Ihre Meinung zu: Libyen: Kämpfe gehen trotz Warnungen weiter

6. April 2019 - 17:48 Uhr

UN- und G7-Vertreter haben erneut ein Ende der Eskalation in Libyen gefordert und halten weiter an einer politischen Lösung fest. Unterdessen liefern sich General Haftars Truppen neue Gefechte mit gegnerischen Milizen.

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Kommentare

Gottseidank

hat da die Waffenindustrie nichts geliefert, und kein Staat hat Interesse an einer Zerstörung oder Teilung Libyens. Das sind sicher nur durchgeknallte Warlords, die keinerlei Auftrag oder Unterstützung haben. Endlich eine neue Kriegskultur, bei der nur im Notfall (also falls da Ölquellen in gefahr sind etc.pp) al shabab oder IS Milizen eingeschleust werden müssen. Ich denke, auch unser Geheimdienst hat keinerlei Interesse an Unruhen im Wüstenstaat. " Do wo meine Bombn hifoin, bin i dahoam"

Kämpfe gehen trotz Warnungen ...

zahnlose Warnungen - was sollen sie bewirken. Moderne Waffen an die Regiemetreuen Milizen verlocken die Gegner - eine neue Serie von Stellvertreterkriegen, wie wir sie schon hatten - nur besser bewaffnet - drohen weltweit - ach alles in allem sind die herrlichen Aussichten die wir haben könnten, arbeiteten wir redlich zusammen, stark getrübt. Aber allein das es so weit kommen konnte, zeigt doch das Europa schon wieder gepennt hat.

Russland soll ganz kleine Brötchen backen.

Das Land unterstützt diesen "General" und hat sich bereits in den Konflikt eingemischt. Es wird Zeit diesem Kriegstreiber den Mund zu verbieten! Wenn die UN sagt die Waffen sollen schweigen und die Parteien hören nicht darauf, müssen sie zum Schweigen gebracht werden. Notfalls auch ohne die Querulanten aus Russland!!

armee gegen drogendealer und warlords

und der westen stellt sich hinter eine regierung deren macht kaum aus tripolis rausreicht und nur von drogenhändler,sklavenhändler und warlords unterstütz wird,aber großspurige verträge mit der eu macht z.b. fischereirechte,wasserrechte usw.

Ruhe bewahren

Die Aufregung über Streitereien in Lybien sind nur schwer verständlich. Am Ende des Tages dürfte es kaum einen Unterschied machen, ob die "légitime" Regierung oder General Haftiar reagiert. Keiner von beiden hat eine demokratische Legitimation. Genauso wenig wie irgend ein anderer Herrscher im arabisch-muslimischen Kulturraum. Also bitte: sit back, relax, enjoy the show.

Ruhe bewahren

Die Aufregung über Streitereien in Lybien sind nur schwer verständlich. Am Ende des Tages dürfte es kaum einen Unterschied machen, ob die "légitime" Regierung oder General Haftiar reagiert. Keiner von beiden hat eine demokratische Legitimation. Genauso wenig wie irgend ein anderer Herrscher im arabisch-muslimischen Kulturraum. Also bitte: sit back, relax, enjoy the show.

19:03 von Defender411

"Russland soll ganz kleine Brötchen backen"

Aber das tut es doch. Es versucht "nur" zu vermitteln.

Es waren die EU und die USA welche Libyen in den Abgrund warfen, nicht Russland. Schon vergessen?

Der Krieg wurde 2011 geführt.

Am 19. März 2011 , begannen die USA, Großbritannien und Frankreich mit einer Luft- und Seeblockade sowie Luftangriffen auf Regierungstruppen und Militäreinrichtungen. Die Luftangriffe unterstützten die Bodenstreitkräfte der Opposition bei der Einnahme der Städte im Westen des Landes. Einige Tage nachdem die oppositionellen Streitkräfte im August 2011 Tripolis erobert hatten, wurde der Übergangsrat in die Hauptstadt verlegt.

Kriegstreiber Russland?

Wissen Sie denn überhaupt wie das Dilemma
in Libyen einmal begann?
Aber natürlich ist Russland der Böse.
Die Querulanten in Russland - das löst sich mal ebenso ohne historischen Background
in die Tasten hauen. Shame.

Schon vergessen?

Russland ist doch das Böse schlechthin.
Gott sei Dank, kann man sich, sofern an
den geschichtlichen Abläufen denn auch
wirklich interessiert, im Internet ansehen,
wer alles im Fall Gaddafi seine Finger im
Spiel hatte.
Danke für Ihren Kommentar.

19:20, zöpfchen

>>Ruhe bewahren
Die Aufregung über Streitereien in Lybien sind nur schwer verständlich. Am Ende des Tages dürfte es kaum einen Unterschied machen, ob die "légitime" Regierung oder General Haftiar reagiert. Keiner von beiden hat eine demokratische Legitimation. Genauso wenig wie irgend ein anderer Herrscher im arabisch-muslimischen Kulturraum. Also bitte: sit back, relax, enjoy the show.<<

Sie meinen, die Regierungen des Libanons oder Tunesiens wären nicht demokratisch legitimiert?

Ihr letzter Satz ist an zynischer Menschenverachtung nicht zu überbieten. Allerdings bin ich von Ihnen nichts anderes gewöhnt.

Herr Heusgen, ...

... bei einer irrtümlich anerkannten, im Land selber aber schwachen und nicht angenommenen Marionettenregierung kann es ALLEIN eine militärische Lösung geben! Wollen wir also hoffen, dass Haftars legitime Truppen in Kürze das gesamte libysche Territorium beherrschen und sämtliche Milizen sowie Mafias hinwegfegen...

Moralische Aufrufe kaum an Scheinheiligkeit zu überbieten

Da rufen jetzt also genau die welche vor 8 Jahren mit ihrer Gewaltanwendung das Chaos in Lybien produziert haben, das erneute Gewaltanwendung nicht toleriert werden kann. Ein Treppenwitz der Geschichte. Was passiert eigentlich wenn Herr Haftar sich nicht dafür interessiert? Ist das dann ein Grund warum einige NATO Staaten dann ihrerseits erneut den Kriegsbefehl erteilen? Weil Krieg allein von seiten des Westens moralisch ist?
Diese geopolitischen Propagandaspielchen sind abstossend für mich.

Defenser411

...oh Mann-sie nehmen den Mund aber ganz schön voll.
Aber sie haben bestimmt bemerkt,das die Zeiten des ewig besoffenen Jelzin lange vorbei sind.
Na klar unterstützt RU „den General“,weil er wohl der einzige ist der dort für Ordnung sorgt.
Die Favoriten der Wertewesten haben das ja bis jetzt nicht hin bekommen.
Ordnung schaffen?OK-nitfalls auch ohne die Querulanten aus dem Westen

19:42, Xabbu

>>Es waren die EU und die USA welche Libyen in den Abgrund warfen, nicht Russland. Schon vergessen?<<

Nein, das war Sarkozy, der Obama zum Jagen getragen hatte.

Und Russland hat für die Flugverbotszone gestimmt, denn Gaddafi war im Begriff, Bomben auf sein eigenes Volk werfen zu lassen. Es war eine der Situationen, in denen jede Entscheidung falsch ist.

Solche Situationen gibt es öfters mal in der Weltpolitik. Sie resultieren aus Fehlentscheidungen und Versäumnissen in der Vergangenheit. Oft auch der ferneren Vergangenheit.

Schon wieder

"Die G7-Runde sei sich einig gewesen, "dass wir alle unsere Möglichkeiten nutzen müssen, um Druck auszuüben, insbesondere auf die Verantwortlichen in Libyen, insbesondere General Haftar, dass jede weitere militärische Eskalation unterbleibt".
Das ist die einzige Sprache, die Leute wie Maas beherrschen. Druck, Sanktionen zum Schluß militärische Interventionen.
Man hätte sich diesen "Druck" 2011 auch gewünscht, als bewaffnete Horden nach Tripolis marschierten. Warum nicht solche Ansagen damals?
"Russland stehe mit allen politischen Kräften in Libyen in Kontakt, unterstütze aber keine von ihnen, betonte der russische Außenminister."
Man kann ja zu Lawrow stehen, wie man will, aber wann hat sich ein Maas denn schon mal mit Haftar getroffen? Selbst der UN-GS ist sich da nicht zu fein!

19:51 von Kenner

Weil Krieg allein von seiten des Westens moralisch ist?
.
da wir uns als die "Guten" fühlen
die Moral repräsentieren

Keine Kommentare zum Obama-Besuch möglich? Hallo? Libyen?

Ich dachte, der sei so beliebt in der Bevölkerung wie im politischen Berlin und medialen Hamburg!? Der Drohnenkrieger und Verantwortliche u.a. für das Chaos in Libyen, mit seiner zugegeben lässigen Scheinheiligkeit, sollte doch auf ungeteilte Zustimmung stoßen - oder etwa nicht? Und wir haben doch ganz aktuell das Thema Libyen ganz oben, da gehört ein Obama, wenn er denn sogar hier ist, doch zwingend dazu! Aber nein - in den Artikeln zu seinem Besuch wird er damit natürlich nicht behelligt, ebensowenig von den Politikern, von denen ihn die NATO-Grünen offenbar ganz besonders lieb haben. Von denen habe ich zu US-Militäraktionen und Umstürzen in anderen Ländern eh seit mindestens 1999 nichts mehr gehört. Warum wohl?

Weiteres Argument für Haftar

Auch sollten folgende Argumente unbedingt berücksichtigt werden, bevor sich insbesondere die EU wieder einmal auf der falschen Seite der Geschichte wiederfindet.

1. Haftar hat im Moment als einziger die Mittel, das Land zu einen und dem Chaos dort ein Ende zu bereiten. Nichts kann den Menschen dort mehr helfen, als eine Einheit!

2. Wenn wir uns mit der Regierung in Tripolis verbünden, wird Haftar uns als Feind betrachten und nach der erfolgreichen Machtergreifung alle Schleusen nach Europa öffnen, mit allen Konsequenzen für die EU.

3. Nur, wenn wir Haftar zwar nicht direkt unterstützen, uns ihm aber auch nicht in den Weg stellen, können wir uns vielleicht einen gewissen Einfluss auf ihn sichern. D.h. nur dann können wir ihn viell. dazu bewegen, keine ebensolche Diktatur zu errichten, wie einst Ghaddafi. Wenn wir uns jedoch gegen ihn positionieren, verlieren wir jedwede Einflussmöglichkeit auf das Nachkriegslibyen & gewinnen dafür einen neuen Feind direkt an unserer Außengrenze.

Nach dem Desaster des NATO Angriffs auf Libyen ....

... sollten wir uns da besser heraushalten!

Nein, die vom Westen verursachten Kriege im Irak, in Afghanistan, in Libyen und in Syrien haben eben deutlich gezeigt, dass wir immer nur alles schlimmer machen.

Wie beschämend ist es, dass unsere Interventionen schlimmer waren als die Gräueltaten der Diktatoren Hussein oder Ghaddafi - inklusive aller ihnen zur Last gelegten Giftgas, Massenvernichtungswaffen und Folter sowie Morde an Oppositionellen.

19:56 von fathaland slim

"Russland hat für die Flugverbotszone gestimmt"

Das ist richtig. Für eine "Flugverbotszone" ... weder für ein willkürliches Bombardement, noch für eine militärische Intervention.

Was Leute wie sie aus einer "Flugverbotszone" herauslesen oder hinein interpretieren wollen, durften wir um 19:56 lesen.

Aber Schwamm drüber, wann dürfen wir von ihnen lesen, daß sie sich der Konsequenzen aus der damals falschen Entscheidung bewusst wurden, und ihr aufrichtiges Ersuchen um Vergebung für die 10.000enden Toten dieser "Fehlentscheidung" zur Kenntnis nehmen?

19:03 von Defender411

Russland soll ganz kleine Brötchen backen
-
Wie?
-
Seit dem Regime change durch die NATO ist das Volk Libyens gespaltener den je und fast ganz Libyen verarmt, ein Gaddafi-Libyen, welches zuvor vielen Staaten Afrikas enorme wirtschaftliche Hilfe gab.
-
So billig, Russland etwas in die Schuhe zu schieben zu wollen, ist längst Fake.

Vermisst schon jemand Gaddafi

Vermisst schon jemand Gaddafi ?

Es ist schön eine Erklärung

Es ist schön eine Erklärung zu hören, dass es keine militärische Lösung geben kann. Derlei Erklärungen werden von sekundär beteiligten Akteuren immer dann abgegeben, wenn das Pferd, auf das sie im Konflikt gesetzt haben, zu verlieren droht.

Wie wäre das 2011 gewesen? Kein militärisches Eingreifen! ... Der Konflikt wäre ohne westliches Bombardement damals schnell vorbei gewesen, es gäbe in Libyen heute keine irregulären Milizen und dergleichen.

Damals ging es formal gegen eine international anerkannte Regierung, und jetzt wieder. Damals haben Sarkozy & Co. solche Milizen aufgestachelt und ihnen Luftunterstützung gewährt. Diesmal sind so Milizen offenbar ganz schlimm.

Mit dem Unterschied, dass man damals die Wahl hatte zwischen Ordnung und Chaos, und man hat sich für das Chaos entschieden. Jetzt gibt es offenbar nur noch die Wahl zwischen Chaos und Chaos.

Die Doppelmoral "des Westens" samt politischer Praxis ist von einer himmelschreienden Dummheit, Ungerechtigkeit und Unvernunft.

Russlands Politik ist realpolitik pur

@06. April 2019 um 19:03 von Defender411
Russland soll ganz kleine Brötchen backen.
Das Land unterstützt diesen "General" und hat sich bereits in den Konflikt eingemischt. "
Stimmt. Aber wie auch in Syrien hat Russland auf den Gewinner gesetzt. Warum? Weil Russland seine Politik an einem realistischen Menschenbild des arabisch-muslimischen Kulturraums orientiert, statt von Menschenrechten zu schwafeln, die in dieser Ecke der Welt sowieso keinen Platz haben.

Imagine

.. . ein neues internationales Kriegswaffengeschäft in Libyen oder in der Nachbarschaft derer

- & Keiner will mehr hin hören

20:05, Corax

>>Keine Kommentare zum Obama-Besuch möglich? Hallo? Libyen?
Ich dachte, der sei so beliebt in der Bevölkerung wie im politischen Berlin und medialen Hamburg!? Der Drohnenkrieger und Verantwortliche u.a. für das Chaos in Libyen, mit seiner zugegeben lässigen Scheinheiligkeit, sollte doch auf ungeteilte Zustimmung stoßen - oder etwa nicht?<<

Trump hat Obama, was die Drohnenkriegerei angeht, längst übertroffen, veröffentlicht aber im Gegensatz zu ihm keine Zahlen.

Und der Einsatz in Libyen fand auf Betreiben Frankreichs und Italiens, der beiden ehemaligen Kolonialmächte, statt.

Haftar...

..lebte lange Zeit im Exil in den USA.

Ein Aspekt, der hier komplett untergeht.

verbrannte Erde

Noch so ein Land, wo die westliche "Wertegemeinschaft" nichts als verbrannte Erde hinterlassen hat.

@ Defender411

Zitat um 19:03 Uhr: "Russland soll ganz kleine Brötchen backen.

Das Land unterstützt diesen "General" und hat sich bereits in den Konflikt eingemischt."
___________________

Außer Gesprächspartner für Italien, Frankreich und Moskau war Hafter bisher General unter Gaddafi, Ex-CIA-Mann und aktuell US-Bürger.

https://edition.cnn.com/2019/04/05/africa/libya-khalifa-haftar-tripoli-a...

Da können also beim Backen der kleinen Brötchen noch ein paar weitere Länder mitmachen.

Erst Bomben werfen und dann

Erst Bomben werfen und dann rufen, Gewalt ist keine Lösung. Gute Arbeitsteilung.
MfG

20:24 von fathaland slim

Haftar...

..lebte lange Zeit im Exil in den USA.

Ein Aspekt, der hier komplett untergeht.
////
*
*
Ob er sich also in den USA unter demokratischer Obhut radikalisierte?

@ von Kenner

Und der inzwischen verstorbene ehemalige Außenminister Westerwelle hat zum Glück damals vor 8 Jahren Deutschland aus den Querelen herausgehalten, wo die Hauptantreiberin Hillary Clinton war, damalige US-Außenministerin zusammen mit Frankreich und Großbritannien.
Und wie bösartig wurde Westerwelle dann von vielen beschimpft und vorgeführt.

