Ihre Meinung zu: Serbiens Präsident mobilisiert Tausende Anhänger zu Demo

20. April 2019 - 10:52 Uhr

Serbiens Präsident Vucic reagiert auf die Proteste gegen ihn - mit einer Art Tour durch das ganze Land. Zu der Pro-Vucic-Demo gestern in Belgrad kamen Zehntausende. Doch es gibt Zweifel daran, dass sie alle freiwillig da waren.

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Kommentare

Serbiens Präsident mobilisiert Tausende Anhänger zu Demo...

Vucic ist nicht besonders beliebt.Wegen seiner neoliberalen Politik.Er setzt auf niedrigste Löhne um "Investoren für das Land zu interessieren".Und auf Investorenprojekte wie "Belgrad am Wasser",auf unbezahlbare Wohnungen für die Mehrheit.

Allerdings sollten sich bestimmte Kreise außerhalb Serbiens keine Hoffnungen machen:Auch die Opposition ist zwanzig Jahre nach der Zerstörung des Landes nicht gerade geschmeidig für NATO und EU.

Präsident mobilisiert Tausende ... damit kann man..

wie Maduro und seine Anhänger, wie die Rot- und Gelbhemden in Thailand, oder wie die Schalträger der Ukraine auf ein "Gleichgewicht" hindeuten, oder die Gesellschaftliche Spaltung vorführen - viel mehr geht nicht. Wer Chef eines Landes sein will, hat mehr zu tun, er muss die Gräben zuschütten, die Pros und Kontras überbrücken und daraus ein im dialektischen Sinne neues schaffen, oder zum Wohle seines Landes das Weite suchen.

sog. neoliberale politik oder der anschein

ist für jeden linksgeleerhten ein dunkelrotes tuch. da springt er drauf an

Das Parteibuch als Garant für Glückseeligkeit

Serbien ist nicht das einzige Land, in dem Posten in staatlich geförderten oder abhängigen Organisationen nur nach der Parteizugehörigkeit bzw. nach Loyalitätsbekundungen verteilt wurden und werden.

In Serbien war das schon unter den Osmanen so, danach den Fürsten und später Königsfamilien, unter Tito, unter Herrn Milosevic, unter dem Putschisten oder auch Wahlgewinnern (jenachdem wie man es sieht!) unter der DOS-Regierung seit Herrn Kostunica bis hin zu Herrn Vucic der es meiner Meinung nach versteht im besonderen Maße dieses System der Abhängigkeiten zu perfektionieren und auszubauen.

Mein Punkt ist, geht Herr Vucic, kommt eine andere Person, eine andere Partei, die genau das selbe macht. Denn von der Opposition in Serbien, kann ich niemanden erkennen der eine autochtone Politik führen will. Der Großteil der es über den Zensus schafft ist immer noch auf dem "Weg in die EU". Der für mich persönlich ein Weg in den Abgrund ist.

@ Bernd Kevesligeti um 11:04

"Allerdings sollten sich bestimmte Kreise außerhalb Serbiens keine Hoffnungen machen:Auch die Opposition ist zwanzig Jahre nach der Zerstörung des Landes nicht gerade geschmeidig für NATO und EU."

Ich kann Ihren Kommentar nicht ganz einordnen. Herr Vucic ist m.E. ein absoluter NATO und EU Mann. Er gibt sich zwar gerne vor der serbischen Bevölkerung und seinen Wählern anders, aber gerade er hat bezüglich der serbisch besetzten Provinz Kosovo und Metochien den Albanern ihre Institutionen weiter ausgebaut. So wie die Vorgänger vor ihm auch. Herr Vucic sitzt mit Herrn Clinton und schwätzt freundschaftlich und hat Tony Blair als Berater engagiert. Ganz zu schweigen von der Hyperverschuldung seit Vucic, die es davor auch gab, aber nie in dem Tempo voranschritt.

Der Großteil der politischen Alternative ist m.M.n. leider auch nicht besser.
Die werden den Leuten während der Wahl nach dem Mund reden und wenn sie dann gewählt worden sind, wird eine ganz andere Platte abgespielt und umgesetzt.

Was wird aus Jugoslawien ?

Das ehemalige Jugoslawien kommt nicht zur Ruhe und nicht zu geordnete demokratische Verhältnisse. Wahlbeeinflussung, Verhinderung der Wahlteilnahme, Bestechungen, Pressionen, Kriminalität gab und gibt es in jeder Teilrepublik nicht nur in Serbien. Und es wird nicht weniger sondern objektiv mehr. Wie soll dies den in Zukunft weiter gehen ? Sollen diese Staaten denn ihre Streitigkeiten innerhalb der EU als EU Mitglied austragen ? Ich vermisse ein tragendes , langfristiges Konzept bevor weiter über EU Mitgliedschaft gesprochen wird.

re von Pilepale

Den Herr Vucic schätzen Sie schon richtig ein.Blair als "Berater" engagieren,einen der vor 20 Jahren mit dabei war,daß Land zu zerstören(Clinton natürlich auch).

Aber die Opposition,mal sehen.Vielleicht setzen sich da auch vernünftige Kräfte durch.

@ Karl Napf um 15:07

"sog. neoliberale politik oder der anschein

ist für jeden linksgeleerhten ein dunkelrotes tuch. da springt er drauf an"

So wie jeder neoliberale wenn es um die Reichensteuer und vor allem die Erbschaftssteuer geht.

Stellen Sie sich schon einmal darauf ein, dass dies iN Serbien (bezug zum Artikel) aber auch in Deutschland kommen wird. Da es im Ausland ganz viel Unterstützung dafür gibt. Mit "Ausland" sind nicht die üblichen Verdächtigen gemeint, sondern die USA.

www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/kapitalismus-kritik
-star-investor-ray-dalio-warnt-vor-einer-revolution/24188040.html?ticket=ST-2106935-fKCknnfA1AnlSx0XQRC0-ap4

www.manager-magazin.de/politik/artikel/ray-dalio-und-jamie-dimon-warnen
-vor-sozialismus-a-1261877.html

re pilepale: Autochton?

„Mein Punkt ist, geht Herr Vucic, kommt eine andere Person, eine andere Partei, die genau das selbe macht. Denn von der Opposition in Serbien, kann ich niemanden erkennen der eine autochtone Politik führen will.“

„Autochton“ ist also Ihr politisches Kriterium. Ich fragte mich, warum mir dieser Begriff so gar nichts sagte und habe nachgeschlagen und „Eingeborenenpolitik“ gefunden. Übersetzt: Serbische Politik (nur) von Serben und (nur) für Serben!
Das erinnert mich übrigens an die Neuausrichtung der russischen Politik. Und hilft mir diese zu verstehen.

>>Der Großteil der es über den Zensus schafft ist immer noch auf dem "Weg in die EU". Der für mich persönlich ein Weg in den Abgrund ist.<<
Sollten Sie tatsächlich ein Anhänger „autochtoner“ Politik sein, kann ich Ihren letzten Satz zumindest einordnen.

Gleichzeitig wird mir noch klarer, warum ich so ein glühender Anhänger unserer EU bin.

@ Bernd Kevesligeti um 16:07

Danke für Ihre Antwort.

"Aber die Opposition,mal sehen.Vielleicht setzen sich da auch vernünftige Kräfte durch."

Das Problem ist das ich in der aktuellen serbischen politischen Landschaft kaum jemanden erkennen kann, den man als Kraft bezeichnen kann, der das Land aus dieser EU-Umklammerung befreien könnte.

Würde mich freuen, wenn ich mich irre.

@ friedrich peter... um 16:06

"Was wird aus Jugoslawien ?

Das ehemalige Jugoslawien kommt nicht zur Ruhe und nicht zu geordnete demokratische Verhältnisse. Wahlbeeinflussung, Verhinderung der Wahlteilnahme, Bestechungen, Pressionen, Kriminalität gab und gibt es in jeder Teilrepublik nicht nur in Serbien. Und es wird nicht weniger sondern objektiv mehr. Wie soll dies den in Zukunft weiter gehen ? Sollen diese Staaten denn ihre Streitigkeiten innerhalb der EU als EU Mitglied austragen ? Ich vermisse ein tragendes , langfristiges Konzept bevor weiter über EU Mitgliedschaft gesprochen wird."

Was mich angeht rennen Sie offene Türen ein. Es sollte nachvollziehbar sein dass keine weiteren Mitglieder aufgenommen werden. Wie auch wenn m.M.n. das ganze Ding EU zur Diskussion steht? Der Witz ist, dass fast die ganze politische Kaste in Serbien, immer noch Blind die dreisten Forderungen der EU weiter erfüllen will.Was m.E. zeigt, dass der Großteil der Parteien gar keine eigenen Agenda hat, sondern blind eine fremde verfolgt

Willkommen ...

... in der EU und in der NATO.
Gemeinsam sind wir stark.

Europäische Solidarität

Der Vielvölkerstaat ist nach dem Ende der kommunistischen Diktatur in alle Winde auseinander gebrochen. Die Einigung kommt jetzt auf demokratischem Wege unter dem europäischen Dach.

Das hat sich voll gelohnt!

Das hat sich voll gelohnt, dass EU und Nato solche Kracherstaaten wie Jugoslavien, Rumänien, Ungarn, Polen, Ukraine etc. mit viel Geld in "unser Lager" geholt haben. Die Russen lachen sich gewiss einen Ast, dass diese rechtspopulistischen Abstauberregime ihnen nicht auf die Füße gefallen sind, sondern von uns fianziert werden. Und zum Dank pfeifen die auf die EU. Das ist für Russland eine Win-Win-Situation!

@ Bernd Kevesligeti

Vucic ist nicht besonders beliebt.Wegen seiner neoliberalen Politik.

Liberal bedeutet ja nicht, dass die Wirtschaftspolitik schlecht ist. Im Gegenteil.

Opposition in Serbien

Hier im Bericht stimmt was nicht, wer die Bilder der Kundgebung gesehen hat,dem ist klar das es über 100.000 Teilnehmer gab. Die Opposition kommt noch nicht mal auf 10.000 in Belgrad und karrt die Leute auch mit Bussen an aus anderen Städten! Warum ist das so, ganz einfach: in der Opposition sind Politiker die früher die Regierung gestellt haben und das Vertrauen in Serbien verspielt haben! Serbien hat sehr gelitten in dieser Zeit . Jetzt ist es besser unter Vučić in vielen Bereichen.Auch sind durch Investitionen mehr Arbeitsplätze geschaffen worden, zwar ist das Lohnniveau noch gering aber besser als vom Staat über Wasser gehalten zu werden! Leider gibt es in der Opposition keine konstruktive Politiker die eine besseren Weg bieten können oder neue Möglichkeiten. Die wollen nur (wieder) an die Macht und das hat die Bevölkerung erkannt! Deswegen hat es Vučić nicht schwer mit dieser Opposition. In der Opposition sind Leute die ganz rechts stehen und ganz links, wie sollen die morgen regi

@ DeHahn

Das hat sich voll gelohnt, dass EU und Nato solche Kracherstaaten wie Jugoslavien, Rumänien, Ungarn, Polen, Ukraine etc. mit viel Geld in "unser Lager" geholt haben. Die Russen lachen sich gewiss einen Ast

Gönnen wir Putin das Gelächter. Dafür ist Russland aber auch alleine.

"Das Land soll bald der EU beitreten."

Reichen denn die "Un-demokratien" der osteuropäischen Länder noch nicht?
Vucic wird die Werte der EU genauso wenig beachten.

re beam me up scotty

"Liberal bedeutet ja nicht,dass die Wirtschaftspolitik schlecht ist".

Doch sie ist schlecht.Kann man überall auf der Welt sehen.Natürlich ist das auch eine Frage,wo jemand in der Gesellschaft steht,unten oder oben.

@ beam me up scotty um 17:37

"Europäische Solidarität

Der Vielvölkerstaat ist nach dem Ende der kommunistischen Diktatur in alle Winde auseinander gebrochen. Die Einigung kommt jetzt auf demokratischem Wege unter dem europäischen Dach."

Bis auf die Faschisten und Sezessionisten haben sehr viele Menschen sehr gerne in dieser damaligen Diktatur, die ich klein EU nenne, gelebt. Die Diktatur dieses "Viel-Bürger" Staates EU, oder auch großes Jugoslawien wie ich es gern bezeichne, wird genauso zerbrechen wie diese kleine EU.
Was mich angeht, lieber heute als morgen.

@ clappi um 17:53

"Reichen denn die "Un-demokratien" der osteuropäischen Länder noch nicht?
Vucic wird die Werte der EU genauso wenig beachten."

Nach dem Sturz von Herrn Milosevic, achtet Herr Vucic wie alle seine Vorgänger auch, pedant darauf, dass die serbischen Werte (der serbische Markt, Rohstoffe (siehe Kosovo und Metochien), Zinszahlungen für ausländische Kredite sowie Aufträge für ausländische Firmen mitsamt Subventionszahlungen) in die Hände von EU Oligarchen kommen.
Genau wie in der Rest-Ukraine.

@ beam me up scotty um 17:45

"Gönnen wir Putin das Gelächter. Dafür ist Russland aber auch alleine."

Es wird sehr bald schon, auch hier in Deutschland, vielen Menschen klar werden, dass sich Deutschland zusehendst isloiert.
Es gibt zwar Kreise in Deutschland, die würden gerne alles und jedenm Sanktionieren die nicht nach ihrer Pfeife tanzen, können es aber nicht. Die deutsche Politik wird schon sehr bald, pragmatischere Köpfe finden, die keinen "Gang nach Canossa" sondern ein "Kriechen nach Moskau" hinlegen werden, um eine Annäherung mit Russland zu erflehen. Bis dahin kann sich jeder gerne amüsieren der das anders sieht. Die aktuelle Zeit innherhalb des Dings EU und des Dings NATO ist ja ein Musterbeispiel für westliche Einigkeit!

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