Ihre Meinung zu: Organspende: Abgeordnete legen Gegenmodell zu Spahn-Plan vor

6. Mai 2019 - 11:53 Uhr

Eine Gruppe Bundestagsabgeordneter hat einen eigenen Entwurf für eine Reform des Organspendegesetzes erarbeitet. Mehr Aufklärung und regelmäßige Nachfragen sollen für mehr Spender sorgen. Von Bettina Nutz.

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Kommentare

Ich stelle nur eines fest:

Spahns Vorschläge im Hinblick auf eine Regelung von Organspenden ist ein Eingriff in die Unversehrtheit der Körpers. Legitimiert wird diese Freiheitsbeschränkung mit der Begründung, wie viele Menschen ohne diese möglichen Spenden sterben (der Begriff Spende ist dabei auch interessant zu verwenden).
Okay, meine Frage: wo fangen wir an und wo hören wir auf ->
- Straßenverkehrstote:
wir müssen die Zahl der Toten drastisch
einschränken und verbieten das
persönliche motorisierte (inkl. E-Bikes)
Fortbewegen.
Damit haben wir das Problem schnell im
Griff!
- Kriegstote -> keine Kriege und keine Kriegs-
waffen - mehr anschaffen und verkaufen!
- Etc.
Was will ich sagen? Wenn wir unsere Probleme in dieser Art Vorgehen denken lösen zu wollen, dann bewegen wir uns in eine andere Gesellschaftsordnung. Wir sollten sehr aufpassen was sich mit solchen Gesetzen einschleicht. Impfung mit Zwangsgeld ist schon in der Planung. Das wird nur der Anfang sein! Wehret den Anfängen!!!

Fragen zur Widerspruchslösung

Ich stimme Frau Baerbock zu und hoffe, dass die Widerspruchs lösung sich nicht durchsetzen wird.
Falls doch, muss es
ausführlichere Informationen dazu
geben, wo der mögliche
Widersprucheingereicht
wird. Kann ein Patient
sich jederzeit darauf
verlassen, dass Ärzte in
Notsituationen auf ent-
sprechende Unterlagen
zugreifen können? Werden Menschen, die plötzlich selber ein lebenserhaltendes
Organ brauchen, aufgr.
ihrer eigenen Wider-
spruchsentscheidung
benachteiligt? Viele Fragen sind offen.

Diskussion über Organspende

ich verstehe das ganze Konzept nicht, es soll mehr transplantiert werden und welche Pflegekräfte versorgen die transplantierten Patienten?
Oft bekommen die Menschen ein neues Organ und stehen,nicht!!!!, zwei Tage später wieder auf und sind gesund, sondern haben einen Weg zu gehen. Bedürfen besonderer Betreuung, die viel vom Pflegepersonal aufgefangen wird. Ebenso die Angehörigen.
Leider ist das im Personalschlüssel, wie so vieles, auch nicht berücksichtigt.
Da wird das Pferd falsch aufgezäumt!!!!

Organspende

Für mich ist es einfach ein Unding. Nicht nur das es gegen das Grundgesetz verstößt, nein auch gegen die Menschlichkeit. Jeder sollte es selbst entscheiden können ohne Staatlichen Zwang. Wird der Staat jetzt zum Organhändler? Herrn Span scheint seine Macht als Gesundheitsminister zu Kopf zusteigen.

Seltsame Freiwilligkeit

Mir kommt dieser Gegenentwurf zur Widerspruchslösung suspekt vor. Menschen, die sich schon entschieden und widersprochen haben, sollen offenbar solange gelöchert werden, bis sie sich dann doch noch umentscheiden. Und die fortwährende Zudringlichkeit von Staats wegen wird dann auch noch als Stärkung der Freiwilligkeit verkauft. Für wie dumm halten die Sprachverdreher und Uminterpretierer aus dem Politikbetrieb uns eigentlich ?

Mehr Aufklärung brauchen die Politiker

Dazu dass ich gegen die Widerspruchslösung bin und warum, habe ich hier schon oft geschrieben.

Mal was Anderes:

Es wird immer und immer wieder von Fachleuten betont, dass es in Deutschland an Strukturen in Krankenhäusern mangelt, um an Spaniens Erfolg anknüpfen zu können.

Ich habe hier einen Artikel, der bereits 2015 geschrieben wurde:
hxxps://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/organspende/article/888601/organspende-spanien-lernen.html

Demnach gibt es mehr, als genug Organspender in Deutschland.

Nur leider erwarten die Politiker offensichtlich, dass sie sich die Organe selbst entnehmen und mit einer Briefmarke darauf an den Organempfänger schicken und dieser sie sich eigenständig einsetzt.

Anders sind die bisherigen Maßnahmen der Politik nicht zu erklären.

re richtungswechsel

"Für mich ist es einfach ein Unding. Nicht nur das es gegen das Grundgesetz verstößt"

Sind Sie Fachjurist für Verfassungsrecht?

"Die zweite wichtige Aufgabe der Transplantationsbeauftragten ist das Gespräch mit den Angehörigen. [...] Das spanische Transplantationsgesetz von 1979 geht – anders als das deutsche – davon aus, dass jeder zur Organspende bereit ist, es sei denn, er widerspricht dem zu Lebzeiten. Das kann er vor einem Notar tun, oder indem er sich in einem speziellen Register anmeldet. Es reicht aber auch, dass er gegenüber seiner Familie verkündet, dass er von der Organspende nichts hält.
Deswegen ist das Gespräch mit den Angehörigen so wichtig. Sie sollen im Namen des Sterbenden glaubwürdig versichern, dass er einer Organentnahme zustimmen würde. Im vergangenen Jahr sagten in diesen Gesprächen 87 Prozent der Angehörigen Ja zur Organspende."
hxxps://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.organspenden-in-spanien-organspenden-es-geht-doch.2a455753-74a9-41ec-a4ee-b6a09e457afc.html

Nix da mit "einfach nehmen". Bei dieser Widerspruchslösung werden die Angehörigen gefragt.

Ich habe da schon lange eine

Ich habe da schon lange eine Meinung dazu. Organspenderausweis habe ich schon seit 1993.
Vor einigen Jahren hatte ich einen Herzinfarkt und habe im letzten Jahr ein Kunstherzsystem bekommen und weiß daher wie viele Menschen auf Hilfe warten.
Ich bin für diese Regelung schon aus dem Grund weil Deutschland eines der wenigen Länder ist wo es diese noch nicht gibt. Ich gehe sogar noch weiter und möchte das jeder der nein zur Spende sagt
auch nie im Krankheitsfall ein Organ bekommt. Für mich ist es nicht nachvollziehbar wie ein Mensch dazu nein sagt aber wenn diesem Mensch selbst das Schicksal einholt , dann selber ein Organ möchte.
Spenderorgane für Spende.
Das Gesetz muss kommen

Dann....

…. liebe Organspendegegner sorgt bitte auch dafür das in unsere Autos keine Zwangsairbags mehr eingebaut werden denn die verstoßen wahrscheinlich auch gegen das Grundgesetz. Wer überleben will kann sich ja freiwillig einen einbauen lassen.
Da soll ein mündiger Bürger sich ein mal in seinem Leben klar entscheiden und das scheint ja einige schon zu überfordern.
Nur zu gerne schauen wir von unsern (nur noch scheinbar) hohen deutschen Ross auf die anderen europäischen Länder herab und merken gar nicht das die uns auf diesen gebiet schon um Lichtjahre voraus sind während wir unter den Deckmäntelchen der "Freiheit" einen Schritt nach dem anderen fröhlich rückwärts schreiten.

re tada

"Ich habe hier einen Artikel, der bereits 2015 geschrieben wurde:
hxxps://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/organspende/article/888601/organspende-spanien-lernen.html

Demnach gibt es mehr, als genug Organspender in Deutschland."

Das steht gar nicht in diesem Artikel.

Nix gibt's

Meine Organe gehören mir und werden auch mit mir beerdigt.
Mein Wille!
Warum?
Erfahrungsberichte von OP-Personal bei Organentnahme:
Der Spender erhält keine Schmerzmittel während der Entnahme und zeigt Symptome, wie starkes Schwitzen (bei Stress), Tachycardia, um sich schlagen.
Wie kann das sein? Was bekommt er doch noch mit? Ist er wirklich "tot"?

@Hans-Antoni, 13:54

Ich gehe sogar noch weiter und möchte das jeder der nein zur Spende sagt
auch nie im Krankheitsfall ein Organ bekommt.

Man kann zur Organspende stehen, wie man will (ich selbst bin bereit zu spenden), aber Ihre Verknüpfung ist ethisch das letzte und gegen jeden Anstand. Ich würde niemals wollen, dass meine Organe jemandem vorenthalten werden, nur weil er/sie selbst kein Spender ist.
In meinem Wertegefüge ist Hilfe nicht an eine Gegenleistung geknüpft, sonst ist es keine Hilfe, sondern ein Handel.

Wenn ich tot bin brauche ich meine Organe nicht mehr

und wenn ich mit meinen Organen einem anderen Menschen das Leben retten oder verbessern kann, dann freue ich mich darüber.

Solange man auf freiwillige Spenden setzt, solange wird es nur sehr wenige Spenden geben. Die Widerspruchslösung ist der einzig sinnvolle Weg.
Zusätzlich könnte man noch eine Prioritätenliste erstellen. Wer selbst keine Organe spenden will, bekommt auch nur dann ein Spenderorgan, wenn eines übrig ist.

...Bürokratiemonster...

Was die Linke hier will ist ein Bürokratiemonster!
Jeden alle paar Jahre zu befragen.
Da der Mensch zu faul ist freiwillig Organspender zu werden muss es umgekehrt gemacht werden. Und da ist Herr Spans Vorschlag der richtige.
Aber typisch für unseren Bundestag, wir sind erst mal dagegen!

Eigene Erfahrung mit Organspenderausweis

Ich habe einen Organspenderausweis, weil eines Tages einer in der Post von der Krankenkasse lag. Habe die Gelegenheit genutzt, und ihn ausgefüllt.

Es gäbe so viele Möglichkeiten, es den Leuten einfach immer wieder in Erinnerung zu rufen:
* in Briefen von Krankenkassen und Behörden,
* in neuen Geldbörsen, so wie dort immer Attrappen von Kreditkarten und Ausweisen enthalten sind, könnte ja auch ein Organspendeausweis dabei sein
* im der neuen Jacke, so wie auch Briefchen mit Ersatzknöpfen in den Taschen sind
* usw.

Einfach immer wieder die Frage aufwerfen: "na, wie wär's?" Geht ganz ohne Bedrängen und Gesetze.

Der Elefant im Raum wird hartnäckig ignoriert

Guten Tag,
schon lange wundert es mich, dass seitens der Politik in dieser Frage keiner eine offenkundige Sache anspricht:

nämlich, dass das "outen" als Organspender implizit heissen könnte, nicht so sehr am eigenen Leben zu hängen.

Und daraus die Befürchtung, im Zweifelsfall würde sich keiner
ernsthaft bemühen, einem das Leben zu retten.

Wir sind alle nur Menschen, und die Ressourcen sind begrenzt, so stellen wir uns mal den Fall eines Notfallmediziners vor, der zeitgleich einen Patienten mit und einen ohne den Organspendeausweis eingeliefert bekommt ...

@ crazy-squirrel

"Dann....…. liebe Organspendegegner sorgt bitte auch dafür das in unsere Autos keine Zwangsairbags mehr eingebaut werden denn die verstoßen wahrscheinlich auch gegen das Grundgesetz." Am 06. Mai 2019 um 14:01 von crazy-squirrel

Bitte verbreiten sie keine Märchen!

Es gibt keine "Organspendergegner"!!!

Hier gibt es Menschen, die die Widerspruchslösung in jetzigem Vorschlag ablehnen oder befürworten, weil es um ihre eigenen Organe geht. Und dazu wird man sich doch wohl noch äußern dürfen, solange hier Personen wie Sie keine Zensur ausüben.

Und Organentnahme mit zusätzlichen Airbags zu vergleichen taugt meiner Meinung nicht als Beweis für Fachkenntnis.

13:52 von karwandler re

13:52 von karwandler
re richtungswechsel
"Für mich ist es einfach ein Unding. Nicht nur das es gegen das Grundgesetz verstößt"

Sind Sie Fachjurist für Verfassungsrecht?

----

Ich kenne meine Rechte, auch ohne Fachjurist zu sein.

Jeder Mensch hat Persönlichkeitsrechte, nicht nur Fachjuristen. Und jeder kann daräber bescheid wissen und von diesen Gebrauch machen und auf sie bestehen.

Ganz OHNE Jurastudium!!!

Und ich werde meine Rechte verteidigen, auch ohne Fachjurist zu sein.

Ja, ich DARF sogar für meine Rechte eintreten, ohne Fachjurist zu sein, stellen Sie sich DAS mal vor!!!

Spahn: Die Aufklärung hat ja "nichts gebracht"..."

Meine Frage:
Was passiert eigentlich als Nächstes, wenn die Widerspruchslösung auch "nichts bringt"?
Kommt dann Zwang?
Oder erst die Zwischenstufe mit Sanktionen wie Bußgeld, Diskriminierung, etc. für Menschen, die nicht "freiwillig" spenden?

Ich habe mich mit den Argumenten der anderen Seite beschäftigt und demnach ist es nicht ausgemachte Sache, dass man nach dem Hirntod "keine Schmerzen mehr spürt".
Der Begriff "Hirntod" wurde ja extra nur für dafür kreiert, um damit Organtransplantationen zu ermöglichen und zu rechtfertigen.
Es besteht ja auch ein starkes wirtschaftliches Interesse an der Sache. Sonst würde das auch nicht so gepusht. Selbst in diesem Artikel, bei dem es eigentlich um einen Gegenvorschlag gehen soll, wird gleich zu Anfang schon subtil Werbung für die Organtransplantation gemacht.

ich verstehe jetzt oder verstehe auch nicht

worum es den Gegnern der Widerspruchslösung denn geht. Offensichtlich ist es ja nicht das Recht, nach dem Tod seine Organe zu behalten, das sie bedroht sehen. Denn das wird ja gar nicht in Frage gestellt. Man sagt nein, und das war's.
Geht es also um das "Recht", gar nicht gefragt zu werden? Und was soll das dann? Was hat man davon? Bitte um Aufklärung.

Herr Spahn will das Grundgesetz

mit Füßen treten. Der Mensch ist nur nur WAre in Deutschland. Er ist auch nach den Spahnschen Willen nur noch Ersatzteilspender.

Mein Vertrauen in die entsprechende Ärzte ist gering. Es gab zu viele bekannt gewordene Fälle (wieviele es wirklich gibt, werden wir nie erfahren, Schweigepflicht...), dass nicht nach Liste transplantiert worden ist. Geld regiert und die Welt.
Deutschland hat viele Millionäre. Da wird mancher bereit sein, sich dankbar zu erweisen, wenn er frühzeitig eine neue Niere etc. bekommt. Und so mancher Arzt, der viele Stunden am Tag arbeitet, auch am Wochenende und zu Feiertagen im OP steht, wird gegen einen kleinen Obolus nichts dagegen haben.

Der Hauptpunkt ist aber die geplante weitere Entmündigung des Menschen in Deutschland. Jeder Mensch ist bereits potentieller Verbrecher, da seine DAten gesammelt und gespeichert werden dürfen. Nun soll jeder auch noch Ersatzteilspender werden. Das hat mit Demokratie nicht mehr viel zu tun.

@ hänschen klein

"schon lange wundert es mich, dass seitens der Politik in dieser Frage keiner eine offenkundige Sache anspricht:

nämlich, dass das "outen" als Organspender implizit heissen könnte, nicht so sehr am eigenen Leben zu hängen.

Und daraus die Befürchtung, im Zweifelsfall würde sich keiner
ernsthaft bemühen, einem das Leben zu retten."

Was ist denn das für eine krude Unterstellung? Ich habe ja auch manchmal meine misanthropischen Momente. Aber ein bisschen mehr Grundvertrauen in die Menschheit darf schon sein. Haben Sie sich das mal als praktisches Szenario vorgestellt? Ein Notarzt reanimiert nicht, weil er beim Unfallopfer einen Organspendeausweis gefunden hat?

"Organspende doch nur freiwillig?"

Diese Überschrift ist ein Widerspruch in sich.
Eine "Spende" ist immer "nur freiwillig".
Korrekt müsste man bei der "Widerspruchsregelung" von "Organentnahme", statt "Organspende" sprechen. Einer Spende kann man auch nicht widersprechen, sondern nur einer "Entnahme". Und wenn der "Widerspruch" dann auch nicht mehr akzeptiert - oder nicht gefunden - wird, dann handelt es sich - sprachlich korrekt - um "Organraub".
Mir graut - ehrlich gesagt - vor einer solchen Entwicklung. Und ich bin froh, dass ich schon ein gewisses Alter erreicht habe, wo einerseits meine Organe nicht mehr ganz so "interessant" sind, und ich andererseits vielleicht die Endstufe dieser Entwicklung nicht mehr miterleben muss. Aber mir tun die Menschen Leid, die jetzt noch jung sind.
(Ich glaube - ehrlich gesagt - nicht an das edle Motiv von Spahn, Menschenleben retten zu wollen. Wenn das das Anliegen wäre, müsste man an ganz anderen Stellen ansetzen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.)

Vergleiche

Vielleicht können wir uns ja mit ein paar Emotionen weniger mal Länder anschauen, wo es ein Widerspruchsmodell bereits gibt. Ich habe zumindest noch nie gehört, dass irgendwo Menschen sterben gelassen und ausgeschlachtet werden, weil sie verpennt haben zu widersprechen.

Spahn ergänzte: Es gebe keine

Spahn ergänzte: Es gebe keine Pflicht zur Organspende, aber eine Pflicht, sich damit zu beschäftigen.

Schon allein, woraus Spahn diese `Pflicht´ ableitet, wäre sicher mal interessant zu erfahren.

Der Vorschlag von Frau Baerbock´s Gruppe ist vernünftig und ausreichend.
Ein `solange ihr nicht nein sagt, habt ihr ja gesagt´, ist nicht nur moralisch und ethisch mehr als bedenklich, es ist schlicht falsch.
Wer beschäftigt sich denn mit einem so unwichtigen Randthema und hat die Zeit und die Lust, dafür auch noch Mühen auf sich zu nehmen ?

Es gibt Leute in depressiven Phasen, die nicht mal mehr ihre Post öffnen. Wenn die dann eine dreimalige Aufforderung zur Stellungnahme verstreichen lassen, haben sie zugestimmt ?
Millionen werden aus diesen oder jenen Gründen wohl nicht widersprechen, obwohl sie keine `Spender´ sein wollen. Und genau das ist das Ziel !
Das sind nicht nur China-Methoden, das geht von der Menschenverachtung her viel eher in Richtung vorheriges Deutschland.

re störschall

"Ich kenne meine Rechte, auch ohne Fachjurist zu sein.

Jeder Mensch hat Persönlichkeitsrechte, nicht nur Fachjuristen. Und jeder kann daräber bescheid wissen und von diesen Gebrauch machen und auf sie bestehen."

Sie können für Ihre Persönlichkeitsrechte halten was Sie wollen. Das ist mir schnurzpiepegal.

Aber ein Votum "gegen das Grundgesetz" ist sachlich zu begründen und nicht mit strammem Behaupten und persönlichen Einschätzungen.

re ruja

"Der Begriff "Hirntod" wurde ja extra nur für dafür kreiert, um damit Organtransplantationen zu ermöglichen und zu rechtfertigen."

Die Diagnose hirntot wird hundert Mal öfter als Grund für das Abschalten der künstlichen Beatmung als für die Einleitung einer Organentnahme gestellt.

Span Pläne...

Es gebe keine Pflicht zur Organspende, aber eine Pflicht, sich damit zu beschäftigen.
###
Mit 18 Jahren ist man heute Volljährig. Meint Herr Span tatsächlich in den Alter beschäftigt man sich schon umfangreich mit den eigenen Tot und mit der Spende der eigenen Organe ? Ich habe mich als junger Mensch damals noch nicht damit beschäftigt und warum sollten es heute junge Menschen tun ? Vielleicht wenige, ja. Aber das darf kein Freibrief für die Entnahme von Organe sein ! Und eine Pflicht sich damit zu beschäftigen? Will der Gesundheitsminister denn nun auch Bußgelder verteilen wenn man es nicht macht ? Langsam glaube ich der gelernte Bankkaufmann sitzt auf den falschen Ministerposten.

Organspende:

schon die Begrifflichkeit
also "Spende" ist für mich was freiwilliges
so wie das geplant ist, vom Gesundheitsminister
ist es eine (Zwangs) abgabe,
der man widersprechen kann

14:01 von crazy-squirrel

was soll dieser krude Vergleich ?

re silverfuxx

"Wer beschäftigt sich denn mit einem so unwichtigen Randthema und hat die Zeit und die Lust, dafür auch noch Mühen auf sich zu nehmen ?"

Definieren Sie doch mal "Mühen" für diesen Fall.

Aber ein Votum "gegen das

Aber ein Votum "gegen das Grundgesetz" ist sachlich zu begründen und nicht mit strammem Behaupten und persönlichen Einschätzungen.

----

Was wollen Sie dann?

Passt doch

@ 15:13 von frosthorn

Geht es also um das "Recht", gar nicht gefragt zu werden? Und was soll das dann? Was hat man davon? Bitte um Aufklärung.

Nun, da wird es wohl verschiedene Motivationen geben.

Meine sind:
1.) Viele Menschen werden schlicht keinen Widerspruch einlegen. Nicht, weil sie `spenden´ wollen, sondern weil sie es vergessen, weil sie ganz andere Sorgen und Themen haben, weil sie überfordert sind. Wir sollten nicht vergessen, dass `wir´ hier bei ts keineswegs den Durchschnitt der Bevölkerung repräsentieren. Vom Alter her nicht, und auch nicht vom Bildungsniveau.
2.) Die bisherige Lösung, ergänzt um Baerbock´s Vorschlag, reicht völlig. Mehr freiwillige Spender gibt es eben nicht.
3.) Der Staat ??!!! Was hat der damit zu tun ? Gesetze, die Krankenhäuser und Ärzte reicher machen, brauchen wir nicht.
4.) Davon abgeleitet vermute ich ganz klar Lobbyisten hinter Spahns diversen Angriffen auf die Bürger- und die Persönlichkeitsrechte. Geld, nicht Menschenleben sind mMn die Motivation.

@frosthorn 14:06

" Ich würde niemals wollen, dass meine Organe jemandem vorenthalten werden, nur weil er/sie selbst kein Spender ist.
In meinem Wertegefüge ist Hilfe nicht an eine Gegenleistung geknüpft, sonst ist es keine Hilfe, sondern ein Handel."

Sie sind ein guter Mensch, Frosthorn, und ich schätze Ihre Beiträge sehr.

Im Übrigen habe ich schon seit Ewigkeiten einen Spenderausweis, genauso wie meine Kinder.

@16:02 von karwandler

Die Diagnose hirntot wird hundert Mal öfter als Grund für das Abschalten der künstlichen Beatmung als für die Einleitung einer Organentnahme gestellt.

Ja, noch ! Genau darum geht es gerade.

@ ruja

>>Eine "Spende" ist immer "nur freiwillig".
Korrekt müsste man bei der "Widerspruchsregelung" von "Organentnahme", statt "Organspende" sprechen. <<

Das Wort Organ-"Spende" hat sich eingebürgert, weil die Sache aus Sicht der Betroffenen, die ein Organ zur Verfügung stellen, gesehen wird. Natürlich ist der Begriff leicht bescheuert, weil er an Geldspende oder Altkleiderspende erinnert. Aber wie sollen wir es sonst nennen? Organfreiwilligzurverfügungstellung? Organentnahmenichtwiderspruch?

@silverfuxx, 15:31

Das sind nicht nur China-Methoden, das geht von der Menschenverachtung her viel eher in Richtung vorheriges Deutschland.

Das ist doch absurd. Sie werden gefragt, ob nach Ihrem Tod Ihre Organe verwendet werden dürfen und können das mit ja oder nein beantworten. Was hat das mit "China-Methoden" zu tun und was mit Menschenverachtung? Erklären Sie das doch mal. Vielleicht kann ich dann Ihre Empörung verstehen, bisher kann ich es nicht.

re sisyphos3

"so wie das geplant ist, vom Gesundheitsminister
ist es eine (Zwangs) abgabe,
der man widersprechen kann"

Wenn man sich vom Rundfunkbeitrag mittels Widerspruch befreien könnte wäre der Jubel riesengroß.

Aber bei der Organspende ist die Befreiung mittels Widerspruch ein Skandal, eine Zumutung, mindestens verfassungswidrig und überhaupt eine Riesensauerei.

Finde den Widerspruch ...

Ich versuche es mal mit einem

Ich versuche es mal mit einem Beispiel, obwohl das sicher wegen nicht repräsentativ zerrissen werden wird. Dennoch ist die Familie mir dazu gerade eingefallen:
Jesidische Mutter, vier Kinder. Hetzt zwischen Sprachkurs, wo sie nie unentschuldigt fehlen darf, Jobcenter, Kindergarten und Schule hin und her. Dazu noch der... nicht eben sehr engagierte Mann, Haushalt, etc. Unterschreiben kann sie so gerade, auf Erstklässler-Niveau. Sonstiges schreiben oder lesen... kaum bis gar nicht.
Jetzt legen wir der das Formular vor (irgendwann mal, kann ja auch noch dauern).
Bekommt die einen Dolmetscher ? Versteht sie, worum es überhaupt geht (rein sprachlich) ?

Depressiver Hartz IV-Empfänger, der nicht mehr vor die Tür geht und nichtmal mehr die Post öffnet. Solche Leute gibt es mehr, als man denkt. Rafft der sich jetzt auf und geht ins Bürgerbüro, um sich um sowas zu kümmern ?

Ich unterstelle, um genau solche Leute geht es !

re frosthorn

"@silverfuxx, 15:31

Das sind nicht nur China-Methoden, das geht von der Menschenverachtung her viel eher in Richtung vorheriges Deutschland.

Das ist doch absurd. Sie werden gefragt, ob nach Ihrem Tod Ihre Organe verwendet werden dürfen und können das mit ja oder nein beantworten."

Der Staat kann mir Steuern und Sozialabgaben abknöpfen, Tempo 30 in der Stadt anordnen und meine TK-Daten 6 Monate speichern.

Aber mir eine Frage stellen! Das will ich nicht! Das ist eine Zumutung und kurz vor Orwells 1984!

@16:45 von frosthorn

Das ist doch absurd. Sie werden gefragt, ob nach Ihrem Tod Ihre Organe verwendet werden dürfen und können das mit ja oder nein beantworten. Was hat das mit "China-Methoden" zu tun und was mit Menschenverachtung? Erklären Sie das doch mal. Vielleicht kann ich dann Ihre Empörung verstehen, bisher kann ich es nicht.

Nun verwirren Sie mich :)
Das ist ja gerade das, was Spahn nicht will. Der fragt nicht, sondern setzt einfach ein Ja voraus, wenn ich nicht explizit Nein sage.

Was Sie beschreiben, finde ich gut. Das ist der alternative Vorschlag der Gruppe um Frau Baerbock. Und für den bin ich sehr wohl.

@ frosthorn

"ich verstehe jetzt oder verstehe auch nicht worum es den Gegnern der Widerspruchslösung denn geht. Offensichtlich ist es ja nicht das Recht, nach dem Tod seine Organe zu behalten, das sie bedroht sehen. Denn das wird ja gar nicht in Frage gestellt. Man sagt nein, und das war's." Am 06. Mai 2019 um 15:13 von frosthorn

Verstehen Sie, dass Sie der Entnahme ihrer Wertsachen aus Ihrer Wohnung nicht widersprechen müssen, damit ich diese nicht mitnehm darf?

Dabei brauchen Sie diese gar nicht, denn lebensnotwendig ist der Kram sowieso nicht. Aber ich könnte sie verkaufen und Kinder in der Dritten Welt damit retten - oder meinetwegen auch irgendetwas für Kranke in Deutschland kaufen. Wäre also auch für einen guten Zweck.

Gezwungen werden kann hier niemand

Wieso “doch nur freiwillig“?

Die Organspende ist in jedem Fall freiwillig. Auch bei der „Widerspruchslösung“.

Letztere erfordert nur, dass der Bürger sich wenigstens minimalst mit dem Thema auseinandersetzt.

Also auch mit der Situation schwerkranker Menschen, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind, um weiterleben zu können und damit, dass er die Möglichkeit hat, solchen Menschen zu helfen, wenn er selbst leider schon zweifelsfrei(!) tot ist.

Das finde ich im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung von keinem zuviel verlangt.

`Leider´ besteht die deutsche

`Leider´ besteht die deutsche Gesellschaft aber nicht nur aus süffisante Kommentare von sich gebenden Juristen in Elfenbeintürmen. Es gibt auch Leute, die in vielerlei Hinsicht mit einfachen Dingen des Alltags schon ausgelastet oder gar überfordert sind. Wenn man sich mal morgens im Jobcenter umsieht, oder bei der Tafel, abends am Bahnhof, in Hochhaussiedlungen, dann sieht man einige davon.
Die werden sicher nichts besseres zu tun haben, als ins Bürgerbüro zu rennen, um sich dort ausführlich erklären zu lassen, worum es geht und was Spahn überhaupt von ihnen will. Und durchschauen, warum er das will, wohl noch weniger. Und dann auch noch bewusst und durchdacht entscheiden.

re tada

"Verstehen Sie, dass Sie der Entnahme ihrer Wertsachen aus Ihrer Wohnung nicht widersprechen müssen, damit ich diese nicht mitnehm darf?"

Eine sehr schiefe Analogie.

Erstens gibt es den Widerspruch als gesellschaftliche Norm, kodifiziert im Strafgesetzbuch.

Zweitens ist die Organentnahme keine Aneignung durch den Organentnehmer, zu seiner beliebigen Verwendung.

15:13 von frosthorn ich

15:13 von frosthorn
ich verstehe jetzt oder verstehe auch nicht
worum es den Gegnern der Widerspruchslösung denn geht.

----

darum, dass ich Widersprechen muss, ausgebeint zu werden, wenn mich einer für hirntot hält.

Ich verstehe jetzt nicht, worum es den Spenden-Woller geht.

machen Sies doch.

Ich möchte damit jedenfalls nicht belästigen werden.

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