Ihre Meinung zu: IWF berät über Bezahlsysteme: Bargeld bald bedeutungslos?

11. April 2019 - 14:29 Uhr

Der Internationale Währungsfonds diskutiert über Bezahlsysteme der Zukunft. Das Bargeld könnte schon bald bedeutungslos werden. Vorreiter beim digitalen Bezahlen sind afrikanische Länder. Von Jan Bösche.

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Kommentare

Vorreiter Afrika

Ach so-das ist ja interessant.Und dieses bargeldlose Bezahlsystem und alles was dazu gehört,wurde auch in Afrika erfunden?

Und wieder ...

... wird versucht, uns Bundesbürgern einzureden, daß sogar jede Bananenrepublik in sachen Bargeldlosigkeit "fortschrittlicher" sei als wir ...
Hat bisher kaum geklappt, und ich hoffe sehr, das bleibt auch so - allein schon wegen der Datensammelwut, die bei jeder Kartenzahlung bereits heute ihre Hände aufhält bzgl. den gewünschten gläsernen Bürgern ...

ganz bestimmt nicht mit derzeitigen Gesetzen ...

Bargeldlos zahlen setzt sich bei uns ganz bestimmt nicht bei derzeitigen Gesetzen durch.

So lange man (Banken, Firmen, soz. Netzwerke) straffrei beliebig Daten speichern, verknüpfen und sammeln kann,

bzw. "huch", versehentlich veröffentlichen darf und dabei straffrei bleibt,

werden immer mehr Menschen auf Bezahlen mit Karte oder SmartPhone verzichten.

Die Hype des Neuen ist vorbei und die Machenschaften von Banken und Online-Diensten kommen langsam aber immer deutlicher ins allgemeine Bewusstsein.

Bargeld ist ein Backup und anonym

Handy geklaut oder Akku leer oder sonst eine Macke oder eine Virus-App, Bankkarte nicht lückenlos überall einsetzbar oder geklaut, Konto gesperrt. Und dann?

Bewegungsprofile und gläsernes Kaufverhalten durch Abbuchungsvorgänge einerseits, Datenschutzwahn andererseits? Werden wir zu irgendwas noch gefragt?

Ich möchte jedenfalls das Bargeld nicht missen. Es gibt mir Sicherheit für alle möglichen Szenarien und Situationen.

Crypto-Blödsinn

Crypto-Währungen sind keine Währungen! Sie sind Spielgeld für Zocker. Moderne Währungen basieren niemals darauf, das ihre Scheine und Münzen schwierig herzustellen oder nachzumachen sind. Sie basieren auf dem Vertrauen, dass ich meinen Lohn bis zum Monatsende auf dem Konto lassen kann, ohne dass ich dafür erheblich weniger bekomme.

Dazu braucht man eine stabile Wirtschaft entsprechender Größe und ein gewisses Vertrauen in Politik und Zentralbanken. Komplizierte Berechnungen können das genausowenig ersetzen wie der Aufwand beim Goldschürfen.

Wenn die Mitbegründerin einer Firma mir erzählt, das mich ihr Produkt von Banken unabhängig machen soll, hole ich mir lieber gleich nochmal etwas Bargeld, in Scheinen...

"... viele Transaktionen schon früh am Morgen beginnen - bei den Laden-Besitzerinnen: "Alles passiert am Mobiltelefon: Sie leihen Geld, beauftragen den Großhändler, bezahlen ihn, beauftragen dann den Lieferdienst. Dann wecken sie die Kinder und schicken sie zur Schule. Um halb sieben öffnen sie ihren Kiosk, mit den Waren bereit zum Verkauf"
Und: "Wenn Leute das einmal erleben, wollen sie nicht zurück""

Das glaube ich. Und das auch:
"(...) das schafft Herausforderungen für Regierungen"/
(...) "Wenn das funktionieren soll, müssen wir unsere Komfortzone verlassen und mit anderen Regulierern sprechen." Dazu gehörten Datenschutzbeauftragte, Monopolwächter und Sicherheitsbehörden"

Das Wichtigste, wenn das überall funktionieren soll, dürfte die Gegebenheit jederzeitiger Transparenz und Nachvollziehbarkeit ALLER geschäftlichen Transaktionen sein.

Und die Entwicklung geeigneter technischer Lösungen hierfür: "... dass sich regional unterschiedliche Systeme entwickeln: In Afrika gibt es (...)"

Unausgewogene Berichterstattung

Die Abschaffung des Bargelds dient ausschließlich den Interessen der großen Vermögen und den Anhängern der totalen Überwachung.
Die Berichterstattung der ARD zu diesem Thema ist meines Erachtens nach sehr, sehr einseitig und unterschlägt, oder euphemisiert im besten Fall, die Gefahren.

Es gruselt mir bei dem Gedanken kein...

...Bargeld mehr für das tägliche Leben nutzen zu können.

---

Es würde den Rahmen von 1000 Zeichen hier sprengen,
um meine Pro - Contra Liste hier darzustellen.

Nur zwei Punkte auf der Contra Seite möchte ich den die mögliche Diskussion werfen dürfen:

1. Wer garantiert dem Bürger eine zu 100 % Sicherheit beim Bargeldlosen Verkehr?

2. Dem Bürger wird seitens weniger Menschen im Staat ein großes Stück Freiheit genommen.

P.S.:
Wohl wissend, daß gerade mein Punkt 2 zu heftigen Gegenargumenten führen kann, versichere ich, daß ich keinerlei illegale Geldtransaktionen mit Bargeld
befürworte oder selbst praktiziere.
Weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft.

Die Diskussionsrunde sei eröffnet... .

IWF berät über Bezahlsysteme:Bargeld bald bedeutungslos ??

Und damit würden auch viele Bankfilialen wegfallen.Die Stellen natürlich auch.
Und bei auftretenden Krisen würde ein "run" auf die Banken sinnlos,er liefe ins Leere.
Wenn der IWF "berät" dann droht eine Entmündigung der Bevölkerung.

Wenn der IWF die Abschaffung des Bargelds fordert,

gehört er selbst abgeschafft.
Die Abschaffung des Bargelds wäre die Vorstufe zur endgültigen Herrschaft derjenigen, die uns die Finanzkrise beschert haben.

Bargeld ja, gern auch digital, ...

aber nur wenn es alle Eigenschaften von Bargeld behält - sprich wenn Kodierungen und Verschlüsselungen so sind, das man problemlos E-Cash (wie Bargeld) auf gängigen Karten zwischenlagern bzw. transferieren kann, wenn Anonymität absolut gesichert ist und die Karte auch als Geldkarte dient, ohne Konto zu Konto Transfers. Ansonsten ist dergleichen völlig inakzeptabel.

