Ihre Meinung zu: Interview zu WikiLeaks: "Die Idee ist in den Hintergrund gerückt"

12. April 2019 - 15:43 Uhr

WikiLeaks stand einst für Transparenz und Enthüllungen. Mittlerweile sei die Idee überschattet worden, sagt der Journalist Beckedahl im Interview mit tagesschau.de. Das liege auch an Assange.

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Kommentare

Mal sehen wie ernst es den Medien ist?

Da bin ich aber mal gespannt, wie sich die ARD und ihre Journalisten und natürlich auch alle anderen deutschen Medien nun gegen eine solche Einschränkung der Pressefreiheit durch das US - Regime einsetzen werden?
Hat die EU schon reagiert?

"Reue zeigen"?

Wie, Assange soll sich für Vergewaltigungsvorwürfe entschuldigen?

Darauf kann man nur kommen, wenn man schon vor einem Urteil davon aufgeht, dass die Vorwürfe einen realen Hintergund haben.

Das ist aber nicht bewiesen, es sind Vorwürfe.

Guter Ansatz

Leider hat Julian Assange den guten Ansatz von Wikileaks dann mehr für seine Selbstdarstellung genutzt. Er hat bei einer Anklage wegen sexueller Nötigung versucht, sich einen Schutzmantel aus politischer Verfolgung anzuziehen. Damit hat er Wikileaks schwer geschadet. Kein Wunder, dass die Quellen längst versiegt sind.

Eitelkeit

Leider gar nicht so selten: Prominente schaden durch eigene Eitelkeit der ganzen Sache. Das ist leider auch bei Wikileaks passiert.

EU und Merkel blamieren sich

Dass weder der "Friedensnobelpreisträger" EU noch die Kanzlerin der Flüchtlinge sich für Assange einsetzen, zeigt wie viel von beiden zu halten ist.

Instrumentalisiert

Die Abneigung gegen Hillary Clinton (die die bessere Präsidentin geworden wäre) hat Assange dazu bewogen, sich von Moskau für eine Einmischung in den US-Wahlkampf instrumentalisieren zu lassen. Die Veröffentlichung der Mails war ein grob unfairer Zug. Schade.

Relevant war hierbei immer

Was an Informationen hervor kam.
Und das waren schon Dinge, auf die die Menschen ein Anrecht haben.

Hier ueber den Stil Assagnes oder seine Entwicklung ueber die Zeit zu schwadronieren ist nicht zielfuehrend.

Was ab nun folgen wird, ist die Rache eines Welthegemonen an einen, der viel gewagt hat.
Zuviel ?

Und wer mag daran zweifeln, das der treue Vasall GB ihn ausliefern wird ohne mit der Wimper zu zucken ?

Ein Mann verlaesst uns nun, der geholfen hat, den Hegemonen USA mit der haesslichen Fratze zu zeigen, die ihn eigentlich charakterisiert.
Von Machtgier und - noch wesentlich staerker - Geldgier voellig entstellt.

Man kann gespannt sein, ob die Bevoelkerungen der westlichen Staaten nun wieder in die Zone des kompletten unwissens ueber die Vorgaenge abgleiten, welche den Gang der Welt bestimmen.

@ rossundreiter

Das ist aber nicht bewiesen, es sind Vorwürfe.

Ich fand es von Anfang an falsch, dass Assange sich der Klärung der Vorwürfe wegen sexueller Nötigung durch Flucht entzogen hat. Schweden ist ein Rechtsstaat, da muss man sich nicht hinter ominösen Verschwörungstheorien verstecken.

Pressefreiheit erhalten

Assange hat dazu beigetragen die Kriegsverbrechen der USA im Irak und Afghanistan aufzuklären. Die USA zieht aber nicht die Kriegsverbrecher zur Rechenschaft sondern kriminalisieren den Aufklärer.

Die Weitgemeinschaft muss Druck auf die USA ausüben. Die USA muss das Völkerrecht anerkennen und beachten. Kriegsverbrechen dürfen nicht begangen oder geduldet und versteckt werden. Die Kriegsverbrecher müssen in Den Haag angeklagt und verurteilt werden. Der Aufklärer muss gedankt werden und er sollte nicht aus politischer Motivation verfolgt werden.

Nach sieben Jahren Quasi-Gefangenschaft

in einem Botschaftsgebäude muss sich Assange also von einem deutschen Blogger, der sich selbst arrangiert und auf seiner netpolitik.org-Insel gemütlich eingerichtet hat, vorwerfen lassen, seine Person zu sehr in den Mittelpunkt gestellt zu haben. Als ob Assange die Vergewaltigungsvorwürfe und Auslieferungsgesuche selbst inszeniert hätte.

