Ihre Meinung zu: Bundestag: Betreute behinderte Menschen dürfen wählen

17. Mai 2019 - 7:28 Uhr

Behinderte Menschen unter gerichtlich bestellter Betreuung dürfen künftig wählen. Der Bundestag hat einer Gesetzesänderung zugestimmt. Vorausgegangen war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

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Die Meldung nicht wert

80.000 Menschen werden in Deutschland betreut. Bei 40 Millionen Wahlberechtigten sind das 0,2%. Wie wurde denn bisher das Wahlrecht entzogen?

Habe ich nicht ganz verstanden

Bis zu welchem grad der geistigen Behinderung/Beeinträchtigung?

Wie soll ausgeschlossen werden, das hier Menschen Manipuliert werden?

Generell ist es aber ein guten Zeichen für die Demokratie.

Jetzt nur noch Nebeneinkünfte für Politiker verbieten.

Gut gemeint, aber ...

Sicher gut gemeint, aber ganz sicher auch so ein Misserfolg wie die ganzen Inklusionsbemühungen!

Schön, dass wir auch auch in

Schön, dass wir auch auch in diesem Bereich nach fast 100 Jahren die menschenverachtende Naziära verlassen und geschlossen haben.

Wirklich beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit das ging.

Irre

Personen, die gerichtlich festgestellt, nicht in der Lage sind über deren eigene Belange zu entscheiden, entscheiden nun über andere.

Das Urteil des BVerfG ist eine Wahlhilfe für die Sozialindustrie.
Wie man dort wählt ist offensichtlich.

Noch was: igIch kenne eine

Noch was:
igIch kenne eine Meng betreuter, behinderter Menschen.

Sie sind betreut, weil sie ihr alltägliches Leben nicht alleien meistern können.

Sie sind aber nicht weniger klug als alle anderen Nicht-Behinderten!

Sie haben eben nur ihre spezifische Behinderung, die sie so einschränkt, dass sie alleine nicht zurecht kommen.

09:36 von

09:36 von DLGPDMKR
Irre
Personen, die gerichtlich festgestellt, nicht in der Lage sind über deren eigene Belange zu entscheiden, entscheiden nun über andere.

---

Sie haben nicht verstanden, was "Betreuung" ist und WAS es im Einzelnen umfasst.
Das geht zumindest aus Ihrem Kommentar hervor.

Machen Sie sich bitte erstmal schlau, bevor Sie hier posten!

09:34 von Gerhard

09:34 von Gerhard Apfelbach
Gut gemeint, aber ...

---

DAs ist nicht "gut gemeint" .... wählen ist Menschenrecht.

Und da gibt es auch kein "Aber".

Auch nicht mit überflüssigen Vergleichen.

@ 09:34 Gerhard Apfelbach

Wie kommen Sie darauf, die Inklusionsbemühungen pauschal als "Misserfolg" zu etikettieren?

09:36 von DLGPDMKR Das Urteil

09:36 von DLGPDMKR

Das Urteil des BVerfG ist eine Wahlhilfe für die Sozialindustrie.
Wie man dort wählt ist offensichtlich.

---

OH, wie furchtbar! Sozial?? Is das ne Krankheit?

Ich sag es Ihnen. Sozialempfinden ist überlegensnotwendig. Sogar für die, die offenbar keines nötig haben.

@ 09:36 DLGPDMKR

Wer soziale Arbeit als "Sozialindustrie" diffamiert, hat logischerweise kein Interesse an der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit geistigen oder körperlichen oder seelischen Einschränkungen. Gut, dass das - auch im Blick auf unsere Geschichte - eine kleine Minderheit ist. Werden wir verkraften.

Schwierige Abwägung...

... finde ich.

Zum einen kann man das Wahlrecht eigentlich nicht vorenthalten, zum anderen liegt eine Möglichkeit der Beeinflussung natürlich im Bereich des Möglichen.

09:35 von StöRschall

"Schön, dass wir auch auch in diesem Bereich nach fast 100 Jahren die menschenverachtende Naziära verlassen und geschlossen haben."
.
Es ist erschreckend, dass Sie die Bundesrepublik mal eben so einfach auf eine Stufe mit dem Dritten Reich stellen. Es gibt und gab erhebliche Bedenken, dass geistig beeinträchtigte Menschen alle Aufgaben des Alltags meistern können, und das hat - wie Sie selber wissen - nichts mit Nazi-Methoden zu tun, sondern damit, dass man zum Beispiel verhindern will, dass ein Betreuer einen Schützling politisch beeinflusst und sich somit indirekt mehr als eine Stimme bei einer Wahl erschleicht.
.
Allerdings ist das meiner Meinung nach angesichts der großen Menge der Wahlberechtigten ein Aspekt, der zu vernachlässigen ist, und es ist daher durchaus in Ordnung, dass alle an den Wahlen teilnehmen können und dürfen, die dies wollen.

@ StöRschall

Man muss doch bitte nicht bei jedem Thema die „Naziära“ zum Leben erwecken! Es geht hier schlicht um die sachliche Frage, ob jemand, der wählt und damit die Geschicke einer politischen Region mit bestimmt (oder über Betreuer wählen lässt), auch durchblickt, was er wählt/zu einer selbständigen Entscheidung fähig ist. Hier müsste man vermutlich differenzieren. Der Personenkreis, der sein alltägliches Leben nicht in den Griff bekommt/dem der Staat das offiziell nicht zutraut (!), ist sicher zum Teil in Ihrem Jargon klug genug zu wählen, zum Teil aber evtl. auch nicht. Hier ist das Bundesverfassungsgericht m. E. sehr pauschalisierend.

@09:50 von StöRschall

Bis auf die wenigen Fälle körperlicher Behinderung, die eine Betreuung erfordern trifft mein Kommentar im Kern zu.

@09:58 von andererseits

Warum ist Sozialindustrie diffamierend, Chemieindustrie aber nicht?

@Störschall

"Sie sind betreut, weil sie ihr alltägliches Leben nicht alleien meistern können.

Sie sind aber nicht weniger klug als alle anderen Nicht-Behinderten!"

Wie Sie dem Artikel entnehmen können, geht es hier um folgende Menschen:

"etwa weil sie psychisch oder geistig beeinträchtigt sind."

Hier geht es nicht um Menschen die sich vielleicht nicht alleine anziehen oder einkaufen können.

ich kenne auch...

Ich kenne auch ne ganze Menge Menschen mit einer Behinderung welche unter einer gerichtlichen Betreuung (vor dem Krieg hieß das gleiche Vormundschaft) leben. Sie sind nicht in der Lage sich ein Bahn-Ticket zu kaufen und damit irgendwohin zu fahren. Jetzt aber sollen dieselben per Bundestagbeschluss in der Lage sein die komplexen Verhältnisse der Europawahl zu verstehen und die entsprechen Kandidaten zu nach ihrem eigenen Gusto zu evaluieren....? Deutschland hat ein Problem, und das ist die Nazi-Kriegs-Vergangenheit. Sie bestimmt noch heute, dass es in Deutschland keine Sterbehilfe geben kann.... oder eben, wie hier diskutiert, keine Bedinderten OHNE Wahlrecht! Das ist auch eine Ideologie, wenn man unter den Zwang einer Idee gerät und nicht durchschaut dass man dadurch unfrei ist!

@ Inklusionsbemühungen gescheitert

Ein absolut unterirdischer Peinlicher Kommentar.

Es gibt genügen Behinderte welche aufgrund
iher Behinderung nicht sehen , oder schreiben können.

Offenbar ärgern sich hier einige, das diese
Menschen auf grund ihrer ewig gestriegen Aussagen
die möchtegern Alternative nicht wählen würden.

09:52 von StöRschall

"DAs ist nicht "gut gemeint" .... wählen ist Menschenrecht."
.
Ein "Menschenrecht" auf eine Aktion, deren Konsequenzen man nicht überblicken kann, gibt es natürlich nicht. Es gibt hingegen jenseits von Phrasen viele sinnvolle Argumente, geistig beeinträchtigten Menschen eine möglichst weitgehende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
.
Nicht alle Menschen sind gleich, sondern alle Menschen sind unterschiedlich. Das macht uns als Menschheit aus, und das ist auch gut so. Und einige Menschen brauchen halt Betreuung und ganz viel Liebe sehr viel dringender als einen Gang zur Wahlurne oder zum Beispiel einen Führerschein.
.
Mit schwarz-weiß-Malerei ist also niemandem geholfen. Bemühen wir uns lieber um Inklusion wo sie möglich ist, anstatt gönnerhaft darüber zu philosophieren.

@ DLGPDMKR

"... Das Urteil des BVerfG ist eine Wahlhilfe für die Sozialindustrie.
Wie man dort wählt ist offensichtlich."

Nett, so etwas zu lesen. Ich bin selbst Betreuer für eine betroffene Person. Maßgeblich für das Kreuz auf dem Wahlzettel sind aber nicht meine Ansichten, sondern die meiner betreuten Person.

Ich bin mir da unsicher

Ich kenne genau eine solche Person, von daher möchte ich das keinesfalls generalisieren. Diese eine Person allerdings spricht oft von "Aufhängen!" und "An die Wand stellen!" betreffend der Leute, die dafür sorgen, dass sie selbst einigermaßen eigenständig leben kann und materiell versorgt ist. Sie frequentiert die Veranstaltungen von Parteien und Organisationen, die in der Tradition derer stehen, die genau Menschen wie sie als "unwertes Leben" euthanisiert hätten. Verschiedene Leute haben mehrfach versucht, ihr solche Zusammenhänge klarzumachen, die Person versteht das auch in diesem Moment, aber bei der nächsten Gelegenheit ist alles wieder vergessen. Diese Person kann schlicht die Folgen einer Wahlentscheidung nicht wirklich realisieren.

Ich denke, dass ein Wähler intellektuell in der Lage sein sollte, seine Wahlentscheidung zu verstehen und rational zu verarbeiten. Bei der genannten Person ist das meiner Meinung nach nicht der Fall, von daher sehe ich ihre Wahlbeteiligung kritisch.

Ich halte das Urteil für grundsätzlich falsch!

Wer wirklich ehrlich ist, weiß,
dass man als eingeschränkt geistig
fähiger Mensch nicht mal eben
einfach "betreut" wird!
Dieser Begriff ersetzte den früheren
Begriff der gesetzlich geregelten
Vormundschaft, oder auch weniger
schön, die Entmündigung!
Und bevor sich jetzt irgendwer
künstlich aufregt, es geht mir
nicht darum irgendwem das
Wahlrecht zu verwehren, aber
man muß schon ehrlich genug sein,
um festzustellen, dass die "Wahl"
dann doch zu 99,99% DIE des
Betreuers sein wird, da der hier
Betreute in der Regel wohl kaum
in der Lage sein wird, abzuwägen
wer und was gewählt wird!
Nach der Logik diesen Urteils,
müsste es eigentlich Eltern erlaubt
sein, für ihre Kinder zu wählen,
denn DIESE haben ganz sicher
ebenso ein Recht eine "Wahl" zu
treffen, können dies aber mangels
(noch) nicht vorhandener
Fähigkeiten eben gerade nicht!
Und warum man jetzt das Recht
auf Wählen geistig behinderten
mittels ihrer Betreuer zugesteht,
nicht aber einem vernünftigen
16 oder 17jährigen verstehe wer
will!

Um wen genau geht es hier eigentlich wirklich?

Um wen genau, bzw. um welchen Personenkreis geht es hier wirklich?
Okay, einerseits um Menschen, die unter gesetzlicher Betreuung stehen. Das sind in aller Regel Menschen, die beispielsweise aufgrund einer psychischen Erkrankung, ihren Alltag nicht allein bewältigen können. Diese Menschen haben allerdings in der Regel keinen eingeschränkten IQ und wissen sehr genau , was sie warum wählen. Andererseits sind da geistig behinderte Menschen, die IQ mäßig auf der Stufe eines Kleinkindes stehen und Menschen mit fortgeschrittener Demenz. Was ist mit denen?

@ hpe

"Es geht hier schlicht um die sachliche Frage, ob jemand, der wählt und damit die Geschicke einer politischen Region mit bestimmt (oder über Betreuer wählen lässt), auch durchblickt, was er wählt/zu einer selbständigen Entscheidung fähig ist."

Ich will ja nicht gemein sein - aber am Durchblick beim Wählen zweifel ich auch bei manchen Leuten, die nicht unter Betreuung stehen. Ich weiß nicht, was einigen Foristen hier so vorschwebt. Ein Wahlberechtigungs-Führerschein? Auweia, da könnten so einige durchfallen.

Auch wenn Urteile des

Auch wenn Urteile des höchsten Gerichts umzusetzen sind sträuben sich mir die Haare. Im Text wird darauf hingewiesen,dass das das Urteil u.a. MitbürgerInnen betrifft, die „in allen Belangen“ betreut sind. Im klinischen Alltag würde ich mich strafbar machen wenn ich einen solchen Patient/ eine solche Patientin über eine Vollnarkose aufkläre und der Betreuer nicht unterschreibt, d.h. die Narkose wäre dann Körperverletzung wegen nicht gegebener Einwilligung. Dies ist so geregelt, weil solche PatientInnen eben nicht (!) vollumfänglich in der Lage sind ihre Lebenssituation zu 100% zu reflektieren , die medizinische Maßnahme mit ihren Risiken zu verstehen und eine Entscheidung pro oder auch contra zu fällen. Da scheint eine Wahlentscheidung ja von ihrer Wertigkeit und Endstehung her belanglos zu sein wenn diese von MitbürgerInnen gefällt werden darf die in allen (!) anderen Belangen des alltäglichen Lebens nicht dazu in der Lage sind. Nach dem Motto „Egal, viele wählen eh nur nach Plakat“

Wahlrecht und Behinderung

Früher waren behinderte Menschen "lebensunwertes Leben". Da wundert es nicht, wenn die Vertreter der Rechten jetzt bei dem Gedanken, daß sie wählen dürfen, Bauchschmerzen bekommen.

Ich halte aber das Argument, daß dadurch der Beeinflussung Tür und Tor geöffnet würde, nicht für stichhaltig. Denn diese Beeinflussung ist auch ohne Behinderung des Wählers möglich. Beispielsweise bei Ehepartnern oder dementen Menschen. Um hier Möglichkeiten der Einflußnahme durch Angehörige etc. zu minimieren, müsste man die Briefwahl abschaffen. Denn wer weiß, wer für Omi das Kreuz gemacht hat?

Was das Urteil letztendlich bezwecken soll,

ist genau so klar erkennbar wie die recht einseitig ausgerichtete Wahlberieselung durch die Staatsmedien, die ebenso primitive Einordnung in rechts oder gut, rechtspopulistisch oder europäisch, es passt dazu, wie mit Deutschlands größter Oppositionspartei im Bundestag umgegangen wird und es wird - auch wenn jetzt Vorschulkinder im Fernsehen für das "wunderbare Europa" werben, nichts nutzen. Immer mehr Menschen begreifen, was hier wirklich abläuft, da können sich alle möglichen Leute dagegen stemmen. Macht ruhig so weiter. Ach, noch was zum Schmunzeln: Uns besucht oft ein nunmehr wahlberechtigter betreuter Bürger, der in einem AWO-Wohnheim wohnt. Ob er Merkel oder Nahles kennt, weiß ich nicht. Bestimmt aber nicht Weber, Timmermans und schon gar nicht noch andere. Aber ich weiß, wen er ganz bestimmt nicht wählen wird, so er denn wählen geht...

Und die geistig fitte Jugend?

So interessant im Sinne von "Menschenwürde"
das Urteil ist, so fragwürdig ist es. Weil der korrekte Bezug von "Würde" und "Wahlfähigkeit" nicht grundsätzlich geklärt wurde. Dies betrifft insbesondere die - geistig fitte - Jugend!
Diese dürfen schon mit 17 (begeleitet) Auto fahren, lösen in Klassenarbeiten Aufgaben, die die "Behinderten" z.T. nicht mal begreifen würden. Aber wählen darf die Jugend nicht, obwohl viele Gesetze ihre Zukunft betreffen.
Daher muss aus dem Urteil (ob man es gut findet oder nicht) auch folgen, dass Jugendliche z.B. ab 14 Jahren (die religionsmündig sind !) wählen dürfen!

10:13, hpe

>> Es geht hier schlicht um die sachliche Frage, ob jemand, der wählt und damit die Geschicke einer politischen Region mit bestimmt (oder über Betreuer wählen lässt), auch durchblickt, was er wählt/zu einer selbständigen Entscheidung fähig ist. Hier müsste man vermutlich differenzieren. Der Personenkreis, der sein alltägliches Leben nicht in den Griff bekommt/dem der Staat das offiziell nicht zutraut (!), ist sicher zum Teil in Ihrem Jargon klug genug zu wählen, zum Teil aber evtl. auch nicht. Hier ist das Bundesverfassungsgericht m. E. sehr pauschalisierend.<<

Das Wahlrecht an sich ist sehr pauschalisierend.

Ich denke oft, wenn ich lese und höre, was Zeitgenossen so alles von sich geben: um Himmels Willen, und die dürfen wählen?

Aber wo wollen Sie da eine Grenze ziehen?

Wollen Sie einen Wahlführerschein einführen? Mit Prüfung, bei der abgefragt wird, ob man die Grundprinzipien von Demokratie und Rechtsstaat verstanden hat?

Da würden auch hier einige durchfallen...

10:26, DLGPDMKR

>>@09:58 von andererseits
Warum ist Sozialindustrie diffamierend, Chemieindustrie aber nicht?<<

Weil es eine Sozialindustrie, die mit der Chemieindustrie vergleichbar wäre, nicht gibt. Ebenso ist es mit der Empörungsindustrie, der Betroffenheitsindustrie, der Asylindustrie u.ä.

All dies sind polemische, hetzerische Begriffe, mit denen Menschen, deren Einsatz und Tätigkeit einem nicht passen, diffamiert werden sollen.

Keine dieser angeblichen Industrien hat einen Berufsverband. Schon das unterscheidet sie von der chemischen Industrie.

@ StöRschall

"...die menschenverachtende Naziära"

"behinderte Menschen... sind aber nicht weniger klug als alle anderen Nicht-Behinderten!"

".... wählen ist Menschenrecht"

Wenn ich solche undifferenzierten Meinungen höre, bekomme ich Gänsehaut.
Als Vater und Betreuer einer geistig behinderten (volljährigen) Tochter sei es mir gestattet, hier einen anderen Blickwinkel als Sie zu haben. Und als Bewohner-Beirat könnte ich Ihnen noch viel erzählen - will Ihnen aber nicht Ihre bunten Träume rauben...!

11:11, Al Ternativ

>>Was das Urteil letztendlich bezwecken soll,
ist genau so klar erkennbar wie die recht einseitig ausgerichtete Wahlberieselung durch die Staatsmedien, die ebenso primitive Einordnung in rechts oder gut, rechtspopulistisch oder europäisch, es passt dazu, wie mit Deutschlands größter Oppositionspartei im Bundestag umgegangen wird und es wird - auch wenn jetzt Vorschulkinder im Fernsehen für das "wunderbare Europa" werben, nichts nutzen.<<

Wenn ich Ihre Worte richtig deute, dann handelt es sich bei der höchstrichterlichen Entscheidung, die wir hier diskutieren, um einen Baustein der umfassenden Establishmentverschwörung gegen die AfD?

Interessant.

Aber so richtig verstehe ich den Zusammenhang offengestanden nicht.

@ 10:26 DLGPDMKR

Tun Sie bitte nicht so verharmlosend: In der Chemieindustrie werden aus Rohstoffen Güter hergestellt und vertrieben, in der sozialen Arbeit nicht; Sozialindustrie ist - wie z.B. auch der Begriff "Asylindustrie" - ein diffamierenden Begriff; um es noch vorsichtig zu formulieren: Bestimmte Kreise nutzen solche Begriffe zur Entwertung, Diffamierung und politischen Stimmungsmache. Ich gehe stark davon aus, dass Sie das natürlich wissen.

@ 10:43 von DannyM

"Ich denke, dass ein Wähler intellektuell in der Lage sein sollte, seine Wahlentscheidung zu verstehen und rational zu verarbeiten. Bei der genannten Person ist das meiner Meinung nach nicht der Fall, von daher sehe ich ihre Wahlbeteiligung kritisch."
.
.
Weil Sie sie nicht beeinflußen können?
.
Oder weil die ihr Kreuz bei der richtigen Partei macht?

@ 10:43 Ray

Danke, dass Sie mal aus Sicht eines Betreuers Stellung beziehen. Ich befürchte nur, es wird bestimmte Leute nicht überzeugen; gerade die, die selber eigentlich nur manipulativ mit anderen umgehen - ob im Privatleben, Geschäftsleben oder politischen Leben - können sich oft gar nicht vorstellen, dass es solche Grundhaltungen gibt, Menschen zu unterstützen, eigene Positionen, Bedürfnisse und Anliegen selbstbestimmt zu formulieren.

11:11, Al Ternativ

>>Ach, noch was zum Schmunzeln: Uns besucht oft ein nunmehr wahlberechtigter betreuter Bürger, der in einem AWO-Wohnheim wohnt. Ob er Merkel oder Nahles kennt, weiß ich nicht. Bestimmt aber nicht Weber, Timmermans und schon gar nicht noch andere. Aber ich weiß, wen er ganz bestimmt nicht wählen wird, so er denn wählen geht...<<

Sie wissen, also ganz genau, wen er nicht wählen wird.

Gut.

Das ist jetzt nichts zum Schmunzeln, sondern was zum ratlos aus der Wäsche gucken. Ich begreife nämlich nicht ansatzweise, was Sie sagen wollen und worauf Sie hinauswollen.

Man wählt übrigens bei der Europawahl keine Personen, sondern Parteien.

Wussten Sie nicht?

80000 Stimmen von linksgrün

80000 Stimmen von linksgrün unterwanderten Org. von AWO bis Zentralwohlfahrt.
Ein Kotau vor Linksextremisten, die auf mehr Stimmen hoffen.
Was solls...

12:42, klasube

>>@ StöRschall
"...die menschenverachtende Naziära"

"behinderte Menschen... sind aber nicht weniger klug als alle anderen Nicht-Behinderten!"

".... wählen ist Menschenrecht"

Wenn ich solche undifferenzierten Meinungen höre, bekomme ich Gänsehaut.
Als Vater und Betreuer einer geistig behinderten (volljährigen) Tochter sei es mir gestattet, hier einen anderen Blickwinkel als Sie zu haben. Und als Bewohner-Beirat könnte ich Ihnen noch viel erzählen - will Ihnen aber nicht Ihre bunten Träume rauben...!<<

Ich brauche nur hier in die Threads zu blicken, um meiner bunten Träume beraubt zu werden.

Es geht hier übrigens nicht um Wahlpflicht, sondern um das Recht zu wählen.

Möchte Ihre Tochter denn gern wählen, oder interessiert sie das Thema vielleicht überhaupt nicht?

@StöRschall, 09:35

"Schön, dass wir auch auch in diesem Bereich nach fast 100 Jahren die menschenverachtende Naziära verlassen und geschlossen haben. Wirklich beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit das ging"

Sie sagen es. Hat aber auch nur so schnell geklappt, weil das Bundesverfassungsgericht dem Gros unserer Volksvertreter mal wieder auf die Sprünge geholfen hat.

@ 12:55 von andererseits

"Tun Sie bitte nicht so verharmlosend: In der Chemieindustrie werden aus Rohstoffen Güter hergestellt und vertrieben, in der sozialen Arbeit nicht;"
.
Der Vergleich hinkt......
Die Sozialindustrie verwendet lediglich einen anderen "Rohstoff"....
Produziert werden dort "Güter", die ganze "Branchen" zu neuem Leben erweckt haben. Anwälte, Gerichte, Polizei, Sozialämter, Wohnheime, Politiker,......
Die stehen übrigens nicht unter dem Dachverband der Sozialindustrie, sondern sind jeweils in eigenen Verbänden organisiert.

Wie polemisch hier wieder diskutiert wird,

kann einem die Lust am Mitmachen rauben.

Wer physisch behindert ist, wird unter Umständen betreut - ist aber trotzdem geschäftsfähig und sollte natürlich auch wahlberechtigt sein.
Wer geistig behindert ist und deshalb betreut werden muss, ist in der Regel auch nicht geschäftsfähig. Wer aber nicht in der Lage ist, geschäftliche Zusammenhänge zu erfassen, ist wohl kaum in der Lage, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu erfassen. Wenn man diesen (bedauernswerten) Personen das Wahlrecht nicht nimmt, öffnet man dem Mißbrauch durch andere Personen Tür und Tor.
Was daran ist falsch oder nicht zu verstehen...?

um 13:05 von fathaland slim

"Möchte Ihre Tochter denn gern wählen, oder interessiert sie das Thema vielleicht überhaupt nicht?"
Sie ist - wie die anderen ca. 700 Bewohner des Heims - NICHT IN DER LAGE zu wählen und somit ihren politischen Willen zu bekunden! Mit Interesse hat das gar nichts zu tun. Hier gibt es ganz andere Bedarfe.
Was daran ist mißverständlich? Was daran ist "rechts"? Was daran ist "populistisch"?
Meine Güte - das darf doch alles nicht wahr sein...!

@80000 Stimmen von linksgrün 13:04 von Clarce19

Ich weiss zwar nicht, wie Sie auf derartig abseitige Schlüsse kommen können,
aber ich verrate Ihnen ein Geheimnis:

Wenn wir wieder mal soweit wären, was Demokraten verhindern sollten,
dann bin ich lieber linksgrün versifft als schwarzblau verschifft ;)

Was solls also... ihr 'Kommentar'

@ 13:28 von klasube

"Was daran ist falsch oder nicht zu verstehen...?"
.
Gar nichts!
Weil Sie es richtig beschreiben!
Manche Mitbürger leiden aber an Phänomenen namens "Sozialwahn" oder "Blümchendenken".

Rolle des Betreuers?

Besteht hierbei nicht die Gefahr das hier gewählt wird was der Betreuer gerne möchte? Ich weiss, das ist verboten, aber wie will man den Nachweis erbringen das eine Beeinflussung des Betreuers nicht stattgefunden hat? Der Wahlberechtigte ist als berechtigter Wähler gelistet, darf wählen, Punkt. Keiner fragt mehr nach irgendwelchen Hintergründen. Meine persönliche Meinung ist das Menschen mit einer körperlichen Einschränkung selbstverständlich wählen dürfen und ich hier auch eine Beeinflussung wie die vorgenannte ausschließe. Bei geistig behinderten Menschen und/oder Menschen sehe ich das anders. Natürlich sind das Menschen wo die Menschenrechte greifen müssen (den unterirdischen Nazivergleich eines Vorforisten finde ich ungeheuerlich und einfach dumm). Bei einer geistigen Einschränkung würde ich aber das Wahlrecht verwehren will der/die den Sinn und das Ergebnis nicht abschätzen kann und ich hier die große Gefahr einer totalen Beeinflussung durch den Betreuer sehe.

um 12:59 von andererseits

>>"Danke, dass Sie mal aus Sicht eines Betreuers Stellung beziehen. Ich befürchte nur, es wird bestimmte Leute nicht überzeugen; gerade die, die selber eigentlich nur manipulativ mit anderen umgehen - ob im Privatleben, Geschäftsleben oder politischen Leben - können sich oft gar nicht vorstellen, dass es solche Grundhaltungen gibt, Menschen zu unterstützen, eigene Positionen, Bedürfnisse und Anliegen selbstbestimmt zu formulieren."<<

Obwohl ich die Grünen ("politisch") auch nicht mag finde ich es nicht fair das Sie diese "manipulativen Leute" hier so in eine Ecke stellen junger Mann?

Es ist unglaublich

irgend jemand muss nur "Piep" sagen und schon entflammen die Diskussionen und die Geschütze feuern von links und rechts.
Oft geht es schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr um die Sache, sondern ausschließlich um ideologische Grabenkämpfe.
Jeder Stein wird umgedreht, jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und jeder Satz so verdreht und (absichtlich) missverstanden, dass er möglichst gegen den Betreffenden als Munition verwendet werden kann.
Hauptsache, es wird (verbal) geschossen...!
Es ist zum Verzweifeln. Wo bleiben die Realisten, die Gemeinsamen, die Zupacker, die Vorwärtswoller, die Problemlöser...?

um 13:28 von klasube

>>"Wie polemisch hier wieder diskutiert wird, kann einem die Lust am Mitmachen rauben.
Wer physisch behindert ist, wird unter Umständen betreut - ist aber trotzdem geschäftsfähig und sollte natürlich auch wahlberechtigt sein.
Wer geistig behindert ist und deshalb betreut werden muss, ist in der Regel auch nicht geschäftsfähig. Wer aber nicht in der Lage ist, geschäftliche Zusammenhänge zu erfassen, ist wohl kaum in der Lage, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu erfassen. Wenn man diesen (bedauernswerten) Personen das Wahlrecht nicht nimmt, öffnet man dem Mißbrauch durch andere Personen Tür und Tor.
Was daran ist falsch oder nicht zu verstehen...?"<<
.
.
Wie ich finde ein absolut korrekter Kommentar der die Sache auf den Punkt bringt. Damit sind meiner Meinung nach alle anderen Kommentare überflüssig.

@13:27 neutrale Welt

Genau das meine ich mit Diffamierung und politischer Stimmungsmache. Ihr Kommentar ist ein beredtes Beispiel dafür, dass jemand nicht im Ansatz weiß oder wissen will, was soziale Arbeit ist und leistet. Hoffentlich kommen Sie nicht in die Lage, die "Sozialindustrie" mal zu brauchen; viel Hoffnung kann ich Ihnen da allerdings statistisch betrachtet nicht machen, denn die überwältigende Mehrheit braucht im Laufe des Lebens Sozialarbeit in der ein oder anderen Form.

@ Klasube

"Wenn man diesen (bedauernswerten) Personen das Wahlrecht nicht nimmt, öffnet man dem Mißbrauch durch andere Personen Tür und Tor."

Sie rennen bei den verständigen Mitbürgern mit dieser Argumentation offene Türen ein. Bei linken Hardlinern und unseren Politikern werden Sie mit Logik jedoch leider nicht weiterkommen. Der Passus aus dem TS-Bericht sagt bereits alles:

"Einflussnahme auf die inhaltliche Entscheidung ist damit explizit untersagt."

Ui! Da wird aber der ein oder andere Betreuer angesichts dieser offenen Drohung und dem "Du, du, du!" echte Angst bekommen, seine Stimme statt die des Betreuten abzugeben. Bestimmt!

Nachtrag: Natürlich glaube ich, dass hier nicht sofort massenweise Missbrauch bei der Stimmabgabe vorkommen wird, aber diesen Missbrauch wird es in nennenswerten Zahlen mit Sicherheit doch geben! Man wird dann sehen müssen, ob dieser nicht mehr zu verhindernde Missbrauch "stimmentscheidend" sein wird, auch wenn ich persönlich das eher nicht glaube.

13:35, klasube

>>m 13:05 von fathaland slim
"Möchte Ihre Tochter denn gern wählen, oder interessiert sie das Thema vielleicht überhaupt nicht?"
Sie ist - wie die anderen ca. 700 Bewohner des Heims - NICHT IN DER LAGE zu wählen und somit ihren politischen Willen zu bekunden! Mit Interesse hat das gar nichts zu tun. Hier gibt es ganz andere Bedarfe.
Was daran ist mißverständlich? Was daran ist "rechts"? Was daran ist "populistisch"?
Meine Güte - das darf doch alles nicht wahr sein...!<<

Ich habe Sie weder rechts noch populistisch genannt, was soll das also?

Und wenn Ihre Tochter, wie Sie in Großbuchstaben schreiben, nicht in der Lage ist zu wählen, dann wird sie doch ganz gewiss auch nicht den Willen dazu haben, oder?

Noch mal: es geht hier um Wahlrecht, nicht um Wahlpflicht. Wer wählen will, darf es, wer nicht wählen will, aus welchem Grund auch immer, braucht es nicht.

JEDER darf wählen!! Selbst

JEDER darf wählen!!

Selbst Rassisten und Faschisten!

Wenn eine Gruppe vom Wählen auszuschließen ist, dann oben genannte!

13:46, NeutraleWelt

>>@ 13:28 von klasube
"Was daran ist falsch oder nicht zu verstehen...?"
.
Gar nichts!
Weil Sie es richtig beschreiben!
Manche Mitbürger leiden aber an Phänomenen namens "Sozialwahn" oder "Blümchendenken".<<

Und manche Menschen leiden an einem Syndrom, welches sie dazu zwingt, mit solchen Begriffen um sich zu werfen, die andere Menschen, deren Meinung sie nicht teilen, lächerlich machen sollen.

Polit-Tourette nenne ich das.

@ Deeskalator

Wie soll ausgeschlossen werden, das hier Menschen Manipuliert werden?

Was meinen Sie mit manipuliert? Wie lässt sich das bei nicht behinderten Menschen ausschließen?

Manipulation bleibt möglich

"Die Hilfeleistung ist auf technische Hilfe bei der Kundgabe einer vom Wahlberechtigten selbst getroffenen und geäußerten Wahlentscheidung beschränkt", heißt es in der Neuregelung. Einflussnahme auf die inhaltliche Entscheidung ist damit explizit untersagt."
gut gemeint, aber nicht zu kontrollieren. Jetzt sagen natürlich viele "aber die kleine Zahl"- aber Manipulation ist Manipulation. Und zu beachten ist, hier handelt es sich nicht um körperlich Behinderte, sondern um Menschen unter Vollbetreuung, die ohne Einwilligung am Tag nach oder vor der Wahl noch nicht mal ein Buch oder einen Pullover kaufen dürfen

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