Es geht ganz schlicht und einfach

um maximale Kontrolle der Bürger und unbeschränkte Zugriffsmöglichkeiten ihres Ersparten. Das ist einer von vielen Schritten in den Totalitarismus und weg von Demokratie, die wir gerade täglich beobachten dürfen. Zahlungen tracken, aushorchen, Autos elektronisch überwachen und abbremsen. Da braucht man dann kein Fahrtenbuch und keine Geschwindigkeitsmessung mehr und wohl bald auch keine Buchhaltung...

Bargeld ist Freiheit,

Bargeld ist Freiheit, Anonymität, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit. Digitales Geld verwaltet halt irgendwer. Und wenn der dabei keinen Fehler macht und einen ausreichend gut leiden kann, ist das Geld auch beim nächsten mal noch da. Wenn nicht ist halt alles weg. Wundert nicht, dass Viele Bargeld noch immer bevorzugen.

Letztlich werden die Staaten sich auch beim tollen digitalen Geld einmischen. Dann hat man auch endlich die Nachteile beider Welten vereint.

Ich Feier es!

Bargeldloses Zahlen ist in vielen Ländern der EU bis auf Deutschland schon Standard, wer bei uns in Ungarn einen Einkauf größer 30.000 Huf (100€) Cash zahlt wird schon blöd angeschaut. Der Gröst mögliche Bargeld schein ist hier im übrigen der 20.000 Huf (62€) schein. also so was wie der 50er im Euro Gebiet. Versuchen sie mal damit ein Auto oder Haus zu Kaufen! Da kommt gleich die TEK und sie sind weg. (TEK ist sowas wie das SEK in Germany)

Ich zahle

schon lange Vieles mit der EC-Karte. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, auf Bargeld zu verzichten. Man könnte allerdings über die Cent-Beträge mal reden. Ich würde die ein- und zwei Centstücke abschaffen.
Wir haben hier seit einigen Wochen die Möglichkeit, auf öffentlichen Parkplätzen an Stelle von Parkscheinen per App zu bezahlen. In der Pilotphase ist das noch OK. Wenn das System mal produktiv geht, kommt dann auf die Parkgebühr ein Aufschlag von ca. 10% drauf. Das fürchte ich, passiert auch dann, wenn flächendeckendes Bezahlen per App oder wie auch immer, eingeführt werden sollte. Dann bin ich noch mehr gläsern, als ich es sowieso schon bin.

Informationen zur Abschaffung des Bargelds

Hierzu sei allen Lesern folgende Buch-Lektüre dringend empfohlen:

"Die Abschaffung des Bargelds" von Norbert Häring

Bargeldlos wird sich bei uns

sicherlich nicht überall durchsetzen. Kenne ich bei einem Lebensmittel Markt,da sind die Kunden überwiegend Ältere weggeblieben. Nun ja,die Jüngeren leben da schon lange mit denn das Smartfon ist ja ständig an " Bord " .

Die Mehrheit will das so

Das Projekt Bargeldlose Überwachung kommt so langsam in die heiße Phase, nur ältere Menschen und sozial Benachteiligte wollen keinen Internetcomputer oder Smartphone.
Sie weigern sich Stur am Konsumenten darsein teilzunehmen.
Zum Glück handelt es sich dabei um eine zu vernachlässigende Minderheit,
die mangels Masse sowieso ein schwarzes Loch auf Ihren Zwangskonto haben.

Wer will das?

Zugegeben, bargeldlos bezahlen hat auch seine Vorteile, aber das Bargeld völlig aufzugeben ist sicher nicht im Sinne der Mehrheit. Unabhängig von den Transaktionskosten, die grade bei Kleinbeträgen überproportional hoch sind, ist dies ein weiterer Schritt zum gläsernen Bürger. Neben Banken, Kreditkartengesellschaften und dem Handel wissen dann auch ganz schnell die Finanzämter wer, wo, für was, wieviel Geld ausgibt. Und nach den fast täglichen Berichten über Datenpannen landen diese Informationen auch ganz schnell dort, wo sie sicher nicht sein sollten.

Bargeld sichert ein Stück Privatsphäre und wenigstens Diese möchte ich erhalten wissen.

15:42 von kurtimwald

... dann setzt man eben die heutigen Gesetze ausser Kraft
ist doch der Bürger viel besser zu überwachen

Never !

als praktische Alternative und Ergänzung im Alltag gerne. Aber ich hätte gerne die Wahl, ob ich elektronisch zahle, so wie heute, oder auch bar. Bargeld macht unabhängig und anonym. Das ärgert viele Systembeteiligte, denn es kostet einerseits Geld, aber andererseits fehlt der Fiskalpolitik teilweise die Kontrolle über die Finanzflüsse und auch Daten können nicht ausgewertet werden. Das Bargeld als Option darf uns niemand nehmen, anderenfalls machen wir uns vollkommen abhängig von Institutionen und Behörden und wir können uns noch nicht einmal wehren. Wenn ich heute will, kann ich alles Geld von der Bank abheben und nur noch bar bezahlen. Den Leuten diese Möglichkeit zukünftig zu verwehren (und das auch noch als Vorteil zu verkaufen) kommt einer Entmündigung gleich ! Niemals !!!! Die verborgenen Gefahren dahinter sind nicht ansatzweise abzuschätzen !!

Wie die Drogendealer anfixen und dann abzocken

In Laendern wie Ir(r)land kostet jede Kartenzahlung jetzt schon 30 - 45 EURcent den Bank Kunden je nach Bank.

Wenn wir erstmal von irgendwelchen electric cash systemem abhaenging sind wird die Kostenspirale schoen hochgeschraubt und wer wird da wohl verdiehnen?

Vermischung und Risiken

Einerseits wird von Kryptowährungen gesprochen, andererseits davon, in Argentinien in US Dollar zu zahlen. Das geht im Artikel Kreuz und Quer. Digital zahlen heißt nicht notwendiger Weise Kryptowährung. EC oder VISA ist digtal, aber fest im klassischen Bankensystem verwurzelt. Cryptowährungen sorgen zudem in den heute verbreiteten Formen für massive Stromverschwendung.

Eine Welt ohne Bargeld hat das Problem, dass man sich gegen Bankgebühren nicht mehr wehren kann. Bargeld ist zudem sowohl günstiger als auch schneller als die meisten Alternativen und zudem schlechter trackbar https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-02/bargeld-bezahlen-
bundesbank-kreditkarte-studie-ehi-handelsinstitut

Einziger echter Schwachpunkt: Krankheitsübertragung. Aber auch da ist das Nießen in der Bahn schlimmer.

@skydiver-sr

> Ach so-das ist ja interessant.Und dieses bargeldlose Bezahlsystem und alles was dazu gehört,wurde auch in Afrika erfunden?

Und wenn nicht?

