Kommentare

Boris Johnson wagt sich aus

Boris Johnson wagt sich aus der Deckung? Mitnichten. Er kann kaum noch verbergen, dass er weder für den Brexit noch für andere drängende Fragen britischer Politik Konzepte, geschweige denn Lösungen hat. Wer ihn daran misst - und an seiner bisherigen politischen "Karriere", wo er immer dann, wenn es konkret wurde und er für schwierige Lösungen gerade stehen sollte, kniff -, kann nur hoffen, dass sich bei den Tories die Vernunft gegen die irreale Messiaserwartung durchsetzt und Hunt neuer Vorsitzender und damit neuer Premier wird. Johnson tut allerdings durch seine nebulösen Ankündigungen, die er verbal publikumswirksam zuspitzt, einiges dafür, dass er nicht an seiner Kompetenz zur Politikgestaltung sondern als Projektionsfläche für Heilsversprechen gewählt wird.

Traurig, trauriger, am traurigsten

Traurig, wie man so konzept- und planlos sein kann und trotzdem sich einbildet, die Lösung auf alles zu kennen.

Noch trauriger, dass er scheinbar ja beste Chancen hat, sich im Machtkampf um die Spitze auch noch durchzusetzen.
Wie bei der Volksabstimmung um den Brexit, bei der sich erst hinterher rausstellte, dass das Volk durch gezielte Falschinformationen hinters Licht geführt wurde, werden seine Wähler (innerhalb seiner Partei) erst hinterher sehen, dass er einfach untauglich ist, dieses Amt zu besetzen, und dass er für den Brexit auch keine Lösung hat.

Was am traurigsten ist, ist jetzt jedoch die Tatsache, dass er seine Unfähigkeit ja jetzt sogar schon zeigt, indem er keine Antworten auf die wichtigen Fragen hat, außer: "Das sehen wir dann - wird schon irgendwie werden."
Und trotzdem wird es es vermutlich schaffen, die Mehrheit hinter sich zu versammeln.
Da kann ich nur für die Schotten und Nordiren hoffen, dass sie es schaffen, sich vom Rest "Groß"britanniens abzuspalten.

Johnson und andere Hardliner

haben offensichtlich den Schuss immer noch nicht gehört. Mit der EU wird es keine weiteren Verhandlungen geben. Unbegreiflich, wie diese Politiker ihr Land gegen die Wand fahren!

Erwartungen

Um ehrlich zu sein hatte ich nichts anderes erwartet. Natürlich bekommt man nicht so viel über die Person mit wenn es ausländische Politiker sind, aber die Aussagen des Hr. Johnson sprechen Bände. Selbst ein Politik Laie weiß das seine Ideen nicht mehr sind als heiße Luft ( oder nicht durchdacht). Wie sagt man so schön: große Klappe, nix dahinter. Mal sehen ob er mich eines besseren belehrt oder ( wie wohl viele denken) versagt.

Eigentlich muss man sich wundern

Vor drei jahren hat er gekniffen. Jetzt will er's werden, dabei sind die Risiken viel höher. Außer der Behauptung, er wird es schaffen, hat er null Plan.

Vorm Referendum hat er wenigstens noch gelogen. Jetzt sind ihm sogar die Lügen ausgegangen.

Ein Badezimmer-Tarzan

Boris Johnson ist ein Polit-Klimbin-Event und kein Poltiker. Seine geballte Inkompetenz hatte er schon eindrucksvoll als Außenminister dokumentiert.
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Und auch jetzt wiederholt er nur, woran schon May scheiterte. Diese Figur ist ein Narziss und offen lügender Mensch. Das einzige, was mich traurig macht, ist die Tatsache, das die die einst große Demokratie sich selbst demontiert. Ein unsägliches Schauspiel. Ginge es wirklich um die Interessen Großbritanniens, dann wäre der Verbleib in der EU zwingend erforderlich, denn nur so kann UK Einfluss auf Europa haben. Nun gibt es diese Möglichkeit der Kontrolle und des Einfluss auf die Geschicke und der eigenen Zukunft mit Demagogen und Lügen im eigenen Lande - ohne Not - einfach auf.

