Ihre Meinung zu: Weshalb Venezuelas Machtkampf festgefahren ist

4. Mai 2019 - 18:58 Uhr

Die venezolanische Armee steht weiter auf der Seite Maduros. Oppositionsführer Guaidó bleiben nur mehr Streiks und Straßenproteste. Doch ohne Druck von außen scheint eine Lösung unmöglich, analysiert Anne-Katrin Mellmann.

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Kommentare

Man kann viel erzählen, wenn

Man kann viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Tatsache ist, dass eben nicht nur die Armee hinter Maduro steht, sondern nach wie vor und trotz allem weite Teile der Bevölkerung. Und mit gutem Grund. Diese Bevölkerungsteile wissen noch, wie es vor Chavez in Venezuela zuging. Bis hin zum Massaker, dem sogenannten Caracazo, bei dem 1989 bis zu 3000 Menschen starben.
Der "Druck von aussen" ist schon immens. Diese Formulierung ist übrigens euphemistisch. Der Ökonom Jeffrey Sachs, sicher kein Linker, schätzt, dass der u.s.-amerikanische Wirtschaftskrieg gegen Venezuela bereits 40'000 zusätzliche Tote verursacht hat. Das Leid wird von Tag zu Tag grösser. Und wenn militärisch eingegriffen werden sollte, wird es zu einer Katastrophe kommen, grösser als Syrien.

Flache Hierarchien!

""Nicht zufällig, sondern ganz bewusst hat die sozialistische Regierung die Befehlsstruktur der Armee verändert", sagt er. Sie funktioniere nicht mehr wie eine Pyramide, heute sei die Armee in Netzwerke gegliedert."

Sonst wirft man Maduro ja bisweilen vor, er regiere "diktatorisch"... und das soll nun auch wieder falsch sein?

Insgesamt ein etwas ausgeglichenerer (und an den Fakten orientierterer) Mellmann-Artikel als zuletzt.

Eine erfreuliche Einsicht.

Guaido rettet nicht das venezolanische Volk

Wer sich einbildet, dass Guaido "das venezolanische Volk" repräsentiert, sollte nur die niedrigen Teilnehmerzahlen an seinen Demos in den Wohlhabenden-Vierteln mit denen der Maduro-Anhänger vergleichen! Ähnlich wie in Syrien soll eine US-genehme Regierung den US-Zugriff aufs venezolanische Erdöl erleichtern. Das Problem ist, dass die Masse der Bevölkerung das anders wünscht, denn was aus US-abhängigen Staaten wurde, haben sie in ihrer Umgebung vorgeführt bekommen. Außerdem hat Guaido mehrfach durch sein Handeln die Verfassung Venezuelas verletzt und öffentlich das Eingreifen fremder Staaten gefordert.
Ein Umsturzversuch wäre in jedem anderen Staat der Welt durch das Militär oder die Polizei rigoros unterbunden und geahndet worden, auch hier in D. Und ob Spanien nun mit dem Problem Lopez, einem rechtskräftig verurteilten Verbrecher, bei seinem angespannten Verhältnis zu Caracas so richtig glücklich ist, ist auch zu bezweifeln. Laßt die Venezolaner in Ruhe!

Venezuela leidet sicher unter

Venezuela leidet sicher unter einem durch und durch korrupten System. Ob nun Maduro oder Guaidó die Staatsführung inne hat. Entscheidend für die schlechte Wirtschaftslage sind aber die US-Sanktionen. Wer mein, dass die EU vermitteln könnte, weiss nicht, dass sich die EU hinter Guaidó gestellt hat. Griechenland und Italien wurden ja innerhalb der EU als Sonderlinge bezeichnet, weil Sie sich gegen eine Einmischung in die Angelegenheiten Venezuelas ausgesprochen haben.
MfG

Ich hatte mich schon über guaidó's Streikaufruf gewundert

weil, wenn man der Berichterstattung glauben kann, ja quasi nichts zum Bestreiken mehr vorhanden ist. Frau Mellmann beschreibt es ja ähnlich, scheint aber kaum erwarten zu können, dass "der Druck von außen" also die Einmischung größer wird. Guaidó aber scheint die Verhältnisse im Land nicht zu kennen oder zu ignorieren.

Lopez

War der nicht am Putsch gegen Chavez 2002, mit CIA-Unterstützung, beteiligt?

Kann es kaum erwarten...

Von "Festgefahren" kann doch keine Rede sein ... Richtig ist vielmehr, daß die Reaktionären US-Gläubigen ihren Guaido - gelenkten Karren komplett an die Wand gefahren haben ... und nun rumjammern von wegen, die Welt sei ungerecht... produzieren aber selber einen juristisch fragwürdigen Bolzen nach dem anderen... beginnend bei der Präsidentschaftsnominierung von Guaido bis hin zur "Befreiuung" von Lopez...
_
Glaubt wirklich jemand, China und Russland ließen sich von irgendwelchen albernen und ständig wechselnden US-Strategen in Venezuela die investierte Butter vom Brot nehmen..? Diesen "Jemand" würde ich hier gerne mal zwingend überzeugend argumentieren hören / lesen... Kann es kaum erwarten...

Neutralität des Artikels?

Der Artikel trieft meiner Meinung nach nur so vor Enttäuschung darüber, dass es Guaido so schwer fällt eine Revolution/Putsch anzuzetteln. Ob man einen ähnlich kühlen politisch-strategischen Artikel hier auf tagesschau.de auch zur Situation der Gelbwesten in Frankreich erwarten kann? Ich bezweifle es.

Es liegt am Geld für die Vasallen

Klar ist der Staat überschuldet, die Hyper-Inflation galoppiert, der Handel ist kaputt. Aber nach wie vor hat das Land extrem viel Öl, welches bestimmt nicht günstiger verkauft wird? Da kommen Gelder rein - nur wo landen diese Einnahmen? Richtig, in Maduros Taschen. Wen hält er sich damit gewogen? Richtig, das Militär. Solange noch genügend Geld aus diesem Land gezogen werden kann, bleibt Maduro an der Macht. Irgendwann bricht dieses System zusammen - und die Generälchen werden sich flugs woanders hinwenden. Korrupt ist er halt, wie seine Etablierten.
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Traurig - die Menschen baden es aus.

Vergessen: Guaidó war bei 80% völlig unbekannt

bis zu seiner Selbsternennung.
D.h. Er trat sicher mangels Erfolgsaussichten bei den letzten Präsidentschaftswahlen nicht gegen Maduro an. Der Oppositionskandidat mit den meisten Stimmen bekam ca. 21%.

Und da hat der neoliberale Putschist schon einmal ein Problem.

Zudem gab es ja schon einen Putsch gegen Chavez. Die Mehrheit der Bevölkerung hat ihn schließlich vereitelt.
Und ich nehme an, dass die erwähnte Umstrukturierung der Armee, sowie die dezentrale Organisation der ärmeren Bevölkerungsteile genau dazu dienten, einen von außen gesteuerten Putsch zu verunmöglichen.

Wer Partei ergreift, kann nicht Vermittler sein

@kleinermuck2012: Ja, so ist es. Auch wenn es Unstimmigkeiten innerhalb der EU gibt, so wurde doch bereits Mitte Februar explizit Stellung bezogen (vgl. https://www.zdf.de/nachrichten/heute/venzuela-ultimatum-verstrichen-eu-w...). Venezuela verfügt nach Einschätzung der OPEC über die größten Erdölvorkommen der Welt, da war es mancher europäischen Regierung offenbar unmöglich, sich in Zurückhaltung zu üben. Nun ist die Rede vom "Druck von außen". Mit welchem Ziel? Einem weiteren Bürgerkrieg, in den man dann, natürlich mit humanitären Motiven, "von außen" eingreifen kann? Kein Ruhmesblatt für einen Friedensnobelpreisträger.

@20:31 von kleinermuck2012

>> Venezuela leidet sicher unter einem durch und durch korrupten System... <<
_
SoSo, tut es das... Und wie bezeichnen Sie es, wenn Sie heute bei Fachärzten quasi genötigt werden, sogenannte "IGelleiselungen" per extra-Privatgebühr in Anspruch zu nehmen und zu bezahlen... Wer will schon riskieren, daß ein Facharzt "wichtige" Zusatzuntersuchungen evtl. aus Kostengründen nicht macht... Und wer würde nötigenfalls nicht gerne diskret einen Schein zusätzlich durchschieben, um die gewünschte Mietwohnung oder den Führerschein oder den guten Job zu bekommen..? Wer nun glaubt, das gibts in DE nicht, der darf gerne weiter schlafen...

Was Frau Mellmann und TS eine Analyse nennt

In dem Text von Frau Mellmann steht gleich zu Anfang, ich zitiere:

"Die venezolanische Armee steht weiter auf der Seite Maduros. Oppositionsführer Guaidó bleiben nur mehr Streiks und Straßenproteste. Doch ohne Druck von außen scheint eine Lösung unmöglich."

Ohne Druck von Außen? Frau Mellmann scheint wohl die US-Amerikanische Huminsten Interventionisten Pinup "Reporterin" Christiane Amanpour nachzueifern. Dieser Text zeigt einmal mehr, was die Redaktion unter ausgewogener und vor allem unabhängiger Berichterstattung versteht.

Ausgesuchte Ansprechpartner, die natürlich alle Gegner der Maduro Regierung zu sein scheinen. Und dann auch noch skrude Thoerien aufstellen, warum Herr Guaido seit Anfang des Jahres keine Massen auf die Straße bringen kann.

Mit angeblichem Rauswurf oder eines seltsamen Netzwerks der Armee (was sollte das denn bitte?) zu tun, sondern, weil die überwältigende Mehrheit weiß das Herr Guaido keine Lösung anbietet. Die aller meisten kennen diesen Mann gar nicht.

Wiki hilft

@pnyx
"...hinter Maduro steht, sondern nach wie vor und trotz allem weite Teile der Bevölkerung. "

@rossundreiter
"Sonst wirft man Maduro ja bisweilen vor, er regiere "diktatorisch"... und das soll nun auch wieder falsch sein?"

'Am 29. März 2017 entmachtete der Oberste Gerichtshof das von der Opposition dominierte Parlament und hob die Immunität sämtlicher Parlamentarier auf (Urteile 155 und 156).[3] Die gesetzgeberische Gewalt übertrug das Gericht auf sich selbst....
Drei Tage nach der Parlamentsauflösung, am 1. April, hob das Gericht seinen Beschluss „auf Bitten“ des Präsidenten Maduro teilweise wieder auf.'

Ohne die westliche Einmischung gäbe es kein Problem!

"Doch ohne Druck von außen scheint eine Lösung unmöglich."

Das ist falsch, denn ohne diesen "Druck" von außen wäre keine Lösung nötig, da es das Problem nicht gäbe.

Aber unsere pro-westliche Berichterstattung wird auch weiterhin den Sturz Manduros herbeischreiben und das völkerrechtswidrige Treiben der USA und deren Freunde für gut befinden.

Es waer vielleicht an der

Es waer vielleicht an der Zeit, Maduro Angebote zu machen anstatt Druck auszuueben. Natuerlich ist er korrupt, aber einen Weg der seine Rolle als Praesident nicht infrage stellt wuerde er wahrscheinlich akzeptieren.

Ölgeld landet zum Teil in Guaidós Taschen.

@20:57 von Gassi
Die Vermögenswerte des venezolanischen Staatskonzerns PDVSA wurden durch die USA gesperrt. Guaidó hat diese Gelder erhalten oder soll sie erhalten.

Venezuelas UN-Botschafter Moncada sieht diese Konfiszierung als Verbrechen im Sinne des Internationalen Rechts an.

ideologische Schönfärberei

"Die symbolische Wirkung war stark: Wenn López, der einst wichtigste Oppositionsführer und größte Widersacher Maduros, freikommen kann [...]"

Die symbolische Wirkung der Flucht des Herrn López war um Größenordnungen gewaltiger als die seines kurzen Freigangs. Aber das und die missliche Lage, in der sich Spanien dank des Herrn López nun befindet, bleibt natürlich unerwähnt. Alles ganz im Sinne des ideologischen Bildungsauftrags...

Ein Vergleich des erneuten fehlgeschlagenen Putschversuchs.

Man stelle sich vor Hillary Clinton hätte den Verlust ihres Wahlkampfs für die US-Präsidentschaft 2016 nicht anerkannt und hätte sich zusammen mit 24 US-Soldaten dran gemacht das Weiße Haus in Waschington mit Gewalt zu nehmen. Ich denke nicht das Frau Clinton nach so einem Versuch frei auf der Straße rumlaufen würde.

Diesen Vergleich zog Anya Parampil im US Fernsehen.
Quelle:
www.youtube.com/watch?v=qrLgOYvR6No

Frau Mellmanns "Analyse" verliert kein Wort...

... über eingefrorene Finanzmittel in mehreren Milliarden US-Dollar Höhe, an die die venezolanische Regierung, Herrn Maduros nicht verfügen kann, weil Waschington dieses Geld gestohlen hat.

Warum nur?

krittkritt 20.58

Sie beschreiben Guaidó als neoliberalen Putschisten? Ich stimme Ihnen zu, aber der User fathaland slim wird da widersprechen. Der hatte mir erklärt, dass Guaidós Partei zur Sozialistischen Internationale gehört.
War nicht der "Schattenbotschafter" Guaidós für Berlin in den Putsch gegen Chavez verwickelt? Wer sich mit solchen Leuten umgibt, lässt die Maske fallen.

21:19 von krittkritt

Ölgeld landet zum Teil in Guaidós Taschen.

@20:57 von Gassi
Die Vermögenswerte des venezolanischen Staatskonzerns PDVSA wurden durch die USA gesperrt. Guaidó hat diese Gelder erhalten oder soll sie erhalten.

Venezuelas UN-Botschafter Moncada sieht diese Konfiszierung als Verbrechen im Sinne des Internationalen Rechts an.
///
*
*
Und Sie glauben allen Ernstes das Maduro, der sicher Kenntnis von der Praxis der Koko der DDR hat, solches tolerieren würde?
*
(https://de.wikipedia.org/wiki/Kommerzielle_Koordinierung)

@ Nutzer12345 um 20:56

>>Neutralität des Artikels?

Der Artikel trieft meiner Meinung nach nur so vor Enttäuschung darüber, dass es Guaido so schwer fällt eine Revolution/Putsch anzuzetteln. Ob man einen ähnlich kühlen politisch-strategischen Artikel hier auf tagesschau.de auch zur Situation der Gelbwesten in Frankreich erwarten kann? Ich bezweifle es.<<

Ich habe mir erst vor kurzem hier im Forum schreiben lassen, dass durch das Gestatten der Kritik solcher TS-Veröffentlichungen in dem Kommentarbereich ein ausgewogenes Medienbild gegeben ist.

Es wundert mich sehr, daß von

Es wundert mich sehr, daß von der UNO oder ähnlichen Institutionen keine Hilfsangebote gemacht werden. Soll Venezuela erst so richtig an die Wand gefahren werden ? Bisher verlief die Rangelei um die Macht m.E. in zivilisiertem Rahmen, doch könnte sich die Situation auch schnell zum Schlechteren wenden, was sogar sehr zu befürchten ist - besonders wo der Nachbar im Norden gern im Trüben fischt.

Venezuela lebt weiter !

Trotz der Sanktionen. Und offenbar hat man auch Wege gefunden Öl zu verkaufen, obwohl die USA nichts unversucht lassen Venezuela von seiner Haupteinnahmequelle abzuschneiden. Man kann sich schon denken, wen die USA in Verdacht haben, Venezuelas Öl zu vermarkten. Russland hat es allerdings trotzdem von sich gewiesen. Wie auch immer, die Sanktionen haben die ohnehin nicht rosige Lage Venezuelas noch einmal verschärft. Jedoch machen viele Venezolaner eben nicht wie erhofft Maduro für die desolate Lage verantwortlich, sondern die USA und ihre Verbündeten. Guiado hat durch seine Handlungen, insbesondere der Verschwörung gegen die Regierung mit ausländischen Mächten sehr viel an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Ich glaube deshalb nicht das ihm viele folgen werden. Und Lopez ist jetzt quasi in der spanischen Botschaft gefangen.

re zwicke

""@20:31 von kleinermuck2012

>> Venezuela leidet sicher unter einem durch und durch korrupten System... <<
_
SoSo, tut es das... Und wer würde nötigenfalls nicht gerne diskret einen Schein zusätzlich durchschieben, um die gewünschte Mietwohnung oder den Führerschein oder den guten Job zu bekommen..? Wer nun glaubt, das gibts in DE nicht, der darf gerne weiter schlafen..."

Im Korruptionsindex steht Deutschland auf 12, Venezuela auf 169.

Nur um Ihre Gleichsetzung mal ins richtige Verhältnis zu bringen.

@Boris.1945

"Und Sie glauben allen Ernstes das Maduro, der sicher Kenntnis von der Praxis der Koko der DDR hat, solches tolerieren würde?
*
(https://de.wikipedia.org/wiki/Kommerzielle_Koordinierung"

.

Ich habe mal eine ganz "blöde" Frage was hat die Koko der DDR mit den wirtschaftlichen Problemen von Venezuela und den Sanktionen der USA gegenüber Venezuela zu tun?

20:58 von krittkritt

Vergessen: Guaidó war bei 80% völlig unbekannt

bis zu seiner Selbsternennung.
D.h. Er trat sicher mangels Erfolgsaussichten bei den letzten Präsidentschaftswahlen nicht gegen Maduro an. Der Oppositionskandidat mit den meisten Stimmen bekam ca. 21%.

Und da hat der neoliberale Putschist schon einmal ein Problem.

Zudem gab es ja schon einen Putsch gegen Chavez. Die Mehrheit der Bevölkerung hat ihn schließlich vereitelt.
Und ich nehme an, dass die erwähnte Umstrukturierung der Armee, sowie die dezentrale Organisation der ärmeren Bevölkerungsteile genau dazu dienten, einen von außen gesteuerten Putsch zu verunmöglichen.
///
*
*
Aber dabei stört es den Realitätssinn nicht, das der President Maduro das von der Opposition mehrheitliche dominierte Parlament entmündigte?

@ um 21:29 von Pilepale

Stimmt.
Noch schlimmer wäre nur gewesen, wenn Frau Clinton Präsidentin geworden wäre.
Dann hätten schon ganz andere Kriege stattgefunden.
Und wie wir gerade sehen können, haben auch alle anderen US - Demokraten - und die EU - kein Problem damit, wie die Trump - Regierung mit Venezuela umspringt. Einschließlich der Drohung militärischer Intervention.
Obwohl Trump ja sonst alles falsch macht und den ganzen Tag lügt.

@ Quakbüdel um 21:46

"Es wundert mich sehr, daß von der UNO oder ähnlichen Institutionen keine Hilfsangebote gemacht werden."

Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat hilfe angeboten.

https://www.zeit.de/news/2019-02/12/guterres-
erneuert-vermittlungsangebot-in-venezuela-krise-20190212-doc-1dc48v

Der Druck von außen...

wird ja kein Zufall sein, dass der umtriebige AM Maas in den letzten Tagen seine Umtriebe nach Südamerika verlegt hat, um dort ausgerechnet Brasiliens Bolsonaro zu treffen, der eindeutig auf Seiten der Putschisten steht wie auch die USA- Zeig mir Deine "Freunde" und ich sag Dir wer Du bist!

@tirilei - "Maduro muss weg!"

21:17 von tirilei:
"Es waer vielleicht an der Zeit, Maduro Angebote zu machen [...] einen Weg der seine Rolle als Praesident nicht infrage stellt wuerde er wahrscheinlich akzeptieren."

Und was soll das bringen? Es geht doch wieder einmal darum, eine nicht-westliche Regierung durch eine pro-westliche zu ersetzen. Was mit dem venezuelanischen Volk passiert, interessiert doch niemanden.

@Boris.1945

"Aber dabei stört es den Realitätssinn nicht, das der President Maduro das von der Opposition mehrheitliche dominierte Parlament entmündigte?"

.

Allerdings hat die Opposition in diesem Parlament nur durch Wahlbetrug die Mehrheit gewonnen! Schon vergessen. Dann ist genau das in Venezuela geschehen was auch bei uns geschehen wäre enn es so wie in Venezuela geschehen ist.

Beschlagnahme von venezolanischem Vermögen.

@21:44 von Boris.1945
Die USA haben Maduro sicher nicht vorher gefragt.
Guaidó konnte bisher nicht erklären, woher er das Geld für seine ausgedehnten Auslandsreisen hat.

[Wikipedia ist bekanntlich gerade was zeitgeschichtliche/aktuelle Themen betrifft kein zuverlässiges Medium]

21:41, deutlich

>>der User fathaland slim wird da widersprechen. Der hatte mir erklärt, dass Guaidós Partei zur Sozialistischen Internationale gehört.<<

Das können Sie nachschlagen.

Einfach "Voluntad Popular" eingeben.

Auch wenn's das wohlsortierte Weltbild stört...

um 20:31 von kleinermuck2012

Entscheidend für die schlechte Wirtschaftslage sind aber die US-Sanktionen.

Seltsamerweise ging es den Venezuelanern schon extremst schlecht, bevor es zu wirklichen Sanktionen kam. Glauben Sie wirklich, die Freigabe des Privatvermögens von Maduros Familie sowie ein paar weiterer korrupter Funktionäre würde die Wirtschaftslage entscheidend verbessern?

Zur Abwechselung: das Leid des Volkes sehen

04. Mai 2019 um 22:14 von Nachfragerin

Ihre Auffassung, dass es nur darum gehe, "eine nicht-westliche Regierung durch eine pro-westliche zu ersetzen" und dass sich "niemand für das Schicksal des venezuelanischen Volk interessiert", entspricht in keiner Weise den Fakten. Sie sehen die Lage in Venezuela mit einer zu leichten ideologischen Schwarz-Weiß-Brille.

1) 80 % der Bevölkerung leiden unter einer humanitären Versorgungskrise, welche bereits 2013 begann. Der "sozialistische" Staat kann die Grundbedürfnisse des Volkes befriedigen.
2) Stattdessen bedient sich die autokratische Regierung und ihre Unterstützer kleptokratisch aus dem Volkseigentum, wie sehr gut im Artikel dargestellt.
3) Dabei wurde aufgrund Vetterwirtschaft und Unfähigkeit sowie mangelnder Selbstinitiative die ökonomische Basis des Landes heruntergewirtschaftet.
4) Mehr als 10 % der Bevölkerung, 3,5 Mio. Menschen sind während des letzten Jahres aus dem Land geflohen, eine untragbare Situation für einige Nachbarländer.

@ karwandler um 21:51

"Im Korruptionsindex steht Deutschland auf 12, Venezuela auf 169.

Nur um Ihre Gleichsetzung mal ins richtige Verhältnis zu bringen."

Ich weiß nicht wie dieser Korruptionsindex erstellt wird, falls so wie das Ranking bezüglich der Pressefreiheit, kann man diesen Index m.M.n. in die Tonne treten.

Aber interessant finde ich Ihre Ansicht über das richtige Verhältnis, dass Deutschland auf diesem, Ihrem angeführten Index, nur auf Platz 12 steht und nicht auf Platz 1.

@ krittkritt um 22:21

"[Wikipedia ist bekanntlich gerade was zeitgeschichtliche/aktuelle Themen betrifft kein zuverlässiges Medium]"

Sehr schön ausgedrückt.

@karwandler

Auch Korruption ist stark mit wirtschaftlichen Gründen verbunden. Ich hab mir Ihre Liste nicht mal angeschaut, aber kann mit Gewissheit sagen, das bestimmt gu wirtschaftliche Länder die Spitze führen. Ist das ein muss/Grund? Nein, aber es ist so wie es ist, wenn man genügend verdient, dann brauch man auch nicht korrupt sein.

um 21:14 von Nachfragerin

Das ist falsch, denn ohne diesen "Druck" von außen wäre keine Lösung nötig, da es das Problem nicht gäbe.

Die Probleme der Hyperinflation und der hungernden Bevölkerung gäbe es auch ohne Druck von außen und eine Lösung dieser Probleme ist von Maduro nicht zu erwarten. Ob Guaidó diese Probleme lösen kann und wird, ist natürlich fraglich, aber anders als bei Maduro besteht eine gewisse Chance.

@22:21 von krittkritt

Es ist sicher richtig, was Sie über aktuelle Themen bei Wikipedia schreiben.

Aber das, was Sie hier völlig zu Recht an Guido kritisieren, findet sich sogar dort.

US-Außenminister Mike Pompeo erteilte Guaidó am 29. Januar die Erlaubnis, auf bestimmte Konten Venezuelas bei US-Banken zuzugreifen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Guaidó

! Ausgerechnet der überaus fähige und mit diversen, wenn nicht allen denkbaren, Kompetenzen und Fähigkeiten nicht nur ausgestattete, sondern regelrecht gesegnete Pompeo hat das erlaubt :)
Na dann... Schade, allein das kostet Guaidó ganz viele Sympathiepunkte. Und wenn die Venezolaner das wissen, sicher nicht zu Letzt bei denen.

Wieder an den Tatsachen vorbei

04. Mai 2019 um 22:20 von laurisch._karsten

Ihr Darstellung: "Allerdings hat die Opposition in diesem Parlament nur durch Wahlbetrug die Mehrheit gewonnen!" ist nicht durch Tatsachen belegt. In diesem Fall ist spannend, dass kurz nach der Wahl sogar Herr Maduro (!) das Ergebnis der Parlamentswahl vom November 2015 inklusive der deutlichen Niederlage seiner eigenen Partei eingeräumt und anerkannt hat.

An dieser Wahl lässt sich also gut die wahre Stimmung im Volk erkennen.

@krittkritt- Beschlagnahme von venezolanischem Vermögen.

Werter Herr krittkitt
Bitte erklären Sie mal hier den Forenteilnehmern und dem Venezulanischem Volk , wozu dieses Luxusimmobilien nebst offsnhore konten benötigt auf dieses selbst
das Venezulanische Volk keinen Zugriff hat.
Obwohl die staatlichen Öleinkünfte direkt ans Volk gehen müssten.

Experten

Die sucht sich jeder wie er sie braucht

Fakten bitte

04. Mai 2019 um 20:58 von krittkritt

Auch hier die Fakten:

1) Die Partei von Herrn Guaidó zählt zur MUD-Koalition. Die Koalition entschied sich für den deutlich populäreren und erfahreren Herrn Lopéz als Präsidentschaftskandidat - obwohl dieser zu jeden Zeitpunkt noch in Haft war (aufgrund vom Regime konstruierter Anklagen).
2) Herr Maduro gelang schließlich, durch verschiedene unfaire wie autokratische Schachzüge, die Oppositionskandidaten von der Kanditatur auszuschließen. Schließlich traten nur dem Regime willfährige Kandidaten mit an, was den Sieg von Herrn Maduro garantierte. Vermutlich gaben schließlich weniger als ein Drittel der stimmberechtigten Venezolaner ihre Stimme ab, um so Protest zu zeigen.
3) Natürlich klebt Herr Maduro und seine Regimeclique an der Macht, wofür er jedes legale wie nicht verfassungskonforme, also illegale Mittel nutzt, inkl. Vetternwirtschaft, Korruption, Aufteilen von Macht und Verantwortung, wie gut im Artikel dargestellt. Das Risiko ist die Armee.

@ laurisch._karsten

Wenn Sie mir erklären wollen, wie eine Opposition in einem Land mit durch die Regierung fast gleichgeschalteter Presse, die die gesamte Executive, und damit auch die Wahlorganisation in ihrer Hand hat, durch "Wahlbetrug" eine Mehrheit bekommen sollen, werde ich Ihnen das schlichtweg nicht glauben. Wenn ein Regierungschef immer und immer wieder "gewählt" wird, lässt das eher nachdenklich werden. Gibt es wirklich in dem ganzen Land keinen Besseren? Oder ist das Wahlbetrug?

Erstaunt über Schönschreiberei Maduros

Es erstaunt mich sehr, hier gestandene Kommentatoren Maduro als Opfer der USA zu bezeichnen und die Opposition als den kapitalistischen Dolchstoß.

Es ist vielmehr so, dass schon chavez nur von Renten aus der Ölwirtschaft seine Clientel mit sozialen Wohlleistungen (z.T. mit völlig fehlgeplanten Wohnhochhäusern, halbfertig...) überschüttet hat. Ärzte nicht ausgebildet, sondern von Kuba geleast hat und und .

Die Wirtschaft wurde mit Füßen getreten, die Versorgung der Bevölkerung mit Importen pseudohaft am Laufen gehalten.

Es ist absoluter Irrglaube, das Öl hätte die zentrale Bedeutung zur Entwicklung Venezuelas, vielmehr ist es ein Fluch und behindert die Wirtschaft.

Die Sozialisten haben einmal mehr den Fehler gemacht, Wirtschaft zu zerstören und nicht genug in die Ausbildung der nächsten Generationen zu investieren.

Chavez und sein Nachfolger sind nichts anderes als Heilsversprecher mit gekauftem Glück, um sich als Wohltäter feiern zu lassen.

Seit dem ich gelesen habe, dass RF und VRC in Venezuela

zig Milliarden investiert habe, ja auch in ÖL unter anderem, glaube ich nicht, dass eine Einmischung von Außen durch die NATO Staaten folgenlos bleiben würde.

Mag sein, dass VRC mit knirschenden Zähnen Verluste abschreiben könnte. RF sicher nicht, insbesondere seit dem die NATO Staaten ihre Märkte gegenüber RF stetig reduzieren.

Das wird zur Folge haben, dass Guaido früher oder später verhaftet wird oder dieser flieht wie sein Kumpane in eine europäische Botschaft. Somit kann Maduro tatsächlich nur dann Probleme bekommen, wenn entweder die ganze Bevölkerung sich gegen ihn stellt und oder das gesamte Militär.

Ich persönlich sehe Maduro als nicht fähigen Präsidenten aber ich bin wirklich froh, dass es jetzt ein Beispiel gibt, wo die abartige Praktik der NATO Staaten nicht dazu führte, das ein Land im Bürgerkrieg versunken ist.

Der Kolonialismus lebt

Um den "festgefahrenen" Charakter zu begreifen, braucht es eigentlich nur zwei Bilder: Eines des hellhäutigen, westlich anmutenden Parlaments Guaidos. Und eines der dunkelhäutigen, indigenen Verfassungsgebenden Versammlung Maduros.
Kolonialismus ist nunmal immer auch Rassismus.

@wie-

"
Am 04. Mai 2019 um 22:29 von wie-
Zur Abwechselung: das Leid des Volkes sehen"

.

Verursacht durch völkerechtswidrige Sanktionen des "Wertewesten", also durch uns und nicht von der vom Volk gewählten Regierung. Wir sollten die völkerechtlich illegalen Santionen aufheben um den einfachen Menschen zu helfen.

Man kann viel erzählen, wenn...

Abstoßend erscheint heutzutage, wie die Notwendigkeit eines Machtwechsels in Venezuela mit Hinweis auf demokratische Normen verkauft wird. Viele Schafsköpfe stimmen in dieses Mantra ein, ohne die geringste Ahnung von den Verhältnissen des Landes zu haben. Das Interesse der global players am geschundenen Volk dieses Landes ist so glaubwürdig wie das Interesse der Wölfe am Schutz für die Lämmer.

@fathaland slim

Weltbild, die Benennung und die Vorgabe politischer Richtung passt schon lange nicht mehr überall. Hauptsache Guaido kommt an die Macht und jeder bekommt sein Stück von der Torte. Diejenige denen eine Diktatur in Saudi Arabien nicht kümmert, sollen besorgt sein um das Wohl des venezianischen Volkes? Ich würde mich tot lachen, wenns nicht so ernst wäre, den dieses Getue kostet und wird einigen wahrscheinlich noch das Leben kosten.

@Autograf

"
Am 04. Mai 2019 um 22:54 von Autograf
@ laurisch._karsten

Wenn Sie mir erklären wollen, wie eine Opposition in einem Land mit durch die Regierung fast gleichgeschalteter Presse, die die gesamte Executive, und damit auch die Wahlorganisation in ihrer Hand hat, durch "Wahlbetrug" eine Mehrheit bekommen sollen, werde ich Ihnen das schlichtweg nicht glauben. Wenn ein Regierungschef immer und immer wieder "gewählt" wird, lässt das eher nachdenklich werden. Gibt es wirklich in dem ganzen Land keinen Besseren? Oder ist das Wahlbetrug?"

.

Ich bitte um Entschuldigung! Von welchem Land reden Sie gerade? Reden Sie von Venezuela oder von der Bundesrepublik Deutschland?

<<21:41, deutlich >>der User

<<21:41, deutlich

>>der User fathaland slim wird da widersprechen. Der hatte mir erklärt, dass Guaidós Partei zur Sozialistischen Internationale gehört.<<

Das können Sie nachschlagen.

Einfach "Voluntad Popular" eingeben.

Auch wenn's das wohlsortierte Weltbild stört...>>

Herrn Maduro und seine Partei hier im Forum als Sozialisten beschmutzen, dafür aber Herrn Guaido mit seiner "Voluntad Popular" als Sozialisten bewerben.

Nur weil sich die "Voluntad Popular" als eine sozialistische Partei ausgibt, heißt das noch lange nicht, das sie sozialistisch ist. Ein Beispiel? Die SPD nennt sich auch sozialitisch, nennt Parteimitglieder sogar Genossen (zumindest tat sie das) und die Mehrheit der Parteigrößen hat mit sozialistischen oder selbst nur sozialen Themen nichts am Hut. Siehe aktuell die Kühnert Debatte.

Aber da Sie Herrn Soros hier im Forum einen Sozialisten nannten, wundert mich bei Ihrem "wohlsortertem Weltbild" nichts mehr.

@K.Laurisch

"Allerdings hat die Opposition in diesem Parlament nur durch Wahlbetrug die Mehrheit gewonnen!"

Unsinn!
Die Opposition erlangte eine2/3 Mehrheit.
Da dadurch Maduro nicht mehr frei schalten und walten konnte wurden 3 Mandatsträger (oh Wunder danach war die Opposition wieder unter der 2/3 Mehrheit) der Wahlfälschung bezichtigt.

Eine völlig gleichgeschaltete Justiz reagierte dann im Auftrag/Sinne Maduros.

Ein Präsident, der das ihm zu kontrollierende Parlament entmachtet, hat jegliche Amtsberechtigung verloren.

PS: Sie und ich , zusammen mit allen andern Wählern, haben in Deutschland die Möglichkeit eine Regierung zu bestätigen oder abzuwählen.
Diese Möglichkeit besteht in Venezuela nicht mehr.

22:38, Silverfuxx

>>"US-Außenminister Mike Pompeo erteilte Guaidó am 29. Januar die Erlaubnis, auf bestimmte Konten Venezuelas bei US-Banken zuzugreifen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Guaidó

! Ausgerechnet der überaus fähige und mit diversen, wenn nicht allen denkbaren, Kompetenzen und Fähigkeiten nicht nur ausgestattete, sondern regelrecht gesegnete Pompeo hat das erlaubt :)
Na dann... Schade, allein das kostet Guaidó ganz viele Sympathiepunkte. Und wenn die Venezolaner das wissen, sicher nicht zu Letzt bei denen.<<

Mike Pompeo, einer der führenden Tea Party Exponenten...

Mit solchen Freunden braucht man wirklich keine Feinde.

@ wie- aka tagtest um 22:29

"1) 80 % der Bevölkerung leiden unter einer humanitären Versorgungskrise, welche bereits 2013 begann. Der "sozialistische" Staat kann die Grundbedürfnisse des Volkes befriedigen."

Ich nehme an Ihr letzter Satz ist ein Schreibfehler? Aber selbst wenn die Kriese 2013 begonnen hat, verschweigen Sie das einfrieren von Finanzmittel durch Waschington was der venezolanischen Regierung unter Präsident Maduro fehlt.

"2) Stattdessen bedient sich die autokratische Regierung und ihre Unterstützer kleptokratisch aus dem Volkseigentum, wie sehr gut im Artikel dargestellt."

In dem TS-Text ist gar nichts dargestellt sondern da werden Behauptungen wiedergegeben. Nichts weiter.

"3) Dabei wurde aufgrund Vetterwirtschaft und Unfähigkeit sowie mangelnder Selbstinitiative die ökonomische Basis des Landes heruntergewirtschaftet."

Die ökonomische Basis muss seit Herrn Chvez nur mehr Menschen Schultern und muss von der Regierung ausgebaut werden.

Zu Punkt 4. Mehr als 20% der Haitianer sind ausgewandert.

@ wie- aka tagtest um 22:52

"Fakten bitte

04. Mai 2019 um 20:58 von krittkritt

Auch hier die Fakten:

[...]
2) Herr Maduro gelang schließlich, durch verschiedene unfaire wie autokratische Schachzüge, die Oppositionskandidaten von der Kanditatur auszuschließen. Schließlich traten nur dem Regime willfährige Kandidaten mit an, was den Sieg von Herrn Maduro garantierte. Vermutlich gaben schließlich weniger als ein Drittel der stimmberechtigten Venezolaner ihre Stimme ab, um so Protest zu zeigen."

Sie fordern Fakten. Das finde ich mehr als Fair. Legen Sie doch mal bitte Fakten vor. Sie werden doch wohl seit den Syrien Threads eingesehen haben, dass Sie mit Ihren Unterstellungen nicht weit kommen!?

Belegen Sie bitte des Weiteren die Vetternwirtschaft und Korruption des Herrn Maduro, wie in Ihrem 3. Punkt erwähnt.
Außerdem "Aufteilen von Macht und Verantwortung"? Das ist ein gängiges Mittel in Arbeitsteiligen Gesellschaften und vor allem in Demokratien. Danke!Damit geben Sie zu das es sich um eine Demokratie handelt

Imperialistengefasel

"Doch ohne Druck von außen scheint eine Lösung unmöglich."
Oh doch: KEIN Druck von außen.
Sanktionen, Handelsboykotts, Alliierten-Erpressung, Meinungskrieg, Propagandabombardement machen das Land und die Menschen kaputt. Diese armen Leute, die auf ein bisschen mehr Glück hoffen, werden in Armut und Bürgerkrieg getrieben.
Maduro ist kein guter Mensch. Aber er ist nicht der Grund für den kalten Zermürbungskrieg. Der Grund sind die Ressourcen, die sich die Great Nation unter den Nagel reißen will. Auf die Menschen sch...... sie.

@ Autograf um 22:54

>>@ laurisch._karsten

Wenn Sie mir erklären wollen, wie eine Opposition in einem Land mit durch die Regierung fast gleichgeschalteter Presse, [...] eine Mehrheit bekommen sollen, <<

Das klappt in Deutschland hervorragend. Da es in Deutschland m.E. keine wirkliche Opposition gibt.

23:03, SB Mann Franke

>>Das Interesse der global players am geschundenen Volk dieses Landes ist so glaubwürdig wie das Interesse der Wölfe am Schutz für die Lämmer.<<

Gut auf den Punkt gebracht.

@ eli um 22:57

>>Es erstaunt mich sehr, hier gestandene Kommentatoren Maduro als Opfer der USA zu bezeichnen und die Opposition als den kapitalistischen Dolchstoß.

Es ist vielmehr so, dass schon chavez nur von Renten aus der Ölwirtschaft seine Clientel mit sozialen Wohlleistungen (z.T. mit völlig fehlgeplanten Wohnhochhäusern, halbfertig...) überschüttet hat. Ärzte nicht ausgebildet, sondern von Kuba geleast hat und und.
[...]
Chavez und sein Nachfolger sind nichts anderes als Heilsversprecher mit gekauftem Glück, um sich als Wohltäter feiern zu lassen.<<

Werte Userin Eli, mich erstaunt wie Sie soetwas schreiben können? Ja, Herr Chavez hat mit dem Einkommen durch Öl, die venezolanische Wirtschaft befeuert und es geschafft große Teile der Bevölkerung aus erbittertster Armut zu holen. Das Öl haben im übrigen alle vor ihm eingesetzt die noch weniger erschafft haben für die Massen. Nur Herr Guaido und seine Mannen werden das Öl sicher ablehnen und den USA schenken und Reichtum aus dem nichts erschaffen

@und-nachts-da-ruft - Es besteht keine Chance.

22:37 von und-nachts-da-ruft:
"Ob Guaidó diese Probleme [Hyperinflation und Hunger] lösen kann und wird, ist natürlich fraglich, aber anders als bei Maduro besteht eine gewisse Chance."

Ich bin überzeugt, dass Guaidós Freunde es in der Hand haben, diese Probleme zu lösen. Schließlich sind deren Sanktionen ja auch eine der Ursachen. Allerdings werden die Unterstützer Maduros es auf einen solchen Versuch nicht ankommen lassen.

@22:57 von eli

Soweit ich das beurteilen kann, beschreiben Sie hier sehr genau und ziemlich exakt, was wie in Venezuela wirklich gewesen ist.
Andere haben das hier und da auch schon so gut beschrieben.

Mir kommt bei all dem dennoch die Rolle der USA etwas zu kurz. Chavez hat sich nicht von Bush in die `Koalition der Willigen´ drängen lassen, was Bush dann gar nicht so witzig fand.
Schon vorher fanden die USA die Verstaatlichungen diverser Unternehmen auch nicht so gut. Immerhin hatte es u.a. auch Exxon getroffen.
Nun könnte man sagen, dass das ja auch nicht nett gewesen ist. Wenn sowas aber von den USA kommt...
Die Reagan-Doktrin, der Contra-Krieg in Nicaragua, United Fruit, …
Die USA haben überall in Lateinamerika Tod und Zerstörung gebracht. An Venezuelas Entwicklung sind sie, wenn auch weniger als anderswo, auch beteiligt.

@wie- Geopolitik ist nicht human.

22:29 von wie-:
"Ihre Auffassung [...] entspricht in keiner Weise den Fakten."

Ein Rückhalt Guaidós ist weder im Volk, noch beim Militär gegeben. Da die USA ihn dennoch an die Macht bringen wollen, setzen sie sich ganz offensichtlich über den Willen des venezuelanischen Volkes hinweg.

Ich weiß nicht, wie Sie das mit der Helfermentalität in Einklang bringen wollen, die sie erkannt haben wollen. Die Erfahrungen aus anderen Ländern entlarven diese Absichtserklärungen als hohle Versprechen.

Weshalb Venezuelas Machtkampf ...

Vielleicht müssen die "Täter" einfach mal an ihre Menschen denken udn einen Schritt zurück treten - es kommt darauf an ein Problem zu lösen, nicht aber um jeden Preis an der Macht zu bleiben oder diese zu erobern. Zwar klappt es nur so, das sich einer hervorwagt, aber das muss ja letztlich nicht der Profiteur sein.... vielleicht wäre eine Militärregierung eine mögliche Zwischenlösung.

@Autograf

22:54 von Autograf:
"Wenn ein Regierungschef immer und immer wieder 'gewählt' wird, lässt das eher nachdenklich werden."

Wahrscheinlich hat Maduro jegliche Konkurrenz ausgeschaltet, um alternativlos zu sein. Diese Strategie des Machterhalts sollte Ihnen bekannt vorkommen.

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