Ihre Meinung zu: Christlichen Kirchen droht massiver Mitgliederschwund

2. Mai 2019 - 13:41 Uhr

Die christlichen Kirchen hierzulande verlieren viele Mitglieder. Nun zeigt eine Studie das Ausmaß: Wird nichts verändert, könnte sich die Mitgliederzahl bis zum Jahr 2060 halbieren. Von Ulrich Pick.

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Kommentare

Ob hier auch eine Privatisierung

ihre Segnungen voll entfalten könnte, ganz ohne staatlichen Einfluss?

Na dann

Kommt sicher ne neue Zwangsabgabe...Unsere armen Priester wollen ja weiter gut leben. Geld für das Seelenheil - wunderbar - Glaube als Geschäftsmodell

Immer weniger Kirchenmitglieder?

und was ist daran schlimm? Es gibt auch immer weniger Briefmarkensammler, Taubenzüchter und Skatspieler. Bei den Skandalen, die sich die Kirchen in den letzten Jahren so geleistet haben und ihrer Ideologie, die weit an der Lebenswirklichkeit im 21. Jhd. vobei geht, kommen noch einige Faktoren hinzu.

Verlust der Glaubwürdigkeit

Die Kirche als Institution, um seinen Glauben zu leben hat das wichtigste verloren was eine Glaubensgemeinschaft haben kann.

Die Kirche ist unglaubwürdig geworden.

Dazu kommen vollkommen lebensfremde Ideen, angefangen vom Zölibat über die Liebe zum Leben, die häufig nur vor der Geburt praktiziert wird und von den eigenen Angestellten ein sündenfreies Leben erwartet.

Glaubwürdigkeit erreicht man aber wie Vertrauen nur über die Zeit und entsprechendes Handeln.

Jeder von uns trägt Verantwortung

Meiner Überzeugung nach sind nicht nur die Kirchen aufgerufen, dem Mitgliederschwund zu begegnen. Jeder von uns kann sich fragen, was ihm wichtig ist. Eine lebendige Kirche entsteht im Alltag, in gelebten Werten ebenso wie in den tradierten Werten und Riten. Wenn wir Gemeinschaft untereinander erzeugen, macht auch ein Gottesdienst wieder Freude und kann dem Glauben eine Form geben. Die Jugend ist meiner Erfahrung nach sehr empfänglich für echtes Erleben religiöser Arbeit - wenn sie denn nachvollziehbar und gemeinschaftlich ausgeübt wird.

Aber nur die Christlichen Kirchen

Man sollte vielleicht erwähnen, dass nur die Christlichen Kirchen Mitglieder verlieren. Alle anderen (wohlgemekt nicht staaatlich organisierte !) Religionen verzeichnen stabile oder steigende Mitgliederzahlen.
Wie wäre es mit einer umfassenden Kirchenreform: Umwandlung der Kirchen in Vereine. Vielleicht wird dabei auch mal ein bisschen Mief aus den Kirchen ausgefegt.

Zu viel Partei-Politik?

Aus meiner Sicht haben die großen Kirchen sich zu stark von ihrer seelsorgerischen Funktion abgewendet und sind dynamisch in die (Partei-)Politik eingestiegen (Kirchenasylbewegung, Studienzentrum der EKD für Genderfragen arbeitete mit Amadeu Antonio Stiftung zusammen, usw.), dabei eher links-grün als konservativ zu verorten. Menschen mit konservativen Positionen passen nicht mehr richtig zur Kirche.

Eine wirklich gute Nachricht!

Nur warum wird sie hier so negativ und alarmistisch verkauft? Kommt dieser Werbeartikel für das Christentum etwa direkt aus dem Fernsehrat?
Religion widerspricht essentiell jeder Vernunft, ganz zu Schweigen von der Macht dieses Instruments für einen kleinen Zirkel von Menschen. Es wäre mal an der Zeit, Religion aus Politik und Medien zurück zu drängen in den privaten Raum. Mehr als ein paar Maximen wie "Leben und leben lassen" oder "Was Du nicht willst, dass Dir man tu....." braucht es nicht. Bin damit immer gut gefahren und verweise auf einen kürzlich erschienenen Artikel, demzufolge die Kirchenbauten in Frankreich das Mittelalter womöglich um über 100 Jahre verlängert haben.

Viel zu kurz gedacht

Eine Studie, die auf Annahmen beruht ("Projektion"), ein Artikel, der bewertet und dramatisiert ("Glocken in den christlichen Gotteshäusern Alarm schlagen"). Darauf lässt sich weder vernünftig planen und gestalten noch Glauben leben.
Wenn die Menschen in Dtld. die Bedeutung des Glaubens für ihr Leben erkennen und bereit sind, ihr Leben an christlichen Tugenden auszurichten, kommen sie in und zur Kirche - zur Gemeinschaft der Gläubigen.
Sowohl wirtschaftliche Interessen (Freizeitindustrie und Arbeit auch an Sonn- und Feiertagen) als auch politisches Kalkül (Individualisierung, jeder ist seines Glückes Schmied) werden vom Gläubigen hinterfragt und der Sinn des Lebens ist nicht die Selbstoptimierung, sondern der Gottesdienst und die Nächstenliebe geben Gläubigen ihren Sinn. Dieser Sinn des Lebens ist nicht abhängig davon, was andere für richtig halten.
Die Warteliste der psychologischen Berater mag verdeutlichen was fehlt: Das Bekenntnis zur Kirche und zur menschlichen Unvollkommenheit.

Ich...

bin römisch katholisch getauft worden und bin zur Erstkommunion gegangen. Besuche aber nicht jeden Sonntag die heilige Messe Ich denke nicht an Austritt. Der Missbrauch muss dringend juristisch aufgeklärt werden. Wenn eine kriminelle Minderheit in der römisch katholische Kirche die gesamte Kirche in Verruf bringt dann muss die Mehrheit sagen Ihr gehört nicht zu uns.

Randgruppe

Diese Studie sollte als Auftakt gelten, die Rolle der Kirchen in der Politik und dem öffentlichen Leben neu zu überdenken.

Sonderrechte, wie das Arbeitsrecht oder die Kirchensteuern gehören abgeschafft. Wer z.B. glaubt, dass letztere für Schulen und soziale Zwecke genutzt werden, irrt sich.

"Kircheneigene Faktoren".

"Eine deutlich höhere Bedeutung hätten kircheneigene Faktoren (...)."

"Kircheneigene Faktoren" also.

Es könnte ja auch sein, dass die Leute austreten, weil sich die Gesellschaft (und ein damit verbundenes Wertesystem) verändert hat.

Inwiefern es Aufgabe der Kirche ist, da hinterher zu rennen, um Mitgliederzahlen zu halten, ist eine Debatte die keinesfalls entschieden ist.

Vielleicht sollte der "Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler" Raffelhüschen bei seinen (neoliberalen) Leisten bleiben, anstatt sich zu Themen zu äußern, von denen er offensichtlich keine Ahnung hat.

Mit den Füßen abstimmen...

so nennt man das wohl...

Hat nicht unser Martin Luther gesagt, dass jeder sein eigener Priester sein solle und durch die Taufe schon zum Priester geweiht sei?

Und wer braucht eine Kirche, die selbst mangels Glauben nur noch Politik-Propaganda betreibt, für Klima-Greta, für Refugees usw.?

Und auch das Finanzielle: Die Italiener zahlen nur 4-5 Prozent Kirchensteuer, die Deutschen das doppelte! Weil sie so fromm sind!... Na offensichtlich eher nicht, wenn man obiger Studie glaubt.

Knappes Einkommen

Leider geht aus der Erhebung nicht hervor, warum die Leute die Kirche verlassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch das knappe Einkommen vieler dafür verantwortlich ist. Da kommt's auf jeden Cent an. Da macht die Kirchensteuer schon ein bisschen aus. Und da im Allgemeinen kirchliche Einrichtungen auch Nichtmitgliedern voll umfänglich und zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen, gibt es auch keinen Anreiz, diese Steuer zu bezahlen.

Christlichen Kirchen droht massiver Mitgliederschwund

Herr Pick sagte es richtig: Es liegt an den Kirchen bzw. deren Spitzenpersonal, wie sie das Christentum präsentieren.

1. Alte, tote Dogmen wie Taufe und Zölibat werden bis heute ausgeführt, obwohl beides nicht in der Bibel steht.

Die Menschen merken intuitiv, das da was stimmt.

