Ihre Meinung zu: Debatte über EU-Austritt: "Harter Brexit nicht unausweichlich"

2. April 2019 - 15:22 Uhr

Verlässt Großbritannien die EU ohne Deal? Er sei nicht ganz so pessimistisch, sagt Politikprofessor Gerhard Dannemann im Interview mit tagesschau24. Die kommenden Tage würden noch etwas Bewegung bringen.

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Kommentare

Bitte den härtesten Brexit

Bitte den härtesten Brexit vornehmen, inkl. Schließung des Tunnels. Die Engländer wollen mit der EU nichts zu tun haben? Gerne. Das ist ja nicht Unser Problem. Wir finden neue Lieferanten und Kunden. Den Engländern wird aber Nordirland, Wales und Schottland davon laufen. Wem wollen die dann ihren Kram noch andrehen? Aston Martin gehört zu Ford, Bentley zu VAG, Rolls Royce zu BMW, usw. Was ist denn da noch wirklich englisch? Und was hat England ohne die Londoner Abzocker (Banken) noch zu erwarten? I think, this is a magnificant own Goal, dear Brexiteers.

Exit von Brexit

"Und es gibt noch immer eine große Gruppe, die ein zweites Referendum bewirken will, damit Großbritannien in der Europäischen Union bleibt. Diese Gruppen behindern sich gegenseitig in der Mehrheitsfindung. "

Zweites Referendum wäre toll.
Dann bleiben die Briten in der EU und Nigel Farage sitzt nach den nächsten europäischen Wahlen in Mai neben Prof. Meuthen, Salvini usw. und grübeln wie sie die EU abschaffen können.
Ausserdem werden keine Entscheidungen mehr getroffen werden können, weil sie alles blockieren.
Ich finde auch ein zweites Referendum klasse.

Harter Brexit - Hickhack ohne Ende

Mir langsam ehrlich ….. egal.
Hauptsache die Briten verlassen endlich die EU. Schliesslich sind die schlicht weg unfähig um der EU anzugehören.

Wie lange....

....lässt die EU sich noch aus London an der Nase herumführen? Die Briten haben abgestimmt aus der EU auszutreten und fertig. Irgendwann muss man auch mal einen Schlussstrich ziehen!

Der Mann hat recht,...

...ein harter Brexit ist natürlich nicht unausweichlich. Die Briten können immer noch:

- den Deal annehmen (obwohl letzten Freitag angeblich die letzte Frist war)
- den Brexit absagen
- sich für irgendeinen andere Alternative entscheiden, die sie dann mit der EU verhandeln, nachdem sie an der EU-Wahl teilgenommen haben.

Das Problem dabei ist, sie müssten zu irgend etwas "yes" sagen. So lange sie weiterhin zu allem "no" sagen nützt ihnen die regelmäßige Ablehnung der "No-Deal" gar nichts. Der kommt dann automatisch.

Aber keiner kann sagen, sie würden von der EU zu irgend etwas gezwungen. Außer natürlich der Tatsache, dass man mit dem Austritt aus der EU auch deren Vorteile verliert, die es aber, nach Ansicht der EU-Gegner, gar nicht gibt. Also warum kein harter Brexit?

Harter Brexit gut besser als

Harter Brexit gut besser als gar nicht

Der Mangel an Kompromissbereitschaft

Politik bedeutet auch immer eine gewisse Bereitschaft auf die Positionen Andersdenkender einzugehen. Der Brexit ist geradezu ein Lehrstück, was passiert, wenn diese Kompromissbereitschaft nicht vorhanden ist. Dass für diese Situation erfahrene Berufspolitiker verantwortlich sind, zeigt, dass die Abgeordneten völlig unqualifiziert sind. Mein Vorschlag wäre, dass über alle Brexit-Varianten abgestimmt wird und der Vorschlag mit der geringsten Unterstützung verworfen wird. Man stimmt ab, bis nur noch eine Variante übrig ist. Und dann darf das Volk nochmals seinen Segen geben.

Bloß keine Verlängerung mehr

Bloß keine Verlängerung mehr anbieten bzw. zusagen und schonmal die Zollhäuser besetzen.

Aufhören mit dem Klein Klein ...

England soll mit einem dort abgestimmten Beschluss kommen und dann kann man schauen, ob da was geht, aber dieses ständige Gestarre auf das dortige Marionettentheater ist hochgradig unerquicklich.

Bei allem Respekt,......

aber ich glaube nicht, daß hier die Einschätzung von Herrn Prof.Gerhard Dannemann relevant ist. Seine Meinung hat den gleichen Wert, wie die Meinung irgendeines Foristen. Nur weil er Prof. für englisches Recht etc. ist, heißt das nicht, daß er die Denkweise und das Verhalten der britischen Abgeordneten besser beurteilen oder verstehen kann. Ich bin immer noch der Ansicht, daß das britische Mehrheitswahlrecht und die Unabhängigkeit der Abgeordneten von ihrer Partei, so gut das einerseits ist, beim Brexit die negativen Seiten sichtbar werden. Hinzu kommt, daß schon beginnend ab dem Schulbesuch eine Denkweise indokriniert wird, die nicht nur beim Brexit erkennbar ist.

2. Referendum

Die Briten haben nur noch eine Chance, dem drohenden Chaos zu entgehen: ein zweites positives Votum über den Verbelib in der EU.
Dies wäre auch nur folgerichtig, dass bei der ersten Volksbefragung entscheidende Fragen wie Irland und die Folgen des Brexit ausgeklammert waren. Sollte auch die 2. Abstimmung für den Brexit enden, haben es die Briten nicht anders verdient.

Hätte wir halbwegs fähige EU-Politiker ...

... wäre die Sache bereits am letzten Freitag (29.03.) beendet gewesen!
Aber nein, Terminverschebung, Option 2. Referendum oder sogar Brexit absagen - all diese Varianten lassen die EU-Vertreter genauso inkompetent dastehen wie die Briten.

Wo ist das Problem? Es gab ein Referendum, es gab einen Austrittsantrag und einen Austrittstermin (29.03.) und es wurde ein Vertrag ausgehandelt von den Vertretern beider Seiten. Wenn der Vertrag von den Briten nicht akzeptiert wird, ist das halt so. Dann eben Austritt ohne Abkommen! Alles andere muss dann halt im Nachgang geregelt werden!

@Superschlau

"Bitte den härtesten Brexit vornehmen, inkl. Schließung des Tunnels. Die Engländer wollen mit der EU nichts zu tun haben? Gerne. Das ist ja nicht Unser Problem. Wir finden neue Lieferanten und Kunden. Den Engländern wird aber Nordirland, Wales und Schottland davon laufen. Wem wollen die dann ihren Kram noch andrehen? "

Ich bin auch für einen harten Brexit (wenn sich die Engländer nicht bewegen), am liebsten zwar KEIN Brexit.

Aber kein Entgegenkommen das am Ende signalisiert man kann raus- die Vorteile bleiben aber, nur die Pflichten sind weg.

Aber @Superschlau: Warum Tunnel schliessen? Warum kein Handel mehr? Wir treiben auch handel mit der Schweiz, mit Norwegen, mit den USA, mit China, mit dem Iran, usw... alle nicht in der EU. Geht doch. Muss man halt entsprechende Abkommen aushandeln.

@ Adeo60 17.10h - Ordnung im Chaos

..................Die Briten haben nur noch eine Chance, dem drohenden Chaos zu entgehen: ein zweites positives Votum für den Verbleib ..............

Das ist aber sehr einseitig gesehen - oder besser gesagt spekuliert. Eine gewisse Chance haben die Briten auch nach einem ungeordneten Exit - nämlich dann, wenn sie hinterher Ordnung ins Chaos bringen. Oder halten Sie das für völlig unmöglich? Schwarzmalerei kann jeder....

re bankier

"Hätte wir halbwegs fähige EU-Politiker ...

... wäre die Sache bereits am letzten Freitag (29.03.) beendet gewesen!"

Fähiger Politiker ist nicht einer, der dem Gejohle von der Tribüne nachgibt, sondern den harten Brexit möglichst vermeidet.

Es geht hier nämlich nicht um "die härtesten Eier zeigen", sondern um ziemlich viele Menschen, die z.B. ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.

Debatte über EU-Austritt:"Harter Brexit nicht unausweichlich

Der Politikprofessor Gerhard Dannemann,er hat noch "Hoffnungen".
Er hofft,daß der "harte" Brexit noch verhindert wird.Und warum ?
Der Professor hat sicher das Wohl der Briten,besonders der Lohnabhängigen im Auge,sonst nichts.

@von Bankier - nicht ganz so einfach

Natürlich gab es ein Referendum mit einer knappen Mehrheit für den Exit. Doch sind seither eine Menge neuer Fragen aufgetaucht, die nicht Gegenstand der ersten Abstimmung waren (Irland, Folgen des Brexit). Es wäre daher nur folgerichtig, die Briten ein zweites mal abstimmen zu lassen. Die EU-Politiker handeln im übrigen sehr kompetent und verantwortungsvoll, wenn sie die Briten nicht so einfach in ihr Verderben stürzen lassen.

@skywalker

Ihnen ist aber der unterschied zwischen den genannten ländern und gb schon klar? Alle anderen lehnen die eu nicht komplett ab. Warum? Weil sie ihre Vorteile sehen. Gb offensichtlich nicht.

Wenn Schottland und evtl. Nordirland

nach einem harten Brexit die Selbständigkeit fordern und auch bekommen, was bleibt dann von GB?
LB - little Britain.

bekommen.
2/3 der Abgeordneten stimmten gestern lieber einem harten Brexit als einer Rücknahme des Austrittsbeschlusses zu (Abstimmungspunkt G).
Damit dürfte doch alles klar sein!
Warum wird darum herumgeredet und das Ergebnis nicht akzeptiert?

@bankier 17:13

"Hätte wir halbwegs fähige EU-Politiker wäre die Sache bereits am letzten Freitag (29.03.) beendet gewesen!
Aber nein, Terminverschebung, Option 2. Referendum oder sogar Brexit absagen - all diese Varianten lassen die EU-Vertreter genauso inkompetent dastehen wie die Briten."
Die EU-Vertreter handeln im Interesse ihrer Mitglieder. Und im Interesse der EU ist nun mal ein weicher Brexit, oder noch besser: Gar keiner. Dass das natürlich die Stammtische, die Sie anscheinend besuchen, nicht verstehen, liegt möglicherweise an deren Inkompetenz - nicht an der vermeintlichen Inkompetenz der EU.

Harter Brexit = maximaler Schaden für D

Wer hier ständig den harten Brexit möchte, möchte dem deutschen Export und den damit den deutschen Arbeitnehmern maximalen Schaden zufügen. So kurzsichtig sind manch Foristen...

Natürlich ist das für die anderen EU-Länder nicht so problematisch wie für D.

17:32 von Bernd Kevesligeti

Zitat:"Der Professor hat sicher das Wohl der Briten,besonders der Lohnabhängigen im Auge,sonst nichts."
Davon ist auszugehen! Denn ein harter Brexit würde über kurz oder lang dazu führen, dass internationale Konzerne, die Produktionsstätten in GB haben, um damit einen Zugang zur EU zu bekommen, diese verlegen würden/müssten. Wie das den Lohnabhängigen helfen würde, erschließt sich mir nicht.

Am 02. April 2019 um 16:11 von dr.bashir

"Das Problem dabei ist, sie müssten zu irgend etwas "yes" sagen. So lange sie weiterhin zu allem "no" sagen nützt ihnen die regelmäßige Ablehnung der "No-Deal" gar nichts. "

Sie haben Recht.

Sie müssten "yes" sagen, aber
sie sagen "no" anschließend werden
sie "oh yesses" sagen.

16:27 von Klausewitz

Zitat:"Harter Brexit gut besser als gar nicht."
SIE wären ja nicht betroffen. Millionen britischer Menschen aber schon.

17:13 von Bankier

"Hätte wir halbwegs fähige EU-Politiker ...
... wäre die Sache bereits am letzten Freitag (29.03.) beendet gewesen!"

Verwechseln Sie da vielleicht "Vollzugsbeamte" mit verantwortungsvoll abwägenden Politikern?

Ein denkbar schlechtes Bild von Politik liefert derzeit die britische Regierung, die mit einer "Kopf durch die Wand-Strategie" jegliche Bereitschaft, einen Kompromiss zum allseitigen Vorteil bzw. zum geringsten gemeinsamen Nachteil herbeizuführen, vermissen lässt.

... aber daran ist wohl auch die EU Schuld.

Mir fällt bei den Brexitverhandlungen auf,

dass die 17410742 Brexitbefürworter zwar fast 52% der gültigen
Stimmen sind, aber nur 38% der Wahlberechtigten und
nicht mal 27% der Bevölkerung von UK.

Von dem Memorandum waren etwa 18,5 Millionen Bürger von UK wegen
ihrer Jugend ausgeschlossen und keiner von den Streitenden
berücksichtigt Rechte der Rechtlosen, die etwa eine Million mehr sind
als die Brexitbefürworter, und haben alle Folgen von Brexit zu tragen.

re karwandler

"Es geht hier nämlich nicht um "die härtesten Eier zeigen", sondern um ziemlich viele Menschen, die z.B. ihren Arbeitsplatz verlieren könnten."

Ach ja die alte "Arbeitsplatzleier"!
Geht es um den Polen der in Britanien arbeitet oder den Briten mit nem Job in Holland? Oder um welche Arbeitsplätze? Austritt ist Austritt!

Und die Mär von den Arbeitsplatzverlusten bei uns glaubt doch auch niemand mehr. Vielleicht gibts etwas weniger Dividende oder niedrige Boni für die Vorstände! Alles andere sind nicht haltbare Vermutungen und Panikmache bei den Bürgern um dieses Theater zu rechtfertigen!

re von Peter Meffert

"Davon ist auszugehen".
Auszugehen ist davon,daß eher wohlhabende Deutsche betroffen wären.Die mit den Exportüberschüssen.Und Unternehmen können ja gerne verlegen.Dann werden ihre Marktanteile schon von anderen übernommen.

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