Ihre Meinung zu: G20 planen Steuerreform: Internetriesen sollen mehr zahlen

9. Juni 2019 - 12:23 Uhr

Digitalkonzerne zahlen weltweit deutlich weniger Steuern als klassische Betriebe. Nun wollen die Wirtschaftsmächte die Steuerschlupflöcher für Amazon, Facebook & Co. schließen. Wann und wie genau, ist noch unklar.

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Kommentare

Mir erschließt sich nicht,

Mir erschließt sich nicht, wie die G20 das löbliche Vorhaben weltweit in die Tat umsetzen wollen.
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Ein erlauchter Zirkel aus wohlhabenden Nationen verbietet künftig den weniger erlauchten Staaten, Steueroasen zu schaffen? Das bekommt ja noch nicht einmal die EU intern geregelt; die Globalen Spieler lachen sich eins und suchen sich einen Briefkasten in Irland.
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Außerdem zieht sich eins wie ein roter Faden durch Bundesregierung, EU und G20: Problem geortet, Aktionismus, aber außer diffusen Ideen keine Ansätze und kein Zeitplan, müssten, wollten, könnten, sollten, dann folgt die Debatte mit den Lobbyisten und am Ende ein fauler Kompromiss, der dem perplexen Bürger als Erfolg verkauft wird, während bei den Multis die Champagnerkorken knallen lassen, weil sie mal wieder ungeschoren davongekommen sind.
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In solchen Fällen wünsche sogar ich mir eine starke Linke, damit endlich der unerträgliche Zustand beendet wird, dass der Kleinunternehmer mehr Steueren zahlt als ein Internetriese.

Schritt in die richtige Richtung

Wir dürfen gespannt sein, welche Resolution dann letzten Endes verabschiedet wird und wer sich dann daran wieder nicht hält.

Immerhin: Gewinne von Unternehmen müssen dort besteuert werden wo sie anfallen. Nämlich genau dort findet die Wertschöpfung statt. Güter die nicht verkauft werden haben auch keine Wertschöpfung generiert.

Ein mächtiger supranationaler Zusammenschluss wie die EU sollte dies auch ohne globale Einigung auf die Reihe bringen können … wenn man nur wollte.

Export

Bisher galt der Firmensitz als ausschlaggebend. Der internationale Erfolg der deutschen Exporte kommt dem deutschen Fiskus zugute.
Wie wirkt sich eine Besteuerung im Käuferland aus? Zahlen dann die deutschen Firmen ihre Steuern dort, wohin die Ware verkauft wird? Welche Steuern bleiben dann im Land? Nur noch die Lohnsteuer?
Vielleicht sollten wir in Zukunft Rudern statt Steuern sagen.

Export

Bisher galt der Firmensitz als ausschlaggebend. Der internationale Erfolg der deutschen Exporte kommt dem deutschen Fiskus zugute.
Wie wirkt sich eine Besteuerung im Käuferland aus? Zahlen dann die deutschen Firmen ihre Steuern dort, wohin die Ware verkauft wird? Welche Steuern bleiben dann im Land? Nur noch die Lohnsteuer?
Vielleicht sollten wir in Zukunft Rudern statt Steuern sagen.

@ Digitaler Fußabdruck

Ich stimme Ihnen zu.

So langsam macht der Reiter in der EU plumps. Massive Unterbeschäftigung und Unterfinanzierung des staatlichen Sektors weiterhin durch höhere Belastung der Mittelschicht auszugleichen, während sich Unternehmen davon schleichen können, läuft auf ein Auseinanderbrechen der EU und Eurozone zu.

@ naurmel

Tja ja, solche Vorhalte waren zu erwarten.

Das heißt im Klartext:

Da unsere deutsche Exportindustrie massiv von unserem Leistungsbilanzüberschuss profitiert, können wir einer vernünftigen globalen Lösung leider nicht zustimmen. ;-)

Internetriesen sollen mehr zahlen

Und das hat die USA mit-beschlossen? Eine Frage der Zeit, wann Herr Trump dagegen schiesst.

"sollen" !

Man wird Facebook & Co bloß noch nicht gefragt haben.

Säbelzahn

Scholz ist es doch, der sich in der EU gegen die Besteuerung der Konzerne wie Amazon, Google und Co. sperrt.

Ich...

finde es gut das sich die G 20 Finanzminister sich geeinigt haben. Die Internetkonzerne dürfen sich einfach nicht aussuchen wo sie Steuern zahlen wollen.

Klingt ja erstmal gut,

Steuern sollten dort gezahlt werden, wo der Umsatz gemacht wird.

Nehmen wir mal z.B. Amazon.

Nehmen wir weiterhin mal an, dass die in D in Zukunft 1 Milliarde € Steuern pro Jahr zahlen müssten.

Es glaubt doch wohl niemand hier ernsthaft, dass Bezos oder seine Aktionäre auch nur auf einen Cent ihrer Gewinne verzichten werden.

Also werden einfach die Endkundenpreise entsprechend angehoben => der kleine Mann zahlt.

Aber selbst nach den Preiserhöhungen wird Amazon immer noch günstiger sein als der lokale Einzelhandel...

@ Digitaler Fußabdruck

Das die Umsetzung gewaltige Probleme schafft sehe ich auch so, schließlich ist die Diskussion selbst in der EU nicht zu klären.

Ne stärker Linke wünsche ich mir als Kleinunternehmer jedoch nicht, beraubt mich deren Politik doch letztendlich meiner Kunden.

Großartig!

" Wann und wie genau, ist noch unklar."
Und worin unterscheidet sich dieses "Vorhaben" vom Klimaschutz etc.?
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Dabei ist die Besteuerung des Umsatzes eine gute Idee, denn da muss man sich um die ganze Kostenschieberei nicht mehr kümmern. Und den Umsatz eines Unternehmens für die einzelnen Länder kann man ganz einfach ermitteln, nämlich in der Verkaufsabteilung. Und so, wie die Unternehmen ihre Geldflüsse schon international handhaben, wird es auch mit den Steuerüberweisungen klappen.
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Ja welche Steuern bleiben denn im Herstellerland? Na die MwSt, die Unternehmenssteuern, die Lohnsteuer, Grundsteuer etc., also, nicht gleich verzweifeln!

Der Ansatz ist gut!

Am 09. Juni 2019 um 13:32 von Digitaler Fußabdruck
"Mir erschließt sich nicht, wie die G20 das löbliche Vorhaben weltweit in die Tat umsetzen wollen."

Wenn die Steuer nicht mehr am Hauptsitz in der Steueroase, sondern dort erhoben wird, wo die Nutzer sitzen, dann ist ja klar, dass der größte Teil des Geschäfts der Internetriesen in den wirtschaftsstärksten Ländern, also den G20-Ländern, erwirtschaftet wird.
Das Geschäftsmodell von Amazon beispielsweise basiert auf einer funktionierenden Verkehrs-Infrastruktur vor Ort, die überwiegend aus Steuergeldern finanziert ist. Da ist ein entsprechender Beitrag entsprechend des Geschäftsvolumens das Mindeste!

@Digitaler Fußabdruck - Mir erschließt sich dass nicht

Ist doch klassisch , die Firmen versteuern in dem Land mit der geringsten Steuerlast.

In DE z.B sind die Steuern zu hoch , ergo versteuern sie z.b in Italien , Griechenland , etc
obwohl das hochsteuerland DE ausgleichszahlungen an diese niedrigsteuerländer bezahlt.
Diese Steuersätze in DE könnten sinken und die Arbeitnehmer hätten mehr für Renteneinzahlungen etc :-)

Na da bin ja mal gespannt...

...wann das neue Gesetz endlich kommen wird?
Wie es kontrolliert wird, daß eine Steuervermeidung oder Flucht nicht mehr möglich ist?
Ob der Steuersatz ein gerechter wird?
Und last but not least, ob der kleine Steuzahler einen spürbaren Nutzen verpüren wird?

---

Ich befürchte aber, daß nachdem ein neues Steuergesetz für diese Großunternehmer
in Kraft getreten ist das folgende Leute...
-Jeff Bezos
-Mark Zuckerberg
-Sundar Pichai
usw.
immer noch lächeln werden wenn sie ihre Jahresbilanzen ansehn.

Denn eines habe ich im Leben gelernt.
Nichts ist verwirrener und ungerechter als die Wege im Steuerrecht.

Internetriesen sollen mehr zahlen ...

...falsche Überschrift der Kunde /Verbraucher
muss mehr zahlen. Nichts anderes wie eine Steuererhöhung. gel Herr Scholz

14:31 von Biocreature

aber nur hier in deutschland. deshalb ist ja über 80% aller steuerliteratur in deutsch geschrieben. und dann wundert man sich, wenn minister wie Graf Pilati brutto und netto verwechseln

Geld ist Macht

„Internetriesen sollen mehr zahlen“

Die Initiative bzw. ihre Intention - dass sich das hier ändern soll: „(...) die großen Internetkonzerne. Facebook, Google, Amazon und Apple zahlen deutlich weniger Steuern als beispielsweise klassische Industrieunternehmen (...)“ - ist an sich sicher mehr als begrüßenswert, aber solange „Money gets you everything“ de facto (nicht „de jure“!) weiterhin uneingeschränkt gilt, bin ich mehr als skeptisch, ob sie wirklich etwas „bringt“.

Die „dank“ ihrer weit mehr als komfortablen finanziellen Ausstattung heute übermächtigen „Global Player“ des Internets werden sich also gegen o.g. „Ansinnen“ („... sollen mehr zahlen“) aller Wahrscheinlichkeit nach zu „verteidigen“ wissen.

Überfällig, aber immerhin.

"Die Konzerne haben immer wieder betont, sich an geltende Regeln zu halten."
Genau das ist das Problem, was nun - glücklicherweise - angegangen wird. Der Plan, dass man nach dem Standort der Verbraucher Steuern erhebt, ist längst überfällig. Aber die Bundesregierung, vor allem die CDU, hat in der letzten Zeit sowieso klargestellt, dass das Internet für sie tatsächlich noch Neuland ist; wundert also nicht, dass erst jetzt vonseiten Deutschlands Handlungsbedarf artikuliert wurde.

Insgesamt schade für Irland, "schade" für Amazon & Co., aber gut für "alle anderen". Aber ich glaube, dass es Jeff Bezos et al. nicht allzu sehr weh tun würde, normale Steuersätze zu zahlen.

@ filzklaus

"...falsche Überschrift der Kunde /Verbraucher
muss mehr zahlen. Nichts anderes wie eine Steuererhöhung. gel Herr Scholz"

1. Man muss unterscheiden zwischen durchlaufenden Steuern wie z.B. und vor allem der Mehrwertsteuer und Gewinnsteuern. Erstere werden auf den Verbraucherpreise schlicht aufgeschlagen. Bei Gewinnsteuern ist das "nicht so einfach".

2. Unternehmen legen den Preis ihrer Güter so fest, dass sie kurz-/mittel-/langfristig den höchsten Gewinn erzielen. Erhöhen also die Unternehmen ihre Preise, dann rechnen sie selbst damit Konkurrenz herauf zu beschwören. Beispiel: Wenn Amazon die Preise erhöht und dann noch die Auslieferungsfahrer einen ihrer Leistung entsprechenden Lohn erhalten, dann lohnt sich der gesamte Online-Handel nicht mehr.

Na ja

Irgendwas muss gemacht werden und das was hier gezeigt wird durch falsche Aktionen ist was günstiges für sie . Dazu wenn man die Vergangenheit kennt weiß jeder wie es endet .
Die Firmen können jetzt die Dividenden erhöhen und sogar noch die Lobbygelder. (Vermutlich )x % vom Umsatz ? Ist ein Witz bei ihrer Marge .Korrekt wäre 20 % vom Gewinn wie andere .Politiker zeigen mal wieder wie ? Schlecht sie in Mathe waren oder wie angenehm es ist ein Freund in den Konzernen zu haben mehr nicht.

@ Karl Napf

"aber nur hier in deutschland. deshalb ist ja über 80% aller steuerliteratur in deutsch geschrieben."

Deutsche sind als besonders gründlich bekannt, meistens möchten sie auch ein 100 % korrektes und gerechtes Ergebnis haben, gleich in welcher Hinsicht. Das könnte u.U. ein Grund sein, warum Deutschland wirtschaftlich so erfolgreich ist. Deshalb ist es dann auch kein Wunder, warum man das Thema Steuern perfekt und gerecht machen will und das erfordert dann eben auch mehr Literatur darüber.

Die Aussage, 80 % der Steuerliteratur der Welt wäre in deutsch geschrieben, ist jedoch eine sogenannte Talk-Show Behauptung. Nachweisen lässt sich diese Aussage nicht.

Lieber Karl Napf, wenn ich Ihre Posts hier im Forum in den letzten Tagen betrachte, dann stellt sich mir die Frage, ob Sie eine Person sind, die sich besonders gerne solche Art von Aussagen zu eigen macht.

um 13:51 von naurmel

Bisher galt der Firmensitz als ausschlaggebend. Der internationale Erfolg der deutschen Exporte kommt dem deutschen Fiskus zugute.

Re
stimmt nicht zb VW versteuert in NL und viele dieser Konzerne 1 % in Irland dazu in Steueroasen aber es bleibt ein Geschenk der Politik diese Steuer ist viel zu wenig wenn man den Mittelstand und den Facharbeiter betrachtet. Günstig für diese Konzerne und das will man mir als Erfolg verkaufen ?

13:56 von Struwwelpeter

Internetriesen sollen mehr zahlen

Und das hat die USA mit-beschlossen? Eine Frage der Zeit, wann Herr Trump dagegen schiesst.

Re warum die Steuer ist Lachhaft lohnt sich nicht dafür.
Warum Lachhaft um ihn nicht zu verärgern ? das ist die Frage.

Die Bilderberger haben ihr ok

Die Bilderberger haben ihr ok gegeben, nun kommt man zusammen und darf es offiziell machen.

"Ihr" System bricht zusammen und sie wissen es. Nun folgt was alle ca. hundert Jahre folgt...

Hmh...

Konkret geht es um eine weltweite Mindeststeuer. Außerdem soll neu geregelt werden, wer Steuern erheben darf. Künftig soll es weniger um den Ort des jeweiligen Firmensitzes gehen, sondern darum, wo die Kunden beziehungsweise Nutzer von Dienstleistungen sitzen.
-----------------------------------------
Facebook bietet u.a. Kommunikationsprodukte an die in fast allen Ländern genutzt werden. Kann dann also mit einer Mindeststeuer so gut wie jedes Land eine Steuerabgabe fordern???

5 Jahre später...

Zuckerberg mit Essensmarken bei der Tafel gesichtet...;-()

Blinder Aktionismus

"Internetriesen sollen mehr zahlen"
Das Apple und auch Starbucks seit Jahrzehnten keine Steuern zahlen hat nichts mit dem Internet zu tun! Das sind Lücken die auf EU Ebene schon lange hätte geschlossen sein müssen und das gehört nicht vor die G20!
Was in Deutschland erwirtschaftet wird muss hier auch voll versteuert werden, so und nicht anders müsste es im Gesetz stehen! Mehr steuern sind nicht die Lösung, die die wir haben müssten einfach nur für alle gelten!
Blinder Aktionismus um davon abzulenken dass man nicht nur Jahrzehntelang versagt hat, sondern für die Probleme mit der Umsatzsteuer noch immer keine vernünftige Lösung hat!

Steuerreform: Internetriesen sollen mehr zahlen

Einigkeit auch gegenüber von Internetriesen macht stark. Es ist aber verwunderlich, dass die Wirtschaftsmächte erst jetzt langsam erkennen, dass die Internetriesen kaum Steuern bezahlen, auch wenn sie nur dadurch so reich geworden sind. Steuerschlupflöcher müssen grundsätzlich verboten werden.

Gewinnmaximierung - Steuermaximierung

Unternehmen wollen ihren Gewinn maximieren - böse. Staaten wollen ihre Steuereinnahmen maximieren - gut. So einfach ist das!?

Amazon verdrängt kleine Einzelhändler und die großen Staaten werden Druck ausüben um Geldströme von kleinen Staaten, sog. Steueroasen, in ihre Finanzkassen umzuleiten. Mir erschließt sich der moralische Unterschied nicht.

Es geht doch bloß darum, dass die Umverteilungs-Junkies keinen Entzug erleiden. Die Steuereinnahmen in Deutschland sind auch so in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Wirtschaft gewachsen ist. Reicht das immer noch nicht, meine Damen und Herren Finanzminister?

Was wird denn Trump dazu sagen,

dass seine großartigen Firmen Google, Facebook usw. mehr Steuern zahlen sollen? Er wird sagen: diese Steuern sollen ausschliesslich in die USA fliessen. Und wenn die anderen was dagegen haben, machen wir eben ein paar Strafzölle mehr auf deren Produkte.
Es sei denn, seine Berater machen ihm klar, dass diese höheren Steuern gerechtfertigt sind. Dann wird er eben von den Telecom-USA (mit deutscher Beteiligung) auch höhere Steuern verlangen.

15:28 von Säbelzahn @ Karl Napf

>>Die Aussage, 80 % der Steuerliteratur der Welt wäre in deutsch geschrieben, ist jedoch eine sogenannte Talk-Show Behauptung. Nachweisen lässt sich diese Aussage nicht.

Lieber Karl Napf, wenn ich Ihre Posts hier im Forum in den letzten Tagen betrachte, dann stellt sich mir die Frage, ob Sie eine Person sind, die sich besonders gerne solche Art von Aussagen zu eigen macht.<<

Danke für für Ihre Einlassung, re User Karl Napf, welcher ja gern mal nur so einen raushaut.

Passend dazu hätte ich aus SPON anzubieten :

*https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/steuern-kommt-die-mehrheit-der-weltweiten--aus-deutschland-a-1111192.html

G20 planen Steuerreform:Internetriesen sollen mehr zahlen....

Schön wär´s ja.Aber in dem Artikel steht leider nichts von den Zahlen,die da angedacht sind.

Es heißt Frankreich und Bruno LeMaire setzten sich da ein ? Kaum zu glauben,wurde doch der Wahlkampf von Macron 2017 auch von Internetunternehmen um French Tec finanziert.Sowie vom Multimilliardär Patrick Drahi(Kabelnetze,Telefonanbieter).

Am Ende

werden Deutsche Konzerne in den USA mehr Steuern zahlen. Für Google und Co. ändert sich nichts. Anders kann ich mir die Zustimmung aus den USA nicht vorstellen. Wir haben schließlich jemanden zur Verhandlung geschickt, der sich nur am Rande mit Steuern auskennt. Der verplant gerne Gelder, die es nicht gibt. Wahrscheinlich führt er mit dem Steuern von Google eine neue Rente ein.

Das Schlimme ist

allerdings, dass die Mehreinnahmen wieder in dunkle Kanäle des Staatshaushalts wandern. Beim arg gerupften Steuerzahler und Rentner kommt hingegen nichts an. Das Gegenteil wir nämlich der Fall sein, dass durch Preiserhöhungen die Steuer wieder ausgeglichen wird und die Konsumenten weniger in der Tasche haben.

@ Ferkelchen

Was genau sind "dunkle Kanäle" des Staatshaushalts"?

Für die Konjunktur und die Bürger einer Volkswirtschaft ist es erstmal egal für was der Staat die eingenommenen Steuern und Abgaben ausgibt. Konjunkturdämpfend ist es wenn der Staat spart, also Rücklagen bildet, oder Kredite zurück bezahlt.

Schön ist auch in jedem Fall, wenn der Staat mit den eingenommenen Geldern Investitionen tätig die längerfristig einen positiven Einfluss auf die Volkswirtschaft haben (was sich übrigens nicht so einfach ergibt, wie man das vielleicht denkt).

Ansonsten ist es für den Wohlstand der Bevölkerung und der Konjunktur egal, ob der Staat eine Brücke ins Nichts baut oder sich eine Privatperson einen teuren (neuen) Sportwagen kauft.

@ Ferkelchen

" Das Gegenteil wir nämlich der Fall sein, dass durch Preiserhöhungen die Steuer wieder ausgeglichen wird und die Konsumenten weniger in der Tasche haben."

Welche Logik ist das denn? Danach sollte man dann doch wohl auf alle Steuern verzichten, die Konsumenten haben dann mehr in der Tasche?

...falsche Überschrift

@Säbelzahn danke für ihre Ausführungen.
Bin kein Steuerrechtsexperte/Beamter.
Trotzdem glaube ich das der Online-Handel die Zukunft ist.
mfg

@14:05 Gerd Hansen

Das eine ist eine gerechte weltweite Besteuerung; da werden sich genügend Staaten für einen schmutzigen Deal mit Amazon und Co finden, die solche Lösungen für irgendwelche nationalistischen "... first"-Lösungen unterlaufen. Das andere ist das kritische Verbraucher*innen-Verhalten; auch da finden sich erfahrungsgemäß genügend Leute, die für das Zauberwort "billiger" alle Bedenken an Geschäftsmodelle und alle Gedanken an die ausgebeuteten Arbeiter*innen fahren lassen.

@ Am 09. Juni 2019 um 16:47 von Säbelzahn

Dunkle Kanäle = ein Gravitationszentrum 50Mrd schwer oder auch schwarzes Loch .

@ filzklaus

"Trotzdem glaube ich das der Online-Handel die Zukunft ist."

"Trotzdem" ist in dem Zusammenhang das richtige Wort.

Der Online-Handel ist die Zukunft, wenn

1. Die Internethändler nicht die gleichen Steuern zahlen müssen als ein Händler vor Ort.

2. Die Mitarbeiter in den Logistikzentren nicht die gleich hohe Entlohnung erhalten als die Mitarbeiter im Einzelhandel.

3. Die Auslieferungsfahrer keine leistungsgerechten Löhne erhalten.

4. Die ökologischen Folgen des massenhaften Verpackungsmülls keine Rolle spielen.

Ansonsten werden die Online-Händler, durch die hohen Kosten der allfälligen Rückgaben durch Kunden, Probleme bekommen.

@ Ferkelchen

Wo geben denn ihre "schwarzen Löcher" die erhaltenen Transferleistungen aus? In Deutschland oder im Kongo?

Selbst wenn im Kongo, dann wird man dort das Geld nicht unter ein Kopfkissen legen, sondern damit Güter aus Deutschland, mindestens aber aus der Eurozone kaufen.

Schaufensterpolitik fürs dumme Volk

Und bei der Realisierung der Gesetze "helfen" dann wieder die Berater der Konzerne um die Schlupflöcher gleich mit einzubauen.

Eigentlich ist es ganz einfach. Man besteuiert einfach die Gewinne, wo sie anfallen und nicht wo der Briefkasten des Firmensitzes ist.
Und natürlich muss dies vor sogenannten "Lizenzgebühren" passieren, die örtliche Niederlassungen zahlen müssen und genutzt werden um Gewinne zu verschieben bzw. klein zu rechnen.

Aber wenn ich ehrlich bin.....ich glaube nicht daran das sich substantiell was ändert. Erst wenn den Regierenden die Wähler in Scharen weglaufen passiert was......siehe auch Herrn Oppermans neueste Einlassung zur Migrationspolitik.

Ich kann mir vorstellen das der Online-Handel

mindestens genau soviel Müll produziert wie die Händler vor Ort. Um Schäden zu vermeiden wird von der Fabrik aus übermäßig verpackt.
Gibt es keinen Mindestlohn für Auslieferungsfahrer?

Mit dem Auskommen

Mit dem Auskommen , was einkassiert wird , was dem Rest übrig gelassen wird , dem steuerzahlenden Volk bleibt ja auch nichts übrig , Maut usw. werden sofort auf die Preise umgelegt , zu zahlen muss es der Verbraucher dann ungefragt und ungewollt. Das Volk muss doch mit dem Wenig auskommen , was ihm gelassen wird von den regierenden Kasten der EU, verkündete Inflationen entsprechen nicht der Wirklichkeit . So werden die Konzerne ihre Wege finden , den Steuerpflichten zu umgehen . Bisher wurde jeder Ruf des Volkes auf Steuererleichterungen erstickt mit den Worten der Gegenfinanzierungen , seit 2015 ist es nicht der Fall, zahlen muss es wieder das Volk und nicht die gastgebenden Parteien .

@ Gerd Hansen

"Es glaubt doch wohl niemand hier ernsthaft, dass Bezos oder seine Aktionäre auch nur auf einen Cent ihrer Gewinne verzichten werden.

Also werden einfach die Endkundenpreise entsprechend angehoben => der kleine Mann zahlt"

Das machen sowieso ständig alle. Das ist nichts neues. Was sich der "kleine Mann" (ich nehme mal an, Sie reden von Endverbrauchern und -verbraucherinnen) jederzeit überlegen kann, ist, wo er oder sie einkauft. Muss ich unbedingt bei Amazon kaufen? Bin ich gezwungen, FB zu benutzen? Jedenfalls macht es keinen Sinn, keine Steuern zu erheben, weil die auf die Endpreise aufgeschlagen werden.

w.k.e.

Wie recht Sie haben. Die Geister, die ich rief, die werde ich nimmer los. "Legale Praktiken"
Alles was zu Lasten von Staaten geht, ist illegal.
Warum muß die usa zustimmen. Es wird an der Zeit, das es etwas anderes gibt als diese Steuervermeider.

Wer hier keine steuern zahlt,

Wer hier keine steuern zahlt, sollte hier auch nicht gewinne erwirtschaften dürfen.
Egal ob die ikea, starbucks, apple, google amazon, etc heissen. Alle generieren hier nur kosten. Die gewinne entstehen im steuerparadies. Diesen Blödsinn muss man mal eindämmen.

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