@ fathaland slim

Zitat um 19:56 Uhr: "Und Russland hat für die Flugverbotszone gestimmt, denn Gaddafi war im Begriff, Bomben auf sein eigenes Volk werfen zu lassen. Es war eine der Situationen, in denen jede Entscheidung falsch ist."
___________________

Die damit angedeutete Interpretation einer humanitären Absicht für die Flugverbotszone ist freundlich gesagt ziemlich naiv.

Die Motivation der französischen Administration geht aus einem Memorandum aus dem Jahr 2011 an die damalige US-amerikanischen Außenministerin hervor:
Dort ist weder von humanitären Gründen noch vom angestrebten Schutz der Bevölkerung die Rede, sondern „strategische, wirtschaftliche und politische Interessen“ – und besonders von „143 Tonnen Gold und genau so viel Silber in Libyen…, die dazu bestimmt sind, eine auf dem libyschen Gold-Dinar basierende panafrikanische Währung einzuführen, die den francophonen afrikanischen Ländern eine Alternative zum bestehenden Franc CFA (Franc de la Communité Financière d’Afrique) anbieten soll.

fathaland slim

Vielen Dank für Ihre durchaus fundierten Beiträge zum Thema. Ich habe bereits gestern Abend schreiben wollen, dass ich Ihren Hinweis darauf, dass `der Schlamassel´ mit der Grenzziehung durch die europäischen Staaten bereits begann, sehr wichtig fand (weil immer wieder auf´s neue jegliche Beteiligung und Verantwortung unsererseits bestritten wird), aber das war schon zu spät.

Hier nun Ihr Hinweis darauf, dass Obama von den Kriegern gegen Libyen wohl der unwilligste gewesen ist, Sarkozy hat das vor allem gewollt.

Übrigens wird klar, warum gerade gewisse Länder Libyen angegriffen haben, wenn man sich mal ansieht, wer da Erdöl-Konzessionen hat.

@fathaland slim 19.56

"Nein, das war Sarkozy, der Obama zum Jagen getragen hatte."

Der musste nicht lange bekniet werden. "we came, we saw, he died" triumphierte Hilary Clinton nach dem barbarischen Mord an Gaddafi. Da waren die Kameras der Medien praktisch live dabei. Als dann das Chaos, die Pogrome gegen Gastarbeiter in Libyen losgingen, da schwiegen die Medien monatelang schamhaft. Soll das Spiel jetzt von Neuem beginnen? Und wo war denn die UN, als damals in Tripolis durch den Westen Wohngebiete bombardiert wurden?

Meine Güte

wer hat denn gerade den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat, könnten die nicht dafür sorgen dass da was passiert?? Aber halt, die wollten ja "Konfliktverhütung, Klima und Sicherheit, sexuelle Gewalt gegen Frauen." als Hauptthemen haben. Konfliktverhütung, dafür ist es wohl zu spät. Und Klima und Sicherheit sind nicht gerade die dringendsten Probleme in Lybien.

Tja Herr Maas, jetzt wo es auf einmal ernst wird muss die deutsche Regierung wohl den Schwanz einziehen und so tun als ob nichts passiert wäre. Denn selbst als Vorsitzender des UN Sicherheitsrates kann Deutschland nicht mal einen Jeep nach Lybien bringen, geschweige denn Panzer oder Flugzeuge. Und damit wird der Vorsitz eine Schimäre. Der Vorsitzende den UN Sicherheitsrates ist weder ideell, noch intellektuell oder materiell in der Lage die Rolle auszufüllen und blamiert sich dabei noch weiter, falls das möglich ist. Zum fremdschämen.

@um 20:46 von

@um 20:46 von Feininger
-
Treffer, volle Punktzahl.

@ um 20:24 von fathaland slim

Dazu gabs gestern sogar hier einen Bericht. Das war zu Friedensnobelpreisträger Obamas Zeiten.
Offenbar wurde Haftar für genau das, was seit 2011 in Libyen passiert, von den USA bzw dem CIA zurückgeschickt.
Viel schlimmer ist aber, dass dieser Umstand bisher auch keinen Politiker der EU oder der UN interessiert, die sich ja so sehr für die von ihr anerkannte libysche Regierung einsetzen.
Doch die USA schafft weiterhin Fluchtursachen.
Ärger und Uneinigkeiten in der EU sind gut für die USA. Und am Brexit sind die USA mit Sicherheit auch beteiligt. Aber auch diese Beeinflussung scheint in Europa niemanden zu interessieren.

20:19, Xabbu

>>Was Leute wie sie aus einer "Flugverbotszone" herauslesen oder hinein interpretieren wollen, durften wir um 19:56 lesen.

Aber Schwamm drüber, wann dürfen wir von ihnen lesen, daß sie sich der Konsequenzen aus der damals falschen Entscheidung bewusst wurden, und ihr aufrichtiges Ersuchen um Vergebung für die 10.000enden Toten dieser "Fehlentscheidung" zur Kenntnis nehmen?<<

Leute wie ich?

Ich schrieb, daß es Situationen gibt, in denen jede Entscheidung falsch ist.

Und warum sollte ich aufrichtig um Vergebung für eine Entscheidung ersuchen, an der ich nicht einmal ansatzweise beteiligt war?

Und wen meinen Sie mit "wir"?

Leute wie Sie?

@ Einfach Unglaublich

Genau. Wir, „der Westen“, und die ganze Welt, sollen uns heraushalten. Den Taliban und den frauenverachtenden Sharia-Warlords Afghanistan überlassen, in Syrien den Diktator ruhig sein Volk vergasen lassen, im Irak die früheren Generäle beim IS das Land übernehmen lassen, und ansonsten auch die Menschenrechtscharta und auch dieses lästige “responsibility to protect” über Bord werfen. Es ist ja sowieso alles schlimmer, was man dagegen tun könnte. Am besten gleich auch eine Mauer um „den Westen“ herum bauen, Nachrichten über die Welt verbieten, und Augenbindenpflicht einführen. So ein Leben hat sicherlich seine Reize.

20:19 von Goldenmichel

"Vermisst schon jemand Gaddafi ?"

Da müssen sie schon verifizieren. Sarkozy vermisst ihn sicher nicht, so spart er sich die Rückzahlung der damaligen Wahlkampfhilfe ... aber das Libysche Volk wird schon ins grübeln kommen, ob unter "Muammar ibn Mohammed Abdul Salam bin Hamed bin Mohammed Al-Gaddafi" nicht alles besser war.

20:46, Feininger

>>Die Motivation der französischen Administration geht aus einem Memorandum aus dem Jahr 2011 an die damalige US-amerikanischen Außenministerin hervor:
Dort ist weder von humanitären Gründen noch vom angestrebten Schutz der Bevölkerung die Rede, sondern „strategische, wirtschaftliche und politische Interessen“ – und besonders von „143 Tonnen Gold und genau so viel Silber in Libyen…, die dazu bestimmt sind, eine auf dem libyschen Gold-Dinar basierende panafrikanische Währung einzuführen, die den francophonen afrikanischen Ländern eine Alternative zum bestehenden Franc CFA (Franc de la Communité Financière d’Afrique) anbieten soll.<<

Dieses Memorandum interessiert mich.

Wo kann ich es finden?

@20:46 von Feininger

Darum haben Sie nun Recht. Mit `Bevölkerung in Bengasi schützen´ hatte der Angriff der `Koalition´ sicherlich gar nichts zu tun gehabt. Ich habe mich gestern schon darüber gewundert, dass dieser Propaganda geglaubt wird, auch heute noch.

Zumal zu `eine Flugverbotszone einrichten´ nicht einseitig massive Angriffe auf das staatliche Militär gehören.

Wie auch immer, man muss von dem Gedanken wegkommen, solche Länder demokratisieren zu können. Klar, darum geht es den Strippenziehern ohnehin nicht, aber auch auch wir Medienkonsumenten müssen erkennen, dass es absolut kontraproduktiv ist, irgendwo autoritäre Machthaber wegzubombem. Das macht alles sogar nur noch schlimmer, denn derartige Staaten können nur durch solche Herrscher zusammengehalten werden.
Ob das Erhalten dieser künstlich geschaffenen Staaten ein sinnvolles Ziel ist, kann man bezweifeln.

20:27 von kleinermuck2012

So genau will das allerdings keiner mehr wissen,zumal es ja die guten Bomben waren.