Unterstützung von Steve Bannon

Ich kann mir vor allem schwer vorstellen, dass die Tories einen Premier Johnson nominieren, der von Steve Bannon unterstützt wird. Auch das würde bei einer späteren Wahl Stimmen kosten.

Ein Feigling durch und durch

Boris Johnson ist ein Feigling durch und durch.
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Die Briten sollten nicht vergessen, dass er als Außenminister eigentlich Verhandlungsführer bei den Briten hätte gewesen sein können... als es aber an die Arbeit ging, hat er sich verdrückt und aus Deckung heraus nur gemeckert, ohne Konstruktive Vorschläge zu machen.
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Und dieser Feigling soll nun in No. 10 einziehen?
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Die Briten sollten im Übrigen auch darüber nachdenken, wie wichtig ihnen ihr NHS ist... Das Gesundheitssystem, dass entsprechend der Wahlkampflügen des Herrn Johnson, wöchentlich 300 Millionen Pfund extra bekommen sollte.
Das Problem ist, dass der Kumpel des Herrn Johnson im White House dieses NHS schon zur Disposition gestellt hat. Es kann ja nicht angehen, dass die Briten Handel mit den USA treiben und gleichzeitig ein bezahlbares öffentliches Gesundheitssystem haben.
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Und was die Vertröge mit anderen ehemaligen "Subjekten des Empires" angeht... ob die an Zugeständnissen auf EU-Niveau interessiert sind???

Es..

spielt überhaupt keine Rolle, was Johnson will, ich glaube nicht, das die Eu nochmal nachverhandelt, und wenn er ohne Abkommen ausscheiden möchte, wird er keine Mehrheit bekommen.

Boris Johnson wagt sich aus der Deckung....

Ob er sich aus der Deckung wagt oder nicht.Ob er feige ist oder nicht.
Das wird Jens-Peter Marquardt kaum interessieren.Ihn wird interessieren,daß es für die führende Volks-und Exportwirtschaft in Europa möglichst geschmeidig läuft.

Was nun?

Wer sich zu wenig aus der Deckung traut kann keinen Krieg gewinnen. Es sieht so aus als hätte Boris Johnson überhaupt keine Lösungsansätze oder vielleicht versteht er nicht mal warum es wirklich geht. Oder er spiel nur Theater und hält das eigene Volk und die EU für dumm.
Gleich was er spielt, die Ernüchterung, wenn er die Wahl gewinnen sollte, wird gross sein. Denn die Probleme werden nicht kleiner. England ist nicht mehr die Nation die, die Welt beherrscht. Die Welt weiß dies nur zu gut.

Johnson bleibt unkonkret weil

Johnson bleibt unkonkret weil er keinen Plan hat. Jeder Premierminister kann in dieser Frage des Brexit nur scheitern.

Zappenduster

Johnson wagt sich aus der Deckung.

Wer erwartet was? Was soll da kommen? Und so schlau dürfte er wohl auch sein um zu wissen, dass er nichts anzubieten hat, ausser orientierungslos, von Nebelschwaden umhüllt, mit lauwarmen Worthülsen seinen Weg zum Ziel - dem Brexit - eben nicht beschreiben zu können.

Als hoffnungslosester und verantwortungslosester Außenminister den die britischen Parteien jemals hervorgebracht haben (Ken Clarke), reicht es zu ebensolchem Premierminister allemale.

Wenn Johnson Premier werden sollte, wird sich wohl eine Mehrheit finden, die ihn absägt und damit den Brexit zur Disposition stellt. Sonst kommt, was bei so einem Kasper kommen muss. Johnson kommt aus der Deckung und sucht die geniale Idee oder den richtigen Schalter, während die EU durch Zeitablauf das Licht ausmachen muss. Dann ists zappenduster auf der Insel.

Ausgehandelte 40 Mrd Euro?

