erst zwei Jahre später erwähnt die Mutter die Aussage ihrer Tochter im Rahmen eines anderen Ermittlungsverfahrens.
Da war die Staatsanwaltschaft eben nicht hellhörig genug und hat die Sache einfach nicht weiter verfolgt. Das ist Pech.
Warum hat die Mutter nicht direkt nach der Tat Anzeige erstattet?
Warum hat sie es bei einer Beschwerde beim Platzwart belassen?
Schade.

---
Wie drücke ich mich am besten aus...?
Ich versuche es mal so:
Leider völlig daneben und dazu leider völlig unangebracht, Ihre Sichtweise der Dinge.

Fehlt nur noch der Vorwurf, daß die Eltern ja selbst schuld sind.
- Warum durften die Kinder denn dort hin?
- Sind doch selber schuld.
- Ist doch nicht so schlimm.
Usw.

Mehr kann und möchte ich jetzt im Moment nicht schreiben.
Ansonsten gefährde ich mich selbst durch eine Hypertonie.

Unfassbar

Es bleibt schwer zu verstehen, wie diese furchtbaren Vergewaltigungen nie zu Fragen geführt haben, nie Eltern veränderte Kinder zuhause hatten. Auch das ist unfassbar - aber keineswegs eine Entschuldigung für diese Taten!

Aus den Revier verschwundene Datenträger

Sind in dem Fall nicht auch etliche CDs´s (Beweismittel) aus einem Polizeirevier verschwunden? Was ist daraus geworden? Das letzte, was ich von offizieller Seite dazu gelesen habe, war: "Man geht nicht von einem Diebstahl aus" und "man vermutet, dass die Beweise auf dem Revier verlegt worden sind."und §wir haben genügend andere Beweis" Für mich sind das Schutzbehauptungen und wenn ich das in Betracht ziehe, wundert es mich nicht das die Dinge so laufen, wie sie laufen. Also wo sind die CDs geblieben. Dass die Polizei das aktiv aufklärt, kann doch keiner mehr glauben. Das wird wohl eher vertuscht.
Wo ist der berühmt berüchtigte #Faktenfinder den hin? Hier könnte die Presse mal wieder ihrer Aufgabe nachkommen. Hoch lebe die Polizei! Die machen höchstens Fehler und versehen und anderes.

Übelastet? Falsche Prioritäten!

Wenn ich mir so überlege, mit welcher Vehemenz kleine Verkehrsdelikte, kleine Abweichungen bei der Steuererklärung, geringfügige Übertretungen durch Hartz4-Empfänger oder einzelne kleine Kiffer verfolgt, belästigt, schikaniert und bestraft werden, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln.

Eine Justizreform mit der Einführung automatischer Strafen bei Schlamperei, Unlust oder Arbeisverweigerung sowie ganz klare Prioritäten bei der Strafverfolgung ist dringend erforderlich. Unser ehemaliger Justizminister Maas hat da schon gute Vorarbeit geleistet.

Und von wegen Überlastung: So lange die Polizei für Kinkerlitzchen wie stundenlange Verkehrskontrollen mittels Blitzer an Nicht-Unfallschwerpunkten (!!!) Zeit hat, an deren Ende keine einzige Anzeige, sondern nur ein paar Dutzend Bußgelder stehen, will ich nichts mehr von Überlastung etc hören.

Leider eine alltägliche Erfahrung.

Angesprochene Behörden und Institution verweigern Hilfe und begehen Strafvereitelung. Rechtsstaat steht auf dem Papier, Einhaltung, Umsetzung und Konsequenzen leider Fehlanzeige.

...immer wieder eimal...

Man bekommt des öfteren den Eindruck das wäre gewollt, keine Ergebnisse zu haben.
So viele Pannen.
Zu viele Pannen.

Weltweit höchste Aufklärungsquote (PKS)

In Deutschland gibt es für schwere Verbrechen eine sehr hohe Aufklärungsquote (siehe Polizeiliche Kriminalitäts Statistik). Sie liegt teilweise bei 90-95%. Viel mehr kann man sich nicht wünschen.

Bei Fahrraddiebstählen liegt sie allerdings sehr niedrig. Der Missbrauchsfall von Lügde fällt aber nicht in den Bereich Fahrraddiebstahl sondern unter Schwerverbrechen.

Die fehlende Quote zu 100% mit Überlastung, Resignation, Desinteresse, Unlust oder Frustration zu erklären ist mehr als absurd. Organisative Unfähigkeit könnte man noch akzeptieren - jedoch nur in Einzelfällen - angesichts der o.g. Aufklärungsquote.

20:24 von DerGolem

«Weltweit höchste Aufklärungsquote (PKS)
In Deutschland gibt es für schwere Verbrechen eine sehr hohe Aufklärungsquote (siehe Polizeiliche Kriminalitäts Statistik). Sie liegt teilweise bei 90-95%. Viel mehr kann man sich nicht wünschen.»

Das ist richtig. Und das sollte man auch nicht schmälern.

Aber der Fall in Lüdge ist doch nicht der erste, bei dem man gerade bei Ermittlungen wegen Sexualstraftaten gegen Kinder / Jugendliche "unter-entwickelten Ermittlungseifer" feststellen muss.

Das hat erst einmal wenig mit Aufklärungsquoten bei einzelnen Straftatbeständen zu tun. Es zeigt aber "das Missverhältnis", das solchen Taten all zu häufig im Gefüge der Justiz und der Gesetzgebung zugemessen wird.

18:01 von MaritaD

«Und nur zur Erinnerung: die Eltern aus späteren Fällen berichteten, es sei ihnen nahegelegt worden, ihr Kind vorerst nicht therapieren zu lassen, um zu verhindern, dass Zeugenaussagen dadurch verfälscht werden.»

Ein weiterer "grober Unfug" in der Causa Lüdge.

Die Kinder sind in solchen Fällen "möglichst zeitnah" zur Anzeige unter Aufsicht des Ermittlungsrichters von psychologisch geschulten Befragern per Videomittschnitt zu vernehmen.

Wenn die Erinnerungen "noch frisch sind". Nicht durch zeitlichen Abstand "verwässert". Nicht durch viel drüber Reden von vielerlei Seite "zerquatscht".

Diese Videovernehmung ist die, die erst einmal in jedem Einzelfall zählt.
Hat es ältere Kinder, und / oder solche, die mit den Ereignissen + Erinnerungen besser umgehen können, als andere. Kann man sie evtl. in einem späteren Stadium der Ermittlungen (oder im Prozess) noch einmal vernehmen.

Ansonsten tut man das nicht. Und kein Kind ist gehindert, mit einer therapeutischen Begleitung zu beginnen.

16:52 von karlheinzfaltermeier @frosthorn um 16;10Uhr

//Was haben denn die Erfahrungen oder Erkenntnisse der Polizei für einen Wert, wenn sich sofort bestimmte Politiker und Verteidiger zum "weissen Ritter" erklären und von Vorverurteilung sprechen? In dieser Hinsicht passt die Äußerung eines Verteidigers!//

Und wie erklären Sie das Verschwinden von 150 DVDs(CDs), die die Polizei bei der Durchsuchung 'sicher' gestellt hatte? Und wie erklären Sie, dass beim Abriss der Anlage weitere Aufnahmen gefunden wurden, die offensichtlich bei der Durchsuchung nicht gefunden wurden? (Spiegel-Bericht)Waren das auch Politiker und Verteidiger?

Traurige Wahrheit

Beim Missbrauch in Heimen gab es auch immer schon sehr früh erste Anzeichen. Doch man hatte kein Interesse, es ging nur um missbrauchte Kinder. In den 1960, 1970er Jahren war der sexuelle Missbrauch von Kindern fast noch ein Kavaliersdelikt. Man schaute lieber weg, sah die Spitze des Eisberges und meinte wohl, das ist ja überschaubar! Ob im Fall Lüdge alles ans Tageslicht kommt? Ich bezweifele es!

@17:22 von schabernack

"Zu den "Ordnungsbehörden" gehören auch die Staatsanwaltschaften.
Als Bürger muss ich gar nicht im Detail wissen, welche Schwierigkeiten in den Arbeitsabläufen dort u.U. bestehen."

Vielleicht ist auch die Ausbildung der Polizei nicht ausreichend. Es wurde berichtet, dass Polizisten artig Vorgänge abgeheftet hat, die an die Staatsanwaltschaft hätten weitergeleitet werden müssen.

18:02 von tagesschlau2012

« Die Mutter hatte scheinbar keine Anzeige gegen Unbekannt gestellt, da kann solch eine Sache (leider) im Sande verlaufen.»

Die Mutter hatte Anzeige "wegen Kindesmissbrauchs" der Tochter gegen ihren Ehemann erstattet. Ein von den Vorfällen auf dem Campingplatz losgelöster Sacherverhalt.

In der Anzeige war die Aussage der Tochter enthalten, "auf dem Campingplatz sei es 'der Addi' gewesen". Kein Unbekannter dort. Auf dem Platz wussten wohl die meisten, wer "der Addi" ist. Dem würde man "so was" aber nicht zutrauen. "So einer" sei der Addi nicht.

Wann waren Menschen, die sich als Sexualstrafttäter gegen Kinder herausstellten, jemals welche, von denen man hinterher sagte:

«Dass der … ein Kinderschänder ist.
Das wusste ich doch schon immer …!»

„Am 26. Juni 2019 um 16:10

„Am 26. Juni 2019 um 16:10 von frosthorn
das kann ich mir allmählich
nicht mehr mit "dumm gelaufen" erklären. Da müssen schon mehrere Verantwortliche beide Augen fest zugedrückt haben.

Bei mir ist das Vertrauen in unsere Ordnungsbehörden auf dem Tiefpunkt. Bestenfalls Inkompetenz, sehr wahrscheinlich aber eher doch Korruption und Kungelei mit Verbrechern, und das zum Schaden unzähliger Kinder.
Unfassbar.“

Ich bin von Ihnen hier im Forum differenziertere Kommentare gewohnt. Es hat leider einen Anflug von Verschwörungstheorie, wenn Sie wirklich glauben, dass „die Behörde“ in diesem Fall mit den Tätern unter einer Decke steckt.

Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen, dass Behörden meistens einen sehr guten Job machen (trotz stetigem Personalabbau und im Vergleich zur freien Wirtschaft fast schon stagnierenden Löhnen). Fehler passieren, auch schwere Fehler. Für diese sollten sich entsprechende Personen verantworten. Aber bitte nicht pauschalisieren, das trifft nämlich sehr viele Falsche.

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