Ich befürchte am Ende wird der " General "

Haftars Tripolis einnehmen und sich als neuer Machthaber wie es einst Gaddafi in Libyen ohne jegliche Legitimation die Regierung übernehmen. Ein großer Teil des Landes ist ja bereits unter seiner Kontrolle.

20:47, Silverfuxx

>>Übrigens wird klar, warum gerade gewisse Länder Libyen angegriffen haben, wenn man sich mal ansieht, wer da Erdöl-Konzessionen hat.<<

So einfach ist es wohl nicht. Die Verflechtungen der italienischen und französischen Regierung mit den Diktatoren ihrer ehemaligen Kolonien sind doch ein wenig komplexer, und das Ölzeitalter geht zu Ende, was auch jeder in der Region weiß.

Martin Gehlen, ein profunder Kenner der Region, schrieb vor fünf Jahren einen sehr lesenswerten Artikel im Tagesspiegel, den ich empfehle.

"https://www.tagesspiegel.de/politik/lage-im-nahen-osten-die-orientalische-kernschmelze/10739492.html"

19:55 von skydiver-sr

Alle "möchte gern Führer" behaupten von sich, sie wären die einzigen, die Ordnung schaffen könnten. Es geht aber nicht um einzelne, sondern was die Mehrheit des Volkes will!! Ja ich nehme den Mund voll, weil ich die Aktionen der UN gut heiße und die besagt: Verhandlungslösung. Wenn Russland es also ernst meint, dann pfeift sie ihren "General" zurück und sucht sich das nächste mal andere Führer aus, die nicht gewalttätig sind.

@ Silverfuxx um 20:47

"fathaland slim
[...]
Hier nun Ihr Hinweis darauf, dass Obama von den Kriegern gegen Libyen wohl der unwilligste gewesen ist, Sarkozy hat das vor allem gewollt."

Sie sind der Meinung, dass die Staatsoberhäupter Frankreichs und Italiens, Herrn Obama, den damaligen US Präsidenten, gezwungen haben in den Krieg zu dieser m.E. blutrünstigen Zerschlagung des Libyschen Staates einzutreten? Really?

20:48, deutlich

>>@fathaland slim 19.56
"Nein, das war Sarkozy, der Obama zum Jagen getragen hatte."

Der musste nicht lange bekniet werden. "we came, we saw, he died" triumphierte Hilary Clinton nach dem barbarischen Mord an Gaddafi.<<

Doch, musste er.

Und er hat die Libyensache mittlerweile als großen Fehler seiner Amtszeit bezeichnet.

Er ist übrigens nicht Hillary Clinton.

Frau Clinton hat leider das getan, was Politiker der Demokratischen Partei gern tun: sie lassen sich von den republikanischen Falken vor sich hertreiben. Nichts fürchtet ein Dem mehr, als von denen als "Whimp" bezeichnet zu werden. Dummerweise hat Frau Clinton mit ihrem unwürdigen Auftritt innenpolitisch genau das erreicht, was sie erreichen wollte.

Bitter.

Machbarem

Macht komm vom Machbarem, und der General Haftar hat die Möglichkeit Libyen vollständig einzunehmen - ohne Milizen!
Die derzeitige Regierung hat nicht einmal die Hauptstadt unter Kontrolle. Legitim ist sie nicht, sondern nur repräsentativ.

21:08, Pilepale

>>@ Silverfuxx um 20:47
"fathaland slim
[...]
Hier nun Ihr Hinweis darauf, dass Obama von den Kriegern gegen Libyen wohl der unwilligste gewesen ist, Sarkozy hat das vor allem gewollt."

Sie sind der Meinung, dass die Staatsoberhäupter Frankreichs und Italiens, Herrn Obama, den damaligen US Präsidenten, gezwungen haben in den Krieg zu dieser m.E. blutrünstigen Zerschlagung des Libyschen Staates einzutreten? Really?<<

Nicht gezwungen, sondern überredet.

Obama wollte definitiv nicht.

Frankreich und Italien sind die alten Kolonialmächte dort.

20:20 von zöpfchen

Sie teilen also nicht die Meinung, dass man die Konfliktparteien an einen Tisch bringt um durch Verhandlungen zu Wahlen zu kommen, was ja Ziel der UN und der westlichen Staaten ist? Sorry, aber ich halte den arabischen Sprachraum für nicht so rückständig, dass sie nur Diktaturen, Spinner und durchgeknallte Generäle akzeptieren. Und wenn sich solche die Macht erkämpfen wollen, gehören sie ausgeschaltet bevor sie tausende Soldaten und Zivilisten in den Tod führen! Hitler war auch Diktator und ich bin froh, dass der Westen diesen Mörder gestoppt hat. Die Lage in Libyen ist schon schlimm genug, da braucht man keinen "General", der alles nur noch schlimmer macht.

um 19:56 von fathaland

um 19:56 von fathaland slim:
"
Und Russland hat für die Flugverbotszone gestimmt, denn Gaddafi war im Begriff, Bomben auf sein eigenes Volk werfen zu lassen.
"

Kurz & knapp:
Lüge.

Längere Version:
Einfach mal recherchieren wie die Historie wirklich war.

@ Silverfuxx um 20:59

Generell stimme ich mit Ihnen überein, dass man aufhören soll, sich in die inneren Angelegenheiten souvärener Staaten einzumischen, da damit sogar das Völkerrecht gebrochen wird. Falls ich den ersten Teil Ihres Posts richtg verstanden habe? Aber den Rest kann ich so nicht unkommentiert lassen.

"wir Medienkonsumenten müssen erkennen, dass es absolut kontraproduktiv ist, irgendwo autoritäre Machthaber wegzubombem. Das macht alles sogar nur noch schlimmer, denn derartige Staaten können nur durch solche Herrscher zusammengehalten werden."

Die Gesellschaften in diesen Staaten sind sehr wohl alleine fähig ihre eigenen Probleme zu lösen, wenn sich die äußeren "Faktoren", sich nicht ständig in diese Angelegenheiten einmischen würden.

"Ob das Erhalten dieser künstlich geschaffenen Staaten ein sinnvolles Ziel ist, kann man bezweifeln."
Mit diesem Satz wollen Sie die Grenzziehungen als solches wohl völlig aushebeln? Stimme damit überhaupt nicht überein. Wo das hinführt sieht man auf d. Balkan.

Was für eine Meldung

"Die UN seien entschlossen, die Konferenz abzuhalten, außer die Umstände hielten sie davon ab."

Ja, das klingt in der Tat nach den Vereinten Nationen.

"UN- und G7-Vertreter haben erneut ein Ende der Eskalation in Libyen gefordert und halten weiter an einer politischen Lösung fest."

Das muss wohl die politische Lösung sein, die sein 10 Jahren in direkter Reichweite ist.

Man kann übrigens so einige

Man kann übrigens so einige interessante Artikel zum Libyen-Krieg finden. Mal in die eine, mal in die andere Richtung eingefärbt :)

Wer was lesen möchte:
https://www.isw-muenchen.de/2011/12/libyen-der-kolonialkrieg-der-nato/

https://www.heise.de/tp/features/Der-absurde-Libyenkrieg-3389199.html

Bei letzterem, wie so oft, sind auch die Kommentare teilweise sehr informativ

21:11 von fathaland slim

20:48, deutlich

>>@fathaland slim 19.56
"Nein, das war Sarkozy, der Obama zum Jagen getragen hatte."

Der musste nicht lange bekniet werden. "we came, we saw, he died" triumphierte Hilary Clinton nach dem barbarischen Mord an Gaddafi.<<

Doch, musste er.

Und er hat die Libyensache mittlerweile als großen Fehler seiner Amtszeit bezeichnet.

Er ist übrigens nicht Hillary Clinton.

Frau Clinton hat leider das getan, was Politiker der Demokratischen Partei gern tun: sie lassen sich von den republikanischen Falken vor sich hertreiben. Nichts fürchtet ein Dem mehr, als von denen als "Whimp" bezeichnet zu werden. Dummerweise hat Frau Clinton mit ihrem unwürdigen Auftritt innenpolitisch genau das erreicht, was sie erreichen wollte.

Bitter.
////
*
*
Jeder sozialistische Fehler also nur republikanisch, kapitalistisch provoziert?
*
Wirklich bitter.

19:42 von Xabbu

Gaddafi war dabei sein demonstrierendes Volk mit seinem Militär zu massakrieren. Klar, kann man, wie Russland, zusehen oder eingreifen. Das Chaos hätte, so meine Auffassung so oder so stattgefunden, nur hätte es viel mehr Tote geben können. Russland hällt selbst nicht viel von Demokratie und Achtung anderer Meinungen, gleich und gleich gesellt sich gern!

20:52 von fathaland slim

"Und warum sollte ich aufrichtig um Vergebung für eine Entscheidung ersuchen, an der ich nicht einmal ansatzweise beteiligt war?"

Weil sie die damalige Entscheidung rechtfertigen und diese somit sich zu eigen machen. Ganz einfach.

19:57 von Bernd39

Statt dass Russland, aus reinem Eigeninteresse, seinen Einfluss in Libyen stärken will, sollte es lieber die Gemeinschaft der UN suchen und zusammen mit diesen Lösungen suchen. So bekommt das ganze nur ein Geschmäckle! Ich wünsche mir, dass alle die Institutionen der UNO unterstützen statt immer eigene Interessen nach zu jagen. Gilt im Übrigen auch für die USA! Ich bekomme den Eindruck, es wird immer bekloppter ;-)

20:59, Silverfuxx

>>@20:46 von Feininger
Darum haben Sie nun Recht. Mit `Bevölkerung in Bengasi schützen´ hatte der Angriff der `Koalition´ sicherlich gar nichts zu tun gehabt. Ich habe mich gestern schon darüber gewundert, dass dieser Propaganda geglaubt wird, auch heute noch.

Zumal zu `eine Flugverbotszone einrichten´ nicht einseitig massive Angriffe auf das staatliche Militär gehören.<<

Es ist allerdings eine Tatsache, daß Gaddafi im Begriff war, Bengasi zu bombardieren.

>>Wie auch immer, man muss von dem Gedanken wegkommen, solche Länder demokratisieren zu können. Klar, darum geht es den Strippenziehern ohnehin nicht, aber auch auch wir Medienkonsumenten müssen erkennen, dass es absolut kontraproduktiv ist, irgendwo autoritäre Machthaber wegzubombem. Das macht alles sogar nur noch schlimmer, denn derartige Staaten können nur durch solche Herrscher zusammengehalten werden.<<

Gaddafi konnte den Staat nicht mehr zusammenhalten, denn der Aufstand war aus Tunesien herübergeschwappt.

So schließt sich der Kreis

Habe gestern gelesen das auch die V.A.E. den General unterstützen...hoffentlich nicht in dem sie ihm Deutsche Waffen liefern die sie von uns bezogen haben und vielleicht noch tun! Da kann dann Maas wettern und betonen das der Konflikt nicht militärisch gelöst werden kann, eine Worthülse sondergleichen, und alle Parteien zu Frieden aufrufen, während man an Unterstützer der nicht anerkannten Regierung Waffen liefert! Da wird es schwer mit dem Moralischen zu kommen, sag mal dumm gelaufen, leider nur für die Menschen die in Libyen leben, wo hier nur vom Standort Deutschland und Arbeitsplätzen gefasselt wird :-/
mfg

21:11 von fathaland slim

20:48, deutlich

>>@fathaland slim 19.56
"Nein, das war Sarkozy, der Obama zum Jagen getragen hatte."

Der musste nicht lange bekniet werden. "we came, we saw, he died" triumphierte Hilary Clinton nach dem barbarischen Mord an Gaddafi.<<

Doch, musste er.

Und er hat die Libyensache mittlerweile als großen Fehler seiner Amtszeit bezeichnet.

Er ist übrigens nicht Hillary Clinton.

Frau Clinton hat leider das getan, was Politiker der Demokratischen Partei gern tun: sie lassen sich von den republikanischen Falken vor sich hertreiben. Nichts fürchtet ein Dem mehr, als von denen als "Whimp" bezeichnet zu werden. Dummerweise hat Frau Clinton mit ihrem unwürdigen Auftritt innenpolitisch genau das erreicht, was sie erreichen wollte.

Bitter.
///

*
Demokraten sind bei Fehlern also nur Getriebene.
*
Wirklich bitter.
*
(unbedingt den noch noch nie praktizierten reinen Traum?)

||Frau Clinton hat leider das

||Frau Clinton hat leider das getan, was Politiker der Demokratischen Partei gern tun: sie lassen sich von den republikanischen Falken vor sich hertreiben.||
Warum lassen sich denn Politiker der Demokraten gerne von den republikanischen Falken vor sich her treiben? Sind sie etwa selbst Falken, die sich gerne als Tauben darstellen möchten?

||Nichts fürchtet ein Dem mehr, als von denen als "Whimp" bezeichnet zu werden.||
Nicht als Feigling bezeichnet zu werden ist allerdings recht mager als politische Agenda.

Komisch

Sobald hier von der TS ein politischer Artikel veröffentlicht wird kommen die Kommentatoren aus ihren dunklen Winkeln und kramen die allerältesten Geschichten aus den Archiven. Das Ereignis selbst tritt immer mehr in den Hintergrund.

Stattdessen die Verstrickungen des "Wertewestens" in die historische Entwicklung eines Landes - beginnend vor 100 Jahren - oder vor 200 Jahren (ist ja wurscht) und nicht endend dort, wo der "Wertewesten " überhaupt nicht mehr mit der neueren Geschichte in Verbindung gebracht werden kann. Das stört aber nicht. Diese Verbindung wird auf lockere Weise geschaffen - v.a. anhand der Erbschuld des "Wertewestens" auf sämtlichen Kontinenten, in sämtlichen Krisengebieten und bis hinein in einzelne Ereignisse, die sich lediglich zwischen 2 Individuen abspielen. Der Westen hat immer die Anuskarte gezogen.

@fathaland slim

Am 19. März 2011 , begannen die USA, Großbritannien und Frankreich mit einer Luft- und Seeblockade sowie Luftangriffen auf Regierungstruppen und Militäreinrichtungen. Die Luftangriffe unterstützten die Bodenstreitkräfte der Opposition bei der Einnahme der Städte im Westen des Landes. Einige Tage nachdem die oppositionellen Streitkräfte im August 2011 Tripolis erobert hatten, wurde der Übergangsrat in die Hauptstadt verlegt.

@ Defender411 21.27h - gesegnet sei der Pazifismus

...............Gaddafi war dabei sein demonstrierendes Volk mit seinem Militär zu massakrieren. Klar, kann man, wie Russland, zusehen oder eingreifen...............

Sie wissen doch, Pazifisten gehen über Leichen. Und hinterher werfen diese Pazifisten den Untätigen vor, sie hätten diese Leichen nicht verhindert. Ausser wenn es sich um russische Untätige handelt - natürlich.

21:58 von kommentator_02

aber socialisten und kommunisten können nur in diesen dimensionen denken. sonst wäre der lebenstraum sofort geplatzt

Die Verniedlichungen der Angirffskriege der US-Politik

Das einige User die kriminellen Machenschaften von US-Politikern koste es was es wolle weißwaschen wollen, sollte bekannt sein.
Gerade wenn es um den Clinton-Clan geht, scheint auch bei einigen Medien alles möglich. Frau Clinton z.B. hat im Libyen-Überfall gehörig die Strippen gezogen. Diese "bedauerlichen Umstände" der Zerstürung des Libyschen Staates, betiteln ein Fakelefty der die politisch links stehenden beschmutzt, als "unwürdigen Auftritt"!
Das Frau Clinton in der Benaghazi Affaire, wahrscheinlich auch eine erhebliche Mitschuld an den Tod von US Beamten trägt, weil sie ihre E-Mails nicht verschlüsselte, wird auch vom Tisch gefegt. Die Frau ist doch untergetaucht und sagt danach "I'am out of the woods". Da muss doch auch mal irgendwann schluss sein.

Die Libyer die für "Freiheit und Demokratie" ihr Leben oder ihre Infrastruktur und Gesellschaft verloren haben nutzt das wenig. Die sind in dem Spiel so oder so egal!

@ 21:20 von Pilepale

Durchaus erschreckend, aber hier stimmen wir mal überein :

Ich glaube nicht, dass Einmischung von außen positiv ist. Zumal sie ja immer eigene Interessen verfolgt und humanitäre Ziele absolut immer nur vorgeschoben sind. Libyen hat man für ENI, Rapsol, BP etc. angegriffen. Plus div. weiteres, aber sicher nicht für die Menschen dort.

Ja, die willkürliche Grenzziehung kann nicht funktionieren. Staaten wie Libyen sind noch in archaischen Strukturen organisiert. Der eine Clan hasst den anderen, der Stamm fühlt sich von jenem Stamm benachteiligt, die können die nicht leiden und die sind neidisch auf jene. Gaddafi hat es lange geschafft, die alle ruhig zu halten. Mal denen was zugeschanzt, mal jenen Geld gegeben. Beachtlich lange ging das gut. Bis dann `Aufstände´ ausbrachen. Dass die Anführer jener Aufstände allesamt aus dem Ausland kamen, darf man hier wohl kaum erwähnen, wegen Verschwörungstheorie :)
Gut miteinander auskommen werden die Libyer noch lange nicht.

Der Golem, 22:00

||... wo der "Wertewesten " überhaupt nicht mehr mit der neueren Geschichte in Verbindung gebracht werden kann.||

Wo ist das?

Der Zweck der NATO anhand voN Beispielen

Im ehemaligen Jugoslawien und in Libyen kann man schön sehen wozu die NATO, nach dem kalten Krieg, überhaupt noch da ist.

Und dafür soll der Bürger 2% des Bruttoinlandsproduktes zahlen? Um Angriffskriege finanzieren und ausführen zu können? Nicht in meinem Namen!

Karl Napf, 22:07

||aber socialisten und kommunisten können nur in diesen dimensionen denken. sonst wäre der lebenstraum sofort geplatzt||

Wen oder was meinen Sie mit Ihrem nebulösen Beitrag?

@ fathaland slim

Zitat um 20:55 Uhr: "Dieses Memorandum interessiert mich.

Wo kann ich es finden?"
__________________

Finden Sie zum Beispiel hier:

https://kurzelinks.de/hm33

Karma

Alle Beteiligten am illegalen Libyenkrieg 2011 wurden von dem Krieg auch eingeholt.

Clinton hat die Wahl verloren, Sarkozy in U-Haft gesessen, Cameron zurückgetreten, Obama an allem gescheitert und damit seinem Erzfeind Trump die Präsidentschaft ermöglich.

@ fathaland slim um 21:36

"Es ist allerdings eine Tatsache, daß Gaddafi im Begriff war, Bengasi zu bombardieren."

Wenn sich in Bengasi Terroristen wahrscheinlich in Divisonsstärke verschanzt haben, sollte ein Staat Ihrer Meinung nach was tun?

"Gaddafi konnte den Staat nicht mehr zusammenhalten, denn der Aufstand war aus Tunesien herübergeschwappt."

Wenn das so ist, ist der Aufstand bis übers Mittelmeer herübergeschwappt. Er hat auch schon die Alpen passiert. Siehe Frankreich. Würden Sie ebenfalls gezielte Bombardements auf Paris und andere französische Großstädte deswegen vorschlagen? Rein humanitär natürlich.

@ fathaland slim um 21:18

"Nicht gezwungen, sondern überredet.

Obama wollte definitiv nicht."

Das glaube ich zwar nicht. Ob Herr Obama wollte oder nicht ist auch nicht von belang. Das er als Oberkommandierender der US Streitkräfte einen Angriff auf Libyen befahl, ist fakt.

Ob ein Bankräuber dazu überredet wurde eine Bank zu überfallen in dem Geld gestohlen und Menschen auf der Flucht ermordet wurden, spielt auch keine Rolle vor Gericht. Der Bankräuber hat eine Bank ausgeraubt wobei Menschen zu Tode gekommen sind und muss dafür juristisch belangt werden. Wie kommen Sie darauf, dass es in der Politik anders sein sollte?
Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antwort.

der Golem 22.05

"Sie wissen doch, Pazifisten gehen über Leichen. usw."
Erinnert mal wieder an den gewesenen Oberhetzer Heiner Geißler. Der machte auch mal den Pazifismus für die Nazidiktatur verantwortlich und bezeichnete die SPD als "5. Kolonne Moskaus"

Sie scheinen ja ganz in diesen Fußstapfen unterwegs zu sein. Pazifismus wird Ihnen Keiner vorwerfen, Ihr Ding ist eher Kriegstreiberei. Hier, bei Venezuela... die Liste ist lang

20:19 von Goldenmichel

Vermisst schon jemand Gaddafi ?#
.
vermisst einer den Saddam oder würde den Sadat vermissen ?
ich finde demokratische Wahlen wichtig
aber noch besser fände ich es, wenn man Wahllokal oder dem Einkaufen
oder einem Besuch bei der Oma auch noch sicher nach Hause käme
das wäre mir sogar wichtiger wie derjenige der sich gerade Präsident schimpft

@ 22:00 von DerGolem

Das liegt schlicht daran, dass Ereignisse eine Vorgeschichte haben. Man kann ein Ereignis auch ohne jene betrachten, aber das macht das Bild sehr unvollständig.
Wie es überhaupt dazu kam -und wer dafür verantwortlich ist-, dass nun dieser General gen Tripolis marschiert, kann man doch nicht wirklich außer acht lassen, oder ? Oder dass genau jene nun schon wieder mit ihrem Eingreifen drohen. Welche Motivation sie dafür haben könnten.

Wenn man allerdings einfach glaubt, dass z.B. Gaddafi `sein eigenes Volk massakrieren wollte´, ist das eine bequeme Sicht und dann ist klar, dass man den Angriff der Nato nicht anders als positiv sehen kann. Nur leider ist das -maximal- ein kleiner Teil des Ganzen.

Und es ist übrigens tatsächlich so, dass der `Wertewesten´ für im Grunde alle Konflikte auf der Welt verantwortlich ist. Auf die eine oder andere Weise. Und die Basis dafür vor 100 und 200 Jahren gelegt worden ist.

Alternative Geschichtsschreibung

@21:11 von fathaland slim

20:48, deutlich: "Der (Obama) musste nicht lange bekniet werden.."
21:11 von fathaland slim : "Doch, musste er.
Und er hat die Libyensache mittlerweile als großen Fehler seiner Amtszeit bezeichnet.
Er ist übrigens nicht Hillary Clinton."

Hi slim, Sie üben sich mal wieder in Ihrer eigenen "Alternativen Geschichtsschreibung"
Fakt ist: Obama hat nicht die völkerrechtswidrige "Ausdehnung" der Flugverbotszone bedauert, sondern dass er keine Überlegungen für das "Danach" des Regime-Change angestellt hatte.

@ DerGolem um 22:00

" Diese Verbindung wird auf lockere Weise geschaffen - v.a. anhand der Erbschuld des "Wertewestens" auf sämtlichen Kontinenten, in sämtlichen Krisengebieten und bis hinein in einzelne Ereignisse, die sich lediglich zwischen 2 Individuen abspielen. Der Westen hat immer die Anuskarte gezogen."

Hier geht es m.E. weniger um die Erbschuld des "Wertewestens" sondern um einen Angriffskrieg auf den Staat Libyen, ausgeführt von Mitgliedern dieses selbsternannaten "Wertewestens". Ein Glück, das Berlin, den Mut hatte dort nicht aktiv teilzunehmen. Aber falls Sie so ein Interventionist sind, der sich wegen der Menschenrechte einsetzt, kann ich Ihnen einen Vorschlag einer humanistischen Intervention machen. Liegt auch dort in der Region. Weiter westlich von Libyen. Dort wird auch immer wieder eine Schuld angesprochen um Menschenrechte und internationales Recht mit Füßen zu treten.

21:19, derkleineBürger @19:56 von fathaland

>>
"
Und Russland hat für die Flugverbotszone gestimmt, denn Gaddafi war im Begriff, Bomben auf sein eigenes Volk werfen zu lassen.
"
Kurz & knapp:
Lüge.

Längere Version:
Einfach mal recherchieren wie die Historie wirklich war.<<

Nee, keine Lüge.

Nur verkürzt dargestellt.

Selbstverständlich war Russland anfangs mit im Boot. Bis dann Frankreich, Italien und die USA anfingen zu bomben. Deutschland hat da jedenfalls nicht mitgemacht.

Was dann passierte, wollte niemand. Keine Macht, die die Regierung eines Landes stürzt, hat Interesse daran, daß anschließend Chaos herrscht.

Frankreich und Italien als ehemalige Kolonialmächte hätten es wirklich besser wissen müssen. Was in Libyen passiert, ist jedenfalls in niemandes Interesse, auch wenn Sie da gewiss anderer Meinung sind.

Ich habe als Zeitzeuge die Entwicklung damals bewusst verfolgt. Es ist ja auch nicht so ganz lange her.

Re: TiffyvanKIOSK betreffs Einfluss

der Einfluss der Emirate in Libyen scheint enorm zu sein. Das ist einfach zu recherchieren. Seltsam nur, dass sich niemand in deutschen Medien dazu äussert.

21:27, Xabbu

>>20:52 von fathaland slim
"Und warum sollte ich aufrichtig um Vergebung für eine Entscheidung ersuchen, an der ich nicht einmal ansatzweise beteiligt war?"

Weil sie die damalige Entscheidung rechtfertigen und diese somit sich zu eigen machen. Ganz einfach.<<

Ich möchte Sie bitten, meine Kommentare richtig zu lesen. Natürlich kann ich Sie nicht daran hindern, in sie hineinzudeuten, was auch immer Sie wollen, aber das, was Sie mir hier unterstellen, muss ich wirklich weit von mir weisen. Ich rechtfertige nichts und niemanden. Alle Beteiligten haben versagt. Wie gesagt, lesen Sie meine Kommentare noch mal.

Aber wahrscheinlich ist ihnen meine Argumentation nicht holzschnittartig genug. Damit sind Sie allerdings hier im Forum wohl nicht allein. Hier wird gern mit grobem Besteck gearbeitet.

@ Silverfuxx um 22:14

Ich hoffe nicht, dass Sie sich noch mehr erschrecken. Mit dem Ziel der westlichen Intervention stimme ich überein. Sie ist für mich nicht vollständig, aber immerhin.

Aber die Clanstruckturen, haben unter Herrn Gaddafis Herrschaft immer wieder den Aufstand geprobt. Ob die Libyer in einem Staat leben wollen oder nicht, überlasse ich den Libyern zu entscheiden. Sollte sich eine Fraktion in diesem Kampf durchsetzen sollte, das Ergebnis danach vom Ausland anerkannt werden. Die Machfrage müssen m.M.n. die Libyer unter sich ausmachen.
Ausserdem möchte ich die Strukturen hier in Deutschland als kontrast anführen. Ich weiß es scheint weit hergeholt, aber auch hier in Deutschland gibt es Streit unter den Bundesländern. Gott sei Dank, nicht so wie bspw. in Libyen, aber der Tonfall wird auch im innerdeutschen Gezenke um Ressourcen immer härter. Zumindest meiner Meinung nach. Und wer glaubt, im Gezänke wäre schon die Spitze des Eisbergs erreicht, irrt.

22:14 von Pilepale

Erst die Geschichte des Juguslavienkrieges lesen, dann versteht man, dass die NATO, gerade in diesem Konflikt das Richtige getan hat. Dort würde es heute noch Mord und Totschlag geben, ich sage nur Massaker von Srebreniza, sogar Wikipedia hilft. In Libyen war es ähnlich, dort war Gaddafi dabei, sein eigenes Volk zu massakrieren. Wenn man dies nicht tut, sollte man besser keine Meinung äußern, dann macht man sich auch nicht lächerlich!

22:42 von fathaland slim

22:42 von fathaland slim "Selbstverständlich war Russland anfangs mit im Boot. Bis dann Frankreich, Italien und die USA anfingen zu bomben. Deutschland hat da jedenfalls nicht mitgemacht.....Nur verkürzt dargestellt."

Sehr verkürzt in Ihrer "Alternativer Geschichtsschreibung" dargestellt. Richtig ist, Russland hatte sehr wohl mit seiner Zustimmung des Sicherheitsbeschlusses über die Flugverbotszone Bauchschmerzen und äußerte dies in der UN-Sitzung auch. Also sass Russland nicht mit im Boot, zumal es mit der NATO auch noch die Probleme des Kosovokrieges in Erinnerung hatte. Es ist falsch, daraus ein "mit im Boot" auszulegen. Übrigens: Ihr Satz "Ich habe als Zeitzeuge die Entwicklung damals bewusst verfolgt." gilt nicht nur für Sie!

22:29, Silverfuxx

>>Und es ist übrigens tatsächlich so, dass der `Wertewesten´ für im Grunde alle Konflikte auf der Welt verantwortlich ist. Auf die eine oder andere Weise. Und die Basis dafür vor 100 und 200 Jahren gelegt worden ist.<<

Die Basis?

Damit kommen Sie nicht ansatzweise hin.

Das, was man gern höhnisch als "Wertewesten" bezeichnet, beherrscht die Welt mindestens seit Columbus. Wir stehen ja in der Nachfolge des römischen Reiches, und das hat schon vor über zweitausend Jahren die bekannte Welt mit Krieg überzogen. Das, was heute Libyen ist, war damals römisch, genau wie wir hier auch.

Aber Sie haben schon Recht, die Urkatastrophe gewissermaßen war der erste Weltkrieg, in dessen Gefolge das osmanische Reich und Österreich-Ungarn untergingen sowie das Zarenreich zur Sowjetunion mutierte.

Die Werte des Westens halte ich übrigens hoch. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz. Sie sollten Richtschnur unseres Handelns sein, sind es aber oft nicht.

@ fathaland slim um 22:42

"Selbstverständlich war Russland anfangs mit im Boot. Bis dann Frankreich, Italien und die USA anfingen zu bomben. Deutschland hat da jedenfalls nicht mitgemacht.

Was dann passierte, wollte niemand. Keine Macht, die die Regierung eines Landes stürzt, hat Interesse daran, daß anschließend Chaos herrscht."

Herr Putin, hatte es einen groben Fehler genannt, dass der Kreml dieser Un-"Flugverbotszone" zugestimmt hat. Er nennt es auch als Grund, warum der Kreml seit diesem Vorfall ganz besonders Vorsichtig ist, wenn UN-Resolutionen vom Westen vorgeschlagen werden die dann von Russland abgenickt oder abgelehnt werden sollen.
Ich frage mich ausserdem, was denn in Libyen gewollt wurde, wenn das "was dann passierte" nimand wollte.

"Ich habe als Zeitzeuge die Entwicklung damals bewusst verfolgt. Es ist ja auch nicht so ganz lange her."

Sie sind nicht der einzige Zeitzeuge der diesen Angriffskrieg bewusst verfolgt hat. Aber scheinen eine sehr verzerrte Sicht dieser "Enticklungen" zu haben.

@Goldemichel

Die Leistungen vom Staat, welche das libysche Volk unter Gaddafi bekommen hatte, davon können die wohl nur noch träumen, da kann man noch so vermissen, wie man will. Es ging doch nur darum den Gold Dinar Projekt von Gaddafi zu stoppen und das Sarkozy an ihm seine Schulden nicht bezahlen brauch.

@ kommentator_02 um 21:58

"Warum lassen sich denn Politiker der Demokraten gerne von den republikanischen Falken vor sich her treiben? Sind sie etwa selbst Falken, die sich gerne als Tauben darstellen möchten?"

Natürlich nicht. In den USA spielt es, gerade bei außenpolitischen Thmen, keine Rolle, welche Partei dort welchen Amtsstuhl wärmt. Es kommt immer wieder aufs Gleiche hinaus. Die einen verpacken die Angriffskriege etwas eloquenter, die anderen sagen es offen heraus. Aber Fakt ist, wenn es um Kriege im Ausland geht, ist es egal ob ein Demokrat oder ein Republikaner im Oval Office sitzt. Das möchte so manche nicht einsehen und stricken sich dann Fabel-Geschichten.

22:31, DKAQI

>>Hi slim, Sie üben sich mal wieder in Ihrer eigenen "Alternativen Geschichtsschreibung"
Fakt ist: Obama hat nicht die völkerrechtswidrige "Ausdehnung" der Flugverbotszone bedauert, sondern dass er keine Überlegungen für das "Danach" des Regime-Change angestellt hatte.<<

Gut, Sie setzen also Ihre alternative Geschichtsschreibung gegen meine.

Obama hat bedauert, daß niemand einen Plan hatte und auch er selbst viele Fehler gemacht hat. Hinterher ist man immer klüger.

Und es ist nun wirklich eine Tatsache, daß die Initiative von Sarkozy und Berlusconi ausging. Nicht von Obama.

um 22:42 von fathaland

um 22:42 von fathaland slim
"
Nee, keine Lüge.

Nur verkürzt dargestellt.

Selbstverständlich war Russland anfangs mit im Boot. Bis dann Frankreich, Italien und die USA anfingen zu bomben. Deutschland hat da jedenfalls nicht mitgemacht.
"

->
Wieder gelogen.

"Ich habe als Zeitzeuge die Entwicklung damals bewusst verfolgt.
"
Dann wissen Sie ja,dass Sie hier erneut lügen.

1.
Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates:
Abstimmung:Pro: 10 Enth.: 5 Contra: 0
Enth.: China, Russland,Brasilien, Deutschland, Indien

Die Deutsche Enthaltung löste einen Eklat mit den NATO-Partnern aus.
Danach löste Angela Merkel einen innenpolitischen Eklat aus,weil ihre Regierung BW-Soldaten am Bundestag vorbei in Izmir stationierte,die dort innerhalb der NATO zentrale Aufgaben bei der Kontrolle der Flugverbotszone übernahmen.
( & gleichzeitig wurde beschlossen,dass BW-Soldaten in Afghanistan die Nationen der Libyen-Bomber entlasten sollten,damit die sich besser auf Libyen konzentrieren können)

Die dunkle Seite des Westens in Libyen.

@22:00 von DerGolem
Die Washington Times vom 28.1.2015
„Mehrere von der Times interviewte US-Offizielle bestätigten, dass Frau Clinton und nicht Herr Obama führend in der Forderung war, NATO-Militärkräfte einzusetzen, um Gaddafi als Anführer Libyens des Amtes zu entheben..." was hier im Forum schon erwähnt wurde.
Aber auch: "Frau Clintons Argument bestand darin, dass Gaddafi kurz davor stand, einen Völkermord gegen Zivilisten in Bengasi zu begehen, wo die Rebellen ihr Machtzentrum hatten. Aber Geheimdienstbeamte aus dem Verteidigungsministerium konnten diese Bedenken nicht bestätigen und kamen in der Tat zu der Einschätzung, dass es Gaddafi wohl kaum riskieren würde, sich aufgrund der Tötung zahlreicher Menschen den Zorn der Welt auf sich zu ziehen. […] Im Ergebnis wandten sich Verteidigungsminister Robert M. Gates und Generalstabschef Mike Mullen entschieden gegen Frau Clintons Forderung nach dem Einsatz von Gewalt.“

22:25, Pilepale

>>@ fathaland slim um 21:18
"Nicht gezwungen, sondern überredet.

Obama wollte definitiv nicht."

Das glaube ich zwar nicht. Ob Herr Obama wollte oder nicht ist auch nicht von belang. Das er als Oberkommandierender der US Streitkräfte einen Angriff auf Libyen befahl, ist fakt.

Ob ein Bankräuber dazu überredet wurde eine Bank zu überfallen in dem Geld gestohlen und Menschen auf der Flucht ermordet wurden, spielt auch keine Rolle vor Gericht. Der Bankräuber hat eine Bank ausgeraubt wobei Menschen zu Tode gekommen sind und muss dafür juristisch belangt werden. Wie kommen Sie darauf, dass es in der Politik anders sein sollte?
Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antwort.<<

Jeder, wirklich jeder, der Krieg führt, macht sich schuldig. Und sollte bestraft werden. Er wird es aber nur dann, wenn er den Krieg verliert. Sieger kommen mit Massenmord davon und gehen in die Geschichte als Helden ein.

Obama hat in Libyen übrigens nicht gesiegt. Siege sehen anders aus.

22:52 von Fern

"der Einfluss der Emirate in Libyen scheint enorm zu sein."

Seltsam ist auch dass bis heute die Rolle Katars an der Ermordung Gaddafis in den deutschen Medien nicht diskutiert wird.

@ kommentator_02 22.14h - Erbschuld

Gaddafi starb - oder besser gesagt erhielt die TodesSTRAFE vor 8 Jahren. Wie lange will man dem Westen noch die politische Entwicklung Libyens nach dessen Massenmorden anlasten?
Das wäre ja so als würde man die Alliierten beschuldigen, für die Bildung der DDR verantwortlich zu sein.

22:23, Feininger

>>@ fathaland slim
Zitat um 20:55 Uhr: "Dieses Memorandum interessiert mich.

Wo kann ich es finden?"
__________________

Finden Sie zum Beispiel hier:

https://kurzelinks.de/hm33<<

Danke für den Link. Wirklich sehr interessant. Der Referent namens "Sid" gibt Hillary Clinton seine Einschätzung der Situation in Libyen, der finanziellen Situation Gaddafis und der Motivation Sarcozys, nämlich mehr Einfluss in Nordafrika, Stärkung des französischen Militärs weltweit sowie innenpolitische Gründe. Es gab offensichtlich auch Kontakte zu Saif al-Islam Gaddafi.

Ein klassisches Briefing.

Haftar und seine Leute sind zu entwaffnen u. zu verhaften!!

In der Sache sage ich ganz entschieden:

Haftars Leute sind vollständig zu entwaffnen und alle Fahrzeuge sind denen abzunehmen und Haftar ist zu verhaften!! Auch seine Gefolgsleute sind ebenfalls zu verhaften.

Der ist ein Putschist und kein General!! Außerdem ist der vom Flughafen zu vertreiben, wenn seine Leute dort sind:

https://www.tagesschau.de/ausland/un-sicherheitsrat-libyen-103.html

LNA will Flughafen erobert haben
Die Appelle blieben jedoch ungehört. Augenzeugen meldeten Gefechte südlich von Tripolis. Haftars Gegner versuchten offenbar, dessen Nachschubwege abzuschneiden. Unklar ist, ob die Anhänger des Generals den seit 2014 stillliegenden internationalen Flughafen im Süden von Tripolis einnehmen konnten.

Hier muss es auf jeden Fall Unterstuetzung fuer die lybische Regierung geben.

Dass hier ist verbotener Offensivkrieg!!

Dass hier ist klarer verbotener Offensivkrieg:

https://www.tagesschau.de/ausland/un-sicherheitsrat-libyen-103.html

Allerdings droht wegen einer Offensive des mächtigen Generals Chalifa Haftar auf die Hauptstadt Tripolis ein neuer Bürgerkrieg. Haftar hatte seinen Truppen am Donnerstag den Befehl gegeben, Tripolis zu erobern.

Siehe dazu VStGB § 13!! Haftar ist fällig! Und dass hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/un-sicherheitsrat-libyen-103.html

Der 75 Jahre alte General will die Hauptstadt einnehmen und das ölreiche Land unter seiner Führung vereinen.

kann sich dieser Putschist mal ganz eindeutig knicken!!

@ Pilepale 22.36h - Menschen retten ja - aber nicht mit Gewalt

...............Hier geht es m.E. weniger um die Erbschuld des "Wertewestens" sondern um einen Angriffskrieg auf den Staat Libyen, ausgeführt von Mitgliedern dieses selbsternannaten "Wertewestens".............

Das war kein Angriffskrieg gegen die libysche Bevölkerung sondern gegen einen blutrünstigen u. geisteskranken Diktator, der im Begriff war, sein Volk zu massakrieren.

................ Aber falls Sie so ein Interventionist sind, der sich wegen der Menschenrechte einsetzt.................

Ist das unmoralisch - sich für bedrohte Menschen einzusetzen, deren Tod vorbestimmt gewesen wäre?

Warnungen

Wovor wird den gewarnt? Das wie in Ägypten eine Militärdiktatur kommt und von den meisten als toller Partner angesehen wird? Oder das, wenn eine Diktatur wie Saudi Arabien kommt, man keine Hoffnung auf Geschäfte und Waffen haben dürfte? Hauptsache passt ins gewünschte Bild, macht alle Geschäfte zahm mit und gut ist, was das Volk will interessiert nicht.

22:23, Feininger

Interessant übrigens dieser Satz hier aus dem Briefing:

"Qaddafi has nearly bottomless financial resources to continue indefinitely, according to the latest report we have
received:"

und dann kommt die Sache mit dem Gold und Silber, geschätzter Wert etwa 7 Milliarden Dollar. Mit diesem Geld wollte er wohl ursprünglich die von Ihnen erwähnte neue Währung starten, jetzt aber war es seine Kriegskasse.

Darstellung: