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Wo ist das Problem?

Elektronisches Fahrtenbuch, würde automatisch die Arbeitszeiten dokumentieren, was ja bei den Schwer-LKW und Busfahrern ja heute GsD Standard ist.
Schwarze Schafe wird es immer geben, aber dafür ist die Überzahl dann EHER weis.

die stinkfaulen Wohlstandsbürger

Sollen ihre übergewichtigen Hniterteile einfach zum Postamt oder zur Packstation bewegen. Ganz einfach.

Schuften für zwei Euro ...

So das denn ruchbar ist --- einfach einen politischen Kommissar in die entsprechend verdächtigten Unternehmen, der das prüft und für den Zeitraum eines halben Jahres mit dem Gehalt einer Bankdirektors durch das Unternehmen in dem er tätig ist zu entlohnen ist und feddich.
Liegt grundsätzlich was im Argen, darf der Unternehmer dann wie zu Maos Zeiten 1000 Stunden der öffentlichen Selbstbezichtigung bei andauernden Selbstohrfeigen vorm Betriebseigenen Computer verbringen und damit seine tätige Reue bekunden und dann mal sehen, wer noch Bock hat bei den Löhnen zu luschen.

Mindestlohn

es ist schon komisch, das in Schweden, Norwegen und Dänemark Paketfahrer ganz normal mit einem guten Lohn von ca. 2500 EUR bezahlt werden. Warum geht das nicht in Deutschland ?

Wenn

mal nicht unsere selbsternannten ach so freiheitlich demokratischen Wirtschaftsschützer ein lautes Palaver anheben werden. Wie soll man denn da noch auf eine richtige Rendite kommen? Aber sie werden schon genügend christliche Unterstützer bekommen. Und alles läuft munter weiter.

Freier Markt? = Kompletter Irrsinn!

Denn so wie es in der Paketzustellerbranche aussieht, sieht es mittlerweile in fast allen Branchen aus. Alles & jeder wird in sogenannte "Subunternehmen" ausgegliedert, wo man dann mit krimin. Energie den Mindestlohn umschifft, um so das Maximum an Gewinn einzufahren. Für die Auftraggeber sehr lukrativ, da man die Kosten extrem senken kann, & für die Konsumenten super, die Spottpreise für Dienstleistungen zahlen. Aber für die Angestellten & Arbeiter in diesen Bereichen ist es die Hölle auf Erden. Aber wen stört es? Dort arbeiten ja eh nur Versager & Schulabbrecher! Wenn die vor die Hunde gehen, dann ist es eh eine Entlastung der Gesellschaft von zukünftigen Kostgängern!

Pfui, Teufel! Wer mir diese Form von Marktwirtschaft als Errungenschaft anpreisen möchte, wird von mir nur das blanke Kotzen ernten. Wir sind verdammt nochmal eine soziale Marktwirtschaft & waren diesbezüglich schon einmal weiter! Was wir dagegen im Mom haben, ist ein Trend zurück in Zustände wie zu Beginn des 20. Jhr

@Killing Joke

Tjo, etwas weiter denken sollte man schon - weder gibt es genug Packstationen noch genug Mitarbeiter in den Postfilialen um das Aufkommen abzuarbeiten. Also zwei Mal die Wochen 3h Schlange stehen?

Den Vorschlag die letzte Meile durch einen Fahrer abzudecken finde ich hingegen sehr interessant, da muss man die Pakete auch nicht mehr bei 3 verschiedenen Nachbarn einsammeln oder 3 verschiedene Abholstationen aufsuchen.

Wobei man dann auch nur einen Versender bräuchte, wenn man die Ware in zig Verteilzentren einsammeln muss stellt sich die Folgefrage warum der Zwischentransport über verschiedenen Gesellschaften ging.

Schon seltsam, früher hat das alles ein Postbeamter erledigt und es war zuverlässig und günstig. Das Aufkommen (und auch die Einnahmen) sind immens gestiegen, aber ich wette das könnten heute 3 Postbeamte immer noch genau so gut und günstig erledigen.

"Wir haben immer wieder die

"Wir haben immer wieder die Situation, dass jemand diese Arbeit übernimmt, der im Prinzip nicht richtig kalkuliert hat", sagt Andreas Schumann vom Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. "Und es ist eigentlich von vornherein absehbar, dass er nach x Monaten oder Jahren nicht mehr genug verdient und in die Insolvenzspirale kommt.
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Wer auch nur ein klein wenig kalkulieren kann, wird bei solch einem Angebot laut lachen. Durch (Schein)Selbstständigkeit, lässt sich doch wunderbar der Mindestlohn umgehen. Das die großen Paketversender davon nichts wissen wollen ist doch klar.
Aber schon im 2. Kommentar ist der Wohlstandsbürger an dem Lohndumping schuld. Na klar.

@Wo ist das Problem? 13:34 von COJO

"Elektronisches Fahrtenbuch, würde ..."

Nein, das allein würde natürlich auch nicht reichen.
Aber den Missbrauch der Subunternehmerschaft könnte
der Gesetzgeber schon eindämmen, wenn er denn wollte.

Einfach den Subsubunternehmer in die Haft nehmen, den subsubsub usw. erstrecht.

Und wenn der sich entzieht, ist der oberste Auftraggeber in der Kette dran.
Und schon entfallen die Ausreden der Amazon,Uber,Hermes &Co.

Geradezu ein Wiederbelebungsprogramm für die soziale Marktwirtschaft.

@ killing joke

"Sollen ihre übergewichtigen Hniterteile einfach zum Postamt oder zur Packstation bewegen. Ganz einfach."

Und was soll daran bitteschön "einfach" sein? Dann verlieren eben 10.000 Auslieferer ihren Job und schlafen ab sofort unter der Brücke? Bei der Post staut sich dann die Schlange bis auf die Straße? Wartezeiten am Schalter von bis zu 40 Minuten, um eine Briefmarke zu kaufen, sind dann Standard? Im Ernst: Wem wäre dadurch geholfen, wenn wir alle unsere "übergewichtigen" Hinterteile bewegen würden?

Die Lösung kann nur sein, staatlicherseits alle Subunternehmen zu Tariflöhnen zu zwingen. Ja, richtig! Zwang! Nix "liberal"! Denn auf Freiwilligkeit "scheißen" die Chefs solcher Subunternehmen ganz elegant und bisher auch ungestraft!

DAS muss sich ändern!

@13:39

Dann sollte es auch ein recht geben das paket an den Arbeitsplatz liefern zu lassen. Postamt-Öffnungszeiten und Arbeitszeiten beißen sich gerne mal.

Kaum zu fassen, dass der Wirtschaftsminister

solche Verhältnisse noch unterstützt. Aus welchen Wertevorstellungen leitet sich das wohl ab?

Die Überzahl ist schwarz!

Ich muss hier vehement widersprechen, da ich auch ein Subunternehmer bin, allerdings mit einem anderen Beförderungsauftrag. Den großen Unternehmen die hier genannt und gezeigt sind ist es völlig egal wer, wie und unter welchen Bedingungen fährt. Hier handelt es sich um Sub-Sub-Sub Werksverträge, die nicht den schärferen Auflagen aus der Leasingbranche unterliegen. Aber es soll auch das Mindestlohn Gesetz eingehalten werden. Dies wird meist nur mit einem Dokument zur Selbstverpflichtung abgefordert, aber nie kontrolliert. Hier fahren Menschen mit weniger als 5,-€/Stunde und Samstags völlig Lohnfrei. Also wer hier von weißen Schafen spricht, weiß nicht über die Verhältnisse Bescheid. Es wird einfach nicht kontrolliert und das ist das Übel in dieser Gesellschaft endlich mal die Konsequenzen zu ziehen...

Vergesellschaftung

"Es müsste eigentlich ein Auto kommen mit fünf Paketen und die in diesem Eingang zustellen und dann haben Sie das Fünffache an Umsatz an diesem Stopp." - Das hatten wir schon mal. Nannte sich Deutsche Bundespost. Interessant, dass nun, wenn die Grenzen und Belastungen unseres Wirtschaftssystems immer offensichtlicher werden, immer mehr Menschen nach Vergesellschaftung von Infrastrukturleistungen (und z.T. nicht nur diesen) sprechen. Vielleicht ist also doch was dran?

Völlig Richtig!!!

Sie erhalten meinen Respekt für diesen Beitrag. Es gibt genug Gesetze, aber diese werden einfach nicht eingehalten und das von den großen Unternehmen. Warum vergeben diese denn den Auftrag an Subunternehmen? Weil diese "Großen" keinen Beitrag leisten wollen. Geld, Geld, Geld, auf Kosten der kleinen Paketzusteller!

13:39 von killing joke

Mache ich schon seit Jahren so. Nur nützt das den Fahrern auch nichts, weil auch DHL häufig über Subunternehmer geht.

Was mich ärgert, ist die

Was mich ärgert, ist die teils happige Preiserhöhung bei Hermes, die nicht an die Mitarbeiter weiter gegeben wurde. Notgedrungen lediglich die Erhöhung Mindestlohn, was ja auch gesetzlich vorgeschrieben ist.
Anders als wie beim Friseur, wo es schon die 6. Preiserhöhung gab und wo das Geld tatsächlich an die Frisösen ging, zahle ich nur mit Widerwillen den Mehrpreis an Hermes.

@alterschwede01

Warum das nicht in Deutschland geht .... frage Altmeier.

Geld und Macht

Die mächtigen haben kein Interesse mehr an einer sozialen Marktwirtschaft, denn dann müssen sie etwas von ihrem Wohlstand abgeben. Aus der Riege gibt keiner was freiwillig ab, es sei den es ist Öffentlichkeitswirksam und schafft mehr, mehr, mehr,... Ich musste nun einen Mitarbeiter entlassen weil wir eine Tour verloren haben wegen 14,-€ am Tag. Dieser Mitarbeiter ist zwar Rentner, bekommt aber auf Grund seiner familiären Situation (sieben Kinder!) nur 240,-€ Rente. Also muss er irgendwie weiter arbeiten bis er tot umfällt. Eine Schade für dieses Land!
Ich bezahle ihm über Mindestlohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Ich leiste Beiträge zur Berufsgenossenschaft, zur Arbeitssicherheit mit Fahrsicherheitstrainings und vieles mehr. Aber dann werde ich von meinen Auftraggebern mit anderen Subunternehmen verglichen, die nicht einmal Sozialbeiträge abführen... Eine Schande!

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Wir müssen das anders

Wir müssen das anders aufzäumen. Lieferdienste müssen mindestens 12€ die stunde zahlen. Das wirkt sich massiv auf die endverbraucherpreise aus. Dadurch wird weniger konsumiert, weniger verschickt, mehr im laden gekauft, die innenstädte belebt, das sortiment grösser, die innenstädte noch mehr belebt,, ...
Das führt zu weniger paket-individualverkehr, wenige transportfahrten, weniger stau, weniger dreck,co2, nox,feinstaub...
Das wirkt si h auf alles aus.
Grundproblem ust, dass der transport viel zu billig ist, weil er massiv vom steuerzahler subventioniert wird.

14:30 von EH70

Dieser Mitarbeiter ist zwar Rentner, bekommt aber auf Grund seiner familiären Situation (sieben Kinder!) nur 240,-€ Rente
.
könnten sie das mal allgemeinverständlich rüberbringen
richtet sich die Rente nach der Anzahl der Kinder
je mehr Kinder desto geringer die Rente

"Sklavenhaltung" in Deutschland

>>Wenn der Betrag so weit unter dem Mindestlohn liegt, dann kann man nicht nur von arbeitsrechtlichen Vergehen, sondern von strafrechtlichen Vergehen sprechen. Und dann war er noch existenziell, also von der Wohnung her, abhängig von seinem Arbeitgeber. Hier bewegen wir uns wirklich im Bereich von schwerer Arbeitsausbeutung<<

Man muss nicht mehr in ferne Länder das Sklaventum kritisieren- ein Blick ins eigene Land genügt.

Was nutzen Gesetze, wenn sie ungenügend zur Anwendung kommen bzw. wenn Lücken genutzt werden?

Aber ein Herr Altmeier will der Wirtschaft keine unnötige Bürokratie zumuten.

Sie sollen ihren ohnehin dicken Geldbeutel weiter füllen, und stiegende Börsenkurse gesichert werden....

Das ist Wachstum....

PS. Ich denke, wenn keine ernsthaften Regulierungen und massive Kontrollen kommen, werden die Löhne werden weiterhin nach unten gehen, und eines Tages werden u.a. Paketzusteller froh sein, für 2 Euro die Stunde arbeiten zu dürfen....

@um 13:39 von killing joke

"die stinkfaulen Wohlstandsbürger
Sollen ihre übergewichtigen Hniterteile einfach zum Postamt oder zur Packstation bewegen. Ganz einfach."
Das ist viel zu kurz gedacht!
Erstens haben viel Orte gar kein Postamt mehr!
Zweitens haben die Postfilialen oder Packstationen häufig gar nicht genügend Platz um alle Pakete entgegenzunehmen die dann dort abgeholt werden müssten!
Außerdem kann man höchstens bei der Hälfte der Bestellung überhaupt an eine Packstation liefern lassen.

Ich gebe ihnen aber Recht wenn der faule Wohlstandsbürger einfach seine Bestellungen sein lässt und das Geld schön hortet würde das dieses Problem lösen.

@ um 15:21 von Superschlau

Fast richtig!
Das führt auch zu völlig überfüllten Innenstädten, damit man überhaupt Einkaufen gehen kann!
Also müsste das ein funktionierendes Nahverkehrssystem in allen Ortschaften geben, das möglich wird.
Wäre schön, aber in Deutschland Utopie!

Paketzusteller:Schuften für zwei Euro die Stunde....

Die moderne Arbeitswelt,ermöglicht durch allerlei Reformen,beginnend in den Nuller-Jahren und die "Öffnung" der entsprechenden Märkte.
Und wenn die Paketzusteller nicht mehr wollen und hinwerfen dann greifen die Sanktionen der Arbeitsagentur.
War es in vergangenen Zeiten,mit den Paketzustellern der Bundespost auch so ?

@Superschlau...

...mehr im Laden gekauft ?

Hier auf dem flachen Land kaum möglich...

Erstens eh zu wenig Läden, zweitens hat das "Fach"-Personal oft keinerlei Ahnung, drittens sind viele Waren gar nicht vor Ort ("...muß ich bestellen kommt nächste Woche..." ), und viertens können viele aufgrund ihrer eigenen Arbeitszeiten auch nicht immer einkaufen.

WENIGER CO², NOX & Co ?

Wohl eher mehr...

Denn die "Post" ( ganz allgemein gesprochen ) fährt eh jeden Tag die Strecke. Wenn allein die 35 Haushalte unserer "Dorf-"Straße nur einmal wöchentlich in die Stadt fahen würden... ( es sei denn, sie arbeiten da eventuell), dann würden weitaus mehr Fahrten dabei rauskommen.

Sie sprachen die "Endverbraucherpreise" an: Warum wohl kaufen so viele Neute im Netz ? Genau, weil es günstiger ist. Ob ich für ein TV-Gerät in der Nachbarstadt 1.300 € oder im Netz 700 bezahle ist schon ein gewaltiger Unterschied.
Und wenn´s mir nicht gefällt : Im Laden kann ich´s nicht zurückgeben, im Netz genügt ein Klick...

Man fasst es nicht

wie hier Menschen versklavt werden weil sie keine andere Möglichkeit zum Gelderwerb
haben.
Pfui Teufel Deutschland.
Von wegen "soziale Gerechtigkeit", die von der
SPD immer bemüht wird.

Schalk, dann müssen eben

Schalk, dann müssen eben wieder mehr Leute bei der post arbeiten. Dann muss es halt mehr Postämter geben. Nicht immer so komisch daherreden. Sowas gabs früher. Und da wurde auch gelebt.

So habe ich es von denen gehört, die bei uns Pakete anliefern.
Das Fahrzeug muss vom Fahrer vor der Tour beladen werden.
Ich nehme mal 7 Stunden für die Verteilung der Pakete, dass wären dann 20 Pakete pro Stunde.
=> 3 Minuten pro Paket für die Fahrt von einem Empfänger zum nächsten und den Weg bis zur Wohnungstür.

Bei 9,19 Euro pro Stunde bekommt der Zusteller 0,46 Cent pro Paket.

Macht das Porto 50 Cent teurer, dann reicht das Geld für menschliche Arbeitsbedingungen bei den Zustellern.
Man könnte dann einen höheren Lohn zahlen und zusätzlich noch Zusteller einstellen, so dass jeder weniger Pakete zustellen muss.

Wahrscheinlich sind die

Wahrscheinlich sind die Zusteller so wenig qualifiziert, dass sie keine besser bezahlten Jobs finden. Oftmals sind es wohl Einsteigerjobs für Ausländer und nur solange, bis sie die Sprache besser können. In meiner Gegend sucht die Post händeringend Zusteller für € 13 die Stunde...

Gerd hansen

Wenn das nicht ginge, warum gabs dann überhaupt dörfer auf dem land? Irgendwie unlogisch.
Transport muss um 1000% teurer werden. Dann ist die sinnbefreite Globalisierung ganz schnell vergessen. Dann wird wieder vor ort produziert. Und arbeiter nicht weltweit verheizt.

@ GeMe

"Macht das Porto 50 Cent teurer, dann reicht das Geld für menschliche Arbeitsbedingungen bei den Zustellern."

Das einzige, was Sie durch diese Maßnahmen erreichen werden, ist, dass sich die teilweise kriminellen Arbeitgeber dieser Subunternehmen dieses Mehr noch extra in die Tasche stecken. Für die Mitarbeiter kommen da vielleicht 5 Cent mehr pro Stunde an.

Lassen Sie es gut sein. Liberale Konzepte funktionieren nunmal in einem freien und ungeregelten Markt rein gar nicht.

@ Superschlau

"Schalk, dann müssen eben wieder mehr Leute bei der post arbeiten. Dann muss es halt mehr Postämter geben. Nicht immer so komisch daherreden. Sowas gabs früher. Und da wurde auch gelebt."

Und wie soll das gehen? Nach der Teilprivatisierung hat die Post ja nicht ohne Grund etliche Postämter insbesondere in kleineren Gemeinden eiskalt geschlossen und entsprechend auch zahllose Mitarbeiter in den vorzeitigen Ruhestand oder gleich in die Arbeitslosigkeit geschickt, damit wenigstens die Managergehälter steigen konnten, ohne die Rentabilität anzukratzen! Wie wollen Sie die also dazu bewegen, absichtlich "Gewinne zu minimieren"?

Wenn Ihre Forderung dagegen mit einer Rückabwicklung dieser völlig schiefgelaufenen Privatisierung verbunden wird, dann könnte das funktionieren. Aber eben noch wurde Kühnert von der "Elite" wegen genau solcher Forderungen zu möglichen Verstaatlichungen massivst angefeindet!

Vor einigen Wochen hat so gegen 21-22.00 Uhr eine Zusteller bei mir geklingelt und fragte, ob ich ein Paket für einen Nachbarn annehmen könne.
Der hatte den Tag 260 Pakete und meinte, dass sowas schon öfter mal vorkommt.

RoyalTramp, 14:00

||Wir sind verdammt nochmal eine soziale Marktwirtschaft||

Nö, leider eben nicht.

Der Gesetzgeber kann zu einfach die Verantwortung für die Folgen der (von ihm selbst initiierten) bürokratischen Auswüchse auf die Schwächsten abwälzen.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen - das Problem wird offensichtlich immer größer statt kleiner, und weil fast immer Menschen wie Brahim K., die sich aufgrund ihrer ohnehin wirtschaftlich und sozial benachteiligten Situation meist keinerlei "Ansprüche" bezüglich Art und Ausgestaltung ihrer Arbeit "erlauben" können von solchen Praktiken gewissenloser Profitmacher betroffen sind, müssen jedem(!) in einer der "einschlägig bekannten" Branchen Beschäftigten vor Arbeitsaufnahme konkrete Adressen/Telefonnummern in die Hand gedrückt werden, an die sich wenden können, wenn der Arbeitgeber z.B. keine Nachweise ausstellt.

Und weil sie noch dazu nicht selten ihre Rechte nicht kennen; und falls doch, dürften sie schwerlich die Zeit, Energie, Nerven (und Geld) übrig haben, sich auf langwierige juristische Auseinandersetzungen einlassen zu können.

Warum machen die Leute das mit?

Das ist immer die grosse Frage, die über allem steht.

Weil man es muss? Eigentlich ja nicht unbedingt...

Hauptsache Arbeit!

Wie, 2 Euro die Stunde? Das ist doch gut bezahlt! Da kann man sich doch nach dem 15-Stunden-Tag sogar noch ein Abendessen leisten und ist am nächsten Tag wieder frisch, froh und "einsatzbereit"!

Spaß beiseite, ich verstehe auch die Leute nicht.

Ein Deutscher mit Anspruch auf Sozialhilfe ist hoffentlich sowieso nicht so dumm, rechtswidrig für 2 Euro die Stunde zu arbeiten.

Aber auch als Spanier würde ich mich lieber bettelnd durch eine spanische Fußgängerzone schlagen, als den Deutschen als Arbeitssklave zu dienen.

@ kommentator_02

Ich korrigiere: "... eben nicht mehr!"

Darum hatte ich ja auch geschrieben, dass wir diesbezüglich als Gesellschaft schon deutlich weiter waren, bis die (unsäglichen) 90er & 00er Jahre das sinnvolle Konzept von "sozialer Gerechtigkeit" bei "geringer Ausbeutung" dank neoliberaler Alphatiere in den Regierungsparteien zu Grabe getragen haben. Neues Credo: "Soziale Gerechtigkeit für einige wenige bei völliger Ausbeutung nahezu aller".

Eine Rückkehr zu der eigtl. soz. Marktwirtschaft wäre dringendst anzuraten, um den gesell. Frieden nicht dauerhaft zu gefährden. Aber die Wirtschaft ist mittlerweile derart auf dem Drogentrip namens "billige Arbeitskräfte", dass man diese wohl nicht mehr davon entwöhnen wird können, es sei denn mit dem (staatl.) Dampfhammer (danke, Kühnert)!

Jedenfalls sind die Schlagwörter wie "Freiwilligkeit" & "Selbstverpflichtung", wie sie seitens der Politik permanent bemüht werden, der reine Hohn. Meine nächste Steuererklärung wird auch darauf basieren, mal sehen!

Ausbeutung !

Habe gerade gestern mal mit einem Paketfahrer kurz an der Straße geredet: er ist Rumäne, schläft nachts in seinem Fahrzeug, ist Sub-Sub- Subangestellter. Bekommt monatlich 500 € auf die Hand.
Er sagt mir, in Rumänien verdient er nur die Hälfte und er bekommt zusätzlich in Deutschland für 4 Kinder noch Kindergeld. So lohnt sich diese Arbeit für ihn.
Das ist der eigentliche Skandal, weil die Paketunternehmer durch unseren Staat quersubventioniert werden.
Und dann schimpfen noch einige über die "faulen Rumänen".

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