Ihre Meinung zu: UN-Dringlichkeitssitzung zu Krise in Libyen

5. April 2019 - 15:27 Uhr

Wegen der drohenden Eskalation in Libyen kommt der UN-Sicherheitsrat am Abend zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Derweil wurde der Vormarsch des libyschen Generals Haftar offenbar von Milizen gestoppt.

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Kommentare

und nun UN + EU ?

am Ende blockieren sich bei egal, was beschlossen wird, die Vetomächte sich wieder gegenseitig. Und wieder werden sich Menschen aufmachen, wo anders ein friedlicheres und besseres Leben zu suchen und zu finden.
Wer Gewalt säht, wird Gewalt ernten. Am Ende wars aber immer niemand!

Sarkasmus pur

"Zuvor hatten bereits die USA, Frankreich, Italien, Großbritannien und die Vereinigten Arabischen Emirate vor militärischer Gewalt gewarnt und mit Konsequenzen gedroht. "

Wer erkennt die Ironie?
Die welche maßgeblich für die Zustände verantwortlich sind, drohen mit Maßnahmen. Wenn's nicht so traurig wäre, würde ich tatsächlich lachen.

Treppenwitz

Es ist der Treppenwitz der Geschichte wenn die Nato - insbes. die USA und Frankreich - auf Deeskalation drängen und Vergeltung androhen. Haben doch diese beiden Staaten mit der Ermordung Gaddafis und der Bombardierung dieses bis dahin friedlichen Staates die Ursache für das jetzige Chaos in Libyen gesetzt. Wäre Gaddafi noch an der Macht, dann hätten wir das Flüchtlingsproblem nicht in dem jetzigen Ausmaß.

siehe in youtube das

siehe in youtube das Interview mit General Wesley Clark ... darüber, dass innerhalb weniger Jahre 7 arabische Staaten gebombt werden ..
Ja ... habt ihr fein gemacht ... unter Gadhaffi war sicher nicht alles rosig aber friedlich ... siehe hierzu auch eine Folge der Sendung
des ZDF "Die Anstalt" .. alle Infos in youtube zu finden

"Zuvor hatten bereits die

"Zuvor hatten bereits die USA, Frankreich, Italien, Großbritannien und die Vereinigten Arabischen Emirate vor militärischer Gewalt gewarnt und mit Konsequenzen gedroht. "Unsere Regierungen sind gegen jede militärische Aktion in Libyen und werden jedwede libysche Fraktion zur Rechenschaft ziehen, die weiteren Konflikt hervorruft", hieß es in einer Erklärung." TS

70 Jahre NATO wird von den Verbündeten gefeiert und zugleich werden Säumige gemahnt, mehr für den Frieden zu tun und auf zu rüsten. Und jetzt mahnen die NATO-Länder von Obama, Sarkozy und Silvio Berlusconi den Frieden an. Für diese Art der Friedensschaffung? Verrückte Welt. Was mich sehr nachdenklich stimmt, dass bundesweit neben den Lobesworten die teils unsaubere Vergangenheit nicht aufgearbeitet wird. Politisch und medial.

Der General und die Macht

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Einen diktatorischen General gibt es doch auch in Ägypten, ohne dass dies zu Problemen mit dem Westen geführt hätte. Im Gegenteil, erst vor kurzem gab es einen EU-Ägypten-Gipfel in Sharm el Sheikh. Und während dieser Konferenz wurden mehrere Todesurteile in Ägypten vollstreckt. Die Hingerichteten waren Teilnehmer einer Demo für Demokratie.

Obwohl die hochrangigen EU-Politiker darüber Bescheid wußten, flog man nach Ägypten und unterzeichnete Verträge für mehr "Zusammenarbeit" mit dem Land. Von Demokratie, Menschenrechten und der Forderung nach freien Wahlen habe ich dabei nichts vernommen. Ägypten gehört halt zum "Wertewesten" und ist ein loyaler Verbündeter der USA und Israels - das reicht.

Claudia Bauer meint ....

Libyen war einst ein blühendes, reiches Land.
Das war allerdings bevor die NATO -Schärgen das Land in Schutt und Asche bombten.
Gadafi mag seine Fehler gehabt haben, aber alles war besser als das Chaos was die NATO hinterlasen hat. Hunger,Terror, Tod. Das bestimmt heute das Leben in Libyen einem einst so wunderschönen,reichen, blühendem Land.

Milizen

...wenn ich dieses Wort schon hören könnte mir schlecht werden.
Militzen....das sind nichts weiter als irreguläre Kämpfer,die nicht das Recht haben Waffen zu führen

Das klang schon mal anders

"Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, die Bundesregierung sehe die Entwicklung mit großer Sorge. Es könne in Libyen keine militärische Lösung geben."
Als es darum ging, den international nicht anerkannten, dann anerkannten, dann wieder nicht anerkannten Führer/Diktator Gadhafi zu stürzen, klang das noch ganz anders. Da konnte man bei Al Jazeera und ZDF fast im Lifestream den Vormarsch von Islamisten auf Tripoli verfolgen. Mit Luftunterstützung von genau den Ländern (außer Deutschland), die jetzt ihre Besorgnis äußern, sogar Konsequenzen ankündigen. Welche dürfen es denn sein? Werden jetzt die Kräfte, die man damals unterstützte, jetzt zum Wechsel mal bombardiert? Da bekommt man ja Angst, daß einige Länder vor lauter Interventionismus mal die Länder verwechseln, und irgendwo in Europa herumbomben.

seltsam

Tagesschau: "In Libyen ist die Staatsmacht seit dem Sturz und Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 zerfallen."

Ich frage mich warum der Westen laizistisch geprägte Staatsführer der islamischen Welt gerne mit Gewalt entfernt und sie durch religiös Orientierte Machthaber ersetzt. Im Irak das selbe Spiel, und in Libyen ist Haftar sicherlich laizistisch und militärisch zu betrachten.

Was ist eigentlich

mit den freien und demokratischen Wahlen, die im Dezember 2018 stattfinden sollten? Hab ich irgendwie nicht mitbekommen, ob's die tatsächlich gab.

skydiver-sr/16:55

Frage: wer hat überhaupt das Recht, Waffen zu führen - denke mal global als Menschheit?
für mich hat niemand das Recht auf Waffen! Der Mensch ist immer noch primitiv, egoistisch und lebt mit steinzeitlichen Gedankengut.

@ Hackonya2 - voriger Thread

.............Warum muss man erst was einnehmen, wenn man per Wahlen nachher dort vielleicht ehe nichts zu melden haben dürfte? Logik?.........

Die Logik besteht darin, dass man
1. nicht wie Sie - vorher schon weiß, dass man "hinterher nichts zu melden hat" und

2. Dass es keinen Sinn macht, nur für einen Teil Libyens Wahlen zu veranstalten. Libyien ist schliesslich nicht die Krim oder die Ukraine.

16:53 von Claudia Bauer

Libyen, Irak, Syrien usw.
nach dem herbeibomben von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten - wie sieht es in diesen Ländern aus.
Regiert von Diktatoren, denen man kurz vor dem Angriff noch den 'roten Teppich' ausgerollt hat. Was haben sie im Vergleich mit SaudiArabien oder den Golfstaaten nur falsch gemacht?

17:03 von Googol

"Ich frage mich warum der Westen laizistisch geprägte Staatsführer der islamischen Welt gerne mit Gewalt entfernt ..."

Das ist wohl die Frage.
Mit General al-Sisi, der sogar in die wahabitische Richtung religiös ist und mit Gewalt Ägypten regiert, auch mit dem haben westliche Regierung kein Problem.
Ich frag mich was wäre, wenn afrikanische/asiatische/arabische Länder sich aufmachen würden, die eigenen Wert- und Moralvorstellungen in Europa herbei zu bomben.

Libyen

Wie denn nun? Erst kaputtbomben, dann dem Chaos überlassen und plötzlich überaktiv und bekümmert? Kann es sein weil die (Aufständigen/Freiheitkämpfer/Terroristen) dem falschen Bündnis angehören?
Was hat der Westen bisher unternommen außer wieder eine Marionette zu unterstützen die das Lied der Guten sing?
Könnte mit einer Entscheidung endlich Ruhe einkehren und die armen Flüchtlinge die gequält ins Mittelmeer springen um gerettet zu werden?

Erfolgreiche Mission

da haben die Friedensengel aus der EU (GB,F)
und die glücklicherweise verhinderte Fastpräsidentin Clinton doch ganze Arbeit geleistet. Einen wohlhabenden Staat mit gutem Gesundheits- und Bildungswesen in ein Chaos gebombt, in dem nur noch die Macht des Stärkeren zählt und wo, wie Frau Özoguz sagt "das Zusammenleben täglich neu ausgehandelt wird. Nur mal wieder ein Beispiel für die vielen Demokratie- und Friedensmissionen.

@Longjogger

Das Recht Waffen zu führen ergibt sich aus dem Völkerrecht-jeder der einem Staat angehört und dieser Staat Streitkräfte oder Polizei hat,ist berechtigt Waffen zu führen-sifern er von diesem Staat den Auftrag dazu hat.
Das gilt auch für Partisanen,sofern ihr Staat nicht vor einem anderen kapituliert hat.
Diese Militzen in Lybien sind nur ein ungeordneter Haufen,der sich an kein Recht hält und schon garnicht auf die Regierung in Tripolis.
Dieser Gen .Haftar schafft es wenigstens,das seine Soldaten unter einem einheitlichen Kommando kämpfen

1. Gaddafis Regime drohte mit Massenmord...

All die Foristen, die sich jetzt so despektierlich über die NATO - Intervention äussern (und natürlich zugleich zuverlässig dem Kreml das Wort reden), verschliessen selbstverständlich auch gerne die Augen über die Verbrechen Gaddafis sowie den Umstand, dass die NATO damals in höchster Not eingriff, als Gaddafis Schergen schon vor den Toren Bengasis standen und dort ein staatlicher Massenmord drohte...

2. Die Obama-Administration hat versagt

Es ist das historische Versagen der Obama - Administration im arabischen Frühling, nicht viel konsequenter die demokratischen Kräfte unterstützt zu haben.

Das gilt für Libyen, wo wir die Konsequenzen aktuell sehen, und insbesondere in herausragendem Ausmass auch für Syrien, wo das Vakuum, das die Obama-Administration durch ihre erratische, letztlich strategielose Aussenpolitik in der Region produzierte, durch das Gruselkabinett aus verbrecherischem Assad-Regime, Iran, Hisbollah, Kreml und IS besetzt wurde.

Dass in der Tat in Ägypten Al-Sisi nach seiner Konterrevolution auch noch die Glückwünsche der EU entgegennehmen konnte, macht die Sache keinesfalls besser.

Zivilbevölkerung rausholen, ...

...riesige Käseglocke drüberstülpen, die beteiligten Parteien sich selbst überlassen und warten bis Ruhe einkehrt.
Ende Zynismus.

Das entwickelt sich doch wieder in einen Stellvertreterkrieg - man sieht´s doch schon an den Staaten, die die eine oder die andere eite unterstützen.

Die Brandstifter spielen Feuerwehr

Doch wer glaubt dieser verlogenen "Staaten-Gemeinschaft" noch? Das Land wurde in Grund und Boden gebombt, der -sicherlich nicht ganz ins Bild europäischer Maßstäbe passende- Staatschef brutal zu Tode gequält, die vorbildliche Infrastruktur zerstört und jede willfährige Terroristentruppe mit Waffen ausgestattet, Hauptsache, es entsteht ein Chaos, was niemand mehr beherrscht bzw. beherrschen soll. Alles im Namen von Freiheit und Menschenrechten. Vielfach bewährt und gern angewandt. Und nun jammern dieselben Leute über das, was sie selbst angerichtet haben.

16:43, Bixbe

>>siehe in youtube das Interview mit General Wesley Clark ... darüber, dass innerhalb weniger Jahre 7 arabische Staaten gebombt werden<<

Das Interview ist aus dem Jahre 2002. Wesley Clark bezieht sich darin auf ein Gespräch, welches er um den 20. September 2001 herum mit einem General aus dem amerikanischen Verteidigunsministerium geführt hatte. Der Verteidigungsminister hieß damals Donald Rumsfeld, und Clark beschreibt die Agenda der Neocons in der Bush-Regierung.

Es ist ein Fehler, anzunehmen, daß die Agenda der US-Regierung, egal wer an der Macht ist, immer gleich sei.

>>Ja ... habt ihr fein gemacht ... unter Gadhaffi war sicher nicht alles rosig aber friedlich ...<<

Bis der so genannte Arabische Frühling aus Tunesien nach Libyen überschwappte. Dem fiel Gaddafi zum Opfer, ebenso wie der US-Verbündete Mubarak in Äypten. Und um ein Haar Assad in Syrien.

Darin den Plan der Neocons zu erkennen zeugt von bestenfalls oberflächlicher Analyse.

Alternative Geschichtsschreibung

Wenn man die Kommentare hier liest, dann könnte man auf die Idee kommen, Libyen sei ein prosperierendes, friedliches Land unter einem von seinem Volk geliebten Führer gewesen, und dann sei der böse Westen gekommen und hätte diesen geliebten Herrscher ermordet.

Liebe Leute, ihr mögt ja durchaus zu Recht auf das kurze Gedächtnis unserer Mitmenschen vertrauen, aber Manche haben noch nicht vergessen, daß es damals in Libyen einen Volksaufstand gab (natürlich, solche Volksaufstände werden immer vom Ausland orchestriert, sagen die Machthaber) und Gaddafi im Begriff war, sein eigenes Volk zu bombardieren. Weswegen Russland auch der Flugverbotszone zugestimmt hatte. Die Sache lief dann natürlich aus dem Ruder, und die Ermordung Gaddafis, nachdem marodierende Milizen ihn aus dem Abwasserrohr gezogen hatten, war eine ganz große Katastrophe, die nie hätte geschehen dürfen.

um 18:23 von tagtest: " 2.

um 18:23 von tagtest:
"
2. Die Obama-Administration hat versagt
Es ist das historische Versagen der Obama - Administration im arabischen Frühling, nicht viel konsequenter die demokratischen Kräfte unterstützt zu haben.

Das gilt für Libyen, wo wir die Konsequenzen aktuell sehen, und insbesondere in herausragendem Ausmass auch für Syrien
"

...mit "nicht konsequenter demokratische Kräfte unterstützt" man es natürlich auch ausdrücken,dass die Obama-Administration radikale Islamisten in Libyen & Syrien unterstützt hat...

Im Irak und in Libyen hat es der Westen geschafft

zwei "Regime" weg zu bomben mit dem Ergebnis, dass das Chaos noch größer wurde.
Syrien wurde kurzzeitig der IS groß gemacht, das "Regime" nicht gestürzt und der Rest Syriens zusammen gebombt.
Aber die Gegner waren immer Regime.
Die Scharia in Brunei ist bös und die Scharia in Saudi Arabien ist gut, weil Saudi Arabien zum Westen gehört.

Verrückt, anders kann man die Aktionen

nicht bezeichnen. Ich hoffe, die UN findet eine friedliche Lösung.

Ist das Satire oder ernst gemeint?

"Unsere Regierungen sind gegen jede militärische Aktion in Libyen und werden jedwede libysche Fraktion zur Rechenschaft ziehen, die weiteren Konflikt hervorruft."

Vermutlich mit militärischen Mitteln. Das Ganze ist an Absurdität kaum noch zu überbieten. Der Westen sollte sich aus der arabischen Welt komplett heraushalten und die arabische Welt ihre Probleme alleine bewältigen lassen. Offensichtlich hat ein großer Teil der Bevölkerungen dieser Region kein Interesse an Frieden und vielleicht brauchen diese Gesellschaften jemanden, der den Daumen drauf hält. Wo immer dieser Druck durch autoritäre Regime wegfällt, scheint dies zu noch schlechteren Ergebnissen zu führen, man betrachte Irak, Libyen, Syrien - immer dasselbe.

Dümmer geht`s immer...!

"Zuvor hatten bereits die USA, Frankreich, Italien, Großbritannien und die Vereinigten Arabischen Emirate vor militärischer Gewalt gewarnt und mit Konsequenzen gedroht. "

Vor Jahren Chaos schaffen und ein (Macht-) Vakuum hinterlassen, sich jetzt aber "beunruhig zeigen und mit schweren Konsequenzen drohen".

Das kommt davon, wenn man komplizenhaft einen Regime Change inszeniert, die Öffentlichkeit bewusst falsch informiert …und die Dinge (wie gehabt !!!) nicht zu ende denkt !

Die heikle Situation die jetzt beklagt wird, haben die jetzigen, empört jammern westlichen "Kläger", höchst selbst herbeigerufen und auch zu verantworten, NIEMAND sonst.

Afghanistan, Irak, Ukraine, Libyen und Syrien beweisen es. Die s.g. westlichen "Mächte" beweisen wieder einmal, dass die Langfristplanung ihre Sache absolut nicht ist.

Die westlichen Hasardeure beklagen in Libyen die Folgen IHRES EIIGENEN törichten und vollkommen planlosen Handels der letzten Jahre !

Was für schlimme Heuchler !!!

einfach herrlich hier wieder

und unser hofberichterstatter seibert trägt die sorge der regierung vor. was waren das noch für zeiten, als unser italienischer caballero den despoten gadaffi mit ca 3 mrd eu-steuergelder zu unserem verbündeten gemacht hat

Regierungsnahe Milizen

Wenn ich das schon höre! Milizen sind nichts anderes als Bewaffnete und unabhängige Banden, welches sich durch dubiose Geschäfte finanzieren. Im Grunde sind sie sowas wie Söldner, heute Freund, morgen Feind.

Es waren doch die NATO Staaten....

... die Libyen in diese Situation hineinbombardiert haben.

Libyen

Wie denn nun? Erst kaputtbomben, dann dem Chaos überlassen und plötzlich überaktiv und bekümmert? Kann es sein weil die (Aufständigen/Freiheitkämpfer/Terroristen) dem falschen Bündnis angehören?
Was hat der Westen bisher unternommen außer wieder eine Marionette zu unterstützen die das Lied der Guten sing?
Könnte mit einer Entscheidung endlich Ruhe einkehren und die armen Flüchtlinge die gequält ins Mittelmeer springen um gerettet zu werden?

Die UNO ...

... hatte auch nichts gegen die völkerrechtswidrigen Angriffe einiger NATO und EU Staaten gegen Libyen getan.

Vielleicht sollte sie sich jetzt einfach mal raushalten.

@fathaland slim

Schön - dass Sie radikale Islamisten als "Volksaufstand" bezeichnen.

Auch schön, dass Sie das Nato-Märchen von "wir müssen angreifen, weil Gaddafi sein Volk bombardieren will" am Leben erhalten.

Fakt ist: Gaddafi plante die Organisation einer nord-afrikanischen Union. Und jetzt raten Sie mal, wem es geschadet hätte, wenn die Nord-Afrikaner als Bund in Verhandlungen im Bereich Wirtschaft gegangen wären.

Fakt ist: Libyen WAR prosperierend. Die Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa waren, fanden in Libyen oft Arbeit und blieben dort.

Fakt ist: Frauen hatten Zugang zur Bildung und wurden nicht unterdrückt, wie in manch "gutem" arabischen Land.

Fakt ist auch: heute gibt es reichlich Libyer, die sich auf die Seite des Sohnes von Gaddafi schlagen.

Frage ist: ist die "Freiheit" die der Westen beschert hat besser, als das was früher war?
Die Antwort darauf sollte man die Libyer geben lassen!
Aber DIE will die Nato-Bande nicht hören.

Ich bin noch heute Guido Westerwelle dankbar ...

... dass er verhindert hat, dass sich Deutschland am Angriff gegen Libyen beteiligt.

Auch wenn ihn viele belächelt haben- dafür gebührt dem viel zu früh verstorbenen Außenminister Dank und Anerkennung

@ Margarete K.

Sie stellen die richtige Frage.

Es zählt halt die Moral des Stärkeren (Militärs).

19:38 von Hille-SH

so isses. deshalb verdrängen die eu helden auch gerne, daß berlusconi uns mit 3 mrd zahlungen von eu steuergeld an gaddafi die migranten erspart hat

19:18 von collie4711

«Die Scharia in Brunei ist bös und die Scharia in Saudi Arabien ist gut, weil Saudi Arabien zum Westen gehört.»

Wer behauptet denn solch einen abstrusen Unfug?

Und wer behauptet, alle arabischen (muslimischen) Staaten seien gleich, und man könne sie alle bedenkenlos in den großen Topf werfen, in dem man sie dann zu einem unkenntlichen und geschmacklosen Brei verrühre?

Auch waren / sind die Motivationen der Staaten, die in Syrien, im Irak und in Libyen intervenierten, nicht in allen Fällen die gleichen aus den gleichen Gründen.

Noch ist "der Westen" in allen Fällen "der gleiche Westen".
Im Irak mischte FRA nicht mit. Sprach sich mit DEU deutlich gegen (in diesem Fall) "den Westen" USA + GB + POL + andere aus.

Und es ist nicht nur "der Westen", der seine Interessen vertritt, und hier und da interveniert. Auch Libyen ist kein Beispiel dafür, wie gute Außenpolitik ohne militärische Mittel funktionieren sollte.

Und Gaddafi war beileibe kein "Wohltäter der Guten" für die Libyer …

@ skydiver

Nein - da Partisanen ihre Waffen meist nicht offen, sondern verdeckt tragen, sind sie keine Kombattanten sondern begehen Straftaten.

70 Jahre NATO ...

... ist vielleicht doch nicht so toll.

@derkleineBürger 19:00, Despoten-Repertoire

Es gehört zum Standard-Repertoire von Despoten, sämtliche Gegner als "Terroristen!" und "Extremisten!" zu beschimpfen.
Damit wird man den Menschen, die für mehr Demokratie im arabischen Raum auf die Strasse gegangen sind, aber nicht gerecht.

Ich bin es allerdings gewohnt, dass Kreml-treue Foristen sich die Sichtweise von Despoten gerne aneignen, wenn Letztere wenigstens einfach nur "gegen den Westen" sind.

Auch bei dem hier stehe ich voll hinter Guterres!!

Und auch bei dem hier

https://www.tagesschau.de/ausland/libyen-haftar-101.html

Er war zuvor nach Tripolis, Tobruk und Bengasi gereist. Sein Sprecher erklärte, der UN-Generalsekretär habe sowohl mit dem libyschen Parlamentspräsidenten Aguila Saleh als auch mit Haftar gesprochen, der in Bengasi residiert. Guterres ist inzwischen nach Jordanien weiter gereist. Er habe Libyen tief besorgt und schweren Herzens verlassen, schrieb er.

stehe ich voll hinter Guterres. Denn es scheinen Russland, die VAE und Ägypten sowie - eventuell wegen Ölinteressen - auch die USA zu sein, die hier diesen Krieg anheizen. Den USA geht es immer und immer wieder um Rohstoffkriegerei fuer die us-Ruestungsindustrie und beim Öl geht es um die Kontrolle ueber den weltweiten Ölmarkt. Die USA wollen alle unterwerfen und dulden keine Konkurrenz neben sich und dass wiederum bestätigt weitere Berichte von den Deutschen Wirtschafts Nachrichten die schon lange davor gewarnt haben....

@tagtest

"... als Gaddafis Schergen schon vor den Toren Bengasis standen und dort ein staatlicher Massenmord drohte..."

Ja und die Nato half den Leuten in Bengasi sich gegen einen Diktator zu behaupten...

... Danach setzte die Nato einen ihnen genehmen "Präsidenten" ein und dieser bekämpft seitdem mit Nato Hilfe die Menschen in Bengasi.

@tagtest

wie verlogen...

in Libyen haben sie doch damals bekommen, was sie wollten: massives militärisches eingreifen, bis ihr ganz persönliches feindbild Gaddafi massakriert wurde. das ergebnis davon beklagen sie heute hier im forum.

in Syrien hätten sie sich das auch gewünscht.

wie muss man drauf sein, ständig nach mehr militär, nach mehr waffen und mehr gewalt zu rufen. seien sie doch wenigstens so ehrlich und geben zu, dass sie nur an geopolitischen erfolgen interessiert sind, das schicksal der menschen sie aber nicht weiter kümmert.

Dass hier ist gut so - Haftars "Armee" ist zu entwaffnen!

Weiterhin ist dass hier gut so:

https://www.tagesschau.de/ausland/libyen-haftar-101.html

Haftars Kämpfer hatten am Donnerstag die Stadt Gharya etwa 80 Kilometer südlich der Hauptstadt eingenommen. Doch der Vormarsch der Truppen der "Libyan National Army" (LNA) auf die Hauptstadt Tripolis wurde offenbar vorerst gestoppt. Eine regierungstreue Miliz aus der Stadt Sawija habe Haftars Einheiten in der Nacht zu Freitag nach einem kurzen Feuergefecht von einem wichtigen Kontrollpunkt westlich von Tripolis zurückgedrängt, verlautete aus Sicherheitskreisen in Tripolis.

aber was mir absolut wichtig wäre ist, dass:

1. die UNO diese Truppe von Haftar endgueltig entwaffnet und die Fahrzeuge abnimmt
2. dass die UNO diese ganzen Waffen beschlagnahmt und ein fuer alle Male unschädlich macht
3. das dieser "General" Haftar per ordnungsgemäßem internationalen Haftbefehl festgenommen wird
4. dass die aktuelle Regierung in Libyen diese Armee unter ihre Kontrolle bekommt.

Bitte ermitteln ob da auch die USA mitmischen

Zusätzlich ist aber auch zu ermitteln, ob da nicht auch versteckt die USA mitmischen wegen Ölinteressen betreffend diese Ölfelder die diese LNA - noch - unter ihrer Kontrolle hat. Zusätzlich sind die Ölfelder von dieser Armee von diesem "General" Haftar zu befreien und an die lybische Bevölkerung herauszugeben.

Weiterhin muss die Regierung die Kontrolle ueber das gesamte Land zurueckbekommen. Aber OHNE Kriegerei und OHNE Gewalt!!

Und das Öl muss aus Klimagruenden im Boden bleiben. Libyen braucht erneuerbare Energien und keine fossilen Energien um weitere Kriege in der Zukunft zu verhindern und der Einfluss Ägyptens, Russlands und der VAE und eventuell auch aus den USA (NATO???) auf Libyen ist zu beenden.

@ Hr Paschulke u.a.

Beim (militärischen) Heraushalten stimme ich ihnen zu, aber ihre Kernaussage ist so wenig Durchdacht wie es ein Atomschlag zur Unterstützung wäre.

Natürlich folgt auf ein Ende einer Diktatur ein Vakuum. Keine Opposition zuzulassen ist ja der Kern der Diktatur! Daraus zu schlussfolgern man bräuchte wegen des Chaos danach die nächste Diktatur ist nicht besonders einfallsreich...

"All die Foristen, die sich

"
All die Foristen, die sich jetzt so despektierlich über die NATO - Intervention äussern
"

1. hat die NATO Völkerrecht gebrochen - das UN-Mandat legitimierte lediglich einen kleinen Teil dessen,was die NATO in Libyen tat - z.B. als Luftwaffe für radikale Islamisten agieren,die in Bengasi die Macht an sich rissen,war nicht Teil des UN-Mandats...

2.
ist die aktuelle Situation des Landes DIREKT auf die NATO-Aktionen zurückzuführen.

18:58 von fathaland slim

18:58 von fathaland slim "Liebe Leute, .....Die Sache lief dann natürlich aus dem Ruder, und die Ermordung Gaddafi....die nie hätte geschehen dürfen."

Tatsächlich? " Nur "die Sache"?
Wieder mal smarte Worte.
Da hätte doch wohl viel mehr nicht geschehen dürfen.

Noch offen...

Seit wann es weiße Flaggen als Ergebenheitssymbole gibt, wissen nicht mal namhafte Friedensforscher. Klar aber ist international die Geste der zur Aufgabe militärischer Gegenwehr erhobener Soldatenhände - und - die ... offen erhobene rechte Waffenhand ohne Waffe ... und in Ehrerbietung gegenüber Dritten zum Gruß an die eigene Kopfbedeckung erhoben... kurzum - der inzwischen allgemein übliche, militärisch unaggressive Ehrbezeugung intern oder gegenüber einem Dritten.
_
Der libysche General Haftar wird im ts-Bericht so gezeigt. Ob er konstruktiv friedfertige Absichten verfolgt, sei dahingestellt... Wer letztlich die politisch stabile Macht in Libyen erringt, ist wohl noch offen...

Die Regierung in Tripolis muss gestärkt werden

Zusätzlich muss die Regierung in Tripolis gestärkt werden:

https://www.tagesschau.de/ausland/libyen-haftar-101.html

Tripolis wird von einer schwachen Regierung kontrolliert, die von den Vereinten Nationen und einigen Milizen unterstützt wird.

Diese Truppen von diesem "General" (ich schreibe dieses Wort absichtlich in Anfuehrungszeichen weil dieser Typ fuer mich kein General sondern ein Putschist ist) sind zur Kapitulation zu zwingen. Die Regierung in Tripolis muss dessen Truppen unter Kontrolle bringen und eine normale nationale Armee hat sich der Regierung unterzuordnen. Genauso ist es bei einer Parlamentsarmee wie bei uns.

Zusätzlich braucht es eine funktionierende Polizei in Libyen die gut ausgebildet sein muss. Weiterhin braucht es eine unabhängige, obektive und unparteiische Justiz in Libyen. Zusätzlich dazu auch eine funktionierende demokratische Verwaltung und ein funktionierendes Staatswesen.

19:00, derkleineBürger

>>mit "nicht konsequenter demokratische Kräfte unterstützt" man es natürlich auch ausdrücken,dass die Obama-Administration radikale Islamisten in Libyen & Syrien unterstützt hat...<<

Nein, hat sie nicht.

Auch wenn es immer wieder behauptet wird. Wahrer wird es dadurch nicht.

@20:27 von tagtest

... Kreml-treue Foristen ...

Damit haben Sie sich komplett als Diskussionspartner disqualifiziert!

... Es gehört zum Standard-Repertoire von Despoten, sämtliche Gegner als "Terroristen!" und "Extremisten!" zu beschimpfen. ...

In letzter Zeit wird ja gerne "Der Zweck heiligt die Mittel" als Rechtfertigung für völkerrechtswidrige kriegerische Auseinandersetzungen und/oder Regime-Changes verwendet. Das sagt viel über das Rechtsverständnis dieser Menschen aus!

Es gehört zur Gesetzgebung eines jeden Landes, dass "krimininelle Gewaltaktionen" als Terrorismus gelten! Die einzig legitime Art für "Demokratie" zu demonstrieren, konnte man beispielsweise 1989 in der DDR sehen und die Bedarf keiner bewaffneten Horden!

20:02, tisiphone @fathaland slim

>>Schön - dass Sie radikale Islamisten als "Volksaufstand" bezeichnen.<<

Es gibt für Sie nur Gaddafi oder Islamisten?

>>schön, dass Sie das Nato-Märchen von "wir müssen angreifen, weil Gaddafi sein Volk bombardieren will" am Leben erhalten.<<

Die Flugverbotszone wurde mit ausdrücklicher Billigung Russlands eingerichtet.

>>Fakt ist: Gaddafi plante die Organisation einer nord-afrikanischen Union. Und jetzt raten Sie mal, wem es geschadet hätte, wenn die Nord-Afrikaner als Bund in Verhandlungen im Bereich Wirtschaft gegangen wären.<<

So, so, plante er die. Er plante ja vieles. Aber schön, daß Sie Ihre Wahrheit gefunden haben.

>>Fakt ist: Libyen WAR prosperierend. Die Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa waren, fanden in Libyen oft Arbeit und blieben dort.

Fakt ist: Frauen hatten Zugang zur Bildung und wurden nicht unterdrückt, wie in manch "gutem" arabischen Land.<<

Libyen muss ja wirklich das Paradies auf Erden gewesen sein.

um 20:27 von

um 20:27 von tagtest:

"
@derkleineBürger 19:00, Despoten-Repertoire
Es gehört zum Standard-Repertoire von Despoten, sämtliche Gegner als "Terroristen!" und "Extremisten!" zu beschimpfen.
Damit wird man den Menschen, die für mehr Demokratie im arabischen Raum auf die Strasse gegangen sind, aber nicht gerecht.
"

Es waren auch echte Demokraten in Libyen auf der Straße.
Die NATO behauptete,dass sie zum Schutz dieser Menschen eingreifen müsse...& half Extremisten & radikalen Islamisten.
Heute kontrolliert ein Al-Quida-Arm den Westen des Landes - welches NATO-Land hat damit ein Problem ? irgendwie keines.
...& den Flüchtlings-Folterern in Tripolis hilft man dabei,dass denen bloß nicht die Opfer ausgehen...
...schon komisch,seit Jahrzehnten behauptet man im "Werte-Westen" ,dass man Demokraten helfen will & IMMER übernehmen irgendwelche Radikalen nach der Intervention die Macht - das passierte so konseqent & schon so oft,dass ein echter Demokrat spätenstens jetzt dies endlich aufzeigen muss

Jetzt werden sie von ihren Verbrechen

und Propagandalügen eingeholt und ihr Versagen offenbar. Die USA, F, GB, die UNO haben die aktuellen Zustände in Libyen zu verantworten , genau wie ihre willfährigen Sprachrohre. Das ist das Resultat, inkl. des Chaos seit Jahren. Kurz nach dem Sturz Gaddafis gab es schon Pogrome gegen Gastarbeiter, die der nach Libyen geholt hatte. Da war aber plötzlich monatelang Funkstille in den Medien

NATO USA frankreich

...haben Syrien für die islamisten zurecht gebombt... und jetzt will man wieder da rein weil ein General für Ruhe in diesem kaputten Land sorgt... eine richtige Regierung gibts dort momentan nicht, Libyen ist ein Flickenteppich an miniregierungen und alquaida- und is-Banden die Regionen dominieren... von welcher Regierung sprechen alle ... ich denke der mit dem meisten Militär herrscht über das Land und hält den Rest der rasselbande in Schach, wie damals Gaddafi... anders bekommt man dieses Land scheinbar nicht in den griff... Hillary Clinton unter Obama und Sarkozy haben das Land zerstört und es liegt immer noch am Boden und schon will man da wieder rein mit waffengewalt?

@16:53 von Claudia Bauer Claudia Bauer meint ....

>> Libyen war einst ein blühendes, reiches Land. Das war allerdings bevor die NATO -Schärgen das Land in Schutt und Asche bombten. Gadafi mag seine Fehler gehabt haben, aber alles war besser als das Chaos was die NATO hinterlasen hat. Hunger,Terror, Tod. Das bestimmt heute das Leben in Libyen einem einst so wunderschönen,reichen, blühendem Land. <<
_
Korrekt ... Aber offiziell sind ja die EU und die NATO Friedensprojekte... und jeder suspekt, der daran zweifelt...

Haftar wird unter anderen von Russland

unterstützt. Soviel zum Thema, Russland ist kein Aggressor. Putin will Macht, auch wenn sein Volk hungert. Ich hoffe, dass die Lage nicht eskaliert. Dies ist wieder ein Grund mehr, die NATO als Bündnis zu erhalten.

21:07 von Demokratieschue...

"" Die Regierung in Tripolis muss gestärkt werden ""
#
Und wer soll diese schwache Regierung stärken ? Ich vermute es wird so kommen das der " General " einen Putsch macht, ob das mit den regierung Treuen Militär zu verhindern ist ,ich habe da meine Zweifel.

um 21:10 von fathaland

um 21:10 von fathaland slim:
"
19:00, derkleineBürger
>>mit "nicht konsequenter demokratische Kräfte unterstützt" man es natürlich auch ausdrücken,dass die Obama-Administration radikale Islamisten in Libyen & Syrien unterstützt hat...<<

Nein, hat sie nicht.

Auch wenn es immer wieder behauptet wird. Wahrer wird es dadurch nicht.
"

Fakten sprechen eine andere Sprache - auch wenn so mancher gerne die Augen davor verschließen will oder wie hier im Forum andere Leute der Lüge bezichtigt,die diese Fakten nennen.

Damit verschwinden aber weder die Fakten,noch wandert die Historie in ein Parallel-Universum.

Es ist wie es ist,egal wer & wie oft diese Person "Lüge,Lüge,Lüge" hier im Forum skandiert.

20:02, tisiphone @fathaland slim

>>Fakt ist auch: heute gibt es reichlich Libyer, die sich auf die Seite des Sohnes von Gaddafi schlagen.<<

Ich nehme an, Sie reden von Saif al-Islam al-Gaddafi, zu deutsch "das Schwert des Islam". Ein schillernder, widersprüchlicher Charakter. Ich empfehle den Wikiartikel über ihn.

Oder reden Sie von einem der anderen Söhne Gaddafis?

>>Frage ist: ist die "Freiheit" die der Westen beschert hat besser, als das was früher war?
Die Antwort darauf sollte man die Libyer geben lassen!
Aber DIE will die Nato-Bande nicht hören.<<

Der Westen hat erst mal überhaupt den Staat Libyen beschert. Die italienische Kolonialmacht hat ihn geschaffen, vorher gab es ihn nicht. Das Nationalstaatskonzept war der Region bis zum Ende des ersten Weltkriegs fremd, dann kam der Westen und führte es ein.

Und das war der Beginn des ganzen Schlamassels.

21:15, ohnein2004

>>@20:27 von tagtest
... Kreml-treue Foristen ...

Damit haben Sie sich komplett als Diskussionspartner disqualifiziert.<<

Wieso?

Die Nahostforen wimmeln von Foristen, die eins zu eins die Position des Kremls vertreten. Und wenn der seine Position ändert, was durchaus gelegentlich vorkommt, dann ändern sie sie ebenfalls.

@fathaland slim 21:10

„>>mit "nicht konsequenter demokratische Kräfte unterstützt" man es natürlich auch ausdrücken,dass die Obama-Administration radikale Islamisten in Libyen & Syrien unterstützt hat...<<

Nein, hat sie nicht.“

Und warum nicht? Weils nicht in Wikipedia steht?

Welch abartige und peinliche deutsche Aktion bzw. Position!

Haftar ist das Beste, was Libyen seit Ghaddhafi passieren konnte – er ist weit und breit der einzige, welcher diesen failed state reüssieren lassen kann...

Verwunderung

Darüber, dass hier nun die vernünftigen und aufgeklärten Mitforisten den NATO-Krieg gegen Libyen rechtfertigen und verteidigen und somit zumindest indirekt das verteidigen, was aus Libyen gemacht worden ist.

Nun ist Libyen zerstört, ein Hort für Al Kaida und IS, marodierende Milizen herrschen wie im Mittelalter.

Und nun wollen die selben NATO-Staaten da erneut aktiv werden und das wird dann auch wieder befürwortet ?

Für mich unverständlich.

@ fathaland slim (21:17): der Hafen dort war in schlimmem Zustan

@ fathaland slim

Und die Einrichtungen an den Häfen (Kräne usw.) waren nur noch windschiefer Schrott und nicht mehr zu gebrauchen, die Hafenmole war in einem schlimmen Zustand und auch was dort sonst so an "Schiffen" rumlag, war nur noch rostiger Schrott der nicht mehr fahrtuechtig war und eine Gefahr fuer andere war.

Fuer uns war das Problem ohne Lotsen, dass dieser Hafen gefährdet ist durch Sandbanken auf die man aufpassen muss. Aber ein Frachter aus England hat uns rausgeschleppt damals und wir haben uns mit Bier revangiert.

Aber hauptsache die Korruption im Land bluehte und die Geheimdienste hatten ihre wahre Freude.

Die Menschen aber haben unter diesem Regime Gaddafi gelitten. Von daher war ich schon froh dass der weg war. Aber danach hätte Libyen stabilisiert werden muessen und es hätte dort keinen Krieg geben duerfen. Daran ist die NATO in der Tat nicht ganz unschuldig. Und auch die Art und Weise wie Gaddafi ums Leben kam, war auh nicht die feine Nummer von der werten NATO.

Gaddafi ...

... aus dem Amt zu jagen, war schon richtig, denn er war ein Diktator. Dass es nachher in Libyen so chaotisch werden würde, dafür können ja die Alliierten nichts. Die Mächtigen in Libyen sind sich leider zu uneinig.

21:26 von Erny

Sorry, aber im Moment geht die Gewalt von einem kleinen möchtegern "General" aus. Ich hoffe, die Libyer jagen ihm zum Teufel! Wenn ich mir anschaue wer ihn unterstützt, ist schon alles gesagt.

21:26 von Erny

Das libysche Volk hatte gegen Gaddafi protestiert und er wollte die Proteste blutig niederschlagen. Da war es gut und richtig diesen Verbrecher zu stoppen. Die NATO sollte es immer wieder so machen!!

Sicherheitsrat - Dringlichkeitssitzung

da kann sich ja jetzt unsere Nation bewähren
hat sie doch den Vorsitz dort

@suomalainen 20:42, Das haben Sie nie verstanden

"... seien sie doch wenigstens so ehrlich und geben zu, dass sie nur an geopolitischen erfolgen interessiert sind, das schicksal der menschen sie aber nicht weiter kümmert."

Ich unterstelle zu Ihren Gunsten, dass Sie meine Position einfach nicht verstehen.

Tatsächlich geht es mir ausschliesslich um die Menschen. Und gerade DESHALB habe ich damals die Intervention für richtig gehalten - was ich übrigens auch jetzt noch tue. (Wer glaubt, mit Gaddafi wäre es besser gelaufen, hat Syrien als abschreckendes Beispiel mit dem verbrecherischen Assad-Regime direkt vor der Nase.)

Wie Sie vielleicht mitbekommen haben, habe ich z.B. die applaudierende Haltung des Westens zur Konterrevolution Al Sisis immer vehement kritisiert.

Sie machen es sich entschieden zu einfach, mich in irgendeine NATO-Schublade oder so zu stecken. Sorry.

@ Claudia Bauer meint

Libyen war einst ein blühendes, reiches Land.

Für ein paar Funktionäre vielleicht. Ansonsten war Libyen ein armes Land mit brutaler Geheimpolizei und vollen Gefängnissen.

@derkleineBürger 21:20, Deshalb kritisiere ich Obama

"...Die NATO behauptete,dass sie zum Schutz dieser Menschen eingreifen müsse...& half Extremisten & radikalen Islamisten...."
Wie schon gesagt, ist das in der Form schlichte Despoten-Propaganda.

"...schon komisch,seit Jahrzehnten behauptet man im "Werte-Westen" ,dass man Demokraten helfen will & IMMER übernehmen irgendwelche Radikalen nach der Intervention die Macht"

Abgesehen davon, dass im Falle Syriens immer noch das verbrecherische Assad-Regime an der Macht ist, habe ich seit Jahren wiederholt (auch heute wieder) die strategielose Position der Obama-Administration kritisiert. Es hat durch seinen Mangel und Halbherzigkeit an politischer Vision das Vakuum erzeugt, das dann von den Falschen (mit traurigem Höhepunkt: Assad und Putin) am Ende besetzt wurde. Wir erleben, was passiert, wenn der Westen sich in "splendid Isolation" übt. Donald Trump ist die nationalistische Variante dieser Dystopie.

20:02 von tisiphone

«Fakt ist: Gaddafi plante die Organisation einer nord-afrikanischen Union. Und jetzt raten Sie mal, wem es geschadet hätte, wenn die Nord-Afrikaner als Bund in Verhandlungen im Bereich Wirtschaft gegangen wären.»

Da rate ich doch mal anstelle des Foristen, an den Sie sich eigentlich wenden:

Natürlich wäre Gaddafis Union zu Lasten der bräsigen, unfähigen, martialisch-militaristisch-kriegerischen EU gegangen. So es denn eine funktionsfähige Wirtschaftsunion geworden wäre. Eine "Afrikanische Union" gab es nämlich bereits (und gibt es immer noch). Nennt sich "OAS" - Organization of African States. Ob Libyen dort Mitgliedsstaat war / ist, kann ich aus der Hüfte heraus nicht sagen …

Eine Handels- / politische Union unter Führung Gaddafis als Konkurrenz und zur Schwächung der EU hätte eigentlich Putin vor Freude Kasatschok tanzen lassen müssen.

Dennoch billigte er die Flugverbotszone, die militärischen Aktionen der NATO-Staaten gegen Gaddafi.

Seltsam das - war nur der böse Westen …

21:07 Demokratie...

Wie Sie selbst zitieren: Tripolis wird von einer schwachen Regierung kontrolliert, die von den Vereinten Nationen und einigen Milizen unterstützt wird.
Dazu hätte ich ein paar Fragen:
- Tripolis ist nicht ganz Libyen. Was ist mit dem Rest des Landes?
- Wen unterstützt das libysche Volk? Diesen “international anerkannten Präsidenten“ (mein Eindruck) wohl eher nicht.
- Von wem wurde dieser Präsident bevorzugt und anerkannt? (Erinnert mich irgendwie an Guaido)
- Wieso ist diese Regierung so schwach?
- Was sind für Sie Milizen? Für gewöhnlich folgt darauf Aufständische/Rebellen o.ä.

Dieser Typ - wie Sie schreiben - hat den größeren Teil des libyschen Volkes hinter sich. Das scheint (Ihnen) nicht wichtig zu sein. Warum nicht?

Ich bedanke mich schon im voraus für Ihre Antworten.

Ekelerregend

Ich hab schon längst genug von dieser Heuchelei. Erst zerbombt die NATO ein Land und dann ist man auf einmal ratlos... was soll weiter passieren?

@cor ruptly ru

"Gaddafi aus dem Amt zu jagen, war schon richtig, ... , dafür können ja die Alliierten nichts. Die Mächtigen in Libyen sind sich leider zu uneinig."

Ich nenne sowas verantwortungsloses Handeln.
Was ist besser? Ruhe, Ordnung, hoher Lebensstandard; oder Chaos und Tod?

Jeder wusste wie Libyen gesellschaftlich aufgebaut ist. Wer eine solche Operation durchführt ohne die eventuellen Konsequenzen zu kennen macht etwas gewaltig falsch.
D.h. die Allierten (falscher Begriff) haben einen Fehler begangen und man sollte langsam mal einsehen, dass wir die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben.

Seit Jahren verlieren wir jeden Krieg, wir wollen es bloß nicht einsehen und geben dann anderen Ländern die Schuld dafür. Angefangen mit Jugoslawien 1999, denn der Kosovo ist bis heute 20 Jahre später nicht lebensfähig.
Der Irak ist weiterhin ein failed state usw.

Solange wir aber in unserer Phantasiewelt leben, werden wir nicht aufwachen.

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