2. Der sexuelle Missbrauch trägt nicht unbedingt zum Vertrauen der Kirche bei - die Aufklärung ist schlicht gesagt miserabel.

3. Pfarrer, die Jesus im Herzen haben und seine Lehre ausführen möchten, haben keine Chance in kirchlichen Organisationen.

4. Aus falscher Rücksichtnahme das Kruzifix in Schulklassen abhängen.

5. Die Aufforderung v. Islamvertretern an Kardinal Reinhard Marx und EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm die Kreuze am Tempelberg in Jerusalem abzunehmen.

Das war die Krönung!

Respekt und Toleranz war ihre (B.S. u. Marx) Begründung.

Für mich haben die "zu wenig Kreuz, Rückgrat" gezeigt.

Das war Unterwerfung und Selbstverleugnung.

Der Schwund geht also in Ordnung!

Welch Freude

Na, endlich mal eine positive Nachricht!

Kirche auf Abwegen

Meine Kirche kümmert sich stark um die Politik, nicht mehr um den Glauben und seine Mission. Mein Religionsunterricht in der Schule war ziemlich kommunistische Indoktrination, da haben wir Brechtgedichte in Arbeiten analysiert und Feuerbachthesen besprochen. Die Kirchentage sind linksaussen Happenings.

Es ist einfach eine Form von Zersetzung die überhand genommen hat. Dazu kommen die Skandale. Und das machen die Leute nicht mehr mit.

Zitat: "auch der Werte wegen !"

Genau diese Werte werden doch von den Kirchen selbst mit Füßen getreten. Dabei spielen nicht nur die bekannten Skandale eine Rolle, sondern auch das traditionelle Paktieren mit den jeweils Mächtigen in der Politik.
Die Aufgabe der Kirchen kann in der Gesellschaft von heute doch nur sein, die moralischen Eckpfeiler des Christentums aufrecht zu erhalten und zu verteidigen. Eine Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten damals und das kürzliche Bereitstellen einer Bühne auf dem Kirchentag zur Selbstdarstellung eines Drohnenmörders und seiner Helferin dienen sicherlich nicht diesem Zweck und machen die Kirchen schlicht unglaubwürdig.

Herrliche Aussichten

Eine sehr gute und positive Entwicklung. Ich hoffe es noch zu erleben, dass Staat und Kirche endlich getrennt sind. Mit allen Konsequenzen.

Weiterer Austrittsgrund

Ein weiterer Austrittsgrund findet offenbar keinerlei Eingang in die vorliegende Studie. Nämlich der, dass -hier insbesondere die Evangelische Kirche- die beiden großen Kirchen sich inzwischen kaputttoleriert haben und sich nicht in ausreichendem Maße mit der "neuen" aufstrebenden Religion in Deutschland auseinandersetzen. Christlich findet doch nur noch in der Papierform statt!

Bei den Skandalen kein Wunder

Und dann kommen die auch noch straffrei davon. Eine parallelgesellschaft auf die bestimmte Gesetze nicht greifen, weil die sich selbst mit Versetzung bestrafen. Das ist mir Zuviel Trennung zwischen Kirche und Staat. Weil die Kirche dem Staat unterliegt sollten verbrecher dieser Bande genauso vor den Kardi wie normalsterbliche, siehe australien. Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Der Mitgliederschwund ist nur natürlich

Eine Kirche, die aufgeklärten, wissenden und denkenden Menschen vorschreibt, wie sich diese zu verhalten haben, wird eben zum Verlierer.

Aufgeklärte und denkende Menschen haben das Recht selbst zu entscheiden, wie sie in ihrem täglichen Leben mit Gott zu leben haben. Solange aber immer noch eine Handvoll Menschen z. B. im Vatikan meinen gottgleich zu wissen, was und wie Gott etwas handhaben will, wird die Zahl der Mitglieder immer geringer.

Die Stränge hat die christliche Kirche einst groß gemacht, was zur Zeit bei Muslimen zu beobachten ist aber die Christen haben sich weiter entwickelt und bei Biegen und Brechen, die alten Zeiten kommen nicht wieder und das ist auch gut so.

Freikirchen

Was merkwürdigerweise hier nicht im Artikel steht, aber vor ein paar Jahren noch ein riesiges Thema war:

die staatlichen Kirchen verlieren zwar dramatisch an Mitgliedern, die Freikirchen hingegen haben starken Zuwachs.

Das heißt: der Grund für den Mitgliederschwund in den Kirchen ist nicht der Verlust an Glauben, sondern der stärker oder gar fanatischer gewordene Glaube.

Die Freikirchen setzen mehr auf "das Wort Gottes", das wörtlich in der Bibel zu finden sei.
Die Kirchen sind da seit langem freier geworden, haben den Fanatismus abgelegt.

Vielen Bürgern aber ist das zu lasch, sie wollen eine klare Bindung an die "einzige Wahrheit", klare Gesetze und Verbote und Strafandrohungen.
Und die wird in diversen freien Gemeinschaften "angeboten" bzw. "geboten".

Keine Rede über das Kirchensteuerproblem

Meiner Erfahrung nach treten die meisten aus, weil sie obwohl gläubig und pro kirchlich die Zwangskirchensteuer sparen wollen.
Die Kirchen sollten endlich darüber nachdenken, sich mit keinem oder einem schon mal niedrigeren Steuersatz zufrieden zu geben und sich vor allem auf Basis leistungsbezogener freiwilliger Zuwendungen zu finanzieren; so läuft das beinahe über all nur nicht in Deutschland und dem Ende des 20. Jahrhunderts deutschen Elsaß/Lothringen.
Ich und alle in meiner Familie sind noch Mitglied aus Überzeugung trotz Kirchensteuer.

Interessanter...

...Bericht. Es wäre aber auch interessant zu wissen, wohin die Mitglieder alle "verschwinden". Denn viele schliessen sich ja beispielsweise auch Freikirchen an, was die Zahl der Christen nicht unbedingt so stark verringert. Mich wundert diese Entwicklung aber insgesamt nicht, da wie der Herr im Bericht bemerkte, mehr über den Glauben geredet werden muss. Wenn die Mitglieder durch die beiden großen Kirchen nicht inspiriert werden und nur Rituale abhalten, dann ist das die logische Konsequenz. Wenn nicht das drin ist was drauf steht, dann ist man weg. Wenn ich ich mich im Karate Klub anmelde und es wird dort aber Schach gespielt und nebenbei über Karate geredet, ja, dann sucht man sich Karate anderswo oder ist fehlinformiert darüber, was Karate ist und die Sache ist für einen ganz gestorben.

Kirchensteuer

Ich denke das Hauptproblem wird die Kirchensteuer sein. Also ich für meinen Teil überlege auch auszutreten um das gesparte Geld monatlich zu spenden. Und die Austrittspläne haben nichts mit meinem Glauben zu tun. Soweit ich informiert bin haben die meisten christlichen Länder gar keine Kirchensteuer.

Mein Kirchenaustritt....

....war seinerzeit im Verhalten der Kirche mir gegenüber begründet: die röm. kath. Kirche behandelt geschiedene Mitglieder wie Schwerberbrecher und grenzt sie aus. Ich bin aber nicht bereit, jemanden finanziell zu alimentieren, der mich im Grunde genommen bestraft und nicht haben will (und z.B. nicht zur Kommunion zulässt und eine zweite kirchliche Trauung verweigert). Dazu zwingt mich aber das Konkordat. Somit hatte ich garkeine andere Wahl als den Kirchenaustritt. Die Kirche hat leider nie begriffen, das wir nicht mehr im Mittelalter leben und mündige Menschen sind. Trotz des Kirchenaustritts bleibe ich in jedem Fall ein gläubiger Christ.

Gut so!

Unser Universum ist über 13 Milliarden Jahre alt. In ihm gibt über 100 Milliarden Galerien. Diese haben durchschnittlich 100 Milliarden Sonnensysteme, unsere Milchstraße 200 Milliarden. Die Entfernungen sind so riesig, dass die 1977 gestartete Voyager-Sonde erst jetzt unser Sonnensystem verlassen hat.
Angesichts dieser gigantischen Ausmaße und der riesigen Zeitspannen ist es völlig absurd anzunehmen, es gäbe ein "höheres Wesen" , das sich um die alltäglichen Belange einer Säugetierart namens Mensch auf dem Staubkorn namens Erde kümmert. Einfach absurd.
Mit zunehmendem Bildungsstand glauben immer weniger an "höhere Wesen" und die Anzahl der Kirchenmitglieder nimmt ab. Gut so!