Weiß der Mann überhaupt, wovon er spricht? Bei den 40 Mrd. € handelt es sich um Verpflichtungen die der Staat UK gegenüber den anderen EU-Mitgliedern in der Vergangenzeit übernommen hat und die, natürlich, ein vertragstreuer Staat zahlen muss, egal welche Beziehung danach herrscht. Der Betrag war der Höhe nach nicht ganz klar, aber die EU hat hier mit sich handeln lassen und einen Betrag eher an der unteren Grenze akzeptiert - im Sinne gutnachbarlicher Beziehungen. Wenn UK dieser vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommt, könnte die EU Auslandsvermögen von UK beschlagnahmen und vor allem auch z.B. Zinszahlungen für britische Staatsanleihen verweigern. Und UK würde nirgenwo mehr Kredit bekommen. Und natürlich kann die EU dann auch eine neue Rechnung aufmachen, 60 Mrd. € wäre auch ein hübsche Zahl. Auf der Basis einer Nichtzahlung ist eine Kooperation mit dem UK ausgeschlossen. Johnson ist was er war: Ein hoffnungsloser Populist, der mit Halbwahrheiten um sich wirft.

ich will den Job

Primeminister liest sich doch gut in der Vita.

Wenn ich das richtig interpretiere, sagt er nicht viel mehr als ihr müsst mich doch alle (seien es Tories, Briten oder die EU) lieben - ich selbst tue das doch auch.
Sie tun doch bestimmt alles - nur damit der liebe Boris sie auch mag.
Das klingt sehr nach einem Mann auf der anderen Seite des Atlantiks.
Und ich befürchte beides können nur eines - sich selbst lieben (nennt man auch Narzismus).
Ich schließe nicht aus, das es ihm wie auch Herrn Trump gelingt an die Spitze der Politik vorzustoßen. Mit ähnlichen Mitteln (fakenews ...) aber wahrscheinlich mit noch weniger Erfolg und hoffentlich auch kürzerer Amtsdauer, denn seine Möglichkeiten sind deutlich eingeschränkter.

Aber seit einer Zeit nimmt man das meiste was aus Großbritannien an politischer Kultur kommt, mit Kopfschütteln, Unverständnis und ev. Popcorn/Nachos zur Kenntnis. Da kommen doch weder Satire Magazine, Seifenopern noch Sitcoms mit.

p.s. Entschuldigung für den Sarkasmus

What's up Boris?

Wenn die Briten sich und Europa einen großen Gefallen tun wollen, setzen sie Boris auf den Schleudersitz des Brexit-Premierministers.
Wenn dieser Sitz ihn wie bereits Theresa abgeworfen hat, sollte möglicherweise Ruhe zum Thema Brexit einkehren und vor allem wäre die Bürgerkriegsgefahr in Nordirland gebannt.
Jedenfalls sollte die EU die Briten nicht ohne den bisher ausgehandelten Vertrag entlassen.
Kann mir nicht vorstellen, dass die EU auf die plumpen Drohungen von Boris nicht schon einen Abwehrmechanismus entworfen hat.
Könnte dann für Boris ein Kapitel aus: Me and my big mouth! werden und die Briten würden zu recht fragen: What's up Boris?

re bernd kevesligeti

"Boris Johnson wagt sich aus der Deckung....

Ob er sich aus der Deckung wagt oder nicht.Ob er feige ist oder nicht.
Das wird Jens-Peter Marquardt kaum interessieren.Ihn wird interessieren,daß es für die führende Volks-und Exportwirtschaft in Europa möglichst geschmeidig läuft."

Dann erzählen Sie doch mal, wo und wie er in diesen Artilel sein angebliches Herzensanliegen vertritt.

Oder ist es doch nur Ihre fixe Idee?

Geballte Kompetenz

Und auch heute wieder das Schaulaufen aller selbsternannten Kenner der Szene. Bei so viel versammelter Kompetenz müssen die ja richtig liegen...

@ 15:24 von andererseits

"Boris Johnson wagt sich aus der Deckung? Mitnichten. Er kann kaum noch verbergen, dass er weder für den Brexit noch für andere drängende Fragen britischer Politik Konzepte, geschweige denn Lösungen hat."
.
Hat er doch!
Ganz klare Ansage im Gegenteil zu Hunt.
Wir verlängern nochmal und verlängern....
Und verhandeln nochmal neu mit der EU.....
Und nochmal verlängern?
.
Nein! Ganz klare Ansage von Johnson: Deal or No-Deal.
Auch wenn es Ihnen nicht gefällt, er wird es hinbekommen.
Weil es nur diese zwei Optionen gibt.

