Ihre Meinung zu: Nach Anschlagsserie: Wie der Terror nach Sri Lanka kam

24. April 2019 - 13:03 Uhr

In die Trauer der Menschen auf Sri Lanka mischt sich Entsetzen. Mittlerweile ist klar: Es gab Fehler im Sicherheitsapparat. Denn es lagen konkrete Warnungen vor Anschlägen auf Kirchen und Hotels vor. Von Silke Diettrich.

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Kommentare

Was mich stört:

Mal lenkt man vom Täter, mal vom Opfer ab.
Je nachdem, welchen Hintergrund Täter und Opfer haben, so scheint mir.

Bei den Rohingyas wurden Einzelfälle noch und nöcher medial ausgekleidet.
Das Opfer stand im Mittelpunkt ( Muslime).
Hier wird über Staatsversagen statt über Opfer berichtet. Die christlichen Opfer werden kaum erwähnt, muslimische Attentäter auch kaum.
Es scheint immer die gleiche Masche zu sein.
Muslime genießen bei uns einen medialen Schutz, von den andere nur träumen könnten.

schuld sind die Islamisten !!

nicht die Sicherheits-Leute !Das sollte im Artikel klar stehen ! Bitte nicht den Eindruck von Rechfertigung von Terror entstehen lassen !!!

Egal, ob es Pannen gab -

der Terror ist nicht das Produkt von Fehlern der Behörden. Der Terror ist das Verbrechen von fanatisierten Tätern. Aus welcher Ecke die mal wieder kommen, ist ja jetzt bekannt.

Interessanter Zusammenhang

Soeben im Mittagsmagazin der ARD wird ein interessanter zeitliche Zuammenhang mit der Islamisierung von Sri Lanka hergestellt. Die begann nach dem Bürgerkrieg, und hatte ihren Ausgangspunkt in Saudiarabien.
Bei dieser Anzahl von Opfern hätte ich mir wenigstens in eienm Nebensatz wenigstens den Hinweis, wie er ja von den USA ständig gebraucht wird, den Export von Terrorismus. Nur meinen die natürlich nicht SA, sondern den Iran. Allerdings ist die ARD auch kein US-Sender. (hoffentlich)
Wer, wie ich, die Entwicklung in Sri Lanka seit 1997 jährlich dort erlebt, kann das nur bestätigen.

Der IS ist besiegt

wird herumposaunt. Was die Wahrheit ist haben wir Ostern erlebt.
Bin gespannt was wir hier in D noch erleben werden, vom besiegten IS.
Mein Mitgefühl den Angehörigen, den Verwundeten...

Vorsorge ist besser ...

Unbestreitbar, ursächlich sind die Terroristen für die Tat verantwortlich. Aber die vielen Pannen und das überhören der Anzeichen ist nicht unter den Teppich zu kehren, hoffentlich lernt man wenigstens daraus.

Artikel: "haben schon darauf hingewiesen, dass sie sehen, wie junge Leute sich radikalisieren, doch hier wird nichts dagegen unternommen."
Diese Gefahr sehe ich auch bei uns. Österreich hat hier schon teilweise reagiert, indem dort Moscheen geschlossen werden und Imame des Landes verwiesen, sollte dort radikalislamische Anschauung verbreitet werden.

Bei uns hieße das wahrscheinlich: Gut integriert!

Die Attentäter von Sri Lanka waren wohlhabend und haben im Ausland studiert sagte Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene in seiner Pressekonferenz.
Sie gehörten also der gehobenen Mittelschicht an. Auch eine Frau war dabei.

Was mich so stutzig macht ist, dass man bei uns solche Menschen als voll integriert einstufen würde und sie damit als wertvolle Bürger einer Gesellschaft wahrscheinlich als Vorzeigebeispiel gebrauchen würde....wäre da nicht dieses Attentat und die Zugehörigkeit zu extremistischen Gruppen.

Es ist nicht Armut allein, die die Menschen in solche Gruppen treibt, sondern religiöse Verbrämung. Dieser müssen wir hier den Kampf ansagen und nicht immer mehr Zugeständnisse machen, ist meine Schlussfolgerung.
Auch die Twin-Tower-Attentäter waren Studierte, in Europa lebende Muslime.
Syrer beklagten bei Ankunft in Deutschland, dass hier die Imame teils totalitär und extrem unterrichten mit Hass und sogar Warnung vor Integration.

Und doch unternimmt unser Staat nichts.

Der Anschlag ...

... wurde von Islamisten begangen. Die Verantwortung haben nur die.

Es sollte nun nicht von den Schuldigen abgelenkt werden.

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"Steile These"

' ... stellt eine steile These auf ...: "Hätte es sich um Drohungen gegen Buddhisten und buddhistische Tempel gehandelt, hätten sie dann auch so gleichgültig reagiert wie in diesem Fall?" '

Im Zuge der weltweiten Renationalisierung erscheint das eher die naheliegende These. NSU, Rechtslastige in der Bundeswehr... weit braucht man für die These nicht schauen.

"Der internationale Terrorismus-Experte ...sieht in den Attentaten von Sri Lanka einen gezielten Versuch, Religionen und Gesellschaften gegeneinander aufzuhetzen. "

Der IS setzt sich hin und überlegt, 'wie können wir die Christen gegen uns aufhetzen?' ?

Sehr steile These. Der IS will Fähigkeit und Macht über Leben und Tod demonstrieren. Gegen die Kultur, die er als die mächtigste erkennt: "den Westen", gegen die, die die Waffen, Smartphones, Autos, Sprengstoffe... erfunden haben, die sie benutzen müssen.
Gegen einen 'Westen' zu dem neuerdings China gehört. In wenigen Jahren erfolgreicher als der Nahe Osten. Ungläubige!

13:27 von yolo

Die Attentäter von Sri Lanka waren wohlhabend und haben im Ausland studiert
.
schon daran könnte man folgern
mehr Bildung => keine Gewalt und mehr Toleranz
so vielleicht auch nicht stimmt

Komplexe Gemengelage: Würdigen.

24. April 2019 um 13:38 von Einfach Unglaublich

Wie im Artikel, den Sie kommentieren, gut dargestellt, ist die Situation vor Ort in Sri Lanka ein wenig komplexer und vielschichtiger als durch eine eindimensionale, alles vereineinfachende Brille gesehen. Islamisten haben offenbar Selbstmordattentäter dressiert, wahrlich nicht zum ersten Mal. Aber: wahrlich nicht zum ersten Mal hatten die zuständigen Sicherheitsbehörden die möglichen Taten bereits im Visier. Frühzeitiges, präventieves Reagieren mit Mitteln des Rechtsstaats, und sei es nur mittels zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen, wäre möglich gewesen.

Bemerkenswert ist, dass erneut Saudi Arabien, stets begriffen im "Heiligen Krieg gegen die Shia", als ein Strippenzieher im Hintergrund auftaucht.

Merke: ein kritischer, offener Blick auf die Gesamtlage bedeutet keineswegs Ablenken von Schuldigen. Vielleicht sogar eher im Gegenteil.

@yolo - christlichen Opfer kaum thematisiert

"Hier wird über Staatsversagen statt über Opfer berichtet. Die christlichen Opfer werden kaum erwähnt, muslimische Attentäter auch kaum.
...
Muslime genießen bei uns einen medialen Schutz, ..."

Sehr richtig beobachtet!! Lesen Sie, was Maas twittert zu Sri Lanka im Unterschied zu dem, was er getwittert hat zu Churchtown. Das ist in meinen Augen einfach nur unverschämt!

@ 12:24 von Sausevind

"Das Attribut 'Christ' ist nicht geschützt.
... Fanatismus macht auch vor den Christen nicht Halt."

