Ihre Meinung zu: "Blue Moon": Amazon-Chef präsentiert Mondlandefähre

10. Mai 2019 - 8:40 Uhr

Amazon-Gründer Bezos hat ein Modell einer Mondlandefähre vorgestellt. Sie soll bis zu vier Fahrzeuge, wissenschaftliche Geräte, aber auch Menschen transportieren können. Man sei bereit, die NASA damit zu unterstützen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.714285
Durchschnitt: 2.7 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

"...um künftige Energiekrisen zu vermeiden"

Äh. Es gibt da draußen nichts, was wir nicht billiger und effizienter hier auf der Erde bekommen könnten - mit der einen Ausnahme der Strahlungsenergie der Sonne. Die ist natürlich ohne Atmosphäre stärker, aber dafür muss man nicht zum Mond oder sonstwo hin fliegen, das geht auch schon näher.

Bleibt nur die Frage, wie man Energie in diesen Größenordnungen speichert und transportiert. Aber es ist bestimmt total sinnvoll, mit einer Mondfähre anzufangen - das ist immerhin eine Frage, die wir schon mal gelöst hatten, und nicht eine, für die es vielleicht gar keine Lösung gibt...

Viel Rauch um nichts.

Ausgerechnet Amazon

Man könnte sich mehr über diese Entwicklung freuen, wenn Amazon nicht zu den größten Arbeitnehmer-Ausbeutern und Steuerflüchtlingen dieses Planeten gehören würde. Die Entwicklungskosten für diese Landefähre hat wahrscheinlich der kleine Amazon-Mitarbeiter mit dem ihm vorenthaltenen Lohn bezahlt.

Mond

Ich dachte es wären schon Menschen auf dem Mond gewesen, worin liegt nun die Sensation?

Und wie?

" Er denke, dass die Erschließung des Sonnensystems nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern."

Ohne die leiseste Andeutung, wie man Energiekrisen mit der Erschließung des Sonnensystems verhindern könnte, ist das wohlfeiles Blabla.

"Bleiben"

klingt für mich wie eine Bedrohung.

Nun, Amazon hat ja

uneingeschränkten Zugriff auf Firmenwissen, dank der Unterstützung durch Unternehmen, welche die Cloud dieses Unternehmens zur Vernetzung nutzen. So braucht man nicht einmal mehr die Geheimdienste der USA für die Wirtschaftsspionage zu nutzen.

Re: Mond

@Hackonya2:
Wo genau wurde im Artikel von "Sensation" gesprochen?

Pervers!!!

Geld verbrennen um jeden Preis!
Wievielen indischen Kindern kann man mit dem Geld einer Fähre den Magen füllen?
Amazon muss um jeden Preis Geld verbrennen, aber Wohltätigkeit findet sich auf der kilometerlangen Liste der Optionen nicht!

Das ist einfach nur pervers und zutiefst Menschenverachtend!

Die Sensation

... liegt darin, dass einzelne Konzerne nicht mehr nur in ihrem ursprünglichen Marktsegment herrschen, sondern aufgrund der finanziellen Stärke immer mehr in andere Bereiche eindringen können. Insbesondere wird die Sache dann interessant, wenn einige Firmen mal stärker werden als ein mächtiger Staat und nicht mehr (demokratisch gewählte) Präsidenten der Staaten die Welt regieren, sondern die Präsidenten der Konzerne.

Re: Pervers!!!

@Toni B.:

Wieviel Kinder irgendwo auf diesem Planeten kann man mit dem Anschaffungspreis der Ausrüstung, die Sie für Ihren Kommentar genutzt haben, die Mägen füllen?

Abgesehen davon, daß es hier um Blue Origin und nicht um Amazon geht, auch wenn in beiden Fällen Jeff Bezos involviert ist:

Das eigene Geld und die eigene Arbeitsleistung kann in einem freien Land nach eigener Meinung investiert werden.

Und wenn das für Forschung und Weiterentwicklung geschieht, kann ich nichts "perverses" entdecken...

Warum eigentlich?

