Ihre Meinung zu: Tausende Migranten im Jemen interniert

3. Mai 2019 - 9:28 Uhr

Im Jemen harren Tausende Flüchtlinge unter katastrophalen Bedingungen in Internierungslagern aus. Mehrere Menschen sind bereits an eigentlich heilbaren Krankheiten gestorben. Von Michael Lohse.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1.555555
Durchschnitt: 1.6 (9 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Afrika kann sich nur selber

Afrika kann sich nur selber helfen. Solange es dort Religion und Stammesdenken gibt, werden sie ausgenommen. Dann blüht die Korruption und Armut ist vorprogrammiert. Und wir bekommen ein schlechtes gewissen eingeredet, weil wir ja ausbeuten würden. Nein. Machen wir nicht. Wir zahlen nur nicht mehr, als nötig. Aber irgendwas wird unserer Regierung schon einfallen, um diesen armen Hascherln auch noch zu helfen.

Wer sind die Verantwortlichen

... die "Zentralregierung" mit den Saudis an ihrer Seite oder die "Rebellen", unterstützt vom Iran?

Warum werden denn diese armen Menschen

nicht nach Europa aus geflogen!!!
Die internationale Organisation für Migration arbeitet doch mit NGO zusammen. Die kriegen das bestimmt hin.

Sie träumten von einem besseren Leben......

......doch jeder Traum endet mit dem Erwachen und plötzlich erleben sie die Realität.

Leider machen sich diese Menschen mit einer großen Naivität auf den Weg ins vermeintliche Glück. Vielleicht würde Aufklärung vor Ort viele von der Reise abhalten.

Fokus & Fragen

Ich frage mich, warum über "tausende" internierte Migranten im Jemen berichtet wird, wenn dieser Krieg bereits zehntausende Menschenleben gefordert hat. Die "mindestens acht" Toten erscheinen mir auch vernachlässigbar, wenn ich sie mit der Zahl der im Mittelmeer Ertrunkenen vergleiche.

Am Ende bleibt auch die Frage offen, wer diese Menschen an der Weiterreise hindert. Erst ist von jemenitischen Sicherheitskräften die Rede und dann von Milizen, die im Auftrag der Golfstaaten handeln. Die Jemeniten müssten doch froh sein, wenn die Migranten wieder weg sind. Oder fürchten Sie, dass diese vom Gegner als Söldner angeheuert werden?

Zitat:

“Damals griff Saudi-Arabien zusammen mit anderen arabischen Ländern in den inner-jemenitischen Konflikt zwischen der Regierung und den Huthis ein, einer schiitischen Minderheit im Norden. Doch nach vier Jahren Krieg ist der Staat der international anerkannten Regierung von Abed Rabbo Mansur Hadi, den die saudisch-geführte Intervention angeblich retten wollte, kaum mehr existent.“

Von den “Unterstützern“ dieser Kriegskoalition kein Wort. Haben die mit diesem - seit vier Jahren dauernden Krieg - überhaupt nichts zu tun? Es war auch keine jemenitische Regierung existent. Herr Hadi hatte sich nach SaudiArabien verdrückt.
Der Satz, dass der Jemen angeblich! gerettet werden sollte, der ist zu 100% richtig. Um die Rettung des Jemen ging es nie. Es ging um die dauerhafte Installierung von Herrn Hadi im Interesse SaudiArabiens. Nichts sonst. Man sieht sehr deutlich, wie begeistert die Menschen in den Ländern von 'international anerkannten Regierungen' sind. Siehe auch Libyen und Irak.

9:34 Superschlau

Es geht, wie im Jemen, nicht um religiöse Konflikte.
Wie meist, geht es um Macht, Vorherrschaft und Ausbeutung.
Auch “wir“ gehören zu den Ausbeutern. Denn wie Sie richtig schreiben, “wir“ bezahlen das, was unbedingt nötig ist. Keinen Cent mehr. Und - “wir“ unterstützen die richtigen Regime, dass das so weiter läuft.
Kürzlich kam im TV eine Reportage über die Kakao- und Schokoladenindustrie. Kinder müssen mitarbeiten (nix mit Schule), dass die Familie sich zwei Mahlzeiten am Tag leisten kann.
Kein Wunder, wenn sich Menschen auf den Weg machen. Unglücklicherweise landen sie dann im Jemen.

Gutes Beispiel für Klischeedenken

03. Mai 2019 um 09:34 von Superschlau

Nicht schlecht. Ihr Kommentar besteht aus gerade einmal 7 Sätzen und beinhaltet doch 4 klassische rassistische Klischees - inklusive Herabwürdigung der Not leidenden Menschen als "unmündige Kinder". Wobei doch der Grundsatz von der Unantastbarkeit der Würde eines Menschen gelten sollte, oder?

Das Millionen einheimischer Jemeniten..

..seit Jahren vom Hungertod bedroht sind, schwere Choleraepidemien in diesen Land schon fast alltäglich geworden sind, und zehntausende in den letzten Jahren dem Bürgerkrieg zum Opfer gefallen sind, ist für die Tageszeitungen heutzutage erwiesenermaßen anscheinend nicht ganz so besonders wichtig!

@ Nachfragerin

"... Die Jemeniten müssten doch froh sein, wenn die Migranten wieder weg sind...."

Das dürfte der große Unterschied zur Situation insbesondere in der Vergangenheit hier in Europa sein. Die Flüchtlinge können nicht einfach Grenzen überwinden, ohne die erforderliche Erlaubnis, Papiere und Geld zu haben, deswegen werden sie sicherlich auch an der Weiterreise gehindert.

Auch gibt es in diesen Ländern keine oder kaum belastbare Sozialsysteme, die für Kleidung, wohnen und Nahrung sorgen.

Ich denke, dass die Jemeniten auch Angst vor den Fremden haben, können sie sich nicht auf die staatlichen Sicherheitskräfte verlassen, die auch Spielball der jeweiligen Interessenlagen sind. Es gibt Schutz vor Diebstahl, Raub und andere körperliche Angriffe häufig nur gegen Extra-Geld. Insofern ist die Internierung der Flüchtlinge aus unserer Sicht befremdlich, aus Sicht der lokalen Bevölkerung gewünscht.

na ja

Das kommt davon, wenn die Führung der einzelnen afrikanischen Staaten sich nicht für Ihr Volk verantwortlich fühlen. Wenn hier keine Demokratie fortschreitet, und die Geburten runtergehen, wird dieser Erdteil weiter am Tropf der Industriestaaten hängen, und die Armutsflucht NICHT beseitigt werden können.

@Superschlau - Kapitalismus basiert auf Ausbeutung

09:34 von Superschlau:
"Und wir bekommen ein schlechtes gewissen eingeredet, weil wir ja ausbeuten würden. Nein. Machen wir nicht. Wir zahlen nur nicht mehr, als nötig."

Uns ist es gelungen mit übersubventionierten Billigprodukten aus der Land- und Tierindustrie den afrikanischen Markt zu fluten und die dortigen Kleinbauern in den Ruin zu treiben. Die freigewordenen Arbeitskräfte erzeugten einen so großen Konkurrenzdruck am Arbeitsmarkt, dass beispielsweise Kinder für ein paar Cent pro Tag das Kobalt aus dem Boden kratzen müssen.

Und für alles bezahlen wir nicht mehr als nötig wäre, um den Menschen ein erträgliches Leben in Afrika zu ermöglichen.

11:13 von Nachfragerin

so wenig wie bei uns die Menschen spottbillige T Shirts aus Kinderhand,
in Indien produziert, kaufen müssen
so wenig müssten die Menschen in Afrika Hühner aus Europa kaufen
.... und was täten die Menschen denn aktuell arbeiten oder aus dem Boden kratzen
wenn gerade kein Bedarf nach Kobalt wäre ?
Wir müssen gar nichts
die Chinesen schafften ohne europäische Hilfe in wenigen Jahrzehnten
den Sprung vom bettelarmen Land, das seine Menschen nicht ernähren konnte,
zu heutiger Größe, dasselbe können die in Afrika auch

Die Zustände in diesen Lagern muessen dringen verbessert werden

Diese Zustände in den Lagern muessen dringend verbessert werden: Ärzte fehlen, Medikamente, Krankenhäuser, usw.

Denn dass hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/jemen-fluechtlinge-101.html

Die Todesursache war Durchfall, der unter normalen Umständen gut behandelbar gewesen wäre.

muss auf jeden Fall behandelt werden und diese Schwerstkranken und Verletzten gehören ins Krankenhaus:

https://www.tagesschau.de/ausland/jemen-fluechtlinge-101.html

In den Lagern leben ihren Schätzungen zufolge rund 200 teilweise Schwerkranke. Zwei Menschen seien von Sicherheitskräften beschossen und verletzt worden.

Kann man dort Krankenhäuser aufbauen?? Könnte was mit mobilen Krankenhäusern gehen??

Aber auch die Fluchtursachen in den Herkunftsländern muessen bekämpft werden und solange muessen diese Menschhen im Jemen integriert werden.

Unglaublich!

Seit Jahren herrscht im Jemen Bürgerkrieg. Wie kann man nur so schlecht informiert sein, das nicht zu wissen? Nach meiner Meinung hat da jemand die Weltkarte in die Hand genommen und erkannt, dass man sich mit der Überfahrt auf die arabische Halbinsel den gefährlichen Weg über Libyen oder den Sinai sparen kann. Sobald der Krieg im Jemen zu Ende sein wird, wird diese Route aber sicher ein Comeback erleben. Egal wie wir es nämlich drehen und wenden, die Bevölkerung Afrikas wird in den nächsten 80 Jahren auf das 4-fache anwachsen. Afrika kann aber schon heute seine Einwohner nicht ernähren. Man kann da nur gespannt sein, wie die Politiker der Zukunft auf das Problem reagieren werden. Nach meiner Meinung wird Europa wahrscheinlich die Autokraten Afrikas bezahlen, die Menschen schon an der eigenen Grenze mit Waffengewalt aufzuhalten. Ich kann den Politikern aber jetzt schon sagen, wer hungert, den halten selbst Gewehrkugeln nicht auf.

Kapitalismus ist das eine.

Kapitalismus ist das eine. Ausbeuten etwas ganz anderes. Sich ausbeuten zu lassen, ist einfach nur dämlich. Da ist absolut nichts rassistisches zu erkennen, werter WIE-.
In Afrika gelten Menschenrechte absolut nichts. Da wirde gemacht, was der Chef sagt. Und die sind so damit beschäftigt, dem nachbarcheff den Schädel einzuschlagen, dass sie jedes Angebot für ihre Rohstoffe akzeptieren.
Dann schaue man mal, worüber die streiten. Wer den tollen Götzrn anbietet oder wer besser unterdrücken kann. Ohne diesen Kinderkram ginge es Afrika deutlich besser. Auf alle Fälle nicht schlechter, als Asien oder Südamerika.

@ eifel (09:48): dafuer braucht es auch die Regierungen

hi eifel

Warum werden denn diese armen Menschen nicht nach Europa aus geflogen!!!

gute Frage. Das Problem sind hier mal wieder dieser Rechtspopulisten und Rechtsextremisten, die was gegen Migration haben. Damit meine ich solche wie die CSU, die AfD, diese Lega Nord, diese Fidesz und so weiter.

Aber um dass hier hinzubekommen:

Die internationale Organisation für Migration arbeitet doch mit NGO zusammen. Die kriegen das bestimmt hin.

braucht es den Willen und die Mitarbeit der Regierungen und den ECHTEN Willen der Regierungen endlich INTEGRATIONSARBEIT zu leisten anstatt dieses "Abschieben, Abschieben, Abschieben". Diese Abschiebe-Industrie von CSU, AfD und diesem Konservativen Kreis in der CDU (dem auch Karrenbauer angehört) muss zerstört werden und das Handwerk gelegt werden.

Wenn die Regierungen endlich mit den NGOs Hand in Hand arbeiten wuerden, dann könnte was gehen. Aber genau dass wollen die Regierungen nicht. Das ist das Problem.

Internierung

wird von der Genfer Konvention vorgesehen. Besonders, wenn die innere Sicherheit oder innere Ordnung des Gastlandes gefährdet ist.

@ Sisyphos3

"... die Chinesen schafften ohne europäische Hilfe in wenigen Jahrzehnten
den Sprung vom bettelarmen Land, das seine Menschen nicht ernähren konnte,
zu heutiger Größe, dasselbe können die in Afrika auch"

Das Beispiel China taugt aber nicht, als "Leuchtturm" für Afrika. Jedenfalls ist es keineswegs mit humanitären Werten vereinbar.

Wenn Sie sich mit der Geschichte China der letzten Jahrzehnte beschäftigen, werden Sie feststellen, dass Diktatur und Willkür, Hinrichtungen, menschengemachte Umweltkatastrophen und Hungersnöte Millionen von Chinesen umgebracht haben.

Aktuell betreibt China eine agressive wirtschaftliche Expansion, die insbesondere die Afrikaner voll trifft. Nutznieser sind die afrikanischen Eliten. Der europäische Ansatz sollte der Aufbau einer stabilen politischen und wirtschaftlichen Lage sein.

Doch der Drang nach westlichen und asiatischen Konsumgütern ist eben auch in Afrika vorhanden - mit all seinen negativen Auswirkungen.

"Im Jemen harren Tausende Flüchtlinge unter katastrophalen Bedingungen in Internierungslagern aus.
Sie träumten von einem besseren Leben, doch sie kamen nur bis Aden"/ "Mehrere Menschen sind bereits an eigentlich heilbaren Krankheiten gestorben"

Solche "Internierungslager" sind nichts weniger als ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Und die ganze Welt schaut zu.

"Die UN haben provisorische Behandlungszentren eingerichtet"

Wenn die UN ihren Auftrag ernst nehmen, müssen sie sofort ihre Prioritäten komplett neu ordnen:

Parallel(!) zur Linderung der o.g. "Symptome" noch weitaus größere Anstrengungen in die Bekämpfung der Krankheit, die diese verursacht investieren (hier UNSERE "Auslöser": "deutsche Rüstungstechnologie im Jemen-Krieg eingesetzt wird").

Und endlich für Transparenz sorgen (im Smartphone-Zeitalter ja wohl kein Problem): "Dass die Flüchtlinge ausgerechnet den Jemen als Ziel ihrer Flucht gewählt haben, liegt oft an ihrem schlechten Informationsstand vor der Abreise (...).

Stupid first

Soso, ich mache meinem Namen Ehre, weil jemen nicht in Afrika liegt. Hätten sie den ersten absatz gelesen, hätten sie gewusst, worum es im artikel geht. Um flüchtlinge aus ostafrika.

Darstellung: