Kommentare

Das liest man gerne

"US-Kongress will Saudis Militärhilfe streichen" - das liest man gerne. Aber bestimmt verorten/vermuten auch hier wieder viele der notorischen USA-Hasser kritikwürdige und paranoide Aspekte.
Natürlich ist klar: Wenn der Kongress etwas will, wünscht oder beabsichtigt, wird das nicht über die Entscheidungskompetenz der US-Regierung gestellt - es ist eine Absichtserklärung, mehr nicht.
Ich meine aber, dass allein schon die Absicht und die Diskussion darüber, den Saudis den Hahn abzudrehen, ein Fortschritt sind.

Keine Angst-

der Frieden wird deshalb nicht gleich ausbrechen. Das Waffenliefern wurde nun uns aufgetragen, und Merkel hat ja im Krieg eine "Kultur" entdeckt. Ich denke, DAS ist tatsächlich die deutscheste aller Urkulturen seit Anbeginn. Der Frieden ohne Rentabilität ist nicht unser Ding.

Zu zauderhaft

Es geht ja wenigstens mal in die richtige Richtung, ich würde mir aber ein viel entschlosseneres Vorgehen wünschen, z.B. ein Ölembargo und das Einfrieren saudischer Konten, beides gemeinsam von USA und EU. Auch Verbot saudischer Beteiligungen an Unternehmen in den USA und der EU. Ich denke, dann würde sich da ganz schnell etwas ändern. Sonst geht alles weiter wie gehabt. Blauhelme in den Jemen und die dortige Befriedigung.

Militärhilfe

Können die Saudis ihren Krieg etwa nicht ohne die Amerikaner führen?Da wäre ich keineswegs sicher.

Dank an Trump.

Der Krieg im Jemen dauert schon sehr lange. Diese Entscheidung hätte doch schon "Friedensengel" Obama traffen können. Trump kann man nur danken für diese Enscheidung.

Wie die übersuperreichen

Wie die übersuperreichen Saudis bekommen von den Amis auch noch Militärhilfe? Und dann jammern die Trumpamis vor, dass wir ihnen nicht genug deutsches Geld in die Natokasse schütten und die NATO Verteidigungsfähigkeit gefährdet würde. Der Trump hat doch nichts anderes im Sinn, sich seine zukünftigen Militäraktionen, die uns in Europa, vor allem aber bei uns, immer nur Probleme bringen, die Flüchtlimgswellen treffen ja uns hier, und nicht Amerika, was die Amis wohl auch zur europäischen Wirtschaftsbekämpfung nutzen. Es verhält sich doch so, dass die Amis uns doch Jahrzehnte lang jegliche militärische Eigeninitiative verboten und alles diktiert haben, uns so zu harmlosen Hühnern umerzogen haben, um uns von ihnen auch verteidigungsmäßig abhängig zu machen. Jetzt wird uns daraus angeblicher Umsonstschutz vorgeworfen. Nun sollen wir plötzlich militärisch alles selber machen, wohl in der Hoffnung, dass wir jetzt zu ihm rennen um bei ihm mit endlosen Milliardenbeträgen seine Waffen abkaufen.

Die Frage

ist doch anders, wieso brauchen ausgerechnet die Reichsten der Erde eine Hilfe ?.
Und hat auch die Waffenlobby gefragt, ob die einfach auf Gewinne verzichten wollen.
Ich traue der USA nicht für 5 mm über den Weg, in welchem Land haben sie denn nicht ihre Finger drin.

US-Militärhilfe

Die Amis scheinen wohl laaannngggsssaaammm vernünftig zu werden.

10:18, ophorus

>>Das Waffenliefern wurde nun uns aufgetragen,<<

Von wem denn?

>>und Merkel hat ja im Krieg eine "Kultur" entdeckt.<<

Könnten Sie dies bitte näher erläutern?

>>DAS ist tatsächlich die deutscheste aller Urkulturen seit Anbeginn.<<

Was ist denn am Krieg so spezifisch deutsch?

>>Der Frieden ohne Rentabilität ist nicht unser Ding.<<

Im Kapitalismus dreht sich alles um die Rentabilität. Wir leben seit vierundsiebzig Jahren im Frieden, und das scheint sehr rentabel zu sein.

10:35, Paul Puma

>>Dank an Trump.
Der Krieg im Jemen dauert schon sehr lange. Diese Entscheidung hätte doch schon "Friedensengel" Obama traffen können. Trump kann man nur danken für diese Enscheidung.<<

Lesen Sie doch bitte den Artikel.

Trump hat mit der Entscheidung, um die es hier geht, überhaupt nichts zu tun, und er wird ganz gewiss die Waffenexporte nach Saudi-Arabien nicht einschränken.

Entschieden hat das Parlament, der Kongress, und Trump wird dagegen sein Veto einlegen.

@Paul Puma - 10:35

"Der Krieg im Jemen dauert schon sehr lange. Diese Entscheidung hätte doch schon "Friedensengel" Obama traffen können. Trump kann man nur danken für diese Enscheidung."

Wenn Sie schon dankbar für keine weitere Unterstützung der Saudis im Jemen-Krieg sind, sollten Sie wenigstens mal den Artikel lesen.

Aus dem Artikel:
"In einem Versuch, Trump von der Resolution zu überzeugen, bat eine Gruppe von Demokraten und Republikanern nun um einen Termin im Weißen Haus. Als wahrscheinlicher gilt derzeit jedoch, dass Trump gegen die Entscheidung des US-Kongresses sein Veto einlegt."

Gott sei dank

Jetzt müssen nur noch Britten und Frankreich keine Waffen mehr nach Jemen liefern.

10:49, Hepheistos

>>Wie die übersuperreichen Saudis bekommen von den Amis auch noch Militärhilfe?<<

Der Begriff ist mißverständlich.

Mit "Militärhilfe" ist hier gemeint, daß amerikanische Truppen die Saudis im Jemenkrieg militärisch unterstützen. Dies kann man durchaus als Dank dafür sehen, daß Saudi-Arabien massenhaft Waffen von US-Rüstungsunternehmen kauft.

10:35 von Paul Puma

"Dank an Trump"?????
Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Da steht klar und deutlich, dass sich der Kongress GEGEN Präsident Trump stellt...

11:46, Okabe

>>Gott sei dank
Jetzt müssen nur noch Britten und Frankreich keine Waffen mehr nach Jemen liefern.<<

Weder die Briten noch Frankreich liefern Waffen an den Jemen. Die Waffen kauft Saudi-Arabien. Ebenfalls nach wie vor von den USA. Die Kongressresolution richtet sich weniger gegen Waffenverkäufe als vielmehr gegen militärische Unterstützung.

Wenn die verdammten

Wenn die verdammten Stellvertreterkriege nicht wären, dann hätten wir kaum Kriege. USA und Russland sollten letztendlich diesbezüglich ihre Interessen aufgeben.

@ Paul Puma, um 10:35

Sie danken dem Falschen.
Lesen Sie nochmal...

10.35 von Paul Puma

Glauben Sie im Ernst, diese Entscheidung wäre Trump zu verdanken. Nein, der Dank gebührt dem Senat, der trotz republikanischer Mehrheit endlich mal gegen den Chef entscheidet. Mal abwarten, ob Trump keinen Dreh findet, auch hier den nationalen Notstand auszurufen.

@Wanderfalke

Da sehen Sie mal was in der Politik so gemacht wird und wie es dann bei nicht wenigen Menschen ankommt.
"Danken wir also Trump und seiner weisen Einsicht!"
Ironie aus.
So kam wohle der Brexit und auch so was wie Stuttgart 21 zustande - eigentlich nicht nur traurig.

Bevor man das Hohelied auf die USA anstimmt...

...sollte man sich klar machen, dass der vorgeschlagene “Entzug der Unterstützung Saudi Arabiens“ keineswegs einem plötzlichen humanistischen Umdenken entspringt, sondern auf einem rein finanziellen Kalkül beruht.
Alles andere entspräche nicht der amerikanischen Mentalität, egal welcher Kammer.
fathaland slim, korrigieren Sie mich... :-)

@Paul Puma - Dank an Trump.

Stimmt, sie können Trump danken !

Republikaner & Demokraten kommen zurück
vom hörigen verfeindeten Lagerdenken.
Man kommuniziert und findet Kompromisse.
Selbst eine änderung in der "us constitution"
steht schon im Raum um den Parlamenten
die Hoheit über zukünftige Vetos zu geben.

@ fathaland slim 10:49,

@ fathaland slim
10:49, Hepheistos

>>Wie die übersuperreichen Saudis bekommen von den Amis auch noch Militärhilfe?<<

"Der Begriff ist mißverständlich.

Mit "Militärhilfe" ist hier gemeint" ...

Danke für Ihre Erklärungen. Klaro, ich habe das doch nur so überspitzt dagestellt, um die anderen Verhältnismäßigkeiten drastischer herausstellen zu können.

Herrlich!

Je mehr die USA mit ihren innenpolitischen Machtkämpfen beschäftigt sind, desto friedlicher wird es im Rest der Welt. Obama sollte seinen zu Unrecht erhaltenen Friedensnobelpreis an Trump weiterreichen.

10:35 von Paul Puma

Trump kann man nur danken für diese Enscheidung.
##
Oh Mann!
Lesen Sie mal den TS-Bericht, dann merken Sie, dass Sie mit Trump hier absolut falsch liegen.

13:07, harry_up

>>Bevor man das Hohelied auf die USA anstimmt, sollte man sich klar machen, dass der vorgeschlagene “Entzug der Unterstützung Saudi Arabiens“ keineswegs einem plötzlichen humanistischen Umdenken entspringt, sondern auf einem rein finanziellen Kalkül beruht.
Alles andere entspräche nicht der amerikanischen Mentalität, egal welcher Kammer.
fathaland slim, korrigieren Sie mich... :-)<<

Den Amis geht's also nur ums Geld.

Wie sollte ich Sie da korrigieren?

Allen Menschen geht es nur ums Geld.

Man sieht es ja hier im Forum. Wenn ein Gerichtsprozess diskutiert wird, wird sofort der Kostenfaktor ins Spiel gebracht, wenn es um Europa geht, dann wollen alle anderen sowieso nur unser Geld und und und.

Also wohl kein Alleinstellungsmerkmal der Amis.

Ich kenne aber sowohl hier als auch in Amiland ganz viele Menschen, die überhaupt nicht so gestrickt sind. Und gerade im vorliegenden Falle ist der Kostenfaktor doch einigermaßen zu vernachlässigen.

@Peter Meffert - Innenpolitik statt Frieden

11:53 von Peter Meffert:
"Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Da steht klar und deutlich, dass sich der Kongress GEGEN Präsident Trump stellt..."

Das ist richtig. Aber was bezweckt der Kongress wirklich? Hat er nach zehnjähriger US-Beteiligung am Huthi-Konflikt urplötzlich den Wunsch nach Frieden entdeckt oder soll hier lediglich ein Zeichen gegen Trump gesetzt werden?

Ich bin mir sicher, dass sich diese Entscheidung einzig und allein gegen Trump richtet. Daher kann man neben dem Kongress auch Trump für seinen - wenn auch nur passiven - Beitrag danken.

11:36 von fathaland slim

"Im Kapitalismus dreht sich alles um die Rentabilität. Wir leben seit vierundsiebzig Jahren im Frieden, und das scheint sehr rentabel zu sein."

Richtig - WIR leben seit vierundsiebzig Jahren...
Und die anderen, die wir mit diesen Mordinstrumenten unterstützen? Die, die durch die Einmischungen von außen (Demokratie, Freiheit, Menschenrechte...) daran gehindert werden in Frieden zu leben?
Da überleg ich dann immer: was wenn z.B. afrikanische Staaten rings um uns herum "unterstützend" Waffen liefern und Umbrüche (dem Ruf folgend "Merkel muss weg") forcieren würden? Alles für das finanzielle Wohlergehen und für "die Arbeitsplätze"? Da wären wir sicher begeistert.

Wie war das noch? Krieg im

Wie war das noch? Krieg im Jemen Saudi-Arabien bestätigt Einsatz britischer Streubomben! Sind die schon alle verbraucht und erfolgt ein Reexport?

13:47, Nachfragerin

>>Herrlich!
Je mehr die USA mit ihren innenpolitischen Machtkämpfen beschäftigt sind, desto friedlicher wird es im Rest der Welt. Obama sollte seinen zu Unrecht erhaltenen Friedensnobelpreis an Trump weiterreichen.<<

Herrlich finde ich vor allem Ihre hartnäckige Bejubelung Trumpens als Friedensengel, und wenn man die Wirklichkeit auch noch so sehr dafür verbiegen muss.

Ich erkenne jedenfalls nicht, daß die Welt in Trumps Amtszeit friedlicher geworden wäre. Und Trump will gewiss den Jemen-Einsatz nicht beenden.

Offenbar ist die Erkenntnis.....

.... dass die Saudis ein Unrechtsregime führen, Oppositionelle ermorden oder in Kerkern verschwinden lassen, dass das saudische Königshaus aus frömmlerischen Motiven islamistischen Terror mit Millionensummen unterstützte, somit Krieg und Terror weltweit verbreitete....... bis in den Kongress eingesickert. Zudem dürfte Trump sein Geld in jene Rüstungskonzerne gesteckt haben, bei denen die Saudis kräftig einkauften, anders lässt sich sein Kuschelkurs mit Mördern und die fortdauernde Weigerung, seine Steuererklärung zu veröffentlichen, kaum erklären.

14:02, Margareta K.

>>Richtig - WIR leben seit vierundsiebzig Jahren...
Und die anderen, die wir mit diesen Mordinstrumenten unterstützen? Die, die durch die Einmischungen von außen (Demokratie, Freiheit, Menschenrechte...) daran gehindert werden in Frieden zu leben?<<

Die Mordinstrumente, von denen Sie reden, werden von den Regimen, deren Sprachgebrauch ("Einmischung von außen") Sie übernehmen, gekauft. Schauen Sie sich mal an, wer so alles Waffen exportiert. Die zumindest theoretische Beschränkung, Waffen nicht in Krisengebiete zu liefern, haben die Wenigsten davon. Auch Russland nicht.

Die Waffen werden nicht verschenkt, sie werden verkauft.

@Didib57 - Stellvertreterkrieg

12:12 von Didib57:
"USA und Russland sollten letztendlich diesbezüglich ihre Interessen aufgeben."

Im Jemen kämpfen Saudi-Arabien und der Iran um die Vormachtstellung. Ob die USA neben dem Verkauf von Rüstungsgütern eigene Interessen im Jemen verfolgen, weiß ich nicht. Denkbar ist es aber, da Trump eine persönliche Abneigung gegen den Iran hat. Russland hat mit dem Konflikt praktisch nichts zu tun.

14:01, Nachfragerin

>>Aber was bezweckt der Kongress wirklich? Hat er nach zehnjähriger US-Beteiligung am Huthi-Konflikt urplötzlich den Wunsch nach Frieden entdeckt oder soll hier lediglich ein Zeichen gegen Trump gesetzt werden?<<

Der Jemenkrieg brach am 19 März 2015 aus, also vor vier Jahren, zwei Wochen und drei Tagen. Aber die USA waren an diesem Krieg zehn Jahre lang beteiligt?

@fathaland slim - Rüstungsexporte

14:09 von fathaland slim:
"Die Waffen werden nicht verschenkt, sie werden verkauft."

Genau das ist der Grund, warum die Argumentation des US-Demokraten äußerst unglaubwürdig ist.
Die USA führen als weltweit führender Rüstungsexporteur solche humanitären Katastrophen bewusst herbei. Ein Frieden im Jemen stünde ihren wirtschaftlichen Interessen entgegen und kann daher nicht das Ziel sein.

Und was die Einmischung von außen betrifft, werden keine "Regime" beliefert, sondern nur "Stabilitätsanker", die "einzige Demokratie der Region" oder "Freiheitskämpfer" - letztere sogar zum Nulltarif.

13:47 von Nachfragerin

«Je mehr die USA mit ihren innenpolitischen Machtkämpfen beschäftigt sind, desto friedlicher wird es im Rest der Welt. Obama sollte seinen zu Unrecht erhaltenen Friedensnobelpreis an Trump weiterreichen.»

Sieht man gerade heute wieder in Libyen, wie sehr automatisch friedlicher die Welt durch Trumps segensreiches Wirken wird …

Auch wenn Obama seinen Friedensnobelpreis an Sie weiterreichte, würden Sie dadurch nicht zur Friendensnobelpreisträgerin.

Darüber hinaus hat Trump nichts, aber auch gar nichts getan, was ihn den Preis verdienen lassen würde. Nicht er will die Waffenlieferungen wegen des Krieges im Jemen stoppen.

Es ist der Kongress, der das fordert.
Sollte Ihnen bewusst sein, so Sie den Artikel denn gelesen haben …

re nachfragerin: Danke!

„Ich bin mir sicher, dass sich diese Entscheidung einzig und allein gegen Trump richtet. Daher kann man neben dem Kongress auch Trump für seinen - wenn auch nur passiven - Beitrag danken.“

Danke für diesen erhellenden Beitrag! Trump ist also „für“ die Militärhilfe weil er weiß, dass der Kongress einschließlich „seiner“ Republikaner genau und nur deshalb „dagegen“ ist. Wäre er nämlich „gegen“ die Militärhilfe, dann wäre ja der Kongress „dafür“.

Fürwahr ein spektakuläres taktisches Manöver, das Sie ihm da unterstellen.

Aber - haben Sie auch bedacht, dass Trump jetzt gar nicht mehr anders kann, als „dafür“ zu sein? Die Militärhilfe also nicht eingestellt wird.?

Wie steht aber dann der „Friedensengel“ dar?

re harry_up: das Hohelied

„....sollte man sich klar machen, dass der vorgeschlagene “Entzug der Unterstützung Saudi Arabiens“ keineswegs einem plötzlichen humanistischen Umdenken entspringt, sondern auf einem rein finanziellen Kalkül beruht.“

Tja, wenn Sie das so sagen! Ich frage mich allerdings, woher Sie das wissen. Kennen Sie alle Abgeordnete, ihre Ziele und Motive? Alles gleich? Immer nur: Geld, Geld, Geld?

Oder gründen Sie Ihre Analyse auf der schlichten Annahme, dass es in den USA überhaupt kein humanistisches Denken geben kann? Einfach so - weil es eben „Amerikaner“ sind?

@fathaland slim - Welche Ziele verfolgt der Kongress?

14:18 von fathaland slim:
"Der Jemenkrieg brach am 19 März 2015 aus, also vor vier Jahren, zwei Wochen und drei Tagen. Aber die USA waren an diesem Krieg zehn Jahre lang beteiligt?"

Genau. Der bewaffnete Konflikt begann bereits 2004 und nicht erst 2015 mit der von Saudi-Arabien angeführten Militäroffensive.

Meine Frage war aber, welche Ziele der US-Kongress verfolgt. Die nun vorgeschobene Erkenntnis über die humanitäre Katastrophe im Jemen hätte auch schon zu Obamas Regierungszeiten auffallen können.

14:01 von Nachfragerin

«Aber was bezweckt der Kongress wirklich? Hat er nach zehnjähriger US-Beteiligung am Huthi-Konflikt urplötzlich den Wunsch nach Frieden entdeckt oder soll hier lediglich ein Zeichen gegen Trump gesetzt werden?»

"Der Kongress" in den USA ist die Gesamtheit von Repäsentantenhaus und Senat. Also beide Kammern.

Im Senat haben die REPS eine Mehrheit von 53:47 Sitzen. Wenn auch diese republikanische Mehrheit entgegen der Meinung des Präsidenten der eigenen Partei votiert, dann will sie selbstverständich "ein Zeichen gegen den Präsidenten setzen. Sonst wäre sie seiner Ansicht ja gefolgt.

10 Jahre Krieg im Jemen unter direkter Beteiligung von Saudi-Arabien mit US-Waffen ist selbsredend ca. 2,5 fach übertrieben. Und hat mit der Lage der tatsächlichen Gegebenheiten um mind. den Faktor "dividiert durch 2,5" wenig zu tun.

Es ist unnötig und sinnfrei, die Schrecken des Krieges im Jemen durch dramatisierende Zeitangaben "zu verschlimmern". Ist auch so der mieseste aller momentanen Kriege …

Alibi-Aktion

Die Amerikaner werden Saudi-Arabien niemals sich selbe überlassen. Dafür ist das ganze Land zu sehr "unter amerik. Einfluß".

Der ganze Öl-Export der Saudis (wie auch fast aller anderen Staaten) erfolgt mit dem US-Dollar, dem sog. "Petrodollar". Dadurch verfügen die Amerikaner über sehr viel Macht, weltweit.

Die Saudis sind eigentlich nur noch eine Marionette der USA. Beispiel: der saudisch-amerik. Öl-Gigant ARAMCO. Dessen Sitz ist befindet sich in den USA, obwohl das Öl aus SA stammt.

Die Amerikaner werden an ihrem Einfluss in SA nichts ändern. Die Aktionen des Kongreßes betrachte ich nur als eine Art Alibi-Aktion.

Kriegstreiber

Warum möchte Trump auf Biegen und Brechen den Krieg der Saudis im Jemen weiter unterstützen?

@teachers voice - Trump ist stur. Mehr nicht.

14:36 von teachers voice:
"Trump ist also ,für' die Militärhilfe weil er weiß, dass der Kongress einschließlich ,seiner' Republikaner genau und nur deshalb ,dagegen' ist."
> Das ist chronologischer Unsinn. Trump war schon immer ein Freund Saudi-Arabiens. Er hat es lediglich verpasst, nach der Ermordung Khashoggis am kollektiven Sinneswandel teilzunehmen. (Der meiner Meinung nach nicht von Dauer sein wird.)

"Aber - haben Sie auch bedacht, dass Trump jetzt gar nicht mehr anders kann, als ,dafür' zu sein? Die Militärhilfe also nicht eingestellt wird.?"
> Natürlich kann Trump nicht anders. Aber das ist keine taktische Entscheidung, sondern einzig und allein seiner Sturheit geschuldet.

"Wie steht aber dann der ,Friedensengel' dar?"
> Genauso wie vorher. (Und noch immer besser als Obama.)

@teachers voice

Das ist ja bald wie im Fußball, jeder hat seine "Mannschaft", ob angebracht bzw. richtig oder falsch ist anscheinend nur noch nebensächlich. Leider müssen dann soviel unzählige mit dem Tod dran glauben, andere sind übersäht von Hass und dann wundert man sich warum man so verhasst ist?

Die eigene Seite unterstützen

Die Saudis vertreten die Seite des Westens in diesem Stellvertreterkrieg. Auf der anderen Seite stehen die islamistischen Huthi-Rebellen und dahinter der Iran.
Ich finde es nur logisch, dass die USA Waffen an Saudi-Arabien liefern. Was ist in den Kongress gefahren, dass es da jetzt dagegen ist?

Waffen-Export-Förderungsprogramm

Das Ende der amerikanischen Militärhilfe würde den Export amerikanischer Waffen nach Saudi Arabien deutlich ankurbeln. Warum?
Wie unter Militärexperten weitgehend bekannt ist, ist das Saudische Militär allein kaum in der Lage, die hochtechnologischen US-waffen effizient einzusetzen. Auf sich allein gestellt würden die Saudis den Großteil der Waffen in kurzer Zeit in Militärschrott verwandeln. Damit ergäben sich neue Exportchancen.

@schabernack - indirekte Konfliktbeteiligung

14:48 von schabernack:
"10 Jahre Krieg im Jemen unter direkter Beteiligung von Saudi-Arabien mit US-Waffen ist selbsredend ca. 2,5 fach übertrieben."

Nach ihrer Auffassung wäre der Iran überhaupt nicht am Jemen-Konflikt beteiligt, da er nicht offen in den Krieg eingreift. Ich sehe das anders und werte die Unterstützung einer Konfliktpartei bereits als Beteiligung. (Wenn man die Bombardierung der Provinz Sa'ada durch die US-Airforce im Dezember 2009 als Erfindung der Huthi abtut, bleiben noch immer die Waffenlieferungen.)

Aber darum geht es mir gar nicht. Mich interessiert nur, warum die militärische Unterstützung Saudi-Arabiens erst jetzt eingestellt werden soll. Die Situation im Jemen ist schließlich seit vielen Jahren dieselbe.

@KowaIski

14:53 von KowaIski:
"Warum möchte Trump auf Biegen und Brechen den Krieg der Saudis im Jemen weiter unterstützen?"

Weil das die US-Rüstungsindustrie erfreut und Saudi-Arabien unser "Stabilitätsanker" ist. Darüber hinaus wird Trump nicht der einzige sein, der eine persönliche Abneigung gegen den Iran hat.

14:57 von Nachfragerin

«Aber - haben Sie auch bedacht, dass Trump jetzt gar nicht mehr anders kann, als ,dafür' zu sein? Die Militärhilfe also nicht eingestellt wird.?»

«Natürlich kann Trump nicht anders. Aber das ist keine taktische Entscheidung, sondern einzig und allein seiner Sturheit geschuldet.»

Sturköpfe, die aufgrund von charakterliche Nicht-Eignung nicht in der Lage sind, einmal getroffene Entscheidungen (bzw. vorhandene Vorlieben) unter geänderten ("verschärften") Bedingungen zu überdenken, verdienen sich kein Lob. Verdienen sich niemals Lob.

Schon gar nicht sind sie "etwas", dass "einem Friedensengel" auch nur im Entferntesten gleich käme.

Bzgl. Saudi-Arabien standen alle US-Präsidenten der letzten ca. 40 (50) Jahre immer in einem starken Zwiespalt, wie man militär-strategisch mit der enorm angespannten, verworrenen, und von vielen Interessen beeinflussten Situation in / um Saud-Arabien herum umgehen sollte.

Fast nirgendwo ist Schwarz-Weiß weniger der Situation angemessen als dort …

14:25, Nachfragerin

>>Die USA führen als weltweit führender Rüstungsexporteur solche humanitären Katastrophen bewusst herbei.<<

Selbst wenn dies stimmen würde:

Bei den anderen Rüstungsexporteuren ist das anders?

Sie wissen, wer der zweitgrößte Rüstungsexporteur, nicht weit hinter den USA, ist? Der, der für 23% des weltweiten Rüstungsexportes verantwortlich ist?

14:47, Nachfragerin

>>14:18 von fathaland slim:
"Der Jemenkrieg brach am 19 März 2015 aus, also vor vier Jahren, zwei Wochen und drei Tagen. Aber die USA waren an diesem Krieg zehn Jahre lang beteiligt?"

Genau. Der bewaffnete Konflikt begann bereits 2004 und nicht erst 2015 mit der von Saudi-Arabien angeführten Militäroffensive.<<

Aha.

Die USA waren also vor der saudischen Militäroffensive an den bewaffneten Auseinandersetzungen beteiligt?

Langsam wird's surrealistisch.

>>Meine Frage war aber, welche Ziele der US-Kongress verfolgt. Die nun vorgeschobene Erkenntnis über die humanitäre Katastrophe im Jemen hätte auch schon zu Obamas Regierungszeiten auffallen können.<<

Da fragen Sie am besten die gewählten Abgeordneten beider Kammern, die den Kongress bilden.

Unter Obama war das Verhältnis zu Saudi-Arabien übrigens sehr abgekühlt, was Säbeltänzer Trump dann mit seiner ersten Auslandsreise im Amt änderte.

Es ist wirklich ganz erstaunlich, wie beharrlich Sie ihm hier die Stange halten.

15:21, Nachfragerin

>>@KowaIski
14:53 von KowaIski:
"Warum möchte Trump auf Biegen und Brechen den Krieg der Saudis im Jemen weiter unterstützen?"

Weil das die US-Rüstungsindustrie erfreut und Saudi-Arabien unser "Stabilitätsanker" ist. Darüber hinaus wird Trump nicht der einzige sein, der eine persönliche Abneigung gegen den Iran hat.<<

Es geht um militärische Unterstützung, nicht um Rüstungsexporte. Die stellt niemand infrage.

Saudi-Arabien ist der traditionelle Verbündete der USA in der Region. So wie Syrien und damit der Iran mit Russland verbündet ist.

Um persönliche Abneigungen geht es in der Politik nicht.

@schabernack - Umgang mit Saudi-Arabien

15:37 von schabernack:
"Sturköpfe [...] verdienen sich kein Lob."
> Dem kann ich nur zustimmen. Aber man kann auch einem Sturkopf dankbar sein, wenn andere aus Protest ihre Meinung ändern und die Welt dadurch ein bisschen friedlicher wird. (Oder werden könnte, sofern die Pläne erst gemeint sind.)

"Schon gar nicht sind sie 'etwas', dass 'einem Friedensengel' auch nur im Entferntesten gleich käme."
> Keine Sorge! Die weltweit stärkste Militärmacht wird nie einen "Friedensengel" zum Oberbefehlshaber haben.

"Bzgl. Saudi-Arabien standen alle US-Präsidenten der letzten ca. 40 (50) Jahre immer in einem starken Zwiespalt, wie man militär-strategisch mit der enorm angespannten, verworrenen, und von vielen Interessen beeinflussten Situation in / um Saud-Arabien herum umgehen sollte."
> Welcher der zwiegespaltenen Präsident hat sich denn gegen eine bedingungslose Unterstützung Saudi-Arabiens entschieden? Gab es überhaupt einen?

@15:39 von fathaland slim

>>
Selbst wenn dies stimmen würde:

Bei den anderen Rüstungsexporteuren ist das anders?
<<

Hallo fathaland slim,

es geht doch gerade um die USA. Was tun da auf einmal andere Rüstungsexporteure zur Sache?

In anderen Fällen verbitten Sie sich schließlich auch Ablenkungsversuche durch Whataboutismen.

@fathaland slim - Sie weichen aus.

15:39 von fathaland slim:
"Selbst wenn dies stimmen würde: Bei den anderen Rüstungsexporteuren ist das anders?"
> Nein. Aber das war auch nicht die Frage.

"Sie wissen, wer der zweitgrößte Rüstungsexporteur, nicht weit hinter den USA, ist? Der, der für 23% des weltweiten Rüstungsexportes verantwortlich ist?"
> Ja, aber auch das ist keine Antwort auf meine Frage.

Ich versuche es zum dritten Mal:
Welches Ziel verfolgt der US-Kongresses mit der Absicht, die Militärhilfe für Saudi-Arabien einzustellen?

Glauben Sie, dass es irgendwas mit der seit Jahren unveränderten, humanitären Situation im Jemen zu tun hat?

Vielleicht möchten Sie ja diesmal antworten...

15:15 von Nachfragerin / @schabernack, 14:48

«Nach ihrer Auffassung wäre der Iran überhaupt nicht am Jemen-Konflikt beteiligt, da er nicht offen in den Krieg eingreift.»

Nein, das ist ganz sicher nicht meine Auffassung.

Selbstverständlich dauert der Konflikt im Jemen schon länger als seit 2014/15.
Er hatte auch nie aufgehört, als aus der Vereinigung der ehemaligen Nord-Jemen + Süd-Jemen das heutige Jemen wurde.

Das Staatsgebiet des Jemen war (so lange ich bewusst politisch denke), "immer Konfliktherd und Unruhegebiet". Gleichzeitig immer "das Armenhaus" der arabischen Welt.

Dennoch ist der Konflikt + der Krieg dort "in einen andere Dimension eingetreten", seit der Staat Saudi-Arabien offen als einer der Akteure auftritt.

Offener als der Iran. Der im Jemen nicht die offizielle Armee wirken lässt, sondern in erster Linie die "Pasdaran", die militärischen Kräfte der Revolutionswächter.

Fragen Sie sich manchmal, woher der Iran seine Waffen bezieht?
Könnte es Russland sein, wo viele davon herstammen?
Nun, ja, oho, ach so …

eigene Seite?

Ob das verbrecherische Saudi-Regime oder das verbrecherische Iran-Regime, ich will beide nicht als unsere "eigene Seite" bezeichnen. Die Saudis sollten von uns Europäern genauso stark sanktioniert werden wie die Mullahs.

Wer in D einem Amokläufer eine Waffe besorgt, wird strafrechtlich verfolgt. Solche Regeln sollten auch mal für unsere "Exportwirtschaft" eingeführt werden.

Saudi-Arabien bis zur Halskrause bewaffnet

Ist schon jemand auf die Idee gekommen, dass man ein Land nicht mit Waffen ersticken kann? Saudi-Arabien ist dermaßen mit Waffen vollgestopft, dass nichts mehr reinpasst.

Das kann man dann natürlich so hinstellen, als würde man SA von weiteren Waffenlieferungen ausnehmen. In 5 Jahren kann das aber wieder anders aussehen - oder nach einer Internationen Waffenmesse mit Darbietung modernster Technik.

15:15 von Nachfragerin

«Mich interessiert nur, warum die militärische Unterstützung Saudi-Arabiens erst jetzt eingestellt werden soll. Die Situation im Jemen ist schließlich seit vielen Jahren dieselbe.»

Die Lage im Jemen ist nicht seit vielen Jahren "dieselbe".
Sie wurde und wird schlimmer und mieser und unerträglicher.
Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat.

Jedes Desaster, das wir hier in Europa aus den Berichten über Syrien, den Irak und Afghanistan kennen, ist "ein Nichts" verglichen mit dem, was die Menschen im Jemen erleiden.

Was vor allem die Millionen von Kindern erleiden. Die wenigen Berichte, die man darüber aus dem Jemen sieht, treiben mir regelmäßig Tränen in die Augen, und gleichzeitig unbändige Wut in die Faust.

Anstatt sich darüber zu freuen, dass der Kongress in den USA nun votierte:
"So kann, so darf es nicht weiter gehen!"

Ergehen Sie sich in der ewiglich wieder kehrenden Frage:
"Warum nur tut der Kongress das nun?"

Es ist ganz egal, warum er es tut!
Hauptsache, er tut es!

16:06, Guten Abend

>>@15:39 von fathaland slim
>>
Selbst wenn dies stimmen würde:

Bei den anderen Rüstungsexporteuren ist das anders?
<<

Hallo fathaland slim,

es geht doch gerade um die USA. Was tun da auf einmal andere Rüstungsexporteure zur Sache?

In anderen Fällen verbitten Sie sich schließlich auch Ablenkungsversuche durch Whataboutismen.<<

Die Foristin, auf die ich antwortete, machte in ihrem Kommentar alles Elend dieser Welt ausschließlich an den Rüstungsexporten eines einzigen Landes fest.

Insofern können Sie meine Frage an sie nicht unter Whatsboutism abhaken.

Jemen-Krieg:Kongress will Saudis Militärhilfe streichen....

Das ist immerhin bemerkenswert.Das zeigt,daß bei den Demokraten durchaus progressive Kräfte wirken,jenseits des Clintonismus.
Und selbst einige Republikaner müssen gegen die weitere militärische Unterstützung für Saudi-Arabien gestimmt haben.
Das sollte auch für die Bundesrepublik ein Signal sein,einen konsequenten Rüstungsexportstopp(keinen durchlöcherten bei Beteiligung anderer Länder) zu verhängen.

16:01 von Nachfragerin

«Welcher der zwiegespaltenen Präsident hat sich denn gegen eine bedingungslose Unterstützung Saudi-Arabiens entschieden?
Gab es überhaupt einen?»

Nein - es gab keinen.

Sollte es künftig einen geben (wer und wann auch immer), würde es die gesamte militär-strategische Situation in der arabischen Welt derart fundamental ändern, dass die mittel- und langfristigen Folgen daraus nur äußerst schwer kalkulierbar sind. So sie es überhaupt sind.

Sicher heiße ich die langjährige einseitige Politik der USA nicht gut:
"Stopft die Saudis mit Waffen voll, bis sie ihnen zu den Ohren wieder raus kommen!"

Mindestens genau so dämlich war und ist die Politik der USA seit 1953 gegenüber dem Iran. Dieses beides in Kombination hat zu der völlig verfranzten Situation geführt, die 2019 dort herrscht.

"Das Ganze" beendet man nun nicht dadurch, dass man z.B. Waffenlieferungen an Saudi-Arabien ad hoc komplett einstellt.

U.a. das sehe ich als Zwiespalt und Sackgasse, in die sich die USA manövrierten.

@LotharHS

Zitat: "Wer in D einem Amokläufer eine Waffe besorgt, wird strafrechtlich verfolgt. Solche Regeln sollten auch mal für unsere "Exportwirtschaft" eingeführt werden"
Danke Lothar, völlig korrekt, Waffenlieferung an Mörder ist Mittäterschaft und gehört unter Strafe. Völlig egal, ob der Täter in Deutschland oder im Ausland mordet, es ist Mittäterschaft, ihn mit einer Waffe auszustatten. Aber was wird nicht alles zum Morden verwendet. Man müsste im Prinzip jeden Messerhersteller, jeden Seilmacher und jeden Metallurgen ins Kitchen bringen, wenn man so konsequent wäre. Aber Waffen an die Saudis zu liefern, hierzu gehört gewissermassen schon Mittäterschaft hoch zwei. Mörder, die ihre Opfer in Säure auflösen, sollte man weder Säure, noch Chirurgenbesteck liefern, oder? Leider gibt es weder in D noch in America Leute, die die Eier haben, gegen die Waffenlobby vorzugehen.

16:51, schabernack

>>16:01 von Nachfragerin
«Welcher der zwiegespaltenen Präsident hat sich denn gegen eine bedingungslose Unterstützung Saudi-Arabiens entschieden?
Gab es überhaupt einen?»

Nein - es gab keinen.<<

Das Verhältnis war unter Obama sehr abgekühlt, wie ich schon schrieb.

@schabernack - Zustimmung

16:32 von schabernack:
"Ergehen Sie sich in der ewiglich wieder kehrenden Frage: 'Warum nur tut der Kongress das nun?' Es ist ganz egal, warum er es tut! Hauptsache, er tut es!"

Ich befürchte, dass der Kongress auf das Veto des Präsidenten baut und das alles lediglich eine Show ist. Falls aus diesem innenpolitischen Schlagabtausch tatsächlich eine Verbesserung für die Menschen im Jemen resultiert, ist dieser natürlich zu begrüßen.

Friedensengel Trump?

@ Paul Puma:
Dank an Trump. Der Krieg im Jemen dauert schon sehr lange. Diese Entscheidung hätte doch schon "Friedensengel" Obama traffen können.

Das verstehe ich nicht. Meinen Sie, dass die Huthi-Rebellen eigentlich schon längst besiegt sein müssten?

@ Bernd Kevesligeti

Und selbst einige Republikaner müssen gegen die weitere militärische Unterstützung für Saudi-Arabien gestimmt haben.

Das Votum kann der Präsident mit einem Veto leicht überstimmen.

@fathaland slim - Was ist ihr Problem?

16:39 von fathaland slim:
"Die Foristin, auf die ich antwortete, machte in ihrem Kommentar alles Elend dieser Welt ausschließlich an den Rüstungsexporten eines einzigen Landes fest. Insofern können Sie meine Frage an sie nicht unter Whatsboutism abhaken."

Wer solche Inhalte in meine Beiträge interpretiert, tut das sicher nicht aus Versehen oder Unverständnis.

Es geht hier um die Beteiligung der USA am Krieg im Jemen. Dass die USA neben finanziellen auch machtpolitische Ziele mit dem Rüstungsexport verfolgen, werden Sie hoffentlich nicht abstreiten wollen. Und dass bewaffnete Konflikte den Absatz von Waffen ankurbeln, sollte Ihnen auch bekannt sein.

Ich stelle meine Frage daher zum vierten Mal: Glauben Sie, dass die USA es ernsthaft beabsichtigen, gegen die Interessen ihrer Rüstungsindustrie sowie die ihres Verbündeten Saudi-Arabiens zu handeln?

17:22 von fathaland slim

«Das Verhältnis war unter Obama sehr abgekühlt, wie ich schon schrieb.»

Meine Aussage war auch eher prinzipell in dem Sinn zu verstehen, dass auch Obama keinen rechten Rat hatte, wie er die USA "aus der Doppelfalle" Saudi-Arabien + Iran herausführen könne, in der auch er durch ca. 50 Jahre verfehlter Politik seiner Vorgänger gefangen war.

Ich denke, wir beides sehen es sehr ähnlich, dass und in wie fern sich Obamas Standpunkt gegenüber Saudi-Arabien von dem Trumps unterschied …

@ Nachfragerin

Russland hat mit dem Konflikt praktisch nichts zu tun.

Saudi-Arabien bezieht zwar fast alle Waffen aus den USA. Im Jemen selbst ist das aber anders. Dort sind über 70 Prozent der Waffen aus Russland.

@ 10:35 von Paul Puma

Zitat: "Dank an Trump.

Der Krieg im Jemen dauert schon sehr lange. Diese Entscheidung hätte doch schon "Friedensengel" Obama traffen können. Trump kann man nur danken für diese Enscheidung."

Haben Sie den Artikel nicht gelesen ?

Der Kongress hat diese Entscheidung gegen den Willen Trumps getroffen.

Zitat aus dem Artikel: "In einem Versuch, Trump von der Resolution zu überzeugen, bat eine Gruppe von Demokraten und Republikanern nun um einen Termin im Weißen Haus. Als wahrscheinlicher gilt derzeit jedoch, dass Trump gegen die Entscheidung des US-Kongresses sein Veto einlegt."

Oder sind Sie gar so zynisch, daß Sie dem "Kriegsgewinnler" Trump dafür danken, daß er gegen diese Entscheidung des Kongresses sein Veto einlegen will, um weiter Waffen an die kriegführenden Parteien liefern zu können ?

Gruß, zopf.

17:24, Nachfragerin

>>Ich befürchte, dass der Kongress auf das Veto des Präsidenten baut und das alles lediglich eine Show ist.<<

Sie meinen, so wären die Amerikaner nun mal? Alles Hörige der Kriegslobby?

So lässt sich schlecht diskutieren.

@ Nachfragerin

Falls aus diesem innenpolitischen Schlagabtausch tatsächlich eine Verbesserung für die Menschen im Jemen resultiert, ist dieser natürlich zu begrüßen.

Die Situation für die Zivilbevölkerung im Jemen könnte entscheidend verbessert werden, wenn man die Huthi-Rebellen entwaffnen würde.

17:24 von Nachfragerin

«Ich befürchte, dass der Kongress auf das Veto des Präsidenten baut und das alles lediglich eine Show ist.»

Es ist doch kompletter Nonsens, gegen eine weitere intensive militärische Unterstützung zu stimmen, und dann darauf zu hoffen (zu vertrauen), der Präsident werde das Votum durch ein Veto wieder einkassieren.

Wenn der Senat mit republikanischer Mehrheit die Unterstützung unverändert aufrecht erhalten wollte, dann stimmt er dafür - und nicht dagegen.

"Was soll denn das … ?"

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