Dazu passt ja auch die Meldung vom heutigen

Tag über Amazon. Viel Spaß in einer digital gesteuerten Welt. Wer die Macht über die Daten hat, hat starken Einfluss die Welt.
Wer die Macht über das Geld hat, bestimmt die Welt.
Oft hört man das Argument, damit die Kriminalität ernsthaft eindämmen zu können. Ich glaube da irrt man gewaltig. Die Schwerstkriminellen finden immer Möglichkeiten ihre Einnahmen zu tarnen; und dabei ergeben sich noch neue wunderbare Möglichkeiten.
Wird uns nicht tag täglich gezeigt, dass das Netz unkontrollierbar ist?
Da erinnert mich doch stark an die Lemmige. Für ein bißchen Komfort opfere ich meine verbliebene Freiheit. Schöne Grüße von Alexa, Siri und Co.

"Die neuen Systeme sind besser - das ist die Meinung von Jeremy Allaire, Mitbegründer einer Firma für Crypto-Währungen."
Ich glaube diese Aussage steht für sich.

Bargeld ist wichtig..

Für kleine Gewerbetreibende wie Bäcker,Metzger und Co..denen die Onlinegebühren zu viel würden..

Für Mitmenschen, die kein Smartphone besitzen bzw. ihre Geldkarte nur zum Barabheben nutzen und ohne Bargeld hilflos wären..

Für alle, die nicht alle möglichen Mitwisser an ihren Einkäufen teilhaben lassen,z.B. Biereinkauf im Getränkemarkt..

Fällt jemand noch was zusätzliches dazu ein?

16:58 von FalkoBahia

aber das Bargeld völlig aufzugeben ist sicher nicht im Sinne der Mehrheit.
.
ob das jetzt einen Gesichtspunkt darstellt ...
was der Bürger so will ?
die Kosten, keine Ahnung denke die Kosten sind wie beim Telefonieren was kostet das neuerdings verglichen mit vor 50 Jahren
und sie schreiben es ja " Finanzämter" oder Kreditkartenunternehmen
wenn sich Staat/Politik und Privatwirtschaft einig sind läuft das, keine Angst

@Bargeld ja, gern auch digital, ... von Rumpelstielz

Bin da ganz bei Ihnen.
Nicht ohne Grund gibt es eine 'Wiederbelebung' des Bitcoin.

Allerdings, die Zeiten sind eben anders, da muss ich Sie digital etwas enttäuschen.
Ganz anonym wird nicht gehen,
das lässt der Staat nicht zu.

Aber eine vernünftige Bitcoin-Variante,
die gibts leider noch nicht,
würde eine temporäre 'Anonymität' erlauben.
Ebenso wie gute Verschlüsselung.

Wir wollen ja schliesslich auch unsere Rechte wahrnehmen,
ohne gleich pauschal kriminalisiert zu werden.

Klar wird sich das

Klar wird sich das durchsetzen, die älteren sind ja irgendwann weg, die jüngeren wachsen damit auf, fertig.

Wird man nichts gegen machen können.

@91541matthias, 17:45h

Ja, zusätzlich brauche ich Bargeld, um mal dem Obdachlosen ein Euro zu geben oder meinen Müllmännern ein Trinkgeld. Denn die werden sicher auch langfristig nicht mit einer Kartenmaschine unterwegs sein.

Und bei all der Sammlerei und dem häufigen Klau persönlicher Daten, fühle ich mich mit Bargeld einfach sicherer.

@Kampkanin

>... wird versucht, uns Bundesbürgern einzureden, daß sogar jede Bananenrepublik in sachen Bargeldlosigkeit "fortschrittlicher" sei als wir ...

In dem Artikel wird berichtet, dass in Kenia Leute mit dem Smartphone bezahlen. Was ich mit dieser Info mache, steht mir völlig frei. Von "einreden" kann man hier also nicht sprechen.

Auch Ihnen selbst hat niemand etwas eingeredet, sonst würden Sie die Gefahr der Datensammelei ja nicht so klar erkennen.

Nur mal so ein paar Beispiele

was machen die Alten, wie meine Mutter, die noch nie eine Kreditkarte hatte noch ein Smartphone und mit der Technik überfordert wäre?
Ich arbeite ehrenamtlich für Obdach- und Wohnungslose. Die haben keine Euroscheckkarte, zum großen Teil nicht mal ein Konto und können das wenige Geld vom Amt in unserem Treff bar abholen. Können die zukünftig überhaupt nichts mehr kaufen? Hat der IWF und andere Propagandisten der Bargeldabschaffung Angst, die Wohnungslosen könnten unkontrolliert Vermögen anhäufen? Oder geht es doch eher darum, die letzten Freiheiten abzuschaffen beim sich abzeichnenden Marsch in den Totalitarismus?

endlich

wird auch zeit, dass das bargeld verschwindet! andauernde suche nach kleingeld sowie das rumtragen der schweren münzen muss endlich ein ende haben.

das man sich da irgenwelchen Illusionen hingibt

der Staat will wissen, ob der Bürger Steuern ordentlich abführt
gelegentlich auch das "Geldausgeben" steuern (Griechenland in der Krise)
die Privatwirtschaft will das Kaufverhalten wissen - gezielte Werbung
bei so wichtigen Gemeinsamkeiten ist es ja geradezu ein Naturgesetz,
dass die gemeinsame Sache machen

17:49 von artist22

gute Verschlüsselung
.
die sichersten Daten sind diejenigen
welche nicht erfasst werden

ganz, ganz früher ...

da gab der landesvater die münzen mit seinem konterfei aus.

vorbei mit dem naturallohn.

dann kam der juwelier als verwahrer auf und das bankwesen entstand.

der bargeldlose verkehr wurde erfunden.
sprich, der inhaberwechsel.

der kleine lohn wurde auf die hand gezahlt.

ende der fünfziger jahre des letzten jahrhunderts offerierten sparkassen und banken das kostenlose girokonto ... schlicht und ergreifend, damit die bargeldmenge kontrolliert werden konnte.

jetzt gibt es befürworter zur abschaffung jeden bargeldes für den individuellen umgang & einsatz mit eigenem -fassbaren- geld.

ohne mich, bitt'schön.

Nachtrag zu meinem Kommentar von 16:11

"Das Wichtigste, wenn das [die Abschaffung des Bargelds] überall funktionieren soll, dürfte die Gegebenheit jederzeitiger Transparenz und Nachvollziehbarkeit ALLER geschäftlichen Transaktionen sein"

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, möchte ich zu Obigem unbedingt noch folgendes klarstellen:

Diese jederzeitige Transparenz und Nachvollziehbarkeit muss natürlich für ALLE und JEDEN gegeben sein (also nicht etwa nur für Einzelne oder für Vertreter wie auch immer gearteter Institutionen). Sonst droht tatsächlich Überwachung (der Bürger untereinander oder durch irgendwelche "übergeordneten Stellen").

Und noch ein Hinweis: Es geht um hier geschäftliche Transaktionen. Und die gehören nun mal zum Wirtschafts-, nicht zum Privatleben. Denn das Geld, das das "Intrument" ist, auf dem letztlich die gesamte globale Wirtschaft basiert, muss logischerweise eine "öffentliche" Angelegenheit sein, damit ein funktionsfähiges, weil auf Vertrauen basierendes Gemeinwesen etabliert werden kann.

Irgendwie habe ich

den Eindruck das man die Menschen zwingen will ein Smarti zu besitzen, damit lässt sich gut Geld verdienen und man weis was jeder macht und wo er sich befindet.
Dem Verkäufer 1 Euro für die Kugel Eis in die Hand zu drücken geht schneller, und ist wesentlich preisgünstiger als die App mit Monatlichen Kosten, das macht nämlich 10-30 Kugeln Eis, je nach Vertrag.

Ich hoffe das ich meine Zeit noch ohne verbringen darf, und mit Bargeld in der Tasche.
Vielleicht merkt die Jugend ja irgendwann das sie auch Fehler macht.
Leben ist mehr als den ganzen Tag auf das Ding zu starren und es für alle möglichen Dinge zu benutzen.
Aber der Wunschtraum aller Staaten, alles zu kontrollieren wird irgendwann in Erfüllung gehen.
Vielleicht wacht man dann auf, wenn es zu spät ist.

Man bedenke:

In Zeiten ohne Bargeld reicht schon ein "Klick" und (unliebsame) Bürgerinnen und Bürger können die Miete nicht mehr zahlen, nicht mehr Tanken, keine Lebensmittel kaufen... Was für eine Macht doch dieses "bargeldlose" Geld ist...

@17:45 von 91541matthias

Bargeld ist wichtig.. Fällt jemand noch was zusätzliches dazu ein?

Ich stelle mir gerade vor, wie wir bargeldlos in der Firma mit mehreren kollegen Pizza bestellen. Das Bestellen und Bezahlen der Bestellung geht ja mittlerweile oft problemlos ohne Bargeld (zB vorab per PayPal), aber dann muß jeder, der mitbestellt hat, dem Besteller das ebenfalls per PayPal oder Überweisung bezahlen?

Bei uns kriegt man nicht mal einen Busfahrschein ohne Bargeld. Auch deshalb, weil es hier doch gelegentlich immer noch Funklöcher gibt. Hier ist halt nicht Afrika.

Wird man nichts gegen machen können.

Doch .
Richtig wählen und wenn nötig aus EU austreten.

Vergleich mit Afrika hinkt

In vielen Ländern Afrikas gibt es (außer in großen Städten) keine Banken und schon gar keine Bankautomaten. Häuser sind (zumindest auf dem Land) selbst gebaut aus selbst gestampften Lehmziegeln, und es gibt weder Strom noch fließend Wasser.

Natürlich gibt es auch kein Festnetz - aber ein gut ausgebautes Handynetz! Aufgeladen wird bei einem Laden am Straßenrand, wenn man keine Solarzelle hat. Die gleichen Läden und Netzbetreiber dienen auch als Bankersatz, wenn man selber kein Handy hat. Manche Länder haben auch keine eigene Währung oder sie ist fest an den Dollar gekoppelt.

Die Verhältnisse des afrikanischen Buschs einfach auf europäische Industrieländer zu verallgemeinern ist Unfug!

18:08 von boesermann

Ihnen steht es doch frei, bereits bargeldlos zu bezahlen. Lassen Sie denjenigen, die gerne Kleingeld mit sich rumtragen, das Bargeld!

@die sichersten Daten sind diejenigen 18:14 von Sisyphos3

"welche nicht erfasst werden"

Das ist sicherlich richtig.
Aber ich sprach in meinem Kommentar auch von 'digital'
und Datensparsamkeit ist leider lange kein Thema mehr.
Obwohl vom BVerfG höchstrichterlich gefordert...

Solange die Datenhehler ungebremst unterwegs sind,
werde ich mich/uns wohl selber schützen müssen. ;)

Es muss kommen, auch bei uns.

Das ganze System wird doch nur noch künstlich am Leben gehalten, die Staaten sind heillos verschuldet. Wenn alles zusammenbricht, will man die totale Kontrolle über alle Ersparnisse und das geht am Einfachsten elektronisch. Man kann auch Negativzinsen abbuchen, ohne dass der Kontoinhaber eine Möglichkeit hätte was dagegen zu tun. Ein Selbstbedienungsladen für die Staaten, perfekt. Ich kann nur jedem raten, kauft Gold für diese Zeiten, dass ist als Fluchtgeld schon tausende Jahre das Einzige was zählt.

17:58 FalkoBahia

"Fühle ich mich mit Bargeld einfach sicherer......"

und ich füge hinzu es ist ein Stück Freiheit.
Die Freiheit meinen Lohn, Rente, Gage usw. auf einen Schlag abzuheben und unters Kopfkissen zu legen oder den Enkeln mal einen Euro in die Hand zu drücken damit sie sich um die Ecke ein Eis holen können. Den Kindern mal 20 Euro zuschieben oder dem Obdachlosen oder der Krakenschwester oder, oder, oder. Also wer nicht begreift, dass das bargeldlose System eine Einschränkung der Freheit bedeutet und gleichzeitig ein Instrument der totalen Überwachung ist dem ist nicht zu helfen.

Das Abschaffen von Bargeld

Das Abschaffen von Bargeld muss mit allen Mitteln verhindert werden. Da kann es garkeine Diskussion geben.

18:35 von Tim1976

der staat könnte auch sagen. sorry, morgen haste 15% weniger auf deinem konto. wir brauchen das für unsere verwaltung und winterkleidung der polizei

@boesermann, 18:08h

"wird auch zeit, dass das bargeld verschwindet! andauernde suche nach kleingeld sowie das rumtragen der schweren münzen muss endlich ein ende haben."

Einfach auf Scheine umstellen...

Toll, bargeldlose

Toll, bargeldlose Bezahlsysteme machen nur die Banken reich, ebenso natürlich dessen Kapitalanleger, werden hohe Renditen erwarten. Arbeiten wir nur noch für andere, die sich an unsren Einkommen bereichern?

Kein Argument gegen Bargeld vorhanden

''In Afrika gibt es die Bezahlsysteme der Mobilfunk-Anbieter, in China boomt das Bezahlen mit Social-Media-App. Die US-Amerikaner setzen dagegen auf Kreditkarten.''

Und wir Europäer verwenden eben Bargeld - so what? Da müssen die Finanzinstitute dann eben mit klarkommen. Dann werden die Boni vielleicht geringer, weil man das Geld in miteinander kompatible Bezahlsysteme und das dazugehörige Personal stecken muss...

Wir müssen und nicht immer anderen anpassen, sondern wieder auf unsere eigenen Werte und Interessen blicken.

Bargeld los

Ich finde eine völlige Abschaffung des Bargeldes gut. Das Papier und Metall zum Bezahlen sind einfach langsam völlig antiquiert.

Dann wäre mit Schwarzgeld und mit Schwarzarbeit endlich Schluss.

Transparenz

In China ist Bargeld schon weitgehend abgeschafft und Russland wird folgen. So sind für den Staat alle Finanzbewegungen transparent und Kriminalität kann im Keim erstickt werden.

18:58 von Karl Napf

In Ihrem Beispiel sind dann 15% weniger auf meinem Konto. Soweit, so schlimm!
Aber die Scheine in meinem Portmonee bleiben, die im Sparstrumpf auch. Ich bin, bei guter Vorsorge, nicht mit einem "Klick" zahlungsunfähig.
Aus diesem Grund muss (meiner Meinung nach) die Abschaffung des Bargelds mit allen legalen Mitteln unterbunden werden.

@Tim1976 18.48

"Ihnen steht es doch frei, bereits bargeldlos zu bezahlen. Lassen Sie denjenigen, die gerne Kleingeld mit sich rumtragen, das Bargeld!"

Das geht eben nicht, diese Leute wollen die Freiheit, selbst zu entscheiden, abschaffen. Genau wie die Freiheit der eigenen Mobilität, die Freiheit, zu essen, was man will, zu denken, was man will. Darum geht es doch im Grunde!

18:35 von Tim1976

auch das ist ein Gesichtspunkt
einer der in allen Betrachtungsweisen übersehen wird
ein "falscher" Klick und man ist bettelarm oder nirgendwo mehr geführt

Ja, ne, ist klar.

Bargeld abschaffen damit ja niemand Bargeld unter der Matratze hat, wenn man den Leuten an die Guthaben gehen muss, weil man keine sonstigen Mittel mehr hat um "systemkritische" Banken zu retten ...

Bargeldlose Zahlung wird bedeuten:

Die totale Überwachung des eigenen Lebens.

Daten zusammenführen.

Schon jetzt wird man von den Amazons und Googles dieser Welt "besser" verstanden, obwohl sie einen nicht ansatzweise kennen.

19:53 von BoMbY

natürlich
nicht umsonst gibt es den Begriff
>Geld ist gemünzte Freiheit<

19:38 von Tim1976

ja sach ich doch. mit der bargeldabschaffung ist der staatskriminalität tür und tor geöffnet

Verwendet Bargeld!

Bargeld ist bisher das einzige legitime Zahlungsmittel. Bei Giralgeld (vom Konto) ist die gesamte Wertschöpfung nicht mehr beim Staat, sondern bei privaten Banken. Diese haften dann nicht einmal mehr, wenn sie grobe Fehler machen, sondern werden mit Steuergeldern "gerettet" und so subventioniert.
Private Banken schaffen aus Nichts Giralgeld und kassieren dafür Zinsen bei Darlehen. Das muß aufhören!
Vollgeld.de wäre eine Lösung.

Sollte ich es tatsächlich noch erleben, daß...

...das Bargeld aus unseren täglichen Leben verbannt wird, werden drei Dinge unweigerlich folgen.

---

1.
Der Goldpreis wird durch die Decke gehen.

2.
Die Absatzzahlen und Umsatz für Feinwaagen in Taschenformat werden explodieren.

3.
Der Baumarkthandel wird mit den Nachbestellungen von Metallfeilen nicht mehr nachkommen.

Warum diese drei Aufzählungen?
Na, das ist doch klar erkennbar oder etwa net?
Ihr werdet sehen.

Enteignung

Das einzige Geld was einem wirklich gehört ist das Bargeld in der Hand. Der Wert meiner privaten Altersvorsorge (wurde damals schwer beworben!) wurde mit der Einführung des Euros schon halbiert. Die Enteigung der Bürger geht mit dem Null Zins weiter, und gipfelt mit der Abschaffung des Bargeldes. Hätte mir nie vorstellen können was der Sparer alles schluckt...

Bargeld wird bedeutungslos

Digitales Zahlen existiert seit vielen Jahren und wird sich im Laufe der Zeit komplett durchsetzen. Der Grossteil aller Transaktionen wird digital abgewickelt werden. Bargeld wird in dem Sinne wie wir es heute kennen nicht mehr genutzt werden. Dieser Fortschritt ist unaufhaltsam. Die Frage ist nicht mehr ob sich digitales Zahlen komplett durchsetzt, sondern wann?

Ob wir die heutigen Kryptowaehrungen in der Zukunft nutzen wird sich in den naechsten Jahren herausstellen. Es besteht auch die Moeglichkeit das Bankeigene Kryptowaehrungen oder sogar Nationale Kryptowaehrungen eingefuehrt werden. Auch wenn Cryptos heute zu einem massiven Stromverbrauch beitragen werden neue Technologien dieses Problem innerhalb der naechsten paar Jahre loesen.

Wie zu dunklen Zeiten.

Der Tauschhandel wird wohl wieder eingeführt werden müssen...

An alle bequemen Nicht-zu-Ende-Denker

Wer sich hier unkritischfür eine Abschaffung des Bargeldes stark macht, hilft beim weiteren Ausbau einer lückenlosen Überwachungsstruktur jeden einzelnen Bürgers mit praktischer Weise gleich eingebauten Sanktionsfunktionen.

Bals istes auch hier wie in China.
Bist oder denkst du nicht systemkonform, dann wird dir dein Punktekonto oder eben dein Geldkonto gepfändet.

Bezahlen mit der Karte wird gleich mit sanktionniert:
Heute keine Eintrittskarten für dich zum Fußball oder ins Kino. Hattest du dich nicht neulich kritisch über unsere Regierung geäußert oder geplant, auf eine Demo zu fahren? Pech gehabt.

Klingt vielleicht übertrieben heute, aber wer weiß schon, wer morgen die Zügel in der Hand hält und sich über diese Werkzeuge erfreut zeigen wird.

Immer einen kleinen Baustein nach dem anderen, bis die Mauer um den Menschen zum Gefängnis geworden ist: Maut, Bargeldabschaffung, Staatstrojaner, Biometriepässe, ..., Chip-Implantat.

Unsere Privatsphäre wird bedeutungslos,

wenn Bargeld abgeschafft wird. Und wir alle werden dann noch um eine Stufe transparenter. Wer die Umsetzung eines totalen Überwachungsstaates mittragen will , der darf gerne für die Abschaffung des Bargelds eintreten! Jede Zahlung kann dann überwacht werden, wann und wofür diese getätigt wurde!!! "Schöne neue Welt" oder "1984" lassen grüßen.

@Stefan2025

"Auch wenn Cryptos heute zu einem massiven Stromverbrauch beitragen werden neue Technologien dieses Problem innerhalb der naechsten paar Jahre loesen."

klar, und wir bringen per Parteitagsbeschluss bei den Grünen die Sonne dazu, Tag und Nacht zu scheinen für die Energiewende. Auch Smartphones, apps, Lesegeräte verbrauchen Unmengen Strom.

Und morgen dann wieder zur Freitagsdemo für die Klimarettung?

@Stefan2025

Ich persönlich traue dem ganzen nicht sehr. Hab mal einen Spezialisten zu hören dürfen, welcher behauptete das es schon viel mehr virtuelles Zahlungsmittel gibt, als das es real ein Gegenwert gibt. Wenn mal irgendwann diese Blase platzt (so fern dieses auch wirklich besteht), dann macht sich das Sprichwort wirklich Ehren:
"Nur bares ist wahres".

Ganz wird Bargeld nie verschwinden

ich denke so unter 10€ für die Zeitung am Kiosk oder die Dose Bier die sich Der / Die Flaschensammler gönnen möchten.Das wird über Checkkarte viel zu teuer mit den Buchungsgebühren die dann noch obendrauf auf die Dose Bier kommen.M.M.

Unausgewogene Berichterstattung

Man hat den Eindruck, so oft und so einseitig, das kann doch kein Zufall sein.
Früher haben Sklavenhändler in Afrika mit wertlosen Glasperlen bezahlt. Heute bekommen die Menschen dort und auch bei uns, bunte Pixel auf ihren Bildschirmen angezeigt, wenn "man" das will. Will man es nicht, ist die Internetadresse nicht erreichbar.
Nichts haben wir bei der Digitalisierung unseres Lebens, nichts außer bunte Pixel. Und das sollen Kinder in diesem Land auch lernen, möglichst auf englisch.
Eine Milliarden Daimler Aktien sollen Milliarden Wert sein. Alles eine Frage des Glaubens und des Vertrauens.
Und den Ort für Glauben und Vertrauen, die Kirche, sucht kaum einer auf. Da sind wir doch lieber individuell.
Was wirklich zählt ist Mitmenschlichkeit und Zusammenarbeit.

11. April 2019 um 20:38 von Schonhammer

Sie sollten lernen, dass Geld in jeder Form, sei es in Form von Münzen oder Banknoten, eingetragen auf Kontoauszügen oder in Sparbüchern, digital in Smartphones, Geldchips oder online Bankkonten, wie auch Wertpapieren und Schuldverschreibungen stets nur virtuell vorhanden ist. Geld ist lediglich ein Hilfsmittel der Kommunikation im Marktgeschehen. Sein Wert ist nur in der reinen Fantasie, Vorstellung der Menschen vorhanden. Damit Geld eine Wertzumessung erhält, die über einen gewissen Herstellungswert hinausgeht, müssen Geldbesitzer und Geldempfänger, Debitor und Kreditor, Gebender/Schuldner und Gläubiger, eine identische Vorstellung vom Geldwert entwickeln.
Ergo kann niemand von etwas "enteignet" werden, was lediglich in der Vorstellung existiert.
Wie empfahl einst Jesus von Nazareth: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist." Damit meinte er, dass die Menschen sich vom weltlichen Geld und den damit verbundenen Ängsten befreien sollen.

Bargeldlos - nein dank !

Da es keine wirkliche Datensicherheit und Geräte Sicherheit gibt - nein danke.
Spätestens wöchentlich bekommen wir Ergänzungen der Betriebssoftware und der Virenschutzware. Seit eh sind Software und Betriebssysteme fehlerhaft.
Das die Menschen in Afrika darüber anders denken, könnte auch damit zusammen hängen - dort gibt es nicht viel zu holen. Es sind ja nicht mal Kreditkarten und Geldautomaten wirklich sicher - habe mehrere rumänische Freunde, IT Spezialisten, die kenne vielerlei Möglichkeiten, um bargeldlos an das Geld anderer zu kommen.

Wert des Goldes: auch nur eine Notlösung

11. April 2019 um 20:35 von Biocreature

Ach das liebe Gold. Wussten Sie, dass bis in das 19. Jahrhundert hinein nicht Gold sondern Silber der Weltstandard war? Erst als in Europa, speziell in der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft Großbritannien das Silber extrem knapp wurde und so das Funktionieren der Wirtschaft gefährdet wurde - das Silber floss fleißig nach China ab, wegen der Leidenschaft der Briten für Tee, während China keine Wahren von Großbritannien nachfragte -, führte Großbritannien und später die anderen Wirtschaftsmächte den Goldstandard ein. (Hinzu kamen dann noch zwei Opiumkriege, welche die Handelsbilanz mit China mehr als günstig für Großbritannien ausglichen.)
Der Wert, dem Gold beigemessen wird, ist eine Chimäre, die aus der Seltenheit, einfachen Verarbeitbarkeit und besonderem unvergänglichen Glanz des Metalls bedingt ist. Denn: außer als Schmuck und Zahlungsmittel hat Gold praktisch keinen sinnvollen Nutzen (außer in einigen Zähnen wie auch in Smartphones).

Bargeld abschaffen? Nein

Bargeld abschaffen? Nein Danke

Zahlungsverkehr ist nicht alles

Eine Bezahlung mit dem Smartphone, wenn man eins hat, ist ja schick - diskret ist es nicht. Begrüßen würde ich das nur wenn die Bürger selbst ihre elektronischen Geldbestände verwalten und transferieren dürften - ohne die Intervention von Konzernen die staatlicher Kontrolle unterliegen, wie Mobilfunkkonzerne. War es nicht Snowden der vor der Totalüberwachung aller Internetaktivitäten der Bürger warnte? Wenn man dies bei China kritisiert, sollte man es auch beim Westen kritisieren!

@wie-21.04

"Wie empfahl einst Jesus von Nazareth: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist." Damit meinte er, dass die Menschen sich vom weltlichen Geld und den damit verbundenen Ängsten befreien sollen."

Nein, meinte er nicht. Er meinte, dass man sich an gültige weltliche Gesetze halten soll.

Außerdem wäre mir neu, dass Jesus Ökonom war, so wenig wie Sie. Der Gedanke hinter der Agitation zur Bargeldabschaffung ist klar: maximale Überwachung und ständige Zugriffsmöglichkeit durch die Regierung/die Behörden, mithin eine weitere Einschränkung von Freiheit.

Platzende Blasen und die Folgen für die Währung

11. April 2019 um 20:59 von Hackonya2

"Nur bares ist wahres" lautet Ihre Empfehlung.

Tja, wie viele Inflationen und Währungswechsel haben die Deutschen allein im 20. Jahrhundert erlebt? (Der Wechsel von der D-Mark zum Euro geschah 2002.)

Reichsmark zur Rentenmark: 1924
Reichsmark zur D-Mail: 1948
Reichsmark zur Deutschen Mark (DDR): 1957
Deutsche Mark (DDR) zu D-Mark: 1990

Vom jeweiligen "Wert" in Bargeld blieben regelmäßig nur Papiermüll bzw. sentimentale Sammlerstücke.

"Bares ist also tatsächlich Wahres" in wirtschaftlichen Notlagen? Wirklich?

Technikfeindlich

finde es erschreckend, wie technikfeindlich hier 95% aller Foristen eingestellt sind.
Bargeld ist erstmal nur bunt bedrucktes high-tech Papier. Den Wert bestimmt die Zentralbank. Enteignung von Bargeld findet tagtäglich statt (0 Zins). Digitalgeld hat hier weder Vor- noch Nachteile.

Anonymität ist bei Bargeld technisch gesehen auch nicht zwingend gewährleistet. Jeder Schein hat eine eindeutige Seriennummer und könnte somit prinzipiell verfolgt werden.
Andererseits könnte Digitalgeld prinzipiell auch anonym gestaltet werden.
Alles hängt nur vin der konkreten technischen Umsetzung ab.
Insofern ist Analog vs Digital ebenbürtig.

Meiner Einschätzung nach wird sich langfristig ein offener weltweiter digitaler Bezahlstandard durchsetzen, basierend auf Vollgeld. Giralgeld wird platzen. Die Weltwirtschaft wird platzen. Digitisierung wird alles in Frage stellen, was wir kennen. Obszöner Reichtum einiger weniger Vermögendenden wird verschwinden. Letztlich wird es eine Art moderne Steinzeit.

@21:04 von wie-

...Enteignung? Nicht möglich: Geld ist eine virtuelle Größe...

Dann bezahle ich also auch nur virtuelle Steuern. Und werde virtuell monatlich für meine Arbeitsleistung entlohnt.
Jetzt bin ich beruhigt, danke für die Aufklärung!

Auf den Datenschutz würde ich nicht zählen

Vor allem nicht in Deutschland. Das BDSG ist löchrig wie ein Schweizer Käse, Ausnahmen bestehen vor allem für Beamte. Immer wenn es heißt „Datenschutz“ habe ich den Eindruck das eher der Staat vor dem Bürger als umgekehrt geschützt werden soll. Deshalb ist es auch so schwer in Deutschland Beamte haftbar zu machen, so lange der Dienstherr mit der Amtsführung zufrieden ist. Nur mit Mühe konnte im BT ein Gesetz verhindert werden, das Adresshändlern den Zugriff auf Meldedaten erlaubt hätte. Zulassungsstellen geben Daten selbstständig an private KFZ Versicherer weiter. Polizeibehörden haben direkten Zugriff auf die Mobilfunkinfrastruktur usw. Vermieter sind dem Meldeamt auskunftspflichtig usw usf. Da würde ich mir zweimal überlegen dem deutschen Staat mein Leben offenzulegen. In den USA, wo der Freedom of Information Act gilt erfährt man wenigsten WAS der Staat so alles über einen gesammelt hat an Informationen.

Mit dem "per Design" extrem unsicheren Smartphone NIEMALS

Es kann per Design kein annähernd sicheres Smartphone geben.
Daher werde - falls ich mir mal eines zulege - ich das Ding auch nur für "Spielkram" und Navigation, etc. nutzen.
Ganz sicher gebe ich da niemals irgendwelche Kontodaten oder Kreditkartendaten ein.
Eine Kreditkarte mit fairen Gebühren und sicherem "ROM-Chip", sowie einem Sicherheits-Limit (von mir alleine festzulegen) - also schon der Status Quo von heute - taugt auch in 30 Jahren noch locker.

@21:20 von Möbius: Nein, auch dann lieber nicht...

...denn Smartphones sind "per Design" unsicher und werden auch niemals sicher sein. Da werden immer so viele Programmierfehler = Sicherheitslücken in Hardware und Software sein wie Sand am Meer.
Dessen sollten sich mal die Leute klar sein / klar werden.

Wenn mal der depperte Facebook-Account geknackt wird - sei es drum. Ärgerlich und auch sicher peinlich, aber das wars dann.
Wenn das Konto geknackt wird, sind die Folgen - nun ja - ungleich drastischer. Alle Daueraufträge wie Miete oder Hypothek, Auto-Raten / Leasing-Raten, Strom, Internet, sonstige Gebühren - alles futsch bzw. können nicht mehr abgebucht werden, weil das Konto bis zum Dispo plötzlich überzogen ist, weil eine fünfstellige Summe geklaut wurde.

19:47 von deutlich

genauso isses. eine ganz gefährliche gemengelage. die befähigt unsere politfunktionäre, noch jahre so weiter zu machen auf kosten der bürger. MIR macht das angst!!

@21:36 von Schonhammer: "Kontostand" ist sehr wohl nur virtuell.

Das sind viele Nullen und Einsen auf irgendwelchen Servern Ihrer Bank. Mit einem gesetzlich geregelten "Anspruch", diese Nullen und Einsen auf Geldscheinen mit einem Materialwert von wenigen Cent ausgezahlt zu bekommen.
Damit - oder auch direkt vom Konto - kann man dann konkretes "Material" bzw. Güter kaufen.

Wenn morgen früh ein megastarker Sonnensturm alle Computer und Server, Datenbanken, etc. der Welt "grillt", haben Sie nur noch: Na was? Einen Kontoauszug über ein Konto auf einem gerösteten Banken-Server. Fertig.
Was hingegen schon in konkrete Gegenstände umgewandelt wurde wie eine gut gefüllte Speisekammer, von der man einige Monate leben kann, bis die Technik zumindest teilweise wiederhergestellt wurde, kann einen vor dem Sterben bewahren.

18:58 von Harald Kerkhoff

"" Das Abschaffen von Bargeld muss mit allen Mitteln verhindert werden. Da kann es gar keine Diskussion geben.""
#
Sehe ich genau so.Man kann die Menschen nicht zwingen ein Smartfon oder PC zu kaufen um damit einkaufen zu können.Beides muss ja auch in der Bedienung gelernt werden und nicht Jeder hat Lust auf sowas.

@21:12 von wie-

....."außer als Schmuck und Zahlungsmittel hat Gold praktisch keinen sinnvollen Nutzen".....
der Nutzen von Gold als Zahlungsmittel (oder Tauschmittel) hat aber schon einen gewissen Charme....Währungen in Form von Geldscheinen (=Scheingeld:-)) ging weltweit schon oft den Bach runter....Gold ist seit Jahrtausenden niemals über Nacht völlig wertlos geworden.....

21:04 von wie-

aber diesen grossen aufsatz und seine bedeutung solltest du nochmal überdenken.

tatsache ist jedenfalls, nur bares ist wahres. also bargeld in münzen und scheinen, da wir keine goldmünze haben

ich sehe einfach zu viele

ich sehe einfach zu viele Probleme, das Bargeld abzuschaffen. Man denke nur an Trinkgelder. An Taschengelder. Und das Giftwort Technikfeindlich zu bringen, finde ich einfach nur überflüssig. Könnte ja genauso gut kritisieren: wieviele Technikgläubige es doch gibt.

und ps: Ich will kein Handy etc. und betrachte das als Lebensstil, den ich mir nicht nehmen lassen will. Ich bin stolz drauf.

Münzen und Bargeld: tatsächlich stabil im Wert?

11. April 2019 um 21:31 von common_sense

Bitte erläutern Sie mir, wie von Ihnen dargestellt "Bargeld tagtäglich enteignet werden kann". Denn: meine Münzen und Geldscheine ändern ihren Wert nicht. Was sich aber ändert, nicht durch Zinsen sondern durch Inflation bzw. Deflation, ist der Wert der Kaufkraft, die über ein Zahlungsmittel realisiert werden kann.

21:31 von common_sense

"" finde es erschreckend, wie technikfeindlich hier 95% aller Foristen eingestellt sind.
Bargeld ist erstmal nur bunt bedrucktes high-tech Papier. ""
#
Ich kann hier nur für mich sprechen,sehe aber überhaupt keine " Technikfeindlichkeit " darin .Ich weiß genau was machbar ist ( habe einen schlauen Enkel der Informatik studiert ) ,aber ich möchte auf Bargeld nicht verzichten.

re wie-

"Tja, wie viele Inflationen und Währungswechsel haben die Deutschen allein im 20. Jahrhundert erlebt? (Der Wechsel von der D-Mark zum Euro geschah 2002.)"

hat aber alles nichts zu tun mit bar oder unbar.

@common sense, 21:31h

Sorry, die Verteidigung des Bargeld das hat weder was mit technikfeindlich noch mit romantisch zu tun. Es geht einmal um den praktischen Einsatz von kleinen privaten Zuwendungen (Almosen an den Obdachlosen, Trinkgelder, die10 Euro für den Enkel etc.) aber zum zweiten um die berechtigten Bedenken der Überwachung und der Betrugsmöglichkeiten. Und grade diesen Aspekt kann wohl selbst der technikfreundlichste Forist aus den diversen Datenklau-Erfahrungen der letzten Jahre nicht von der Hand weisen.

Währungen: Schöpfungen einer kranken Fantasie

Wie schrieb weiland noch Douglas Adams zum Thema "Währungen":

"Währungen? Keine."

"Tatsächlich gibt es im Universium drei frei konvertierbare Währungen. Jedoch ist der Atair-Dollar neulich zusammengebrochen. Die flainianische Popelperle ist nur gegen andere flainianische Popelperlen tauschbar. Was bleibt ist der triganische Pu. Der Tausch von acht Ningi in einen Pu ist einfach. Da jedoch ein Ningi eine dreieckige Gummimünze von 6.800 Meilen Kantenlänge ist, ist noch nie jemand in den Besitz von genügen vielen Ningi gekommen, um diese in eine Pu zu tauschen. Ningis sind auch keine Handelswährung, da sich die Galaktikbank weigert, sich mit so läppischen Kleingeld abzugeben, weshalb wohl auch die Galaktikbank eine Schöpfung einer gestörten Fantasie ist."

Daher auch hier: "Don't panic!"

Ein Legitimationsproblem

Es gibt derzeit zwei Sorten Geld, Zentralbankgeld und Giralgeld. Offizielles Zahlungsmittel ist allein das von den Zentralbanken ausgegebene Geld, und Bargeld ist Zentralbankgeld - das einzige, über das Otto Normalverbraucher verfügen kann - wohingegen das von Geschäftsbanken geschöpfte Giralgeld rechtlich nicht mehr ist als das Versprechen auf die Auszahlung von Bargeld.

Entfernt man aus diesem System das Bargeld, ist alles Giralgeld genaugenommen also auch nichts mehr wert. Mindestanforderung für ein rein elektronisches Geldsystem wäre ein elektronisches Zentralbankgeld, über das auch der gemeine Bürger verfügen kann (Banken handeln untereinander sowieso nichts Anderes).

Es ist schön,

daß viele Kommentatoren gegen die Abschaffung des Bargeld sind. Ich möchte das auch nicht.
Aber eines sollten alle bedenken:
Wenn es soweit ist, wird sich kein Deutscher dagegen aktiv erheben.
Der deutsche Michel wird es schlucken und nur am Stammtisch jammern.
Schaut euch doch an was diese Regierung bzgl. VW und Konsorten getan hat.
Und die Reaktion der Bürger darauf? Null.
Solange der Deutsch nicht anfängt sich aktiv zu wehren, solange wird die Freiheit und die Selbstbestimmung des Bürgers immer mehr beschnitten.
Ich meine damit nicht aggressive Wehr im Sinne von Gewalt. Es gibt subtilere Wege.
Zur Wahl gehen bspw. Die Europawahl wäre die erste Möglichkeit...

Geldwerte: meistens nur in Form vieler "Nullen"

11. April 2019 um 21:36 von Schonhammer

Nehmen wir die letzten "großen" Finanzkrisen als Beispiele: Jahr 2000 Platzen der Dotcom-Blase, Jahr 2007 von Lehmann-Brothers ausgelöste Finanzkrise, beides weltweite Ereignisse. Jeweils wurden Billionwerte, alles Zahlenwerte, Buchgeld, vernichtet.
Aber: änderte dies irgend etwas am Alltagsleben der Menschen? Außer, dass die Kapitalzinsen sanken, dass mehr Geld in Steueroasen abfloss und dass Spekulanten dazu übergingen, in Immobilien zu investieren (mit der Folge steigender Mieten)? Milliardenbeträge hat die Bundesregierung in kriselnde Volkswirtschaften und in die Stützung von wankenden Bankinstituten investiert. Haben die Leistungen des Staates darunter gelitten?

Zahlungsmittel: Schein und Sein

11. April 2019 um 22:09 von Zundelheiner

Genauso wenig wie Ihr Gold heute sind Kaurischneckenschalen im Pazifik, Asien oder in Afrika während vieler Jahrhunderte "niemals über Nacht völlig wertlos geworden". Auch Kaurischnecken sind schöne Schmuckstücke...

@21:31 von common_sense: Nichts wird wirklich "platzen"

Der Zustand der heutigen Welt ist ein direktes Abbild der Menschheit selbst.
Selbst wenn es kleinere "Resets" geben wird, werden doch alle Gesellschaften diese Zustände sehr schnell wiederherstellen.

Ändern wird sich das irgendwann nur durch menschliche Evolution.
Wir sehen heute ja auch nicht mehr aus wie Affen, leben auf den Bäumen und gehen gebückt.
Vielleicht wird die Evolution diesen Hang zur "Elitenbildung" einmal entfernen. Vielleicht auch nicht.
Übrigens: Menschenaffen sind hoch soziale und empathische Wesen. Denen gegenüber empfinde ich die Menschen oft rückwärts entwickelt..... also in die genau falsche Richtung. Aber die Evolution hat schon oft "Zick-Zack" gemacht - wir sind nur eine kurze "Phase".

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