Kommentare

Auch wenn es wissenschaftlich

Auch wenn es wissenschaftlich noch keine gesicherten Erkenntnisse gibt, liegt es nahe, den Zusammenhang zu einer Entwicklung zu sehen, die immer mehr sog. "Flexibilität" - sprich: immer mehr haben Zugriff auf meine Zeit und meine Kraft - fordert, die die Interessen von Globalplayern über alles setzt, die kein Gespür mehr für gemeinsame Auszeiten und Ruhephasen, Kultur und Spiritualität zu kennen scheint, immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor produziert und die Kosten für Wohnen in die Höhe schießen lässt. Chronische Erschöpfung ist da als Symptom nicht so verwunderlich.

wen wundert´s

Wir müssen immer mehr schaffen, immer höhere Anforderungen, kompliziertere Bestimmungen und immer weniger Leute.

Erst wurden die Belegschaften zusammenrationalisiert, jetzt fehlen allerorts die Fachkräfte.

Also maloochen wir bis zum Umfallen...

wen wundert´s

mfg

euer Bilgenschwein

"Die Ursache ist unbekannt"

ja ne is klar. Und sie wird auch in Zukunft jenen ein Rätsel bleiben, die glauben, Menschen leben in ungezügelter Ausbeutung glücklich und zufrieden und schuften sich halb tot, nur um sich selbst zu verwirklichen.
Die moderne (globalisierte) Form von Arbeit erlaubt nur noch das Überleben, von Leben kann schon lange keine Rede mehr sein. Im vorletzten Jahrhundert hat das schon mal einer erkannt: die Arbeiter müssen das einzige, was sie haben, ihre Arbeitskraft, täglich aufs neue verkaufen. Das ist nun mal nicht gesund und schon gar nicht erholsam.
Ich mag gar nicht an die Dunkelziffer denken, die 240.000 jedenfalls kommen mir lächerlich vor.

14:18 von Bilgenschwein

ob es wirklich daran liegt ?

vielleicht nimmt man heutzutage auch nur jedes "wehwehchen" ernst,
zeigt für alles Verständnis,
wo man früher die Sache einfach übergangen hat,
oder nur platte Antworten parat hatte "reiß dich zusammen" oder ähnliches
und ob man heutzutage wirklich mehr "schaffen" muß
oder es einem einfach nur so vorkommt ..... wer weiß

ME/CFS

Wenn der Mensch nur noch als "human recource" gesehen wird, kann die Wirtschaftselite ihn solange ausbeuten, bis er umfällt!
Er ist dann einfach nicht fähig, sich den Arbeitsgegebenheiten anzupassen.
In einem System, das Leistung und Wachstum über alles setzt, muss sich keiner über Erschöpfungssyndrom oder Ausgebranntsein wundern.

Kein Wunder

In meinem Bereich gibt es seit gefühlten 20 Jahren ein Mißverhältnis zwischen der Soll und Iststärke.
Durch die Leute-Politik-welche das zu verantworten haben werden die Angorderungen aber ständig nach oben geschraubt-sonsiehtbes aus!

14:14 von andererseits

die immer mehr sog. "Flexibilität" - sprich: immer mehr haben Zugriff auf meine Zeit und meine Kraft - fordert,
.
das zumindest (für mich !!) ist ein nachvollziehbarer Grund für wachsenden Streß

War zu beginn meiner beruflichen Laufbahn ein gemeinsamer Besprechungs Termin
ne recht langwierige Sache .... anrufen, geht's geht's nicht
War in den letzten Jahre die Sache "unkompliziert" man ruft die betreffenden Personen in ihrer Mail auf, da erscheint wann sie keine Besprechung haben/eben verfügbar sind
dann setzt man einen Termin ... Bingo
ich bin immer mehr fremdbestimmt, für mich ne untragbare Sache,
wenngleich es von der Effizienz gesehen ne äußerst sinnvolle Sache ist
Eine ganz andere Sache, aber in die selbe Richtung gehend ,
es hat sich die Unsitte breit gemacht, Mitarbeiter in ihrer Freizeit anzurufen
Sachbearbeiter wohlgemerkt, nicht Führungskräfte !
Also für mich waren das Gründe (unter anderen) , den Job an den Nagel zu hängen

Vielleicht eine erst Reaktion der Evolution auf die Gesellschaft

Ich muss sagen, dass ich auch langsam der krankhaften Hektik "müde" bin.
Ich habe "meine" Geschwindigkeit. Jeder hat "seine" Geschwindigkeit. So und nicht scheller machen wir was (auf der Arbeit wie auch privat), ohne dass es gehäuft zu Fehlern kommt.
Da hat jeder seine Grenze.
In den letzten 20 Jahren und extrem in den letzten 5 Jahren wurde der Median dieser menschlichen Grenzen (die wohl wie viele andere auch eine gauß'sche Glockenkurve darstellen) nach oben veschoben. So mit "sanfter" Gewalt durch die Zwangs-Wachstums-orientierte, amerikanisierte Wirtschaft.
Je extremer das wird, desto mehr Burn-Our Fälle wird es geben und noch viel mehr "Hektik-Verweigerer", die es einfach drauf anlegen, um nicht krank zu werden.
Ich komme entspannt auf der Arbeit an, wenn ich ganz geruhsam mit 100 - 110 auf der Autobahn rechts fahre. Zeit"Verlust": 3-4 Minuten im Vergl. zu "wie in Irrer links mit Maximum durchschießen". Dabei schone ich mich, die Umwelt und das Auto.

