Ihre Meinung zu: Bürgergeld in Italien: Sozialpolitische Revolution

29. April 2019 - 8:17 Uhr

Die Regierung in Rom zahlt das neue Bürgergeld aus. Es soll Bedürftige absichern und die Wirtschaft ankurbeln. Bei den Empfängern ist die Freude groß, doch es gibt auch Enttäuschungen. Von Jörg Seisselberg.

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Kommentare

Das man vorher tatsächlich nicht so kommuniziert

Offensichtlich hat niemand das Kleingedruckte gelesen, auch die Journalisten nicht, die es vorher hätten erörtern können.

Gegen Sozialhilfe für Arme ist nichts einzuwenden. Wie kann Brüssel dagegen sein???

Über das Bürgergeld

werden sich nicht nur die Einheimischen sondern bestimmt auch die Neubürger des Landes freuen. Somit kein Kampgf mehr an Tafeln, wie hier in D. Das ist gut so, so sieht soziale Ausgewogenheit aus. Und wie lange müssen wir noch auf diese neue Errungenschaft warten?

erstaunlich

dass die Italiener es schaffen, einen Großteil des Bürgergeldes quasi als Sachleistung und zweckgebunden auszuzahlen, und dass dies von einer linken Partei so eingeführt wurde. Das sollte auch bei der Sozialhilfe und Harzt V in Deutschland so eingeführt werden. Bei uns wird bislang nur darüber diskutiert, und unverständlicherweise von linksgrün strikt abgelehnt. Eine Auszahlung als Sachleistung führt dazu, dass die Sozialleistungen ihrem eigentlich Zweck viel stärker dienlich sein können.

Reformregierung mit erstem Schritt

Nach Jahrzehnten der neoliberalen Kürzungen schafft die Reformregierung echte Sozialreformen von der die Bevölkerung profitiert.

Prinzipiell gut

Ich stehe dieser italienischen Regierung zunächst skeptisch gegenüber. Insbesondere die fehlenden Reformen was Bürokratie betrifft und der fehlende Kampf gegen Überschuldung.

Was aber hier gemacht wurde, war eine dringend notwendige Verbesserung im Bereich der sozialen Absicherung. Eigentlich müssten die noch mehr machen, wenn sie das Geld dazu hätten.

Gut gemachtes sozialgeld

In Deutschland bekommt auch nicht jeder den höchstsatz an Sozialleistungen.... Dafür darf der deutsche sein Geld bei Amazon &Co ausgeben statt seine Stromrechnung zu bezahlen... Das es dort über eine Guthabenkarte funktioniert, verhindert es auch das daß Geld auch wirklich für sinnvolle Sachen ausgegeben wird statt für Alkohol u.s.w. Also, alles richtig gemacht in Rom.

Die so entstehenden Neuschulden

werden wir alle in Kürze bezahlen, siehe Griechenland.
Trotz der erlaubten 60% ist Italien vor dem Bürgergeld bereits bei 130%.
Anstatt der Neuverschuldung sollten die Italiener besser die Steuereintreibung forcieren, das allerdings gilt auch für Deutschland!!

@Tada

Leider ist die Antwort recht einfach:

1. die Idee kommt von einer Rechten Partei, ich bin zwar auch gegen Rechtspopulismus aber wenn ein blindes Huhn ein Korn findet gönne ich es ihm.

2. Das Projekt ist extrem teuer und nach der Lesart der EU-Politiker ist teuer nur OK, wenn wenigstens indirekt einer ihrer Lobbisten davon profitiert.

2a. Italien kann sich das Projekt aufgrund seiner aktuellen Haushaltslage eigentlich nicht leisten, denn im Gegensatz zu Deutschland sind sie ziemlich pleite.
Deutschland könnte ich sich wohl schon leisten, will es aber nicht, denn die Alles für die Lobbisten nichts für den Bürger Mentalität die Momentan in der EU vorherrscht ist maßgeblich von Deutschland geprägt.

Antonio findet gerecht. ....

Dass es jetzt auch einen Anspruch gegenüber dem Staat gibt,
"Ich würde sagen, das ist menschenwürdig",
.
wie sieht es mit der Verantwortung des Einzelnen der Gesellschaft gegenüber aus ?
jeder kennt den Spruch
Gewinne privatisieren /Verluste sozialisieren
macht es sich der Einzelne nicht auch gelegentlich einfach - zu einfach
lebt sein Individualität aus, läßt sich nicht rein reden,
aber wenn es schief läuft muß die Allgemeinheit haften
man kann es auch anders betracheten ....
„Frage nicht was deine Mitmenschen für dich tun können,
sondern was du für deine Mitmenschen tun kannst"

@von Ferkelchen

Oweia! "Diese neue Errungenschaft" wäre eine Kampfansage gegen die schwarze Null(en)!

kein Kampf an den Tafeln...

Ja, mit maximal 780,- € kann man in Italien richtig fett leben....

PS

mal überlegen, was ein ALG-II-Empfänger so alles kriegt. Mit 780,- € sind hier wahrscheinlich Miete und Sozialabgaben gedeckt.

Gratuliere Italien.

Jetzt können sich die Gegner der Rechten mal richtig ärgern. Endlich mal eine Regierung die nicht schwätzt, sondern handelt.

@08:42 von Ferkelchen

"Somit kein Kampgf mehr an Tafeln, wie hier in D. Das ist gut so, so sieht soziale Ausgewogenheit aus. Und wie lange müssen wir noch auf diese neue Errungenschaft warten?"

Haben wir schon lange, nennt sich im Volksmund Hartz IV und ist sogar etwas großzügiger als die italienische Variante.

Die Italiener waren nur vorher noch schlechter dran, sonst könnte man das nie und nimmer als "Bürgergeld" und positive Entwicklung verkaufen.

So strenge....

.....Regeln für die Ausgabe des Geldes wären hier in D auch nicht verkehrt! Denn das Geld ist für den Lebensunterhalt gedacht und Flugreisen, Bestellungen bei Amazon, aber auch der x-te Handyvertrag, Tattoos usw. sind nicht absolut überlebensnotwendig!

Das Glas, halb voll?

"Bei den Empfängern ist die Freude groß, doch es gibt auch Enttäuschungen. Das ist immer und überall so. Enttäuschte wird es immer geben. So wohltuend abgehoben von allem, was die Presse und auch die Technokraten in Brüssel jetzt zu Italien so absondern, hat Herr Seisselberg hier einen angemessenen Ton getroffen. Allerdings, den Punkt auf das I hätte er noch gesetzt, wenn er nach der Aufzählung der Dinge, was der abspruchsberechtigte Italiener dvon NICHT kaufen kann, wenigstens in wesentlichen Beispielen erwähnt hätte, was davon als Kauf ERLAUBT ist. Was ist beispielsweise mit den Wohnkosten, Sozialabgaben usw. Da diese Auslassung wieder zu abenteuerlichen Kommentaren im Netz führen wird, ist dann doch absehbar. Also, bitte im nächsten Beirag dazu etwas mehr Substanz. Ansonsten ein denkbarer Ansatz auch für Deutschland, oder?

Erstaunlich!

Es ist wirklich nur noch erstaunlich, mit welcher Gleichgültigkeit oder Wurstigkeit oder Verantwortungsverweigerung von manchen Seiten bejubelt wird, wie diese sozialen Wohltaten mit Schulden finanziert werden! Und wenn dann die entsoprechenden Staatsanleihen den Schrott-Status erreicht haben, dann haben nicht diese Handlungen das zu verantworten, sondern nur die bösen Banken und Kapitalisten! Denn die glaiben nicht, daß die Empfänger des Bürgergeldes nennenswert die Wirtschaft ankurbeln! Mir ist auch nicht klar, daß, wenn ein Empfänger des Bürgergeldes 1€ ausgibt, der Staat plötzlich 2€ einnehmen soll

erstaunlich

Nicht dass ich plötzlich populistische Regierungen toll finde - aber die Idee, Sozialhilfe zweckgebunden auszuzahlen, hat was.

