Ihre Meinung zu: Cathy Hummels gewinnt Influencer-Prozess

29. April 2019 - 17:49 Uhr

Cathy Hummels ist Influencerin und präsentiert auf Instagram Produkte. Sie wurde wegen Schleichwerbung abgemahnt. Vor Gericht bekam sie nun Recht, die generelle Rechtslage bleibt aber unklar.

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Kommentare

Gut so, Glückwunsch!

Unglaublich was man hier alles versucht zu regulieren.
Lasst die Bürger doch einfach in Ruhe, wenn sie keinem schaden!

die generelle Rechtslage bleibt aber unklar.

Wenn man die Paragrafen, die auf staatlich betreutes Denken setzen, abschafft, dann wäre die Rechtslage wieder klar, und man wäre nicht von der Vernunft einzelner Richter abhängig.

Influencer sind für mich wie Influenza

Nur weil die Werbung nicht klar erkennbar ist darf sie bleiben? Wird Zeit das gesetzlich deutlicher zu verbieten. Aber dafür brauchen wir andere Politiker.

ich bin schon jugendlichen begegnet, die als...

berufswunsch influencer angeben.

sich selbst als marke sehen und überzeugt sind sehr, sehr erfolgreich zu sein.

tolles medium, tolle vorbilder.

Schleichwerbung?

ist das tägliche Brot vieler Fernsehproduktionen, auch in den gebührenfinanzierten Sendern, trotz Gebühren und offiziellen Werbeblöcken. Einfach mal den Ball flach halten.

Werbung? Nein danke.

Wenn ich was brauch' dann finde ich das auch. Allzu aufdringliche Werbung erreicht bei mir eher das Gegenteil: Ich habe schon eine ansehnliche "schwarze Liste" von Marken, die ich aus diesem Grund nicht kaufen würde.

sanktionsbewerte Abmahnung abschaffen

Die Ausübung des Rechts und die Sanktionierung bestimmten Verhaltens gehört ausschliesslich in die Hände des Staates.
Es wird höchste Zeit §12 UWG ersatzlos zu streichen.
Dieser Paragraph lädt immer wieder zu Missbrauch ein.
Vielleicht arbeitet ja das Justizministerium mal ausnamsweise für die Bürger und nicht für die Lobbyisten der Anwälte

@xeniosson

Im Gegenteil, weil man anhand der Followerzahl davon ausgehen muss, dass der Kanal gewerblich sei fällt das Urteil zugunsten Hummels aus. Soweit die Urteilsbegründung. Schleichwerbung ist ja eben solche die Werbung darstellt, jedoch von den Nutzern nicht als solche erkennbar ist.

Die Begründung ist allerdings meinem Empfinden nach schräg. Follower sind keine Freunde, ein beliebter Youtuber z.B. muss aber wegen mehreren Hundert Abbonennten nicht zwingend einem Geschäftszweck nachgehen. Relevanter müsste doch eigentlich die Frage sein ob es sich hierbei um Werbung oder Empfehlungen handelt. Sofern Hummels tatsächlich keine Gelder dafür erhält würde ich das verneinen. Interessant werden die Grenzen, wenn es sich um kostenlose Proben handelt. Ich würde sagen dass hierfür die Gesetzgebung nicht ausreichend und vielleicht auch die Richter nicht hinreichend technisch versiert sind, aber letztlich bin ich nur Laie.

Seh das so, kauft Sie die

Seh das so, kauft Sie die Produkte von ihrem eigenen Geld und stellt diese vor - keine Werbung. Bekommt sie die gestellt, zugeschickt oder so Angeboten und Sir stellt sie vor - Werbung die auch zu kennzeichnen ist.

@adagiobarber

Ich gehöre noch nicht zum alten Eisen aber auch in meiner Kindheit waren "Berufe" wie Rockstar, Sängerin, Filmstar oder ganz besonders Fußballprofi immer in den Top Ten. Kinder reflektieren nunmal ihre Umwelt und sortieren Vorbilder und Berufswünsche nach ihren eigenen Kriterien. Davon haben wir aber damals wie jetzt keine Generationen von jungen Erwachsenen die nur das tun was sie als Kinder mal erstrebenswert fanden.

Für so etwas werden Gerichte bemüht?

Bitte, bitte, schaltet das Netz ab.

@adagiobarber

---sehr erfolgreich zu sein.---
Wobei erfolgreich hier heisst, sich wie ein Selfieshooter zu prostituieren und dem System anzudienen. Nur Likes als belohnung sehen. Da brauchts einfachen Geist.....Schon unglaublich, wie DIESER Kapitalismus sein Opfer selbst erzeugt. Zu Zeiten Marcuses nannte man DAS öbszön im eigentlichen Sinne

Influencerin?

Die Frau ist weniger "Influencerin" als Spielerfrau. Ohne diese Tatsache hätte sie es im Leben nicht geschafft, mit ihrem, Verzeihung, Youtubekäse Geld zu verdienen.

Insofern halte ich die einführende Feststellung "Cathy Hummels ist Influencerin" für irreführend.

Man sagt ja auch nicht, eine Zeitung ist ein Gegenstand, mit dem man Fliegen erschlägt!

Werbefrage nebensächlich

Die Frage, ob das, was Frau Hummels da treibt, Reklame ist oder nicht, ist doch vollkommen nebensächlich.
Ich stelle mir eher die Frage, wie krank eine Gesellschaft ist, die Ihre Kaufentscheidungen wirklich davon abhängig macht, was eine Spielerfrau empfiehlt. Wer auf das Urteil einer Frau Hummels, die keinerlei Fachkompetenzen hat, Wert legt, der ist tatsächlich ein armes Würstchen ohne jegliches Selbstbewusstsein.
Dass Kinder oder Jugendliche einem gewissen "Konformitätsdruck" unterliegen, kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen. Aber erwachsene Frauen und Männer?

Mal eine Frage:

Wovon genau leben Influencer denn eigentlich, wenn nicht direkt oder indirekt durch Werbung? Sie sollen doch ihre Follower mit ihren Produkten "beeinflussen".

Frau Hummels lebt von diesem Job, also muss das Geld doch von irgendwoher kommen.

@stupid - first 18:54

Für so etwas werden Gerichte bemüht? Bitte, bitte, schaltet das Netz ab.

Dann müssten wir auch Zeitschriften und das Fernsehen abschalten. Im Gegensatz zur Werbeflut in den Printmedien und im Fernsehen werde ich im Internet nicht gezwungen, mir die Inhalte von Influencern anzusehen: wer einem Instagram-Account folgt oder sich YouTube-Videos ansieht, tut das aktiv, freiwillig und (zumeist) im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Insofern ist es meiner Meinung nach schon wichtig, mittels klarer Gerichtsurteile solchen Vereinen wie der Klägerin die Unterschiede zwischen Instagram, YouTube & Co. und den "klassischen" Medien aufzuzeigen. Für mich ist so eine Klage wieder einmal der Griff zum Abmahn-Hammer. Die Abmahn-Industrie gehört endlich gestoppt. Die Konsumenten sind überwiegend alt genug, um selbst entscheiden zu können, wem sie auf den Leim gehen.

Und wenn Sie gerne das Netz abschalten wollen: einfach den Stecker ziehen. Niemand zwingt Sie :-)

@rossundreiter 19.41

Man sagt ja auch nicht, eine Zeitung ist ein Gegenstand, mit dem man Fliegen erschlägt!"

Kommt ganz auf die Zeitung an;-) Manche taugen nur dafür oder um einen Fisch einzupacken. Aber Cathy Hummels war schon WM-Sonderbotschafterin der ÖR-Sender bei der WM in Brasilien, wussten Sie das nicht?Dort hat sie sich in Rio bei der vergeblichen verzweifelten Suche nach einer "Soja-Latte" quasi unsterblich gemacht;-)

C Promi

Eine Meldung auf die die Welt gewartet hat...
Die TS ist doch keine Boulevardseite.

Schleichwerbung nervt ...

Dieses Urteil ist bedauerlich, erlaubt es doch einer Fr. H. - besser bekannt als Frau des Herrn H. - mit fragwürdigen Methoden u. Schleichwerbung einen Haufen Geld für wirklich absolut nichts abzukassieren. Vor nicht allzu langer Zeit wäre man dafür - zu Recht - noch bestraft worden. Ein Weiters Beispiel wie sinnlos ausufernde nervige Werbung der Bereicherung fragwürdiger Gestalten dient. Ehrliche Arbeit ist bei diesen Personen nicht gefragt. Sie vermarkten lieber "Popularität" und "Schönheit" - höchst fragwürdige u. schwer messbare Eigenschaften. Und Otto Normalverbraucher muss den ganzen Schlamassel mit überteuerten Preisen (Werbeanteil am Preis bis zu 90 %) auch noch finanzieren. Sog. "Influencer", besser Schleichwerber, sind die Zecken der modernen Gesellschaften !
MfG. B.W.

@Almalexian

Ich denke dass eine Vorstellung im privaten Rahmen etwas anderes ist als eine kostenlose Frauenzeitschrift als die sich Frau Hummels versteht. Ihre Reichweite ist dabei sehr wahrscheinlich dem ballspielenden Jungmillionär an ihrer Seite zu verdanken als einer eigenen Leistung. Worin so eine Leistung auch immer bestehen mag, bei meinem Arbeitgeber zählt anderes und ich denke dass das auch mal wieder auf persönliche Leistung reduzieren sollte statt auf Wolkenkuckucksheime von ich-ag's deren einzige Leistung im ich besteht.

Wer ist Cathy Hummels?

Manchmal bin ich wirklich froh, dass ich einer Generation angehöre, denen sogenannte Influencer sowie B- oder C-Promis und auch IT-Girls am Allerwertesten vorbeigehen, genauso wie irgendwelche dubiosen Modelabel oder andere 'Markenprodukte' zweifelhafter Herkunft und zweifelhafter Qualität. Sollte die Nachricht tatsächlich eine juristische Relevanz haben, schön und gut, aber ich habe zunehmend das Gefühl, dass die Tagesschau auch gerne mit Pseudo-Promis punktet.

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