Ihre Meinung zu: Fast jeder zweite Haushalt besitzt eine Immobilie

16. April 2019 - 12:34 Uhr

In Deutschland besitzt jeder zweite Haushalt eine eigene Immobilie. Die meisten Menschen haben ein Einfamilienhaus, Eigentumswohnungen sind im Besitz von 14 Prozent.

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Kommentare

Was heißt das denn?

wenn ich eine Immobilie besitze bin weit davon entfernt Vermögend zu sein, wie es landläufig unterstellt wird.
Wenn ich die Immobilie selbst bewohne und seien es die teuersten Standorte, ist es völlig egal ob Wert gestiegen oder gesunken ist.

Aha....

Jeder zweite Haushalt. Dann scheine ich immer nur den ersten zu kennen.
Was will uns das statistische Bundesamt denn da weismachen?
Wir brauchen keinen Wohnungsbau, nein wir kaufen es einfach. Und die vielen Obdachlosen, die sich keine Wohnung leisten können, ah ja die haben die Brücke gekauft, alles klar.

"Jeder zweite Haushalt

"Jeder zweite Haushalt besitzt Immobilie"
-
Deutschland ist ein reiches Land, ein Land in dem wir gut und gerne leben.™ Ein Land wo es noch was zu holen gibt.

Fast jeder zweite Haushalt besitzt eine Immobilie....

45 Prozent besitzen also eine Immobilie.Aber die Mehrheit von 55 Prozent eben nicht.Sie trifft der "Markt" mit voller Härte.Ob Wonovia,Deutsche Wohnen oder kleinere Sauger.
Und hier müßte es ein Bündel von Maßnahmen geben,von mehr sozialem Wohnungsbau,mehr Einschränkungen bei der Umlage von Sanierungskosten auf Mieter(derzeit 8% auf die Jahresmiete) bis hin zur Enteignung der schlimmsten Akteure.

Grob gesehen stimmt das

Auf dem Land ist der Anteil der Immobilienbesitzer höher, in der Stadt geringer. In der Stadt fehlt Wohnraum, auf dem Land herrscht Überschuss auf niedrigem Niveau. Eine Aufteilung in das Alter der Immobilie wäre auch interessant. Schaut man sich die Dörfer im Osten oder ganz im Westen an, sieht man meist minderwertige, alte Bausubstanz. Außerdem ist Deutschland Schlusslicht beim Immobilienbesitz. So richtig weiß ich nicht, was uns der Bericht sagen soll.

was lernen wir?

sind das auch so merkwuerdige virtuelle besitzverhaeltnisse wie bei den durchschnittsvermoegen, die uns das statistische bundesamt immer wieder vorrechnet und bei denen sich viele menschen fragen, wer hat eigentlich meine tausenden von euro?

ich kann jetzt leider nicht weiterdiskutieren, weil ich erst mal mein eigenheim suchen gehen muss, vielleicht finde ich aber, wenn ich glueck habe, bei der suche auch nur eine eigentumswohnung.

ach ja, diese last des eigentums, da machen sich die armen schlucker ja so gar keine vorstellung von...

Nun, wenn fast jeder 2te eine

Nun, wenn fast jeder 2te eine Immobilie besitzt, frage ich mich, wieso grade mal ein kleiner Prozentsatz der mir gut bekannten Menschen eine Immobilie besitzen.
Und nein, ich bin nicht der kleine Michel der nur 3 Menschen kennt.

Da kommt theoretische Statistik ein bissel mit der erlebten Realität aneinander.

Peace

also

also diese Zahlen sind nicht glaubhaft, wenn man die Bevoelkerungsverteilung zwischen groesseren Staedten und Klein-Orten / Mittelstaedten und die dortigen Besitzverhaeltnisse bewertet...
...
unmoeglich
aber klar, DEN Deutschen ging es nie so gut,

wohl sind die 1 % gemeint, welche ueber 90 % des Reichtumes besitzen....

ergo, kann die Veroeffentlichung unmoeglich auf der Wirklichkeit fussen...
...

@ miezekatze

"Was will uns das statistische Bundesamt denn da weismachen?
Wir brauchen keinen Wohnungsbau, nein wir kaufen es einfach. Und die vielen Obdachlosen, die sich keine Wohnung leisten können, ah ja die haben die Brücke gekauft, alles klar."

Stand das im Artikel? Hat das irgend jemand behauptet? Polemik ist ein legitimes Stilmittel in Diskussionen. Benutze ich auch manchmal. Aber ich brauche dafür schon einen "Aufhänger", den ich bei der trockenen Feststellung, dass 45% eine Immobilue besitzen, nicht sehe.

Wer es denn glauben WILL

Die Sparkasse Mainz kommt auf andere interessante Zahlen:
Zitat:
Am Ende der Skala rangiert die Schweiz. Mit gerade einmal 37 Prozent Eigentumsquote wohnen dort so viele Menschen zur Miete, wie sonst nirgendwo in Europa. Deutschland rangiert mit 45 Prozent Eigentumsquote auf dem vorletzten Platz. Zitatende.
Quelle: meine.sparkasse-mainz.de/immobilien/so-wohnen-wir-die-wohneigentumsquote-in-deutschland/

Es wollen wohl die meisten den Wohneigentum. Aktuell ist das aber nicht der Fall. Wenn man junge Erwachsene im Wohneigentum wohnend beziffert, weil sie im Eigentum der Eltern lebend aufführt, ist das verfälschend.
Statistikelend plus.

14:37 von BadBase ... der kleine Michel ...

hi, hi, hi, hübsch angemerkt … selbst wenn man der kleine Michel wäre, es gibt zahlreiche Menschen mit durchaus mehreren Immobilien, selbst bewohnten und in Bau befindlichen, so wie zweit und dritt (Ferien-) Wohnungen, gar kein Problem, diese Statistik nachzuvollziehen. Die selbst genutzte kleinere Eigentumswohnung im innerstädtischen Bereich, die in den letzten Jahren 100% Wertzuwachs erlebt hat, ohne das ihr Nutzen gestiegen wäre, mal nur nebenbei erwähnt … es ist aber auch völlig nebensächlich - wenn man drei Jahre ohne Verwendung eines "Dringlichkeitsnachweises" vergebens das Rennen um eine Sozialwohnung stehts verliert und mit einem inzwischen ungeliebten Partner das Dach und aus Not auch noch den Tisch teilt … Aber, vielleicht, wenn sie den BER nicht mehr als Flugplatz zugelassen kriegen, können sie daraus eine größere Wärmehalle für Obdachlose machen.

2. Miete

Viele Bürger erwerben eine Immobilie als Altersvorsorge. Bis zur Rente abbezahlt, und dann könnte Mann/Frau ohne Miete von der schmalen D.Rente leben.
Und dann kommt Wasser, Abwasser, Regenwasser, Schornsteinfeger, Schneeräumung, Müllabfuhr, Grundstückssteuer, Versicherrungen, und viele Reperaturen, Anschluß und Strassengebühren und Kommunen, Jobcenter und Anwälte und Notare.
Zum Schluß vlt die Pflegeeinrichtung und Eigentum Ade.

Maßnahmen gegen Vermieter...

mal ganz kurz nachdenken - was bewirkt es, wenn wir es Vermietern von Wohnungen schwerer machen Geld zu verdienen, schwerer machen billig zu bauen (Baugesetzgebung), Baubehörden die nichts genehmigen (z.B. Berlin, mit seinem bautechnisch gesehen schwachsinnigen Senat) oder gar Enteignungen vorzunehmen...

RICHTIG: das Interesse Mietwohnungen zu bauen wird nicht wirklich steigen, im Gegenteil, es wird sinken.
Der Markt wird somit noch enger und die Miethaie können sich noch mehr erlauben.

Die richtige Lösung heißt: mehr Bauland speziell für Wohnungen ausweisen, AirBnB verbieten, Ausbauten vereinfachen, Baugesetzgebung so ausgestalten, dass das Bauen günstiger und weniger bürokratisch wird und so den Wohnungsmarkt entspannen. Dann sinken die Preise auch wieder und die Miethaie haben schlechte Karten.
Ob das sozialer Wohnungsbau oder normaler ist, ist völlig egal - je mehr Wohnungen vorhanden sind, desto besser.
Dann richtet der "böse" Markt das ganz schnell.

@ vox moderandi 14.46

Was sie beschreiben ist sowas von Richtig. Danke für diesen Post.

Wohneigentum..

..lohnt sich eigentlich nur, wenn man sicher sein kann,den Rest seiner/ihrer Lebenszeit vor Ort zu bleiben oder wenn man, wie ich, ein Haus erbt..

Solange die Gesellschaft erwartet, dass Arbeitnehmer beruflich und privat mobil bleiben müssen, macht es wenig Sinn, nach jedem Umzug Eigentum bilden zu wollen..

2004 hatte Herr Scholz die Idee,

die Betriebsrenten dem vollen Krankenkassenbeitrag zu unterwerfen (zusammen mit Ulla Schmidt) , nachdem uns vorher jahrelang erzählt wurde, wie wichtig die private Altersvorsorge ist.
Momentan soll die Grundsteuer reformiert werden, d.h. die Beiträge sollen steigen.
Mal sehen, wie tief dem Bürger heute wieder in die Taschen gegriffen wird.

Eigentum verpflichtet

Große Kapitalgesellschaften eignen sich zig-tausend Immobilien an und können somit den Preis teils bestimmen. Jeder 2-te besitzt Immobilie ist schon mal eine Falsche Aussage! Es kann sein, dass jeder 2-te Haushalt eine Immobilie gekauft hat, aber diese noch nicht abbezahlt. Darum geht es. Aktuell ist der Zins sehr niedrig und die Immobilien hoch. Die Mieten steigen trotz "Mietbremse" weiter. Also ist Kauf einer Immobilie bei dem Zins aktuell eine bessere Option. Sollte der Zins jedoch steigen, so wird es eine Lavine an Zwangsversteigerungen geben weil dann die Zinslast entsprechend steigt. Dann ist es auch vorbei mit der Aussage, dass jeder 2-te eine Immo hat. Ich sehe es kommen. Wieviele haben denn bereits die Immobilie sicher im Eigentum? oder sind auch die genannt, die noch Hypo-Kredite zu bezahlen haben? Ich kenne einige, die gerade mal den Zins bedienen können, da aber sonst Wohnen zu Miete noch mehr vom Gehalt verschlingen würde, haben die sich zum Kauf entschieden.

85% der Wohnungen in Berlin sind Mietwohnungen

lt Kevin Kühnert (SPD Jusos).

Wohneigentum in der Eifel oder dem Westerwald macht niemanden wohlhabend.
Das ist eher ein Klotz am Bein, wenn man dort keinen Arbeitsplatz hat.

14:08 von Berni 1

ist es völlig egal ob Wert gestiegen oder gesunken ist.
.
genau das sehen viele hier komplett anders

gestern schrieb ich dass es egal ist ob meine eigengenutzte Immobilien
den 20 fachen Wert erreicht
das stieß auf erhebliches Unverständnis
mir ein Rätsel
soll ich diese dann veräußern - unter der Brücke schlafen ?
und habe ich nen Schaden wenn die "Immobilienblase" platzt
und das Objekt kostet nur noch die Hälfte ....
mir auch egal, es ist ein Gebrauchsgegenstand für mich kein Spekulationsobjekt

Und ich bin im Durchschnitt Milliardär

Wenn ich mich direkt mit einem Multimiliardär den Durchschnitt bilde.
Der Wert der Immobilie ist ein viel besserer Ansatz für einen Vergleich, oder das frei verfügbare Einkommen.

