Ihre Meinung zu: SIPRI-Bericht: Militärausgaben auf neuem Höchststand

29. April 2019 - 7:19 Uhr

Im vergangenen Jahr haben die Staaten so viel Geld ins Militär investiert wie seit 1988 nicht mehr. Laut Friedensforschungsinstitut SIPRI gaben vor allem die USA und China deutlich mehr aus. Von Udo Schmidt.

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Kommentare

Wenigstens...

...eine krisensichere, oder richtiger: durch Krisen sichere Branche.
Als hätte die Welt keine anderen Probleme.
Bei Deutschland zählt also auch die Restaurierung der Gorch Fock zu den besagten Militärausgaben. Ist doch eigentlich beruhigend :-).

Und wo stehen die Russen?

Uns wird doch immer die Bedrohung durch die Russen vor Augen geführt und nun findet man diese nicht mal unter den Big5. Was stimmt denn da nicht?

Das Geld ist ja nicht weg.

Das Geld ist ja nicht weg. Das ist wieder im Kreislauf. Also auch eine Art Konjunkturprogramm.

Wo bleibt Putin

Warum höre ich nicht vom bösen Russen. Eine Meldung heute Morgen im DLF: Russland sei aus den Top 5 herausgefallen. Danach nichts mehr.

Traurig für die Welt...

… gut für Deutschland.

Denn wenn man sich anschaut wie bei der Beschaffung, Instandhaltung und Reparatur bzw. Restaurierung rumgestümpert wird und Deutschland trotzdem weder erobert wurde noch sonstige militärische Probleme existenzbedrohenden Ausmaßes ins Haus stehen...

Das spricht doch dafür das wir doch in recht friedliche Zeiten Leben (zu mindestens in Europa).

Ja und nun?

Aha, in DE sind über ca. 10 Jahre die Ausgaben um 9% gestiegen. Und wie hoch war die Inflation in dieser Zeit? Ausserdem: unter Frau von der Leyen wird scheinbar so viel Geld in den Sand gesetzt, dass sie mir fast schon wie eine Abrüstungsministerin vorkommt. Um DE braucht man sich wohl bei internationalen Konflikten keine Gedanken machen.

Russland ist deutlich abgerutscht im Ranking

Aber davon liest man hier nichts. Passt das nicht ins Feinbild?

Ja und die Spirale dreht sich

Ja und die Spirale dreht sich weiter und weiter.
Leider kann ich keine in diesem TS-Bericht, den Ländern zugeordnete Zahlen, erkennen. Aber auch das würde an dem Wahnsinn nichts ändern: Putin rüstet auf, so meinen wir, und so rüsten wir weiter. Eine willkommene Ausrede Die absoluten Zahlen dürften genau das Gegenteil beweisen. Uns will man politisch und medial einstimmen und das neue Feinbild einhämmern.
Rüstung ist ein Bombengeschäft.
Übrigens kürzlich in einer südlichen Zeitung gelesenes neues "Ordnungswort" nach z.B. "Putinversteher" nun "linker Friedensbewegter"!!

Das ach so gefährliche Rußland...

... wird in dem Beitrag nicht einmal erwähnt. Danke! Der böse Putin in seinem imperialen Streben, ist weit abgeschlagen auf Platz sechs in Sachen Militärausgaben abgerutscht...

9% MEHR an Ausgaben dafür 50%

nicht einsetzbar. Eine Ministerin ( ang. Frauenärztin) da wird ein Schnellfeuergewehr verteufelt um das sich die Welt reißt... Panzer werden zum Eisenwert verkauft und dann zum Zeitwert zurückgekauft, ein Milliardenschaden. Es werden Berater geholt und die verursachen mehr Kosten als sie einsparen. Wir müssen schon sehr überheblich sein uns so eine inkompetente Führung zu leisten. Fakt ist wir sind nicht mehr in der Lage einen Krieg anzufangen. Ziel erreicht. Wir können uns nicht angemessen verteidigen: Eine Katastrophe.

Meiner Meinung nach.......

machen es sich die Medien und SIPRI zu einfach, wenn in typischer schwarz/weiss-Manier ein "Ranking" der Verteidigungsausgaben lt. Haushaltsplan aufgestellt wird. Ich bezweifle, daß tatsächlich unterschieden wird, ob es sich um militärische Ausgaben handelt oder z.B. um Verbandsmaterial. Vermieden wird auch der Hinweis darauf, daß eben besonders in den USA, das Pentagon mit allen nachgeordneten Ebenen einen ungeheuren direkten und auch indirekten Einfluss auf soziale Bereiche hat. Sei es die Krankenversorgung der Aktiven und Veteranen, sei es die Ersparnis von Arbeitslosenzahlungen dadurch, daß bevorzugt aus den niedereren sozialen Schichten der Nachwuchs rekrutiert wird oder durch einen Großauftrag an systemrelevante Konzerne tausende von Arbeitslosen vermieden werden. Ob da wirklich Jeder durchblickt?

Der Hinweis

auf die bösen Russen fehlt. Wieviel die ausgegeben haben würde mich auch brennend nicht interessieren.

Inzwischen ist die Bundeswehr an 12 Einsätzen auserhalb Europas und im Kosovo beteiligt. Es kostet natürlich viel und erfordert auch ganz ander Waffen als bei einem mitteleuropäischen Verteidigungseinsatz, wenn man unsere Jungs in die Wüste schicken will. Und so geht es allen Statten/Armeeen*innen.
Vieleicht könnte man noch erklären, wie sich die Steigerung der Inflationsrate im Verhältnis dazu verhält.

@Kenner

Böse Zungen würde jetzt sagen, dass Geld wird halt nun in die neu-eroberten Provinzen (Krim und Ost-Ukraine) investiert um die Präsenz dort zu stärken.

Tatsächlich liegt es wohl eher dran, dass die Russische Wirtschaftsleistung, durch all die Sanktionen, nicht mehr Rüstungsinvestitionen hergibt ohne den restlichen Haushalt zu gefährden.

09:06 von KarlderKühne

passt eben nicht ins Welt - Feindbild

Nette Zahlen

" Deutschland liegt mit 49,5 Milliarden Dollar auf Platz acht. Von 2009 bis 2018 stiegen die deutschen Militärausgaben laut SIPRI um neun Prozent. "

Geld was wo anders dringend gebraucht wird, Feind Nummer 1 der westlich Welt kommt noch hinter Saudi Arabien und Frankreich, ist aber deutlich größer in Landfläche und Bevölkerung.

Ist doch irgendwie komisch, das die Guten auf der Welt doch Unsummen für Waffen und Militär ausgeben.
Vor was haben haben die eigentlich Angst.

um 09:20 von DKAQI

"linker Friedensbewegter" ist ja der Hammer, da könnt
ich mich drüber zerrubben. Was ist da eigentlich mit konservativen Friedensbewegten, gibt´s die nicht oder werden die da auch gleich mit reingebescht.

Auf www.sipri.org sieht man mehr und besser.

Auf www.sipri.org sieht man schön grafisch dargestellt, dass USA alleine mehr als 10,6 mal mehr als Russland für Rüstung ausgeben.
Warum wird also ständig Russland als Bedrohung dargestellt?
Vielsagend ist auch der zeitliche Verlauf der Militärausgaben. Nach dem Gipfel Ende der 80-er Jahre haben wir die Dividende der Entspannungspolitik eingefahren.
Das war den Profiteuren dieser mörderischen Branche natürlich ein Dorn im Auge. So haben sie wo es nur ging Krisen geschürt und Kriege angezettelt.

Stellvertreterkriege

@von Deeskalator- Sorry aber ihre Sicht-
weise ist zu einfach. Deutsche Soldaten und
deutsche Waffen in Afghanistan, ebenso an
vielen anderen Kriegsschauplätzen. Deutsche
Waffen verkauft an die Saudis, siehe Krieg im Jemen. Die Welt ist ein Dorf und wir haben nur die Eine.

um 09:23 von sprachloser

Das hat wenig mit Überheblichkeit zu tun. In DE gibt es ein Sprichwort: "Der Klügere gibt nach." Meine Theorie: Die Klügeren haben inzwischen so oft nachgegeben, dass sie aus allen Bereichen, in denen man etwas zu sagen hätte verschwunden sind.
Ich halte das mit der Verteidigungsfähigkeit auch nicht für eine Katastrophe, die Armee war nie wirklich für Verteidigung vorgesehen, wie jede Armee dieses Planeten

um 09:21 von A.Winkler

"Der böse Putin in seinem imperialen Streben, ist weit abgeschlagen auf Platz sechs in Sachen Militärausgaben abgerutscht..."
Ja, er muss doch jetzt endlich mal etwas für sein Volk tun. Und gerade bei den Rentnern und den zukünftigen Rentnern ist doch seine Beliebtheit stark abgerutscht. Mit Waffen allein kann man eben kein Volk gewinnen.

@Russland ist deutlich abgerutscht 9:15 von Kenner

Warum sollte man davon nichts lesen?
Ich antworte Ihnen ja auch auf Ihr Schlagwort.

Aber dieses 'Abrutschen' ist ja nicht der prinzipiellen Friedensliebe von Putin geschuldet.
Sondern den ökonomischen Zwängen und Möglichkeiten.
Im Moment muss er relativ etwas mehr in den Sozialetat stecken,
sonst fliegt ihm sein autokratisches System auseinander.

Die Militärs meckern schon genug, dass sie dringend mehr Kohle brauchen.
Einfach mal die 'Systempresse' dort lesen ;)

karlheinzfaltermeier

"Sei es die Krankenversorgung der Aktiven und Veteranen, sei es die Ersparnis von Arbeitslosenzahlungen dadurch, daß bevorzugt aus den niedereren sozialen Schichten der Nachwuchs rekrutiert wird oder durch einen Großauftrag an systemrelevante Konzerne tausende von Arbeitslosen vermieden werden. Ob da wirklich Jeder durchblickt?"

Das Hohelied auf das ach so soziale Militär.
Würde man das Geld stattdessen für Infrastruktur, kostenlose Bildung und für diejenigen, die tatsächlich nicht können ein Sozialgeld etc pp ausgeben wäre der Nutzen wohl weit größer.

@ karlheinzfaltermeier

"... Krankenversorgung der Aktiven und Veteranen"
Ja, da würde mich z.B. interessieren, bei welchem Ausgabenposten die Ausgaben der Deutschen für das neue US-Krankenhaus in Weilerbach bei Ramstein verbucht werden. (Es ersetzt das in Landstuhl, ein Milliardenprojekt)

Wofür 50 Mrd in Deutschland?

Bei uns fährt, schwimmt und fliegt doch nichts. Wo geht das ganze Geld dann hin? Nach den Ausgaben müssten wir in der Schlagkraft ganz ganz vorne dabei sein...
Die fünf Panzer die heute fahren, könnten ja nicht mal die eigene Kaserne bewachen.

Interessant wäre also der Faktor, was an brauchbarem Gerät und Personal für die jeweiligen Budgets verfügbar wäre.

"Militärausgaben" gut und

"Militärausgaben" gut und schön.
Ja, wenn man ein Militär hat, hat man "Ausgaben".
"Ausgaben" bedeuten nicht automatisch "Waffenkäufe", sondern auch z.B. Sold für Soldaten, Ärzte, Angestellte, Treibstoff, Kosten für Gebäude, Einsätze, Übungen, Bekleidung, etc.
.
Wenn neue Ausrüstungsgegenstände oder Fahrzeuge angeschafft werden müssen, ist das normal!
Ansonsten bräuchte auch keine Privatperson jemals ein neues Auto, eine neue Heizung, ein Smartphone oder ein neues paar Schuhe.
.
Die vermeintliche Steigerung in Deutschland hat auch damit etwas zu tun, das jahrelang gar nicht investiert wurde und man jetzt jede Menge Schrott hat, den man jetzt komplett ersetzen muss.
.
Und Pakistan? Inflationsrate 2009 rund 20%(!), momentan so um die 7%.
Ob man da von einer realen Steigerung in diesem Zeitraum von 73% sprechen kann ist fraglich.

Die NATO-Länder allein

Die NATO-Länder allein durften nun ca. 60% aller Rüstungsausgaben weltweit stellen. Nimmt man noch Verbündete hinzu, wie Japan, Südkorea, Saudi Arabien, Australien usw., dürfe sich "unser" Anteil aufsummiert auf gut 2/3 belaufen. Und "unsere Länder", d.h. NATO und verbündete sind für das neue Rüstungshoch verantwortlich. Dabei wird immer schön auf andere Länder gezeigt, von denen Abrüstung verlangt, während man selbst das Gegenteil tut. Das ist eine recht merkwürdige Politik, wenn man so darüber nachdenkt.

lieblingsstudie

Diese Studie entlarvt jedes Jahr auf das Neue, die große Lüge von der Bedrohung duch Russland und China. Nach militärischer Macht streben vor allem die Natoländer - natürlich um sich zur Verteidigung weiter nach Osten auszudehnen. Ich hoffe unser Militäretat wird schleunigst wieder heruntergefahren.

@Harnisch

Dass Deutsche Soldaten an den verschiedensten Krisenherden im Einsatz sind weis ich auch.

Aber das ändert nichts daran, dass die Ausrüstungslage der Bundeswehr katastrophal ist.

Dass die modernen Waffen die deutsche Rüstungskonzerne produzieren eine tragende Rolle spielen in der, Zitat UNICEF, "schlimmsten humanitären Gemengelage dieses Jahrzehnts", im Jemen, steht auf einem Anderen Blatt.

Was mich jedoch stark wundert ist, dass über eben jene Kriese so verhältnismäßig wenig berichtet wird.
Man könnte meinen, dass liegt daran, dass so viele "befreundete" Nationen in diesem Gräul die Täterrolle einnehmen.

Technologie, nicht Geld entscheidend

Bestes Beispiel: Russland. Das Land gibt nur einen kleinen Bruchteil der USA für sein Militär aus. Aber im Vordergrund stehen Waffen, die mit technologischen Mitteln den Nachteil ausgleichen, zB durch Hyperschallschnelle Raketen und Torpedos. Oft reichen schon billige aber raffinierte elektronische Mittel um komplizierte und teure Waffensysteme zu neutralisieren.

@Das ist eine recht merkwürdige Politik, 19:25 von Tristram

"wenn man so darüber nachdenkt."
Wenn man denn denkt, ja

Andererseits auch logisch.
Irgendwo muss ja das Geld fürs 'Imperium' ja herkommen.
Die USA haben den Franzosen z.B: 40% ihres Indochinakrieges finanziert.
(Gore Vidal)
Bevor sie dann selbst zu Werke gingen.

Wer daran verdient, und wer darunter leidet,
erfordert also kein grosses Nachdenken..

@jahdur - 09:47

Ihre Antwort an @DKAQI:
>> "linker Friedensbewegter" ist ja der Hammer, da könnt ich mich drüber zerrubben.
Was ist da eigentlich mit konservativen Friedensbewegten, gibt´s die nicht oder werden die da auch gleich mit reingebescht. <<

Die heißen "Transatlantiker", weil die für Begriffe wie Frieden, Völkerrecht, Bündnisfall etc., Interpretationsanleitungen für ihren Handlungsrahmen benötigen.

@dermulla um 10:09Uhr

Kommen Sie doch bitte mal von Ihrem Hohen Ross runter! Ich habe in keiner Weise ein "Hoheslied" auf das Militär gesungen und möchte mich dagegen verwahren! Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, daß eben besonders in den USA "das Militär" einen direkten Einfluß auf Bereiche hat, an die vordergründig nicht gedacht wird! Eine weitergehende "Wertung" Ihrer sozialen Forderungen erspare ich mir unter Hinweis auf die formalrechtlichen Möglichkeiten in den USA und dem Risiko, daß es nicht genehm ist.

um 10:29 von bruders

"Nach militärischer Macht streben vor allem die Natoländer - natürlich um sich zur Verteidigung weiter nach Osten auszudehnen."
Wo haben Sie denn das gelesen? Bestimmt nicht bei unseren Medien? Sie glauben wohl alles, was Ihnen die Russen erzählen und damit von ihren eigenen Problemen ablenken wollen.

@ 10:37 von Möbius

"Oft reichen schon billige aber raffinierte elektronische Mittel um komplizierte und teure Waffensysteme zu neutralisieren."
.
Oder NATO-Partner, die russische Flugabwehrsysteme kaufen und NATO-Flugzeuge haben wollen.........

Traurig für die Menschheit

Liest man die weiteren Themen der Tagesschau, frage ich mich, warum diese aber Milliarden nicht für sinnvollere Sachen ausgegeben werden? Es ist nicht zu fassen, wie töricht sich die Menschheit verhält!
In weiteren 2000 Jahren wird sich vermutlich nichts ändern.
Es ist eine Tragödie!

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