Ich bin dieser Relativierungen überdrüssig: "Es gibt überall Fanatismus."
Ja - aber fanatische (=überzeugte) Christen sind radikal nächstenliebend - das nennt sich dann übrigens sogar "feindesliebend" (siehe Bibel). Und auch darin zeigt sich die fanatische Radikalität der Christen. Vorbildhaft zu erkennen bei der Ostertat Jesu am Kreuz und vorab. Von ihm stammt der Begriff "Christ"(us).

Die Ostertat der Islamisten in Sri Lanka ist das Gegenteil von feindesliebend.

Terror - nur da wo Menschenansammlungen sind

Warum also wohnen Menschen so gerne in Städten - statt allein auf dem Land? Vielleicht bekommt man keine Arbeit auf dem Land, dafür kann man dort ganz ruhig und friedlich leben - und das ist doch wichtiger!

Unterstellung: medialer Schutzstellung

24. April 2019 um 13:11 von yolo

Jeder Artikel hat ein bestimmtes Schwerpunktthema. Thema des Artikels ist hier das Versagen der Regierung Sri Lankas, genauer des Sicherheitsapparates. Das ist keine Ablenkung von Themen, die Ihnen aktuell wichtig sind, sondern ganz einfach guter, seriöser Journalismus: ein Thema, ein Artikel, fundiert und von mehreren Perspektiven beleuchtet.

Ihre Unterstellung, dass "Muslime in Deutschland medialen Schutz genießen", ist unglaublich. Tatsächlich bedeutet aber Ihr Beitrag einen Auftrag an die Medien, weiter sorgfältig zu arbeiten und sich nicht zu platten Ressentiments hinreißen zu lassen.

Denn vor allem aus der rechten Ecke wird viel zur Verankerung von Islamophobie in der Gesellschaft unternommen, um darüber das Virus des Rassismus injizieren zu können. Spalten der Gesellschaft auf Kosten von Minderheiten. Tatsächlich unterscheidet sich die Wirkrichtung diese Methode nicht allzu sehr von den abscheulichen Taten der Islamextremisten in Sri Lanka.

Islamisches Opfergefuhl

@ 13:27 von yolo
"
Die Attentäter von Sri Lanka waren wohlhabend und haben im Ausland studiert.. Gehörten also der gehobenen Mittelschicht an."
Und dennoch fühlten sie sich (wie alle islamistischen Terroristen) als Opfer der westlichen (kulturellen) Unterdrückung. Man kann nüchtern feststellen, dass die meisten islamisch geprägten nicht-Öl - Staaten kaum Wohlstand für ihre Bürger schaffen.
Leider wird der Schuldige für dieses Versagen praktisch immer im Westen gesehen, statt einmal kritisch zu beleuchtet, wo es negative Wechselwirkungen zwischen islamischer Kultur und politischen versagen gibt.

14:27, MatthiasS

>>Ich bin dieser Relativierungen überdrüssig: "Es gibt überall Fanatismus."
Ja - aber fanatische (=überzeugte) Christen sind radikal nächstenliebend - das nennt sich dann übrigens sogar "feindesliebend" (siehe Bibel). Und auch darin zeigt sich die fanatische Radikalität der Christen. Vorbildhaft zu erkennen bei der Ostertat Jesu am Kreuz und vorab. Von ihm stammt der Begriff "Christ"(us).<<

So, so, christliche Fundamentalisten sind also radikal nächstenliebend.

Da habe ich als homosexueller Mann aber eine ganz andere Sichtweise.

14:36 von wie-

Denn vor allem aus der rechten Ecke wird viel zur Verankerung von Islamophobie in der Gesellschaft unternommen, um darüber das Virus des Rassismus injizieren zu können.

Könnten sie mir als einfach gesstrickten Landbewohner mal erklären, wieso sie Religion und Rassismus immer in einen Topf werfen? Sind das nicht zwei grundverschiedene Richtungen?

Das Problem ist Religion.

Das Problem ist Religion. Und falsche Toleranz. Wenn der Eindruck entsteht, irgendwer dürfe mehr als man selbst, krachts eben.

13:27, yolo

>>Die Attentäter von Sri Lanka waren wohlhabend und haben im Ausland studiert sagte Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene in seiner Pressekonferenz.
Sie gehörten also der gehobenen Mittelschicht an. Auch eine Frau war dabei.

Was mich so stutzig macht ist, dass man bei uns solche Menschen als voll integriert einstufen würde und sie damit als wertvolle Bürger einer Gesellschaft wahrscheinlich als Vorzeigebeispiel gebrauchen würde....wäre da nicht dieses Attentat und die Zugehörigkeit zu extremistischen Gruppen.<<

Haben Sie sich mal mit der RAF beschäftigt?

Die Mitglieder dieser Terrororganisation hat fast alle solche Biografien.

Bürgerkinder.

Gut integriert.

@ fathaland slim

Ich brauch nicht arabisch zu sprechen, es reichen gängige Übersetzungen. Und merkwürdigerweise legen hauptsächlich Islamapologeten wie Sie den Koran friedlich aus, wie Umfragen unter Glaubensanhängern gezeigt haben (bspw. vom Pew Research Center). Die Gläubigen tun das meist nicht. Auch ein Blick auf die Realität kann hilfreich sein, wenn dieser nicht völlig von Wunschdenken verschleiert ist. Sie können aber mir gerne erläutern, wie man bspw. "„Und tötet sie, (die Ungläubigen) wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben." pazifistisch auslegen kann. Davon abgesehen, wurde der Islam von Beginn an mit dem Krummsäbel verbreitet. So zu tun, als wären Mohammed und seine Anhänger friedfertig gewesen, ist an Absurdität kaum zu überbieten. Beschäftigen Sie sich doch bei Gelegenheit bitte mal mit der Islamischen Expansion - Feldzüge über Feldzüge. Von wegen friedfertig!

Ostern: Rettung und Versöhnung

24. April 2019 um 14:27 von MatthiasS

Vielen Dank für Ihren beherzten Beitrag. Ihre Auffassung entspricht der Definition der Philosophin Hannah Arendt: "Das Böse ist extrem, das Gute ist radikal."

Daher würde ich mich deutlich mehr von Ihrem "überzeugten göttlich Inspiriertsein" wünschen, wenn Parteien mit dem großen "C" im Namen oder Parteien, die sich als "Alternative" sehen, sich zu den wahren Werten des "jüdisch-christlichen Abendlands" bekennen, wenn es in Debatten um Asyl und Migration sowie Entwicklungszusammenarbeit geht.

Tatsächlich kann aber die Anschlagsserie in Sri Lanka zu mehr Verhärtung, mehr Ablehnung von Fremden, mehr Verschließung gegenüber Solidaritätsbedarfen, mehr Taubheit gegenüber Möglichkeiten zum Dialog und zur Versöhnung, zum Voneinander lernen führen. Die Größe und Menschlichkeit des Auferstandenen Christus ist oft schwierig anzunehmen und nachzuleben. Aber es ist möglich, wie tausende von Vorbildern zeigen. Ostern bedeutet Rettung und Hoffnung.

""Es ist absolut schockierend", sagt Perera. "Es hat diese Warnungen gegeben - und die sind einfach durchs Netz gefallen.""

Die sind nicht "einfach durchs Netz gefallen", sondern allem Anschein nach einfach ignoriert worden.

Offenbar gab es Warnungen

und sie wurden nicht ernst genug genommen. Das gab und gibt es in Europa leider auch. Genau wie die Radikalisierung, bei der Hassprediger ungehindert aufstacheln können und viel zu selten beobachtet oder gar belangt werden. Fakt ist aber, dass die Anschläge von islamistischen Fanatikern ausgeführt wurden, unabhängig davon, was die Behörden hätten unternehmen können

Vergleiche mit Christchurch

Die hier von den Islamgegnern gern bemühten Vergleiche mit der medialen Aufarbeitung des Christchurch-Massakers, mit denen den Medien ein pro Islam-Bias unterstellt werden soll, gehen komplett in die Irre.

In Sri Lanka dauerte es Tage, bis die Regierung eine Erklärung veröffentlichte und noch länger, bis es ein Bekennerschreiben gab. Die Hintergründe sind aber immer noch unklar. Außer natürlich für die, denen es reicht, daß "der Islam" irgendwie schuld ist.

In Christchurch gab es einen Attentäter, der vor der Tat ein Manifest veröffentlichte und seine Tat dann filmte und live in sozialen Netzwerken übertrug. Er hat also von Beginn an für größtmögliche Klarheit gesorgt.

Das hat selbstverständlich Folgen, was die Berichterstattung betrifft.

Und die Vergleiche mit der Berichterstattung über Myanmar verstehe ich überhaupt nicht. Da geht es nicht um spektakuläre Terroranschläge, sondern um jahrzehntelange Unterdrückung. Das ist berichterstattungstechnisch eine komplett andere Baustelle.

14:58 von fathaland slim

Sie absurdisieren den Integrationsbegriff, wenn sie ihn auf Deutsche anwenden. Das ist nicht hilfreich und es ist auch keine echte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Beitrag, auf den Sie antworten (wollen). Um mal nicht davon zu sprechen, dass die RAF von der PLO mit ausgebildet wurde ...

15:00 von Hr. Paschulke

Habe ebenfalls den Koran gelesen und kann ihnen nur zustimmen.

15:06 von wie-

Der christliche Glaube ist hingegen nicht so zu verstehen, dass man "Möglichkeiten zum Dialog und zur Versöhnung, zum Voneinander lernen" nur den Fremden entgegenbringt ...

@ MatthiasS 14.27h - Buchstabensuppe u. Wortsalat

...........Ja - aber fanatische (=überzeugte) Christen sind radikal nächstenliebend - das nennt sich dann "feindesliebend" (siehe Bibel). Und auch darin zeigt sich die fanatische Radikalität der Christen. Vorbildhaft zu erkennen bei der Ostertat Jesu am Kreuz und vorab. Von ihm stammt der Begriff "Christ"(us). Die Ostertat der Islamisten in Sri Lanka ist das Gegenteil von feindesliebend...................

Toll, was Ihre Küche da so fabriziert. Einfach mal ein paar christliche "Fachbegriffe" durcheinander wirbeln (gerührt -nicht geschüttelt) und schon hat man wahnsinnig überzeugende Pseudo-Argumente. Geben Sie auch Seminare??

@ 15:06 von wie-

"Daher würde ich mich deutlich mehr von Ihrem "überzeugten göttlich Inspiriertsein" wünschen, wenn Parteien mit dem großen "C" im Namen oder Parteien, die sich als "Alternative" sehen, sich zu den wahren Werten des "jüdisch-christlichen Abendlands" bekennen, wenn es in Debatten um Asyl und Migration sowie Entwicklungszusammenarbeit geht."
.
Boah, jetzt wird mir echt schlecht.
"göttlich Inspiriertsein"? Was ist das?
Die yogischen Flieger? Der Bhagwan? Fiat Lux?
Die Werte des "jüdisch-christlichen Abendlands"?
Ohne die wären wir schon vorher auf dem Mond gewesen.
Ich verzichte da gerne und von ganzem Herzen drauf.
Und klar, dass bei einem ganz anderem Thema von Ihnen jetzt wieder "Asyl und Migration" mit rein muss!
.
Was bin ich? Sind Sie vielleicht Frau Roth?

15:00, Hr. Paschulke

>>@ fathaland slim
Ich brauch nicht arabisch zu sprechen, es reichen gängige Übersetzungen. Und merkwürdigerweise legen hauptsächlich Islamapologeten wie Sie den Koran friedlich aus, wie Umfragen unter Glaubensanhängern gezeigt haben (bspw. vom Pew Research Center). Die Gläubigen tun das meist nicht. Auch ein Blick auf die Realität kann hilfreich sein, wenn dieser nicht völlig von Wunschdenken verschleiert ist.<<

Ich bin kein Islamapologet, sondern ein Verfechter der Religionsfreiheit und damit unseres Grundgesetzes. Ich positioniere mich entschieden gegen Hetze, die nichts anderes tut als das Geschäft des IS zu betreiben, mit dem Sie die Koranauslegung teilen. Sie haben mir übrigens immer noch nicht mitgeteilt, auf welche gängige Koranübersetzung Sie sich beziehen, was in mir den Verdacht nährt, daß Sie Ihre Korankenntnis eher aus Sekundärliteratur beziehen, und da wohl eher aus Werken von Hans-Thomas Tillschneider als aus denen von Thomas Bauer.

@DerGolem

Ich erkenne keine "Fachbegriffe" oder gar "Pseudo-Argumente". Bitte genauer erläutern, damit wir Sie verstehen können.

15:00, Hr. Paschulke

>>Sie können aber mir gerne erläutern, wie man bspw. "„Und tötet sie, (die Ungläubigen) wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben." pazifistisch auslegen kann. Davon abgesehen, wurde der Islam von Beginn an mit dem Krummsäbel verbreitet. So zu tun, als wären Mohammed und seine Anhänger friedfertig gewesen, ist an Absurdität kaum zu überbieten. Beschäftigen Sie sich doch bei Gelegenheit bitte mal mit der Islamischen Expansion - Feldzüge über Feldzüge. Von wegen friedfertig!<<

Ich erspare mir, mit kriegerischen Bibelstellen zu kontern. Die finden Sie im Netz auf ähnlichen Seiten wie denen, auf denen Sie Ihre Koransuren finden.

Und beschäftigen Sie sich doch bitte bei Gelegenheit mit der christlichen Expansion. Die stellt die islamische, was ihre Blutigkeit angeht, nun wirklich bei weitem in den Schatten.

Sie sollten wirklich mal Ihre ideologische Brille absetzen.

@um 15:16 von fathaland slim

Da geht es nicht um spektakuläre Terroranschläge, sondern um jahrzehntelange Unterdrückung.
---
Das ist Geschichtsverklärung pur.
In Myanmar wollte man einen islamischen Staat gründen und abspalten.
Das ist hochbrisant. Und Terroranschläge gab es da durch Islamisten genügend, die der Verfolgung vorausgingen. Polizeistationen in Myanmar wurden gesprengt, etc.
Dass ein Opfer auch zuvor aktiver Täter gewesen sein kann, sollte man nicht unterschlagen.

15:19, Phonomatic

>>14:58 von fathaland slim
Sie absurdisieren den Integrationsbegriff, wenn sie ihn auf Deutsche anwenden. Das ist nicht hilfreich und es ist auch keine echte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Beitrag, auf den Sie antworten (wollen). Um mal nicht davon zu sprechen, dass die RAF von der PLO mit ausgebildet wurde ...<<

Das Stilmittel der sanften Ironie, mit dem man durchaus Zusammenhänge verdeutlichen kann, ist Ihnen fremd?

@ und wie- ( und @fathaland)

Zustimmung zu Ihrem Post...

Und: "Die Größe und Menschlichkeit des Auferstandenen Christus ist oft schwierig anzunehmen und nachzuleben. Aber es ist möglich, wie tausende von Vorbildern zeigen."

In der Tat eine große Herausforderung!

Nächstenliebe heisst nicht Gleichgültigkeit oder Wertelosigkeit - im Gegenteil. Nächstenliebe heisst Anteilnahme.
Daher: Die Feindesliebe gilt auch den Attentätern in Sri Lanka gegenüber und überwindet den durch ihre Tat erzeugten Hass - thematisiert aber ihre Tat und relativiert sie nicht, wie politisch & medial oftmals hier geschieht!
Daher: "Pray for Sri Lanka" - schliesst auch die Attentäter und ihre Umgebung mit ein.

Christlicher Glaube: Versöhnung

24. April 2019 um 15:32 von Phonomatic

Gerade und insbesondere "den Fremden" sind Dialog, Versöhnung und Voneinander lernen anzubieten.

Denn: wenn man sich nur unter seinesgleichen bewegt, nur die anspricht, die man kennt und schätzt, seine Welt abschottet, Grenzen zieht, sich quasi nur in seiner persönlichen Filterblase bewegt, seiner persönlichen Komfortzone, wie kann dann gelingen, seinen Nächsten zu erkennen.

Christsein verlangt proaktives Handeln, sein Gegenüber verstehen, seine Bedürfnisse erkennen, gerade denen, die in Not und Bedrängnis sin, Hilfe und Beistand anbieten, aufmerksam und achtsam sein, in Verantwortung für sich selbst und für andere handeln. Die Botschaft Jesu Christi erfordert ein gewisses Maß an Radikalität im guten Sinne, da Konventionen, Eingefahrenes, eigene Vorurteile und eingeübte Haltungen zu überwinden sind.

Merke: die Gottesliebe und die Nächstenliebe sind die obersten Prinzipien des Christentums.

15:27, Barbarossa 2

>>15:00 von Hr. Paschulke
Habe ebenfalls den Koran gelesen und kann ihnen nur zustimmen.<<

Können denn wenigstens Sie mir verraten, welche der über zwanzig deutschen Koranübersetzungen Sie gelesen haben?

Diese Frage stelle ich immer wieder, wenn Foristen hier kundtun, sie hätten den Koran gelesen, ernte aber, wenn überhaupt, dann nur ausweichende Antworten.

Und Sie haben den Koran wirklich gelesen?

Dann möchte ich Ihnen meinen tiefempfundenen Respekt ausdrücken. Das Buch ist nämlich fast unlesbar.

Sri Lanka vs Christchurch

Ich finde es unsinnig, diese beiden Terroranschläge gegeneinander zu stellen. In beiden Fällen wurden unschuldige Menschen getötet, die das nicht im Geringsten verdient haben. Ich verachte den bzw. die Verantwortlichen gleichermaßen und jedes Opfer tut mir gleichermaßen leid. Der einzige legitime Grund jemanden zu töten, ist Notwehr zur Abwendung einer akuten Gefahr, wenn es keine anderen Weg gibt, diese zu beseitigen. Alles Andere ist Mord. Und da ist es mir völlig egal, ob es Christen, Muslime oder sonst jemanden trifft.

Vergleiche mit Christchurch

Können wir das bitte mal lassen, die Attentate in Sri Lanka und in Christchurch miteinander zu vergleichen? Es handelt sich in beiden Fällen um furchtbare, verwerfliche und durch nichts zu rechtfertigende Taten.

Jedes Aufrechnen von muslimischen, christlichen oder sonst welchen Opfern und Tätern gegeneinander führt völlig in die Irre, lenkt vom Thema ab und relativiert potenziell die Monstrosität der Taten. Schlimm genug, dass die srilankische Regierung solch eine Beziehung andeutet. Das muss man nicht noch aufgreifen.

15:27 Barbarossa 2

Dass Sie den Koran gelesen haben, bezweifle ich. Oder sind Sie des Arabischen mächtig? Dann Hut ab.
Vermutlich war es aber eine der vielen Übersetzungen mit Auslegung.
Info: Die Ahmadiyya legen den Koran ganz anders aus, als die saudischen Wahabiten. Was Sie hier in Deutschland meist zu lesen bekommen, das ist der“Koran“ der Wahabiten.

15:32, Phonomatic

>>15:06 von wie-
Der christliche Glaube ist hingegen nicht so zu verstehen, dass man "Möglichkeiten zum Dialog und zur Versöhnung, zum Voneinander lernen" nur den Fremden entgegenbringt ...<<

Wer hat denn so etwas behauptet?

Dasselbe in Grün

"...So zu tun, als wären Mohammed und seine Anhänger friedfertig gewesen, ist an Absurdität kaum zu überbieten. Beschäftigen Sie sich doch bei Gelegenheit bitte mal mit der Islamischen Expansion - Feldzüge über Feldzüge. Von wegen friedfertig!"

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Wie würden Sie denn in diesem Zusammenhang die Geschichte des Christentums beurteilen? Wo unterscheidet diese sich bei solch einer Bewertung von der des Islam?

Ich sehe übrigens beide Religionen, teilweise aus gleichen und teilweise aus unterschiedlichen Gründen, kritisch.

Ich sehe aber auch den Menschen hinter der/dem Gläubigen, egal welcher Religion sie/er angehört.

Ich möchte Hasnain Kazim zitieren:

"Keine Religion ist per se gut oder schlecht, sondern sie ist das, was Menschen aus ihr machen. Menschen, nicht irgendein Gott, nicht irgendein Prophet, sondern Menschen."

Die zweitausendjährige Geschichte sowie die Gegenwart "unseres" Christentums bietet dafür reichlich Anschauungsmaterial.

@ 14:54 Barbarossa2

Den Unterschied von Religion und Rassismus sowie den Unterschied zwischen Religion und fanatischem Terror verwischen hier andere als der User wie-. Mich macht es langsam ratlos, wie bestimmte User (und wohl auch bestimmte politische Richtungen und Gruppierungen) nicht begreifen, wessen Handwerk sie betreiben, wenn Sie den fürchterlichen Terror (den wir islamistisch nennen, weil die Täter und ihre Organisationen den Islam als Rechtfertigung übelst missbrauchen) in fast pawlowscher Manier mit genereller Muslimkritik und Islamfeindlichkeit reagieren. Die generelle Islamfeindlichkeit in unserem Land ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Genau das sollte auf Sri Lanka nicht passieren, und als jemand, der Sri Lanka seit Jahrzehnten kennt, hoffe ich darauf, das die friedliche Koexistenz (und oft genug Kooperation) der religiösen Gruppen und Gemeinschaften, die über jahrzehntelangen Bürgerkrieg hielt, auch weiter für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen Spaltung wirkt.

@14:27 von MatthiasS

Ihre Überzeugung in Ehren, aber hier missbrauchen Sie Begriffe. Der Vorposter (Sausevind) hatte von "fanatischen Christen" gesprochen, und das war klar negativ gemeint.

Dass Sie sagen, Christen müssten eigentlich "fanatisch" in einem positiven Sinne sein, nämlich fanatisch und radikal in der Nächstenliebe, stimmt sicher auch. Aber dennoch sind das zwei sehr unterschiedliche Begriffe von Fanatismus, und auch sicher nicht dieselben Menschen, die jeweils "fanatisch" sind.

Um nochmal auf Sausevind zurück zu kommen: "Das Attribut 'Christ' ist nicht geschützt." Stimmt natürlich. Trotzdem habe ich (ganz subjektiv) eine grobe Vorstellung, was einen Christen ausmacht. Dazu gehört vor allem ein Bezug zur Botschaft Jesu, und das kann ich ganz schlecht in Einklang bringen mit Kommentaren, die überwiegend von Neid, Hass und Intoleranz geprägt sind.

@ 15:00 Hr. Paschulke

Wollen Sie wirklich den Koran als "Steinbruch" hernehmen, um die notwendige Auslegung/Exegese zu umgehen, und einzelne Sätze politisch instrumentalisieren? Da kann man dann ganz schnell die andere Waagschale füllen: "Dass du den Armen speist und den Friedensgruß dem entbietest, den du kennst und dem, den du nicht kennst.“ „O Ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit Ihr Euch einander kennen möget. Der Edelste von euch ist vor Allah derjenige, der am gottesfürchtigsten ist." "Darum wetteifert miteinander im Guten! Zu Gott werdet ihr dereinst zurückkehren, und Er wird euch aufklären über das, worüber ihr uneins seid." Und: "Wenn einer erhält jemanden am Leben: es soll sein, als hätte er erhalten die Menschen am Leben, allesamt, wie auch die Tötung eines Menschen derartist, als hätte er getötet die Menschen allesamt." Im Koran wie in der Bibel finden Sie Sätze, die man auslegen muss, will man sie verstehen.

15:00, Hr. Paschulke

Sie bezeichnen mich als Islamapologeten.

Es gibt hier im Forum ja öfters mal Threads, die die katholische oder evangelische Kirche zum Thema haben. Da tauchen dann auch massenhaft Religions- und Kirchenkritiker auf.

Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, daß ich mich gegen die ebenso positioniere, wie ich das hier mit den "Islamkritikern" tue?

Bin ich jetzt auch ein Christentums- oder Kirchenapologet?

@13:26 von Giselbert

Artikel: "haben schon darauf hingewiesen, dass sie sehen, wie junge Leute sich radikalisieren, doch hier wird nichts dagegen unternommen."

"Diese Gefahr sehe ich auch bei uns."

Ich auch! Zumal kürzlich im SPIEGEL zu lesen war, dass die Behörden gegen Dschihad-Rückkehrerinnen wenig in der Hand hätten. Von 23 Frauen sind nur 4 inhaftiert. Terroerexperten des Uno-Sicherheitsrats haben vor wenigen Wochen davor gewarnt, mit IS-Anhängerinnen zu nachsichtig zu sein. Aber genau das ist hier in Deutschland der Fall.

Warum gilt ausgerechnet bei diesem Personenkreis die Unterstützung einer terrorristischen Vereinigung nicht als Straftat?

@ 13:27 yolo

Welche "Zugeständnisse" machen wir denn? Und wie kommen Sie darauf, dass "unser Staat nichts unternimmt"? Das Thema der Ausbildung der Imame und der Beobachtung radikaler Gruppierungen ist doch nicht neu und wird angegangen; nur ein Beispiel: etliche Moscheenvereine, die die Religionsfreiheit für fundamentalistische Bestrebungen missbrauchten, sind verboten worden. Das wissen Sie als regelmäßiger Leser und Kommentierer doch. Das können Sie übrigens auch in Bundestagdrucksachen belegt finden.

Ob diese Worte..

Am 24. April 2019 um 13:18 von derdickewisser
Egal, ob es Pannen gab -
der Terror ist nicht das Produkt von Fehlern der Behörden. Der Terror ist das Verbrechen von fanatisierten Tätern. Aus welcher Ecke die mal wieder kommen, ist ja jetzt bekannt.

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..auch fallen würden, wenn der Anschlag in Deutschland passiert wäre und die Bundesregierung diese Hinweise gehabt hätte?
Ob da dann immer noch nur die "fanatisierten Täter" die alleinige Schuld tragen würden?

Erleuchten Sie uns bitte

Am 24. April 2019 um 14:22 von MatthiasS
@yolo - christlichen Opfer kaum thematisiert
"Hier wird über Staatsversagen statt über Opfer berichtet. Die christlichen Opfer werden kaum erwähnt, muslimische Attentäter auch kaum.
...
Muslime genießen bei uns einen medialen Schutz, ..."

Sehr richtig beobachtet!! Lesen Sie, was Maas twittert zu Sri Lanka im Unterschied zu dem, was er getwittert hat zu Churchtown. Das ist in meinen Augen einfach nur unverschämt!

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Was hat unser Außenminister denn zu Sri Lanka und was zu Churchtown getwittert?
Ich bin gespannt.

@ 16:08 fathaland slim

Wie recht Sie haben, und das sage ich als bekennender Christ, der sehr mit seiner Kirche und ihrer oft massiven Veränderungsresistenz hadert. Die Geschichte des Christentums ist auch eine Geschichte von Gewalt, Unterdrückung und - theologisch gesprochen - Gottesferne, aber ich erlebe sie auch als Geschichte von Solidarität, Engagement, Anwaltrolle für (besser; "mit" und "durch"...) Benachteiligte und Minderheiten. Das eine hebt das andere nicht auf, aber das andere wird auch nicht wirkungslos durch die dunklen und mit vollem Recht zu kritisierenden Kapitel. Und genauso sehe ich das bei anderen Religionen, auch beim Islam.

Amen

Am 24. April 2019 um 16:08 von fathaland slim
Ich möchte Hasnain Kazim zitieren:
"Keine Religion ist per se gut oder schlecht, sondern sie ist das, was Menschen aus ihr machen. Menschen, nicht irgendein Gott, nicht irgendein Prophet, sondern Menschen."

Die zweitausendjährige Geschichte sowie die Gegenwart "unseres" Christentums bietet dafür reichlich Anschauungsmaterial.

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Das mal als Basis zu verinnerlichen würde dem einen oder anderen in diesem Forum gut tun.

15:42 von fathaland slim

>>ch erspare mir, mit kriegerischen Bibelstellen zu kontern. Die finden Sie im Netz auf ähnlichen Seiten wie denen, auf denen Sie Ihre Koransuren finden.

Und beschäftigen Sie sich doch bitte bei Gelegenheit mit der christlichen Expansion. Die stellt die islamische, was ihre Blutigkeit angeht, nun wirklich bei weitem in den Schatten<<

Ihnen ist es wohl wichtig, vom Thema Islam oder entsprechende Attentate, die von radikalen Moslems begangen wurden, abzulenken und sofort auf das Christentum zu lenken.

Die Gewaltverse aus dem Alten Testament waren auf die damalige Zeit bezogen, im Unterschied zu den Koranversen, die seit knapp 1400 Jahren bis zum heutigen Tag gültig sind und von einigen radikalen Moslems befolgt werden.

Bitte sagen den Lesern einmal, wo es im Christentum Verse gibt, die heute noch Gewalt gegen Ungläubige ausüben sollen!

(Es gibt auch das Neue Testament und die Lehre Jesu, die zum Gegenteil ausrufen. Könnte man bedenken, wenn man es wollte)

15:44, yolo

>>@um 15:16 von fathaland slim
Da geht es nicht um spektakuläre Terroranschläge, sondern um jahrzehntelange Unterdrückung.
---
Das ist Geschichtsverklärung pur.
In Myanmar wollte man einen islamischen Staat gründen und abspalten.
Das ist hochbrisant. Und Terroranschläge gab es da durch Islamisten genügend, die der Verfolgung vorausgingen. Polizeistationen in Myanmar wurden gesprengt, etc.
Dass ein Opfer auch zuvor aktiver Täter gewesen sein kann, sollte man nicht unterschlagen.<<

Sie werfen mir Geschichtsverklärung (ein Begriff, den ich noch nie gehört habe) vor?

Dann werfe ich Ihnen komplette historische Unkenntnis vor, denn der bewussten Lüge möchte ich Sie nicht bezichtigen.

Es ist ja eindeutig, daß Sie den Islam und damit die Moslems in ihrer Gesamtheit auf den Tod nicht ausstehen können, aber beschäftigen Sie sich doch trotzdem mal ein wenig mit der Geschichte Myanmars und der Rohingya abseits von "islamkritischen" Quellen.

Für den Anfang reicht Wikipedia.

@ 13:38 Einfach Unglaublich

Wer lenkt denn von den Schuldigen ab?

Der Islam hat ein Problem

und das muss endlich mal anerkannt werden.

14:36 von wie-@ um 13:11 von yolo

"Tatsächlich unterscheidet sich die Wirkrichtung diese Methode nicht allzu sehr von den abscheulichen Taten der Islamextremisten in Sri Lanka."

Mit dieser Bemerkung gehen Sie entschieden zu weit. Auch damit betreibt man Spaltung.

@ 13:50 Marcus2

Wenn Sie sich mit den Strategien und Zielen des IS bzw. dem, was man darüber wissen kann, beschäftigt haben, wissen Sie, dass das, was Sie als "sehr steile These" in deen Bereich der Abwegigkeit zu schieben versuchen, zu den Kernelementen des IS gehört: Man will eine Destabilisierung v.a. westlicher Gesellschaften, indem man den "Bazillus", es gehe um den Kampf religiöser Welten gegeneinander, verbreitet. Dafür ist den islamistischen Terror-Organisationen sogar der wachsende Hass gegen des Islam ein parates Mittel, denn es geht ihnen nicht um Religion oder gar Spiritualität und religiöse Lebensgestaltung, sondern um die Spaltung der Gesellschaften und dadurch initiierten Machtzuwachs. Genau das meint der Bericht mit der Aussage: "Der internationale Terrorismus-Experte ... sieht in den Attentaten von Sri Lanka einen gezielten Versuch, Religionen und Gesellschaften gegeneinander aufzuhetzen."

@16:44 von morgentau19

Man kann mit der Bibel durch geeignetes Aus-dem-Kontext-Reißen alles beweisen und auch das Gegenteil.

Hier im Forum hatte ernsthaft schon jemand behauptet, der Satz "wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen" sei eine Legitimation der Todesstrafe. Was natürlich völlig absurd ist.

Jetzt habe ich den Koran nicht gelesen (wohl so ungefähr als einziger hier, scheint mir...), aber ich kann mir gut vorstellen, dass man durch selektives Zitieren auch mit dem Koran zu Gewalt aufrufen kann. Daher würde ich mich schon auf jemanden verlassen, der einigermaßen Erfahrung mit der Auslegung des Korans hat.

@16:32 von fathaland slim

Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, daß ich mich gegen die ebenso positioniere, wie ich das hier mit den "Islamkritikern" tue?

Ja, ist mir aufgefallen. Und das rechne ich Ihnen hoch an.

@15:34 von fathaland slim

//@15:00, Hr. Paschulke

"Ich bin kein Islamapologet, sondern ein Verfechter der Religionsfreiheit und damit unseres Grundgesetzes."//

Die Freiheit des Einen hört aber genau dort auf, wo sie die Freiheit des Anderen beschneidet. Genau hier gibt es aus meiner Sicht die Probleme mit vielen (nicht allen) Muslimen.

16:44, morgentau19

>>Die Gewaltverse aus dem Alten Testament waren auf die damalige Zeit bezogen, im Unterschied zu den Koranversen, die seit knapp 1400 Jahren bis zum heutigen Tag gültig sind und von einigen radikalen Moslems befolgt werden.

Bitte sagen den Lesern einmal, wo es im Christentum Verse gibt, die heute noch Gewalt gegen Ungläubige ausüben sollen!

(Es gibt auch das Neue Testament und die Lehre Jesu, die zum Gegenteil ausrufen. Könnte man bedenken, wenn man es wollte)<<

Sie drehen sich die Sache so, wie es gerade passt.

Natürlich gilt das alte Testament. Es ist Teil der Bibel.

Das Zauberwort heißt Exegese, im Christentum wie im Islam.

Ich empfehle die Koranstellen, die der User "andererseits" in seinem Kommentar um 16:27 zitiert. Die gelten ebenso wie die Stellen, die Herr Pachulke zitiert.

Ja, es ist schon ein Kreuz mit der Widersprüchlichkeit der heiligen Bücher. An der scheitern alle, die einer wörtlichen Auslegung das Wort reden.

16:27 von andererseits

>> @ 15:00 Hr. Paschulke
Wollen Sie wirklich den Koran als "Steinbruch" hernehmen, um die notwendige Auslegung/Exegese zu umgehen, und einzelne Sätze politisch instrumentalisieren? Da kann man dann ganz schnell die andere Waagschale füllen: "Dass du den Armen speist und den Friedensgruß dem entbietest, den du kennst und dem, den du nicht kennst.“ >>

Danke für das, um das Sie sich hier in positiver Weise bemühen.
Meiner Meinung nach ist man mental nicht auf der Höhe unserer Kultur, wenn man Schriften noch immer zu "Heiligen Schriften" erklärt und sie, statt als Anregung, als Wahrheitsquelle benutzt.

Terroristen nutzen sie, um daraus den Terror abzuleiten, und doch sind nicht diese Schriften die Ursache des Terrors.

@ 16:46 HAG63

Sehe ich auch so: der Islam und die überwältigende Mehrheit der Muslime, die - entsprechend der Wortbedeutung "Islam" - friedliebend sind und den Terror verurteilen wie jeder ethisch verankerte Mensch, müssen sich vermehrt gegen die pauschale Verurteilung und die zunehmende Islamfeindlichkeit wehren. Und wir sollten Sie dabei unterstützen. Oder meinten Sie etwas anderes?

15:42 von fathaland slim@15:00, Hr. Paschulke

//Ich erspare mir, mit kriegerischen Bibelstellen zu kontern. Die finden Sie im Netz auf ähnlichen Seiten wie denen, auf denen Sie Ihre Koransuren finden.

Und beschäftigen Sie sich doch bitte bei Gelegenheit mit der christlichen Expansion. Die stellt die islamische, was ihre Blutigkeit angeht, nun wirklich bei weitem in den Schatten.//

Wir leben im Jahr 2019. Die Aufklärung auszulassen ist nicht redlich.
Gern wird ja der Vergleich zwischen altem Testament und dem Koran bemüht, um deutlich zu machen, dass in beiden Schriften ähnlich üble Texte stehen. Der Unterschied liegt in der Betrachtung: Man kann alles wörtlich nehmen oder die Geschichten als Gleichnis betrachten und dabei den Hintergrund der Zeit beachten, zu der diese Texte enstanden sind.

15:42 von fathaland slim

"Und beschäftigen Sie sich doch bitte bei Gelegenheit mit der christlichen Expansion. Die stellt die islamische, was ihre Blutigkeit angeht, nun wirklich bei weitem in den Schatten."

Dies war aber nie in Übereinstimmung der Bibel geschehen, dies ist der große Unterschied!
Denn die "Blutigkeit" aus dem alten Testament wurde durch den neuen Bund mit Christus aufgehoben und hat keine Gültigkeit mehr.

Nur dort, wo das neue Testament ausdrücklich ein Gebot des alten T. aufnimmt und für die Christen als verbindlich erklärt, haben Christen dies auch zu halten. (biblische Begründung würde Rahmen sprengen). Das heißt, Christen müssen nicht das ganze AT befolgen, sonder nur die von Gewaltfreiheit geprägten Gesetze u. das NT.

Wann hat es mal einen

Wann hat es mal einen christlichen Selbstmörder gegeben . Ich kann mich an keinen erinnern . Vielleicht weil im Himmel , wo der auch sein mag , keine Personen auf ihn warten ? Wenn eine Religion zum töten
aufruft weil Bilder gemalt und Verse geschrieben wurden ist diese mir schon seit
40 Jahren sehr suspekt .

16:46, HAG63

>>Der Islam hat ein Problem
und das muss endlich mal anerkannt werden.<<

Nicht der Islam hat dieses Problem, sondern viele Länder, in denen der Islam Mehrheitsreligion ist.

In diesen Ländern finden gewaltige Umbrüche statt. Die Menschen sind verunsichert. Verunsicherte Menschen gehen gern reaktionären Demagogen auf den Leim, die ihnen versprechen, die glorreichen alten Zeiten, die es natürlich so nie gab, zurückzubringen. Erschwerend kommt hinzu, daß stinkreiche Ölmonarchien wie Saudi-Arabien oder Brunei ihr Geld dazu verwenden, solche Demagogen zu unterstützen.

Die Wahhabiten sind eigentlich eine skurrile islamische Sekte, grob den Bibeltreuen Christen vergleichbar. Ärgerlicherweise haben sie nahezu unbegrenzte finanzielle Ressourcen und momentan einen US-Präsidenten, der sie besinnungslos hofiert.

16:46, Anna-Elisabeth

>>14:36 von wie-@ um 13:11 von yolo
"Tatsächlich unterscheidet sich die Wirkrichtung diese Methode nicht allzu sehr von den abscheulichen Taten der Islamextremisten in Sri Lanka."

Mit dieser Bemerkung gehen Sie entschieden zu weit. Auch damit betreibt man Spaltung.<<

Nein, das tut er nicht.

Der Forist "wie-" hat absolut Recht. Die Anti-Islam-Hetzer und der IS ziehen am gleichen Strang. Deren Geschäft ist die Spaltung, nicht das des Users "wie-".

Am 24. April 2019 um 15:34 von fathaland slim

"Sie haben mir übrigens immer noch nicht mitgeteilt, auf welche gängige Koranübersetzung Sie sich beziehen, was in mir den Verdacht nährt, daß Sie Ihre Korankenntnis eher aus Sekundärliteratur beziehen, und da wohl eher aus Werken von Hans-Thomas Tillschneider als aus denen von Thomas Bauer."
#
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Auch wenn die Frage an jemand anderen war, hätte ich gerne von Ihnen die Antwort, welcher Koran wird in den deutschen Moscheen verbreitet?

Terrorismus und Nationalismus

Ich verstehe es nicht. Immer wieder behaupten hier Menschen sie würden den Islam kennen, sogar den Koran gelesen zu haben. Sie sehen das Problem im Islam.

Genau das ist das Ziel des Terrorismus. Hass auf beiden Seiten, Angst, Feindschaften und Nationalismus zu stärken.

Wer mit Hass und Fremdenfeindlichkeit reagiert ist das wahre Opfer. Da wird angeblich der Koran studiert aber dieser simple Zusammenhang nicht verstanden...

@fatha Hasnain Kazim

Hier ist schon wieder diese undifferenzierte Art der Relativierung zu erkennen.

Als Religionswissenschaftler kommt mir hier direkt die Frage: Wie definiert dieser Mann nur Religion? Es geht ihm lediglich um eine funktionale Konstruktion und ist damit per se falsch!

Und daran erkennt man die Begrenztheit dieser Aussage! Leider wird daher genau solch Inhalt ständig zur Relativierung von islamistischen Anschlägen genutzt. (siehe oben)
Nein! Es gibt keine Relativierung dieser menschentötenden Handlung!

17:07, Anna-Elisabeth

>>15:42 von fathaland slim@15:00, Hr. Paschulke
//Ich erspare mir, mit kriegerischen Bibelstellen zu kontern. Die finden Sie im Netz auf ähnlichen Seiten wie denen, auf denen Sie Ihre Koransuren finden.

Und beschäftigen Sie sich doch bitte bei Gelegenheit mit der christlichen Expansion. Die stellt die islamische, was ihre Blutigkeit angeht, nun wirklich bei weitem in den Schatten.//

Wir leben im Jahr 2019. Die Aufklärung auszulassen ist nicht redlich.<<

Die Aufklärung hat nichts mit dem Christentum zu tun.

>Gern wird ja der Vergleich zwischen altem Testament und dem Koran bemüht, um deutlich zu machen, dass in beiden Schriften ähnlich üble Texte stehen. Der Unterschied liegt in der Betrachtung: Man kann alles wörtlich nehmen oder die Geschichten als Gleichnis betrachten und dabei den Hintergrund der Zeit beachten, zu der diese Texte enstanden sind.<<

Wer versucht, Bibel oder Koran wörtlich zu nehmen, verheddert sich unrettbar in der Widersprüchlichkeit dieser Bücher.

@16:08 von fathaland slim

//Ich möchte Hasnain Kazim zitieren:
"Keine Religion ist per se gut oder schlecht, sondern sie ist das, was Menschen aus ihr machen. Menschen, nicht irgendein Gott, nicht irgendein Prophet, sondern Menschen."

Die zweitausendjährige Geschichte sowie die Gegenwart "unseres" Christentums bietet dafür reichlich Anschauungsmaterial.//

Nicht nur viele Christen sondern auch Muslime haben ja aus dieser zweitausendjährigen Geschichte gelernt. Es wäre aber wünschenswert, wenn es deutlich mehr Muslime wären. Und genau diese aufgeklärten Muslime gilt es zu unterstützen. Stattdessen werden die Fundamentalisten hofiert. (Ich weiß, ich übertreibe hier ein wenig.)
Wer als Christ bis heute nichts daraus gelernt hat, wird es wohl künftig auch nicht tun.

Am 24. April 2019 um 16:37 von andererseits

"Das Thema der Ausbildung der Imame und der Beobachtung radikaler Gruppierungen ist doch nicht neu und wird angegangen; nur ein Beispiel: etliche Moscheenvereine, die die Religionsfreiheit für fundamentalistische Bestrebungen missbrauchten, sind verboten worden."
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Diese Vereine wurden teils über Jahre mit deutschen Steuergelder mitfinanziert, das wissen Sie auch, oder?
Selbst wenn muslimische Mitbürger den Mut hatten die deutschen Behörden zu informieren, wurde über Jahre weggesehen.

@McColla

"Das mal als Basis zu verinnerlichen würde dem einen oder anderen in diesem Forum gut tun."

Nein, das wäre nicht gut. Tötungen müssen klar und deutlich als solche verurteilt werden. Tat und Täter sollen klar benannt werden.
Stichwort: "whataboutism" - Keine Relativierungen dürfen davon ablenken!

17:07 Giselbert

>>15:42 von fathaland slim
"Und beschäftigen Sie sich doch bitte bei Gelegenheit mit der christlichen Expansion. Die stellt die islamische, was ihre Blutigkeit angeht, nun wirklich bei weitem in den Schatten."

Dies war aber nie in Übereinstimmung der Bibel geschehen, dies ist der große Unterschied!
Denn die "Blutigkeit" aus dem alten Testament wurde durch den neuen Bund mit Christus aufgehoben und hat keine Gültigkeit mehr.<<

Aha.

Die christlichen Eroberer und Missionierer, die Inqisitoren etc. handelten also nicht in Übereinstimmung mit der Bibel, der IS aber handelt in Übereinstimmung mit dem Koran?

Kann es sein, daß sie die Koranauslegung der Terrorpropagandisten teilen, die Bibelauslegung der christlichen Kolonisatoren aber nicht?

Das wäre dann allein Ihre Sache und könnte keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben.

17:24, MatthiasS

>>@fatha Hasnain Kazim
Hier ist schon wieder diese undifferenzierte Art der Relativierung zu erkennen.

Als Religionswissenschaftler kommt mir hier direkt die Frage: Wie definiert dieser Mann nur Religion? Es geht ihm lediglich um eine funktionale Konstruktion und ist damit per se falsch!

Und daran erkennt man die Begrenztheit dieser Aussage! Leider wird daher genau solch Inhalt ständig zur Relativierung von islamistischen Anschlägen genutzt. (siehe oben)
Nein! Es gibt keine Relativierung dieser menschentötenden Handlung!<<

Niemand, wirklich niemand versucht hier diese Handlungen zu relativieren. Wie Sie als Religionswissenschaftler dies in das Zitat von Herrn Kazim hineindeuten können, ist mir absolut rätselhaft. Ihnen scheinen die textexegetischen Pferde durchzugehen.

Ein sehr schöner Kommentar

Am 24. April 2019 um 17:23 von DemokraSte
Terrorismus und Nationalismus
Ich verstehe es nicht. Immer wieder behaupten hier Menschen sie würden den Islam kennen, sogar den Koran gelesen zu haben. Sie sehen das Problem im Islam.

Genau das ist das Ziel des Terrorismus. Hass auf beiden Seiten, Angst, Feindschaften und Nationalismus zu stärken.

Wer mit Hass und Fremdenfeindlichkeit reagiert ist das wahre Opfer. Da wird angeblich der Koran studiert aber dieser simple Zusammenhang nicht verstanden...

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Vielen Dank für diese Veranschaulichung!

@17:24 MatthiasS

Die Aussage, dass Sie Religionswissenschaftler sind, erstaunt mich doch einigermaßen, besonders wenn Sie sich auf das Zitat (Hasnain Kazim) beziehen. Als Religionswissenschaftler müsste Ihnen die Unterscheidung der spirituellen Wurzeln, der geschichtlichen Ausformungen und auch der Instrumentalisierung von Religionen im Sinne von Macht und Gewalt sehr vertraut sein, stattdessen reden Sie von Relativierung. Wer waren denn Ihre Lehrer*innen, und an welcher Uni? Würde mich wirklich interessieren.

17:22, tagesschlau2012

>>Auch wenn die Frage an jemand anderen war, hätte ich gerne von Ihnen die Antwort, welcher Koran wird in den deutschen Moscheen verbreitet?<<

Das ist von Moschee zu Moschee sehr verschieden. Beliebt ist die Übersetzung der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Die hat den arabischen Originaltext der Übersetzung gegenübergestellt integriert.

17:96 andererseits

Der größte Teil der Muslime wehrt(e) sich gegen pauschale Verurteilungen. Der größte Teil distanziert(e) sich. Das war in den letzten Tagen auf einschlägigen Seiten zu erkennen.
Ich kenne viele Muslime, die allerdings inzwischen am aufgeben sind oder bereits aufgegeben haben, sich zu wehren.
Ein Beispiel gestern: ein Forist forderte (wie üblich) die Distanzierung der Muslime zu diesen Terroranschlägen ein. Ein anderer User wies auf die vielen Trauer-, Verurteilungs- und Distanzierungsbekundungen z.B. auf islam.de hin. Ein Dritter antwortete, dass das allein nicht reiche.
Auf meine Frage, was denn nun von den “normalen“ Muslimen erwartet wird, dass sie allen Forderungen gerecht werden, erhielt ich leider keine Antwort.
Das brint mich zu der Vermutung: es wird niemals richtig oder genug sein. Es sind eben “die Muslime“, ohne Ausnahme.

@17:28 Anna-Elisabeth

Wo werden denn Fundamentalisten hofiert? In meinen Augen de facto genau von denen, die ihnen auf den Leim gehen, indem sie generalisierte pauschale Islamfeindlichkeit "predigen" und sich so mit deren Hass- und Spaltungsabsichten gemein machen. Ansonsten sehe ich weit und breit kein Hofieren.

17:27 von fathaland slim @17:07, Anna-Elisabeth

"Wer versucht, Bibel oder Koran wörtlich zu nehmen, verheddert sich unrettbar in der Widersprüchlichkeit dieser Bücher."

Stimmt. Und so sucht sich jeder Gläubige das, was ihm am ehesten zusagt. Das ist ein Teil des Problems. Ich gehe aber davon aus, dass zumindest die Predigten ich Kirchen inhaltlich mehr Übereinstimmung aufweisen als die Predigten in Moscheen. Bei Letzteren kann ich allerdings nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen und muss mich auf die Richtigkeit der Berichterstattung in seriösen Medien verlassen.

16:16 von Wielstadt

"Um nochmal auf Sausevind zurück zu kommen: "Das Attribut 'Christ' ist nicht geschützt." Stimmt natürlich. Trotzdem habe ich (ganz subjektiv) eine grobe Vorstellung, was einen Christen ausmacht. Dazu gehört vor allem ein Bezug zur Botschaft Jesu, und das kann ich ganz schlecht in Einklang bringen mit Kommentaren, die überwiegend von Neid, Hass und Intoleranz geprägt sind."

Ich stimme Ihnen sehr zu.
Was die Vertreter der Kirchen und Religionen betrifft:
so gehen sie immer mehr aufeinander zu, veranstalten gemeinsame Gottesdienste und versichern sich gegenseitig, dass sie gemeinsame Werte vertreten.
Damit wollen sie auch gerade gemeinsam gegen den Terror - der sich auf sog. Heilige Schriften beruft - entgegenwirken.

Problem sind, wie so oft, diverse Einzelmenschen, die sich genau dagegen wehren.
Darum pochen sie auf das Recht, die Heiligen Schriften wörtlich und anti-theologisch zu deuten und sich dort die Legitimation für Feindbilder zu holen.

Krise der Weltreligionen

24. April 2019 um 16:46 von HAG63

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis:

1) Es gibt "den Islam" nicht, genauso wenig wie es "das Christentum" oder "den Buddhismus" gibt. Bei allen Weltreligionen haben sich mit dem Verlauf der Zeiten und aufgrund vieler Teilungen (Chismen) viele Spielarten unterschiedlicher Riten und Auslegungen ergeben.

2) Wenn "der Islam" oder aber "das Christentum" ein Problem haben, dann mit der Beliebigkeit, der Überangebot an konkurrierenden profanen Angeboten der modernen Konsumgesellschaft. Kurz: den Weltreligionen laufen die Gläubigen davon. Damit schwindet auch die normative Gestaltungs- und Identifikationskraft der Weltreligionen. Laufend entstehen neue, elitäre Glaubensgemeinschaften.

3) Tatsächlich stecken vor allem Männer in der modernen Welt in einer Rollenkrise. Die Folge ist häufig die fanatisierte Zuwendung zu extremistischen Ideologien, da diese Bestätigung in traditionellen Rollenbildern anbieten (die "Verteufelung" der Gendertheorie ist damit ein Muss).

17:24 von MatthiasS

«Als Religionswissenschaftler kommt mir hier direkt die Frage: Wie definiert dieser Mann [Haznain Kazim] nur Religion? Es geht ihm lediglich um eine funktionale Konstruktion und ist damit per se falsch!»

Es verwundert mich, dass Sie als Religionswissenschaftler eine solch "absolutistische" Aussage "per se" treffen.

Alle religiösen Schriften und Bücher haben funktionale Aspekte. Sie sollen Schriften sein, deren Funktion die Anleitung an Gläubige ist, die enthaltenen Worte, Anregungen, Gebote, Verbote, Vorschriften in ihrem gläubigen Leben aktiv zu leben.

Es gibt keine religiösen Schriften mit weiterer Verbreitung, die nur "fundamental-theoretisch" in einem Zirkel der Gelehrten zu diskutieren, und nur dort zu werten wären.

Weg vom Islam, hat z.B. auch "die theoretischste" Beschäftigung mit der Tora bei "fundamentalistischen" Juden funktionale Aspekte. "Die Funktion soll sein", eine gewisse Auslegung zu verbreiten, nach der Gläubige leben sollen.

Alle Religionen haben Funktion …

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