Leider verjährt

Die Vergewaltigungsvorwürfe sind mittlerweile leider verjährt, ohne Konsequenzen. Für die Frauen muss es wie ein Schlag ins Gesicht sein.

Spätestens

jetzt könnte unsere Politikelite zeigen, wie wichtig ihnen Demokratie und Menschenrechte sind.

Die USA haben Assange zu dem gemacht, was er ist.

Auch ich halte Assange für eine tragische Figur. Meiner Meinung nach waren es aber die USA, die Assange in die Gefangenschaft drängten und damit seine persönlich motivierten Rachefeldzug lostraten. Es fing mit der dubiosen Anklage in Schweden an, die meines Wissens nach nicht von den angeblichen Opfern erhoben wurde.

Ansonsten freut es mich, dass sich die Tagesschau derart kritisch mit der Person und dem Wirken Assanges auseinandersetzt. Vielleicht werden Personen, die sich mit nicht-westlichen Regierung anlegen, in Zukunft genauso gründlich hinterfragt.

Beckedahls Nörgeleien sind taktlos

Es gibt sicherlich einiges an Assange zu kritisieren, aber das ist wirklich der falsche Zeitpunkt. Der Mann hat, wie auch Chelsea Manning, die auch wieder im Knast sitzt, der Menschheit einen grossen Dienst erwiesen, indem er den Mächtigen bei ihrem verderblichen Tun an die Karre gefahren ist. Dafür hat er schon mit 7 Jahren Quasi-Knast bezahlt und er wird noch mehr bezahlen. Das hat schon was Heldenhaftes.

Kollegialität unter Journalisten sieht anders aus.

Ich habe etwas gesucht,

um Näheres zum sexuellen Übergriffe 2010 in Schweden zu erfahren. Ein kleiner Auszug aus der FAZ .

"...Assange fuhr mit seiner Bewundererin nach Enköping. Er übernachtete bei ihr, sie sollen ungeschützten Sex gehabt haben. Nach einem gemeinsamen Frühstück fuhr Assange nach Stockholm zurück. Dort traf er seine Gastgeberin, die nicht verreist war, in deren Wohnung.
Die Fotografin bekam dann offenbar Gewissensbisse und rief die Sozialdemokratin an, um sich zu beraten, ob man Assange zu einem Aids-Test überreden könnte. So erfuhr die Politikerin vom Seitensprung Assanges. Sie überredete die junge Frau, mit ihr zur Polizei zu gehen und sich gemeinsam zu offenbaren. Aus dem Gespräch heraus formulierte eine Polizistin eine Strafanzeige gegen Assange, die am 20. August aufgenommen wurde. Daraufhin wurde eine Fahndung, auch wegen Vergewaltigungsverdachts, eingeleitet, die aber am Tag darauf eingestellt wurde." ...

usw., etwas dünn.
FAZ, 09.12.2010,
https://tinyurl.com/y59sw7ez

Mit dem "Delegieren" eigener Verantwortung muss Schluss sein

„Assange ist eigentlich eine tragische Figur. Er war ein großer Innovator für einen zukunftsgetriebenen Journalismus und hat viele Sachen angestoßen, die von anderen Medien kulturell übernommen wurden. (…) Allerdings ist er in den vergangenen Jahren - wahrscheinlich auch durch die Situation mit seinem Asylverfahren und seiner Flucht vor einer möglichen Auslieferung in die USA - immer merkwürdiger geworden
(…) er hat sich von einer Lichtgestalt in eine tragische Figur wie aus einem Drama entwickelt - das hätte man als Erzählung kaum besser erfinden können.
(…) denn zumindest die Idee von WikiLeaks war gut. Die Durchführung war leider irgendwann nicht mehr so gut"

Das kann man wohl sagen.

Die „Umstände“ - sie sind leider nicht so, dass gute Ideen sich durchsetzen können.
Schon gar nicht, wenn man, statt sie beherzt aufzugreifen und Verantwortung zu übernehmen, diese Verantwortung auf einzelne Personen abwälzt (die man regelmäßig erst zu "Lichtgestalten" verklärt und dann fallen lässt).

"Die Idee von WikiLeaks war gut."

Das war sie ohne Zweifel.
Und sie hat bis heute nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt.

Wenn sich aber "eine Enthüllungs-Plattform" Transparenz und Aufklärung verpflichtet sieht, wird sie langfristig scheitern, wenn die Führung der Plattform diese Maßstäbe nicht auch für sie und sich selbst gelten lässt.

Unter diesem (nicht auflösbaren) Widerspruch litt Wikileaks durch die Person Assange seit ihrer Gründung. Definitiv in Fragen der Finanzierung.

Im Laufe der Zeit und der Entwicklung auch darunter, dass Wikileaks immer mehr die Plattform zur Selbstdarstellung des Herrn Assange wurde.

Ich nannte es gestern in einem anderen Thread: "Selbstbeweihräucherung". Wurde ob dieser Wortwahl heftig gescholten. Sie sei "diskreditierend".
Je "tiefer" ich sie bedenke, desto weniger Anlass sehe ich, sie zu relativieren.

Assange, sein egomanischer Charakter, sein Drang, stets im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, "sind eine Art Totengräber" für einen sehr richtigen und wichtigen Ansatz. Leider …

Jemand der sich eine hohe Moral aufs Revers schreibt...

..... aber sie auf die eigene Person nicht anwenden kann. Wenn sich Assange gestellt hätte, um nach Amerika oder Schweden ausgeliefert zu werden, man hätte eventuell zu ihm halten mögen. So aber sieht die Welt das angstschlotternde Kind, das mit dem Feuer gespielt hat. So peinlich erwischt, dass man sich wünscht, es sei nie geschehen. Wikileaks kann man nun schliessen. Für die Russen noch nützlich.

Selbstdarstellung und Eitelkeit

sind jetzt unter Journalisten nicht unüblich, man denke mal an Clas Relotius oder Deniz Yüzel. Aber erbärmlich, wie es im Fall Assange um die Solidarität unter den Journalisten bestellt ist. Hier stellt sich trotz fadenscheiniger Vorwürfe die sonst so zuverlässige Empörung nicht ein- weder in den Medien noch bei den Seelenguten bei LINKEN, Grünen, Regierung. Ich werde mir die Scheinheiligkeit merken, falls mal woanders z.B. ein ZDF-Reporter keine Akkreditierung bekommt

Interview zu WikiLeaks:Die Idee ist in den Hintergrund gerückt..

In wie fern ist die Idee in den Hintergrund gerückt ? "Assange ist zu einer tragischen Figur geworden".Das kann man so sagen,wegen der jahrelangen Verfolgung und weil das Imperium sich jetzt rächen will.
Die meisten Politiker der Demokraten und der Republikaner in den USA klopfen sich auf die Schenkel."Jetzt gehört er uns",heißt es.
Da hat einer mächtige Feinde.
Verraten und ausgebürgert.

Endlich sagt das mal einer!

Die Idee von Wikileaks war grossartig. Nur hätte sie von jemandem durchgesetzt werden müssen, dem/der die Idee wichtiger war, als die eigene Selbstdarstellung.

Der Artikel sagt sehr richtig: "Whistleblower gab es schon vorher, aber kaum jemand kannte ihre Schicksale..." Das war so, weil die meisten Menschen, die staatliche Verbrechen aufdeckten, mehr an der Aufdeckung der Verbrechen als an der Präsentation ihrer eigenen Person interessiert waren - wie zum Beispiel mein grosser Held Daniel Ellsberg.

Leider spülen alle Unternehmungen, die eine straffe Organisation brauchen, immer wieder die falschen Leute an die Spitze. Wikileaks ist nicht die erste grosse Idee, die von einem Egomanen an die Wand gefahren wurde. Leider wird sich die Welt später nur noch an den aus dem Wanderzirkus seiner Eltern entlaufenen Selbstdarsteller Assange erinnern und nicht daran, wie sehr Wikileaks den Enthüllungsjournalismus vorangebracht hat und wie wichtig diese Idee für eine gerechtere Welt war.

ein gutes Interview...

... zu einer dubiosen Person und dubioser Thematik über die der Normalbürger nur staunen und sich wundern kann

@pro Rus - contra Put - US-Wahlkampf

17:16 von pro Rus - contra Put:
"Die Veröffentlichung der Mails war ein grob unfairer Zug."

Wenn es unfair ist, die Verfehlungen eines Präsidentschaftskandidaten aufzuzeigen, dürften wir von den alten Kamellen über Trump bis heute nichts wissen. Wir tun es aber, weil der US-Wahlkampf eine einzige Schmutzkampagne ohne politische Inhalte war.

Unfair und einseitig

Assange und die ihm anscheinend treu ergeben Plattform Wikileaks haben sich im US-Wahlkampf dazu instrumentalisieren lassen, Mails der Demokraten im Auftrag eines ausländischen Dienstes zu veröffentlichen.

Seit dem sind die bei mir unten durch.

@ um 17:16 von pro Rus - contra Put

Hillary Clinton hat sich beim versenden ihrer E-Mails grob dumm verhalten und möglicherweise dadurch strafbar gemacht, dass sie als Ministerin einen ungeschützten Account verwendet hat. Was auch ohne Strafbarkeit eine sehr große Dummheit wäre.
Ob Assange diese E-Mails aus Bosheit veröffentlicht hat oder aus anderen Gründen ist dabei gar nicht wichtig.
Das aber Trump diese Blöße benutzen würde, ist ebenfalls der Dummheit von Hilary Clinton zuzuschreiben. Zu dumm um Präsidentin zu werden.
Ausserdem hätte sie es andersherum ebenso getan und jeder auf ihrer Seite hätte das für Richtig gehalten.
Aber das Lustigste ist ja immer noch, dass Assange die Schweinereien der Regierung eines Friedensnobelpreisträgers veröffentlicht hat.
Nun können wir sicher auch zusehen, was die US - Medien, die sich immer gegen Trump positioniert haben, gegen eine Vergewaltigung der Pressefreiheit durch die Trump - Regierung aufzuwarten haben.
Denn für Assange geht es vielleicht wirklich um Leben oder Tod.

@17:16 von pro Rus - contra Put

"Die Abneigung gegen Hillary Clinton (die die bessere Präsidentin geworden wäre) hat Assange dazu bewogen, sich von Moskau für eine Einmischung in den US-Wahlkampf instrumentalisieren zu lassen. Die Veröffentlichung der Mails war ein grob unfairer Zug. Schade."

Ja, da hat Assange sich quasi selbst ins Knie geschossen, indem er seine Macht/sein Können in eigener Sache eingesetzt hat. War ihm denn zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, welch beschränktem Präsidenten er mit Hilfe der Russen (!) den Weg ins Weiße Haus ermöglicht hat?
Offenbar litt er zu der Zeit auch schon an einer gewissen Hybris, da er sich mit den falschen Leuten einließ. Heute fällt ihm dies alles zusätzlich vor die Füße.

Merkwürdige Aussagen von Beckedahl

Natürlich ist schade, was aus Wikileaks geworden ist, aber daran ist nicht Assange schuld. Schuld sind neben der Politik auch staatstragende Medien wie bei uns z.B. die Tagesschau. Deren Rolle zeigt sich bei Suggestivfragen wie:

tagesschau.de: "Hat sich Assange von einer Lichtgestalt zu einem Handlanger Russlands entwickelt?"

Da kommt mir schon wieder die Galle hoch.

Die Bemerkungen von Beckedahl zur Finanzierung von Wikileaks ist übrigens auch heuchlerisch. Oder hat er sich schon einmal mit der Finanzierung von Amnesty, Reporter ohne Grenzen, Human Rights Watch oder und erst recht den "Weißhelmen" beschäftigt, um nur ein paar zu nennen?

Am schlimmsten ist die Aussage zu den Clinton-Mails. Auch Beckedahl verliert kein Wort über deren Inhalt, sondern schwadroniert über die angebliche Wahlkampfhilfe für Trump, der die Wahl natürlich nicht deshalb gewann, aber man kann es sich ja so lange einreden, bis man es selber glaubt. Wie die Tagesschau von Anfang an.

@ Initiative Neue...

"Der Aufklärer muss gedankt werden und er sollte nicht aus politischer Motivation verfolgt werden."

Aufklärern dankt man am besten, indem man ihre Anonymität bewahrt, statt sie wie Chelsea Manning - die aus meiner sicht einen anonymen, alternativen Friedensnobelpreis verdient hätte - zu Popikonen hochstapelt.

Und Aufklärer helfen sich selbst und ihrem Anliegen am besten, wenn sie im Hintergrund beiben. Die Schlagzeile muss der Aufdeckung gehören, nicht dem/der Aufdecker/in!

Bei all dem Rummel habe ich mittlerweile fast den Eindruck, dass es Herrn Assange ziemlich egal ist, ob er als Friedensheld oder als Staatsfeind Nummer Eins behandelt wir, solange er nur auf den Titelseiten der Weltpresse bleibt. Hätte er sich nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Schlagzeilen gedrängt, hätten wir heute noch immer eine grossartige, von selbstlosen Journalisten betriebene Enthüllungsplattform.

Wikileaks wurde nicht von Trump oder Clinton zerstört, sondern von Assange.

@pro Rus - contra Put - verdächtiges Verhalten

17:25 von pro Rus - contra Put:
"Ich fand es von Anfang an falsch, dass Assange sich der Klärung der Vorwürfe wegen sexueller Nötigung durch Flucht entzogen hat."

Und ich fand es von Anfang an äußerst verdächtig, dass Schweden Assange nicht in der Botschaft Ecuadors verhören wollte. Es ist auch äußerst verdächtig, dass Schweden noch immer an einer Anklage festhält, die nicht einmal von den angeblichen Opfern unterstützt wird.

17:25, pro Rus - contra Put

>>@ rossundreiter
Das ist aber nicht bewiesen, es sind Vorwürfe.

Ich fand es von Anfang an falsch, dass Assange sich der Klärung der Vorwürfe wegen sexueller Nötigung durch Flucht entzogen hat. Schweden ist ein Rechtsstaat, da muss man sich nicht hinter ominösen Verschwörungstheorien verstecken.<<

So blauäugig sind Sie doch nicht wirklich, oder?

Der Fall Assange ist ein eminent politischer, in den die Geheimdienste stark involviert sind. In solchen Fällen ist mein sonst durchaus vorhandenes Vertrauen in rechtsstaatliche Strukturen dann doch nicht so überaus groß. Die Vorwürfe in Schweden kamen mir fabriziert vor, und jeder, der meine Kommentare hier kennt, weiß, daß ich Verschwörungstheorien mehr als skeptisch gegenüberstehe.

17:18 von Autochon

«Relevant war hierbei immer
Was an Informationen hervor kam.
Und das waren schon Dinge, auf die die Menschen ein Anrecht haben.»

Das war und ist relevant. Sehr relevant.
Und die gewonnenen Erkenntnisse verlieren auch nicht ihre Bedeutung.

«Hier ueber den Stil Assagnes oder seine Entwicklung ueber die Zeit zu schwadronieren ist nicht zielfuehrend.»

Das Interview mit Herrn Beckedahl ist nicht "schwadronieren".
Eben so wenig das Buch von Daniel Domscheidt-Berg: "Inside Wikileaks".

Beiden Herren liegt der Ansatz sehr nahe:
"Transparenz in die Machenschaften der Mächtigen".
Nicht nur bei denen der USA, die mehrfach aufgedeckt wurden.

Es ist sehr wohl diskutabel, wie sich Wikileaks im Lauf der Zeit unter dem Einfluss von Assange seit der Gründung bis heute wie entwickelt hat.

Längst nicht alle Veröffentlichungen haben gleichen Stellenwert mit gleicher Relevanz.

"Das mit den Clinton-Mails" war persönliche Rache.
Sich in der ecuador. Botschaft "einzuhacken", einfach nur dämlich.

um 17:25 von pro Rus - contra

um 17:25 von pro Rus - contra Put:
"
Schweden ist ein Rechtsstaat, da muss man sich nicht hinter ominösen Verschwörungstheorien verstecken.
"

Die "Verschwörungstheorie" hat sich doch bewahrheitet:

"Verschwörungstheorie" war:
Assange flüchtete in die Botschaft,weil die USA Assange habhaft werden will

bewahrheitet hat sich:
USA will Assange habhaft werden - fordert just mit der Festnahme (lt. GB gab es die Forderung VOR der Festnahme & war der Grund - lt. Ecuador gab es zum Zeitpunkt der Festnahme KEIN (offizielles) Auslieferungsersuchen der USA ) die Auslieferung an die USA

@Recker

Chelsea Manning war Entlassen worden und sollte wieder vor Gericht erscheinen um befragt zu werden, Aussagen zu tätigen und quasi als Zeuge zu fungieren.

Sie ist aber ferngeblieben, einer Vorladung vor GEricht nicht nachzukommen ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt, auch in Deutschland nicht und dafür fährt man zurecht ein.

Nur weil diese ganzen Verschwörungstheoretiker angst davor haben sich einer Obrigkeit stellen zu müssen, gibt es ihnen nicht das Recht einfach abzuhauen.

Assange genauso... anstatt sich den Vorwürfen (die wohl unbegründet sind) der Vergewaltigung zu stellen, hat er vorgeschoben Angst davor zu haben ausgeliefert zu werden und sich verdünnisiert.

Chelsea Manning braucht sich nicht zu fürchten, die ganze Welt hätte da mit Argusaugen hingeschaut ob sie zu unrecht verhaftet wird ect... sie sollte nur aussagen und hat sich dem verweigert, und dafür ist nun wieder ein Haftbefehl ergangen, selber Schuld.

Für mich ziemlich offensichtlich ging es nie um...

..."sexuelle Nötigung", hier geht
und ging es immer nur um Rache
und Vergeltung der USA für die
von WikiLeaks veröffentlichten
und jetzt frei zugänglichen
Daten und Videos mit ganz
offensichtlichen Kriegsverbrechen
und anderen Schweinereien eines
Staates, der sogar den internationalen Strafgerichtshof
in Den Haag verklagt, nur weil
dieser Ermittlungen gegen
US-Bürger aufgenommen hat!
Natürlich wird dieser von den
USA erst gar nicht anerkannt!
Hier nur Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=KiPjNPwFgEg

um 17:16 von pro Rus - contra

um 17:16 von pro Rus - contra Put:
"
Instrumentalisiert
Die Abneigung gegen Hillary Clinton (die die bessere Präsidentin geworden wäre) hat Assange dazu bewogen, sich von Moskau für eine Einmischung in den US-Wahlkampf instrumentalisieren zu lassen.
"

Glaube kaum,dass Assange sich instrumentieren lassen musste.

Hillary Clinton äußerte im US-TV den Gedanken,ob man nicht Assange in der Botschaft einfach "wegdrohnen" könne...

Als US-Präsidentin hätte sie die Möglichkeit - müsste bei niemanden lobbyieren,sondern nur den Ermordungsbefehl für Assange in Auftrag geben & das US-Militär/CIA hätte diesen Auftrag dann ausgeführt...

Kein Wunder,dass Assange im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv wurde um dies zu verhindern - blanker Überlebenswille

re Bernd Kevesligeti

In wie fern ist die Idee in den Hintergrund gerückt ?

Assange hat sein eigenes Ego und seine persönlichen Interessen über die Sache, also Wikileaks, gestellt. Auch deshalb sind die Quellen für Wikileaks mittlerweile versiegt.

Und wieder die Schmuddelhinweise

auf sexuelle Straftaten. Wann erklärt uns die TS , dass
beide betroffenen Frauen offiziell aussagten, der
Geschlechtsverkehr mit Assange war einvernehmlich.
Der Vorwurf lautete, dass Assange "weitergemacht" habe,
nachdem das Kondom verrutscht war.
Diesen Straftatbestand gibt es nur in Schweden. In diese
Falle wurde Assange gelockt.
Im übrigen hat Assange den Ermittlungsbehörden immer
wieder Kooperationsbereitschaft zugesagt,
allerdings mit der Einschränkung , dass Schweden ihn
nicht an die USA ausliefert.
Und was die E-Mails angeht. Wann berichtet
die TS einmal, was dann an diesen Mails so brisant war?
Das Frau Clinton die demokratische Partei mit Geld
dazu gebracht, den internen Widersacher Sanders
beiseite zu schieben? Frau Brazile, ehemalige Vorsitzende
der Demokraten hat das doch in ihrem Buch " Hacks"
bestätigt.
Um von diesen Skandal abzulenken, mussten die Russen ran. Bekanntermaßen braucht man dafür keine Beweise.
Nicht Trump war das Dilemma sondern HR Clinton.

17:43, Sasquatch

>>Leider spülen alle Unternehmungen, die eine straffe Organisation brauchen, immer wieder die falschen Leute an die Spitze. Wikileaks ist nicht die erste grosse Idee, die von einem Egomanen an die Wand gefahren wurde. Leider wird sich die Welt später nur noch an den aus dem Wanderzirkus seiner Eltern entlaufenen Selbstdarsteller Assange erinnern und nicht daran, wie sehr Wikileaks den Enthüllungsjournalismus vorangebracht hat und wie wichtig diese Idee für eine gerechtere Welt war.<<

Sehr gut auf den Punkt gebracht. Danke.

re Nachfragerin

Wenn es unfair ist, die Verfehlungen eines Präsidentschaftskandidaten aufzuzeigen,

Welche Verfehlungen? Die Veröffentlichung der internen Mails war bloß eine plumpe Hilfestellung für Trump im Auftrag Moskaus. Die Einmischung in den US-Wahlkampf war ungesetzlich, einseitig und unfair.

"Die Idee ist in den Hintergrund gerückt" ...

Ist das nicht mit allen großen Ideen so - sind nicht alle mehr oder weniger schnell nach ihrer Entwicklung unter die Räder gekommen, "die Freiheit", "die Brüderlichkeit", "die Gleichheit", "der Sozialismus", die Idee, der Intransparenz des Mediendschungels, der zunehmenden "Verfakung" der Welt und aller Ansichten darüber, etwas an sich schlichtes entgegen zu setzen, ist eigentlich weder weit her geholt, noch verkehrt - nur schade, das man sich damit soooo viele Feinde macht.

Sakrosankt

re recker:
Es gibt sicherlich einiges an Assange zu kritisieren, aber das ist wirklich der falsche Zeitpunkt.

Wieso? Wurde er heilig gesprochen?

17:43 von Sasquatch

«Der Artikel sagt sehr richtig: "Whistleblower gab es schon vorher, aber kaum jemand kannte ihre Schicksale..." Das war so, weil die meisten Menschen, die staatliche Verbrechen aufdeckten, mehr an der Aufdeckung der Verbrechen als an der Präsentation ihrer eigenen Person interessiert waren - wie zum Beispiel mein grosser Held Daniel Ellsberg.»

Daniel Ellsberg. Wahrlich ein Mensch, der wie nur ganz wenige sonst dazu taugt, als Held ein Vorbild zu sein.

Mir ist es zutiefst zuwider, wenn Menschen die eigene Person in den Mittelpunkt "über alles andere" stellen.

Im Fall von Assange + Wikileaks kann man die Erkentnisse, die man durch sie gewann, nicht weg diskutieren. Sie waren und sind wichtig. Im Fall von Abu Ghraib auch relativ unbelatet von persönlicher Profilierungssucht.

Der mangelhafte Informantenschutz gegenüber Manning schon zweifelhaft. Trotz der gewonnenen Erkenntnisse.

"Das zweifelhafte Konglomerat Wikileaks + Russia Somewhat" der letzten Jahre schon mehr als peinlich.

re deutlich

Ich werde mir die Scheinheiligkeit merken, falls mal woanders z.B. ein ZDF-Reporter keine Akkreditierung bekommt

Halten Sie Schadenfreude wirklich für angemessen?

die "Enthüllungen" von WikiLeaks, Panamapapers u.ä....

betreffen Vorgänge in einem Paralleluniversum zu dem die kleine Frau keinen Zutritt hat, das sie nicht beeinflussen kann und über die sie folglich auch nicht sinnieren und ihre Zeit verschwenden soll

How the **** is Wikileaks

Hat der Donald in Amerika getwittert

Da hatten wohl alle Berater nebst Familie vergessen ihm zu sagen ,
dass da Guccifer 2.0´s , Clinton Emails veröffentlicht wurden.

17:41 von schabernack

Dass Sie nicht viel von Herrn Assange halten haben Sie ja bereits im Vorgängerthread durchblicken lassen. Allerdings kann ich in Ihrer Negativaufzählung nichts erkennen, dass eine solche "Behandlung" wie Sie Herr Assange in den letzten Jahren erfahren hat und erst recht in Zukunft wohl zu erwarten hat, rechtfertigen würde.
Ihr unterstellter Selbstdarstellungsdrang und ähnliche Charaktereigenschaften sind meines Wissens nicht strafbar.

Das geführte Interview ist ein erster vorsichtiger Baustein

um Julian Assange schrittweise zu demontieren. Von Solidarität unter Journalisten keine Spur. Brauchen die an die herrschenden Machtverhältnisse angepassten Journalisten aber auch nicht, denn es wäre sowieso der eigenen Karriere eher abträglich.

re nie wieder

Aber das Lustigste ist ja immer noch, dass Assange die Schweinereien der Regierung eines Friedensnobelpreisträgers veröffentlicht hat.

... der dennoch die Größe besaß, in den letzten drei Tagen seiner Amtszeit unter anderem Chelsea Manning zu begnadigen. Trump muss getobt haben.

Assange ist ein Opfer

Könnte man sich im Westen auf strikt rechtsstaatliche Vorgehensweisen verlassen, hätte Assange sich nicht in die Botschaft Ecuadors flüchten müssen. Doch wie Ikarus der Sonne zu nahe kam, hat Assange die Kreise von Mächtigen Strippenziehern in der Weltpolitik gestört. Das wurde ihm zum Verhängnis. Sollte Assange in USA zu lebenslanger Haft verurteilt werden, sehe ich schon die ersten Jubler im Westen die das dann gehörig relativieren frei nach dem Motto „wem es in der Küche zu heiss ist, sollte sich eben nicht dorthin begeben“.

Wasch mir den Pelz...

... aber mach mich nicht nass. Es ist schon amüsant, wie frühere Weggefährten aber auch "die üblichen Verdächtigen" ganz vorsichtig auf Abstand zu Assange gehen aber doch die viel grössere Verantwortung(slosigkeit) ganz woanders sehen...

17:42 von deutlich

"Hier stellt sich trotz fadenscheiniger Vorwürfe die sonst so zuverlässige Empörung nicht ein- weder in den Medien noch bei den Seelenguten bei LINKEN, Grünen, Regierung."

Das ist so nicht richtig. Zumindest Teile der Linken äußern sich dazu unmissverständlich z. B. hier:
https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/
detail/bundesregierung-muss-julian-assange-asyl-anbieten-1/

@von nie wieder spd - Richtigstellung !

Hillary Clinton hat sich beim versenden ihrer E-Mails grob dumm verhalten und möglicherweise dadurch strafbar gemacht

Was Sie hier verbreiten ist schon mehr als eine Fake News !

Fakt ist : Clintons Server wurde von einem
Russischen Hacker Namens Guccifer 2.0 "gehackt" (eingebrochen) dessen Spur kam direkt aus einem Gebäude des GRU sowie dem FSB des Geheimdienstes der Russen.

17:56, Corax

>>Die Bemerkungen von Beckedahl zur Finanzierung von Wikileaks ist übrigens auch heuchlerisch. Oder hat er sich schon einmal mit der Finanzierung von Amnesty, Reporter ohne Grenzen, Human Rights Watch oder und erst recht den "Weißhelmen" beschäftigt, um nur ein paar zu nennen?<<

Die Finanzierung all dieser Organisationen ist offen und transparent. Es mag ja sein, daß Ihnen einige der Spender nicht genehm sind, was aber nichts daran ändert, daß Sie bekannt sind.

>>Am schlimmsten ist die Aussage zu den Clinton-Mails. Auch Beckedahl verliert kein Wort über deren Inhalt<<

Na, dann tun Sie es doch mal.

Was stand den Schlimmes in diesen Mails?

Ich stelle diese Frage hier im Forum seit Jahren. Eine Antwort erhalte ich nie, wohl aber gelegentlich wüste Diffamierungsversuche meiner Person. Offensichtlich störe ich die faktenfreie Breitbartkampagne mit dieser Frage.

Es war klar dass dies so enden wird ...

wenn man sich die Kommentare hier durchliest erkennt man schnell warum Wikileaks nicht funktionieren kann.
Der Mensch ist eckelhaft. Solange er nicht gehässig sein darf macht es ihm keinen Spass. Erst wenn ein Hilfsbedürftiger vor ihm liegt und man auf ihn eintreten darf, dann tut man es auch.
Julien Assange, ganz egal wie sein Ego ist, verdient unseren Schutz, genauso die die ganzen Opfer, deren Misshandlungen und Leiden er aufgedeckt hat. Er hat seine Kopf hingehalten. Er hat den Zorn der wahrlichen Monster auf sich gezogen.
Dafür verdient er unseren Respekt und unseren Schutz. Und nicht unseren Hass und unsere Ignoranz.

Reue zeigen

In diesem Zusammenhang fand ich die heutige Meldung nunja "amüsant: https://www.spiegel.de/politik/ausland
/julian-assange-anwalt-bringt-frankreich-als-zufluchtsort-ins-spiel-a-1262557.html

um 17:32 von

um 17:32 von gaddafifan
"
Spätestens
jetzt könnte unsere Politikelite zeigen, wie wichtig ihnen Demokratie und Menschenrechte sind.
"

->
sieht man doch aktuell in den USA:
Manning sitzt im Gefängnis,weil Manning nichts über Wikileaks erzählen wollte - so viel zur Redefreiheit in den USA...
( zur Redefreiheit gehört auch die Freiheit nichts zu sagen)

und in der EU sah man auch bei Snowden,wie wichtig Demokratie & Menschenrechte sind...

...die deutsche Regierung hätte gar Snowden an die USA ausgeliefert - obwohl die US-Spionage gegen dt. Bürger,Firmen,Organisationen & Politiker - inkl. der Kanzlerin - ja wohl eindeutig die Demokratie in DE gefährdet & dank Snowden & Assange diese Gefahr für die Demokratie in DE öffentlich wurde...

Darstellung: