Kommentare

Interessens Kollision

Wer die Betriebsamkeit kennt an der Donau bei Budapest, auch in den Abendstunden, wundert sich nicht über dieses Unglück. Es musste mal kommen. Die Sicherheitsvorrichtungen und Beleuchtung der Donau und der Schiffe sind völlig unzureichend. Der Kleinstschiffverkehr ist überproportional, die notwendige Sicherheit des Frachttransportes ist kaum gewährleistet. Eine Mitschuld der Behörden ist hier gegeben.

Sinnvolle Maßnahmen?

Abgesehen von der Tragik, wieso werden "Retter" eingeflogen, wenn es niemanden mehr zu retten gibt, höchstens zu bergen?

Unnötig zu erwähnen

„Die Menschen an Bord trugen nach Angaben des ungarischen Außenministeriums keine Rettungswesten, dies sei auf Donau-Ausflugsbooten nicht üblich.“

Nicht nur auf der Donau in Budapest. Auf keinem Kaffeedampfer tragen die Leute Rettungswesten. Ist schließlich keine Raftingtour.

Da hat wohl wenigstens einer der beiden Schiffsführer (eigentlich beide) gepennt oder das Ruder hat genau in dem Moment versagt.

11:27 von Allahkadabra

warum Retter eingeflogen werden ?
.
Das südkoreanische Außenministerium kündigte an,
ein eigenes Rettungsteam nach Ungarn zu schicken.
//
weil es bestimmt die Popularität der Politiker verbessert "sie tun ja was"
vielleicht stehen Wahlen an in Korea
oder wurden die "angefordert" von den Ungarn weil diese überfordert sind ??

Donau

Bin am 10.04.2019 von Kelheim nach Kloster Weltenburg mit dem Schiff gefahren und habe so etwas wie Schwimmwesten nicht zu Gesicht bekommen.

11:27 von Allahkadabra

"Abgesehen von der Tragik, wieso werden "Retter" eingeflogen, wenn es niemanden mehr zu retten gibt, höchstens zu bergen?"

Im Text steht:
"21 Passagiere werden nach Behördenangaben noch vermisst"

11:50 von Sisyphos3

«Das südkoreanische Außenministerium kündigte an,
ein eigenes Rettungsteam nach Ungarn zu schicken.»

«weil es bestimmt die Popularität der Politiker verbessert "sie tun ja was"
vielleicht stehen Wahlen an in Korea»

Oder vielleicht auch nicht.

In Ihren Augen scheint wohl noch nie irgendein Politiker irgendwo irgendwas getan zu haben, dessen Motivation nicht ausschließlich dem eigenen Vorteil gedient hätte …

Wer es denn mag, in ewigem Misstrauen + in immer währender Miesepetrigkeit zu leben … nun denn …

Nachtfahrten

Man sollte nur noch spezielle Schiffe im Nachtverkehr zulassen. In der Nacht ist es eh schon sehr gefährlich, für Maschine wie für Menschen. Da kann genau neben dir einer um sein Leben strampeln und du als Rettender bekommst das nicht mit. Eine andere Idee wäre, im Nachtverkehr nur noch mit Rettungswesten verkehren zu dürfen. Dagegen wehren sich bestimmt die Schifffahrtsunternehmer und die Regierung auch, wie es im Artikel anklingt. Es sei halt nicht üblich... Wer Gefahren ständig relativiert, der kann keine Verantwortung übernehmen, und tut das in der Regel auch nicht (siehe Finanzmarkt).

Schiffsunfälle werden oft falsch eingeschätzt

Nichts gegen Schwimmwesten, sie können lebensrettend sein! Wer aber meint, dass damit tödliche Unfälle zu vermeiden sind, irrt heftig. Ohne in diesem Fall nähere Details zu kennen, ist es oft so, dass die Schiffe in eine Seitenlage kommen, aus der ein Entrinnen schwer bis unmöglich ist.

Den Angehörigen mein Beileid und den Rettern allerbestes Gelingen, die noch Vermissten lebend zu bergen.

12:52 von Jayray

Man sollte nur noch spezielle Schiffe im Nachtverkehr zulassen
.
spezielle
unsinkbare ?

Warum die Retter einfliegen ?

Weil sich in einem Schiffsrumpf nach dem Kentern immer noch größere Luftblasen befinden können, in denen man eine gewisse Zeit lang überleben kann.
Ob es notwendig ist, die aus Korea einzufliegen ist eine andere Sache, die Budapester Feuerwehr hat eigene Rettungstaucher - und Zeit ist ein entscheidender Faktor um Überlebende zu finden.

@13:29 von hallo_frosch

„Ob es notwendig ist, die aus Korea einzufliegen ist eine andere Sache, ...“

Zumal es bestimmt einen ganzen Tag dauert, bis die Helfer in Seoul mobilisiert, nach Budapest geflogen und dann einsatzbereit sind. Was die Ungarn bis dahin nicht selbst geschafft haben, können die Koreaner auch nicht mehr retten.

Touristen

Seltsam klingt, dass das gekenterte Schiff erst spaeter "gefunden" wurde. An so einer belebten Stelle wuerde man als Tourist ja vermuten dass sich am Ufer sofort Scharen von Menschen bilden und das Geschehen beobachten. Ausserdem stellt man sich einen Schiffsuntergang eher langsam vor. Ist vielleicht zu optimistisch.

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