Warum wollen eigentlich plötzlich alle wieder zum Mond?
Dafür kann es eigentlich nur zwei plausible Erklärungen geben:
1. Man ist mit der Entwicklung von Fusionsreaktoren doch schon so weit, dass es sich lohnt, sich jetzt schon Claims zur Förderung von He3 auf dem Mond abzustecken. Das wird definitiv in Zukunft eine wichtige Energiequelle werden.
2. Man hat auf der Rückseite des Mondes doch etwas entdeckt, wofür man unbedingt dahin muss, um sich das genauer anzuschauen, und möglichen anderen Interessenten zuvorzukommen.

Ausbeutung und Abzockerei

Alles nur, um mit der Steuerverschwendung der US-Regierung den Reibach machen zu können. Nutzlos für die Menscheit.

@11:10 von bee1024

„Die Sensation liegt darin, dass einzelne Konzerne nicht mehr nur in ihrem ursprünglichen Marktsegment herrschen, sondern aufgrund der finanziellen Stärke immer mehr in andere Bereiche eindringen können“

Gibt's seit ewig und drei Tagen, auch in Deutschland, nennt sich Mischkonzern.

@ 11:15 von faktenfrei.de

"Das eigene Geld und die eigene Arbeitsleistung kann in einem freien Land nach eigener Meinung investiert werden."

Völlig korrekt und soll neidfrei anerkannt werden.

Bei Bezos stört mich nur ein ganz klitzekleines bisschen die Definition von "eigenem Geld".

De jure gewiss.

Aber das Generieren dieses seines eigenen Geldes durch rücksichtlose Ausbeutung der Mitarbeiter und Missbrauch der Monopolstellung macht es - in meinen Augen - zu unmoralischem Geld.
Zu Geld außerdem, das durch dreckige, aber legale Steuertricks den Bürgern der Länder fehlt, in denen Bezos seine Gewinne erzielt ...

Dass darüber hinaus das 'Erschließen des Sonnensystems zur Vermeidung von zukünftigen Energiekrisen' wohlfeiles Gefasel ist, hat karwandler ja bereits geschrieben.

Lenyat

„Es gibt da draußen nichts, was wir nicht billiger und effizienter hier auf der Erde bekommen könnten“
Schon mal über Helium3 nachgedacht?
Können wir übrigens auch effizient auf der Erde herstellen, wir müssen nur massiv atomar aufrüsten, da fällt bei geboosteten Waffen regelmäßig Helium 3 an

@um 10:30 von Lenyat

"Äh. Es gibt da draußen nichts, was wir nicht billiger und effizienter hier auf der Erde bekommen könnten"
Woher wissen sie das?
Haben sie nachgeschaut?

@ 11:09 von Toni B.

"Pervers!!!
Geld verbrennen um jeden Preis!
Wievielen indischen Kindern kann man mit dem Geld einer Fähre den Magen füllen?"
.
Soll sich unsere Forschung für die Zukunft nur noch auf das Füllen von Mägen beschränken?
Dann sollten wir direkt alles sein lassen.
Medizin, Technik, Umwelt, ......
Alle Wälder roden, Ackerflächen schaffen.

@um 11:10 von bee1024

"interessant, wenn einige Firmen mal stärker werden als ein mächtiger Staat und nicht mehr (demokratisch gewählte) Präsidenten der Staaten die Welt regieren, sondern die Präsidenten der Konzerne."
Sind sie da ganz sicher?
Das das Zukunftsmusik ist und nicht schon lange Realität?

Zu Fuggers Zeiten? Wer hatte da das Sagen?
Medici? Oder eben jetzt VW?
Unsere sogenannten demokratisch gewählten Regierung müssen sich doch jetzt auch von Firmen sagen lassen, was sie dürfen und was nicht!

@ 11:37 von Lutz Jüncke

"Bei Bezos stört mich nur ein ganz klitzekleines bisschen die Definition von "eigenem Geld".

De jure gewiss.