Johnson hat im Vergleich mit May konkrete Vorstellungen

Bei May hieß es: „Brexit Means Brexit!“. Das war es dann auch schon. Gut finde ich auch das Johnson übergriffige Fragen nach seinem Privatleben abblockt. Der „besorgte Nachbar“ hatte offenbar eine politische Agenda, aus der er ja auch keinen Hehl machte. Sonst hätte er den Streit nicht aufgezeichnet, an der Tür der Nachbarn gelauscht und die Daten und Infos dem Guardian übergeben. Hinterher beschwerte er sich noch das Medien in GB seine „ehrenwerten“ Motive in Zweifel zogen. Johnson hat sich offenbar in dieser privaten Extremsituation super zahm verhalten. Nicht jeder hätte so reagiert. Wie heißt es: der Lauscher an der Wand hört die eigene Schand‘.

Johnson hätte es verdient neuer Premierminister

zu werden.
Aber Großbritannien hat so einen Premierminister nicht verdient.
Die Zeit bis Halloween wird knapp.

Klar ist das Resultat mager,

Klar ist das Resultat mager, was soll dieser Querulant in Amerikas Diensten, außer Europa zu destabilisieren, um so vielleicht die englische Dampfmaschinentechnologie zur Rettung der heimischen Pleitewirtschaft noch einmal verkaufen zu können, auch sonst noch größeres in seinem Kopf und politischen Programm haben? Bisher hat der Mann doch nur Katastrophen auslösen und überall und jedem Brügel zwischen Beine werfen können, um sich dann immer schnell zurück zu ziehen und für die nächsten Tage oder Wochen in der Versenkung zu verschwinden, bis ihn sein Meister erneut wieder ruft. Alles nichts, als alte Dudelsäcke!

Die begreifen nichts mehr

Wer will denn aus der EU? Das sind doch wohl die Engländer! Und damit haben die keine Forderungen zu stellen. Und wenn sie nicht zahlen wollen, bitte englische Waren und Dienstleistungen im Rest Europas sicherstellen und als Pfand benutzen, bis der letzte Penny bezahlt wird. Zeigt den Engländern, daß wir am längeren Hebel sitzen.

Hahaha! Umso besser!

Kaum, dass B.J. sich lange wird halten können, das Prozedere a la Theresa May wird immer so weitergehen, sobald man Johnson stürzt!
Das Parlament hat einen No Deal bereits angelehnt und wird ihn selbstverständlich wieder ablehnen! Warum B. Johnson dennoch darauf beharrt bleibt ein Rätsel!
Aber umso besser! Auf diese Weise rückt ein Brexit in die unendlichen Weiten des britischen Universersums, das sich so viele Brexiteers zurück wünschen...Das ist zwar nervig aber zeigt auch, wie sich Nationalismus in eine Lachnummer mit Clownereien a la Boris Johnson verwandeln kann!

re von karwandler 16.32

Der Journalist schreibt schon lange über Großbritannien.Dabei sind die Präferenzen doch klar."Gut" ist,wer gegen den Brexit ist.Schlecht ist......
Wären denn solche Redewendungen wie "feige" oder "wagt sich aus der Deckung",in Bezug auf Remainer(EU-Fans) gekommen ?

Und "fixe Idee" ? Die Lage der jeweiligen Interessen ist doch wohl unstrittig.

re möbius

"Johnson hat im Vergleich mit May konkrete Vorstellungen"

Welche? Bisher hat er keine verraten.

@ 16:43 NeutraleWelt

Ganz klar Ansage von Johnson? Was meinen Sie denn damit?
- die "kreative Mehrdeutigkeit" in Bezug auf die ausstehenden Zahlungen Großbritanniens an die EU?
- oder die Ausflucht, für die Nordirland-Frage gebe es technische (!) Lösungen? Noch deutlicher kann man nicht den Offenbarungseid leisten, dass man politisch blank ist...
Johnson posaunt am lautesten, z.B. "no deal is an option", weil er eben zur Bedienung derer, denen das ganze Hin-und-her um den Brexit zu kompliziert ist, einfache Lösungen vorgaukelt, die es allerdings nicht gibt. Zudem tut er so, als bräuchte er das Parlament nicht - ein fataler Irrtum bzw. eine dreiste Masche; suchen Sie sich das passende aus.
Und das Johnson nicht der Mann der differenzierten und auf Aushandlung basierenden Lösungen ist, weiß man, wenn man zurückblickt: Wenn's darum ging, schmiss er in der Vergangenheit jedesmal die Brocken hin.

160 : 77 ...

Das ständige Boris-Johnson-Bashing hier finde ich unfair... und überzogen! Niemand der verehrten Mitkommentatoren kann definitiv wissen, ob und welchen Plan B.Johnson bzgl. Brexit verfolgt. Ja, er hat während der Bexit-Kampagne mächtig auf den Putz gehauen, was ihm später als Lügen angelastet wurde. Aber - tun das nicht fast alle Politiker? Ich jedenfalls empfinde B.Johnson gerade wegen seiner persönlich unkonventionellen Art als erfrischend... Und als Brexiteer steht er zu einem konsequenten Weg.
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Jeremy Hunt hingegen ist ein Wendehals und wäre - mit Verlaub - eine Th. May als männliches Pendant. Hunt war zunächst entschiedener Brexiteer, um später auf Mays weicher Welle mitzusurfen, und will später - als sein Programm - Mays gescheiterten Weg weiter fortsetzen...
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Dafür bekam Hunt von der Partei zuletzt 77 Ja-Stimmen. Johnson scheint da mit 160 Ja-Stimmen in der Partei deutlich mehr Rückhalt zu haben als künftiger Premierminister.

16:46 von Möbius

"Johnson hat im Vergleich mit May konkrete Vorstellungen
Bei May hieß es: „Brexit Means Brexit!“. Das war es dann auch schon."

Nicht, dass ich Mays Brexitvorstellung besonders kreativ fand, aber was hat Johnson mehr zu bieten?

Dazu würden mich Ihre Erkenntnisse tatsächlich mehr interessieren als irgendwelche Scharmützel des BoJo mit seiner Frau oder seinem Nachbarn. Welche konkreten (geheime?) Vorstellungen des Kandidaten kennen Sie? Lassen Sie uns teilhaben.

um 15:50 von Andi13

wenn er ohne Abkommen ausscheiden möchte, wird er keine Mehrheit bekommen.

Dennoch steht zu befürchten, dass genau das passiert, denn das ist die einzige Option, für die keine Mehrheit erforderlich ist. Johnson muss einfach nur weiter faseln, blödsinnige Vorschläge machen und verzögern und zum entscheidenden Zeitpunkt keine Verlägerung beantragen. Genau so wird es vermutlich ablaufen, inklusive seines Rücktritts praktisch direkt nach dem Ausscheiden ohne Abkommen.

Boris Johnson als Premierminister?

Ich glaube nicht, dass Boris Johnson in Brüssel ein gern gesehener Gast ist. Die Verträge sind mit Frau May ausgehandelt. Zu ändern gibt es nichts mehr. Entweder Johnson akzeptiert es oder eben nicht. Dann gibt es eben den harten Brexit und Johnson hat ein Problem mit der eigenen Bevölkerung. Und wenn Großbritannien die Zahlungen an die EU einseitig einstellt, werden schon die Rating Agenturen die Bleistifte spitzen und die englische Kreditwürdigkeit in Richtung Ramschniveau durchmarschieren lassen. Ob das so gut ist für die britische Wirtschaft? Der Austrittstermin im Oktober ist nicht mehr weit entfernt und Großbritannien ist derzeit ziemlich passiv.

16:43 von NeutraleWelt

"Nein! Ganz klare Ansage von Johnson: Deal or No-Deal.
Auch wenn es Ihnen nicht gefällt, er wird es hinbekommen.
Weil es nur diese zwei Optionen gibt."

Sie sagen es, er wird es hinbekommen, weil es nur diese zwei Optionen gibt. Und wer meinen Sie, könnte es ausser dem "Superboris" bei der Wahl zwischen zwei Optionen nicht hinbekommen, eine zu wählen?

Welche er zu Ende bringt, hat er nämlich noch nicht verraten, ganz zu schweigen von dem wie. Das wäre natürlich auch zu viel verlangt.

Pascha

Dass der völlig selbstbezogene Boris Johnson aka Ali Pascha Kemal ein der dortigen Elite ( zu der aufgrund ihrer Erziehung auch Corbyn und Co gehören) genehmer Kandidat ist,ist klar!
Man hat in England und ähnlich auch in Frankreich und Italien der Bevölkerung auf dem flachen Land suggeriert, dass die Probleme nicht aus der Hauptstadt, sondern von der EU kommen (in D ist es umgekehrt) .

Boris Johnson sollte nicht

Boris Johnson sollte nicht Premierminister werden, er hat einfach nicht das Zeug dazu. Er hat sich schon mal verkrümelt, das darf man nicht vergessen.
Aber die Briten machen das schon ...... ohne uns.
Und das ist auch richtig so.

@15:24 von andererseits

Sie meinen also, daß B. Johnson ein politischer Drückeberger sei und nur als Projektionsfläche für Heilsversprechen gewählt würde..? Ich meine, Ihre beiden Vermutungen / Unterstellungen könnten sich alsbald als Irrtümer erweisen...
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Ich lebte mit Gattin vorübergehend in London, als Boris Johnson dort Bürgermeister war. Und ich darf Ihnen aus eigener Anschauung sagen, daß Johnson nicht von ungefähr bei Normalbürgern (der sogenannten Basis) ziemlich beliebt ist. Okay... bei manchen Themen muß man mental wohl gebürtiger Brite sein, aber dennoch: Boris Johnson agiert eben nicht elitär-distinguiert mit dem Regenschirmstock im Kreuz und Melone auf dem Kopf... das ist volksnah und kommt an.
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Darüberhinaus möchte ich rein politisch noch anmerken, daß sich die EU-Administration in einem Umbruch befindet, der Johnsons härterem Weg durchaus zupaß kommen könnte...

re neutralewelt

" Ganz klare Ansage von Johnson: Deal or No-Deal.
Auch wenn es Ihnen nicht gefällt, er wird es hinbekommen."

Selbst wenn die EU verhandlungsbereit wäre (großes WÄRE), kriegt Johnson in drei Monaten keinen Deal hin, der ja nicht nur verhandelt, sondern auch noch in Parlamenten abgesegnet werden müsste.

Allein seine Festlegung auf den 31. Oktober ist de facto eine Festlegung auf No-Deal.

Oder er kneift mal wieder ...

re bernd kevesligeti

"Der Journalist schreibt schon lange über Großbritannien.Dabei sind die Präferenzen doch klar."Gut" ist,wer gegen den Brexit ist.Schlecht ist......
Wären denn solche Redewendungen wie "feige" oder "wagt sich aus der Deckung",in Bezug auf Remainer(EU-Fans) gekommen ?"

Der Artikel geht aber nicht über Remainer, und wie ein Artikel über die ausgefallen wäre spekulieren Sie doch ins Blaue.

"Und "fixe Idee" ? Die Lage der jeweiligen Interessen ist doch wohl unstrittig."

Die Interessen bzgl. Brexit sind in deutschen und britischen Unternehmerverbänden identisch. Eine fixe Idee ist es, wenn man nur auf eine Seite guckt.

@16:17 von Autograf

Mit Verlaub - aber Sie sehen das viel zu verbissen. Glauben Sie wirklich, es gäbe keine Staaten in der Welt, die auch später GB liebend gerne Kredite gewähren..?

Es ist alles ausgehandelt. Eu

Es ist alles ausgehandelt. Eu und GB-Vertreter waren sich einig. Die EU kann nichts dafür, dass GB nicht autorisierte Laberbacken geschickt hat.
Da bleibt den Boris nur der NoDeal Brexit.
Blöd für GB. Für die EU komplett bedeutungslos.
So what? God shave the Queen.

Ein Popanz

und ausgemachter Feigling will Premier werden - Gott bewahre Uk vor einer solchen Null. Die Brexit-Situation ist so
hoffnungslos verfahren, dass es eines glaubwürdigen und (vor allem von der EU) ernst zu nehmenden Premiers bedarf um noch etwas halbwegs Brauchbares daraus zu machen.

re zwicke

"Ja, er hat während der Bexit-Kampagne mächtig auf den Putz gehauen, was ihm später als Lügen angelastet wurde."

Das klingt, als ob böse Menschen ihm was angehängt hätten.

Tatsächlich hat er gelogen. Bewußt und wochenlang.

Kann man natürlich auch als eine Leistung feiern ...

