Ihre Meinung zu: Einfluss aus Südafrika: Bezahlter Urlaub im Land der Apartheid

7. Mai 2019 - 10:07 Uhr

Propaganda zur Sicherung der "weißen Vorherrschaft": Bisher unbekannte Dokumente belegen, wie das südafrikanische Regime hochrangige deutsche Politiker und Journalisten instrumentalisierte. Von M. Anthes und M. Kolvenbach.

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Kommentare

Ja und wieder kommt die CDU

Ja und wieder kommt die CDU davon. Wie sieht es eigentlich heute aus, die Sünden und Sünder von heute (Einflussnahme bezüglich dem Ansehen anderer Nationen) lernen wir dann auch erst in 50 Jahren kennen?

Und in 30 Jahren ...

... lesen wir, dass ARD Journalisten von der Bundesregierung eingeladen wurden, positiv über Merkels 2015 zu berichten.

Oder vielleicht wurden Sie auch von den Demokrats in die USA eingeladen, um gegen Trump zu schreiben?

Oder von Brüssel um gegen den Brexit zu schreiben?

Pressefreiheit ...

... ist das zu schreiben, was derjenige sagt, der zahlt.

Es hat sich leider nichts geändert

Pressefreiheit ist ein hohes Gut und muss verteidigt werden- gekaufter Journalismus gehört nicht dazu. Dieser nährt die Politik mit doppeltem Boden, macht Politik unglaubwürdig und führt zu Politikverdrossenheit.
Propaganda zur Sicherung der „weißen Vorherrschaft“ in Südafrika, dem ist auch Franz-Josef-Strauß verbunden gewesen, seine Kontakte nach dorthin waren „exzellent „. Und die Politik von Trump zeigt in eine ähnliche Richtung. CDU/CSU lassen auch hier erkennen, dass sie nichts dazugelernt haben. Man passt sich an, auch Orban wird verharmlost.

Problem des Mediensystems

Hieraus lernt man, Geld vom Staat (ob aus dem Inland oder Ausland) kauft Berichterstattung. Vor allem dann wenn Journalisten für die Politik des zahlenden Staates schon Sympathien hegen.

Im Kalten Krieg kooperierte der Westen, wegen der Gefahr des Kommunismus, mit Staaten (wie Apartheid-Südafrika) mit denen man normalerweise nicht kooperieren sollte.

Wer die Journalisten von damals kritisiert - ohne das Mediensystem, das eine solche Berichterstattung ermöglicht zu kritisieren - macht es sich zu einfach. Auch 30+ Jahre später hat sich am deutschen Mediensystem nichts verbessert, nur die Ansichten der Journalisten sind andere. Vielleicht könnte Report Mainz in der nächsten Sendung das Problem des staatlich gelenkten Journalismus behandeln. Aber natürlich geht es viel leichter Vergangenheit statt Gegenwart zu kritisieren, und andere statt sich selbst.

lesen wir denn auch in 20 jahren

das Regime Merkel hat hochrangige ARD journalisten/innen/diverse ins kanzleramt geladen, um ihnen mitzuteilen, wie die regierung zu beurteilen ist

Zufall ?

Anscheinend alles Vertreter vom rechten Teil des Parteien-Spektrums, also CDU/CSU. Zufall ?

ich fand auch das ard foto

wo willy brand an der seite von winni mandela durch die strassen von johannesburg schlenderte. die dame hielt dabei das notorische päckchen streichhölzer in den händen.

"Bisher unbekannte Dokumente belegen, ..."

"Bisher unbekannte Dokumente belegen, wie das südafrikanische Regime in den 1970er- und 1980er-Jahren hochrangige deutsche Politiker und Journalisten instrumentalisierte."

Nein. Es waren damals nicht deutsche, sondern westdeutsche Politiker und Journalisten, welche sich haben kaufen lassen.

Man stelle sich nur einmal vor, man könnte auch heute noch angestellte Journalisten mit Geschenken und/oder Gefälligkeiten oder Freie mit der Aussicht auf weitere Aufträge kaufen. Dann hätten wir am Ende mglw. mit einer staatsnahen, zu wirtschaftsfreundlichen oder gar bellizistischen Pro-Nato-Berichterstattung zu kämpfen.

Nicht auszudenken.

Fakenews und Nicht -

Fakenews und Nicht - Berichterstattung sind eben keine Phänomene des Internetzeitalters.
Gekaufte Politiker und Journalisten auch nicht.
Mittlerweile ist es ja auch kein Geheimnis mehr, dass sich deutsche Regierungen in den
1950er und - 60er Jahren hervorragend mit asiatischen Terrorregimen verstanden und diese protegiert haben.
Auch darüber haben die Medien damals nicht berichtet.
Nach der unseligen und zu der Zeit noch sehr jungen Vergangenheit Deutschlands ist es einerseits sehr Schlimm, das sich auch Teile der BRD - Medien schon von Anfang an daran beteiligten, andererseits ist es aber noch viel schlimmer, dass Akten, die solche Vorgänge bestätigen könnten, Jahrzehntelang unter Verschluss gehalten werden.
Denn das dient ausschließlich nur dazu, diejenigen, die sich sogar und erst recht im Amt schuldig gemacht haben, zu ihren Lebzeiten von jeder Strafverfolgung frei zu halten.
Das muss sich ändern!
Social Scoring, wie in China, aber nur für Berufspolitiker, wäre auch eine Idee.

Wäre das nicht ein Anlass

Wäre das nicht ein Anlass auch heute mal genauer hinzuschauen. Die Satieresendung Die Anstalt hat das ja schon mal getan mit erschreckendem Ergebniss. Aber wie heißt es so schön " Man beißt doch nicht die Hand die einen füttert. " Also keine Panik erfahren wir in 30 Jahren.

John Swinton, 1829 - 1901

US-amerikanischer Redaktions-Chef der New York Times, sagte schon im Jahre 1883 folgendes:
„So etwas wie eine unabhängige Presse gibt es in Amerika nicht, außer in abgelegenen Kleinstädten auf dem Land. Ihr seid alle Sklaven. Ihr wisst es und ich weiß es. Nicht ein einziger von euch wagt es, eine ehrliche Meinung auszudrücken. Wenn ihr sie zum Ausdruck brächtet, würdet ihr schon im Voraus wissen, dass sie niemals im Druck erscheinen würde. Ich bekomme 150 Dollar dafür bezahlt, dass ich ehrliche Meinungen aus der Zeitung heraushalte, mit der ich verbunden bin. Andere von euch bekommen ähnliche Gehälter um ähnliche Dinge zu tun. Wenn ich erlauben würde, dass in einer Ausgabe meiner Zeitung ehrliche Meinungen abgedruckt würden, wäre ich vor Ablauf von 24 Stunden wie Othello: Meine Anstellung wäre weg. Derjenige, der so verrückt wäre, ehrliche Meinungen zu schreiben, wäre auf der Straße um einen neuen Job zu suchen.“
Und das ist bis zum heutigen Tage nicht anders.
Nicht nur in den USA.

Das stimmt mich wirklich traurig

Nicht, was damals passierte. Ich glaube nicht an das Gute im Menschen und daher machen mich solche Berichte sauer.

Traurig macht mich etwas, das ich mehrfach bei den öffentlich-rechtlichen bemerkt habe:

Da berichten Sie über die fragwürdige Rolle, die Journalisten in den 80ern gespielt haben.
Weiteres Beispiel: eine Doku im ZDF zum Thema Computerspiele. Da wurde heftig mit den Medien damals abgerechnet, Experten ohne Ahnung, Meinungsmache etc.

Finde ich gut, dass man auch in der eigenen Branche aufräumt. Das schafft Glaubwürdigkeit.

Also würde es.
Wenn man nicht bei aktueller Kritik mit einem heftigen Beißreflex kontern würde. Die eigene Objektivität betonend (obwohl es keine gibt, niemand ist objektiv).
Und dann eine Runde zelebriert, in der sich 5 Journalisten gegenseitig versichern: wir machen alles richtig.

Sich jeder tiefer gehenden Aufarbeitung verweigert.

Sie sehen, in der Vergangenheit gab es Missstände. Aber für heute schließen Sie dies aus. Unfehlbar? Schade!

Rückblende: passende Satire

Zum Thema noch der passende Gag der Satiresendung "Wir schalten um" von WDR 2 aus den 80er Jahren:

Frage: "Was unterscheidet Südafrika und Deutschland?"
Antwort: "In Deutschland sind die 'Schwarzen' (gemeint: CDU-Politiker) für die Apartheid!"

Wir erinnern uns an damals schon kritisierte Rüstungsdeals trotz Embargo (die Daimler AG lieferte gepanzerte Mannschaftstransporter und UNIMOG-LKW für Polizei und Militär) und finanzielle Hilfen für Wirtschaft und Regierung Südafrikas. Unterdrückung, Folter und massive Polizei- und Militärgewalt der Apartheit-Regierung wurden in Deutschland kontrovers diskutiert. U.a. erörterte die damalige Bundesregierung die Einführung von Gummiwuchtgeschossen aus Südafrika zum Einsatz gegen Demonstrierende.

Südafrika hat auch trotz der Abschaffung der Apartheid nicht an Attraktivität für eine bestimmte Klientel im politischen Spektrum eingebüßt, wie die Reise von Herrn Bystron, Obmann des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, erst im letzten Jahr zeigte.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing

Zitat: 'Im Zeitraum zwischen 1976 und 1986 reisten über 100 Journalisten und Politiker auf Einladung der Agentur ans Kap - Luxussafari und Flüge in der ersten Klasse oftmals inklusive. Die Reisen im Wert von jeweils rund 12.500 DM pro Person wurden vom Regime bezahlt'.

Wir hatten zwischen 1976 und 1986 auch schon eine Demokratie. Folgerichtig war Bestechlichkeit von verfassungsgemäßer Pressefreiheit und Unabhängigkeit der Parlamentarier gedeckt. Warum soll sich daran etwas ändern? Angesichts des aufgeblähten Bundestages (über 700 Abgeordnete nebst Tross) hat ist Finanzierung deren Reisen durch Dritte für Steuerzahler vorteilhaft. Also auf zu noch mehr Demokratie!

Rechte Medien in der BRD

Nachdem auch den deutschen Medien und Politikern bekannt sein dürfte, dass sich schon im 1. deutschen Bundestag ca 200 echte alte Nazis, unter den Deckmantel einer Mitgliedschaft in Union, SPD und FDP, als MdB befanden, sollte nun endlich mal aufgedeckt werden, wieviele echte alte Nazis nach 1945 in den bundesdeutschen Medien Unterschlupf gefunden haben.
Werner Höfer, der „legendäre“ Chef des „Internationalen Frühschoppen“, heute „Presseclub“, musste seinen Job wegen seiner Nazivergangenheit zu recht aufgeben.
Aber der wird bestimmt nicht der einzige Nazi in der Medienlandschaft der BRD gewesen sein. Aber immerhin arbeitete er bei den Ö/R.
Die ARD sollte sofort eine dahingehende Aufklärung in die Wege leiten und weitere mögliche Abhängigkeiten von ehemaligen und auch aktuellen Journalisten aufdecken.
Nur Offenheit und Ehrlichkeit können helfen, den Medien die Reputation zu geben, die sie so gerne in Anspruch nehmen, aber teilweise nicht verdient haben.

Wahlen in Südafrika

Seltsam, dass gerade jetzt vor den Wahlen in Südafrika (bei denen zB im Vorfeld Parteien offen dazu aufrufen, dass jeder Schwarze 5 Weiße töten soll) dieser Bericht auftaucht.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt....

PS. Antwort zu Kommentar plow siebel -
.... was denken Sie, wer die ganzen Influencer finanziert?

CDU/CSU und Löwenthal-Kontakte lange bekannt

Es ist gut, dass jetzt die konkrete Vorgehensweise untersucht wurde und bekannt wird. Politisch wurde die Zusammenarbeit lange schon kritisiert, die Verbindungen von Strauß und Kohl waren offensichtlich, Reisen waren bekannt (übrigens auch zu Pinochet). Löwenthal war ein Protofaschist im ZDF - bekanntlich werden dort heut noch ehrliche Journalisten geschasst.

In Zusammenhang......

mit einem anderen Thema habe ich mal kommentiert, daß die ÖR wenigstens halbwegs objektiv berichten und bin dafür kritisiert worden. Wie alle Menschen war auch Löwenthal oder andere Journalisten an beruflichem Aufstieg oder Sicherheit seines Arbeitsplatzes interessiert und wenn sich alles in deren vertretbarem Rahmen gehalten hat, dann hat man mitgemacht und daran hat sich auch heute nichts geändert, nur eben die Tendez bzw. der Trend!

Also

alles beim Alten. Ein Dejavu für unsere Qualitätsmedien? Das ist wohl zu viel erwartet.

@nie wieder spd um 11:19Uhr

Offenheit und Ehrlichkeit werden Sie nirgendwo finden!Was glauben Sie, wieviele Nazis in der Volkskammer der DDR oder bei den ADN saßen? Ob Filbinger, Präsidenten von Ärzte- oder Apothekerkammer, Abs und viele Personen in gehobenen Stellungen wären da aufzuzählen und zwar auf beiden Seiten des damaligen "Eisernen Vorhanges" ! Warum sollte Film, Fernsehen, Literatur oder Presse usw. davon verschont sein?

im wieder dasselbe

da sitzt man im Sofa 2019 und beurteilt die Situation die 1970 war
Es waren andere Zeiten, es galt ne andere Meinung in unserem (wie jedem Land)
auch das sollte man berücksichtigen.
kürzlich hat sich hier einer im Thread darüber erreget
was für ne krude Meinung seine Oma vertrat (Mißtrauen gegenüber "Zigeuner")
ich will wissen was dessen Enkelkinder mal über den zu mäkeln haben in 50 Jahren

11:25 von Coachcoach

Löwenthal war ein Protofaschist im ZDF
.
hat man das damals auch so gesehen
oder war das "nur" ein Hardliner am rechten Rand,
wie eben sein Gegenstück der Artur von Schnitzler

Das ist in erster linie mal

Das ist in erster linie mal ein komplettversagen der redaktionen. Warum haben die die politiker nicht entlarvt ?warum decken die kollegen? Ob das heute wohl immer noch so ist?

wie wird man wohl unsere Medien beurteilen

überhaupt unser Denken und unser Weltbild
in 50 Jahren ?
es ist schon schmerzhaft hier zu lesen wie überheblich und arrogant hier Dinge als selbstverständlich postuliert werden die vor 100 Jahren und in 100 Jahren
ganz anders gesehen wurden und werden
Wir leben hier und heute, mit den aktuellen Vorstellungen von hier und heute

Die Sicherheit von

Die Sicherheit von Apartheits-Südafrika kann nicht mehr deutsche Staatsräson sein, aber die Sicherheit seines engsten Verbündeten, der dem rassistischen Regime sogar Atomwaffen besorgte, ist selbstverständlich deutsche Staatsräson.

Mediale Hofberichterstatter

Solche Qualitätsmedien haben es schon in sich. Immer schön anständig konform schreiben, dann fließen die Beitragszahlungen wie von selbst. Trau, schau, wem! Vielleicht sollte sich mal ein Untersuchungsausschuss des Bundestages mit den Praktiken der ÖR in Deutschland beschäftigen? Mut zur Aufklärung tut Not!

11:39, karlheinzfaltermeier

>>Wie alle Menschen war auch Löwenthal oder andere Journalisten an beruflichem Aufstieg oder Sicherheit seines Arbeitsplatzes interessiert und wenn sich alles in deren vertretbarem Rahmen gehalten hat, dann hat man mitgemacht und daran hat sich auch heute nichts geändert, nur eben die Tendez bzw. der Trend!<<

Gerhard Löwenthal war nun wirklich ein Überzeugungstäter und seine Sendung war immer hochkontrovers. Gegen Ihren Opportunismusvorwurf muss ich ihn verteidigen, obwohl er immer das genaue Gegenteil meiner Meinung vertreten hat.

11:59 von karlheinzfaltermeier

selbst Günter Grass, der vorzeigetrommler der spd, war in der waffen SS, natürlich nur irrtümlich

Sagen wir es mal ganz vorsichtig:

Ein sehr, sehr alter Knochen, den man heutzutage aus dem Grunde der medialen Meute vorwirft, um von den WAHREN Problemen des Landes abzulenken!

Bestätigung

Der Artikel bestätigt die Aussagen von Udo Ulfkotte in seinem Buch "Gekaufte Journalisten".

Gerhard Löwenthals ...

ZDF-Magazin ist mir noch gut in Erinnerung, neben viel berechtigter Kritik an der damaligen DDR artete diese auch häufig in Hetze aus. Besonders auffällig war sein Lobgesang auf das Regime Pieter Bothas in Südafrika. Die dortige Apartheid wurde dabei verniedlicht.

Welche Rolle spielte eigentlich der heute noch in Bayern hochgeschätzte Franz Josef Strauß in dieser Frage? In seiner Eigenschaft als bayerische Ministerpräsident hatte er mindestens einen genauso guten, wenn viel besseren Draht zu dem Rassisten Pieter Botha. Ich glaube, es war Freundschaft. War dieser doch eigens zur Beisetzung von Strauß nach Deutschland gekommen.

12:01, Sisyphos3

>>da sitzt man im Sofa 2019 und beurteilt die Situation die 1970 war
Es waren andere Zeiten, es galt ne andere Meinung in unserem (wie jedem Land)
auch das sollte man berücksichtigen.<<

Es galt damals eine Meinung? Und heute gilt eine andere?

Interessantes Weltbild.

Ich hatte in den Siebzigern dieselbe Meinung, die ich auch heute habe.

Aber meine Meinung gilt ja sowieso nicht:=)

Weder damals noch heute.

Einfluss aus Süfafrika

So, So der Moralapostel des ZDF Gerhard Löwenthal auf der Gehaltsliste des damaligen Präsidenten Botha.
Die Sendung war das Gegenstück zum "schwarzen Kanal" von Schnitzler. Wie verlogen.

12:05, Sisyphos3

>>11:25 von Coachcoach
Löwenthal war ein Protofaschist im ZDF
.
hat man das damals auch so gesehen
oder war das "nur" ein Hardliner am rechten Rand,
wie eben sein Gegenstück der Artur von Schnitzler.<<

Um Himmels Willen. Bitte, bitte, bitte werfen Sie doch nicht Arthur Schnitzler und Karl Eduard von Schnitzler durcheinander!

Willfährige Journalisten

gab es damals und heute auch! Es mögen sich die Favoriten geändert haben und vielleicht ist die Beeinflussung subtiler? Aber immer wieder fällt die 4. Macht durch unkritische Hofberichterstattung auf, anstatt kritisch zu hinterfragen

Die mediale Selbstreinigung funktioniert immer ...

... und spricht für die Alternativlosigkeit der Pressefreiheit. In welcher Medienlandschaft sonst würden solche Berichte wie dieser veröffentlicht ?

Der Unterschied zwischen freien Medien einerseits und staatlich gelenkten oder durch undurchsichtige Kanäle ohne verlässliches Impressum gesteuerte Populisten-News ist einfach:

- erstere decken früher oder später Machenschaften auch der eigenen Zunft ohne Schonung auf und setzen die Selbstreinigung in Kraft.

- letztere operieren im Dunkeln weiter und lassen sich niemals in die Karten schauen.

Insofern: die Pressefreiheit funktioniert, selbst mit Versatz.

Ich hab´s ja immer gewusst; heute ist alles besser

Es ist wichtig, dass die Vergangenheit aufgearbeitet wird. Ich hab´s ja immer geahnt, dass da was faul war.
Das Journalisten frei und unabhängig arbeiten, ist ja jetzt erst möglich.
Glücklicherweise gibt es ja reichlich Journalistenrabatte, die ein unabhängige Berichterstattung bei den kargen Einkommen ermöglichen. Was bei Beamten zu Disziplinar- oder Strafermittlungen führt. Ist im Journalismus üblich und intern toleriert. Wer macht den schon gerne auf Nestbeschmutzer.
Ich würde gerne mal Mäuschen im südspanischen Hotel sein, wenn da gerade ein Autohersteller sein neuestes Model präsentiert.
Egal, jetzt werden alte Kamellen hervorgekramt, bei denen sich die "Angeklagten" nicht mehr wehren können.

10:31, Einfach Unglaublich

>>Und in 30 Jahren ...
... lesen wir, dass ARD Journalisten von der Bundesregierung eingeladen wurden, positiv über Merkels 2015 zu berichten.

Oder vielleicht wurden Sie auch von den Demokrats in die USA eingeladen, um gegen Trump zu schreiben?

Oder von Brüssel um gegen den Brexit zu schreiben?<<

Selbstverständlich pflegen der CDU nahestehende Journalisten Kontakte zu dieser Partei. Und natürlich gibt es Kontakte zwischen deutschen Journalisten und Repräsentanten der Demokraten in den USA. Allerdings muss wohl niemand in die USA eingeladen werden, um "gegen Trump" zu schreiben.

Und meinen Sie nicht, daß freundschaftliche Kontakte zu Vertretern eines rassistischen Regimes eine etwas andere Hausnummer sind?

Die guten Kontakte von Unionspolitikern nach Südafrika waren übrigens damals schon bekannt, und daß Gerhard Löwenthal auf dieser Seite zu finden war, das wussten wir auch.

@ Sisyphos3

"kürzlich hat sich hier einer im Thread darüber erreget
was für ne krude Meinung seine Oma vertrat (Mißtrauen gegenüber "Zigeuner")
ich will wissen was dessen Enkelkinder mal über den zu mäkeln haben in 50 Jahren"

Das werden Sie und ich aus biologischen Gründen nicht mehr mitbekommen. Wir könnten aber mal versuchen, dass in 50 Jahren über uns geurteilt wird, wir haben dazu gelernt und uns zumindest bemüht, es besser gemacht zu haben als die 50 Jahre vor uns.

10:32, Einfach Unglaublich

>>Pressefreiheit ...
... ist das zu schreiben, was derjenige sagt, der zahlt.<<

Ja klar.

Und Journalisten haben oben einen Schlitz, da wirft man Geld rein, und unten kommt dann das raus, was man will...

Sie haben aber schon verstanden, daß die Agentur Hennenhofer keine Lohnschreiber angestellt hat, sondern gezielt Journalisten und Politiker, die dem Apartheitsregime ohnehin schon positiv gegenüberstanden, mit Aufmerksamkeiten bedacht hat?

Man nennt so etwas politische Landschaftspflege.

um 10:32 von Einfach Unglaublich

"Pressefreiheit ...
... ist das zu schreiben, was derjenige sagt, der zahlt."
.
Dann würde mich interessieren, wer für Ihre Kommentare zahlt. Ach was, ich kann's mir denken...

12:19, Icke 1

>>Solche Qualitätsmedien haben es schon in sich. Immer schön anständig konform schreiben, dann fließen die Beitragszahlungen wie von selbst.<<

Was hat das, was ein Journalist schreibt, mit den Beitragszahlungen zu tun?

Könnten Sie diesen von Ihnen behaupteten Zusammenhang vielleicht ein wenig näher erläutern?

Nur gut, dass wir heute ein

Nur gut, dass wir heute ein freie Presse haben, die nicht der staatliche verordneten Meinung nach dem Mund redet.

Die Zeiten ändern sich

in der Endzeit des Apartheid-Regimes ließen sich die evangelischen Kirchenfürsten noch nach SA zur Großwildjagd einladen, während die Basis südafrikanische Produkte boykottierte, Das hat mich zum Kirchenaustritt veranlasst. Aber auch heute schwimmt die evangelische Kirche gern mit dem Strom. Es hat sich eben die Fließrichtung geändert

Gut

Gut, dass es die ÖR selbst sind, die auf die Lage von damals hinweisen und Journalisten der ÖR, die ihre Vorgänger scharf kritisieren und hinterfragen. Das hilft zwar den Opfern von damals nichts mehr und es hilft auch nicht gegen den Verdacht, dass es ähnliche Fälle auch heute noch gibt, aber es ist immer noch besser als die "Privaten", die sich nie selbst kritisieren. ich kann mich zumindest nicht erinnern, dass einmal ein BILD-Reporter enthüllt hätte, dass ein anderer BILD-Reporter Propaganda und Fake-News betriebe. Lediglich beim "Spiegel" hatte das mit dem Fall Relotius ähnlich geklappt.

Die tibetanische Gebetsmühle

Egal, was das Thema ist, immer wieder kommt man auf gekaufte Journalisten und die Rundfunkgebühren. Gähn.
.
Es ging hier doch darum, dass deutsche Abgeordnete von Südafrika kostenlose Urlaube erhielten, um sie der damaligen Politik gewogen zu machen.
.
Diejenigen, die das so heftig anprangern, erhielten von einem rechten Milliardär Spenden mit gefakten Spenderlisten. Das gibt ihnen natürlich das Recht, auf anderen herum zu hacken. Merke: wer mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst.

12:29, Karl Napf

>>selbst Günter Grass, der vorzeigetrommler der spd, war in der waffen SS, natürlich nur irrtümlich<<

Ja, wärmen Sie das ruhig wieder auf.

Günter Grass war bei Kriegsende siebzehn.

Mein Onkel Diether, selbe Generation wie Günter Grass, kam eines Tages auf Fronturlaub nach Hause und fand dort ein Schreiben vor, welches ihn dazu beglückwünschte, daß er jetzt der Waffen-SS angehöre.

Gefragt hatte ihn niemand, und er hatte auch keinen Antrag gestellt.

Das war in den letzten Kriegsjahren Usus.

Es gibt ein Buch von Ian Kershaw, das heißt "Das Ende". Ich empfehle Ihnen, das mal zu lesen.

Verunglimpfungen: Geschichte wiederholt sich

Zu: 07. Mai 2019 um 12:05 von Sisyphos3, 11:25 von Coachcoach

Herr Löwenthal, gebürtiger Jude und Überlebender des NS-Terrors, war vieles, doch Ihre Zuschreibungen als "Protofaschist" und "Hardliner am rechten Rand" sind Verunglimpfungen und daher streng zurück zu weisen.

Herr Löwenthal hat im ersten Drittel seines Lebens unter beiden deutschen Unrechtsregimen gelitten. Als Journalist begann daher er früh, die DDR-Führung zu kritisieren. Auch war er gegen die Ostpolitik bzw. die Entspannungspolitik der SPD. Später kam dann seine Kritik an der menschenverachtenden Politik der UdSSR in Afghanistan hinzu. Hier war sein ZDF-Magazin nur wenig härter im Wortgebrauch als andere deutsche Politmagazine der Zeit. Da er als westdeutscher Gegenpol zum ostdeutschen Propagandisten Karl-Eduard von Schnitzler (nicht: "Artur"!) wahrgenommen wurde, was er aber nicht war, da das ZDF-Magazin stets seriös und nicht tendenziös-propagandistisch blieb, erfuhr er heftig-üble Kritik von Links bzw. der DDR.

13:08, Cosmopolitan_Citizen

>>Die mediale Selbstreinigung funktioniert immer ...
... und spricht für die Alternativlosigkeit der Pressefreiheit. In welcher Medienlandschaft sonst würden solche Berichte wie dieser veröffentlicht ?

Der Unterschied zwischen freien Medien einerseits und staatlich gelenkten oder durch undurchsichtige Kanäle ohne verlässliches Impressum gesteuerte Populisten-News ist einfach:

- erstere decken früher oder später Machenschaften auch der eigenen Zunft ohne Schonung auf und setzen die Selbstreinigung in Kraft.

- letztere operieren im Dunkeln weiter und lassen sich niemals in die Karten schauen.

Insofern: die Pressefreiheit funktioniert, selbst mit Versatz.<<

Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke!

@ um 11:59 von karlheinzfaltermeier

„Woanders“ ist es immer besser oder schlimmer.
Ganz nach Bedarf.
Mir reicht es vorläufig, wenn wir in unserem Land die Dinge richtigstellen.
Und wenn man, wenn auch erst im Nachhinein, feststellen muß, wieviele Nazis in der BRD zu Ruhm und Ansehen gekommen sind, ohne dass die, die es hätten wissen sollen und müssen, nämlich auch unsere Journalisten, dagegen etwas unternommen haben, führt das die immer wiederkehrenden Diskussion um Demokratie, Pressefreiheit und vor allem auch über die sogenannten christlichen und westlichen Werte ad absurdum.
Außerdem ist die Nichtverfolgung von 99% der Nazitäter der Nährboden aller derer Nachfolger bis hin zur AfD.
Wenn die Medien daran ähnlich mitgearbeitet haben, wie im Artikel geschildert, gehört das in die Öffentlichkeit!
Egal was woanders passiert ist.

@ um 13:17 von fathaland slim

Es braucht gar keinen Schlitz zum Geldeinwurf!
Die Aussicht Arbeitslos zu werden reicht oftmals völlig aus.
Das funktioniert überall in der Wirtschaft, auch bei den Medien.

13:15 von vox moderandi

uns zumindest bemüht, es besser gemacht zu haben als die 50 Jahre vor uns.
.
besser ??
anders !

im übrigen glaubt jede Generation es besser zu machen als die vorangegangene
albern wenn sie mich fragen
die Vorstellungen / Anforderungen was das Leben anbelangt, die Wünsche ändern sich entsprechend auch die Antworten
oder glauben sie dass Individualismus und Selbstverwirklichung den "Durchschnittsmenschen" im Mittelalter stark beschäftigte oder das fehlende Wahlrecht, sowenig wie Frauenrechte auf Platz 1 der To-do-Liste stand - damals

re 13:19 von fathaland slim

Was hat das, was ein Journalist schreibt, mit den Beitragszahlungen zu tun?

Journalisten, wie alle Menschen, werden denjenigen mindestens etwas zugetan sein, die ihnen eine Einkommensquelle garantieren. Es ist besonders problematisch wenn ein mächtiger Aktuer wie ein Staat, der eigentlich von Journalisten (als 4. Gewalt) überwacht werden soll, diese durch die Schaffung von Abhängigkeiten vereinnahmt.

@fathaland slim 10:32

"Man nennt so etwas politische Landschaftspflege"

Das trifft zwar zu (dass man das so nennt); es geht hier aber um keine "Landschaft", sondern um eine Jauchegrube.

Das einzig Positive an dieser ganzen Übelkeit erregenden Geschichte ist, dass sie wenigstens jetzt - 30 Jahre später - ans Licht kommt. Damit man daraus lernen kann.

@ Crosterland

"Gerhard Löwenthals ...
ZDF-Magazin ist mir noch gut in Erinnerung, neben viel berechtigter Kritik an der damaligen DDR artete diese auch häufig in Hetze aus."

Ich kenne noch den schönen Spruch: " Die Milch wird sauer, das Bier wird schal - im Fernsehen spricht der Löwenthal." Für mich ein gewisser Hinweis darauf, dass Leute auch damals schon kritisch mit Medien umgehen konnten. Und das ZDF war zu der Zeit nach heutigen Maßstäben unfassbar rechtskonservativ.

13:09, Bruno2

>>Glücklicherweise gibt es ja reichlich Journalistenrabatte, die ein unabhängige Berichterstattung bei den kargen Einkommen ermöglichen. Was bei Beamten zu Disziplinar- oder Strafermittlungen führt. Ist im Journalismus üblich und intern toleriert. Wer macht den schon gerne auf Nestbeschmutzer.<<

Journalisten sind keine Beamten.

Jeder Nichtbeamte kann so viel zu seinem "Haupteinkommen" dazuverdienen, wie er will.

Überrascht mich überhaupt nicht

Dass sich deutsche Journalisten von Lobbyisten kaufen lassen, ist für mich nichts neues. Darüber gab es mal ein sehr interessantes Buch eines ehemaligen FAZ-Journalisten (Udo Ulfkotte) mit dem Titel "Gekaufte Journalisten". Da steht alles schwarz auf weiß drin. Aber ich wußte schon vorher wie der Hase läuft.

13:17 von fathaland slim

sondern gezielt Journalisten und Politiker, die dem Apartheitsregime ohnehin schon positiv gegenüberstanden, mit Aufmerksamkeiten bedacht hat?
.
vermute mal da mussten die nicht lange suchen
das Denken entsprach wohl dem Mainstream
wie heute jeder für die EU eintritt sich was anderes gar nicht vorstellen kann .....

13:34, NeutraleWelt

>>Nur gut, dass wir heute ein freie Presse haben, die nicht der staatliche verordneten Meinung nach dem Mund redet.<<

Das meinen Sie natürlich ironisch.

Deswegen würde ich gern von Ihnen wissen:

Wie wird bei uns eine Meinung staatlich verordnet? Wer tut das? Welche staatliche Institution ist für die Meinungsverordnung zuständig?

Gibt es regelmäßige Briefings der Zeitungs- und Rundfunkredaktionen Deutschlands? Wenn ja, wo finden die statt? Oder läuft das über Email?

13:52, Konsenssoße

>>re 13:19 von fathaland slim
Was hat das, was ein Journalist schreibt, mit den Beitragszahlungen zu tun?

Journalisten, wie alle Menschen, werden denjenigen mindestens etwas zugetan sein, die ihnen eine Einkommensquelle garantieren. Es ist besonders problematisch wenn ein mächtiger Aktuer wie ein Staat, der eigentlich von Journalisten (als 4. Gewalt) überwacht werden soll, diese durch die Schaffung von Abhängigkeiten vereinnahmt.<<

Die öffentlich-rechtlichen Medien werden nicht vom Staat, also aus Steuergeldern, sondern mittels "Zwangsgebühr" bezahlt. Diese "Zwangsgebühr" gibt es aus genau dem Grunde, das Rundfunkangebot von staatlicher Einflussnahme unabhängig zu halten.

Was meinen Sie, weswegen die FPÖ die Finanzierung der österreichischen öffentlich-rechtlichen Sender auf Steuerbasis umstellen möchte? Die Journalisten wären dann nicht mehr Angestellte der Gebührenzahler, sondern der Regierung. Die ihnen bei Nichtgefallen den Geldhahn zudrehen könnte. Momentan ginge dies nicht.

13:49, nie wieder spd

>>@ um 13:17 von fathaland slim
Es braucht gar keinen Schlitz zum Geldeinwurf!
Die Aussicht Arbeitslos zu werden reicht oftmals völlig aus.
Das funktioniert überall in der Wirtschaft, auch bei den Medien.<<

Ihr Menschenbild geht offensichtlich von der Käuflichkeit eines Jeden aus.

Damit kann ich schlecht diskutieren.

Aber eine Frage hätte ich dann doch:

Gilt diese Käuflichkeit auch für Sie selbst, oder nur für alle anderen?

@ um 13:52 von Konsenssoße

Im ÖR laufen mehr oder weniger dauernd regierungskritische Berichte/Meldungen in div. Sendungen, auch werden desöfteren Unstimmigkeiten und Skandale aufgedeckt/verfolgt usw. Und das obwohl die ÖR laut Meinung der üblichen Verdächtigen hier im Forum, fest in der Hand der Regierung/linksgrünversi... Mainstream und weisungsgebunden ist. Dasselbe bei allen größeren Tageszeitungen u.ä..
Wer kontrolliert nun wen?

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