Was ist daran sozialistisch?

Da wagt es eine Regierung mal etwas für die Bürger zu tun, und schon ist es sozialistisch? Es ist sozial und gerecht.
Für deutsche Regierungen sicherlich ein Fremdwort, aber schön dass es so etwas gibt. In Deutschland wird das Geld ausschließlich zu den Reichen geleitet.
Wir haben defacto keine Besitzsteuern - deshalb ist der deutsche Staat auch immer klamm. Wir sehen es an maroden Straßen, maroden Schulen, der Infrastruktur, dem fehlenden Internet usw. Aber unsere Reichen sind reich.

Daumen hoch für Italien

Das Bed. Grundeinkommen oder ähnliches wäre eine gute Möglichkeit, für faire Arbeitsbedingungen zu sorgen - denn dann kann der Staat (mittels ARGE) den Bürger nicht mehr erpressen, die schlecht bezahlten Jobs anzunehmen. Die Wirtschaft, das gesamte Leben müssten endlich umdenken, weg von der Wachstumsgesellschaft hin zum Erhalt voin Werten. Aber ich fürchte, das lässt sich hier nicht durchsetzen, weil die Angst vor Veränderungen die Leute beherrscht. Daumen hoch für Italien. Daumen runter für Deutschland-.

@Sparer

"erstaunlich, dass die Italiener es schaffen, einen Großteil des Bürgergeldes quasi als Sachleistung und zweckgebunden auszuzahlen, und dass dies von einer linken Partei so eingeführt wurde. Das sollte auch bei der Sozialhilfe und Harzt V in Deutschland so eingeführt werden. Bei uns wird bislang nur darüber diskutiert, und unverständlicherweise von linksgrün strikt abgelehnt."

Naja, so unverständlich ist es nicht. Schließlich gibt es auch gute Gründe gegen die Sachauszahlung, wie bspw. Stigmatisierung.

Ich bin da selbst hin- und hergerissen und kann alle Politiker verstehen, die es auch sind, aber dass es so erstaunlich und unverständlich sei, wie Sie schreiben, stimmt einfach nicht.

Das klingt erstmal gut

und ist auch auf den ersten Blick mehr als bei uns, und mit der Karte kann sich auch keiner gleich verschulden.
Wie das in Zukunft finanziert werden soll werden wir sehen, wir sollten schnell in Deutschland 1000 Euro für jeden ohne Prüfung einführen.
Oder mal den Artikel von Gestern lesen in der Welt, " Ein EU-Vorhaben, das vor allem Deutschland schadet ".

Also ganz schnell dem Bürger etwas zukommen lassen, statt Steuern wie geplant erhöhen die auf alle Produkte sich niederschlagen.
Bei uns wird der Bürger geschröpft, statt entlastet, Andere scheinen da deutlich schlauer zu sein, wissen auch wer das dann bezahlen wird.

Aber das geht nicht, weil

Aber das geht nicht, weil streng geregelt ist, was von der Bürgergeld-Karte bezahlt werden kann. Es darf niemand mit dem Geld Lotto spielen, auch nicht online bei Amazon und Co. einkaufen oder Flugtickets buchen.

---

DAS ist allerdings bezeichnend !

Denn wenn das Geld NICHT zur freien Verfügung steht, also die Regierung vorschreibt und entscheidet, was damit gemacht wird und was nicht, dann führt das GANZ eindeutig die Handschrift eines autoritären Regimes !!!

...

Ein Land welches langfristig mit 4% strukturellem Defizit plant, bei guter Weltwirtschaft und Unterstützung durch die Eurozone, steht am Abgrund.

Das Traurige ist, dass die italienischen Wähler in spätestens 10 Jahren die Schuld bei der EU suchen werden, wenn die Probleme wiederkommen.

Italien bleibt zumindest ein gutes Beispiel, dass Deficit spending zu keinem Wachstum führt. Langfristig wird sich Italien wirtschaftlich an den Balkan annähern.

9.22 von Sisyphos 3

Ihre Beiträge kann ich häufig nur unterstützen und schätze sie auch, in diesem Fall geht unsere Bewertung auseinander. In Italien wird ab heute endlich ohne wenn und aber für die schwächsten etwas getan.

Pragmatismus

Wieder beglückwünsche ich Italien für den gesunden Pragmatismus, mit dem genau den Menschen geholfen wird, die es wirklich nötig haben. Finanzminister Scholz sollte sich dies zum Vorbild nehmen. Möglicherweise kommt es jetzt auch dazu, dass die Bedenken aus Brüssel ausgeräumt werden können. Mich würde es freuen, nicht zuletzt deshalb weil real Bedürftige aufgebessert werden.

Kann man so sehen

nämlich das hier - Zitat:
"....möglicherweise ein Zeichen dafür, kommentiert die "Repubblica", dass die reale Armut in Italien doch etwas niedriger ist als die offizielle Statistik bislang aussagt. "

Oder das ist wie in Deutschland auch nichts weiter als die Interpretation der besser Situierten.
Denn in Deutschland beantragen ja auch nicht alle eine Aufstockung des Gehaltes, obwohl es ihnen zustünde.

Nicht alle berechtigten Rentner beantragen Hartz.

Das hat nichts damit zu tun, dass es ihnen so dolle super geht. Denn sonst würden sie ja keine Flaschen sammeln oder eben bei der Tafel einkaufen.

Das hat was mit Stolz zu tun. Und es hat was damit zu tun, dass man sich redlich bemüht hat, den Ruf von Hartz-Empfängern systematisch zu ruinieren - so dass man da nicht freiwillig zu gehören will.

Und wegen der paar Euro die Totalentblößung mitmachen? Und sich schlecht behandeln lassen? Ne.

Das heißt nicht, dass es den Leuten gut geht, die haben einen Anspruch und verzichten bewusst!

re denkerist

"Aber unsere Reichen sind reich."

In Italien sind die Reichen auch reich.

Können Sie den Unterschied noch mal erklären?

Ich habe da so meine Zweifel.

Wenn die italienische Regierung im nächsten Haushalt diese 5,6 Mia. selbst aufbringen kann und nicht wieder Brüssel, ja dann hat die ital. Regierung alles richtig gemacht. Aber bis dahin habe ich so meine Zweifel, dass diese Sozialhilfe Karte allen Bürgern zugute kommt. Ich selber bin Italiener, genauer gesagt aus Neapel. Ich weiss wie dort die Meisten ticken. Viele werden versuchen durch Umwegen solch eine Karte zu bekommen. Wenn es um Geld von Staat geht, sind die Italiener ziemlich erfinderisch. Bin echt gespannt, ob es nächstes Jahr diese Zahlkarte noch gibt bzw. diese 5,6 Mia.
Ein User hat hier gefragt wie die Mieten bezahlt werden. Eine Wohnung von der Stadt, vergleichbar wie Sozialwohnungen in DE sind sehr billig. Je nach Zimmern ab 20 € bis max, also z.B. 5 Zimmern 50 € Miete. Also nicht viel.
Und die Meisten Italiener Leben im Haus der Eltern oder haben ein eigenes Haus.
Bin echt gespannt wie die das hinbekommen.

@Ferkelchen

"Über das Bürgergeld werden sich nicht nur die Einheimischen sondern bestimmt auch die Neubürger des Landes freuen." Am 29. April 2019 um 08:42 von Ferkelchen

Sie haben weder den Artikel, noch das Kleingedruckte gelesen.

Das Bürgergeld ist nur das, was hier Sozialhilfe für Arme ist.
Es wird nach einem Antrag ausgezahlt, das Einkommen muss angegeben werden und die Höhe richtet sich nach Bedarf. Alleinstehende Antragsteller dürfen nicht mehr, als 500€ verdienen.

Nix mit Neubürger.

@Deeskalator

"Deutschland könnte ich sich wohl schon leisten, will es aber nicht,"

Ihnen ist aber schon klar, dass Italien erst jetzt eine Sozialhilfe einführt, und es die in der Bundesrepublik "schon immer" gab?
Eine Zahl: 2015 wurden dafür in der BRD 40 Milliarden ausgegeben. Da hätte Italien aber noch einiges aufzuholen.

Die Populisten in Italien

machen wenigstens was für die Menschen. Ich wünsche 5-Sterne und Lega Erfolg bei der Europa-Wahl.

Warum soll die EU meckern?

Das Bürgergeld kurbelt doch die italienische Wirtschaft an, und über das Geldkartensystem (frei wählbare Sachleistung) fällt, über Steuern des Händlers, das "geliehene" Geld doch an den Staat wieder zurück! Und es wird den hilfsbedürftigen Italienern geholfen!
Die "rechtspopulistische" Regierung wird seinem Wort gerecht, denn sie tut etwas für sein Volk, und ist ein gutes Vorbild.

@Mr.Slim um 10:20Uhr

Da kann ich nur vollkommen zustimmen, auch wenn es dem herrschenden sozialistischen Trend widerspricht. Zur Zeit wird der Sparsame, der Sparer oder Vertreter der Austeritätspolitik als Belzebub und der Böse schlechthin dargestellt und nur der bejubelt, der mit Schulden finanzierte Geschenke verteilt! Spannend wird mal, wer die Schulden begleicht?

Erwähnenswert

... ist, dass etliche EU-Länder keine Sozialhilfe haben. Weder Bar noch als Karte mit Beschränkungen.

*

Ich weiß nicht, ob die Karte statt Bargeld so schlecht ist.
Sie wird sicher nicht gepfändet werden dürfen, wenn der Bedürftige verschuldet ist.

Und heute zahlen so viele an der Kasse mit Plastik jeglicher Art. Wenn diese Karte für Bedürftige dasselbe Format hätte, nur mit Guthaben, dann wird auch niemand stigmatisiert.

(Schreibe ich, die einmal eine Mutter mit 2 Kindern gesehen hatte, die an der Kasse feststellen dürfte, dass ihr Konto leergeräumt wurde (ich stand zufällig daneben). Sie hatte nur Lebensmittel kaufen wollen. Vor dem Eingang traf sie anscheinend eine Bekannte, die sie darum bat ihr Geld zu leihen.)

09:10 von Carlos12

"Eigentlich müssten die noch mehr machen, wenn sie das Geld dazu hätten."

Vielleicht hätte man in dem Artikel noch erwähnen sollen, dass 20 % dieser Sozialleistungen aus dem europäischen Sozialfonds kommen. Und wer da einzahlt, muss ich hier wohl nicht erwähnen, oder?

Damit ist das ganze Ding für mich zwar keine Mogelpackung, jedoch sollte man den Bürgern in der EU schon klarmachen, dass Italien mit seinen immerhin 60 Mio. Einwohnern bei 20 % der Kosten für den Sozialfonds schonmal einen ganzen Batzen dort herausnimmt.

@10:19 von StöRschall

Ein Staat, der Gelder zweckgebunden an seine Bürger gibt, ist autoritär?
Wie verhält es sich diesbezüglich mit KfW-Förderung, Abwrackprämie, Solaranlagen -förderung, Wohngeld etc. bei uns? Ist D. Ihrer Meinung nach ein autoritärer Staat ?

11:03, karlheinzfaltermeier

>>@Mr.Slim um 10:20Uhr
Da kann ich nur vollkommen zustimmen, auch wenn es dem herrschenden sozialistischen Trend widerspricht.<<

Herrschender sozialistischer Trend?

Wo erkennen Sie den denn?

Schön wär's.

Das ist doch bedeutend weniger als unsere Sozialhilfe?

Ein direkter Vergleich mit der deutschen Sozialhilfe wäre doch einmal interessant. Gab es in Italien eigentlich so etwas wie Sozialhilfe? Ich denke nein.

Es macht aber schon Sinn. Bürgergeld wird nur für Bürger Italiens gewährt?! Sozialhilfe hätte es für alle gegeben und Europa hätte gejubelt.

11:00, paule2

>>Die "rechtspopulistische" Regierung wird seinem Wort gerecht, denn sie tut etwas für sein Volk, und ist ein gutes Vorbild.<<

Sie tut etwas für sein Volk...

Ja sicher, es wird so was Ähnliches wie Hartz4 eingeführt, nur schlechter.

Toll.

11:12, DB_EMD

>>Vielleicht hätte man in dem Artikel noch erwähnen sollen, dass 20 % dieser Sozialleistungen aus dem europäischen Sozialfonds kommen. Und wer da einzahlt, muss ich hier wohl nicht erwähnen, oder?<<

Sämtliche Mitglieder der EU.

Bürgergeld in Italien:Sozialpolitische Revolution....

Ein bescheidenes Bürgergeld.Und selbst das verärgert die EU-Kommission.Sie macht Auflagen zur Haushaltspolitik gegenüber den Ländern(Schuldenbremse,sogenannte Stabilitätskriterien).
Es wirft ein Schlaglicht auf die EU.Von wegen "Europa sozial".

Dieses Bürgergeld ist nach Abzug der Mietzahlung in

Höhe von 780 Euro im Monat weitaus sozial gerechter ja menschlicher als in unserem Land Deutschland. Das trifft nicht nur für Italien zu sondern auch für sämtliche westliche Nachbarländer zu. Nach Abzug der Mietzahlung erhalten die Österreicher 885 Euro zum Leben (bei fast gleichen Lebenshaltungskosten) bis 1 340 Euro in Dänemark (bei ca. 30% gen höheren Lebenshaltungskosten wie in D.) zum Leben. Im reichen Deutschland lediglich heute noch 424 Euro im Monat nach Abzug der Miete zum Leben. Noch trauriger sieht es mit den Rentenzahlungen in D. aus, s. Beispiel Quelle: " 1 100 Grundrente in Holland seit 2011." Wohlgemerkt nach Abzug der Miete in D. wiederum nur 424 Euro. Die soziale Ungerechtigkeit ist in D. besonders hoch vertreten, davon zeugen z.B. heute ca. 1,2 Millionen deutsche Wohnungslose. Gezählt wurden Ende 2016 s. Fakt Quelle. "Wohnungslosigkeit - 860 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Auslöser ist nachweisbar die Geldknappheit vieler deutscher Mitbürger. USW.

@Kokolores2017

ich spreche aber nicht von der Sozialhilfe, sondern vom Bürgergeld.

Aber egal wie man es nennt, in Deutschland bedarf es einer drastischen Reform.

waren die Ausgaben für den Sozialhaushalt 2003 bei 38% des BIP sind sie heute bei 43%
Wobei die Summe in € des BIP heute zusätzlich deutlich höher ist (nachzulesen auf der Homepage des Finanzministeriums).

Die Menschen, die Soziale Unterstützung jedweder Art bekommen, sind von der Anzahl an Arbeitslosen deutlich weniger und bekommen auch pro Kopf im Schnitt weniger.

Wo geht also das Geld hin?
Zu einem beträchtlichem Teil in die Verwaltung um die durch die Agenda 2010 eingeführten verschärften Kontrollen zu ermöglichen (oft wird um 1€ nicht zu zahlen für 10€ Verwaltungsaufwand betrieben)

Viele Maßnahmen in die Arbeitslose gesteckt werden sind sehr teuer und konterproduktiv (siehe Studie Bertelsmann Stiftung)

Betrachtet man die Reformen der letzten 20 Jahre könnte man meinen unsere Politiker können uns nicht leiden.

sich weitaus mehr um ihre Menschen der untersten Bevölkerungsschichten als die Regierenden in Deutschland. Davon zeugen s. Fakt Quelle: "Die reale Armut in Deutschland 2018." In unserem reichen Land sind heute ca. 29,5 Millionen von Armut betroffen, bestätigt auch von Herrn Habeck von den Grünen am 30.11.2018 in der Fernsehsendung: "Maybrit Illner zur Spaltung des Landes." Seine Aussage Zitat: "Nach Auskunft der deutschen Banken haben ca. 40% der deutschen Bevölkerung kein Geld angespart." Zitatende. Die reale Armut in D. ist allgegenwärtig, denn bereits heute ist nachweisbar jeder 2. Wohnungslose in Europa ein deutscher Mitbürger. Wir sind Europameister s. Quelle. "Deutschland hat die meisten Obdachlosen." 370 000 Mitbürger campieren im Freien, insgesamt sind es nach Schätzungen ca. 1,2 Millionen deutsche Wohnungslose bereits. Deswegen ist die Politik der Politiker in Italien gegenüber ihren Mitmenschen meiner Meinung nach weit menschlicher einzuschätzen als die Politik in unserem D.

11:28 von fathaland slim

«Sie tut etwas für sein Volk...
Ja sicher, es wird so was Ähnliches wie Hartz4 eingeführt, nur schlechter. - Toll.»

"Wenn zwei das Gleiche tun, ist es dennoch nicht das Selbe."

In DEU hat es die Sozen abgewirtschaftet.
In ITA gereicht es der Lega zum Ruhme.

In DEU ist es "Verarmung des Volkes".
In ITA sind es "Wohltaten für die Bürger".

Auf langfristige Finanzierbarkeit muss man da nicht gar so sehr schauen.
Wird hier nicht kritisiert, in anderen Fällen ganz anders gesehen.
Wenn es von anderen politischen Akteuren kommt.
Deren prinzipielle Ausrichtung weniger genehm ist …

@ fathaland slim

"sozialistischer Trend?
Ja, fordern nicht bei uns die Linken solch ein bedingungsloses Grundeinkommen? Wieso ist das gut und die Sache in Italien schlecht?

@fathaland slim um 11:35Uhr

Warum beschränken Sie sich tendiös auf vier Worte? Wollen Sie damit sagen, daß alle Mitglieder der EU gleich viel in den Sozialfonds einzahlen, oder ist Ihnen die Wahrheit unangenehm?

@um 08:42 von Ferkelchen

"Und wie lange müssen wir noch auf diese neue Errungenschaft warten?"
Haben wir doch längst!
Nennt sich nur anders!
Im Hartz4 gibt es je nach eigenem Einkommen/Vermögen auch Geld, inklusive Miete etwas mehr als die Italiener. Und unabhängig ist das bei den Italienern auch nicht!

@um 09:45 von Denkerist

In Deutschland klafft die Schere zwischen Arm und Reich zwar immer weiter auseinander, aber das liegt nicht daran, das die Reichen soviel Geld aus den Sozialkassen bekommen, sondern eher daran das sie niemand daran hindert ihren Gerechten Anteil NICHT in die Sozialkassen einzuzahlen, dasselbe gilt für die Steuern.

@ DB_EMD 11.12

Ja wer bezahlt denn in den Sozialfond?
Alle Mitgliedsländer.
Und wer erhält Gelder aus dem ESF? Alle Mitgliedsländer.

Und für die "buhuhu wir Deutschen bezahlen die EU" Front: Italien ist Nettozahler in der EU.

Heißt: Italien zahlt mehr ein, als es kriegt.

sowas aber auch

Aus deutscher Sicht natürlich gleich doppelt schlecht. Zum einen werden wir über den EU-Sozialfonds einen Teil davon bezahlen, zum Anderen ist natürlich die zweckgebundene Verwendung etwas wovon wir uns dringendst eine Scheibe abschneiden sollten.

Aus italienischer Sicht natürlich eine Wohltat für die Ärmsten Schichten. Es gab eben bisher keine vernünftige soziale Absicherung außer der Familie.

Wenn ich diesen Post richtig interpretiere(29. April 2019 um 11:28), dann weiß ich es läuft alles komplett richtig und der Poster hat sich als das entlarvt was er anderen immer vorwirft. Haßgetriebener Sarkasmus gepaart mit der Eigenschaft immer gleich die ganze Hand packen zu wollen wenn einem der Finger gereicht wird.

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