17:38 von Stotterfritz

"Der Austrittstermin ist nicht mehr weit entfernt und Grossbritannien ist derzeit ziemlich passiv"
Grossbritannien ist nicht nur ziemlich passiv sondern völlig gelähmt durch diese May
Nachfolge Rallye, die bis Ende Juli dauert.
In den verbleibenden 3 Monaten ist dieser
Gordische Knoten Brexit niemals zu lösen.
Kleiner Hoffnungsschimmer: Wenn Hunt
Premier werden sollte, könnte die EU einer abermalige Verlängerung bis Ende Jahr
eventuell zustimmen um ihn in seinen Bemühungen zu unterstützen.
Mit Boris wird das nichts.

17:29 von Zwicke

"Niemand der verehrten Mitkommentatoren kann definitiv wissen, ob und welchen Plan B.Johnson bzgl. Brexit verfolgt. (...) Ich jedenfalls empfinde B.Johnson gerade wegen seiner persönlich unkonventionellen Art als erfrischend... Und als Brexiteer steht er zu einem konsequenten Weg."

Können Sie denn wenigstens eine einzige Option anbieten, wie ein Deal anders als der bereits ausgehandelte aussehen kann?

Der so von Ihnen verehrte Johnson will besser, mehr, weniger von der EU, Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten und Grenzprobleme technisch (wie?) lösen. Zudem will er natürlich auch mehr Druck auf die EU ausüben, weil er damit seine Ziele (?) besser zu erreichen hofft. Konkreter ist der Mann bisher noch nicht geworden. Damit hat er das Problem aller Brexiteers, auch er weiß nicht wie es gehen soll, weil sie nicht einmal genau sagen können, was sie wollen.

... aber Hauptsache, er erfrischt konsequent mit warmer Luft.

re von karwandler 18.00

"Eine fixe Idee ist es,wenn man nur auf eine Seite guckt".

Natürlich,die Interessen einer Seite werden aber doch hier und durch die deutschen Medien generell,entschieden vertreten.

Die Verlängerung bis Ende Oktober konnte europarechtlich ja auch nur deshalb zustande kommen weil Theresa May sie im Namen Großbritanniens beantragt hat. Interessant war dabei ja auch, dass die EU dem UK dann eine sehr viel längere Verlängerungsfrist bewilligt hat als von ihm beantragt worden war - Theresa May wollte ja eigentlich bereits den 30. Juni als neuen "Brexit-Day". Ohne Antrag keine Verlängerung. Vielleicht war das der Grund, warum Angela Merkel am liebsten bei der Gelegenheit gleich eine Verlängerung ad infinitum ausgesprochen hätte statt eine Befristung zum 31. Oktober. In machttaktischem Denken war sie immer sehr gut und ihren männlichen Kollegen immer um einen Schritt voraus (das ist jetzt durchaus als Lob gemeint).

Interessant wird es wohl erst in der zweiten Oktoberhälfte, wenn man im Unterhaus vielleicht - vielleicht! - zu realisieren beginnt worauf das Ganze hinausläuft. Das könnte dann ein echter Brinkmanship-Thriller werden - aber ich fürchte ohne Happy-End.

Da hätten die Br. auch drin bleiben können

Die meisten Beiträge klingen wie das Gesäusel einer von Boris verschmähten Braut.
Da können die D. EU Nettozahler nicht verschmerzen, das ein anderer Nettozahler sagt "Mit mir Nicht", und wenn ich mir den Zustand dieses Vereins anschaue zum Beispiel "Merkel" keine Vorschläge + Macron totschweigen, oder "Weber" als zukünftiger Totengräber. Und bloß kein Geld für ein Erneuertes soziales Demokratisches Europa, aber für Pis Polen. Die bösen Italiener geben zu viel Geld für Harz aus, aber verschmähen die Fährenbenutzer aus Afrika.
Die Briten machen es jetzt wie die Schweizer. .....

@ andererseits & @ karwandler

Verstehen sie beide nicht, oder?
.
Es braucht keinen Deal!
Die Briten sind genau so müde wie wir!
.
Die Ansage ist klar. Wenn wir keine "Nachverhandlung" (die es hoffentlich nicht geben wird) bekommen, ist am 31. 10. Schluß!
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Wenn nicht von Seiten der Briten, dann hoffentlich von Seiten der EU!
Tusk ist dann auch nicht mehr Ratspräsident. Also brauch man auch nicht mehr nur polnische Interessen zu vertreten.

Wenn sich nur die EU auch aus der Deckung wagen würde!

Aber nein, da ist wenig Einsicht zu erwarten. Frau May hat die EU zu wenig oder eigentlich gar nicht angeprangert. Boris macht das wenigstens. Denn GB bewegt sich nur, wenn sich die EU auch bewegt. Ist doch eigentlich ganz logisch.

Weder Boris Johnson noch Jeremy Hunt ...

... haben eine Mehrheit im Unterhaus.

Schon bemerkt ? :)

@B.Pfluger 18.11 Uhr

Na, wenn der Premierminister wird gibts wieder einen Lügner mehr in Regierungsverantwortung. Die EU soll nur nicht vor dem einknicken und Zugeständnisse machen. Nur die harte Linie kann es hier geben. Das Theater mit dem Brexit muss ein Ende haben. Wenn nicht im Guten, dann eben ohne Abkommen. Aber raus mit GB aus der EU. Die Briten werden sich noch umschauen und Boris kann sich ja dann mit dem amerikanischen Lügner zusammen tun.
Mal sehen wie lange die Freundschaft mit Donald dann hält.

Johnson ist ein Honk. Man

Johnson ist ein Honk.

Man betrachte sich mal seine sprachliche und gestische Ausdrucksweise.

@Zwicke

Dass Boris Johnson an der Basis populär ist hat hier im Forum ja eigentlich niemand bezweifelt - und auch nicht, dass er wohl der nächste Premierminister des UK sein wird.

Der Punkt ist doch der: Für welche Politik steht ein PM BoJo? Unterstellen wir ihm den No-Deal-Brexit, obwohl er auch das noch nicht gesagt hat. Durch Dilatorik wird er das aber wohl hinbekommen. Und dann? Glauben Sie z.B. wirklich, dass an den relevanten Finanzmärkten viele Investoren aktiv sind, die Kredite an ein Land zu halbwegs passablen Konditionen vergeben, das seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt? Das UK ist doch kein Land, das seine Flugzeugträger schicken könnte wenn Andere nicht parieren. Natürlich können die USA einspringen. Aber das wird seinen politischen Preis haben (Außenminister Pompeo sucht gerade wieder nach einer "Koalition der Willigen"). Und es wird unter dem Vorbehalt der nächsten Twitter-Nachricht aus dem Weißen Haus stehen. Glauben Sie wirklich, das sei - nationale Souveränität?

re bernd kevesligeti

"Natürlich,die Interessen einer Seite werden aber doch hier und durch die deutschen Medien generell,entschieden vertreten."

Wie denn das? Wenn's überhaupt eine "Linie" in den Medien gibt, dann die, dass der Brexit beiden Seiten schaden wird.

Boris is a Bad Boy with Pokerface

Und er hat keine Ahnung, wie er den BREXIT umsetzen kann.

Traurig nur, dass solche unqualifizierten ROOKIES die Politik bestimmen können.

God save the Queen :-)

@17:51 Zwicke

Sie glauben also, Boris Johnson ist volksnah, weil er nicht "mit dem Regenschirmstock im Kreuz und Melone auf dem Kopf" daherkommt? Interessante Kriterien; in der Tat völlig andere als meine. Wissen Sie was: Ich bleib bei meinen...

re von karwandler

Aber es ist unüberhörbar,wie sich eine Seite über den Brexit aufregt.Und das ist.....
Schreiben Sie doch mal warum.

Schon vergessen, dass Johnson

Schon vergessen, dass Johnson zu Zeiten Camerons an einem Tag dreimal die Position zum Brexit zu jeweils 180° wechselte (Quelle: Unleashing Demons: The Inside Story Of Brexit, von Craig Oliver). Schon vergessen, wie Johnson am Morgen nach dem Votum wie ein begossener Pudel vor seinem Haus vor der Presse mit gesenktem Blick stand, denn weder hatte er diesen Ausgang erwartet noch hatte er eine Strategie; deshalb machte er sich erstmal aus dem Staub, bis er den neuen Verlockungen (Außenminister) nicht widerstehen konnte. Und der Mann soll die Tories und GB führen? Ernsthaft?

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