Ursache?

Die Ursache der chronischen Erschöpfung ist unbekannt. Dieser Satz spricht für sich. Der Gesellschaft geht immer mehr das Empfinden für die einfachsten Dinge verloren. Wer chronisch erschöpft ist, ist so überanstrengt, dass ihm sogar die Kraft zur Erholung fehlt. So einfach ist das.

Leider Thema Verfehlt!

Ich weiß ja, vorallem wenn man heute dem radikal linken oder rechten Spektrum angehört muss man bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit Gesellschaftskritik aufwarten können weil man sonst abends nicht einschlafen kann, aber in diesem Fall verdienen die bisherigen Kommentare nur das Prätikat: Thema verfehlt!

Normal juckt es mich nicht wenn sich die alles politisierenden Gruppen in Foren gegenseitig die Kopf einschlagen wollen und sich als sonstwas beschimpfen. Aber da ich im diesem Fall selbst betroffen bin, muss ich dann doch etwas Sagen.
Diese Erkrankung erhält endlich etwas mehr der dringend benötigten öffentlichen Aufmerksamkeit und die Betroffenen, deren Familien und die vielen freiwilligen Helfer die durch ihre Arbeit diese Aufmerksamkeit erst möglich machen (Vielen Dank dafür) haben es nicht verdient für Rechts/Links Oben/Unten Mann/Frau ..... Grabenkämpfe missbraucht zu werden!

1. Cfs/me und Burnout sind nicht das Gleiche!

2. Cfs ist eine physische Erkrankung

Ungerecht

Die Arbeit in Deutschland ist ungerecht verteilt. Viele Menschen im arbeitsfähien Alter werden alimentiert, die andern müssen arbeiten, sind überarbeitet und überlastet.

um 14:18 von Bilgenschwein Richtig formuliert...

>>wen wundert´s

Wir müssen immer mehr schaffen, immer höhere Anforderungen, kompliziertere Bestimmungen und immer weniger Leute.

Erst wurden die Belegschaften zusammenrationalisiert, jetzt fehlen allerorts die Fachkräfte.

Also maloochen wir bis zum Umfallen...

wen wundert´s

mfg

euer Bilgenschwein<<

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Die Stück / Fertigungs-Zahlen werden immer Größer und die Firmen -Chef`s, können einfach nicht genug bekommen...

Es wird zudem einfach von Oben angeordnet und wer das nicht mitmacht der fliegt...

Warten genug andere auf den Job und der Fachkräftemangel ist doch eher eine Finte, geht es doch nur noch um Lohndumping...

Bin froh mittlerweile Rentner zu sein, leider aber krank...

@ andererseits

Das haben Sie im Prinzip gut analysiert, wie äußere Anforderungen uns alle fertig machen. Hinzu kommt aber noch der Druck, unter den sich viele freiwillig setzen. Und Anforderungen, denen ich mich ohne Probleme entziehen kann. Wenn ich mitbekomme, was sich Leute im Kollegen- und Bekanntenkreis in ihrer Freizeit alles für einen Stress machen, wundert mich nichts mehr.

Im nachhinein lassen sich Krankheitsursachen nicht unbedingt nac

Nicht immer lassen sich Krankheitsursachen, wegen der Arbeit nachweisen...
Habe eine Krankheit, aber nicht wie im Artikel vorgegeben, dennoch liegt der verdacht auch berufsbedingt naheliegend...

Bin jetzt endlich Rentner und muss mit den eher negativen Auswirkungen klar kommen, Rente zu wenig, drei mal die Woche zur Dialyse und der jeweilige Tag ist gelaufen...

Auch Werden Stellenstreichungen mittlerweile nur angekündigt um den Aktienkurs zu puschen und wie es letztendlich umgesetzt wird liegt auf einem ganz anderen Blatt..

@ andererseits, um 14:14 u. Bilgenschwein, um 14:18

Es ist ja sehr verführerisch, die Ursachen dort zu suchen, wo Sie sie sehen.
Aber wo nehmen Sie die her? Der Bericht sagt mit keinem Wort, dass die Betroffenen geschuftet haben bis sie quasi umgefallen sind, sondern dass es sich um eine Erkrankung handelt, deren Ursache noch nicht bekannt ist.
Also hören Sie doch bitte auf, mit dem Finger auf Ursachen zu zeigen, die garantiert nicht infrage kommen:
Überschrift und Kurzfassung lesen, und den Filmbericht anschauen.

das Gesamtpaket macht es

Denke dies ist eine multifaktorielle Krankheit der modernen Zeit.

