Ihre Meinung zu: Debatte um Organspende: Freiwillig oder "doppelte Schranke"

31. März 2019 - 15:52 Uhr

Die Politik will die Zahl der Organspender erhöhen - doch wie? Im Bundestag zeichnet sich ein grundlegender Konflikt ab. Den Abgeordneten liegen zwei Vorschläge vor, die nicht gegensätzlicher sein könnten.

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Kommentare

Was mich stört

ist dieser Absatz.
" Ab morgen gelten - unabhängig von der aktuellen Debatte - neue gesetzliche Regelungen, um die Bedingungen für die Organspende zu verbessern. In den Krankenhäusern steigen die Vergütungen. Die Transplantationsbeauftragten der Klinken bekommen mehr Kompetenzen und Freiräume. "

Abgesehen das Kliniken Gewinn orientiert arbeiten, wie die Altenheime. Und das nicht sein kann, weil jeder weis wo es hingeführt hat.
Es geht also um Geld zuerst, und was bedeutet denn mehr Kompetenzen ?.

Mehr Organe und Gewinn klingt irgendwie sehr komisch, die jetzige Regelung ist doch in Ordnung.
Wenn es um Geld geht, hat der mit viel Geld auch mehr Chancen ? ? ?.

Aufklärung

Wenn jeder Hirntote obligatorisch zum Spender werden soll ist eine sachliche und ehrliche Aufklärung darüber, was genau mit dem SPENDER geschieht, für die Entscheidung dringend nötig. Am besten in einer Dokumentation. Bisher wurden viele Beispiele über gerettete Menschen gezeigt und über die Spender wurde nur beiläufig bemerkt, die wären eh schon tot.

Pech

Da ich hochgradiger Diabetiker bin, bin ich leider zum staatlich befohlenen Ausschlachten nicht geeignet!

So funktioniert es in den USA

Alle 5 bis 10 Jahre muss in den USA die "Drivers License" - entspricht unserem Personalausweis/Fuehrerschein - erneuert werden. Es kann dann angekreuzt werden, ob man Organspender sein will. In meiner Driver License steht dann unter "Restrictions" (Einschraenkungen) ein D fuer "Doner" (Spender). Einfacher gehts nicht.

Erschreckend !

Ein ganz gefährlicher und fast schon hinterlistiger Vorschlag von Spahn und Lauterbach.
Siw wissen natürlich genau,daß sich nicht jeder mit der Frage auseinandersetzen wird,ob er Organe spenden will oder nicht.
Ein gesunder 18 jähriger wird diese Frage nicht für so wichtig und dringend befinden,daß er sich damit beschäftigen und verbindlich festlegen wird. Das er am nächsten Tag einen lebensbedrohlichen Unfall haben wird,davon ahnt er natürlich am Tag zuvor noch nichts. Das er am Unfalltag seine Papiere nicht dabei haben würde,konnte ja keiner wissen er selbst auch nicht.
Ich will nicht wissen,wieviel Organe und sonstiges menschliche Gewebe und Knochenmaterial man ihm entnehmen wird.
Nur um Organe transplantieren zu können,wurde die Hirntotdiagnose kreiert. Tot sind die pot. Spender zu dem Zeitpunkt nicht,sie befinden sich lediglich in einem irreversieblen Zustand und können mit Sicherheit nicht mehr äußern,wie es ihnen ergangen ist bei einer Organentnahme.

Endlich ist es soweit

Nach der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft zu Lebzeiten wird auch der Körper des Toten per Gesetz zum "Ausschlachten" freigegeben.

Wie alles im Leben gilt auch hier: Wenn etwas missbraucht werden kann, dann wird es das auch. Würde man dann das gesetzwidrig entnommene Organ dem Empfänger wieder herausoperieren?

Zu wenig Organe!

Einer meiner nächsten Angehörigen braucht dringend Spenderorgane.
Fakt ist, es werden zu wenige gespendet. Fakt ist aber auch, dass eine automatische Spende bei nicht eingelegtem Widerspruch in meinen Augen einer automatischen Leichenfledderung gleich kommt. Gäbe etliche Beispiele, wo eine Widerspruchsabgabe nicht funktioniert (z. B. geistig Verwirrte), auch haben viele Menschen keine Angehörigen mehr.
Ein viel besserer Ansatz wäre es doch, Reize zu schaffen: Erbschaftssteuervergünstigung/Wegfall von Bestattungsgebühren/Übernahme von Bestattungskosten, sodass man zu Lebzeiten 1.einem Betroffenen helfen und 2. somit auch seine Familie vor teils horrenden Kosten bewahren kann. Anreize sind immer besser als Zwang! Und nebenbei: Wohin mit all den Organen? Wittert Herr Spahn da den nächsten Exportschlager?

Lauterbach

Wenn einer wie Lauterbach die "Spendepflicht" fordert,schrillen bei mir alle Alarmglocken, denn hinter der menschlichen Fassade steckt die Profitgier der von ihm favorisierten privaten Großklinikverbände!

Warum "muss" die Zahl der Organspender erhöht werden?

Ist es so unerträglich, dass das Leben endlich ist?

Müssen wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um ein Leben zu verlängern?

Ist es nicht hinnehmbar, dass wir nicht in allen Bereichen über unser Schicksal alleine entscheiden?

Muss immer alles gemacht werden, nur weil es technisch machbar ist?

Wir alle werden mit 100%iger Sicherheit sterben. Daran ändert auch der Fortschritt der Medizin nichts.
Wer diese Grundtatsache des Lebens nicht hinzunehmen bereit ist, muss sich (unnötig) quälen.