Gründe liegen bei der Kirche selbst

Bei der katholischen Kirche wundert mich die relativ geringe Zahl an Austritten.
Bei diesen seit Jahrzehnten öffentlich gewordenen Missbrauchsskandalen ungeheuren Ausmaßes, sowie die schon maffiaosen kirchlichen Finanzaffären muss man schon mehr als ein hartgesottener oder Gehirn gewaschener Gläubiger sein, um dafür noch Geld zu Zahlen.
Man sollte sich als überzeugter Gläubiger mal die Finanzen der einzelnen Bistümer ansehen.
Das geht nicht bei Millionen sondern erst bei Milliarden los.
Und Abermillionen katholische Gläubige leiden unter menschenunwürdiger Not.
Die evangelische Kirche ist, weil nicht so Vatikan Geführt, nicht so extrem belastet, aber ebenso belastet.
Denn weshalb soll man für seinen Glauben bezahlen.
Spenden geht ja.

Da habe ich ein paar gute

Da habe ich ein paar gute Vorschlaege fuer die Kirche:
1.Transparente Strukturen
2.Strengere Eignungspruefueng fuer angehende Priester
3.Aufheben des Zoelibats
4.Anpassung der veralte-
ten Rituale
5.Haertere Strafen fuer Delikte jeglicher Art
6.Keine Vertuschungen
7.Mehr Volknaehe
Es fallen mir noch duzende Vorschlaege ein. Bunte Kostueme der Geistlichen und ein paar lateinische Saetze sind im 21. Jahrhundert bei weitem nicht mehr genug.

Rückbesinnung auf die christlichen Grundwerte

Ich würde gerne in die Kirche eintreten. Oft habe ich Gottesdienste besucht. Ich liebe den Gesang, die Liturgie, die Gemeinschaft. Es gab Zeiten, da besuchte ich die Gottesdienst über mehrere Monate lang.
Was aber immer und immer wieder dafür sorgte, dass ich den Gottesdiensten schließlich den Rücken kehrte, das waren die Predigten.
Wenn Pfarrer oder Pfarrerinen ihre persönliche Meinung vor der versammelten Gemeinde zum Besten geben, dann erzürnt mich das. Mich interessiert es nicht, was der oder die Geistliche zu den aktuellen Fragen in Politik und Gesellschaft denkt. Meistens handelt es sich um die Mainstream-Meinung. Mir kommt es wie eine peinliche Selbstdarstellung vor. Mich widert es an.
In einem Gottesdienst hat parteipolitisches NICHTS zu suchen.
Die Kirche muss unparteilich und neutral sein: AfD-Bashing zum Beispiel verbietet sich.
Die Kirche muss christlich sein:
Kriege zum Beispiel sind IMMER zu verurteilen, auch "unsere" Kriege

Und das ist gut so.

Vielleicht kann man sich ja auch mal fragen, ob ein auf magischem Denken beruhendes Wertesystem in einer rationalen Gesellschaft überhaupt noch einen Platz hat, oder ob die Gesellschaft sich nicht endlich – fast 250 Jahre nach Beginn der Aufklärung – von der "selbstverschuldeten Unmündigkeit" verabschiedet.

Wenn das so ist, wäre es auf jeden Fall ein Grund zur Freude.

Zuallererst sollte eines durchgesetzt werden,

nämlich das, was im Grundgesetz steht: die Trennung von Kirche und Staat. Wer gläubig ist, darf gern für die Kirche zahlen, wer nicht gläubig ist, sollte befreit sein. Also schluss mit den Zahlungen an Bischöfe (jährlich 500 Millionen Euro) und sonstige Zahlungen an die Kirche aus STeuergeldern. Die Kirche ist größter privater Grundbesitzer, hat Unmengen an vermieteten Wohnungen usw. Sie hat also Geld. Soll die Kirche doch aufhören, sich Paläste zu bauen und ihren Pfarrern das zu zahlen, was sie wert sind oder das zu zahlen, was sie predigen: Armut, Genügsamkeit usw.
Wer braucht dieses Lügen noch?
Früher war die Kirche ein Unterdrückungsinstrument auch der Herrschenden. Und heute?
Alles, was die Kirche kann, können auch unabhängige Organisationen.
Also, alles verstaatlichen und lasst die Herren Prediger doch auch mal arbeiten.

links-grün

Tja - da spielt die extrem links-grüne Ausrichtung der EKD eine große Rolle.
Auch der Kirchentag wurde mittlerweile zu einem links-grünen Polittag mit minimal sakralem Touch. Und dieser sakrale Touch ist dann auch noch weltfremd... anstatt christlich menschennah.

Abschaffung der Kirchenprivilegien ist überfällig

Ich bin schon vor Jahren ausgetreten. Nicht wegen irgendwelcher Skandale, sondern weil ich schlichtweg nicht an Gott glaube und weil das christliche Weltbild aus meiner Sicht in heftigem Widerspruch zu den modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen (Kosmologie, Evolutionsbiologie, Neurologie usw.) steht.

Woran man glaubt (Götter, Feen, Einhörner...), das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist jedenfalls: Aller Voraussicht nach werden die Christen in Deutschland in einigen Jahren eine Minderheit sein.

Spätestens dann wird es hoffentlich eine verschäfte Debatte über die diversen Kirchenprivilegen geben, deren Abschaffung überfällig ist:
- staatliche Milliardensubventionen für die Kirchen (z.B. Besoldung der Bischöfe aus Steuergeldern)
- Ausnahmen beim Arbeitsrecht
- Überrepräsentation in öffentlichen Gremien (z.B. Rundfunkräte)
- Theologische Fakultäten an den Universitäten
- konfessionsgebundener Religionsunterricht an den Schulen

Und so weiter.

Mitgliederschwund

eine gute Neuigkeit, die Kirche hoechstselbst hat alles dafuer getan das ihr die Mitglieder davonlaufen. Verneinung og aussitzen von uebelsten Straftaten um nur einge zu benennen.
Wasser predigen und Wein saufen, die Kirche ist reich laesst sich vom Staat alimentieren, bittet um Spenden fuer Fluechlinge z.B. will aber nichts von ihren Reichtuemer ausgeben.
Die Kirche ist unreformierbar, altertuemlich, ich empfinde sie als heuchlerisch, gesegnet mit Doppelmoral.
Wann endlch werden ihr ihre Privilegien enzogen, wann muss sie sich verantworten, die Liste ist lang, wann haelt sie sich raus aus weltlichen Dingen?
Als Moralinstitustion hat sie sich ueberfluessig gemacht.

wen wundert`s

nach all den Skandalen?
Welche Eltern geben ihre Kinder noch gerne in die Obhut von Priestern?
Und mit Fegefeuer kann man heute keinem aufgeklärten Menschen mehr drohen.

Austritt und Kirchensteuer ?

In den meisten Ländern Europas gibt es keine Kirchensteuer, trotzdem ist der Mitgliederschwund massiv und stetig steigend. Je jünger, je informierter, je gebildeter, je mehr Stadtbevölkerung, je mehr in Nordeuropa desto stärker der Mitgliederschwund. Also finanzielle Gründe für den Kirchenaustritt sind es nicht. Eigentlich sollten die Kirchen bestens informiert sein über die Gründe des Kirchenaustritts, eigentlich könnte darüber eine breite Diskussion innerhalb und außerhalb der Kirche stattfinden, eigentlich sollten darüber eine Diskussionen stattfinden. Aber die Kirche mag nicht darüber diskutieren, es wird verschwiegen und verheimlicht oder gar schöngeredet oder noch schlimmer Theater gespielt. Der Religionsverlust ist ein Kultureinbruch ohne gleichen und wir haben keine andere Instanzen die dies auffangen.

Zitat aus dem Artikel :

"...Das, was uns durchaus überrascht hat, ist, in welchem Maße wir das beeinflussen können, dass diese Entwicklung gar nicht so eintreten muss.."

Das hat überrascht ?

Haben sich da etwa die Hirten zu weit von ihren Schäfchen wegbewegt ?
Respektive haben keine Ahnung mehr, was jene wirklich bewegt ?

Kommt mir aus der Bundespolitik bekannt vor...

Klar spielt bei vielen "Austrittswilligen" auch das Geld eine Rolle. Für manchen sind schon 5 € viel Geld.

Und, ja, da wir offiziell eine Trennung von Kirche und Staat haben ( sollten... ), gehören auch keine Kreuze etc. in öffentliche / staatliche Gebäude.

Wer seinen Glauben ( egal welchen ! ) leben möchte darf und soll das tun. Aber bitte im privaten !

14:17 von Shock

Hat nicht unser Martin Luther gesagt,
.
... was Martin Luther so alles gesagt hat - damals -

ob das alles heutzutage so akzeptiert wird ?!

Kirchen droht massiver Mitgliederschwund

dann ist es eben so
wo liegt das Problem ?

@MatthiasS, 14:44

Tja - da spielt die extrem links-grüne Ausrichtung der EKD eine große Rolle.

Extrem links-grüne Ausrichtung. Oje. Deshalb sind ja wahrscheinlich gerade die Kommunisten alle in der Kirche.

Glauben.....

Es ist eben so: man kann es so sehen das einem die Auslegungen der Kirchen etwas geben, oder eben nicht.

Es gab in der Kirchengeschichte Tendenzen und Kapitel, die ein Verbot der Organisation aus ähnlichen Günden rechtfertigen würden wie z.B. beim Faschismus (Inquisition, Kreuzzüge, Hexenverfolgung...)

Dann wiederum hat sie vielen Halt und Stabilität in schweren Zeiten gegeben.

Das alles ist ein Pendel. Jetzt gehts allen gut und das Pendel läuft halt in diese Richtung. Aber wie das bei Pendeln so ist, wirds auch wieder andersrum gehen....

Interessant wäre auch im Gegensatz zum Christentum, wie es bei den Moslems aussieht und warum?

give back

Die Kirche ist eine finanziell sehr reiche Institution und gibt nur sehr wenig bis gar nichts zurück. Ausserdem gibt es in andere Religionen auch keine Kirchensteuer, wieso also ausgerechnet beim Christentum...

Spiritualitaet & Gemeinschaft

Dort wo Kirche fuer die Menschen wichtig ist bietet sie vor allem Gemeinschaft, und Spiritualitaet.

Die Kirchen erfuellen ihre Aufgabe nicht!

Mich wundert es nicht, dass den Kirchen die Mitglieder weglaufen, denn das, was sie eigentlich tun sollten, tun sie nicht mehr.
Die christlichen Kirchen sollten:
> den Inhalt der Bibel wiedergeben
> Menschen davon berichten, dass Jesus als der Sohn Gottes auf die Welt gekommen ist und das jeder, der an ihn glaubt ewiges Leben bekommen wird (Joh. 3:16).
> Christen ein geistliches Zuhause bieten
DAS ist die Hauptaufgabe einer christlichen Kirche.
Diese Aufgabe wird aber von den Landeskirchen nicht mehr wahrgenommen. Da geht es mehr um "seid nett zueinander", Toleranz von allem und jedem, auch wenn es mit der Bibel nicht im Einklang ist, Traditionen, etc.
Ich bin als bekennende Christin aus der Landeskirche ausgetreten, da ich es nicht eingesehe, dass mein muehsam verdientes Geld fuer Kunstprojekte und nichtglaeubige Pastoren ausgegeben wird.
Ich besuche stattdessen eine christliche Freikirche, in der die Bibel gepredigt wird. Dort sind jeden Sonntag um die 700 Gottesdienstbesucher.

Nachdem ich alle Kommentare

gelesen habe stelle ich fest, daß das Problem im Wesentlichen erkannt wurde. Es wurden in letzter Zeit Dinge beschlossen, wo ich einen Aufschrei wie Donnerhall von der Kirche erwartet hätte. Schon allein der Prinzipien wegen. Nichts. Da fragt man sich, welche Werte vertritt die Kirche eigentlich?

@links-grün 14:55 von MatthiasS

"Und dieser sakrale Touch ist dann auch noch weltfremd... anstatt christlich menschennah."

Selbstredend.
Menschennäher ist da die katholische Kirche, wie man ja fast jeden Tag lesen kann.
Besonders bei den Brüdern im Fleische. ;)

Und die leidet nun mal viel stärker unter Mitgliederschwund
als der eh schon kleinere Bruder in Violett.

Interessant wie fast jede Nachricht eine zwanghafte Wendung
in die eigene Filterblase erlaubt.
Normal ist das nicht, christlich schon mal gar nicht.

14:48 von Grayhawk

die röm. kath. Kirche behandelt geschiedene Mitglieder wie Schwerberbrecher und grenzt sie aus.
.
tut sie das
wo haben sie denn ihre Erfahrungen her
also ich habe da ganz andere Erfahrungen
da werden Alleinerziehende extra angesprochen,
damit sie bei Kommunion oder Firmung den Vater (Mutter) zum Fest mitbringen
... und eine zweite kirchliche Heirat
also ich bitte sie
die Ehe ist für die katholische Kirche ein Sakrament,
also ne recht ernste Angelegenheit
und keine Nostalgieveranstaltung
und wenn für sie Sakramente unwichtig sind - wer weiß
ob sie dann im "richtigen Verein" sind
Zitat : "Konkordat" aber sie wissen schon was das ist,
ein Staatsvertrag, hat das mit ihrer Heirat was zu tun ?

14:31 von Tralafit

"Kirche auf Abwegen
Meine Kirche kümmert sich stark um die Politik, nicht mehr um den Glauben und seine Mission. Mein Religionsunterricht in der Schule war ziemlich kommunistische Indoktrination, da haben wir Brechtgedichte in Arbeiten analysiert und Feuerbachthesen besprochen. Die Kirchentage sind linksaussen Happenings."

So, wie Sie sehen das sehr viele Christen, und die Atheisten, die sich hier freuen, weil der Glaube innerhalb Deutschlands verschwunden sei, irren sich zutiefst.

In meinen Augen:
die Kirchen sind zumindest Bollwerke gegen wiederstandenen Aberglauben und fanatischen Bibelglauben.

Insofern - da wir gläubige Menschen mit Sicherheit nicht ausrotten können - bin ich sehr dafür, dass die Kirchen in ihrer Vernünftigkeit die abergläubigen und fanatisierten Christen wieder zurückholen können.

Wenn Christentum überzeugt, geht es nicht bergab

Da, wo ein Pfarrer überzeugt und obendrein soziale Projekte initiert, machen die Menschen mit.
Pastoren, die nur ihren "Job machen", können nicht begeistern.
Vielleicht mal bundesweit über positive Beispiele berichten, liebe Tagesschau.
Vorschlag:
Katholische Gemeinde in Papenburg mit einem fast 80-jährigen aus Holland stammenden Pfarrer, der alle "mitreißt" .

Bibeltreue Predigt und Jesus

Wenn bibeltreu gepredigt wird und es um Jesus geht, dann kommen die Menschen und sie bleiben auch. Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden. Durch Jesus ist nun der Weg frei zu Gott. Er ist auferstanden und wir werden in Ewigkeit leben, wenn wir das glauben. Wichtig ist, daß es auch so gepredigt wird. Richtig gute Prediger brauchen nicht politisch werden, denn die Bibel selbst ist eine unerschöpfliche Quelle für gute geistliche Nahrung.

14:55 von Kritikunerwünscht

gelten für sie Verträge nicht
die Kirche wurde vor 200 Jahren enteignet und erhielt einen Ausgleich
(einen bestimmten % Satz der Steuer)
was ist daran verwerflich
wenn sie enteignet werden kriegen sie doch auch ne Entschädigung - üblicherweise
unabhängig davon ob sie von Haus aus reich sind - oder wieder zu Geld kamen

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Die Moderation

... oder die Kinder nicht taufen zu lassen, damit sie später "vielleicht selber".

Bei den Kirchenaustritten ist Steuer ausschlaggebend (hat uns zumindest unsere Steuerberaterin gesagt, und als Frau, die in ihrem Beruf lebt sogar geraten Steuern durch Kirchenaustritt zu sparen). Andere Begründungen werden dann angehängt, um sich moralisch überlegen zu fühlen.

Kann so bleiben, kann sich aber auch noch ändern.

Zukunft der Amtskirchen...?

Vorab: Ich bin bereits 1978 aus der "Amtskirche" ausgetreten, unterstütze aber - fallweise - weiterhin konfessionslose Menschenhilfe-Organisationen. An meiner letzten Ruhestätte muß dereinst auch kein Geistlicher sprechen...
_
Gleichwohl anerkenne und respektiere ich jedoch die gesellschaftliche Notwendigkeit für viele Mitbürger, in ihrem Glauben einen spirituellen Seelenanker als Gegenpol für oft belastende Realitäten des Lebens zu haben. Genau hierbei aber versagen - soweit ich das beurteilen kann - zumindest die beiden deutschen Amtskirchen seit langem.!
_
Die Studie der Uni-Freiburg ("Gründe liegen bei der Kirche selbst") möchte ich hier unterstreichen.! Etliche Gründe liegen auf der Hand - zB. Modernität - aber aus Platzgründen verzichte ich hier auf weitere Ausführungen.
_
Abschließend noch: Wer meint, die heutige Menschheit käme per se auch ohne religiöse Spiritualität des Individuums aus, der irrt. Das schaffte nicht mal der Kommunismus...

Lage der Kirchen: Kurzfassung

Die Zahl der Austritte aus der römisch-katholischen Kirche und den evangelischen Landeskirchen ist seit Jahren hoch. Schuld daran, und das darf nicht geleugnet werden, hat schreckliches, kriminelles Fehlverhalten einer zu großen Zahl an Repräsentanten.

Aber dies ist nicht die einzige Erklärung. Die Stimme der Kirchen dringt oft nicht mehr durch im Geschrei und in der Hektik des profanen Alltags. Schon immer haben Welt und Religion miteinander um Einfluss und Deutungshoheit gerungen. Neu sind in der Moderne Beliebigkeit in einer übergroßen Vielfalt, Wohlstand und eigentlich völlige Sicherheit, u.a. dank Rechtsstaatlichkeit und Sozialfürsorge. Die Alleinstellung der Kirchen in Orientierung, Fürsorge, Solidarität und Gewissheit schwindet. Religiöses Wissen und Rituale werden nicht mehr gelebt und zur nächsten Generation weitergeben.

Stattdessen wachsen parallel die Freikirchen, die Elitestatus, überraschend starke Hierarchien bei klaren Rollenmustern und einfache Botschaften vermitteln.

re diskobolos

"Immer weniger Kirchenmitglieder?

und was ist daran schlimm?"

Steht irgendwo im Artikel, dass das schlimm wäre?

Nein? Warum fühlen Sie sich dann zum Widerspruch genötigt?

re morgentau19

" Alte, tote Dogmen wie Taufe und Zölibat werden bis heute ausgeführt, obwohl beides nicht in der Bibel steht. "

Für einen Kirchenkritiker sind Sie aber gar nicht bibelfest: von wegen dass Taufe nicht in der Bibel steht ...

Eine Lösung: Gelegenheitspastorale

Zu erinnern ist an die jüngst veröffentlichte Umfrage zur Hörigkeit der Bevölkerung zu "Verschwörungstheorien": etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung hält eher Verschwörungstheorien für plausibel als sich auf die Suche nach Fakten zu begeben.

Tatsächlich ist der Trend zu beobachten, dass sich Menschen zunehmend ein eigenes Weltbild, eigene Antworten auf die Geschehnisse einer komplexen und systemisch vernetzten Welt aus den unterschiedlichsten Versatzstücken zusammenbasteln. Statt wie traditionell Orientierung im Glauben zu suchen, Bibel, Katechismus, Predigten, ist seit Jahren der Griff zum Smart Phone und zu den Sozialen Medien beliebter. Anstatt selbst zu suchen und zu fragen, genügen fertige, einfache, plausible und von genügend Followern bestätigte Lösungen.

Tatsächlich suchen die Menschen in einer sich wandelnden Welt und mit wandelnden Geschlechteridentitäten und Rollenbildern mehr denn je nach Orientierung und Halt. Gelegenheitspastorale wird zur wichtigen Alternative.

re googol

"Ausserdem gibt es in andere Religionen auch keine Kirchensteuer, wieso also ausgerechnet beim Christentum..."

Schauen Sie doch einfach mal bei Wikipedia nach, wie das mit der Kirchensteuer in Deutschland funktioniert.

Statt Fragen ins Forum zu werfen, auf dass sich einer erbarmt und Ihnen auf die Sprünge hilft.

Säkularisierung war richtig

Wie sind die Kirchen zu ihrem Reichtum gekommen? Doch nicht mit Arbeit. Vielleicht durch Spenden, durch Erbschaft oder mit leeren Versprechungen, Betrug und Mord? Was haben die Kirchen vor 200 Jahren getan? 1803 gab es ein Deutschland im heutigen Sinne noch nicht. Haben die Kirchen, für das Unrecht, dass sie über Jahrhunderte den Menschen angetan haben, eine Wiedergutmachung geleistet?

Kirche und materielles Denken

Es sind die einfachen Dinge des Lebens. die Befremden auslösen. Stirbt z.B. ein Mensch, dann werden Seelenmessen gelesen, wenn diese bestellt und bezahlt werden. Ohne diese Messen bleibt der Verstorbene in den Gottesdiensten ohne Namensnennung, auch wenn er/sie jahrzehntelang Mitglied der Kirche war. Für mich eine moderne Form von Ablasshandel.

McKinsey hat katholische Kirche beraten

Und nicht nur von der Leyen und die Bundeswehr. Der Rat der Berater: die Katholiken sollten sich auf ihre „Kernkompetenz“ besinnen, sprich „Glaubensvermittlung“. Aha. Da wär man von selbst nicht drauf gekommen. Ich bin selbst aus der Kirche (evangelisch) ausgetreten, was in dem Bundesland damals beim Amtsgericht möglich war, weil ich schlichtweg nicht hunderte Euro im Monat an eine anonyme Organisation abdrücken wollte. Besser für konkrete Projekte spenden!

Reformen: bereits eingeleitet

Zumindest die katholische Kirche sieht bereits seit Jahren den im Artikel beschriebenen Trend und hat daher - durchaus schmerzliche - Reformen eingeleitet:

1) Nicht der Zölibat ist das Problem (niemand kann zum Heiraten gezwungen werden), sondern die geringe Zahl an neuen Priestern und deren Belastung mit Verwaltungsaufgaben. Wichtig ist, dass das theologisch-professionelle Niveau und die pastoralen Kompetenzen weiterhin hoch bleiben. Authentizität und Vorbild (Zeugnis) sind entscheidend, (Amts-)Macht kritisch sehen. Zusätzliche Fachkräfte übernehmen die Verwaltung, damit die Priester für die Seelsorge frei werden.

2) Mitbestimmung und Mitverantwortung für die Gemeindemitglieder, auch zur Entlastung der Seelsorger. Tatsächlich müssen die Gemeindemitglieder aktiv mitarbeiten und nicht allein konsumieren. Die Kirche fördert die Begabungen (Charismen) der Gläubigen.

3) Konzentration auf die pastoralen Kerne, je nach individueller Situation in den Pfarrgemeinden. Anpassen und Lernen.

@ Shock

"Und auch das Finanzielle: Die Italiener zahlen nur 4-5 Prozent Kirchensteuer, die Deutschen das doppelte! Weil sie so fromm sind!... Na offensichtlich eher nicht, wenn man obiger Studie glaubt."

Sie haben das Prinzip der Kirchensteuer nicht verstanden.

Dass die Kirchensteuer in Italien deutlich niedriger ist, als z.B. bei uns, liegt daran, dass die Italiener aufgrund ihrer höheren Religiosität öfter in die Kirche rennen und dabei auch öfter freiwillig Abgaben in Form von Kollekten leisten, sodass die staatliche eingehaltene Kirchensteuer nicht so hoch sein muss.

Das findet sich auch in Deutschland so: in BY und BW zahlt man 8% statt wie bundesweit üblich 9% Kirchensteuer. Grund: Die Menschen in Süddeutschland gehen wesentlich häufiger in die Kirchen und tragen mit deutlich mehr Spenden zur Finanzierung derselben bei. Dafür kommt man ihnen bei der Kirchensteuer entgegen.

Ich hoffe bei Ihnen eine Wissenslücke geschlossen zu haben.

Halbwissen und Empörung

02. Mai 2019 um 17:15 von Adeo60

Hier sind Sie offenbar nicht aus erster Hand informiert. Wenn das Pfarrbüro rechtzeitig vom Tod eines Gemeindemitglieds erfährt, dann läutet am Todestag die Totenglocke, der Name wird in den Mitteilungen der Gemeinde und in der darauffolgenden Sonntagsmesse genannt und - wenn gewünscht - dann gibt es auch eine Seelenamt. Vor dem Tod ist in der katholischen Kirche noch die Spendung des Sakraments der Krankensalbung inkl. Vergebung der Sünden möglich. Und am Allerheiligenfest wird noch einmal an alle Toten der vorangegangenen 12 Monate erinnert, mit Namen.

Erst wenn Sie weitere Messen lesen lassen wollen, dann kann die Pfarrgemeinde einen Obolus für die Dienstleistung erbitten. In meiner Gemeinde ist ein Betrag von 2,50 Euro üblich. Natürlich, wenn Sie diesen Betrag als "Ablasshandel in moderner Form" betrachten wollen, bitte.

Kirchen

Als zahlendes Mitglied der ev. Kirche muss ich mit Bedauern feststellen, dass die Kirche sich massiv verändert hat.

Meine Großeltern bekamen noch Betreuung seitens der Kirche. Meine Eltern haben dies nicht mehr erfahren. Selbst in den letzten Jahren ihres Lebens habe ich weder bei meinen Eltern noch meinen Tanten seelsorgerische Betreuung gesehen.

Als mein Vater dann beerdigt wurde, habe ich den Pfarrer gesagt, er käme deutlich zu spät. Der wäre tot und brauche nun keine Pfarrer mehr.

Nur meine raffgierige Schwester hat die Konten des Vater angegriffen obwohl sie selber Mitglied der Kirche ist. Die Kosten für die Gräber darf dafür ich bezahlen.

Der Austritt aus der Kirche ist für mich nur noch eine Frage von Monaten. Die Kirche hat für meine Großeltern eben viel getan.

"Ich glaube aber, wir haben

"Ich glaube aber, wir haben auch pastorale Aufgaben. Wir haben auch die Aufgabe, über unseren Glauben zu sprechen und den auch in die Gesellschaft reinzutragen. Auch der Werte wegen."

Nun, das bezweifle ich sehr, immerhin leben wir im 21. Jahrhundert, da sollte Religion allmählich überwunden sein.
Der Hinweis im Artikel auf die Aufgaben, die Kirchen übernehmen und die finanziert werden müssen, ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen.
Der Staat/die Kommunen ist/sind sicher froh darüber, nicht für all die Einrichtungen die Trägerschaft zu haben, bei denen derzeit die Kirchen die haben. Da muss man dann in relativ naher Zukunft Alternativen finden.
Aber Kirchen brauchen wir sicher nicht (mehr).

Keine schlechte Nachricht

im Gegenteil! Dann ist die wirklicheTrennung von Kirche und Staat wieder in greifbare Nähe gerückt und die Kirchenvertreter können sich auf ihre Kirchenaufgaben beschränken, statt sich ständig n den Vordergrund zu spielen und zu Allem Statements abzugeben, was sie gar nicht tangiert. Außerdem brauchen sie dann weniger Priester, wo sie ja eh ein Nachwuchsproblem haben. Also eine win-win- Situation! Es ist eben wie bei Firmen, die Produkte anbieten, die wenig gefragt sind: Gesundschrumpfen oder weg vom Markt.

Wird ja auch langsam mal Zeit...

Im 21. Jahrhundert angekommen, wird es ja auch langsam mal Zeit, dass ein immer größerer Teil der Menschen begreift, welchem Hokuspokus sie aufgesessen sind.

Das erwartet man auch von keinem Verein, in dem man Sport treibt. Selbst Ehrenamtliche Helfer und Trainer bekommen da eine Aufwandsentschädigung. Und in der Gruppe meiner Kinder nimmt der Trainer noch zusätzlich 5€ pro Monat und Kind für seine Arbeit.

Wer hier geht umsonst arbeiten, oder engagiert sich ehrenamtlich umsonst? Ich bin mir sicher nicht diejenigen die jetzt (weshalb auch immer) frohlocken.

Auch in der Kirche müssen Gebäude gewartet werden, Heizung bezahlt, so ein Kelch wird ja auch nicht 1x im Jahr neu gekauft.

Wer es nicht braucht, braucht es halt nicht. Aber viele finden es angenehmer in der Gemeinschaft zu beten. Ich auch

@ 17:05 von karwandler

"Immer weniger Kirchenmitglieder?
Und was ist daran schlimm?"

Steht irgendwo im Artikel, dass das schlimm wäre?

Mit einem rein wörtlichen Interpretieren gesprochener oder, wie im von Ihnen beantworteten Kommentar, geschriebener Texte werden Sie selten reüssieren; damit konterkarieren Sie jede Kommunikationstheorie ...

Versuchen Sie, zwischen den Zeilen zu lesen, ob sich aus diesen folgenden, aus dem Bericht zitierten, Sentenzen nicht doch eine Konnotation herleiten läßt, die mit 'schlimm' gar nicht einmal so unzutreffend beschrieben wird:

Kirchen droht massiver Mitgliederschwund ...

... dürften die Glocken in den christlichen Gotteshäusern Alarm schlagen ...

Zudem werden die Kirchensteuereinnahmen um etwa die Hälfte einbrechen.

Die Freiburger Studie präsentiert den beiden großen Kirchen also Schrecken ...

@ Karl von Faller

Viel zu kurz gedacht. Eine Studie, die auf Annahmen beruht ("Projektion"), ...

Es muss ja keine lineare Approximation sein, vielleicht ist die Näherung quadratisch, kubisch oder exponentiell. Vielleicht ist die Zukunftsprognose viel besser, als die meisten Menschen glauben.

Bin selbst

bereits vor langen Zeit aus der Kirche ausgetreten. Kann allerdings fast jeden Glauben akzeptieren, solange er nicht dazu benutzt wird sich anderen überlegen zu fühlen oder andere zu bevormunden.

Persönlich sehe ich den Mitgliederschwund der Kirchen als etwas Positives! Hoffe, dass sich unabhängig davon (oder gerade deswegen) Leute sozial engagieren und Toleranz und Mitmenschlichkeit zeigen. Was die Katholische Kirche angeht hätte sie meiner Meinung nach als eine Institution, die Kindermißbrauch fördert und vertuscht verboten gehört. Hoffe, dass die aktuelle Entwicklung in absehbarer Zeit dazu führt, dass Kirche und Staat/Politik auch in D sauber(er) getrennt werden!

Christlich und Sizial ...

Ich bin zwar nicht aus der Kirche ausgetreten,
Kann aber leider derzeit nichts mehr mit der Kurche anfangen.
Ich denke auch nicht dass man Politik und Christentum komplett trennen muss.

Aber derzeit sind mir die Kirchen zu sehr ausschließlich religiös aus geprägt.

ich vermisse, das Christentum eigentlich soziales Gewissen bedeutet, ich bin für andere da und andere für mich, wir tun etwas gemeinsam sinnvolles und richtiges - und das im Alltag, im täglichen Leben.

Dies fehlt mir und darum erreicht mich die Kirche nicht mehr.

15:26 von Sisyphos3

«die Kirche wurde vor 200 Jahren enteignet und erhielt einen Ausgleich
(einen bestimmten % Satz der Steuer)
was ist daran verwerflich?»

Prinzipiell gar nichts.

So man es dann aber in rein juristischer Hinsicht als Enteignung + Kompensation in Raten betrachtet:

Wert der enteigneten Dinge zum Zeitpunkt der Enteignung ansetzen.
Wird kompensiert in … Raten à … Geld.
Evtl. Wertsteigerung / -minderung nicht eingerechnet.
Und dann ist mal abbezahlt, und Schluss mit Raten ist es.

Das sieht das System der Kirchensteuer (KS) in DEU so aber nicht vor.
Auch nicht berücksichtigt ist, dass viele kirchliche Angestellte zusätzlich aus Steuermitteln bezahlt werden, die von der KS unabhängig sind.

Die staatlich erhobene KS wird an die christl. Kirchen "weiter gereicht".
Ein recht einzigartiges Modell, das DEU verfolgt.

Könnte man auch anders handhaben, um mehr Trennung von Kirche + Staat zu erreichen. Was bei kluger Vorgehensweise auch dem Ansehen der Institution Kirche zugute kommen könnte …

Konzentration auf die Seelsorge

Die Kirche sollte sich mehr auf die Seelsorge konzentrieren und sich den Menschen zuwenden. Der Gedanke der Nächstenliebe wird viel zu abstrakt formuliert und erreicht die Bürger meist nicht. In der aktuellen Verfassung entfernt sich die Kirche zunehmend aus der Mitte der Gesellschaft.

Entgegen manchen Klischees,

Entgegen manchen Klischees, die hier zum Teil genüsslich aus der Mottenkiste geholt werden, bin ich hin und hergerissen zwischen Kritik an der Kirche und mancher Veränderungsresistenz bei Strukturen und Machtkontrolle einerseits und dem gesellschaftlich in meinen Augen unverzichtbaren Engagement christlicher Organisationen und Initiativen andererseits. Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass auch in der seelsorglichen Begleitung von Menschen an Lebenswenden und in Krisen eine gute, meist stille, aber Menschen aufbauende Arbeit geleistet wird.

Die Kirche

Die Kirche ist das grosse Übel dieser Welt das habe ich schon vor 60 Jahren kappiert.

Bildung --->Talfahrt

Früher war es die Aufklärung, welche die Macht der Kirchen stark einschränkte und die Talfahrt einläutete.

Vergleichbar mit der Aufklärung ist wohl die Bildung des Individuums, welche einen noch höheren Stellenwert besitzt als die damalige Aufklärung.

Bildung macht frei, unabhängig und v.a. unmündig. Das dürfte m.E. der wichtigste Auslöser der Talfahrt der Kirchen sein.

Die Entwicklung gefällt mir

Wobei ich sagen muss, dass über 20 Millionen Kirchenmitglieder im Jahr 2060 immer noch viel zu viele sind. Auch wenn es für mich nicht real ist, hilft der Glaube manchen Menschen wirklich, das möchte ich auch keinem weg nehmen. Aber ich möchte auch nicht, dass Leute mit so nem Horizont so nen starken Einfluss in der Gesellschaft haben.

@ morgentau19

Alte, tote Dogmen wie Taufe und Zölibat werden bis heute ausgeführt, obwohl beides nicht in der Bibel steht.

Taufe oder Zölibat sind keine Dogmen. Der Zölibat ist eine Vorschrift aus dem Mittelalter, die mit der Bibel tatsächlich nichts zu tun hat.
Die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer ist aber im Matthäus-Evangelium bezeugt. Hier irren Sie also.

@ Sisyphos3

"gelten für sie Verträge nicht
die Kirche wurde vor 200 Jahren enteignet und erhielt einen Ausgleich
(einen bestimmten % Satz der Steuer)
was ist daran verwerflich"

Das war, wie Sie selbst schreiben, vor 200 Jahren.

Hätte die Kirche die zahlreichen Opfer der Kreuzzüge, der Inquisition und der anderen Kirchenverbrechen mitsamt Kindern und Kindeskindern ähnlich großzügig entschädigt, dann wäre sie längst bankrott.

Dass die Kirche heute noch Jahr für Jahr Milliardensubventionen erhält für Enteignungen, die 200 Jahre in der Vergangenheit liegen, ist absurd.

"Insofern - da wir gläubige

"Insofern - da wir gläubige Menschen mit Sicherheit nicht ausrotten können - bin ich sehr dafür, dass die Kirchen in ihrer Vernünftigkeit die abergläubigen und fanatisierten Christen wieder zurückholen können."

Religion ist doch selbst eine Art Aberglaube. Ich würde einen weltweiten Rückzug der Religionen begrüßen, da ich die Indoktrinierung und Entmündigung von wehrlosen Individuen (Kinder) verabscheue.

Kirche auf Abwegen in alle Richtungen

Man betätigt sich zunehmend politisch ohne dafür ein Mandat von seinen Mitgliedern zu haben.

Kirchen sind schon lange kein moralischer Gegenpart mehr zur weltlichen Gesellschaft.
Im Gegenteil.

Konzernähnliche Strukturen mit Privilegien, die durch nichts mehr gerechtfertigt sind.
Monopole am wachsen, da kräht kein Kartellamt.

Wo bleibt die Besinnung?
Wenn, gäbe es diesen Mitgliederschwund nicht. Nicht in diesem Ausmaß.

Endlich klare Trennung zwischen Kirche und Staat. Die mit staatlicher Hilfe abkassierte Kirchensteuer ist nur ein Beispiel unter vielen. Jeder andere Verein muss die Beiträge von seinen Mitgliedern selbst erheben und sich selbst um die Fianzen kümmern. Das sollte endlich auch für alle Kirchen gelten.

@Am 02. Mai 2019 um 14:58 von Laskaris

Das haben Sie treffsicher erkannt, daß unsere heutigen naturwissenschaftliche Kenntnisse (Universum, Entwicklung der Erde, usw.) der Existenz eines Gottes (oder auch mehrerer Götter) widersprechen. Die Religionen entstanden, als man Sonne, Mond, Blitz und Donner, usw. für Geister hielt. Und die "Bibel" entstand ja auch in einer Zeit des Unwissens. Und Religion ist auch prima für die Herrschenden und wurde auch weidlich ausgenutzt, sowohl früher als auch heute, um Menschen zu manipulieren (demnächst erleben wir das Auftreten der "Klimareligion"). Keine einzige Religion auf diesem Planeten hat heute noch eine Existenzberechtigung. Sie gehören alle ersatzlos abgeschafft.

@ Karwandler 17:05

Der Duktus des Artikels ist doch eher bedauernd als erfreut, oder habe ich das falsch verstanden. M. E. nach sich die Gründe für die Austritte auch weder die Steuer noch die Missbräuche (von deren Zahl wir wohl alle überrascht waren.)
Nein die christlichen Kirchen haben keine Antwort mehr auf die Probleme der heutigen Menschen. Die Bibel ist so voller abstruser Inhalte, dass auch 2000 Jahre Interpretationen nicht gereicht haben um die Widersprüche zu tilgen. Glauben Sie wirklich noch, die Erde steht im Mittelpunkt des Universums und Gott hat die Menschen nach seinem Bilde geschaffen.
Ich würde mich heute auch nicht von einem Arzt behandeln lassen, der sein Wissen aus einem 2000 Jahre alten Buch bezieht.

Bitte korrekt bleiben

Sehr geehrter Herr, ich bin Pastor. Es gibt keine Zwangsabgabe. Kirchensteuer ist freiwillig und wird nur von denen gezahelt, die Mitglieder sind. Anders als bei den Parteien: die sind zwangsfinanziert. Da können Sie aus der Parteienfinanzierung nicht austreten. Sie können auch nicht verhindern, dass die Parteien sich seit 2005 über 5Milliarden für parteinahe Stiftungen genehmigt haben. Wenn Zwangsabgabe, dann gibt es sie da.
Verdienst von Pastoren: Bis 53 A 13 .Alles einsehbar( incl. Verpflichtung zur Dienstwohnung zu ortsüblicher Miete, Dienst 55 Stunden pro Woche+; Urlaub erst, wenn man selbst Vertretung organisiert hat; Abmeldung bei Abwesenheit über Nacht oder 24 Std. etc.). Was gut ist am Beruf: Er macht Sinn. Ich war z.B. neben dem Amt lange ehrenamtlich Feuerwehrmann,und habe da als Pastor auch viel einbringen können in Begleitung und Nachsorge, Hilfe für Retter wenn es zuviel wurde. Man gibt viel, aber bekommt auch viel zurück.
Liebe Grüße Ihnen.

17:11 von wie-

«Tatsächlich ist der Trend zu beobachten, dass sich Menschen zunehmend ein eigenes Weltbild, eigene Antworten auf die Geschehnisse einer komplexen und systemisch vernetzten Welt aus den unterschiedlichsten Versatzstücken zusammenbasteln … ist seit Jahren der Griff zum Smart Phone und zu den Sozialen Medien beliebter [als kirchliche Sinnsuche].»

In meinen Augen geht es sehr vielen der Sinnsuchenden gehörig gegen den Strich, dass vor allem die kathol. Kirche weiterhin mit antiquierten Moralvorstellungen daher kommt, die keinerlei "moderne" Antworten auf viele Fragen bei Gegebenheiten des familiären + gesellschaftlichen Zusammenlebens bietet.

Ich bin Agnostiker (Kirchenaustritt "aus evang." im Alter von 22 als Student). Dennoch interessieren mich Religionen als Einflussfaktoren in der Gesellschaft.

Die Religion mit den wenigsten (sexual-) moralischen Restriktionen ist das japan. Shintõ. In mehr als 2.650 Jahren Geschichte kannte es nie die Verdammung gleichgeschlechtlicher Liebe …

Na und?

Es gibt halt mehr Möglichkeiten, sich zu informieren und Wissen anzueignen. Und dieses Wissen steht im Gegensatz zu dem, was der Glaube propagiert. Mehr Wissen = weniger Glaube. Und das ist gut so.

Die Kirchen leisten sich Dinge, die jedem Verein das

Genick brechen würden.

Außerdem werden sie steuerfinanziert, d.h. bei jeder Lohnerhöhung bekommen sie mehr.

Bei Vereinen würden darüber mit Mitgliedern Diskussionen geführt und es würde erklärt, weshalb eine Beitragserhöhung notwendig ist.

@ 14:01 von xeniosson

Wenn es danach geht, wird die Kirche noch weitere 2000 Jahre überdauern - denn sie war noch niemals weniger lebensfremd. So ist das, wenn man Ideale vertritt, die sind immer lebensfremd. Waren die Vertreter der Kirche je glaubwürdiger? Hat es jemals weniger Skandale gegeben? Nein, alle irdischen Vertreter der Kirche waren und sind schon immer Menschen gewesen, mit all ihren Fehlern. Jesus musste seine irdische Kirche aus dem Material bauen, das er vorfand. Uns. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Allein der Umstand, dass sich soviele, die nichts mit der Kirche zu tun haben, sich an der Kirche reiben, zeigt, wie wichtig sie ist. Sie ist der Stein des Anstoßes, den wir alle immer mal wieder brauchen. Und die wenigen Menschen in der Kirche, die beispielhaft ihren Glauben ganz ernst nehmen und umsetzen, sind hier ein besonders gemeines Mahnmal.

@ 14:08 von supramedial

Mit "Vernunft" meinen Sie vielleicht das, was in Frankreich zwischen 1789 und 1799 passiert ist? Wo in wenigen Jahren weit mehr Menschen im Namen der Vernunft guillotiniert wurden, als in Jahrhunderten vorher im Namen der Kirche (unter deren Missbrauchs) als Hexen verbrannt wurden? Komisch, dass so viele Menschen glauben, die Vernunft gepachtet zu haben und anderen diese absprechen.

@-wie

Könnte aber der Zölibat vielleicht mit ein Grund für die geringe Zahl neuer Priester sein?

14:41, Sausevind

>>der Grund für den Mitgliederschwund in den Kirchen ist nicht der Verlust an Glauben, sondern der stärker oder gar fanatischer gewordene Glaube.

Die Freikirchen setzen mehr auf "das Wort Gottes", das wörtlich in der Bibel zu finden sei.
Die Kirchen sind da seit langem freier geworden, haben den Fanatismus abgelegt.

Vielen Bürgern aber ist das zu lasch, sie wollen eine klare Bindung an die "einzige Wahrheit", klare Gesetze und Verbote und Strafandrohungen.
Und die wird in diversen freien Gemeinschaften "angeboten" bzw. "geboten".<<

Viele Menschen sind in einer unübersichtlicher werdenden Welt auf der Suche nach Klarheit und einfachen Wahrheiten. Die werden ihnen von den Fundamentalisten sämtlicher Religionen sowie den Esoterikern und Verschwörungstheoretikern geboten. Die bieten Welterklärung für autoritär geprägte Charaktere an, komplett mit angeblich wörtlicher Auslegung der heiligen Schriften. Wer diese Schriften aber liest und sie wörtlich befolgen möchte, kann nur scheitern.

02. Mai 2019 um 14:40 von heimatplanetmars

Vielen Dank für Ihren Beitrag; Sie sprechen mir sozusagen aus der Seele!

Vor dem Zeitalter der sogenannten „Aufklärung“ gab die Kirche der Gesellschaft einen Normenrahmen des zwischenmenschlichen Verhaltens, moralische Eckpfeiler usw.
Durch die Aufklärung, das Selbstverständnis des Menschen, selbständiges Denken und eigene Überlegungen zu moralischem Handeln haben dieses verkrustete Verhaltensgerüst der Institution Kirche überflüssig werden lassen.
Solange jedoch ewiggestrige insitutionelle Kirchenvertreter ihre Pfründe und ihre Macht weiterhin sichern wollen (auf Kosten der Menschen), wird die Abkehr von einem bigotten, unmenschlichen, weltfremden, in Teilen kriminellen und korrupten Apparat sich weiter fortsetzen.

@karwandler

„Dogmen wie Zölibat und Taufe...“
Beides sind keine Dogmen (= unumstößliche Lehren der Kirche per Definition), Die Taufe ist ein Sakrament. Der Zölibat ist nur ein kirchliches Gesetz, das per Beschluss auch wieder abgeschafft werden könnte.

Christliche Abendland

Im Christliche Abendland ist es Abend geworden, die Menschen wollen Chritus nicht mehr haben. Sie sollten jedoch bedenken das unser aller Wohlstand auf diesem Christus Lebensbild aufgebaut ist, mit dessen Untergang wird auch das ehm. Christliche -Abendland seinen Ursprung und letztlich den Segen verlieren.

Ist das denn so schlimm?

Jede Gemeinschaft, jeder Sportverband, selbst in Familien sinkt seit Jahren die Mitgliederzahl. Ist das denn so schlimm?
Und ob solche Prognosen dann überhaupt zutreffen, ist sehr zweifelhaft - siehe die angebliche Abnahme bei Kindern in Kindergärten und Grundschulen. Und wenn langfristig wir Bürger in der Anzahl abnehmen, nimmt auch die Anzahl an Kirchenmitgliedern ab - ist doch eigentlich gut für unsere Mutter Erde. Das dies so manchen Kirchen Buchhalter nicht gefällt, liegt an der Sache Finanzen.

Keine schlechte Nachricht

Die Kirche wird nur die Mitglieder verlieren, die keine wirklichen Mitglieder sind und damit einen Teil der Kirchensteuer. Dafür sind dann aber die, die bleiben, wirklich an der Kirche und dem Glauben interessiert und sorgen für eine kleine, aber wirklich lebendige Kirche.

re wie-

" Nicht der Zölibat ist das Problem (niemand kann zum Heiraten gezwungen werden)"

Ich wußte bisher nicht, dass die Abschaffung des Zölibats eine Zwangsverheiratung der katholischen Priester bedeutet.

17:26 von wie-

«Reformen: bereits eingeleitet
Zumindest die katholische Kirche sieht bereits seit Jahren den im Artikel beschriebenen Trend und hat daher - durchaus schmerzliche - Reformen eingeleitet: …»

Ich bin weit davon entfernt, die kathol. Kirche + deren eingeleitete Reformen im Detail beurteilen zu können.

Aber wie so viele der großen Religionen der Welt leidet sie sehr schwer "an offensichtlich unheilbarer Männlichkeit", die Amtsträger der Religion zwangsweise haben müssen (außer in Ordensgemeinschaften von Nonnen).

50 % der Weltbevölkerung sind aber nun mal Frauen, die in Einflusspositionen dieser Institution gar keine Repräsentation haben. Immer ist ein Mann der Vater der Religion + der Verkünder der Gebote + der Bewahrer der Traditionen + der, der weiter entwickelt.

Das war zu keiner Zeit der Geschichte ein sinnvoller Ansatz.
Im Jahr 2019 "geradezu ein Treppenwitz".

Der Shintõ in JAP hat zwar auch keine Priesterinnen.
Aber mit "Amaterasu" eine Göttinmutter. "Das spürt man dort" …

14:42, Roterhahn49

>>Meiner Erfahrung nach treten die meisten aus, weil sie obwohl gläubig und pro kirchlich die Zwangskirchensteuer sparen wollen.
Die Kirchen sollten endlich darüber nachdenken, sich mit keinem oder einem schon mal niedrigeren Steuersatz zufrieden zu geben und sich vor allem auf Basis leistungsbezogener freiwilliger Zuwendungen zu finanzieren; so läuft das beinahe über all nur nicht in Deutschland und dem Ende des 20. Jahrhunderts deutschen Elsaß/Lothringen.
Ich und alle in meiner Familie sind noch Mitglied aus Überzeugung trotz Kirchensteuer.<<

Wer die Kirche aus finanziellen Gründen verlässt, war sowieso im falschen Verein.

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