Mich wundert das nicht:
- Überforderung im Beruf (3 Std. Pendeln/Stau im Berufsverkehr, Abläufe die nicht mehr überschaubar sind, ständig neue/wechselnde PC-Programme die nicht immer funktionieren) - Stress in Kombination mit Bewegungsmangel
- ständig wird Flexibilität gefordert (Stetigkeit ist Fehlanzeige),
- Umweltverschmutzung/Wohngifte (viele synthetische Gifte)
- Reizüberflutung (TV, Handy)
- Existenzängste (Jobverlust, Wohnungsverlust)

Hier sind zum großen Teil auch die Regierenden gefordert!

Bezeichnende Kommentare

An ihnen lässt sich erkennen, dass sich kaum einer erst mal einen Überblick auf die Symptome der Krankheit verschafft, sondern gleich den Verdächtigen Nr. 1 aus seinem eigenen, geistigen Hut hervorzaubert.

Menschen, die daran erkrankt sind, sind oft bettlägerig. Da führen selbst Einkäufe im Supermarkt zu anschließender totalen Erschöpfung. Zähneputzen, Duschen, Kochen können da schon zur Tortur werden.

Darstellung leider an Realität vorbei

Die obige Diskussion bestätigt leider meinen Eindruck, dass es dem Beitrag leider nicht gelungen ist, die Krankheit richtig darzustellen.

Bei CFS handelt es sich um eine organische Krankheit, die derzeit am ehesten als neuroimmunologisch verstanden wird. Es hat nichts mit Burn Out oder Überforderung im Job/Alltag zu tun, sondern beginnt häufig durch einen schweren Infekt, von dem man sich nicht mehr erholt. So fit zu sein, wie die dargestellte Patientin, ist für viele nur ein Traum. Die Schwäche wird häufig mit der von Krebskranken in ihren letzten Lebenstagen verglichen... da wird schon das Essen oder Toilettengang zum Problem. Dazu kommen schlimme Schmerzen, Empfindlichkeit gegen jegliche äußere Reize (Licht, Geräusche, Gerüche), schwere Konzentrationsstörungen und vieles mehr. Kennzeichnend ist eine Verschlimmerung der Symptome nach geistiger sowie körperlicher Anstrengung oder durch Infekte. Mehr Infos gibt es übrigens auf der CFS Seite der Charité ;)
Herzliche Grüße vom Bett aus!

Brufbedinktes Ausscheiden dürfte immer öfters zutreffen...

Wer arbeite noch weil es Freude macht, geht es doch letztendlich ums Geld verdienen...

Um den Job auch noch behalten zu können wird sich nicht immer freiwillig den Arbeitsanforderungen angepasst, auch wenn es der Gesundheit schadet...

Ein ausscheiden wegen Krankheit wird immer mehr die Regel und nicht selten wird man zum Bettler...

dann kommen noch die ganzen Zuzahlungen der Krankenkassen...

Man wird eben geschröpft bis ins Grab...

@harry_up, 15:52 &@Ethi, 15:15

Nicht so vorschnell, bitte. Die Foristen, die Sie ansprechen, kennen wahrscheinlich schon den Unterschied zwischen einem Burn-Out und ME/CFS. Ich jedenfalls kenne ihn, da ich beruflich mit Erkrankten beider Gruppen zu tun habe.
Genau aus diesem Grund halte ich es auch für systemtypisch, Menschen mit eingeschränkter Regenerationsfähigkeit als "krank" (und damit unbrauchbar für den Wirtschaftsprozess) abzustempeln. Damit spart sich unsere Wirtschaft auch eine Infragestellung der herkömmlichen Wirtschaftsprozesse.
Ist also durchaus berechtigt, es von dieser Seite aus zu beleuchten. Das hat nun mit "Grabenkämpfen" gar nix zu tun.

@ frusthorn

Die moderne (globalisierte) Form von Arbeit erlaubt nur noch das Überleben, von Leben kann schon lange keine Rede mehr sein.

Das sehe ich genau umgekehrt. Ich bin gut ausgebildet und habe als Einwanderertochter in Deutschland einen guten Job. Heute haben die Menschen mehr Freizeit und sind besser abgesicherte (z. B. auch medizinisch) als jemals zuvor.

Gigantische Schäden für die Volkswirtschaft

ich hab mich aus Neugierde ein Wenig eingelesen, zumal das Thema auch in der Ärztezeitung mit einem Beitrag angesprochen wird. Ob ein Krankheitsbild, an dem 0.3% der Bevölkerung ziemlich sicher und mit Dunkelziffer vermutlich deutlich mehr (da schwierig zu diagnostizieren), nun wirklich als "selten" einzustufen ist, sei dahingestellt (die Betroffenenorganisation MEaction spricht von häufig), wenn man etwas hochrechnet, dürften ungefähr 1 Million Bürger hierzulande direkt oder als Familienmitglieder indirekt betroffen sein. Damit gehen gigantische volkswirtschaftliche Schäden einher:
Bei überschlagsweise 1000 Euro Kosten pro Patient und Monat (Behandlung, Renten, Produktivitätsausfall) sind das knapp 3 Milliarden Euro im Jahr. Nur 1% davon für die Forschung zu investieren, also 30 Millionen Euro, wären weit mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein und könnten wirklich etwas bewirken.