Und dieser Bericht im Zusammenhang mit der Wohnungsnot. Denn Wohnungsnot bedeutet ja nicht das zu wenige Wohnungen da sind, sondern das die Wohnung in der weiten Nähe zum Lebensmittelpunkt schlicht nicht mehr bezahlbar ist.
Viele besitzen eine Immobilie nicht an ihrem Lebensmittelpunkt, sondern dort wo sie diesen gerne hätten.
Und genau das ist der Sprung in der Erkenntnisschüssel.
Die Wohnungsnot ist zurückzuführen auf schlechte Wirtschaftspolitik, Steuerpolitik und Sozialpolitik.
Übrigens auf Haiti besitzen mehr als 80 Prozent eine eigene "Immobilie".

14:25 von Bernd Kevesligeti

bis hin zur Enteignung
.
und das glauben sie führt zu mehr Mietwohnungsbau
wenn die Investoren mit Enteignung rechnen müssen
für wie bescheuert halten sie die denn ?

15:39 von COJO

Übrigens auf Haiti
.
da brauchen sie nicht so weit gehen
in Kroatien oder der Slowakei sind es 90 %
in Rumänien gar 97 %

die Statistik ?

klar im ländlichen Bayern besitzen sogar 85 % ein Eigenheim, aber in München leben hunderte auf der Straße.
In Siebenbürgen - Rumänien haben eben auch 85 % ein Eigenheim, sind die nun wohlhabend ?
Und was ist mit den Wohlhabenden, welche 2 oder 3 Häuser besitzen, wie wurde die im Verhältnis zu den anderen berechnet. Fragen über Fragen und hundert Tausende wohnen in prekären Verhältnissen.

Ich gebe mal zu bedenken,

Ich gebe mal zu bedenken, dass es auch noch ein Unterschied ist, ob man Wohnungseigentum besitzt oder ob in seinem Wohnungseigentum wohnt.

14:25 keves

die schlimmsten aber waren in der vergangenheit die staatlichen oder halbstaatlichen akteure wie LEG (landesentwicklungsgesellschaft) und Neue Heimat (DGB-Regiebetrieb schlimmster ausrichtung) ich hoffe, daß man diese namen im ÖR nennen darf!

@ Berni 1 und Sisyphos3

So sehe ich das auch.

Was man glaub ich, ruhig mal erwähnen darf ist ,das so ein Eigentum auch kostet wenn man es instand halten möchte.

Was soll das denn heißen

Was soll das denn heißen jeder Zweite hat eine eigene Immobilie ? ich habe selten einen so hanebüchenen Unsinn gehört.
Die meisten Menschen in D haben eben KEIN EIGENES WOHNEIGENTUM .
Wie kann man denn nur Genossenschaften/Großvermieter mit in so eine Statistik mit einrechnen, das ist doch Unsinn und beleidigt alle Mieter in D.

Es mag zwar aufgrund .

der enormen Größe der Zuwanderung in den letzten Jahren einen kurzzeitigen Hype auf dem deutschen Immobilienmarkt geben, langfristig betrachtet ist die Tendenz in Zeiten des demographischen Wandels aber eher stark rückläufig!

Daher mein Rat:

Zum Kauf einer Immobilie ruhig noch ein paar Jahre abwarten, dann werden diese bedeutend preisgünstiger zu haben sein!

-siehe Bundesbankbericht! -Reich wegen Immobilien...

Der Bericht zeigt auch, dass ein Großteil des Vermögens keine Liquidität darstellt.
Manche haben abstruse Vorstellungen.
Die Wohnung verkaufen und in Miete ziehen? Produktionsvermögen veräußern, LV etc.
Museen mit Kunst und mehr (Würth) ...??

Aktiva
Sachvermögen:
– selbstgenutztes Haus-und Wohnungseigentum
– anderer Haus-und Grundbesitz
– eingerichteter Gewerbebetrieb (Nettowert)
– Fahrzeuge, Sammlungen, Schmuck, usw.
-------------
Finanzvermögen:
– Spar- und Girokonten, Bausparguthaben
– Fondsanteile, verwaltetes Vermögen, Schuldverschreibungen, Aktien, Derivate und Zertifikate
– Guthaben aus privaten Renten- und Lebensversicherungen
– Beteiligungen
_______________________
- Passiva
Verbindlichkeiten:
– Hypotheken
– Konsumentenkredite (einschl. Kreditkartenschulden, Kontokorrentkredite, unbezahlte Rechnungen, BaföG-Schulden)
– Kredite für Geschäftstätigkeit
______________________
=
Nettovermögen durchschnittlich
232.800 € (flüssig oder auch nicht)

@ Abydos um 14:35

"... ich kann jetzt leider nicht weiterdiskutieren, weil ich erst mal mein eigenheim suchen gehen muss, vielleicht finde ich aber, wenn ich glueck habe, bei der suche auch nur eine eigentumswohnung. ..."

Ich habe meine vor 12 Jahren in den Zwangsversteigerungsangeboten gesucht und gefunden.
Ich bin weit weg vom deutschen Durchschnittsverdiener, zähle zu den Geringverdienern und trotzdem konnte ich sie innerhalb von 10 Jahren abbezahlen und das auch noch zu 100% finanziert zu über 5% Zinsen. Das geht jedoch nur, wenn man selbst in seinem "Sparschwein" wohnt.

Allerdings muss man Kompromisse machen, was die Größe betrifft. Sie hat stolze 45 qm2 :-) Das hat den charmanten Vorteil, dass wenn ich mal vom Amt abhängig sein sollte, sie sich noch im Rahmen bewegt. Und auch die Nebenkosten sind zu stemmen.

Klein, aber mittlerweile mein.

Ungleichheit in Vermögen

Seit Jahren zeigt jede Studie, dass die Schere zwischen reich und arm in Deutschland sich immer weiter öffnet. Da ist Deutschland sogar Spitzenreiter.
Den reichsten zehn Prozent gehören 60 Prozent des Nettovermögens.
Dementsprechend kann man es nicht so darstellen als wären die meisten Haushalte gut versorgt.

re von Sisyphos

Es geht nicht nur einfach um mehr Mietwohnungsbau,sondern um mehr Wohnungsbau zu erträglichen Mieten.
Würden außerdem große Wohnungskonzerne enteignet,so gäbe es die Möglichkeit wenn es politisch so gewollt ist,eine entsprechende Wohnungspolitik zu betreiben.

Im übrigen sind seit den 1990er Jahren große Wohnungsbestände aus kommunalen Händen
in private gegangen(privatisiert,siehe GSW-Wohnungen).Das hat auch mit zu der heutigen Situation geführt.

Vermögensbildung

In früheren Jahrzehnten, als die Menschend im Westen Deutschlands das Prinzip des Sozialstaat noch nicht so verinnerlicht hatten war der Erwerb eines eigenen Häusschens ein Lebensziel. Man sparte sich jeden Stein ab, reduzierte seine Ausgaben und legte selbst Hand an. Und das zu Zeiten, als die Kreditzinsen zweistellig waren. Urlausreisen und Essen gehen war da nicht mehr drin.

Auf diese Weise schufen sie in den Jahrzehnten nach dem Krieg Vermögen, welches auch vererbt wird. So eine eigene Immobilie macht viel Arbeit und kostet auch in der Instandhaltung, aber man spart sich die Miete und lebt souveräner.

Wenn man sein gesamtes Einkommen verkonsumiert, wird man halt nicht vermögend.

Im Durchschnitt

Wie kann man die auseinander driftenden Einkommens- und Besitzverhältnisse aufbessern? Na, na? Richtig: mit dem Durchschnitt. Wenn von 10 Leuten 1 Mensch 5 Immobilien besitzt, dann besitzt im Schnitt jeder 2. Bürger eine Immobilie. Was bin ich happy!

Zu 15:32 von stöberkarl "lt Kevin Kühnert (SPD Jusos)"

85% der Wohnungen in Berlin sind Mietwohnungen
lt Kevin Kühnert (SPD Jusos).

@stöberkarl, die Zahl stimmt, aber diese Erkenntnis ist nicht neu und sie stammt auch nicht vom SPD Juso. Da gibt es einen viel zitierten seriösen Wohnungsmarktbericht für Berlin. Kevin Kühnert gehört u.a. neben Politikern aus allen Parteien und anderen wohl auch zu den Zitierern.

siehe Seite 42
Mietwohnungen bestimmen den Berliner Wohnungsmarkt
Mietwohnungen bestimmten 2017 mit fast 85 % bzw.
1.638.800 Einheiten den Markt.

https://www.ibb.de/media/dokumente/publikationen/
berliner-wohnungsmarkt/wohnungsmarktbericht/ibb_wohnungsmarktbericht_2018.pdf

re von Karl Napf

Aber bei den staatlichen und halbstaatlichen Akteuren,die Sie nennen,da muß gefragt werden:Was für eine Politik betrieben diejenigen,die da daß sagen hatten ?

@grottenolm

Guter Ansatz, bei mir ist es ähnlich. Kleines Reihenhäuschen für 4 Personen. Bezahlbar und auch ökologisch vertretbar. Kein Auto zu haben, hilft ebenfalls mehr Geld fürs Haus übrig zu haben. Und vermeiden der hippen Städte. Ich bin sehr zufrieden!

Echte Unabhängigkeit ist viel wert

"Je mehr Menschen in einem Haushalt leben, desto eher war dort Eigentum vorhanden. So steigt der Eigentümeranteil bei Haushalten mit mindestens vier Mitgliedern auf 71 Prozent, während bei den Einzelhaushalten nur 31 Prozent Immobilienbesitz hatten" /
"Laut der Kaufpreisprognose wird Wohneigentum in mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte bis mindestens 2030 real an Wert gewinnen"

Wer Wohneigentum besitzt, kann sich also offenbar fast immer gleich in mehrfacher Hinsicht glücklich schätzen.

Und sollte schon deshalb anderen das Leben nicht unnötig schwer machen.

Statistiken sind ja immer wunderbar ...

... interessant wäre mehr Detailwissen über die Methodik und die Abgrenzungen. Ich selbst kenne Familien, die mehr als ein Haus und eine Wohnungen besitzen - größtenteils geerbt.

Manche sind auch wohlhabend und sehen Wohnraum dank der fehlenden politischen Intervention als Spekulations- und Anlageobjekt. Die haben auch gerne mal ein ganzes oder mehrere Mietshäuser.

Ist das in der Statistik berücksichtigt? Und selbst wenn es eine kumulierte Eigentumsquote von 50% tatsächlich in Deutschland gäbe - was ich trotz Statistik bezweifle - ist viel Substanz alt, renovierungsbedürftig, geerbt und ohne Erben oder wird absehbar an Spekulanten verkauft.

Interessant wäre zudem die Zahl der Neubauten und Neukäufe - denn zumindest in den Ballungsräumen, wo man selbst für einen 2-Raum-Wohnung mit Mobiliar bald Millionär sein muss, dürfte das überschaubar sein.

@ grottenolm

"Allerdings muss man Kompromisse machen, was die Größe betrifft. Sie (die Wohnung) hat stolze 45 qm2 :-) "

Na, da machen Sie Ihrem Nick ja alle Ehre ;-) Ist bei mir aber auch so: zu zweit in 58 m2. Auch als Normalverdiener, auch abbezahlt. Vielleicht könnte das mit dem Kompromiss bei Größe sich noch etwas besser bei den Leuten rumsprechen.

15:29 von stöberkarl

zu der zeit hat gar der Hans W Eichel als finanzminister die bürger ermuntert, für die altersvorsorge aktien zu kaufen wie er. dabei dachte er wohl an den 100 mrd dm scheck für nix. weis natürlich heute kein aufrechter socialdemokrat mehr was von

re yolo

"Es wollen wohl die meisten den Wohneigentum. Aktuell ist das aber nicht der Fall. Wenn man junge Erwachsene im Wohneigentum wohnend beziffert, weil sie im Eigentum der Eltern lebend aufführt, ist das verfälschend.
Statistikelend plus."

Nicht zu vergessen das Elend mangelnder Lesekompetenz.

Suchen Sie noch mal das Stichwort "Haushalt" im Artikel.

Nach dem irreführenden Titel

Nach dem irreführenden Titel des einschlägigen Artikels von gestern auch heute wieder eine einseitige Darstellung. 31 Prozent der Deutschen besitzen ein Haus. Okay. Aber wieviele dieser Häuser befinden sich in Hochpreiszonen? Wieviele in ländlichen Gebieten, wo Immobilien im Extremfall praktisch unverkäuflich sind, der Wert jedenfalls ganz sicher nicht steigt?

Mit Sicherheit nicht

"Jeder zweite Haushalt besitzt Immobilie", das ist statistischer Unsinn.

Das will ich mit harten Zahlen belegt haben, dass mindestens die Hälfte der Städter in einer Eigentumsimmobilie leben.

ündel von Maßnahmen geben?

Und Sie hoffen das dann viel Wohungen gebaut werden.

Gerade in Überregulierung und unverhältnissmäßige Mieterschutz Justiz hat doch den privaten Mietwohnungsbau zerstört und alle Städte haben doch Ihre Wohnung an die Wohnungsbaufirmen verschenkt.

Wer heute noch Mietwohnungen baut muss sehr sehr reich und sehr sehr dumm sein.

@Nettie

"Echte Unabhängigkeit ist viel wert"
Ja, das stimmt, aber die Deutschen sind darin absolutes Schlußlicht in Deutschland. 2010 hatten 44% der Deutschen Eigentum, während in den anderen EU-Staaten zwischen 60 und 70% eine eigene Immobilie besaßen.

Bei den Löhnen

bräuchte ich 2 Leben für Eigentum, dann wärs easy.

Zu 18:12 von Nettie "Echte Unabhängigkeit ist viel wert"

Unabhängigkeit immer. Der deutsche Arbeitsmarkt fordert aber zunehmend Flexibilität, möglichst schnell. Menschen sind in aller Regel auf die Arbeit angewiesen, davon abhängig. Wohnungseigentum ist da hinderlich. Der Arbeitsplatz von der Ausbildung bis zur Rente beim selben Arbeitgeber am selben Ort hat Seltenheitswert. Es gibt also auch Gründe, insbesondere für die mehrheitlichen Einzelhaushalte in Mietwohnungen. Der Arbeitsmarkt und die Wohnungssituation fördert nicht die Familiengründung .

"Laut der Kaufpreisprognose wird Wohneigentum in mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte bis mindestens 2030 real an Wert gewinnen"

Prognosen können fehlen. Die Grundlagen für diese Prognose wird sich ändern wie man sieht und was ist mit dem Umkehrschluss?

Wer Wohneigentum besitzt, kann sich also offenbar fast immer gleich in mehrfacher Hinsicht glücklich schätzen.

Nochmal den zitierten Satz lesen; beim Eintritt der Prognose eine Hälfte, die andere weniger!

um 17:51 von asimo

"Kleines Reihenhäuschen für 4 Personen. Bezahlbar und auch ökologisch vertretbar. Kein Auto zu haben, hilft ebenfalls mehr Geld fürs Haus übrig zu haben"
Ja, wenn man das Glück hat, an einem Ort zu wohnen, wo man einen lebenslangen Arbeitsplatz hat und folglich ein geregeltes Einkommen und später eine ausreichende Rente bekommt. Das ist aber leider bei vielen Bürgern völlig anders, die immer der Arbeit hinterher fahren müssen.

"Fast jeder Zweite" - Ob das so stimmt?

Es gibt in der Generation der Erben nicht wenige Erbengemeinschaften. Da sind es dann oft mehrere, welche Teileigentümer einer Wohnung oder eines Häuschens sind.
Hat man das bei der Statistik berücksichtigt?

Ebenso: Mir hat meine Bank mal angeboten, Teileigentümer einer Eigentumswohnung zu werden - eine Form der Kapitalanlage.
Hat man so etwas bei der Statistik berücksichtigt?

Tatsache ist, dass z.B. in Berlin 85% zur Miete wohnen.

Frage

beinhaltet das nur Leute mit abgezahlten Krediten, oder zählen hier Leute mit Baukrediten als Hausbesitzer, obwohl der eigentliche Besitzer die Bank ist?

Ach, Berni 1

Drin wohnen und auch noch profitieren, geht wohl nicht. Aber wenn Sie oder Ihre Erben mal verkaufen, machen Sie den Reibach. Und bis dahin wohnen Sie einfach toll.

@ Miezekatze

"Aha.... Jeder zweite Haushalt. Dann scheine ich immer nur den ersten zu kennen." Am 16. April 2019 um 14:20 von Miezekatze

Mir geht es genauso.
Womöglich reichen wir anders, als Immobilienbesitzer und werden gemieden.
(Das war der Running Gag während meines Studiums, als wir BAföG- Empfänger festgestellt haben, dass hier nur 14% der Studenten BAföG erhielten, aber jeder aus meinem Bekanntenkreis fast nur BAföG-Empfänger im Bekanntenkreis hatte.)

Aber Spaß beiseite.
Was bedeutet Eigenheim? Zählen nur die Abbezahlten oder auch die mit laufender Hypothek, also die, die eigentlich noch der Bank gehören.
Solche Leute kenne ich nämlich auch, nur würden die sich nicht als Hausbesitzer bezeichnen, weil sie wissen, was passiert, wenn sie mal nicht zahlen können. Es ist immer witzig, wie das artikuliert wird: "Wir haben [ein Haus] gebaut."

mal ne ganz blöde frage an die wisser

wer ausser onkel dagobert hat denn ein schuldenfreies haus, weltweit? also ohne grundschuld

@ vox moderandi um 18:22

"Na, da machen Sie Ihrem Nick ja alle Ehre ;-) ..."

Nö, befinde mich im 2ten Stock. Habe viel Licht in Wohnung und sogar frische Luft und Sonne auf dem Balkon :-)

"... Ist bei mir aber auch so: zu zweit in 58 m2. ..."

Sind für jeden umgerechnet "nur" 29 qm. Das hab ich nur in meinem "Südflügel" für mich alleine ;-)

"... Vielleicht könnte das mit dem Kompromiss bei Größe sich noch etwas besser bei den Leuten rumsprechen."

Viele wollen eben nicht auf ihren "Luxus" verzichten. Dann wird es mit einem kleinen Gehalt aber eben schwierig mit dem Vermögensaufbau.

So ist das eben mit der Statistik

wenn ich mit dem Hintern auf der heißen Herdplatte sitze und die Füße in kaltem Eiswasser, dann sind es auch durchschnittlich 35°und trotzdem nicht angenehm.

Wenn die Einen nichts haben und der Nachbar 10 Eigentumswohnungen, dann kann das sogar stimmen. Trotzdem hat D die niedrigste Wohneigentumsquote in der EU

re karl napf

"mal ne ganz blöde frage an die wisser

wer ausser onkel dagobert hat denn ein schuldenfreies haus, weltweit? also ohne grundschuld"

Schuldenfrei und also ohne Grundschuld ist Blödsinn.

Eine Grundschuld ist nichts als ein Vermerk im Grundbuch. Ohne vollstreckbare Forderung dahnter reine Formsache und irrelevant.

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