Eine Spende ist eine Spende, weil freiwillig abgegeben

Ansonsten würde es ja Gebühr heißen.
Ich muss ja auch nicht widersprechen, dass ich dem Roten Kreuz oder Wikipedia oder sonstwem spenden möchte. (Und wenn ich das mal vergesse, dann wird einfach vom Konto abgebucht.)

Ich bin gegen Gebührenabgabe in Naturalien, aber ich habe größten Respekt vor Leuten, die sich für Spenden entschieden haben.

*

Über das Spenden sind wir ausreichend informiert.

Ich finde es im Nachhinein ganz in Ordnung, dass damals die Krankenkasse einem einen Spenderausweis zugeschickt hatte, auf dem man wählen konnte, OB man überhaupt spenden möchte und FALLS ja ob alles oder nur bestimmte Körperteile.
So kann jeder ohne Druck für sich entschieden.

Und wenn sich jemand nicht damit auseinandersetzen möchte, dann ist es auch in Ordnung und er kann das Ding einfach wegwerfen.

Es wird so viel Werbung verschickt, dass man sich das mit dem Verschicken von Spenderausweisen leisten kann.

na dann hoff ich doch für sie,

(Am 31. März 2019 um 17:15 von Nam En Los
"Pech")

dass sie nie aufgrund einer diabetes unduzierten nierenisuffiziens eine spende brauchen!

denn ich interpretiere ihren kommentar so, dass sie selbst wenn sie könnten, nicht spenden würden..

ich finde, jeder der sich selbst gegen das spenden ausspricht, sollte auf eine liste gesetzt werden, die besagt, dass die aufgeführten personen keine organspende erhalten!

nur das wäre halbwegs fair!

Ihren Angehörigen zuliebe...

... sollten Sie Ihre negative Meinung zu dem Thema aber bald ändern, denn als "hochgradiger Diabetiker" werden Sie, zumindest statistisch betrachtet, früher und öfter von passenden Spenderorganen profitieren, als die als Spender in Frage kommenden Menschen.

Die Vergütungen für die

Die Vergütungen für die Krankenhäuser steigen.
Warum werden nicht auch Vergütungen für die Spender angeboten? Oder Rentenzuschläge? Da muss dann auch nicht mehr lange abgewartet werden.
Dann könnte man auch sagen: Lebe gesund, dann bekommst du für deine Organe mehr Geld.
Momentan verdienen alle Beteiligten Geld mit dem Organspenden. Nur die Spender bekommen nichts.

Die sogenannte

Die sogenannte Widerspruchslösung ist abzulehnen, weil der Mensch in der Konsequenz zumindest virtuell als Ersatzteillager angesehen wird. Der Normfall ist, dass ich bei meinem Tod integral bestattet (oder verbrannt werde), eine Organentnahme ist der Sonderfall. Dafür muss eine explizite Zustimmung vorliegen.
Man kann die Menschen aktiver auf die Frage ansprechen, sie zur Entscheidung aufmuntern, unter gegebenen Umständen der Gesellschaft einen letzten Dienst zu erweisen, aber ihnen diese Bereitschaft umstandslos zu unterstellen ist ist nicht zumutbar.

Die Widerspruchslösung finde

Die Widerspruchslösung finde ich indiskutabel. Warum soll ich mich um ein entsprechendes Formular bemühen wenn ich das nicht will?
In meiner Patientenverfügung steht übrigens das ich weder Orgäane spenden noch empfangen will.
Denn ich bin der Ansicht das wer nichts geben will auch nichts bekommen darf. Allerdings war ich schon immer dagegen fremde Organe zu bekommen.

re alexander greller

"Ein viel besserer Ansatz wäre es doch, Reize zu schaffen: Erbschaftssteuervergünstigung/Wegfall von Bestattungsgebühren/Übernahme von Bestattungskosten, sodass man zu Lebzeiten 1.einem Betroffenen helfen und 2. somit auch seine Familie vor teils horrenden Kosten bewahren kann."

GENAU DAS will keiner: Organspende für Gegenleistung. Anreiz für die weniger Begüterten.

" Und nebenbei: Wohin mit all den Organen? Wittert Herr Spahn da den nächsten Exportschlager?"

Wenn Sie bis heute noch nicht mitbekommen haben, dass es massiv zu wenige Spenderorgane gibt ...

...selbst entscheiden

Wer seine Entscheidung für eine Organspendebereitschaft verzögert, hat bewusst oder unbewusst einen Grund dazu. Keinem Menschen sollte die Entscheidung nach dem Motto „hat nichts gesagt, also ausschlachten“ vorgesetzt werden. Sicher geht es auch hier (neben dem guten Vorsatz des Rettens von Leben) um das Geschäft (legal und illegal), leider.
Für mich muss der Sterbeprozess des ganzen Körpers gewahrt bleiben und es darf nicht nach Bedarf gehandelt werden.

@Thomas G

"In meiner Driver License steht dann unter "Restrictions" (Einschraenkungen) ein D fuer "Doner" (Spender)."

Auch für mich die beste Alternative...
Eine zentrale Datei, in der man auch noch ONLINE(!) kurzfristig rumpfuschen kann ist Mist. Da ist Manipulation nicht ausgeschlossen. So ein gedrucktes Kreuz im Ausweis manipuliert so schnell keiner. Und sollte der Ausweis "verschwunden" sein, dann gibt's auch keine Organe. Es wäre möglich diese Information Standartmäßig unter einem Aufkleber oder Lack zu verbergen, so das Otto Normal Polizist das nicht einsehen kann. Diese Entscheidung ist solange bindend wie der Ausweis gilt. Wer sich kurzfristig Umentscheiden will muss einen neuen Ausweis beantragen. Auf diese Weise kann jeder jederzeit seine Meinung ändern und der Aufwand und die Kosten dafür sollte die Zahl der kurzfristigen Wechsler doch überschaubar halten.

Bei der Diskussion immer beachten, dass eine Organentnahme nur bei LEBENDEN erfolgen kann.
Die Organe von Toten sind "wertlos".

Das klingt nach Enteignung!

Ich persönlich bin Organspender, jedoch kann ich mich mit der Widerspruchsregelung nicht anfreunden.
Bis jetzt dachte ich immer mein Körper gehört mir und ich entscheide was ich abgebe.
Nach der Widerspruchsregelung gehört mir mein Körper nicht und ich muss sagen nehmt mir nichts weg!
Das empfind ich als Enteignung. /Ironie on – Ich vertraue dem Staat der mich enteignet ! /Ironie off
Und zu Datenbänken und Sicherheit – Die Jüdischen Mitbürger in Amsterdam die aufgrund einer Datenbank ( damals Karteikarten der Meldebehörden) in Konzentrationslagern landeten haben sich auch sicher gefühlt.
Für mich gilt nur Nachweis dass ich meine Organe verschenke oder es gibt nix.

@miomio

"ich finde, jeder der sich selbst gegen das spenden ausspricht, sollte auf eine liste gesetzt werden, die besagt, dass die aufgeführten personen keine organspende erhalten!" Am 31. März 2019 um 17:36 von miomio

Ooo! Was für eine Drohung! Da kriegen Leute ja Angst.

Ich finde, dass dabei keine miomios ein Mitspracherecht haben, sondern die Spender an sich. Und den meisten Spendern ist es sogar egal, dass ihr Organ verkauft werden könnte, wenn das Geld für andere Kranken genutzt wird oder sogar "nur" für Impfungen in der Dritten Welt ausgegeben wird.

Denn eine "Organversicherung" wird es nicht geben. Das läuft nicht, wie bei der Lebensversicherung: ich zahle Geld, ich bekomme im Notfall Geld.
So ein Organ muss zum Körper passen und das ist schon selten genug.

@Axtos

"Es wäre möglich diese Information Standartmäßig unter einem Aufkleber oder Lack zu verbergen, so das Otto Normal Polizist das nicht einsehen kann." Am 31. März 2019 um 17:46 von Axtos

Einen Chip unter der Haut, wie bei Hunden, oder was schwebt Ihnen da vor?

Moralische Diskrepanz

Wenn man die Diskussion schon länger verfolgt, sieht man viele Kritiker die klar machen, dass sie keine Organspender sein wollen.
Bisher hat habe ich von Niemand ein klares Bekenntnis gelesen, dass er unter keinen Unständen ein Spendeorgan annehmen würde und lieber Leiden und Tod in Kauf nimmt.

Ich habe auch noch nie einen Bericht über eine Person gesehen, die eigentlich auf ein Spendeorgan (Blut ausgenommen) angewiesen ist, aber aus ethischen oder religiösen Gründen verzichtet.

Die Diskrepanz zwischen der Bereitschaft Organe zu spenden und anzunehmen führt eben zu einem Mangel an Spendeorgane.

Lauterbach

Gott bewahre vor Lauterbach in einer deutschen Regierungsmannschaft! Mein Körper gehört mir und nicht dem Staat.

re carlos12

"Bisher hat habe ich von Niemand ein klares Bekenntnis gelesen, dass er unter keinen Unständen ein Spendeorgan annehmen würde und lieber Leiden und Tod in Kauf nimmt."

Solche Bekenntnisse gibt es schon. Die sind aber leicht abgegeben, solange sich die Frage nicht konkret stellt.

@Foggy Mountain

"Wer seine Entscheidung für eine Organspendebereitschaft verzögert, hat bewusst oder unbewusst einen Grund dazu."

Das ist natürlich Quatsch, da derjenige möglicherweise einfach bisher zu bequem war, sich einmal mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

"Sicher geht es auch hier (neben dem guten Vorsatz des Rettens von Leben) um das Geschäft (legal und illegal), leider."

Es gibt sicherlich einzelne schwarze Schafe, aber grundsätzlich geht es schlicht und ergreifend um die Frage, ob ein Mensch weiterleben darf oder sterben muss. Bitte lesen Sie den Artikel! Dort wird noch einmal betont, dass es viel zu wenige Spenderorgane gibt.

"Für mich muss der Sterbeprozess des ganzen Körpers gewahrt bleiben und es darf nicht nach Bedarf gehandelt werden."

Dem steht die Widerspruchslösung keinesfalls im Wege.

ein widerspruchsverfahren ist

notwendi weil viele zu faul und/oder zu unwissend sind, sich um derlei dinge zu kümmern. für die meisten bekommt dieses thema doch meistberst dann brisanz, wenn sie selbst ein organ bräuchten.

zudem empfinde ich die widerspruchsregelung nicht als "enteignung". Es geht hier um dinge die nach dem tod stattfinden sollen. als toter bin ich rein rechtlich nicht mehr in der lage dazu "besitzer" von irgendwas zu sein. das recht auf körperliche unversehrtheit war ursprünglich auch für die lebenden und nicht für die toten gedacht! diese ganze diskussion ist eine farce und macht mal wieder deutlich, dass wir eine nation voller narzisten und sind!

ich will nicht wissen wieviele, die keinen spendenausweis haben selbst schon zu bespendeten wurden - ehrlich zum heulen!

Kapitalgut Organ

Wenn Kliniken und wer sonst noch an meinen Organen verdienen, dann möchte ich darab beitiligt werden, bzw. ich meine Erben daran beteiligen. Wenn ich also Organspender werden soll, lege ich eine Preisliste bei, welches Organ wieviel kostet. Der Erlös geht an meine Erben. Wenn jetzt das Argumnent kommt, ich könnte aus wirtschaftlichen Gründen mein Leben terminieren, tja, dann gibts halt auch keine Organe. So funktioniert nunmal Kapitalismus, hab ich mir nicht ausgedacht, orientiere mich notgedrungen daran, ob es mir nun gefällt oder nicht.

@Moralische Diskrepanz 17:59 von Carlos12

"Die Diskrepanz zwischen der Bereitschaft Organe zu spenden und
anzunehmen führt eben zu einem Mangel an Spendeorgane."

Diese Diskrepanz erfolgte aber weitgehend in den letzten Jahren
aus der ersichtlich zunehmenden Diskrepanz
zwischen Hippokrates und Krösus in der Arztszene..

Und die Moral von der Geschicht:
Ich bin froh, als Auslaufmodell, nicht mehr interessant zu sein,
für Diskrepanzen aller Art.

@nie wieder spd

"Momentan verdienen alle Beteiligten Geld mit dem Organspenden. Nur die Spender bekommen nichts."

Ihnen ist aber schon klar, dass kein Spender jemals etwas davon haben wird, da es sich um hirntote Menschen handelt?

17:59 von Carlos12

ich verstehe die ganze Diskussion ohnehin nicht
100 % wollen ein Organ - 10 % wollen eines spenden
wer potentieller Spender ist
hat ein Anrecht auf ein Spenderorgan - sollte es eines geben
der Rest eben nicht
Rente kriegt ja auch nicht jeder sondern derjenige welcher in der Rentenkasse ist
- wenn es sich "nur" bei den 10 % (wie auch immer) abspielt
gibt es kein Problem
Bingo
klar der Pharmaindustrie wird es anders besser gefallen
hat man dann für (fast) ewig, Abnehmer für entsprechende Medikamente
und auch ein Arzt "verdient" am transplantieren

@Gehlen 2

"Gott bewahre vor Lauterbach in einer deutschen Regierungsmannschaft! Mein Körper gehört mir und nicht dem Staat."

Warum vermengen Sie hier Ihre persönliche Aversion gegen Herrn Lauterbach mit einer gesellschaftlichen Debatte?

Auch in der jetzigen Regierungsmannschaft gibt es Befürworter und Gegner der Widerspruchslösung, und trotzdem wurde Ihr Körper noch nicht an den Staat abgetreten.

re gehlen 2

"Mein Körper gehört mir und nicht dem Staat."

Dann sagen Sie doch einfach Bescheid und gut ist.

Wo ist das Problem?

18:05 von miomio

nur weil ich tot bin habe ich immer noch ne gewisse Würde
und der Begriff den sie mir anhängen "Narzist"
ich möchte anständig begraben werden und nicht auf der Müllkippe entsorgt werden
um es mal drastisch zu formulieren
ich will von keinem sein Organ haben und will mit Würde auch meine Organe behalten
im Tod wie im Leben
und wenn sie das anders sehen - sorry - das ist ihre Meinung nach der sie !!! leben können - ich will es nicht

@ Frank_Furter

"Warum "muss" die Zahl der Organspender erhöht werden?""Am 31. März 2019 um 17:34 von Frank_Furter

Es ist ja nicht so, dass Organe nur innerhalb Deutschlands und nur unter den Staatsbürgern verpflanzt werden. Es gibt wohl "Weltweite" Datenbank, um passende Spender zu finden. (Die Einführungszeichen deshalb, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass zu den Empfängern Personen aus der 3. Welt gehören. Zu Spendern schon.)

Schon vom Medizintouristen gehört?
Deutschland hat einen guten Ruf, bestimmte europäischen Spender auch (bessere Ernährung und medizinische Versorgung, als Slumbewohner in der 3. Welt oder chinesische Todeskandidaten - über diese Arten von Organhandel muss nach den zahlreichen Dokumentationen nun wirklich fast jeder informiert sein).

@artist22

"Diese Diskrepanz erfolgte aber weitgehend in den letzten Jahren
aus der ersichtlich zunehmenden Diskrepanz
zwischen Hippokrates und Krösus in der Arztszene.."

Das ist falsch. Diese Diskrepanz gab es schon immer, auch schon, bevor der erste diesbezügliche Skandal publik wurde.

naja...

@18:04 von DrBeyer
... „Quatsch“ ist wohl eher, dass Sie offensichtlich niemanden die reifliche Überlegung zu einer solchen Entscheidung gönnen. Das hat mit „bequem“ nicht immer etwas zu tun. Oberleherhafte Hinweise nutzen in diesem Falle auch nicht viel. Mit dem Thema Organspende und Tod habe ich mich durchaus lange auseinander gesetzt.

Die Würde des Menschen..

..geht bei einer Widerspruchslösung unwiederbringlich verloren. Gerade in Deutschland schrillen alle Alarmglocken, wenn lebende "Hirntote" als Ersatzteillager ausgeschlachtet werden - das ist die Aneignung des Körpers durch den Staat und die Medizinindustrie, würde- und rechtlos. Das Ende der Würde, das Ende der Demokratie. Nicht ein Einziger darf ohne Zustimmung verwertet werden.

@ miomio

"ein widerspruchsverfahren ist notwendi weil viele zu faul und/oder zu unwissend sind, sich um derlei dinge zu kümmern" Am 31. März 2019 um 18:05 von miomio

Das ist eine bösartige Unterstellung.

Genauso könnte ich sagen, Sie schließen von sich aus auf andere.

Kein Organspender = kein Organempfänger?

Na dann machen wir ein Gedankenexperiment:

Da ich keine Organe spenden möchte soll ich auch keine erhalten.
OK.

Aber ich zahle Krankenkassenbeiträge. Dann möchte ich auch nicht, dass diese Beiträge für Organspenden genutzt werden, wenn ich selbst schon nichts von Organspende habe.

Leute, wollt Ihr das wirklich so regeln? So Auge um Auge?

Klar für die Widerspruchslösung!

Also sehr viele der hier genannten Gründe eine Organspende oder zumindest die Widerspruchslösung auszuschließen, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen und sind aus meiner Sicht unbegründet, aber respektiere die Entscheidung.

Niemand, der hier die Organspende ablehnt, wird mit einer Widerspruchslösung einen Nachteil haben oder doch zum Spender werden. Es geht um all jene Menschen, die sich (noch) nicht entschieden haben und das sind sehr viele, denn bei Entscheidungen, die uns sehr komplex erschienen, neigen wir dazu den vorausgewählten Standard beizubehalten und der ist in Deutschland eben derzeit, dass man nicht Organspender ist. Das ist – wenn man es so nennen will – genauso Bevormundung wie die Widerspruchslösung. Nur, dass die Veränderung des Standards auf einen Widerspruch massive Verbesserungen für die auf die Organspende angewiesenen Patienten hätte - die Spenderraten in solchen Ländern steigen von 10%-30% auf 85-95% - regelmäßige Abfragen wären dennoch möglich.

Es sollte ein ein

Es sollte ein ein Punktesystem eingeführt werden, das Menschen, die selber bereit sind zu Spenden als Empfänger bevorzugt werden.

Widerspruch

Ich trage schon seit Jahren eine Widerspruchserklärung bei mir. Ich empfehle jedem, sich vor der Abgabe einer Zustimmungserklärung mit dem Thema Hirntoddiagnostik zu beschäftigen. Die Website der Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. hält hierzu viele Informationen bereit.

@karwandler

"Dann sagen Sie doch einfach Bescheid und gut ist.

Wo ist das Problem?"

Das der Staat über mich bestimmt und ich dann erst reagieren muss, um meinen eigenen Willen zu bekunden.

Dazu kommt, das Spahn plant, im Falle des Ablebens noch zusätzlich Verwandte zu befragen, ob die Entscheidung xy denn wirklich mein Wille war.
Zufällig ist meine Frau OP-Schwester in einer renommierten Herzklinik, die kann ein Lied davon singen, wie Verwandte nach dem Tod eines Angehörigen regelrecht "bequatscht" und unter Druck gesetzt werden, um einer Organspende zuzustimmen.

Da kommen dann schon Sätze wie:

"Glauben Sie wirklich, das Ihr Angehöriger gewollt hätte, das jemand anderes stirbt?"

Und das in einer Situation, wo die Angehörigen sowieso schon völlig durch den Wind sind.

Wie immer ist die Praxis anders als die Theorie.

Hier

schlägt mal wieder voll der Charakter der GRÜNEN als Verbotspartei durch. Jetzt wollen sie einem schon verbieten, automatisch Organe spenden zu dürfen.

Abgesehen vom Spenden..

müssen mehrere Voraussetzungen vorliegen,bevor jemand zum Spender werden kann..

- Gesunde Organe
- der Tod muss in ärztlicher Obhut geschehen..jemand der auf der Straße umfällt und nicht gleich in die Klinik kommt, fällt schon mal weg..
- bei unklarem Einverständnis muss erst nachgefragt werden..wertvolle Zeit wird verloren..

Also sind es so oder so nicht genug zur Verfügung stehende Organe und das wird sich auch durch geänderte Gesetze nicht so schnell ändern..

Ich verstehe

den Sinn dieser Debatte nicht.
Warum züchtet man die benötigten Organe nicht einfach im Labor?

@17:30 von Alexander Greller

"Fakt ist, es werden zu wenige gespendet."

Das hat vermutlich mit dem überaus berechtigten Misstrauen gegenüber dem hiesigen Organspendesystem zu tun.

"Gäbe etliche Beispiele, wo eine Widerspruchsabgabe nicht funktioniert (z. B. geistig Verwirrte)..."

Auch ein Punkt, auf den man nicht oft genug hinweisen kann.

"Und nebenbei: Wohin mit all den Organen? Wittert Herr Spahn da den nächsten Exportschlager?"

Dazu könnte ich durchaus etwas schreiben, aber so offen darf man auch hier im Forum nicht sein.
Wer glaubt, es ginge hier nur um Menschen und nicht ums Geld, muss schon sehr naiv sein.

Trotzdem von Herzen die besten Genesungswünsche für Ihren Angehörigen!

ich kann da keine Logik erkennen

Die Widerspruchslösung ist doch genau für jene gemacht, die keine Organe spenden wollen. Warum empören die sich denn hier, anstatt einfach von dieser Widerspruchsmöglichkeit Gebrauch zu machen? Damit wäre die Sache doch erledigt.

re sisyphos3

"ich möchte anständig begraben werden und nicht auf der Müllkippe entsorgt werden
um es mal drastisch zu formulieren"

Das ist nicht drastisch, sondern hochpolemisch formuliert.

Der Organspender wird ebenso beerdigt wie jeder andere Verstorbene.

Was treibt Sie denn zu solchen Ausfällen?

@DrBeyer, Uhr 18:10

Ob der Spender davon etwas hat oder nicht, ist doch nicht der Punkt.
Sie werfen ja auch keinen Lottoschein mit 6 Richtigen ihres Opas weg, wenn der am Tag nach der Ziehung verstirbt.

Forist nie wieder spd hat das schon treffend auf den Pkt. gebracht.
Von Euro Transplant bis hin zur Pharmaindustrie verdienen alle prächtig. Warum sollte also der Spender hier als kostenloses Ersatzteillager dienen? Wohin das Geld nach Organentnahme fließen soll, kann er ja zu Lebzeiten festschreiben.

Dieser Denkansatz könnte sicherlich zum ein oder anderen Mehr an Organspende führen.

Aber soweit ist unsere Gesellschaft wohl nicht, neue Wege zu denken.

Ich mutmaße, daß Sie die Intention die des User nie wieder spd dabei hatte, darauf abzielte,

Am 31. März 2019 um 18:18 von Sisyphos3

von welcher würde im tod sprechen sie bitte? davon, dass millionen kleiner insekten und bakterien sie zefressen und zersetzen, wie schon tausende leichen vor ihnen?

und wie um alles in der welt kommen sie auf die idee, dass irgendwer vor hat, sie in den müll zu schmeißen? organspender werden ebenso würdevoll begraben, wie nicht-organspender! (vielleicht sogar noch etwas würdevoller, da sie noch über den tod hinaus gutes taten!)

der einzige der ihnen die würde nehmen kann, das sind sie selbst, indem sie völlig haltlose dinge in die welt posaunen!

Einfache Lösung: Wer kein

Einfache Lösung:

Wer kein Spender ist, bekommt auch gegebenfalls keine Spende.

Die Bereitschaft zu spenden würde deutlich ansteigen!

17:29 von Albert Förster

Nach der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft zu Lebzeiten
.
das ist jetzt äußerst drastisch formuliert
aber bei näherer Betrachtung ...
der Gedanke könnte einem schon kommen
ebenso ihre Schlußfolgerung .....

re karwandler, Uhr 18:15

Nein, nein sie verkehren das Ganze.

Sie (nicht sie persönlich) können ja nach dem Tod anfragen.

Wo ist das Problem?

@Sisyphos3 um 18:18

"ich möchte anständig begraben werden und nicht auf der Müllkippe entsorgt werden
um es mal drastisch zu formulieren"

Haben Sie Infos darüber, dass dies schon bei Spendern geschehen ist?

"ich will von keinem sein Organ haben und will mit Würde auch meine Organe behalten
im Tod wie im Leben"

Dann bitte ich Sie, dass Sie testamentarisch oder notariell hinterlegen, dass die Gerichtsmedizin bei einem unnatürlichem Tod, Sie unbeschädigt lassen soll, denn Sie wollen ja so beerdigt werden, wie Sie gestorben sind, es darf also keinerlei Untersuchung Ihres toten Leichnames geben, denn es könnten ja vielleicht auch dabei Teile Ihres Körpers nicht beerdigt werden.
Außerdem würde ich vom Staat verlangen, dass Sie nach Ihrem Todesfall, für alle Zeiten eingefroren werden, damit Ihre Organe unter der Erde nicht verwesen, also zu "Staub" verfallen.

Zuerst sollte man das

Zuerst sollte man das Personal auf den Intensivstationen aufstocken, denn dort liegen die potentiellen Spender.
Aber bei diesem Thema verzichtet man wohl ganz bewusst auf den Vergleich mit dem Ausland.
Ich habe es auch selbst schon erlebt, dass Herrschaften von der DSO das Zimmer stürmten, obwohl die Hirntoddiagnostik noch nicht abgeschlossen war. Da muss es irgendein Arzt ganz besonders eilig gehabt haben.

@ Truthforfuture

"Es sollte ein ein Punktesystem eingeführt werden, das Menschen, die selber bereit sind zu Spenden als Empfänger bevorzugt werden." Am 31. März 2019 um 18:32 von Truthforfuture

Genauso könnten Sie ein Punktesystem verlangen, in dem Krankenkassenbeiträge angerechnet werden: wer viel zahlt, der bekommt die Transplantation von der Krankenkasse bezahlt. Der Rest muss selber zuzahlen.
Immerhin zahlen Nichtspender mit und wenn sie kein Organ bekommen sollen, warum sollten sie den Organempfängern auch nur ein Pflaster bezahlen, oder?

Aber solchen Unsinn kennt man schon von der Rentendiskussion: Rente nur für Leute mit Kindern usw.

@18:37 von buerdi @karwandler

//...wie Verwandte nach dem Tod eines Angehörigen regelrecht "bequatscht" und unter Druck gesetzt werden, um einer Organspende zuzustimmen.

Da kommen dann schon Sätze wie:

"Glauben Sie wirklich, das Ihr Angehöriger gewollt hätte, das jemand anderes stirbt?"//

Kann ich bestätigen. Sätze dieser Art habe ich auch schon hören müssen.

@18:10 von artist22

Sicher ist nur der Tod.

Das hier: "Ich bin froh, als Auslaufmodell, nicht mehr interessant zu sein,..." leider nicht.

re 18:21 von DrBeyer

18:21 von DrBeyer
@artist22

"Diese Diskrepanz erfolgte aber weitgehend in den letzten Jahren
aus der ersichtlich zunehmenden Diskrepanz
zwischen Hippokrates und Krösus in der Arztszene.."

Das ist falsch. Diese Diskrepanz gab es schon immer, auch schon, bevor der erste diesbezügliche Skandal publik wurde.
///
*
*
Richtig, diese Diskrepanz ist aber entstanden, auch weil die heutige „Mehrheit“ der jetzigen Befürworter, sich nicht zum Spender deklarierte.
*

@17:41 von pnyx

"Man kann die Menschen aktiver auf die Frage ansprechen, sie zur Entscheidung aufmuntern, unter gegebenen Umständen der Gesellschaft einen letzten Dienst zu erweisen, aber ihnen diese Bereitschaft umstandslos zu unterstellen ist ist nicht zumutbar."

Das sehe ich auch so.

Durch die Widerspruchslösung hofft man auf mehr "Spender", ohne das an allen Ecken und Enden knirschende System reformieren zu müssen.

18:59 von Sisyphos3

17:29 von Albert Förster

Nach der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft zu Lebzeiten
.
das ist jetzt äußerst drastisch formuliert
aber bei näherer Betrachtung ...
der Gedanke könnte einem schon kommen
ebenso ihre Schlußfolgerung .....
///
*
*
Als nächstes könnte man auch noch Rentner zur gemeinnützigen Arbeit vermieten.
*
Ganz edel.
*
(Beamte sind ja eher nicht geeignet)

19:02 von ataristianer

Na, mit solchen Beiträgen gewinnen Sie ganz bestimmt keinen Fanclub.
Sie halten Ihre Sichtweise für die einzig richtige und wollen sie anderen aufzwingen.
Ein wenig mehr Respekt für den Standpunkt der anderen würde Ihnen gut tun.

Jeder hat sehr persönliche Gründe für seine Entscheidung, die seinen Körper betrifft (nicht Ihren), und immerhin geht es hierbei um die inneren Organe - so "intim" ist man nicht Mal mit dem Partner und auch in der Schwangerschaft kann das Kind nicht überall hin.

Abgesehen davon hat es etwas vom Kannibalismus: einer überlebt vom Körper des Anderen. Da haben Viele Bedenken. Selbst zu Hungerzeiten werden Menschen nicht automatisch zu Kannibalen, weil es nicht der menschlichen Natur entspricht. Man macht auch keine Würstchen aus Verstorbenen, um Menschen vor dem Verhungern zu retten, auch nicht da, wo Leute verhungern.

Daher muss es bei ausdrücklich von Spender erwünschten Spende bleiben, nicht bei Widerspruchs"lösung".

Natürlich, unser Bundestag

Natürlich, unser Bundestag und alle Regierungen haben schon immer Möglichkeiten gesucht und auch immer gefunden, alles aus uns, seinen Bürgern, herauszuholen und jetzt holen die auch noch das Allerletzte aus uns. Es wundert nur, dass man als Angehöriger derer mit der einzig schlimmen Geschichte in der Welt, dazu doch noch gut genug ist, um anderen als Ersatzteillager zu dienen. Da aber dann doch bestimmt aber zu allererst den Betroffenen aus der EU und erst ganz zuletzt uns seber, also den bösen Deutschen.

Widerspruch muss nicht Egoismus sein.

Obwohl ich auf Grund meines Alters nicht in Frage komme, habe ich eine Widerspruchserklärung zur Organspende in meinen Papieren. Ich würde auch die Annahme einer Organspende ablehnen. In letzter Zeit haben sich immer mehr Hinweise gezeigt, dass die Persönlichkeit eines Menschen nicht nur im Gehirn, sondern in jeder Zelle gespeichert ist und somit zum Teil auf den Empfänger übergehen kann. Es gibt Berichte, dass Empfänger psychische Probleme bekamen, da sie Einflüsse einer fremden Persönlichkeit spürten. Ein Mann ließ sich sogar einen erfolgreich transplantierten Arm wieder amputieren. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Medizin hier in unerlaubte Gebiete vorgedrungen ist.

18:31 von Tada

Leute, wollt Ihr das wirklich so regeln? So Auge um Auge?
.
wo liegt denn das Problem etwas zu klären ?
was soll von meinen Krankenkassenbeiträgen bezahlt werden
ist das ne ungewöhnliche Frage
Schönheit OP´s zum Beispiel
Fettabsaugungen
oder welches grundsätzlich krankheitsbedingte Dinge betrifft

18:52 von karwandler

sie lesen doch ansonsten Beiträge aufmerksam !
was hat mein Beispiel mit ihrer Antwort zu tun ?
es geht darum dass ich eine bestimmte Vorstellung habe was Würde anbelangt
ist es zu viel verlangt das zu erfüllen

19:02 von ataristianer

was soll das ?
bisher galt das was ich "fordere" als selbstverständlich
ist es wirklich notwendig einen Menschen als Ersatzteillager zu betrachten ?
und zwar als Selbstverständlichkeit .. das Kosten Nutzenprinzip mal anders
Wer das will soll das rechtzeitig sagen sich nen Spendenausweis beschaffen
- was hindert daran ? - oder nen Eintrag in den Ausweis JA / NEIN
Wer das eben nicht will, den soll man in Ruhe lassen

Widerspruchslösung?

Dann ist es keine Spende mehr.
Wenn ich spende, dann entscheide ich allein das Wann, Wem und Wieviel.
Oder muss ich demnächst auch widersprechen, wenn ich nicht möchte, dass der Staat z.B. eine Geldspende (für was auch immer) von meinem Gehalt bzw. der Rente einbehält?

21:35 von Sisyphos3

18:52 von karwandler

sie lesen doch ansonsten Beiträge aufmerksam !
was hat mein Beispiel mit ihrer Antwort zu tun ?
es geht darum dass ich eine bestimmte Vorstellung habe was Würde anbelangt
ist es zu viel verlangt das zu erfüllen
///
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Wenn könnte glauben, ween es dem Mainstream durch seine Pleiten- Pech und Pannenpolitik gelingt die Spendenbereitschaft zu ruinieren.
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Dann müssen eben alle die generelle Bereitschaft zu spenden akteptieren.
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Ohne Widerrede.

@21:21 von Oldtimerin

"Ich würde auch die Annahme einer Organspende ablehnen."

Auch das sollten Sie schriftlich festhalten!
Ich erinnere mich nur zu gut an die Äußerung eines Arztes: "An irgendwem müssen die ja üben." (Das war sarkastisch gemeint.)
Ich hatte mich lautstark darüber aufgeregt, dass man einer über 80jährigen dreimal eine neue Leber "eingepflanzt" hatte. Die Patientin hatte zwischen den Operationen ihr Bewusstsein nicht wieder erlangt.

re buerdi

"@karwandler

"Dann sagen Sie doch einfach Bescheid und gut ist.

Wo ist das Problem?"

Das der Staat über mich bestimmt und ich dann erst reagieren muss, um meinen eigenen Willen zu bekunden."

Oh Gott, was für eine Zumutung! Ich muss mal meinen Willen bekunden!

Gehen Sie wählen? Bestimmt nicht. Der Staat bestimmt einfach, wann und an welchem Ort ich meinen Willen bekunden soll. Frechheit, sowas.

re sisyphos3

"es geht darum dass ich eine bestimmte Vorstellung habe was Würde anbelangt
ist es zu viel verlangt das zu erfüllen"

Mit einer einzigen Erklärung können Sie sich Ihre bestimmte Vorstellung von Würde sichern.

Haben Sie auch was gegen eine Patientenverfügung? Komisch, da da regt sich keiner auf, dass man mal eine Viertelstunde über lebenswichtige Entscheidungen nachdenkt.

re anna-elisabeth

"Widerspruchslösung?

Dann ist es keine Spende mehr.
Wenn ich spende, dann entscheide ich allein das Wann, Wem und Wieviel."

Bei der Organspende entscheiden Sie auch nur über das Ob. Kein Wann, kein für Wen, kein wenn überhaupt.

@21:43 von Sisyphos3

//19:02 von ataristianer
was soll das?//

Das habe ich mich auch gefragt. Ist wohl moralische Selbstüberhöhung. Argumentativ war der 'Beitrag' von 'ataristianer' jedenfalls ein Blindgänger.

re boris.1945

"Dann müssen eben alle die generelle Bereitschaft zu spenden akteptieren.
*
Ohne Widerrede."

Mit Widerrede. Ausdrücklich.

Aber soviel minimale Sachlichkeit ist bei Ihnen ja schon zuviel verlangt.

Wie ist es möglich, dass

Wie ist es möglich, dass derselbe Satz Politiker auf Freiwilligkeit setzt, wenn Auflagen für bestimmte Industriezweige oder die Landwirtschaft gefordert werden (z. B. für das Tierwohl), bei der Organspende aber, die wörtlich ins Innerste des Menschen eingreift, versucht, Zwang und Kontrolle einzusetzen?

Kommt nicht in Frage: ich wähle Parteien nicht, die eine explizite Widerrufpflicht durchsetzen wollen, und ich gebe auch keiner Behörde über meine Entscheidung Auskunft, wenn ich einen Personalausweis oder sonst ein Dokument dort abhole.

Der Herr Spahn sollte sich lieber durch eine Reform des Gesundheitswesens/der Krankenkassen einen Namen machen - aber das ist halt mit viel Arbeit verbunden.

andere Länder

Spannend finde ich, wie unsere Europäischen Nachbarn das Lösen. Die Widerspruchslösung ist dort in der Überzahl. Und die gilt im übrigen auch im Urlaub für uns!

Im Übrigen haben bei uns immer die Angehörigen mitzureden - wir sollten unseren Angehörigen (und im umgekehrten Falle auch uns) diese Entscheidung leichter machen und mit ihnen reden!

Kostenargument der Gegner

Ich möchte den Gegnern die Sorge nehmen, dass sie über ihre Krankenkassenbeiträge durch die Transplantation mehr belastet werden als ohne Transplantation. Bei einem dialysepflichtigen Nierenkranken amortisieren sich die Transplantationskosten durch eingesparte Dialyse bereits vor dem Ablauf von 2 Jahren. Ein in Frage kommender Spender spart für 2 Patienten (hat 2 Nieren) die Dialyse ein. Über gewonnene Lebensqualität und Lebenserwartung brauchen wir hier gar nicht sprechen. Überspitzt und leicht zynisch formuliert müsste der Gegner, der mit Kostenargumenten kommt, eigentlich einen erhöhten Beitrag in die Solidargemeinschaft einzahlen. Zur Verifizierung meiner Argumente fragen Sie einen kompetenten Nephrologen, der ausser seiner ausgelasteten Dialysestation an seinen Patienten interessiert und fachlich fit ist.

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