Ihre Meinung zu: Tüten der Schande - wie ein Supermarkt gegen Plastikmüll kämpft

15. Juni 2019 - 6:34 Uhr

Plastiktüten sind eine Umweltsauerei - und zeitgemäß schon gar nicht mehr. Das weiß eigentlich jeder. Und nutzt sie trotzdem, schlechtes Gewissen inklusive. Einem Supermarktbesitzer in Vancouver reicht das jetzt. Von Georg Schwarte.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.583335
Durchschnitt: 3.6 (12 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Es gibt eine noch "genialere"

Es gibt eine noch "genialere" Idee, die garantiert keine perverse Sammelleidenschaft auslöst: gar keine Plastiktüten anbieten. Auch das hat den Effekt, dass die Kund*innen in signifikanter Zahl ihre eigene Einkaufstaschen ab dem zweiten, dritten mal (wieder) selbst mitbringen.
Funktioniert in meinem Biomarkt hervorragend.

Tüten der Schande ... wieso, soll ich ...

meine Pornos unverpackt …. das ist doch wieder ein hysterischer Anfall - allein die Anzahl der "Gassi Beutel" ist doch schon unerträglich, sollen die Hunde doch auf Schäufelchen ….. ach, was redet man, es gibt Orte in Europa, da gibt's auf dem Markt Papiertüten, Papierbeutel für den Hunde..., aber in Supermarkt müssen sich besonders die Armen um das Verpackte kloppen, denn Harz4 sieht die durchgängige Versorgung mit Frischware nicht vor... und überall da, wo das Müllmanagement nicht so funktioniert … meine Rede, wenn ein Fabrikant verpackte Ware in Gegenden ohne intaktes Müllmanagement liefern will (also z. B. nach Neapel), dann ist er für die Rückführung des Restmülls zuständig …. so oder ähnlich …

gestern gelesen:

kunde zur kassiererin: "Was? 25 Cent für eine Plastiktüte? Gibt's doch nicht. Wenn das so weitergeht, bring ich meine eigene Tasche mit!". daraufhin kassiererin zum kunden: "Prima, sie nähern sich der Sache langsam an!".

Also wenn schon

So richtig toll finde ich diese Idee nicht. Wenn man schon den Kunden dazu bringen möchte, keine Einweg-Plastiktüten zu verwenden, dann müsste der Aufdruck sehr eindeutig sein, wie beispielsweise: Ich bin zu faul meine Mehrwegtasche mitzubringen und verdrecke lieber die Umwelt. Schaut her ich bin ein Umweltsünder.
Aber selbst das könnte zur Sammelleidenschaft führen. Da ist es dann doch viel besser gleich nur noch Mehrwegtaschen anzubieten.

Wer ist der Dumme ?

Sofern es in Kanada kein Gesetz gibt welches Supermärkte zwingt Plastiktüten zu verkaufen ist es viel naheliegender es nicht mehr zu tun, in Deutschland gibt es auch Supermärkte die nur Papiertüten oder Mehrwegtaschen anbieten. Bisher habe ich noch von keinem gehört der aus diesem Grund anderswo einkauft.

Wenn diese Tüten Sammlerobjekte werden ist das ebensowenig ein Problem, da sie dann nicht weggeworfen werden sobald der Einkauf abgeschlossen ist.

Sicherlich ist hier Plastikmüll vermeidbar, viel ärgerlicher ist es jedoch an anderer Stelle, bei Verpackungen. Oft genug ist jedes einzelne Teil verpackt, zusätzlich zur Umverpackung. Da wäre das Sparen des Platikmülls viel mehr im Sinn des Verbrauchers.

Warum nicht verschenken?

Man könnte auch Stoffbeutel verschenken!
Die Plastiktüten waren früher ja auch mal kostenlos!

Dauerwerbesendung

Hauptsache die richtige Message ist enthalten: "Schaut mal liebe Wähler, überall auf der Welt wird der Kampf für die Umwelt und für das Klima geführt. Es gibt nichts, was die Menschen mehr interessiert und das ist auch in Kanada so."
Man sollte diese Art von Berichten mit "enthält Werbung" kennzeichnen, ähnlich wie bei Influencern in sozialen Medien. Nichts anderes ist nämlich dieser Bericht: der Versuch, unterschwellig für bestimmte politische Strömungen zu werben.

Das werden Sammlerexemplare!

Es gibt bestimmt schon Leute, die die Tüten für Kult befunden haben.

Strohhalme

Liebe Journalisten, Artikelschreiber, Fachleute: wenn jemand mit Sprache umgehen können sollte, dann ihr, oder? Dann lernt doch bitte endlich, dass die Dinger, die überflüssig sind, "Trinkhalme" heissen. Die sind nämlich aus Plastik. "Strohhalme" sind aus, man könnte es mit etwas Sprachgefühl bemerken, Stroh.

Nicht mehr zeitgemäß?

Wozu ist denn die Tüte erfunden worden? Weil es ohne viel besser ist? "Nicht mehr zeitgemäß" halte ich für eines der schwachsinnigsten Totschlagargumente! Es geht nur um Verbieten und Bevormunden. Der Müll im Mittelmeer kommt zum großen Teil bei Südwind aus Afrika. Da wird sich nichts bessern und wenn man noch so viel verbietet. BTW: Deutschland ist ein sehr sauberes Land, wer schon mal verreist ist, weiß wovon ich Rede. Es ist nur ein bestimmtes Klientel, welches die Umwelt verschmutzt. Und den Ozeanen ist nur geholfen, wenn Kreuzfahrten generell komplett verboten werden. Die machen den meisten Müll und Dreck.

Der nichterwähnte Blick auf

den Parkplatz vor dem Bioladen hätte vermutlich jeden oberlehrererzieherischen Ansatz ohnehin ad absurdum geführt. Mit petrochemischen Zwangsvorstellungen aus Ölsanden betriebene urbane Gelände-Kaleschen (mit Weissagungsaufklebern der Cree) nebst profunden Plastikanteilen hätten ein hübsches Zerrbild ergeben.

Die Konsequenz:

Einfach keine Plastiktüten mehr anbieten! Wenn die Kunden gezwungen sind, Mehrwegtaschen mitzubringen, werden sie das früher oder später lernen; auch wenn es dann noch immer einzelne Inkonsequenzler geben wird.

Baumwollbeutel

Man darf bei der ganzen sehr sinnvolle Diskussion um all den Müll nicht vergessen, dass ein Baumwollbeutel zuerst einmal circa eine 8-fach schlechtere CO2-Bilanz aufweist als eine Plastiktüte. Ökologisch sinnvoll wird die Verwendung von Baumwollbeutel dann erst, wenn sie wirklich mindestens acht mal Verwendung finden. Dann hätte man den Gleichstand mit einer Plastiktüte erreicht.
Findet die Plastiktüte aber noch eine zweite Verwendung, weil sie vielleicht nochmals beim Einkauf verwendet wird oder als Müllbeutel benutzt wird, muss der Baumwollbeutel schon 16 mal Verwendung finden.
Sehr häufig landen diese Baumwollbeutel dann auch nur in einem Schubfach zu Hause und sammeln sich dort in großer Zahl an. Ein bisschen Augenwischerei ist also sehr wohl dabei. Eins stimmt natürlich: im Meer schwimmend haben wir von einer Plastiktüte deutlich länger etwas, als wenn es sich um einen Baumwollbeutel drehen würde.

Darstellung: