Ihre Meinung zu: Nach Berichten: Arbeitsagentur sperrt Datenhändler von Jobbörse

7. Mai 2019 - 13:42 Uhr

Nach SWR-Berichten über Missbrauch der Online-Jobbörse hat die Bundesagentur für Arbeit jetzt reagiert: Einer der großen Datenhändler wurde gesperrt. Andere sind aber immer noch aktiv. Von J. Brosel und N. Schader.

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Kommentare

Nun,

das ganze ist ein kleiner Anfang, ich bin gespannt, welche Konsequenzen das ganze noch nach sich zieht.

Ist diese Praxis, den

Ist diese Praxis, den Datenkraken Arbeitslose zuzuschanzen oder diese Datenkraken inserieren zu lassen auch strafbar?
Dann müsste der ehemalige Chef der Agentur, Weise, auch mal dazu vernommen werden.
Wäre doch drollig, wenn dieser Tausendsassa da versagt hätte.

Stellenmarkt

Würde gern mal wissen in wie weit das nun die Statistik über offene Stellen auf der Online-Jobbörse im Verhältnis zur Anzahl Arbeitsuchender beeinflußt. ... Wenn Datenhändler täglich 3000 Anzeigen schalten ... !

Arbeitsagentur bereits im Sommer 2018 informiert

Ich habe auf diese angeblichen Arbeitgeber ACS (Argon Communication Services UG), Bescop Industries UG, CNCN Contract Consulting GmbH, Dafta X Technology UG, Elysium. (ABCDE) die Arbeitsagentur bereits im Sommer 2018 angesprochen. Alle mit Sitz in Berlin, Wartburgstr. 52, kein telefonischer Kontakt möglich, 20-30 % der Stellenanzeigen im IT-Bereich im von mir beobachteten Arbeitsort in der Jobbörse, immer in der Standardsortierung vorne dran, da täglich neu eingestellt, fast alle mit Mehrfacharbeitsort ausgeschrieben, keine Spezialkenntnisse voraussetzend, damit sich möglichst viele darauf bewerben. Ich hoffe, Herr Johann Sternberg, alle, die sich irgendwo auf eine dieser Stellen beworben haben, steigen Ihnen jetzt so aufs Dach und klagen Sie in Grund und Boden. Ein gutes hat der Bericht schon jetzt: Die Anzahl der Angebote IT im von mir beobachteten Arbeitsort ist bereits von über 900 auf unter 700 zurückgegangen, weil der Datensammeldreck nicht mehr in der Jobbörse-Datenbank ist.

Comedy: "Nach Sperrung eines

Comedy:
"Nach Sperrung eines Datenhändlers auf der Online-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl offener Stellen deutschlandweit drastisch gesunken .."
Naja, schaun wir mal welche Auswirkungen das im RealLife haben wird ..

Nach Berichten:Arbeitsagentur sperrt Datenhändler von Jobb...

Aber ein großer Datenhändler soll noch dabei sein.
Also,die Leute,die unter Androhung von Sanktionen Bewerbungen schreiben müssen,müssen auch noch ihre Daten zur kommerziellen Nutzung durch private Firmen hergeben.
Später gibt es dann auch noch volle Briefkästen und Werbeanrufe.

Auch bei privaten Jobportalen?

Bei privaten Jobportalen scheint mir das ähnlich zu sein. Macht ja auch irgendwie Sinn: Nirgendwo kann man besser zielgruppenorientiert Daten abfassen.

Sie brauchen Datensätze von finanzstarken Akademikern? Schalten Sie einfach eine Anzeige in den betreffenden Branchen, verlangen Sie entsprechende Berufserfahrung und stellen Sie ein fürstliches Gehalt in Aussicht. Anhand der Lebensläufe und Anschreiben wissen Sie sofort, ob die Betreffenden noch in einer festen Anstellung sind und anhand der Gehaltswünsche sehen Sie auch, wie die aktuelle Einkommenssituation ist.

Das erklärt so manch unbeantwortete Bewerbung, die ich bisher so in meinem abwechslungsreichen Arbeitsleben verschickt habe. Insbesondere, weil die selben Stellenanzeigen immer und immer wieder auf den Jobportalen auftauchten und ich mir nicht vorstellen kann, dass man potenziellen Bewerbern nicht mal eine Rückmeldung gibt, wenn man so gar niemanden findet.

Warum wird die DSGVO nicht angewendet

liegt hier nicht ein klarer Verstoß gegen die DSGVO vor. Die Bundesagentur ist als Betreiber der Seite doch verpflichtet, für den Schutz der Daten zu sorgen und trägt die Verantwortung für alles, was auf ihrer Seite veröffentlicht wird.
Wenn z.B. ein Forenbetreiber die Posts in seinem Forum nicht "sauber" hält, kann er dafür bestraft werden, was auch schon geschehen ist. Warum gilt das hier nicht?
Wo sind die Abmahnvereine, die doch bei den kleinsten Verstößen argloser Seitenbetreiber schnell mal absurde Rechnungen schreiben?

um 16:41 von Bernd Kevesligeti

Also,die Leute,die unter Androhung von Sanktionen Bewerbungen schreiben müssen,müssen auch noch ihre Daten zur kommerziellen Nutzung durch private Firmen hergeben.

Nicht unbedingt. Als mir mal während meiner Arbeitslosigkeit mal ein solcher Fall unterkam und ich darauf nachfragte, wo genau ich mich binnen 3 Tagen bewerben soll, bei der Scheinfirma oder dem kriminellen Datenhändler, der dahinter steckt, wurde mir die Bewerbung sanktionslos erlassen - gegen den Datenhändler wurde jedoch nichts unternommen.

@ Kopfmensch - Statistik über offene Stellen

Rechnen wir mal z.B 3000 x 20 Arbeitstage
mal 12 Monate sind offene Stellen

Da es ja mehrere Datenhändler sind , mal x :-)

Bei 2.229.000 Mio Arbeitslosen ist das Vollbeschäftigung

@berlinerste - Warum wird die DSGVO nicht angewendet

Die Bundesagentur als Betreiber gibt ihre Daten ja nicht weiter.

Bewerben müssen sie sich schon selbst auf die Jobs :-)

peinlich für die Arbeitsagentur...

... dass sie erst NACH öffentlichen Berichten reagiert.
Ich habe übrigens mal meine Bewerbungsunterlagen bei der AA eingereicht, weil ein potentieller Arbeitgeber die so vorgegeben hatte. Ich habe nie eine Reaktion darauf bekommen, nicht von dem anonymen Arbeitgeber und nicht von der AA.
Ich beobachte den Stellenmarkt der AA und in meiner Stadt gibt es für mein Profil Stellen, die seit über 3 Jahren regelmäßig aktualisiert werden, immer die gleichen Stellen immer von den gleichen Arbeitgebern; das schert auch keinen... Ich habe sogar mal mit einem der Arbeitgeber telefoniert... tatsächlich soll die Stelle aktuell gar nicht vergeben werden, man wolle über die Ausschreibung nur den Bewerberpool aktuell halten...

Also der eine bis zu 3000, ein anderer nochmal 500. Das mal 20 und mal 12 dann sind das bis zu 840.000 Stellen im Jahr.

Aber die Arbeitgeberverbände gehen ja davon aus, dass nicht jede freie Stelle gemeldet wird und multiplizieren die gemeldeten Stellen mit 7.

Das wären dann schon 5,88 Millionen Arbeitskräfte die angeblich fehlen. Und das nur auf Basis dieser beiden überführten Firmen. Kann gut sein dass das nur die Spitze des Eisberges ist.

So ließe sich dann auch erklären, wie man trotz gegenteiliger Erfahrungen am Arbeitsmarkt solche realitätsfernen Zahlen errechnen kann.

Bisher scheint mir das Ausmaß dieses Skandals noch nicht journalistisch aufgearbeitet.

und warum...

bekommen dann die Arbeitslosen keine Entschädigung?...ein Hammer...ich werde es auf dem Rechtsweg versuchen..war auch mal ein paar Monate arbeitssuchend gemeldet...

dann müssen die ...

BTW s angezweifelt werden...denn die Merkel wurde ja aufgrund der guten Statistik gewählt...also aus Lügen...beim Brexit spielt das ja hier im Forum auch die größte Rolle...

@Superdemokrat, 18:29

dann müssen die ... BTW s angezweifelt werden...denn die Merkel wurde ja aufgrund der guten Statistik gewählt...also aus Lügen...

Na, Sie sind mir ja ein wahrer Superdemokrat!

17:04 von berlinerste

Warum wird die DSGVO nicht angewendet

liegt hier nicht ein klarer Verstoß gegen die DSGVO vor. Die Bundesagentur ist als Betreiber der Seite doch verpflichtet, für den Schutz der Daten zu sorgen und trägt die Verantwortung für alles, was auf ihrer Seite veröffentlicht wird.
Wenn z.B. ein Forenbetreiber die Posts in seinem Forum nicht "sauber" hält, kann er dafür bestraft werden, was auch schon geschehen ist. Warum gilt das hier nicht?
Wo sind die Abmahnvereine, die doch bei den kleinsten Verstößen argloser Seitenbetreiber schnell mal absurde Rechnungen schreiben?
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Gelten etwa Vorschriften auch für Behörden?
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Bei 7 Mio. Sozialbetrug war in meiner norddeutschen Heimatstadt kein Sozialdezernent oder Agenturdirektor verantwortlich, Verfolgung wurde betrieben.
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(Ein Schelm der glaubt, ev. weil die legale Integrationsindutrie auch nur mit Unterschriftelisten abrechnet).

Schlimm trifft es die,...

die nun noch mehr Mühe haben, ihren Bewerbungsauflagen nachzukommen. Alles hat auch seine unheiligen Seiten.

Die Spitze eines Eisberges

In der Jobbörse gibt es auch noch Tausende fiktive Stellen, die von PAVs und Zeitarbeitsfirmen eingestellt wurden, um Zugriff auf einen Bewerberpool zu haben, falls einmal Arbeitskräfte mit bestimmter Qualifikation gebraucht werden. Das ist auch kein Geheimnis und wird zum Teil auch offen kommuniziert wenn man nach einer speziellen Stelle fragt. Ich habe vor einiger Zeit mal die Regio-Gruppe mit ihren ganzen Unterfirmen in der Jobbörse recherchiert. Die Unmenge Stellen die dort suggeriert werden, gibt es definitiv nicht, schon deshalb, weil die Unterfirmen identische Stellenangebote einstellen. Auf Nachfrage bei der Jobbörse sagte man mir, ich solle Regio doch bitte selber mitteilen, das ihre Unterfirmen identische Anzeigen geschaltet haben und damit das gleiche Stellengesuch mehrfach in der Jobbörse erscheint. Das heißt, die Zahl der wirklich offenen Stellen, ist sehr viel geringer als immer angegeben wird.

Nun...

Gehälter der Zuständigen für 6 Monate halbieren, so wie es den "unartigen" Arbeitslosen geht.
Verhandlung brauchts nicht wird einfach per Bescheid erledigt.

Wer ist dafür überhaupt verantwortlich

Wer übernimmt dafür die Verantwortung?
Natürlich keiner.

re bernd kevesligeti

"die Leute,die unter Androhung von Sanktionen Bewerbungen schreiben müssen,müssen auch noch ihre Daten zur kommerziellen Nutzung durch private Firmen hergeben."

Wer Bewerbungen nur wegen der Androhung von Sanktionen nachweisen muss druckt einfach pro Woche fünf Bewerbungen aus, die nie abgeschickt wurden.

Nach drei Wochen kann man die schon vorgelegten sogar recyclen.

Glauben Sie denn, der Sachbearbeiter im Arbeitsamt greift zum Telefon und erkundigt sich bei den Firmen, ob die tatsächlich eine Bewerbung von YXZ erhalten haben?

Datenhandel

Die Umstände sind bekannt und sehr absurd!
Der Fehler liegt generell bei so einem Angebot,
das der eigentliche Fehler bei den Jobcentern
auch vor Ort liegt! Das Angebot kommt über
den Briefkopf des zuständigen Jobcenters, womit der Eindruck erweckt wird das es sich
um eine ordentliche Aufforderung durch das
örtliche Jobcenter handelt! Dem ist nicht so!
Der muss nämlich den entsprechenden Hinweis auf,, Sanktionen" erhalten!
Das tut er aber nicht! Ich war erstaunt , oder auch nicht als ein Nachbar mit so einem
,,märchenhaften Angebot" , mit Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, ja sogar
mit Umzugskosten für einen anderen
Wohnsitz und Kostenübernahme für 6 Monate mit einer Beteiligung von 100€
im Monat allerdings an den Kosten, wenn
keine Verschwendung an Energiekosten, Missachtung der Mülltrennung neue Kosten
entstehen würden!!! Ich habe die Sache um 14:30 Uhr mit Vollmacht juristisch geregelt.
Der Rat des Jobcenters. Den Brief zerreißen.
Nein, das geht direkt an das Landgericht.

re von karwandler

Wie kommt es denn zu den Sanktionen ? Etwa
10 Prozent werden im Jahresdurchschnitt sanktioniert.Über 7000 wird eine Vollsanktion verhängt,also der Wegfall aller Mittel.

Außerdem kann verlangt werden die Bewerbungen unter Einschreiben zu versenden.Dann sind sie nachweisbar.

Spitze des Eisberges

Eine gute Analyse. Genau das habe ich auch konstatiert. Und wieder sind Gutscheine und aller möglicher Blödsinn im Spiel.
Die PAVs wie Sie das bezeichnen sind auch ein wesentliches Element.
Es gibt eine Menge § im StGB die das tangiert.
Guter Beitrag.

Wenn

man die ureigene Funktion der Arbeitsvermittlung von der staatlichen sogenannten Arbeitsagentur wie vor Jahren geschehen aufgibt und sie an private Zeitarbeits und private Vermittlungen outsourcet, verliert man natürlich auch die Kontrolle über einen sicheren Datenumgang.
Beim perfektionierten Gängeln der "arbeitsunwilligen"Arbeitssuchenden werden dann mehr Ressourcen gebunden, und für ihren Datenschutz bleibt nichts übrig.
Und das Feld bleibt den Datenkraken überlassen.Und eigentlich Hilfsbedürftige werden auch so noch ausgesaugt.
Keine akzeptable Situation.

Datenhändler

Ein weiterer Schritt wäre es, die Mitarbeiter zu entfernen, welche auf Provisionbasis nur an bestimmte Zeitarbeitfirmen vermitteln.

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