Kommentare

Die Wut gegen Russland

Die Wut der georgischen Bevölkerung gegen Russland kann man gut verstehen, wenn man die Unterdrückung zur Zeit der Sowjetunion bedenkt und den Überfall Russlands auf Südossetien.

In die NATO

Nur in der NATO ist Georgien sicher vor den Nachstellungen des ehemals großen Bruders. Die Ukraine ist ein mahnendes Beispiel, wie der Hegemon einem kleineren Land mitspielen kann.

Am 21. Juni 2019 um 23:07 von Russendödel

Zitat:
"...Überfall Russlands auf Südossetien..."

Die offenen Kampfhandlungen zwischen Soldaten der georgischen Armee und südossetischen Milizverbänden begannen bereits im Juli 2008 und eskalierten in der Nacht zum 8. August, in der georgische Einheiten eine Offensive zur Rückgewinnung der Kontrolle über die ganze Region begannen. Daraufhin griffen aus dem Nordkaukasus russische Truppen ein, drängten die georgische Armee zurück.

Am 21. Juni 2019 um 23:15 von Russendödel

Zitat:
"...Nur in der NATO ist Georgien sicher vor den Nachstellungen des ehemals großen Bruders. Die Ukraine ist ein mahnendes Beispiel, wie der Hegemon einem kleineren Land mitspielen kann..."

Dann kann man ja im "Bündnisfall" auch Südossetien und Abchasien wieder heim ins Reich holen.

Kurios

Demonstranten versuchen das Parlament zu stürmen und werden von der Polizei zurückgehalten. Es heißt, die Demonstranten seien Anhänger des verflossenen Saakashwili, der ja gewissermaßen den Konflikt mit Russland erst eskaliert hat. Jedenfalls meint die Mehrheit der Georgier wohl, es sei besser einen Ausgleich mit Russland zu suchen, weil sonst die aktuelle Regierung ja wohl nicht gewählt worden wäre. Georgien hat unzählige wirtschaftliche und personelle Verflechtungen mit Russland. Dazu gehört georgischer Wein der früher fast überall in Russland ausgeschenkt wurde. Aber auch zigtausende georgische „Gastarbeiter“ in Russland. Den Westen interessiert all das nicht. Man sieht Georgien durch eine idealistisch verengte Brille als potentiellen EU- und NATO-Partner, ganz so als wenn Georgien im „luftleeren Raum“ existieren und die Georgier nur von „Luft und Liebe“ leben würden.

23:19 von Freischeler

Es hat keinen Sinn einigen Foristen hier etwas zu erklären, sie bekamen eine Richtlinie die jetzt abgearbeitet werden muss. Der Standpunkt ist IMMER der gleiche...

„Bei den Protesten am Donnerstagabend in Tiflis wurden auch zwei Wissenschaftler festgenommen, die in den Archiven Georgiens die Sowjetvergangenheit erforschen. Ein Foto zeigt einen Irakli Khvadagiani mit blauem Auge in einer Gefängniszelle. Dort seien geschlagen worden, sagte er der Onlineplattform Netgazeti“

So viel zum Rechtsstaatsverständnis der Regierungspartei (die die russischen Politiker zu dem Auftritt im Abgeordnetenhaus eingeladen hat, dem Auslöser der Proteste:„Die massive russische Militärpräsenz in den Gebieten Abchasien und Südossetien verstößt nicht nur gegen das damals von der EU vermittelte Abkommen. Sie ist auch fast täglich Thema in der georgischen Öffentlichkeit, und sie vereint einen großen Teil der Bevölkerung, die ansonsten in vieler Hinsicht gespalten ist“).

„2012 waren der schwerreiche Geschäftsmann und seine Partei "Georgischer Traum" mit überwältigender Mehrheit ins Parlament gewählt worden. Der Milliardär (...) versprach“

Geld ist Macht. Und die blendet.

um 23:07 von Russendödel

"Die Wut der georgischen Bevölkerung gegen Russland kann man gut verstehen, wenn man die Unterdrückung zur Zeit der Sowjetunion bedenkt und den Überfall Russlands auf Südossetien."

Die Georgier waren so unterdrückt, dass ein Georgier sogar zum sowjetischen Außenminister wurde (Eduard Schewardnadse).
Russland hat Südossetien nicht überfallen, sondern vor dem georgischen Angriff geschützt. Die Osseten wollen nicht zu Georgien gehören, wenn Sie es nicht wussten.

Gestern habe ich zu den

Gestern habe ich zu den Ereignissen in Georgien folgendes geschrieben:

EU und NATO überlegen sich zur Zeit wie es doch möglich wäre Russland zu bezichtigen.
Morgen wissen wir mehr.
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Und heute haben wir diesen netten Bericht von Frau Silvia Stöber und ein nettes Foto "Russia is occupant"

@ 23:19 von Freischeler

"Die offenen Kampfhandlungen zwischen Soldaten der georgischen Armee und südossetischen Milizverbänden begannen bereits im Juli 2008 und eskalierten in der Nacht zum 8. August, in der georgische Einheiten eine Offensive zur Rückgewinnung der Kontrolle über die ganze Region begannen. Daraufhin griffen aus dem Nordkaukasus russische Truppen ein, drängten die georgische Armee zurück."
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Nun ja, das kennt man ja von Russland.
Georgien will Kontrolle über sein eigenes Territorium?
Geht ja gar nicht! Da leben auch Rusen. Und überall wo Russen leben ist Russland!
Siehe Krim/Ukraine/Moldawien etc.
Deutschland sollte sich glücklich schätzen, dass Baden-Baden noch nicht russisch ist!

Am 21. Juni 2019 um 23:15 von Russendödel

Einfach mal nachlesen wer was und wie getan hat, dann wird der Überblick etwas besser.
Gibt genug Material in Deutschland was seriös ist.

EU-Beitritt könnte helfen

Die EU und die USA haben die Länder Georgien u. Ukraine "erfolgreich" von Rußland abgekoppelt. Beide haben mit Gebietsverlusten einen hohen Preis dafür bezahlt.

Wäre es nicht Zeit, dass die EU diesen Ländern den Beitritt zur Union gewährt? Jetzt wo GB austritt gibt es doch jede Menge Platz.

Völkerrecht

Auch der russisch-georgische Krieg vor nunmehr elf Jahren ist im Gedächtnis der Georgier lebendig. Die massive russische Militärpräsenz in den Gebieten Abchasien und Südossetien verstößt nicht nur gegen das damals von der EU vermittelte Abkommen.

Russland verstößt klar gegen das Völkerrecht. Was haben russische Truppen überhaupt außerhalb Russlands verloren?

Ich bin doch ein Hellseher

Aus meinem Post von gestern:
Jetzt hat der Westen die Qual der Wahl - beide politische Kräfte sind NATO und EU orientiert, beide sind russlandfeindlich. Wen soll man jetzt unterstützen?
Ich tippe auf Saakaschwili, er hat ja schon Krieg gegen Russland geführt, also ist er der aggressivere.
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Heute lese ich im Bericht - "Enttäuschung über den Oligarchen
...Doch Iwanischwili erfüllt die in ihn gesetzten Erwartungen nicht. Veränderungen kommen, wenn überhaupt, nur in kleinen Schritten voran. In einer Umfrage vom April erhielt er in einem Ranking die negativste Bewertung aller bekannten Politiker Georgiens..."
Also hatte ich recht - Saakaschwili ist der (wieder)kommende Mann...

Georgien, der Winzling im

Georgien, der Winzling im Kaukasus, hat es sehr schwer. Die Sowjetunion, ehemals Beschützer und Förderer vieler kleinerer Länder, ist schliesslich mit ihrer wirtschaftlichen und politischen Ideologie zum Entwicklungshindernis für alle Mitgliedsrepubliken geworden.
Auch zwanzig Jahre nach dem Zerfall der UdSSR herrscht im Land die für die Region typische Mentalität - Korruption, Vetternwirtschaft, mangelnde Sozialstaatlichkeit. Eigene Versäumnisse und Fehler zuzugeben ist hier auch nicht typisch. Nach Jahrzehnten der Zusammengehörigkeit sind viele Menschen in Georgien und Russland immer noch sehr verbunden, z.B. familiär. Wenn Reisende aus Russland ausbleiben, bedeutet das für georgische Wirtschaft Einbrüche. Man kann dem georgischem Volk wünschen, dass am Kopf der Regierung endlich ein starker Mensch steht, der sich für sein Land tatkräftig engagiert und nicht für seine persönliche Bereicherung.

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