Aber das Generieren dieses seines eigenen Geldes durch rücksichtlose Ausbeutung der Mitarbeiter und Missbrauch der Monopolstellung macht es - in meinen Augen - zu unmoralischem Geld."
.
Ein bisschen Neid?
Für das "Generieren von Geld" gibt es Aufsichtsbehörden, Regierungen, Kartellämter, nicht zu Guter Letzt Sie als Kunden. Kaufen Sie einfach nichts mehr bei Amazon! Nutzen Sie nicht die angebotenen Leistungen!
Solange die nicht verboten sind, gibt es dort auch nichts "illegales".
Und auch ein Herr Bezos, Zuckerberg, Musk, Brenson, wer auch immer kann mit seinem Geld machen und investieren wo er will.
Selbst wenn er sich dafür ein mit Blattgold belegtes Steak kaufen möchte.
Was auch keinen Sinn macht.

Prestigeprojekt

@alle die meinen: "Aber das ist doch Forschung! Das ist für unser aller Seelenheil in der Zukunft!!!"

Falsch. Es handelt sich hierbei ausschließlich um ein Prestigeprojekt.
Eine sogenannte "Machbarkeitsstudie".
Der wissenschaftliche Nutzen = Null.

Das ganze Bimbaborium um eine erneute Mondfahrt ist in keinster Weise mehr als die Lustfahrt zum Ferienhaus eines Reichenclubs. Nur eben 'ne Nummer größer.

@um 11:48 von NeutraleWelt

"Soll sich unsere Forschung für die Zukunft nur noch auf das Füllen von Mägen beschränken?
Dann sollten wir direkt alles sein lassen.
Medizin, Technik, Umwelt, ......
Alle Wälder roden, Ackerflächen schaffen."
Dann wäre es einfacher wir machten gleich Schluss, mit der Menschheit - läuft nämlich auf das gleiche hinaus.
Aber ich glaube ich nehme es mal lieber als Sarkasmus.

Ich bin

begeisterter Science Fiction Fan.
Das bald davon einiges wahr sein würde habe ich nicht geglaubt.
Verwüsteter Heimatplanet und leere Hoffnungen, beziehungsweise sinnlose Anstrengungen.

Wäre schön gewesen ...

Es wäre ja schön gewesen, wenn sich die Herren dafür entschlossen hätten, statt sich mit Raumfahrt zu beschäftigen, sich um die Rettung des Planeten und Artenschutz zu kümmern. Ist aber wohl zu langweilig.

@ 11:20 von Anta1965

"Warum eigentlich?
Warum wollen eigentlich plötzlich alle wieder zum Mond?"
.
Warum wollen alle zum Mars?
Warum schickt man Weltraumteleskope ins All?
Warum schickt man Sonden auf Asteroide?
Wozu braucht man eine ISS?
Und wofür ein CERN?
Warum gibt es immer neue Automobil-Modelle? Die alten fahren doch auch......
.
Vielleicht weil man es will und kann?
Weil man alternative und effiziente Möglichkeite testen möchte?
Grundlagenforschung ist manchmal nur sehr schwer zu vermitteln.....

re anta1965

"Man ist mit der Entwicklung von Fusionsreaktoren doch schon so weit, dass es sich lohnt, sich jetzt schon Claims zur Förderung von He3 auf dem Mond abzustecken. Das wird definitiv in Zukunft eine wichtige Energiequelle werden."

Und woher wissen Sie, dass auf dem Mond abbauwürdige Vorkommen von ³He existieren?

Gefährliche Strahlung und Temperaturen auf dem Mond

Ob der Amazon-Chef auch die extrem gefährliche Strahlung und die starken Temperaturunterschiede (-160 °C bis + 130 °C) auf dem Mond berücksichtigt hat? Das wird nämlich gerade erst durch die Chinesen erforscht!

@ 12:00 von Toni B.

