Ihre Meinung zu: Istanbul: Imamoglu - eine Bedrohung für Erdogans AKP

12. Mai 2019 - 5:51 Uhr

Die Wahl von Istanbuls Oberbürgermeister wird wiederholt. Den bisherigen Sieger Imamoglu beobachtet Erdogans AKP scharf, denn für das eigene Lager scheint der eine echte Alternative zu sein. Von Oliver Mayer-Rüth.

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Kommentare

Hier hat das türkische

Volk die einmalige Gelegenheit zu zeigen, ob es wirklich in die EU will und es verdient aufgenommen zu werden.
Wenn nicht mal die freizügigste Stadt dem Despoten den Rücken kehrt, würde das zeigen, dass eine EU Mitgliedschaft vom Volk nicht gewollt ist.

Istanbul ist nicht die

Istanbul ist nicht die Türkei...Erdogan wird bleiben...

Wie wir hier vor 3 Tagen

Wie wir hier vor 3 Tagen erfahren konnten, hat sich die Türkei unter Erdowahn zur Mülldeponie der BRD entwickelt.
Ausländische Medien sollten sich darum bemühen, dieses Wissen auch in der Türkei zu publizieren und auch berichten, wer sich mit diesem Geschäft in der Türkei die eigenen Taschen füllt.
Denn dann könnte das Ende des Diktators Erdowahn schneller kommen als gedacht.
Auch ein paar Geheimdienstinformationen über die Konten des Erdowahn - Clans in der Schweiz dürften da Wunder wirken.

Alles ist vergänglich

und im Rückblick von kurzer Dauer.

Imamoglu ist natürlich durch

Imamoglu ist natürlich durch die für alle Menschen mit einem Rechtsempfinden skandalöse Annullierung der istanbuler Bürgermeister-Wahl längst ein Gegenkandidat zu Erdogan, und dieser Aspekt prägt die Wahlwiederholung im Juni deutlich. Es steht zu befürchten, dass durch Wahlmanipulation das erneute Ergebnis zugunsten des AKP-kandidaten Yildirim verfälscht wird; daher wird es viele unabhängige Wahlbeobachter*innen brauchen. Und selbst dann ist nicht garantiert, dass Erdogans langer Arm nicht wieder gegen alle demokratischen Regeln und Grundsätze zugreift.

Na da bin ich ja mal gespannt,

wie das rausgeht. Ich wünsche Herrn Imamoglu jedenfalls viel Erfolg.

Wenn auch die 2. Wahl für Erdogan verloren geht,

ist seine Machtposition dahin. Er kann höchstens wieder einen "Putsch" versuchen, den ihm aber niemand mehr abnimmt. Ich denke, bei einem Sieg von Imamoglu ist die Erdoganära vorbei.

Imamoglu - ein Konkurrent?

Das wäre verfrüht.
Der türkische Nationalismus tobt auf einem hohen Niveau, jetzt dem in die Zügel greifen zu wollen, das dürfte ein Desaster geben. Es muss udn wird wohl so kommen, das Erdogan sein Regime bis zur bitteren Neige auskosten darf und das seine Nachfolger über Korruption oder interne Auseinandersetzungen stolpern werden. Für die Scherben braucht es dann einen neuen Atatürk oder etwas anderes titanisches.
Es ist ein Leid, das egal ob "wehrhafte Demokratie" oder Demokratur neuen Typs, die Zivilgesellschaft zwar Sitz und Stimme hat, aber nix mehr zu melden.

@ Fennec, um 07:47

Ob das türkische Volk eine Mitgliedschaft in der EU wirklich als wünschenswert oder gar als Verdienst ansieht, bezweifle ich mittlerweile stark.
Auch Erdogan scheint kein wirkliches Interesse mehr daran zu haben.

@ nie wieder spd, 08:09

Was Ihr Beitrag nun mit dem Thema des Artikels zu tun hat, sollten Sie in einem weiteren Kommentar einmal klarstellen.
Was Sie schreiben ist jedenfalls ebenso verfehlt wie geschmacklos.

23.Juni.2019

Imamoglu wird die Wahl hochhaus gewinnen. Erdogan hat keine Chance mehr die Neuwahl zu manipulieren. Bei der Präsidentschaftswahl 2018 war das anders dort wurde manipuliert, aber die Opposition war zu schwach um gegen die Manipulation vorzugehen.
Die Frage ist,was macht Erdogan dann ,wenn er die Wahl verlieren sollte. Istanbul ist die Türkei. Wer in Istanbul gewinnt, gewinnt die Türkei.D.h Erdogan bleibt nur eine Möglichkeit.Er wird an diesem Tag die Maske fallen lassen. Er wird die Wahl wieder annulieren lassen und zeitgleich gegen die Opposition vorgehen. Vermutlich die Führer verhaften lassen. Daraufhin wird es Unruhen geben. Es wird ein Bürgerkrieg geben den man nicht mehr vermeiden kann.
Düstere Zeiten für die Türkei.

um 08:52 von harry_up

Was Ihr Beitrag nun mit dem Thema des Artikels zu tun hat, sollten Sie in einem weiteren Kommentar einmal klarstellen.
Was Sie schreiben ist jedenfalls ebenso verfehlt wie geschmacklos.

Re
und Realitätsfern da es Geld bringt und von den Türken gewollt ist .Rohstoffe sind Teuer und das PE zb was vom grünen Punkt nach China verkauft wird ca 1000 € .Der Müll ist die neue Rohstoffquelle .

Ich weiß nicht, warum.....

die ÖR die OB-Wahl in Istanbul so überbewerten! Erdogan hat seine Anhänger auf dem Land und in Deutschland und gegenüber Istanbul, Ankara oder Izmir ist das immer noch die Mehrheit. Oder soll hier das hochgelobte Mehrheitsprinzip plötzlich nicht mehr gelten? Besonders deswegen ist die Reaktion von Erdogan mehr als unverständlich!

Titan?

Schöner Gedanke. Leider haben Titanen auch so ihre Nebenwirkungen.
Ich habe den Eindruck, Großbritannien und die Türkei werfen sich einen quasi medialen Ball hin und her. Haben wir hier in D gerade noch - bis zum Überdruss - das GB-Drama verfolgt: Ja, was woll'n sie denn? Da fliegt die geballte Aufmerksamkeit in die Gegenrichtung: Ja, was macht er denn jetzt? Der Meister vom Bosporus. Politik, egal wo, gleicht immer mehr einem Theater auf tiefstem Niveau - Personal, Plot und Inszenierung betreffend.

@ Klausewitz, um 07:52

“Istanbul ist nicht die Türkei...“

Das liest und hört man in den Medien aber zumeist anders. Außerdem geht es um den Posten des Bürgermeisters, nicht um den des Staatspräsidenten.
Ich würde sagen:
Die Metropole wird hoffentlich den Bürgermeister bekommen, den sie verdient.

Ich glaube Erdogan hat einen riesen Fehler gemacht.

08:47 von harry_up "Ob das türkische Volk..."

In letzten Chat zu diesem Thema habe ich vom türkischen Volk geschrieben und da hat man mich kritisiert, es war ein AKP Fan, ich solle nicht das ganze Volk schreiben, obwohl ich ganze nicht geschrieben habe. Also schreiben sie bitte auch, dass die AKP Anhänger an der EU nicht interessiert sind. Diesen fehlt halt der wirtschaftliche Weitblick.

@ karlheinzfaltermeier, um 09:15

Da Erdogan so “empfindlich“ reagiert wie er das tut, können Sie ganz sicher davon ausgehen, dass er die Bedeutung des Bürgermeisteramtes in Istanbul anders einschätzt.
Er selbst sagt(e) ja sinngemäß, dass, wer Istanbul regiert, auch die Türkei regiert.
Daher überbewerten die ÖR diese Wahl ganz sicher nicht.

@ 09:15 karlheinzf...

Sie wissen schon: Das Mehrheitsprinzip wurde durch Erdogans Annullierung der Bürgermeisterwahl beschädigt. Und Sie wissen schon, dass in Istanbul 16 Millionen Menschen leben, oder? Was also wollen Sie mit Ihrem Kommentar sagen?

Neuwahl? warum nicht?

Die türkische Wahlkommission hat ihre berechtigten Gründe für die Neuwahl in Istanbul genannt.
Zumal Ankara auch an die Opposition ging und wie auch hier wurden Unstimmigkeiten festgestellt, aber im Gegensatz zu Istanbul waren sie nicht gravierend, die eine Neuwahl begründet hätten. Es gibt Berichte in den Medien, wonach einige Parteien, unteranderem die HDP, ihre Wählern empfiehlt ihre Stimmen nicht mehr zugunsten Imamoğlu abzugeben.

Warum

Warum wird von einer Bürgermeisterwahl berichtet? Kommen jetzt aus jeder Stadt der Welt nachrichten wer Bürgermeister wurde oder wer nicht?

Türkei

Alles und jeder als Erdogan und die AKP wäre gut für die Türkei.

09:15, karlheinzfaltermeier

>>Ich weiß nicht, warum.....
die ÖR die OB-Wahl in Istanbul so überbewerten! Erdogan hat seine Anhänger auf dem Land und in Deutschland und gegenüber Istanbul, Ankara oder Izmir ist das immer noch die Mehrheit. Oder soll hier das hochgelobte Mehrheitsprinzip plötzlich nicht mehr gelten? Besonders deswegen ist die Reaktion von Erdogan mehr als unverständlich!<<

Verständnisfrage:

Sie finden, die ÖR überbewerteten die Wahl in Istanbul, meinen aber gleichzeitig, Erdogans Reaktion wäre unverständlich?

Inwiefern?

Meinen Sie, auch er würde die Bürgermeisterwahl in Istanbul überbewerten?

So ganz schlau werde ich aus Ihrer Kritik nicht.

09:20 von harry_up

Wenn Istanbul nicht die Türkei ist und somit nicht wichtig, warum hat die AKP nur diese Wahl annullieren lassen und nicht alle? Der Vorwurf, den man dieser Wahl anhaftet, könnte man auf viele andere übertragen. Aber da hat ja die AKP die Nase vorn und dann ist es ja was anderes. Es landet ja auch kein AKP Freund im Gefängnis, ohne ordentliche Anklageschrift oder Beweise. Ich denke die AKP verliert die Neuwahl, weil die Menschen genau das kapiert haben!

09:30, Kalküllator

>> Es gibt Berichte in den Medien, wonach einige Parteien, unteranderem die HDP, ihre Wählern empfiehlt ihre Stimmen nicht mehr zugunsten Imamoğlu abzugeben.<<

In welchen Medien gibt es diese Berichte?

Imamoğlu als Bedrohung für die AKP

Sicher sicher, wer wurde denn nicht als Bedrohung für Erdoğan und für seine Partei hochstilisiert?
Fakt ist nur, dass bei allen Wahlen nach 2002 die AKP als stärkste Partei hervorgekommen ist.

09:31, kaderekusen

>>Warum wird von einer Bürgermeisterwahl berichtet?<<

Weil sie überregionale Bedeutung hat und der große Führer sich einmischt.

>>Kommen jetzt aus jeder Stadt der Welt nachrichten wer Bürgermeister wurde oder wer nicht?<<

Nur dann, wenn es überregionale Bedeutung hat.

09:31 von kaderekusen

Ich denke man berichtet über Istanbul, weil Erdogan selbst behauptete, wer Istanbul gewinnt, gewinnt die Türkei. Aus diesem Grund wird nur in Istanbul neu gewählt und nicht überall, wo es Unstimmigkeiten gab. Das ist schon eine Meldung wert, es zeigt das undemokratische am "System Erdogan"!

Die istanbuler haben nun die

Die istanbuler haben nun die Wahl zwischen einem Europa hörigen linken der nur vorgaukelt die Interessen der Türkei zu vertreten aber insgeheim die Politik des europäischen Auslands durchdrücken will oder einem der wirklich die türkischen Interessen vertritt. Schon klar das die hiesigen Menschen den ersten Kandidaten mit allen Mitteln auch medial unterstützten. Ich kann nur hoffen das diesmal die Menschen in der Türkei sich richtig entscheiden und somit den europäischen Einfluss zurück drängen.

Wirtschaftliche Lage

Was fehlt in dem Bericht ist die katastrophale wirtschaftliche Lage. Obst und Gemüse ist teurer als in Deutschland, die Lira ist im freien Fall, die Arbeitslosigkeit ist bei 14% da die AKP nur auf die Baubranche setzt (alles auf Schulden), produziert wird nichst mehr. Nicht mal in der Landwirtschaft. Wenn die Leute hungern müssen, muss jede Regierung früher oder später gehen.

@andererseits um 09:29Uhr

Für Sie also vereinfacht: Wenn ein Konkurrent die OB-Wahl in Isranbul gewinnt, ist er noch lange nicht der Staatspräsident und entscheidet nicht über Bosporus-Tunnel- und Brücken oder Mega-Flughäfen. Und die erschreckte Reaktion von Erdogan verstehe ich deswegen nicht, weil er trotz Istanbul dort und besonders auf dem Land seine Anhänger hat! Warum unterstellt man, daß ein Wähler von Imamoglu automatisch ein Gegner von Erdogan ist?War dessen Kandidat nicht Yldirim? Kann es nicht sein, daß eben wegen ihm Imamoglu gewählt wurde?

@ Defender411, um 09:38

re 09:20 von harry_up

Der erste Satz meines Kommentars war ein Zitat; mir ist die Bedeutung des Bürgermeisteramtes von Istanbul klar. Und Erdogan ganz sicher noch klarer.

@ Defender411, um 09:29

re 08:47 von harry_up

Das “türkische Volk“ hatte ich aus dem Beitrag des Users Fennec zitiert.
Ansonsten: Akzeptiert!

@fathaland slim um 09:38Uhr

Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht der Ansicht, daß ein Wahlausgang in Istanbul große Auswirkungen auf die ganze Türkei hat. Es ist nur eine OB-Wahl und man sollte nicht mehr hineininterpretieren, als tatsächlich enthalten ist. In München regiert auch meistens ein SPD-Kandidat, obwohl in Bayern die CSU die Regierung stellt. Das Verhalten Erdogans verstehe ich deswegen nicht, weil er sicher auch in Istanbul als Staatspräsident seine Mehrheit hat und die Türkei eben nicht nur aus Istanbul, Ankara und Izmir besteht. Angeblich denken und sind die Bürger in Istanbul liberaler, als im Rest der Türkei! Vielleicht wurde deswegen Yldirim nicht gewählt? Und seit wann nehmen Sie die Sprüche von Erdogan ernst?

09:51, quer.denker

>>Die istanbuler haben nun die Wahl zwischen einem Europa hörigen linken der nur vorgaukelt die Interessen der Türkei zu vertreten aber insgeheim die Politik des europäischen Auslands durchdrücken will oder einem der wirklich die türkischen Interessen vertritt.<<

Das ist jetzt schon das zweite Mal, daß ich dieses offensichtlich neue Narrativ lesen darf.

Bisher waren die Gegner Erdogans ja sämtlichst von Gülen und/oder der PKK gesteuert, nun ist es Europa. Kann es vielleicht sogar sein, daß die EU mit Gülen und der PKK unter einer Decke steckt?

Aber Imamoğlu als Linken zu bezeichnen, das finde ich schon ziemlich erstaunlich.

Wahl in Istanbul

Es wäre für die Türkei sicher unbestreitbar ein Gewinn, wenn es innerhalb der Türkei eine nennenswerte Opposition geben würde. Zur Zeit gibt es eine solche nicht.

International hat diese Wahl nur sehr geringe Bedeutung. National für die Türkei ist diese Wahl von erheblicher Bedeutung. Istanbul ist das Zentrum der Türkei. Alle finanziellen Weg innerhalb und außerhalb der Türkei fließen über Istanbul. Geld regiert diese Stadt. Wer den Zugriff auf diese Wege hat, kann diese auch steuern und lenken.

Sollte die CHP diese Wahl gewinnen, hat die Partei eine Machtbasis. Damit kehrt aber sicher noch nicht die Demokratie in die Türkei zurück. Damit wird lediglich die Macht von Erdogan ein wenig eingeschränkt und im günstigsten Fall sogar wieder so etwas wie Kontrolle ausgeübt.

Von einer Kontrolle des Volkes gegenüber der Politik sind die Türken dann immer noch Lichtjahre entfernt.

Die Frage einer EU-Mitgliedschaft stellt sich nicht. Deshalb ist es falsch diese abzubrechen.

@ karlheinzfaltermeier, um 09:54

re @ andererseits, um 09:29

Da Yildirim sozusagen der politische Intimus (ich sag ja nicht “Marionette“) Erdogans ist, ist der Wähler von Imamoglu automatisch Ablehner oder Gegner Erdogans.
Schauen Sie sich die derzeitigen Konstellationen in der Weltpolitik an, da finden Sie Entsprechendes.

10:06, karlheinzfaltermeier @fathaland slim um 09:38Uhr

>>Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht der Ansicht, daß ein Wahlausgang in Istanbul große Auswirkungen auf die ganze Türkei hat. Es ist nur eine OB-Wahl und man sollte nicht mehr hineininterpretieren, als tatsächlich enthalten ist. In München regiert auch meistens ein SPD-Kandidat, obwohl in Bayern die CSU die Regierung stellt.<<

Herr Erdogan ist ganz offensichtlich entschieden anderer Meinung als Sie, und das sollte Ihnen vielleicht zu denken geben. Vielleicht ist Istanbul doch ein wenig wichtiger für seinen Machterhalt, als München es für den der CSU ist? Welcher CSU-Ministerpräsident war denn vorher Oberbürgermeister Münchens?

Wie häufig ...

... kann ein Blick in die Geschichte zum besseren Verständnis der Gegenwart beitragen. Istanbul ist nicht "irgendeine Stadt" und deren OB nicht "irgendwas im irgendwo". Bei Istanbul handelt es sich um das ehemalige Konstantinopel, benannt nach dem römischen Kaiser Konstantin dem Großen, der sie ab 330 n.C. zur Hauptstadt des oströmischen Reiches ausbaute. 1453 wurde die seinerzeit als uneinnehmbar geltende Stadt - das "Neue Rom" - von den Osmanen erobert, die sie prompt zur Hauptstadt ihres Reiches und Sitz des Sultans machten. Die "geopolitische" Bedeutung K. übertrug sich auch auf die dann herrschenden Osmanen, ergänzt um deren Gewicht innerhalb der islamischen Welt. Schließlich galten die osmanischen Sultane eine gewisse Zeit auch als Kalifen, also als "Beherrscher der Gläubigen". Unter Atatürk verringert, unter Erdogan erhöht sich letztere wieder. Jetzt dürfte vielleicht einigen Usern die ungeheure Bedeutung dieser OB-Wahl für die heutigen Türken besser verständlich sein.

@Am 12. Mai 2019 um 09:40 von fathaland slim

Bittesehr, wie gewünscht.
Die Links weisen auf türkische Internetseiten.

https://www.ensonhaber.com/turkiye-gundeminin-ozeti.html

https://t24.com.tr/haber/hdp-li-tascier-kurtler-istanbul-da-akp-ye-oy-ve...

https://www.internethaber.com/hdpli-vekil-imam-tascierden-sasirtan-cikis...

https://www.memurlar.net/haber/828783/hdp-li-vekil-istanbul-da-kurtler-a...

@Aber Imamoğlu als Linken zu bezeichnen, 10:06 von fs

"das finde ich schon ziemlich erstaunlich."

Ich nicht. Der Zeitgeist wird eben momentan durch die 'poorly educated' getrieben.

Fakten sind da eher störend. Zumal wenn man täglich 'neue' finden kann.
doppelplusgut ;)

Nein.

Wo soll eine Gefahr für das Herrschertum u. den Herrscher kommen wenn dieser so lange wählen lässt u. sonst noch über Instrumentarien verfügt bzw. er sich erdreistet sie einfach zu tun bis es in seinem Sinne ausgeht. Und sei es nur der Form nach?!
Die AKP u. das ist der vermeindliche demokratische Wahlverein vom Pascha wird besonders solange Posten u. Pfründe winken auch nicht rebellieren. Das Militär worauf sich sonst Autokraten u. Diktatoren stützen sing zu schwach einzugreifen weil sie auch in der Vergangenheit selbst belastet u. versaut sind oder waren. Also Militärdiktatur oder sonst eine die auch noch was Religiöses vorgaukelt oder in Anspruch nimmt ist für die meisten vor allem oppertunen Schafe doch die bessere Wahl. Dazu kommt das der Herr noch nie Hirn geschmissen hat weil es den auch gar nie gab. Es ist viel anstrengender u. gefährlicher selbst etwas zu tun gegen solch eine Wand von Hirnglaubens von Ali u. oder Mohamed aus dem Mittelalter.Und der hat auch nur "erobert."

Hoffentlich schafft Imamoglu es erneut - weg mit der AKP

Ob Imamoglu nun eine Bedrohung fuer die AKP ist oder nicht:

https://www.tagesschau.de/ausland/imamoglu-tuerkei-101.html

Imamoglu - eine Bedrohung für Erdogans AKP

ist mir herzlich egal. Es ist allerhöchste Zeit fuer eine Wende in der Tuerkei weg von diesem faschistoiden Erdogan-Regime zurueck zur Demokratie und das geht mit der AKP nicht.

Und dass hier ist doch schön zu sehen:

https://www.tagesschau.de/ausland/imamoglu-tuerkei-101.html

Wie religiös und konservativ ist Ekrem Imamoglu? Zumindest kommt der Oppositionspolitiker der Mitte-Links-Partei CHP und erneute Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters von Istanbul bei islamisch-konservativen Wählern besser an als anderen bisherigen Kandidaten der CHP.

Von daher hoffe ich, das Imamoglu es erneut schafft und Erdogan und dessen AKP fuer immer aus der Tuerkei vertreibt.

@ QuantaCosta, um 10:15

Danke für diese Klarstellung.

Hinzufügen möchte ich:
Da Erdogan bekanntlich selber vor 25 Jahren Oberbürgermeister von Istanbul war, weiß er am besten, wie's dann weitergeht...

10:16, Kalküllator

>>@Am 12. Mai 2019 um 09:40 von fathaland slim
Bittesehr, wie gewünscht.
Die Links weisen auf türkische Internetseiten.<<

Sie meinen nicht, dies wäre das, was man als "Fake News" bezeichnet? Wahlkampf unter der Gürtellinie, mittels Falschbehauptungen? Welches seriöse Presseorgan berichtet denn ähnliches?

09:51 von quer.denker ..die türkischen Interessen ..

Was immer das sein soll … es get nicht so sehr um "türkische Interessen", es geht um eine Nationalistisches politisches Konzept und um die Außenwirkung eines geschlossenen politischen Erscheinungsbildes. Politisch ist weitgehend unwichtig, wer Bürgermeister ist, das gilt in Berlin we in Istanbul, aber für eingeschworene Saubermänner, die ihre politische Berechtigung auf Verschwörungstheorien und Bedrohungsszenarien stützen ist jeder Abweichler ein Verrat und damit etwas auszumerzendes.... erst und frühestens nach Erdogan können sich die Verhältnisse in der Türkei auf friedlichem Wege normalisieren.

@ Klausewitz

"Istanbul ist nicht die Türkei"

So schaut das aus.
Bayern ist zum Glück auch nicht Berlin, außer das sie viel Geld von uns bekommen. Ohne das sie nicht mehr handlungsfähig wären.
Von dem her werden die das in der Türkei schon regeln, ohne das wir hier in Öffentlich Rechtlichen das ständig mit einseitiger Meinung kommentiert bekommen.

Weiterhin zweifle ich das hier von Yildirim erst mal an

Zusätzlich zweifle ich dass hier von Yildirim erst mal an:

https://www.tagesschau.de/ausland/imamoglu-tuerkei-101.html

Die AKP fürchtet Imamoglus "Magdur"-Image. Wohl auch deshalb hat Binali Yildirim, Imamoglus Wettbewerber um das Amt des Oberbürgermeisters von Istanbul, am Freitag deutlich gemacht, dass eigentlich er der "Magdur" sei. Denn aufgrund des Betrugs beim Auszählen hätte man ja ihm die Stimmen und das Amt gestohlen.

denn Yildirim hat dafuer ueberhaupt keinerlei Beweise geliefert, genauso wenig wie Erdogan jemals Beweise geliefert hat fuer die ganzen politisch motivierten Verhaftungen gegen die Kurden! Ich glaube Yildirim nicht und fuer mich ist der KEIN "Magdur".

Ja - das ist zu hoffen.
Und zusätzlich noch > sollte die AKP und damit auch ganz besonders Herr Erdogan erneut verlieren, dass dann Herr Erdogan nicht durchdreht

@ sosprach, um 09:36

Sie schreiben:
“Alles und jeder als Erdogan und die AKP wäre gut für die Türkei.“

Zumindest seine Anhänger werden dem entgegenhalten, dass Erdogan während seiner Amtszeit die Türkei aus ihrem politischen und wirtschaftlichen Schattendasein ans helle Licht geführt hat - was, wenn man es nüchtern betrachtet - ja auch so ist.

Dass Macht zur Sucht führt, die immer wieder aufs Neue befriedigt werden muss, beweist die Geschichte tausendfach; und auch, dass zu deren Erhalt zu Mitteln gegriffen wird, die anfangs undenkbar erschienen.
Aus dieser Erkenntnis mag Ihre (berechtigte?) Meinung resultieren.

Die TS berichtet: "Wenn

Die TS berichtet: "Wenn Erdogan die gesamte Opposition als Unterstützer der als Terrororganisation eingestuften PKK stigmatisiert, lässt sich Imamoglu nicht provozieren, sondern reagiert stattdessen immer wieder mit positiven Botschaften. "
Alleine schon das macht ihn für mich zu einem fähigen Politiker. Besonnenheit ist in diesen Tagen ein nicht zu unterschätzendes Gut.
Persönlich kann ich mit Demokratiezerstörern vom Schlage Erdogan nichts anfangen, deshalb treibt mich der Sultan zum Wahnsinn.

@Kalküllator

Interessant. Dann teilen Sie uns doch bitte mal die berechtigten Gründ mit. Erdogan spricht unentwegt von Diebstahl und Korruption, dabei ist die offizielle Begründung die Aufstellung der Wahlhelfer. Diese hätte man vor der Wahl beanstanden müssen. Was man versäumt hat. Erklären Sie uns doch dann bitte Mal,weshalb in den Stadtteilen die Wahl nicht annuliert wird. Da ist ähnliches passiert. Der Antrag der Opposition wurde hierfür abgelehnt. Sie müssen endlich ihren türkischen Stolz in die Tonne kloppen und ehrlich sein. Es gab bislang leider keinen vernünftigen Gegenkandidaten, das wissen vor allem wir, die Türkischstämmigen oder?

Abwarten

Abwarten ob Herr Erdogan und seine AKP nicht ein richtiges Eigentor geschossen haben. Ich finde es aber zwingend notwendig das eine sehr große Anzahl Wahlbeobachter nach Istanbul geschickt werden,Hunderte wohlgemerkt. Nach dieser Farce von Herrn Erdogan muss man so Manches befürchten!

Allerdings weiß ich persönlich zu wenig über den derzeitigen Gewinner und kann mir noch kein Bild über seine politische Vorstellung machen. Sogenannte Heilsbringer entpuppten sich schon zu oft als das krasse Gegenteil. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

@ Demokratieschue, um 10:26

“...Von daher hoffe ich, das“(s!)“Imamoglu es erneut schafft und Erdogan und dessen AKP fuer immer aus der Tuerkei vertreibt.“

Das ist ja mal ein Wunsch. Aber wie kommen Sie darauf, dass Erdogan aus dem Land vertrieben werden soll (und kann)?
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

(Mit dem “das“ oder “dass“ stehen Sie nach wie vor auf dem Kriegsfuß - oder ist 'dass' Ihr persönlicher Gag?)

@ herbert2, um 10:41

Danke für Ihren aufklärenden Kommentar.

Es ist immer wieder erstaunlich

Jetzt gilt also ein religiöser Konservativer für Tagesschau und ihre Leser als großer Hoffnungsträger. Weil Erdogan ja verteufelt wurde, soll er jetzt mit Beelzebub ausgetrieben werden (an alle, die jetzt wieder mit dem stupiden "Erdogan-Verteidigen" daherkommen: Ich mag Erdogan kein bisschen, ich verstehe nur nicht, warum ich Imamoglu mögen soll und warum der jetzt zum Messias hochgejubelt wird - irgendwie läuft es jedes Mal nach dem selben Schema ab).

Bei Tagesschau und Weltspiegel liest sich das so:

"Oppositionspolitiker Imamoglu verbindet die moderne westliche Türkei mit den Werten konservativer Familien."

Hat sich der Autor dieser Zeile und hat sich die Redaktion auch nur eine Minute lang überlegt, wie das zusammenpassen soll und wie man das verbinden will? Ist dieser Imamoglu wieder so einer, der jetzt vom Westen unterstützt wird, a la Jazenjuk oder Guaidó? Man darf angewidert gespannt sein.

fathaland slim um 10:13Uhr

Da bin ich aber froh, daß ich anderer Meinung bin, als Herr Erdogan! Nochmal! Es war nur eine OB-Wahl und man sollte daraus nicht ableiten, daß Istanbul plötzlich voller Erdogan-Gegner wäre! Bei einer "Wahl" des Staatspräsidenten würde sicherlich Erdogan auch in Istanbul eine Mehrheit erreichen. Ich bleibe dabei, daß Istanbul nicht die Türkei ist, wie hoch das von Erdogan in seinen Sprüchen verkauft wird. Aus einer OB-Wahl diese Schlußfolgerungen zuziehen, halte ich für mehr als verfrüht. Wenn Imamoglu für das Staatspräsidentenamt kandidieren würde und landesweit den Zuspruch hätte, wäre die Ausgangslage anders und die Reaktion von Erdogan verständlich. Die OB-Wahl in Istanbul war IMHO einfach eine Persönlichkeitswahl. Und was München betrifft: sollen wir uns wirklich gegenseitig die OB-Namen zitieren?

@Am 12. Mai 2019 um 10:32 von fathaland slim

Sie können zu Prozent beurteilen, dass ausgerechnet diese Meldung im kollektiven als Fake-News verbreitet wurde?
Seriös sagen Sie? Ich behaupte mal ganz kek und ungeniert, dass Sie genauso reagiert hätten,
indem Sie diese als vermeintlich regierungsnahe Medien abstempeln.

11:13, Corax

>>Bei Tagesschau und Weltspiegel liest sich das so:

"Oppositionspolitiker Imamoglu verbindet die moderne westliche Türkei mit den Werten konservativer Familien."

Hat sich der Autor dieser Zeile und hat sich die Redaktion auch nur eine Minute lang überlegt, wie das zusammenpassen soll und wie man das verbinden will?<<

Nun ja, wer nicht in der Lage ist, "lagerübergreifend" die Leute anzusprechen, wird nicht gewählt werden. Und nicht nur in der Türkei, sondern wohl in jedem Land dieser Erde gibt es zahlreiche oft weniger gebildete, konservative Menschen, die man nicht aufgeben und den rechten Demagogen überlassen sollte.

>> Ist dieser Imamoglu wieder so einer, der jetzt vom Westen unterstützt wird, a la Jazenjuk oder Guaidó? Man darf angewidert gespannt sein.<<

Auch Sie übernehmen hier also das neue Narrativ der türkischen Nationalisten. Es fällt mir schwer, mich daran zu gewöhnen, nachdem mir jahrelang erklärt wurde, die Gegner Erdogans würden von Gülen und der PKK gesteuert.

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