Die Politik ist gefordert, den Weg zu ebnen für eine umfassende Erforschung dieses Krankheitsbildes.

@ Ethi & harry_up

Natürlich hat das Thema viele Facetten, und ich bin weit entfernt davon, alles in einen Topf zu werfen. Aber in einem Diskussionsforum wie diesem hier muss es möglich sein, gesellschaftliche Kontexte hinzuzufügen. Das hat auch nichts mit "rechts gegen links" zu tun.

Hunderttausende Deutsche leiden unter der Krankheit ME/CFS

Wenn das so ist,wie könnte die Therapie aussehen ? Weiter so ? Noch mehr arbeiten und weitere Wege zur Arbeit in Kauf nehmen ?

Oder im Gegensatz zu heute,mal öfters streiken.Und in der Freizeit nicht ans Telefon gehen wenn die Chefs anrufen.
Aber das setzt auch ein Umdenken bei Gewerkschaften und Beschäftigten voraus.

@16:10 von KikiV

"Die Schwäche wird häufig mit der von Krebskranken in ihren letzten Lebenstagen verglichen... da wird schon das Essen oder Toilettengang zum Problem."

Diesem Vergleich muss ich allerdings entschieden widersprechen.

"...da wird schon das Essen oder Toilettengang zum Problem."

Am 2. Mai ist eine (weitere) Schwester von mir an Krebs (Bauchfellmetastasen bei unbekanntem Primarius) gestorben. Essen und Toilettengang??? Sie wissen nicht wovon Sie reden.
Trotzdem: Gute Besserung

@ frosthorn, um 16:20

re @ harry_up, um 15:52

Aus der Formulierung der Kommentare der beiden Mitforisten geht das m. E. eben nicht hervor, deshalb habe ich ja darauf reagiert.
Hätte der Burnout-Verdacht im Raum gestanden, wäre das garantiert im Artikel/Filmbericht erwähnt worden.
Zumal sind die zur Sprache kommenden Betroffenen noch recht jung, sie erwähnen auch selber nichts von übermäßiger Arbeitsbelastung.
Und: Die Betroffenen wollen, dass ihr Problem als “Krankheit“ anerkannt wird; Interessen aus der Wirtschaft dahinter zu vermuten, dazu besteht doch hier überhaupt kein Anlass.

@ andererseits, um 16:42

Natürlich ist es nie verkehrt, auch andere gesellschaftliche Kontexte anzufügen, doch sollte das nicht dazu führen, dass eine Ursache ganz woanders gesucht (und gefunden) wird als dort, wo sie in der Tat liegt.
Die besagte Patientin ist 28 Jahre alt, 4 Jahre zuvor hatte sie diese Erkrankung, von heute auf morgen.

... andere Gelegenheiten ihre Systemfragen zu stellen? Muss es auch zu diesem Thema sein?

Wenn man sich die Beiträge hier anschaut dann geht der Tenor klar in Richtung Burnout/Überforderung/Überlastung. Das ist aber nicht die Ursache von Cfs! Die „Foristen“ hier haben überwiegend keine Ahnung von dieser Erkrankung, genau wie der Großteil der Mediziner in diesem Land! Durch die Verknüpfung psychischer Erkrankungen mit Cfs ist den Betroffenen viel Leid entstanden, deshalb ist die Diskussion wie sie hier geführt wird schädlich für uns! Weil sie Ablenkt und die Tatsachen falsch gewichtet! Ich wünsche mir das die falsche und unfaire Stigmatisierung als bsp. Simulant endet! Das endlich mehr Geld in die Forschung fließt! Das nicht noch mehr Menschen ihr bisheriges Leben mit allen Träumen, Plänen, der Karriere, Familienplanung .... beerdigen müssen! Ihre Systemfragen helfen uns nicht! Sie lenken ab und wir werden weiter übersehen! Also bitte! Sie haben so viele Gelegenheiten und wir so wenige

Ich

kenne diese Krankheit nicht. Ich weiß nur, als ich noch gearbeitet habe, war ich Freitag nachmittag fertig. Samstag langsam erholt und klar geworden im Kopf. Sonntag schon wieder gedanklich beim Montag und im Stress. Und das ohne Ende, Woche für Woche. Gewohnt in einer Wohnung mit Lärm von der Straße, und jeden Freitag nacht eine Nachbarin mit Partymusik über mir. Irgendwann habe ich hingeschmissen.

Ich hatte das oder was

Ich hatte das oder was ähnliches. Aber es stellte sich heraus, es war eine Eppstein Barr Virus Erkrankung.

Mir ist nicht ganz sicher, was das Chronische Müdigkeitssyndrom bei anderen ist.

@russypussy
"in Deutschland einen guten Job. " Aber von einem guten Job zu träumen und ihn zu haben, sind zwei Dinge. Viele Leute fühlen sich im falschen Job, oder ausgebeutet.

@16:24 Russy Pussy

Sie können gerne von Ihren Erfahrungen berichten wie andere auch. Tun Sie das doch bitte, ohne den Namen des Users, auf den Sie sich beziehen, zu verunstalten: er heißt "frosthorn". Leider nimmt diese unqualifizierte Form der Auseinandersetzung hier in letzter Zeit zu. Muss nicht sein.

ME ist Infektion

Katastrophal: Es gibt keine Krankenhäuser, Ärzte kennen die Krankheit nicht, keinen Abrechnungsschlüssel und keine anerkannte Therapie!!
Die Ursache von ME sind eindeutig Infektionen.
Ausbrüche wie Lake Tahoe, auch in deutschen Krankenhäusern usw. zeigen das deutlich.

Das hat nichts mit Stress zu tun!
Es handelt sich um eine Immunschwäche Krankheit. Sagt Dr. Klimas. Klimas sagt auch, sie hätte lieber HIV als "CFS".

Ich kenne Familien, da haben es alle Kinder durchgemacht und eines bleibt krank, während die anderen sicher erholen.
In anderen haben es die Kinder und die Mutter/Vater.

CFS ist eine katastrophale Bezeichnung, ME ist die einzig Richtige!

Experimente von Betroffenen und Ärzten (z. B. Dr. Chia) zeigen, dass HIV-Medikamente 30% helfen, 30% Chemotherapie, anderen helfen wiederum Antibiotika.

Weitere Info:
Diagnose: International Consensus Criteria.
Dokumentarfilm: Perversly dark (vimeo, kostenlos!)
Buch: Katharina Voss, Myalgische Enzephalomyelitis vs. Chronic Fatigue

Soviele Betroffene

Ich bin seit Jahren Rentner. Von den dargelegten Problemen doch recht befreit.Von daher können meine Probleme nicht kommen.
Es ist eine Plage die einem wirklich die Lust an allem vergehen lässt.
Nun bin ich verblüfft das meine Beschwerden doch einen Namen haben könnten. Seit Jahren ist bei Ärzten nur Schulterzucken angesagt.
Kein Hinweis auf anderweitige eventuelle Abklärungsmöglichkeit.
ME/CFS ist offensichtlich in der mir bekannten Ärzteschaft kaum oder nicht bekannt.

@17:24 Ethi

Es geht mir nicht um Diskriminierung; wenn das bei Ihnen so angekommen ist, tut es mir leid und ich entschuldige mich. Mein erster Satz war, dass ich weiß, dass man bei der Ursachenforschung des chronischen Erschöpfungssyndroms noch nicht sehr weit ist. Der Begriff "Syndrom" allein macht ja ein deutlich, wie vielfältig das Krankheitsbild sein kann, das übrigens meines Wissens gar nicht so leicht in eindeutiger Abgrenzung diagnostiziert werden kann. Und zur medizinischen Ursachenforschung gehört seit langem dazu, die verschiedensten Ebenen einzubeziehen, incl. psychosomatische und soziologische Phänomene. Dem wollte ich Rechnung tragen.

@12. Mai 2019 um 16:03 von Giselbert

"das Gesamtpaket macht es"

Gute Diagnose!
Ich möchte ergänzen: Eine hohe Erwartungshaltung setzt die Menschen zusätzlich unter Druck. Man hat studiert und schafft es trotzdem nicht, den Lebensstandart der Eltern ohne lange Ausbildungswege zu erreichen.

Ferner QM, Controlling, miese EDV und immer mehr Gesetze und Regelungen machen die Menschen ebenfalls krank.

zur Klarstellung

Ich arbeite in der beruflichen Rehabilitation. Da besteht meine Klientel aus Menschen, die aufgrund einer Erkrankung / Behinderung eine neue berufliche Perspektive brauchen.
Dass dabei Menschen mit Fatigue-Syndrom (so die bei uns gebräuchliche Bezeichnung) ebenso vertreten sind wie Burn-Out-Patienten, liegt auf der Hand. Letztere sind übrigens nicht solche mit aktueller psychophysischer Erschöpfung, der mit einer Kur beizukommen wäre, sondern auch die sind, für ihren derzeitigen Beruf, "erledigt".
Fatigue-Patienten, die zu mir kommen, wollen eben NICHT nur, dass ihr Erkrankung ernst genommen wird. Sie wollen herausfinden, wie sie ein selbstbestimmtes Leben führen können, auch beruflich / existentiell.
Sich dafür mit ihnen zusammen Gedanken über eine mögliche Gestaltung der Arbeitsumwelt zu machen, gehört für mich dazu, wenn ihnen geholfen werden soll. Und noch nie hat das einen meiner Klienten gestört.
Den Aufschrei "ach die Linken wieder" kann ich überhaupt nicht verstehen.

@17:24 Ethi

Auch an Sie die Bitte, Usernamen nicht zu verunstalten: der Kollege hat den Namen "frosthorn". Ich werde mich auch weiter aktiv gegen diese zunehmende Unsitte aussprechen, Namen zu verfremden, weil ich es für ehrverletzend und auch niveaulos halte, dem inhaltlichen Diskurs dadurch auszuweichen oder ihn durch persönliche Entwertungen zu verschärfen.
An einem Punkt stimme ich Ihnen inhaltlich übrigens völlig zu: Es ist ein Unding, Betroffene zu stigmatisieren oft gar als Simulant*innen zu denunzieren.

um 17:58 von Kalk "Gut das Sie zur Aufklärung beitragen...

>>ME ist Infektion

Katastrophal: Es gibt keine Krankenhäuser, Ärzte kennen die Krankheit nicht, keinen Abrechnungsschlüssel und keine anerkannte Therapie!!
Die Ursache von ME sind eindeutig Infektionen.
Ausbrüche wie Lake Tahoe, auch in deutschen Krankenhäusern usw. zeigen das deutlich.
Weitere Info:
Diagnose: International Consensus Criteria.
Dokumentarfilm: Perversly dark (vimeo, kostenlos!)
Buch: Katharina Voss, Myalgische Enzephalomyelitis vs. Chronic Fatigue<<

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nicht einmal der TS.-Beitrag gibt das her, wird Zeit sich mit solch einer Krankheit stärker zu beschäftigen und eine Studie in Auftrag zu geben...

17:20 von harry_up @ andererseits, um 16:42

"Natürlich ist es nie verkehrt, auch andere gesellschaftliche Kontexte anzufügen, doch sollte das nicht dazu führen, dass eine Ursache ganz woanders gesucht (und gefunden) wird als dort, wo sie in der Tat liegt."

Manchmal stoßen Krankheiten, insbesondere Viruserkrankungen, andere (noch schlummernde) Erkrankungen erst an. Psychische Erkrankungen sind davon nicht ausgenommen. Letzteres nur der Vollständigkeit halber. Man kann den Ärzten, die alle erdenklichen Untersuchungen haben durchführen lassen und keine Ursache finden können, nicht verübeln, wenn sie auch an die Psyche denken. Die ist ja kein abstraktes Etwas, dass unabhängig vom Körper existiert.

@andererseits 18:16

Ich bitte sie, eine Entschuldigung ist nicht notwendig noch fühle ich mich diskriminiert oder werfe es Ihnen vor. Diese Karte wird heutzutage viel zu schnell gezogen. Ich verstehe was sie meinen. Aber sie müssen verstehen wie unheimlich wichtig es ist das die Diskussion in die richtigen Bahnen gelenkt wird.
„Das Verlorene Leben“ „Lost Voices“ diese Namen haben einen Hintergrund. Nach und nach verschwinden wir aus dem Leben unserer Freunde und Bekannten auch weil angenommen wird wir wollen garnicht gesund werden. Falsche Teraphien und Behandlungen werden verschrieben weil das Wissen selbst bei Medizinern eher mau ist.
Selbst Fälle von Freiheitsberaubung (Dänemark / Doku Unrest) gab es schon weil die Erkrankung falsch (als psychisch) eingeordnet wurde. Und glauben sie mit wenn ich sage das ein nicht unerheblicher Teil meiner Zeit aus dem „Studium“ von Forschungsergebnissen besteht (wenn es meine Konzentration zu lässt). Wir wollen einfach nur gesund werden.

@17:58 Kalk

Gestatten Sie mir eine Anmerkung: Wer - wie von Ihnen als Aussage von Dr. Klimas angeführt - so etwas sagt wie "Ich hätte lieber HIV als CFS" wird niemandem gerecht und versteigt sich in einen Vergleich, der einen Gegensatz aufbaut, den es in keinster Weise braucht, und begibt sich in Gefahr, seinerseits zu diskriminieren.

@18:11 von collettus

"Kein Hinweis auf anderweitige eventuelle Abklärungsmöglichkeit.
ME/CFS ist offensichtlich in der mir bekannten Ärzteschaft kaum oder nicht bekannt."

In der Neurologischen Uni-Klinik, in der ich gearbeitet habe, kennen alle Ärzte diese Diagnose. Sie stand auch häufig als Verdachtsdiagnose auf den Untersuchungsanmeldungen.
Als Differentialdiagnose stand da oft auch "Viruserkrankung".
Eine neuropsychologische Testung (und manchmal auch ein psychiatrisches Konsil) wurde immer dann angemeldet, wenn keine anderen Befunde erhoben werden konnten.
ALLES im Interesse des Patienten.

18:18 von AbseitsDesMains... @12. Mai 2019 um 16:03 von Giselber

"Ferner QM, Controlling, miese EDV und immer mehr Gesetze und Regelungen machen die Menschen ebenfalls krank."

Genau mit dieser Aufzählung spechen sie dem Krankenhauspersonal aus der Seele, dass eigentlich ein funktionierendes Nervenkostüm für die Patienten braucht.
Aber dann liest man am oberen Bildschirmrand: "XXXX" (elektronische Krankenakte) ist zur Zeit nicht verfügbar. Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Problem usw. usf....

ME/CFS = schwere Erkrankung! KEIN Burn out o.ä.

Jetzt hab ich mich extra hier angemeldet, um einen Kommentar zu verfassen, weil ich kaum glauben konnte, was ich in den bisherigen Kommentaren lesen mußte...
Es handelt sich bei ME/CFS um eine schwere körperliche Erkrankung, nicht um Burn Out oder "Überlastung" durch "Ausbeutung" oder sonstiges.
Dass so oft von "müde" gesprochen wird, ist leider mißverständlich. Die Erkrankten können auf zellulärer Ebene nicht genug Energie aufbauen, haben Muskelschwäche und -schmerzen und schwerste Erschöpfungszustände mit Symptomverstärkung nach geringsten "Belastungen", und brauchen sehr lange, um sich von "Überlastungen" zu erholen.
Schon kleine Kinder können erkranken!! Das hat nichts mit den Arbeitsbedingungen in Deutschland zu tun! ;)
Hier gibts weitere Infos zur Krankheit:
https://www.tagesschau.de/inland/mecfs-erschoepfungssyndrom-107.html

Und wieder einmal

... haben viele Mitkommentatoren den Artikel nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden.

Es geht nicht um Burnout!
Stress oder berufliche (Über-)Beanspruchung oder ein nerviges gesellschaftliches Umfeld stehen als Auslöser nicht zur Debatte!

@20:19 von DrBeyer

"Und wieder einmal ... haben viele Mitkommentatoren den Artikel nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden."

Locker bleiben! Sie als Rentner interessiert vielleicht mehr das virusbedingte Krankheitsbild. Die Werktätigen dagegen die Diagnose, dass es die Arbeitswelt einfach darauf ankommen lässt und keine Rücksicht auf ein humanes Arbeitsumfeld nimmt. Der Mensch ist nur noch Ressource und muss bilig und schnell sein.

Egal welchen Erklärungsansatz Sie wählen, am Ende steht ein gebrocherer und kranker Mensch. Das ist derzeit wichtiger, als die CO- oder Feinstaub-Hysterie. Nur keiner wagt sich aus der Deckung und stellt das derzeitige System in Frage.

20:19 von DrBeyer

Die Ursache der Krankheit ist unbekannt,
.
so steht es im Artikel
wieso kann nicht Burnout, Stress oder was weiß ich auch immer ein Auslöser sein
der den Körper schwächt und den Ausbruch einer "Krankheit" zumindest begünstigt

@drbeyer, 20:19

"Es geht nicht um Burnout!

Stress oder berufliche (Über-)Beanspruchung oder ein nerviges gesellschaftliches Umfeld stehen als Auslöser nicht zur Debatte!"

Was Sie alles wissen.

Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist die Ursache (Virus? Überforderung? Oder etwas ganz anderes?) gar nicht richtig erforscht.

Ich würde mich mit einer solchen Aussage also etwas zurückhalten.

Auch Kinder gehören zu den schwerkranken Patienten

Leider haben viele Kommentatoren die Thematik nicht gelesen, oder nicht verstanden.
ME ist eine schwere und schwer behindernde physische Multisystemerkrankung! Das Immunsystem, das Hormonsystem und das Nervensystem ist betroffen!
Ich kenne viele Familien mit schwer erkrankten Kindern, die durch eine Infektionserkrankung ME entwickelt haben und nie wieder gesund wurden!

An ME kann man versterben! Im schwersten Stadium werden Erkrankte beatmet, bekommen Sondennahrung und liegen abgeschirmt im dunklen Zimmer! Sie können nicht berührt werden, denn jede Berührung lässt sie ohnmächtig werden oder löst epileptische Anfälle aus!
Die Menschen, die im Film zu sehen waren, waren leicht oder allenfalls moderat Erkrankte. Schwer ME Erkrankte schaffen es nur selten, das Haus zu verlassen. Schwersterkrankte können sich nicht mal im Bett umdrehen.

Hier ist ein kleiner Trailer von„ Voices from the Shadow“, der Einblick ins Krankheitsbild verschafft: https://youtu.be/fiuqTx0u-Yw

@17:25 von OrwellAG

"Aber es stellte sich heraus, es war eine Eppstein Barr Virus Erkrankung."

Das Eppstein-Barr-Virus (EBV) wurde auch bei unseren Patienten mit ähnlicher Symptomatik öfter gefunden.
Ich fürchte nur, dass vor allem viele Hausärzte nicht an solche Möglichkeiten denken. Und - wie hier schon jemand schrieb - allzu schnell an die Psyche gedacht wird. Allerdings möchte ich anmerken, dass auch psychische Erkrankungen eben KEIN Makel sind.

@frosthorn 18:22 Die Linken wieder?

Ich kann nicht erkennen das es hier einen Aufschrei gab der Exklusiv „die Linken“ diskreditieren sollte. Vielmehr wurden auch andere Gruppen (genauso prominent) genannt und darauf hingewiesen das (wie inzwischen mehrfach von anderen Kommentatoren erwähnt) die Diskussion in die falsche Richtung geht! Im übrigen ist berufliche Rehabilitation sehr wichtig, aber ich hätte dann doch lieber ein Heilmittel und mein Leben zurück!

@andereseits 18:25

Erst habe ich garnicht verstanden was sie wollen und musste meine Posts nochmals lesen. Ich tippe auf meinem Handy und benötige recht lange dafür. Ich hatte mich schlicht verschrieben bzw. mir den Namen falsch notiert. Persönliche Beleidigungen liegen mir absolut fern und ich benötige sie nicht um mich auszutauschen. Bitte entschuldigen sie.

@DrBeyer, 20:19

Und wieder einmal haben viele Mitkommentatoren den Artikel nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden
Es geht nicht um Burnout!
Stress oder berufliche (Über-)Beanspruchung oder ein nerviges gesellschaftliches Umfeld stehen als Auslöser nicht zur Debatte!

Ich habe aber das Gefühl, dass Sie auch die Beiträge Ihrer Mitkommentatoren nicht richtig gelesen oder verstanden haben.
Mit der Diagnose ist es nämlich nicht getan. Oder hat jemand was davon, wenn er kein Fatigue-Syndrom, sondern "nur" einen Burn-Out hat?
Wir müssen Arbeits- und Lebensbedingungen schaffen, unter denen auch Fatigue-Patienten (und alle anderen)angemessen in die Gesellschaft integriert sind, kriegen es aber nicht mal hin, das Umfeld so zu gestalten, dass Gesunde damit zurecht kommen, ohne krank zu werden. Meine Tätigkeit besteht genau aus diesem Bemühen. Ich verstehe nicht, warum diese Forderung hier als eine Art Missachtung von CFS-Betroffenen dargestellt wird.

15:07 von miro777

"Die Ursache der chronischen Erschöpfung ist unbekannt. Dieser Satz spricht für sich. Der Gesellschaft geht immer mehr das Empfinden für die einfachsten Dinge verloren. Wer chronisch erschöpft ist, ist so überanstrengt, dass ihm sogar die Kraft zur Erholung fehlt. So einfach ist das."

Die Ärzte verstehen also die einfachsten Dinge nicht mehr.
Was raten Sie den Ärzten, um den Kranken zu helfen?
Von alleine kommen die Ärzte offenbar nicht drauf.

@20:19 von DrBeyer

"Stress oder berufliche (Über-)Beanspruchung oder ein nerviges gesellschaftliches Umfeld stehen als Auslöser nicht zur Debatte!"

Trotzdem können (nicht müssen) die genannten Probleme das Immunsystem schwächen. Auch wenn es hier nicht um eine Erkrankung der Psyche geht, finde ich es doch bedenklich, mit welcher Vehemenz jegliche psychische Komponente ausgeschlossen wird. Das macht m.E. unsere eigene diskriminierende Haltung so richtig schön deutlich.
Krebspatienten müssen ja auch damit leben, dass immer jemand über psychische Faktoren sinniert.

@ frosthorn

Darum geht es gar nicht, ich glaube, Sie haben den Artikel einfach nicht verstanden.

@ Bilgenschwein

Wir müssen immer mehr schaffen, immer höhere Anforderungen, kompliziertere Bestimmungen und immer weniger Leute. Erst wurden die Belegschaften zusammenrationalisiert, jetzt fehlen allerorts die Fachkräfte.

Vermutlich haben Sie recht, aber ein Zusammenhang mit dem Fatigue-Syndrom wäre dennoch rein zufällig. Einen Nachweis gibt es dafür nicht.

@frosthorn

"Oder hat jemand was davon, wenn er kein Fatigue-Syndrom, sondern "nur" einen Burn-Out hat?"

Natürlich hat jemand etwas davon, wenn er die richtige Diagnose gestellt bekommt! Nur dann kann er adäquat behandelt werden.

"[...] kriegen es aber nicht mal hin, das Umfeld so zu gestalten, dass Gesunde damit zurecht kommen, ohne krank zu werden. Meine Tätigkeit besteht genau aus diesem Bemühen. Ich verstehe nicht, warum diese Forderung hier als eine Art Missachtung von CFS-Betroffenen dargestellt wird."

Grundsätzlich ist Ihre Tätigkeit selbstverständlich keine Missachtung von CFS-Betroffenen, sondern im Gegenteil eine gesellschaftlich extrem wichtige Sache.
Nur im Kontext dieses Artikels ist es schon etwas seltsam, dass sich ein Großteil der Diskussion um Burn-Out dreht, obwohl im Artikel ziemlich klar steht, dass die Betroffenen sehr darunter leiden, dass sie so große Probleme mit der Anerkennung ihrer Krankheit als eine solche haben.

Darstellung: