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Nur einmal kurz nachgefragt

Was ist eigentlich aus all den Frühlingen von damals geworden? Als sich diese in Chaos, Bürgerkriege und Kriege verwandelten habe ich von dem Begriff "Frühling" in diesem Zusammenhang nichts mehr gehört. Ich habe den schweren Verdacht, ich weiß auch weshalb.
Im Zusammenhang mit den aktuellen Vorgängen in Algerien hörte ich in einem Report doch tatsächlich erneut den Begriff "Frühling".
Was der Westen aber vor allem unsere amerikanischen Freunde schon seit jeher, jedoch besonders nach "9/11" dort angestiftet und angerichtet haben, will die breite Masse wohl nicht wirklich wissen.

Die Tatsache, wie ein solcher Begriff verwendet wird und später von den Medien gemieden wird zeigt ein exzellentes Beispiel für eine Manipulation der Masse, an der sich alle, ich wiederhole, alle Massen-Medien beteiligt hatten und weiterhin beteiligen und die Tagesschau macht(e) dabei leider keine Ausnahme, was ich sehr bedauere! Vielleicht denkt man darüber einmal (mehr) nach - oder wird es bewusst gemacht?

Es wird Zeit, dass sich die Machtstrukturen ändern.

Ich war vor knapp 10 Jahren in Algier, konnte mit einigen Studenten sprechen und nahm wahr, dass man sich Gedanklich im 21. Jahrhundert befindet, das das Bildungssystem sich an Europa, nicht zuletzt an Deutschland orientieren will, dass das Bankenwesen und die kaufmännischen Strukturen in Firmen sich am "Westen" orientierten will, nicht nur an Frankreich wie man meinen mag, aber die Machtstrukturen und der politische Geist festhängen. Algerien hat ein sehr junges Durchschnittsalter aber auch eine sehr hohe Arbeitslosigkeit bei den jungen Menschen.
Wenn Bouteflika und die Machtstrukturen wie in dem Artikel beschrieben, sich nicht jetzt ändern, kann diese Land, welches eines der größten Gas-Vorkommen besitzt, wie manch andere in der Maghreb-Zone kippen. Ich hoffe, dass die "alten Männer mit weißen Haaren" endlich den Weg frei machen!

Vielleicht kann.....

mir mal jemand das Problem erklären? Die Bevölkerung protestiert dagegen, daß sich Bouteflika zum fünften Mal zur Wahl stellt! Wie wäre, es, wenn Bouteflika einfach nicht gewählt werden würde? Oder ist er in Algerien der einzige Kandidat?Wenn "Ja", dann hat Algerien ein Regime wie China, und wenn "Nein" dann sind die Proteste unverständlich und verlogen!

@Meinung zu unse... von 9:00 h

Ihre Ausführung mag auf Tunesien, Marokko vielleicht zutreffen, auch ggf. noch auf Ägypten, Libyen ist noch zusätzlich besonders zu betrachten, aber es trifft nicht auf Algerien zu. Algerien zeichnet sich nicht zuletzt durch die lange Kolonialmacht Frankreich, die auch nach der Unabhängigkeit bis heute eine Rolle spielt, durch eine Öffnung zum Westen aus. Nicht zuletzt auch dadurch, dass es zwar ein muslimisches Land ist, aber die Religion keine so großen politischen Einfluss hat wie in den umliegenden Ländern hat. Jedoch muss man berücksichtigen, dass Algerien viele Ethnische Gruppierungen beheimatet und es darunter einige Auseinandersetzungen und Anschläge gibt. Mit dem was man unter "Frühling" in dieser Region zusammenfasst hat Algerien eher weniger zu tun.

Kluger Gedanke

In einer Experten-Diskussion (im SPON) äußerte kürzlich jemand den klugen Gedanken, der als Antwort auf viele Entwicklungen seit dem Arabischen Frühling stehen könnte.
Hier, im Westen herrscht einmal die Arroganz vor, daß unser Wertesystem das einzige und wahre ist, und deshab in alle Welt gehört. Und zweitens wird die wichtige Frage ignoriert, WOLLEN alle diese Staaten überhaupt unsere Vorstellungen von Demokratie übernehmen. Oder ist es nicht so, daß sich viele Staaten in IHREM System eingerichtet haben. Egal wie diktatorisch, archaisch, oder sonst wie diese gestaltet sind.
Einfach mal auf die Länder übertragen, die den Weg im Arabischen Frühling vermeintlich von der Diktatur in die Demokratie, in Wahrheit ins Chaos gegangen sind. Von der Diktatur zurück in die Stammes-oder Clanwirtschaft. Fast überall finden wird da die Antwort auf die oben gestellte Frage.
Übrigens ja auch von vielen Foristen umschrieben mit "was mischen wir uns da immer und überall ein, wollen die das".

Die jungen Menschen haben die schädlichen System Strukturen

satt und wollen den Fortschritt erreichen, den andere Länder erreicht haben. Wie läuft es in den meisten gesellschaftlichen Systemen auf dieser Erde. Eine Minderheit von Großgrundbesitzern = Großbauern = heutigem herrschenden FINANZ-ADEL herrscht seit einigen Jahrhunderten/Jahrtausenden über Land und Leute ohne den untertänigen Existenz-Losen = Lohnabhängigen eine erträgliche Zukunft anzubieten.

Libyen hatte es geschafft und hatte einmal das sozialste und beste System für seine Menschen geschaffen. So ähnlich erträumen sich die Menschen auch ihre Sozial-Strukturen, sie wollen mitgenommen werden und nicht von einigen alten Großbauern fremdbestimmt werden. Im übrigen sind die sogenannten Könige auch Großbauern, deren Vorfahren die Natur privatisierten und sich riesige Landstriche aneigneten.

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