"Falsch. Es handelt sich hierbei ausschließlich um ein Prestigeprojekt.
Eine sogenannte "Machbarkeitsstudie".
Der wissenschaftliche Nutzen = Null."
.
Sie widersprechen der Definition.
Eine "Machbarkeitsstudie" zeigt, das etwas machbar ist.
Dafür muss/sollte man es testen.
.
Warum hat die Menschheit eigentlich jemals Menschen/Hunde/Affen in den Weltraum geschossen?
Warum gibt es da eine Station im Weltraum?
.
Forschung ist ein Thema für sich und nicht jedem zugänglich.
Wenn es nur um "Mägen füllen" geht, hätte man schon lange bei Galilei, da Vinci oder Newton aufhören können. Einstein wäre dann auch überflüssig gewesen.

Am 10. Mai 2019 um 12:16 von Tango_Korrupti

"Ob der Amazon-Chef auch die extrem gefährliche Strahlung und die starken Temperaturunterschiede (-160 °C bis + 130 °C) auf dem Mond berücksichtigt hat? Das wird nämlich gerade erst durch die Chinesen erforscht!"

Keine Sorge, Amazon wird die Ergebnisse bestimmt abgreifen.

@ 12:15 von Elitedemokrat

"... ich denke, Herr Bezos sollte erst einmal HIER seine Hausaufgaben machen, bevor er das gesamte Solarsystem vermüllt und ausbeutet!"
.
Was wir denn hier "vermüllt"?
Fangen Sie doch mal im Kleinen an und schreiben Petitionen an alle Länder dieser Welt......
.
Schalten Sie Ihr Mobiltelefon, Ferseher, Navi, alles ab!
Die Satelliten werden dann nicht mehr gebraucht!
Schalten Sie auch ihren Strom ab! Wie ist der Mix in Deutschland%? 40% Kohle, 10% Atom.
Ist da Bezos schuld dran? Soll der auch seinen Strom abschalten, weil es nix anderes gibt?
Nutzen Sie keine Cloud-Dienste!
.
Machen Sie einen kleinen Schritt für die Menschheit......

Am 10. Mai 2019 um 12:37 von NeutraleWelt

"@ 12:15 von Elitedemokrat
Schalten Sie Ihr Mobiltelefon, Ferseher, Navi, alles ab!
Die Satelliten werden dann nicht mehr gebraucht!
Schalten Sie auch ihren Strom ab! Wie ist der Mix in Deutschland%? 40% Kohle, 10% Atom.
Ist da Bezos schuld dran? Soll der auch seinen Strom abschalten, weil es nix anderes gibt?
Nutzen Sie keine Cloud-Dienste!
.
Machen Sie einen kleinen Schritt für die Menschheit......"

Ich vermute, Sie werden sich sofort anschließen und Ihre Vorbildfunktion unter Beweis stellen. Ich als Dödel kann da nicht mitziehen, denn keiner sieht einen solchen als Vorbild an. Aber zumindest erzeuge ich seit Jahrzehnten Strom durch Wasserkraft.

@ 12:50 von ex_Bayerndödel

"Ich vermute, Sie werden sich sofort anschließen und Ihre Vorbildfunktion unter Beweis stellen."
.
Sie haben mich vermutlich mißverstanden. Ich, Sie, wir können nichts für den Strommix.
.
"Ich als Dödel kann da nicht mitziehen, denn keiner sieht einen solchen als Vorbild an. Aber zumindest erzeuge ich seit Jahrzehnten Strom durch Wasserkraft."
.
Sie haben ein eigenes Wasserkraftwerk? Toll!
Haben Sie da auch eine Fischtreppe? Ist das verträglich mit der Natur?
Ich habe ein Windrad!
Wir könnten unseren Strom ja mal tauschen, wenn´s bei einem eng wird.
Ich habe zu viel davon.
Aber Sie möchten den ja am liebsten in Tüten aus recycletem Öko-Papier, damit die tolle Landschaft höchstens von Ski-Liften verschandelt wird.......

Am 10. Mai 2019 um 12:16 von karwandler

Helium 3 wird auf dem Mond vermutet, da es sich dort im Regolith durch den Sonnenwind über Milliarden jahre ohne Abauprozesse anreichern konnte. Um dieses zu gewinnen müsste man enorme Mengen vom Oberflächenmaterial abtragen um nennenswerte Mengen daraus zu extrahieren.

Allerdings sind wir von einer wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion soweit ich weiß noch gut 40 Jahre entfernt.

@Toni B.

Wievielen indischen Kindern kann man mit dem Geld einer Fähre den Magen füllen?
Amazon muss um jeden Preis Geld verbrennen, aber Wohltätigkeit findet sich auf der kilometerlangen Liste der Optionen nicht!
Das ist einfach nur pervers und zutiefst Menschenverachtend!

Amazon könnte schon sehr viel Gutes tun, indem sie ihren eigenen Mitarbeitern mal faire Löhne zahlt, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Im Grundsatz finde ich Ihr Urteil über die Mondlandefähre nicht gerechtigfertig, denn so wie Sie es schreiben, richtet es sich nicht unbedingt gegen diese konkrete Mondlandefähre, sondern gegen die bemannte Raumfahrt im Allgemeinen. Dem möchte ich mich nicht anschließen, Raumfahrt dient der Forschung, und Forschung ist erst mal grundsätzlich was positives.

Und Wohlfahrt bräuchten wir im Übrigen nicht, wenn wir stattdessen Gerechtigkeit hätten. Die Menschen in Indien brauchen ein gerechtes Weltwirtschaftssystem, keine Almosen.

Da die USA

schon in den meisten Ländern der Erde seine Navi stationiert hat wird es Zeit dass auch der Mond rekrutiert wird.Als nächstes ist dann der Mars dann, aber bitte alles unter der Obhut des Militärs der USA.

@Allerdings sind wir 13:21 von Scheinzwerg

"von einer wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion soweit ich
weiß noch gut 40 Jahre entfernt."
zu @@12:16

Packen sie nochmal mindestestens 40 Jahre drauf.
Das Moore'sche Gesetz gilt nämlich nicht mehr.
Übrigens ein genereller Trend in der Wissenschaft.
Je näher wir 'Quanteneffekten' kommen,
umso deutlicher wird eben nach Sokrates,
dass wir eben doch 'nichts wissen'.
= nicht genug
Insbesondere was das Standardmodell angeht.
Ob wir den Wettlauf mit der Klimaapokalypse
also noch gewinnen können, ist durchaus unsicher.

Hungerbekämpfung statt innovative Projekte?

In Artikeln wie diesem, über kostenträchtige innovative Projekte, wird immer wieder gefordert, dass statt dessen den Hungernden mit diesem Geld geholfen werden sollte.

Wenn Sie Hungernden wirklich helfen wollen, dann bekämpfen Sie Korruption und Vettern-/Günstlingswirtschaft. - Wenn diese beiden Übel nicht beseitigt werden, dann verschwindet der Großteil der für Hilfe vorgesehenen Gelder bei diesen Übeln.

In dem Moment wo jede Form von Korruption und Vettern/Günstlingswirtschaft verschwindet, wird auch der Hunger auf dieser Erde besiegt sein.

Im Übrigen sollte man denen, die Mittel erwirtschaftet haben zugestehen, dass sie selbst entscheiden, was sie für eine sinnvolle Verwendung ihrer Mittel halten.

Sie selbst würden sich doch auch wehement dagegen wehren, wenn ihr erspartes enteignet würde, um dann nach anderer Leute Vorstellung verwendet zu werden.

Anders ausgedrückt: Diskussionen über die Verwendung staatlicher Mittel, ja, immer. Bei legalen privaten Mitteln eher weniger.

@ Toni B.

Immer, wenn bei der TS eine Meldung zur Raumfahrt erscheint, kommt von einigen dieses kulturpessimistische Geleier: "Es ist doch menschenverachtend, zum Mond zu fliegen, während in Indien Kinder hungern..."

Ihr Einwand geht von mehreren Fehlannahmen aus: 1) Dass Sozialprobleme wie Armut, Krieg, Umweltverschmutzung usw. sich endgültig "lösen" lassen - vorzugsweise, indem man einfach möglichst viel Geld in die Hand nimmt. 2) Dass die Raumfahrt teuer ist im Vergleich zu den Maßnahmen, mit denen man die genannten Probleme bereits seit Jahrzehnten (weitgehend erfolglos) zu lösen versucht (Sozialprogramme, Entwicklungshilfe usw.). 3) Dass man kein Geld in Grundlagenforschung investieren darf, solange noch irgendwo auf der Welt ein Mensch hungert.

Fakt ist: Solange es Menschen gibt, wird es jede Menge menschengemachte irdische Probleme geben. Würden wir mit der Grundlagenforschung warten, bis ein utopisches Zeitalter ohne irdische Probleme angebrochen ist, müssten wir ewig warten.

@ Tango_Korrupti

"Ob der Amazon-Chef auch die extrem gefährliche Strahlung und die starken Temperaturunterschiede (-160 °C bis + 130 °C) auf dem Mond berücksichtigt hat? Das wird nämlich gerade erst durch die Chinesen erforscht!"

Die Amerikaner haben von 1969 bis 1972 Menschen auf dem Mond gelandet - Jahrzehnte, bevor die Chinesen mit Robotern dort waren.

Mit einem gut isolierten Raumanzug sind die Temperaturunterschiede auf dem Mond für einen Astronauten überhaupt kein Problem. Zudem muss man bedenken, dass die Apollo-Mondlandungen stets bei "Dämmerung" auf dem Mond stattfanden und die Sonneneinstrahlung somit moderat war (ein Tag auf dem Mond dauert rund 29,5 Erdtage, ist also sehr lang).

Auch die Gefährlichkeit der Strahlung im All wird oft überschätzt. Die Astronauten an Bord von Apollo 17 (Flugdauer 302 Stunden) bekamen eine Strahlungsdosis von rund 9 mSv ab. Das ist nicht übermäßig viel - ja, es erhöht minimal das Krebsrisiko, mehr aber auch nicht.

@ 13:58 von artist22

"Das Moore'sche Gesetz gilt nämlich nicht mehr.
Übrigens ein genereller Trend in der Wissenschaft.
Je näher wir 'Quanteneffekten' kommen,
umso deutlicher wird eben nach Sokrates,
dass wir eben doch 'nichts wissen'.
= nicht genug
Insbesondere was das Standardmodell angeht."
.
Huiiii,
da muss ich erst mal durchatmen......
Was hat die Anzahl der Transistoren auf elektrischen Schaltkreisen mit der Quantenmechanik und dem Philosophen Sokrates und einem "Standardmodell" zu tun......?
Hmmm,...... Nichts?
Aber schöne Schlagworte!
.
Um wieder zum Thema zurück zu kommen: Hier geht es um Forschung und Machbarkeit.
Wenn wir mittlerweile schon die Situation haben, das dieses besser durch private Unternehmen geleistet werden kann (nur mal Silicon Valley, Hyper Loop, Tesla, ....... als Schlagworte), als durch staatliche Institutionen, sollte man mal darüber grübeln.

Das bedeutet Bezos hat die anderen Projekte aufgegeben.

Es ist eigentlich allgemein bekannt, dass sich Bezos und Musk ständig gegenseitig übertreffen wollen. Nachdem jedoch Musk inzwischen so weit ist, regelmäßig Versorgungsflüge zur ISS zu unternehmen, die Schwerlastrakete schon erfolgreich gestartet hat und auch bei den Tests der Raumkapsel vor Bezos liegt, der bisher raketentechnisch gerade mal "Hopser" ins All hinkriegt und mit der Kapsel auch nicht vorankommt, will er zumindest bei der Mondlandefähre vorne dabei sein.

@ karwandler

"Und woher wissen Sie, dass auf dem Mond abbauwürdige Vorkommen von ³He existieren?"

Helium-3 gibt es auf dem Mond zweifellos in großer Menge - wegen des Sonnenwindes, der dieses Isotop unbehindert von jeglicher Atmosphäre über Jahrmilliarden hinweg auf dem Mond ablagern konnte.

Ob der Abbau dieser Vorkommen irgendwann technologisch machbar und ökonomisch sinnvoll sein wird, ist freilich eine ganz andere Frage. Zunächst mal müssten wir Kernfusion als Energiequelle nutzen können - davon sind wir aber wohl noch Jahrzehnte entfernt. Dann müsste man circa 50 bis 100 Millionen Tonnen Mond-Regolith "umgraben", um 1 Tonne Helium-3 zu gewinnen. Geschätzte 40 Tonnen Helium-3 wären nötig, um den (heutigen) Energiebedarf der USA für ein Jahr zu decken.

Ist also zum heutigen Zeitpunkt alles noch Science Fiction.

Könnte allerdings eines Tages durchaus machbar sein - und falls es machbar wäre, hätten wir nie wieder Debatten über Energiemangel, Strompreise oder gefährliche Nuklearabfälle.

@Um wieder zum Thema 14:44 von NeutraleWelt

"zurück zu kommen:"
zu @@13:58
Wir sind die ganze Zeit beim Thema. Sie sollten lesen lernen.
Um Sie zu zitieren:
'Es geht um Forschung und Machbarkeit'

Eben deswegen sprach ich von '40 Jahre draufpacken',
weil u.a das Moore'sche Gesetz nicht mehr gilt. Und nicht nur das.
Das Innovationstempo sinkt allgemein.
Das googele ich aber jetzt nicht für Sie. ;)

Ansonsten widerspreche ich auch Ihrer 'Heiligsprechung' der privaten Investoren.
Ausgerechnet Jeff Bezos, der ja hier u.a. Thema ist ;)

@ 14:46 von und-nachts-da-ruft

"Das bedeutet Bezos hat die anderen Projekte aufgegeben.
Es ist eigentlich allgemein bekannt, dass sich Bezos und Musk ständig gegenseitig übertreffen wollen. Nachdem jedoch Musk inzwischen so weit ist, regelmäßig Versorgungsflüge zur ISS zu unternehmen, die Schwerlastrakete schon erfolgreich gestartet hat und auch bei den Tests der Raumkapsel vor Bezos liegt, der bisher raketentechnisch gerade mal "Hopser" ins All hinkriegt und mit der Kapsel auch nicht vorankommt, will er zumindest bei der Mondlandefähre vorne dabei sein."
.
Ja und?
Es steht jedem frei, sein Geld für welches Hobby auch immer rauszuwerfen.
Oder soll es mich stören, wenn Sie ein größeres Modellflugzeug bauen wollen als Ihr Nachbar?
Innovation kommt leider immer mehr aus privater Hand.
Was macht eigentlich Branson?

Nun

... Es gibt sicher bedeutend unwichtigere Dinge für die Milliardäre ihr Geld ausgeben. Insofern...

Bemannte Mondmissionen

... sind wissenschaftlich gesehen völlig unnütz und reine Geldverschwendung. Abgesehen davon dass der Mond ein recht uninteressantes und schon gut erforschtes Studienobjekt ist, bringen bemannte Missionen dorthin nichts was man mit unbemannten Missionen nicht erreichen könnte. Eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond macht schon wegen der hohen Strahlenbelastung überhaupt keinen Sinn, mal abgesehen von den astronomischen Kosten. Das gilt m.E. nach ebenso für den Mars. Es geht hier nur um Prestige und PR, und um die Fantasien grössenwahnsinniger Politiker oder Konzernbosse (heutzutage auch nicht mehr unbedingt zu unterscheiden). Allerdings halte ich die Weiterentwicklung der bemannten Raumfahrt durchaus für wichtig, daher ist die notwendige Entwicklungsarbeit nicht unbedingt eine Geld- und Zeitverschwendung, und weitere Mond- oder zukünftige Marsmissionen hätten ihren Wert in der Erprobung der Transportsysteme.

///Bezos hatte vor gut einem

///Bezos hatte vor gut einem Jahr gesagt, "Blue Origin" sei das Wichtigste, was er mache. Er denke, dass die Erschließung des Sonnensystems nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern. ///
.
Ablenkungsmanöver. Das Wichtigste, was Bezos macht, ist den Welthandel zu monopolisieren und eine Zerschlagung von Amazon durch Wettbewerbshüter zu verhindern.
.
Wie sollten denn auch durch " Erschließung des Sonnensystems künftige Energiekrisen " verhindert werden ? Die Sonne strahlt der Erde ja genug Energie direkt zu.

Wie hieß es in dem alten Lied?

.... dass sich die Fahrt zum Mond nicht lohnt, also hat die Fahrt zum Mond sich schließlich doch gelohnt!

/// Am 10. Mai 2019 um 13:38

///
Am 10. Mai 2019 um 13:38 von albexpress
Da die USA

schon in den meisten Ländern der Erde seine Navi stationiert hat wird es Zeit dass auch der Mond rekrutiert wird.Als nächstes ist dann der Mars dann, aber bitte alles unter der Obhut des Militärs der USA.///
.
Unwahrscheinlich, denn der Weltraumvertrag von 1967 ( Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper ) wurde am 27. Januar 1967 auf Basis der Erklärung der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 1963 zu den Rechtsgrundsätzen hinsichtlich der Tätigkeiten im Weltraum vereinbart und ratifiziert.

Der Musk-Effekt ...

wenn Männer mit zuviel Geld einfach keine guten Ideen haben. Dann kommen diese Männer auf Schnaps Ideen, wie bemannt Mondmissionen, Hyper-Loops, irgendwelche anderen Tunnel (bei dem man nicht rechnen kann). Autos, welche weder ökologisch, noch zukunftsträchtig sind. Was aber nicht heißt das E-Autos kacke sind, aber wenn man mal ehrlich ist, ist es schwachsinnig jeden Verbrenner durch ein E-Auto zu ersetzen. Es ist auch schwachsinnig einen SUV in der Stadt zu fahren. Sobald das Gewicht des Autos das 15-fache des Inhaltes überschreitet gehören Fahrzeuge abgeschaltet. Eigentlich müsste man dies noch auf das 10-fache absenken.
Gestern erst wieder gesehen; kleine Mutti und junge Tochter in einem guten 2 Tonnen SUV. Da treffen kombinierte 100 Kilogramm auf 2000 Kilogramm Fahrzeug ...

@ Tango_Korrupti

"... und die starken Temperaturunterschiede (-160 °C bis + 130 °C) auf dem Mond berücksichtigt hat? Das wird nämlich gerade erst durch die Chinesen erforscht!"

Unsinn! Das weiss jeder, der im Physikunterricht aufgepasst hat. Und seit vor 50 Jahren die ersten Sonden auf dem Mond gelandet und die ersten Fahrzeuge dort mehrere Kilometer durch Licht und Schatten zurückgelegt haben, haben wir auch die entsprechenden Daten.

Die Chinesen leisten momentan auf der Mondrückseite echte Pionierarbeit, aber dass es ohne eine vermischende Atmosphäre auf dem Mond im Schatten 300 Grad kälter ist als in der Sonne, das ist nun wirklich ein alter Hut.

Auch die Stralung, die auf der Mondoberfläche eintrifft, wird seit 50 Jahren von Sonden gemessen, und JEDER, der heute einen Mondflug plant, weiss das.

spax-plywood

"... klingt für mich wie eine Bedrohung."

Ja, es hat schon etwas bedrohliches. Die Geschichte Amerikas hat sich auch nicht verändert, als Kolumbus mal kurz seinen Fuss an Land setzte und wieder umkehrte (So wie Neil Armstrong und Buz Aldrin vor 50 Jahren), sondern 27 Jahre später, als Hernán Cortés vor der mexikanischen Küste seine Schiffe verbrannte und seinen Leuten erklären, dass sie gekommen seien um Besitz zu ergreifen und zu bleiben.

Wenn wir jetzt beschliessen, auf dem Mond zu bleiben, wird dieser sich in den nächsten 500 Jahren sicher genausosehr verändern, wie der amerikanische Kontinent in den letzten 500. Ob das was Gutes oder was Schlechtes ist, hängt wohl davon ab, ob man dazu die Nachfahren von Cortés oder die Nachfahren von Montezuma befragt.

Darstellung: