Ihre Meinung zu: WikiLeaks-Mitbegründer Assange in London festgenommen

11. April 2019 - 15:15 Uhr

WikiLeaks-Mitbegründer Assange ist festgenommen worden. Er hatte sich seit 2012 in der Botschaft Ecuadors in London aufgehalten. Gegen den Australier liegt ein US-Auslieferungsersuchen vor.

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Kommentare

WikiLeaks-Mitbegründer Assange in London festgenommen...

Und inzwischen ist ihm auch die equadoranische Staatsbürgerschaft aberkannt,ist er ausgebürgert worden.Lenin Moreno,so heißt der Präsident des Landes(wohl zu unrecht).Vor einigen Monaten war Mike Pence zu Besuch in dem Land.Ein Darlehen der Weltbank soll es auch geben.Die Wiedereröffnung eines US-Militärstützpunktes war auch im Gespräch.
Vor einiger Zeit kamen Verbindungen zwischen der Familie Moreno und Offshoregesellschaften ans Licht.

Menschenrechte zählen nicht mehr

Die UN Menschenrechtsorganisation hat erst vor kurzem und wiederholt geäußert, dass eine Inhaftierung/Auslieferung von Assange gegen die Menschenrechte verstößt. Ich bin gespannt, ob Großbritannien und die USA sich dementsprechend verhalten. Es scheint mir aber genau das Gegenteil der Fall zu sein. Nicht Assange sondern die USA und GB gehören an den Pranger. Ein weltweites Abhören von Bürgern, und Intransparenz bei völkerrechtswidrigen Militäraktionen ist weder akzeptabel noch legitim. Deutschland stünde gut zu Gesicht, sich auf diplomatischen Kanälen für Assange einzusetzen. Die britische Regierung hat meiner Meinung nach den letzten Rest an Glaubwürdigkeit verspielt.

Das ist also der Umgang mit Menschen, ...

... die unbequeme Wahrheiten ans Licht bringen.

Mich packt das blanke Entsetzen mit ansehen zu müssen, wie mit Herrn Assange verfahren wird.

Keine Auslieferung in die USA? Heißt das Entwarnung? Dass ich nicht lache.

Wir werden ja sehen, was das Wort eines britischen Innenministers, der womöglich nach ein paar Jahren dem Politikbetrieb lustig pfeifend den Rücken kehrt, heute noch Wert ist ...

Gott sei mit Ihnen, und ein langes Leben in Freiheit und Gerechtigkeit, Herr Assange!

Schade, dass er nicht

Schade, dass er nicht US-Amerikaner ist, sonst käme noch Landesverrat hinzu.

Er hat mit seinen Hacker-Manövern & frei zugänglichen LeaksVeröffentlichungen im Internet Stellungen & Manöverpläne nicht nur von US-Soldaten verraten. Und das in der Zeit eines aktuten Kriegszustandes ! Und konnte es offensichtlich in der equador. Botschaft weiter nicht lassen, per Computer zu spionieren - die Botschaft die ihm schützte, wohlgemerkt !

Diesem Menschen sind Gewalttaten & Opfer oder gar eventuelle Bürgerkriege & die Gefahr für das Leben der Soldaten (kein Wunder, selbst Kriegsverweigerer & Kommunist_ China o. N-Korea wäre die bessere Botschaft) in Folge dessen was er das tut schlicht egal, nur seine Karriere & Popularität.

Dort wurde er der Vergewaltigung beschuldigt.

Vergewaltigung in Schweden

man sollte vielleicht ehrlichkeitshalber hinzufügen
er hatte einvernehmlichen Sex mit 2 Damen,
verzichtete lediglich dabei auf die Verwendung eines Kondoms,
was er explizite nicht vorher mit denen abklärte ....
was dort als Vergewaltigung gewertet wird

Geköpft...

... wurden früher die Überbringer schlechter Nachrichten.

Heute werden diejenigen, die unangenehme und schlimme Wahrheiten ans Licht bringen, oft verfolgt und mundtot gemacht; in manchen Ländern erschossen oder in Botschaften ermordet.

Es ist meines Erachtens nach die Pflicht eines Jeden, der dazu fähig ist, unmenschliche Vorgänge von Regierungen oder Truppen oder welchen Staatsorganen auch immer zu veröffentlichen.

Wenn solche Menschen Orden und Preise bekämen, würde mir wohl ums Herz.

Ziel erreicht

würde ich sagen, wurde ja lange im Hintergrund gearbeitet und wie man lesen kann auch Dinge angeboten.
Dann ist nun sein Ende, Er wird weitergereicht, und sein Leben in Freiheit ist quasi zu Ende.
Er hatte sich leider die falsche Botschaft ausgesucht, zum damaligen Zeitpunkt.
Pech gehabt, den Einfluss der USA auf gewisse Länder unterschätzt.

17:40 von Sisyphos3

«Vergewaltigung in Schweden, man sollte vielleicht ehrlichkeitshalber hinzufügen: er hatte einvernehmlichen Sex mit 2 Damen, verzichtete lediglich dabei auf die Verwendung eines Kondoms, was er explizite nicht vorher mit denen abklärte .... was dort als Vergewaltigung gewertet wird.»

"Andere Kulturen, Lebenseinstellungen und Gesetzgebungen respektieren, ohne denen die eigene Weltsicht über zu stülpen."

Ihr ewiges Credo, Ihr ständiges Mantra.
"Tausende Male" zu vielen div. Themen von Ihnen geschrieben.

So mögen Schweden Vergewaltigung ganz genau so definieren, wie es ihrer gesetzgeberischen Anschauung entspricht. Schweden als Unrechtsstaat muss niemand tatsächlich fürchten.

Darüber hinaus wurden die Vorwürfe gegen Assange in Schweden längst fallen gelassen, die Ermittlungen gegen ihn längst eingestellt. "Um diese Episode" geht es längst nicht mehr, wenn man über Assange nachdenkt, und wenn über ihn berichtet wird…

@Tammy Speed Mind um 17:18

Ich nehme an, Sie verwechseln da etwas. Die Gewalttaten und Opfer sind nicht durch Wikileaks entstanden, sondern durch die Kriegsmaschinerie derjenigen, die Kriege angefangen haben.
Stellungen, z.B. sind einem Kriegsgegner m.E. jederzeit bekannt (wenn sie denn durch Wikileaks überhaupt veröffentlicht wurden). Hierfür benötigt kein Kriegsgegner Wikileaks.

Ein dunkler Tag für die

Ein dunkler Tag für die westlichen Demokratien. Dies geschieht einige Wochen nachdem auch Manning wieder inhaftiert und erneut in Isolier(beuge)haft gesteckt wurde. Politische Gefangene werden gemacht, und Staatsführungen, die nicht ins Konzept passen aufs Massivste drangsaliert, während faschistische Präsidenten - etwa auf den Philippinen und in Brasilien - unbehelligt und hoffiert Menschen ermorden lassen. Und wer, wie Assange, die dunklen Ecken der moralisch Untouchables ausleuchten will, wird kriminalisiert. Trauer ist angebracht.

@17:18 von Tammy Speed Mind

Sollen denn Verbrechen und Menschenrechtsverstöße amerikanischer Soldaten lieber unter den Tisch gekehrt werden?

Ohne Menschen wie Manning und Assange wären beispielsweise die im Irak-Krieg von amerikanischem Militär und amerikanischen Söldnern verübten Greueltaten, auch und insbesondere an Zivilisten, nie ans Tageslicht gekommen.

Nicht ohne Grund stehen die USA dem Internationalen Gerichtshof recht feindselig gegenüber, und lehnen es ab, sehen es sogar als feindseligen Akt, wenn ein amerikanischer Staatsbürger dort angeklagt wird. Sie wissen genau, daß sie keine blütenweiße Weste haben.

So war also die Vergewaltigung

doch nur ein erlogener Vorwand, um ihn den US-Amerikanern zum Fraß vorwerfen zu können. Diese Anklage und Verfolgung wurde längst fallengelassen.

Es wird wirklich Zeit, daß UK Europa verläßt.

@ Elitedemokrat

"Wer sich mit der Person näher auseinandersetzt, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass Herr Assange keinesfalls ein "Wahrheitssucher" ist, sondern ein schnöder, rücksichtsloser Selbstdarsteller!" Am 11. April 2019 um 16:46 von Elitedemokrat

Gut, er ist nicht Jesus.
Inwiefern ist das schon eine Anklage wert?

Vielleicht ist er ein Karrierist, wie er im Buche steht. Das sind viele und werden deshalb nicht verklagt. Und jetzt kann keiner mehr sagen, er hätte es "nicht gewusst".

Er hat aber dabei geholfen, dass sogenannten Kollateralschäden ihr menschliches Gesicht wiederbekommen.

Assange in London festgenommen

Gut so,

Es war ja auch mit der Menschenwürde und seiner Gesundheit nicht mehr vereinbar. Jetzt hat er im demokratischen GB wie jeder ander Steuerzahler auch den vollen Schutz des Rechststaats und wird auchnoch von diesen mit Unterkunft, Ärtzten usw. hoch alimentiert.

Ein dunkler Tag für die?

Nein, sonder ein Feiertag.

Denn nur der Rechtsstaat kann die Schuld oder Unschuld festlegen. Jeder Bürger in GB oder USA kann oder muss das ertragen.

Nicht Sie und erst recht nicht Miedien können das Urteil fällen.

17:17 von edding

«Das ist also der Umgang mit Menschen,die unbequeme Wahrheiten ans Licht bringen.»

Das ist nicht der Umgang mit Herrn Assange.
Weil er unbequeme Wahrheiten ans Licht brachte.

"In der Anfangszeit" von Wikileaks (z.B. bei den Veröffentlichungen zu Abu Ghraib) befleißigten sich Assange und Wikileaks noch eines Vorgehens, das den Begriff "Informantenschutz" nicht nur vom Hörensagen kannte, dass er wohl in Wörterbüchern stünde.

"Das war einmal in grauer Vorzeit". Seither ist bei Assange Veröffentlichung um der Veröffentlichung + um der eigenen Selbstbeweihräucherung als Held der Geknechteten und Entrechteten willen.

Diejenigen, die Assange heute (wie die russ. Regierungssprecher) das Wort reden, würden ganz anders reden, wären sie selbst vom Gebaren Assanges bei Informationsbeschaffung + veröffentlichender Ausschlachtung der Erkenntnisse betroffen.

Whistleblower und Plattformen, die ihnen Raum geben, sind wichtig.
Assange und seine Art in dieser Hinsicht mehr als nur entbehrlich …

30 Silberlinge

sind der Lohn für den Verrat des Nachfolgers von Judas Ischiarot. Passend, dass Lenin Moreno die Häscher an einem Donnerstag einliess.
Nicht. dass ich Assange als Person mit Jesus vergleichen wollte. Aber seine Idee der Abschaffung des Herrschaftswissens, jedermann den Zugang zu Informationen über Staatsverbrechen, Kriegsverbrechen und organisiertem internationalen Staatsterror zu ermöglichen, ist für die heutigen Weltenlenker eine ebenso große Bedrohung wie es einst Jesus für die Hohepriester war.

@riewekooche, 18:28

"Sollen denn Verbrechen und Menschenrechtsverstöße amerikanischer Soldaten lieber unter den Tisch gekehrt werden?"

Dieser Frage kann ich mich nur anschließen.

Sie muss - völlig unabhängig von der Klärung irgendwelcher komplexer juristischer Sachverhalte und "Schuldfragen" wie im aktuellen Fall - unbedingt beantwortet werden.

@schabernack, 18:44

Seither ist bei Assange Veröffentlichung um der Veröffentlichung + um der eigenen Selbstbeweihräucherung als Held der Geknechteten und Entrechteten willen.

Ich frage mich, woher ausgerechnet Sie so profunde Einblicke in die Motive des Herrn Assange haben. Wann haben Sie das letzte Mal mit ihm gesprochen? Oder haben Sie dieses Wissen von der Homepage der amerikanischen Justizbehörden? Inhalt und Wortwahl könnten das vermuten lassen.

Assange hat eben einige ungeheure Menschenrechtsverletzungen

durch die USA oder deren Soldaten und Hilfstruppen öffentlich gemacht. Den haben die US-Dienste schon lange im Fadenkreuz. Jetzt hat sich auch in Ecuador politisch der Wind gedreht und die Briten werden sicher im Sinne der US_A handeln. Wetten dass?

18:28 von riewekooche

«Ohne Menschen wie Manning und Assange wären beispielsweise die im Irak-Krieg von amerikanischem Militär und amerikanischen Söldnern verübten Greueltaten, auch und insbesondere an Zivilisten, nie ans Tageslicht gekommen.»

Das Beispiel Manning / Assange ist doch eben eines, bei dem Assange + Wikileaks den Inhalt von "Schutz der Informanten" in überheblicher, selbstgerechter, vorsätlicher Art und Weise "in die Tonne kloppten".

Manning ist nach der Veröffentlichung durch das hierbei begangene "Whistleblowertum" ganz genau das geschehen, was Assange fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.

Eine Anklage in den USA wegen Spionage, Veröffentlichung von Geheimnissen, Hochverrat. Nun ist es für Manning "relativ glimpflich ausgegangen", weil Obama begnadigte.

Auch bei Wistleblowern + Veröffentlichung heiligt nicht der (gute) Zweck alle Mittel, in beliebigen Fällen, in rücksichtsloser Art.

Die "bei Manning" mind. ebenso dem Ego Assanges diente, wie sie Erkenntnisgewinn dienlich war …

Sinnloses Versteckspiel

Hätte er sich 2012 gleich der Polizei gestellt, wäre er schon längst nach verbüßter Haft wieder frei. So hat er nichts gewonnen, nur Jahre verloren.

@ Bernd Kevesligeti

Lenin Moreno,so heißt der Präsident des Landes(wohl zu unrecht).

Wie meinen Sie das?

Heuchler und Verräter

So sind die Menschen! Damals haben sie Assange gefeiert, jetzt werfen sie ihn den Löwen zum Fraß vor. Traurig!

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