Kommentare

Weiß May

denn was richtig für ihr Land ist ?
#
Die britische Premierministerin Theresa May hat ihren Rücktritt angeboten, sollten die Abgeordneten ihrem Brexit-Deal zustimmen. "Ich bin bereit, dieses Amt früher als geplant niederzulegen, um zu tun, was für unser Land und unsere Partei richtig ist",
#
ich habe da so meine Zweifel.

Ich bin ein Fan der

Ich bin ein Fan der europäischen Idee und glaube daran, dass es sich lohnt Kompromisse einzugehen.
Aber mittlerweile habe ich manchmal Angst, UK könnte die EU nicht verlassen. Das erschreckt mich.

Ein weiterer Meilenstein

Ein weiterer Meilenstein schizophren anmutender Britpolitik: Man/May tritt zurück, wenn man /May Erfolg bei der Abstimmung über das eigene favorisierte Vorgehen hat. Ich hoffe immer noch, die Brit*innen beenden den Brexit-Irrsinn.

Wetten, dass ...

... auch Theresa Mays Angebot zum Rücktritt nicht zur Annahme des GB-EU-Deals führt ?

May bietet Rücktritt bei Ja zu Brexit-Deal an

Nur Ihren Rücktritt ?

Na wenn Frau May jetzt nicht die Rosinenpickerei der britischen Abgeordneten am eigenen Leib spürt und die auch noch Frau May's Hund fordern.

@ orgel69: Mir geht's mittlerweile genauso.

Gruß, zopf.

Rule Britannia...

Verstehe ich das richtig, bei Ablehnung ihres Deals bleibt Frau May im Amt?

Die Frau hat Nerven.

Oder geht sie so oder so?

Ich muss allerdings der Vollständigkeit halber sagen, dass Frau May und ihre Regierung zwar, vorsichtig ausgedrückt, nicht alles richtig machen, die wirklichen Schuldigen an der Situation allerdings die Abgeordneten im Unterhaus sind, die offensichtlich nicht wissen, wie Demokratie funktioniert!

Ich drücke die Daumen für den

Ich drücke die Daumen für den Brexit. Toi, toi, toi.

Am westlichen Zipfel von

Am westlichen Zipfel von Eurasien haben mehr als 20 Nationalstaaten (besser: Deren politische Eliten) sich so peu à peu zu einem Staatenverbund zusammengefunden, um gegen andere Blöcke besser bestehen zu können. Da wurden zahlreiche Staatsverträge abgeschlossen, doch ganz offensichtlich dabei vergessen, wie ein Land wieder herauskommt. Das ist doch sehr blamabel und sollte besser nicht über viele Monate den staunenden Bürgern Europas wieder und wieder unter die Nase gerieben werden, denn gerade die werden doch überhaupt nicht gefragt. Wer jetzt noch einen Funken Sympathie für dieses Kunstprodukt EU in sich trägt, dürfte wohl zu den Gewinnlern zählen.

Das Rennen ist absolut offen.

Vielleicht sollte das Unterhaus das IOC-Auswahlverfahren anwenden ... und damit Schritt für Schritt ein Szenario ausschließen.

Am Ende bleibt aus meiner Sicht nur den berühmten Artikel 50 zurückzuziehen und der Bevölkerung diese Variante als Alternative zu Mays Brexit-Deal zur endgültigen Entscheidung vorzulegen.

21:04 von orgel69

Ich bin ein Fan der europäischen Idee und glaube daran, dass es sich lohnt Kompromisse einzugehen.
Aber mittlerweile habe ich manchmal Angst, UK könnte die EU nicht verlassen. Das erschreckt mich.
///
*
*
Richtig, denn dann hat die EU in Zukunft immer recht.

re goldenmichel

"Ich drücke die Daumen für den Brexit."

Welchen Daumen für welchen Brexit?

Zwei reichen eh nicht ...

Die im Dunkeln sieht man nicht

Habe gerade den Artikel des Guardian-Journalisten Mike Carter im Freitag gelesen: Ein Bericht über seine Wanderung durch ein verwüstetes Land. Gemeint ist der Nordosten Englands, das Kontrastprogramm zum Hochglanz-Schickimicki-London. Die Leute dort erwarten nichts von May, den Politikern und der EU.

Ein Tief über den britischen Inseln

Ob geregelter oder ungeregelter oder gar kein Brexit. Eines bleibt uns Kontinentaleuropäern auf jeden Fall erhalten.

"Ein Tief über den britischen Inseln bringt kalte Luft verbunden mit ergiebigen Niederschlägen nach Europa."

re den helder

"Habe gerade den Artikel des Guardian-Journalisten Mike Carter im Freitag gelesen: Ein Bericht über seine Wanderung durch ein verwüstetes Land. Gemeint ist der Nordosten Englands, das Kontrastprogramm zum Hochglanz-Schickimicki-London. Die Leute dort erwarten nichts von May, den Politikern und der EU."

Und warum geben die der EU die Schuld?

May spricht von einer 2. Phase

der Brexit Verhandlungen. Irgendwie muss entweder May oder ich eine Wahrnehmungsstoerung haben. Ich war immer der Meinung Verhandlung war gestern.. jetzt stehen Entscheidungen an..

Die Londoner Buchmacher

Die Londoner Buchmacher gehen mit ihren Quoten von einen Aufschub mit Wahlbeteiligung der Briten bei der EU Wahl aus.
Die haben wohl gute Kontakte zu dem Herrn Tusk und Konsorten.
So langsam glaube ich auch schon daran.
Die EU ist wahrscheinlich zu Allem fähig.

Nur noch schwer zu ertragen !

Die Briten wollen ausziehen ? Na schön, sollen sie ihren Schlüssel abgeben - und tschüß.

21:50 von karwandler

re goldenmichel

"Ich drücke die Daumen für den Brexit."

Welchen Daumen für welchen Brexit?

Zwei reichen eh nicht .
///
*
*
Wieso Daumen, noch gestern waren Sie der Meinung alles wäre im Artilel 50 des EU Vertrages alles geregelt?

es

liegen zu viele Optionen auf dem Tisch, um für einen davon eine Mehrheit zusammenbasteln zu können. Das Unterhaus hat sich total verzettelt, gegen die vielen unterschiedlichen Strömungen dort ist der deutsche Bundestag ein Hort der Harmonie.

21:53 von Den Helder

aber im nordosten von frankreich und belgien sieht es keinen deut besser aus. kann man jedes jahr bei den frühjahrsklassikern bei eurosport sehen, wenn man/frau auch, denn will

21:53 von Den Helder

"Ein Bericht über seine Wanderung durch ein verwüstetes Land. Gemeint ist der Nordosten Englands, das Kontrastprogramm zum Hochglanz-Schickimicki-London. Die Leute dort erwarten nichts von May, den Politikern und der EU."

Das mag so sein, dafür kann aber die EU nix. Das ist eine Folge der Politik der so hoch gelobten Maggie Thatcher und ihrer Nachfolger.

EU-Verhandlungen mit Brexit-Hardlinern als Verhandlungsführer?

Wenn es so weit kommt, dass man sich mit solchen Leuten an den Tisch setzen muss, dann darf man sich jetzt schon auf Folgendes gefasst machen: Sie werden die EU offen als Feind betrachten und behandeln, sie mit aller Art Schmutz bewerfen, versuchen, möglichst viele Keile in sie zu treiben, und wahnsinnig empfindlich sein, wenn die EU auch nur den leisesten Hauch von Kompromissbereitschaft einfordert. Eine Partnerschaft kann ich mir mit diesen Brexiteers ausgehandelt so gar nicht vorstellen. Unter so einer Führung würde GB dann bis auf absehbare Zeit eines von solchen Ländern, mit denen man eigentlich am liebsten so wenig wie möglich zu tun hat und wo es bei jedem Staatstreffen irgendein Theater geben wird. Traurig, traurig wünschen würde ich mir etwas so ganz anderes ...

re quakbüdel

"Da wurden zahlreiche Staatsverträge abgeschlossen, doch ganz offensichtlich dabei vergessen, wie ein Land wieder herauskommt."

Erklären Sie noch, in welchen Staatsverträgen was vergessen wurde?

Soweit ich das sehe legt der berühmte Artikel 50 sehr genau das Austrittsprocedere fest.

Allerdings kann er nicht präjudizieren, wie, wann und warum das Parlament eines austretenden Landes darüber entscheidet.

Woher kommt's?

@ Den Helder
Woher kommt es, dass es dort so aussieht? Am Thatcher-Kahlschlag, der sich wiederholen könnte, sollte die künftige Regierung die Steuerpolitik so durchziehen, wie sie sie momentan anbahnt, denn ohne Kahlschlag an Sozialstaat Bildung und Arbeitsmarkt geht das nicht bzw. das ist doch genau das, wo diese Art PolitikerInnen den Rotstift ansetzen.

kein Mitleid

May mag nicht die Dümmste sein, aber sie führt die dümmste Partei an, die je GB regiert hat.

Jaja, die DUP

Pocht auf die Streichung des Backstops und damit auf die Ergebnisse der Karfreitagsabkommen, zur um die "Integrität Britanniens" zu wahren. Wenn es zum Brexit kommt, wird das Königreich eh weiter zerfallen. Und aus Angst, Nordirland könnte dann irgendwann an die Republik Irland fallen, nimmt man sogar das Wiederaufflammen des Nordirlandkonflikts in Kauf.

re elefant

"May spricht von einer 2. Phase

der Brexit Verhandlungen. Irgendwie muss entweder May oder ich eine Wahrnehmungsstoerung haben. Ich war immer der Meinung Verhandlung war gestern.. jetzt stehen Entscheidungen an.."

Kleines Missverständnis.

Gemeint ist die Übergangsphase nach dem Brexit, in der die *künftigen* Handelsbeziehungen und sonstige Vereinbarungen zwischen der EU-27 und dem Drittweltstaat GB verhandelt werden.

@quakbüdel, 21:28

"Wer noch einen Funken Sympathie für dieses Kunstprodukt EU in sich trägt, dürfte wohl zu den Gewinnlern zählen."

Stimmt, Quakbüdel. Ich gehöre grundsätzlich zu den Gewinnlern.

Habe keine Lust, wie früher auf die anderen zu schießen. Noch nicht einmal auf die Briten.

Auch, wenn ich der Meinung bin, es fehlt an sehr vielem (gelegentlich denke ich, an fast allem) in Europa.

Dennoch, lieber diese EU als gar keine. Zumindest im Augenblick noch.

@ 21:50 von karwandler

""Ich drücke die Daumen für den Brexit."

Welchen Daumen für welchen Brexit?

Zwei reichen eh nicht ...""
.
Ich hab nachgezählt, ich drücke alle fünf.
Egal für welchen, nach diesen ganzen Affentheater (ich habe mir das heute live bei Phoenix angeschaut).
.
Egal wie, Hauptsache Brexit.
Die Haltung der Briten ist nicht mehr auszuhalten.
Jetzt, nach fast 3 Jahren, stimmen wir erst mal darüber ab, was wir wollen?
Und May tritt dann ab.
Und dann? Boris Johnson verhandelt den Backstop mit der EU? Oder wer?
.
Das ganze ist eine Farce.
Und dieses ganze Mimimi...
Fakt ist: Die Mehrheit der Briten will raus aus der EU!
Auch wenn das in den Medien teilweise falsch dargestellt wird oder wenn das einige Mitforisten nicht akzeptieren möchten.
Die Mehrheit der Briten will kein neues Referendum.
Sondern das die Regierenden endlich handeln!
.
Also. Der Termin steht!

@21:20 von Erlebnis-Europa

"Wetten, dass ...
... auch Theresa Mays Angebot zum Rücktritt nicht zur Annahme des GB-EU-Deals führt ?"

Im Zusammenhang mit der Brexit-Wundertüte würde ich auf gar nichts wetten. Selbst Wahrscheinlichkeitsrechnung muss da versagen.

Wo ist denn da der Zusammenhang?

Was soll das denn: "Wenn Ihr dem Deal zustimmt, seid Ihr mich los?" Ist da etwas bei der Berichterstattung schief gelaufen oder erkenne nur ich nicht den tieferen Sinn?

21:53, Den Helder

>>Die im Dunkeln sieht man nicht
Habe gerade den Artikel des Guardian-Journalisten Mike Carter im Freitag gelesen: Ein Bericht über seine Wanderung durch ein verwüstetes Land. Gemeint ist der Nordosten Englands, das Kontrastprogramm zum Hochglanz-Schickimicki-London. Die Leute dort erwarten nichts von May, den Politikern und der EU.<<

Und wer ist am desolaten Zustand des englischen Nordostens schuld?

Die EU?

Oder vielleicht doch eher die Deindustrialisierung unter Thatcher?

@22:03 von HSchmidt

"Die Briten wollen ausziehen ? Na schön, sollen sie ihren Schlüssel abgeben - und tschüß."

Das wollen Sie ja, aber erst, wenn die Schlüsselkopie fertig ist.

Der 29.3.

ist als Austrittsdatum vom Tisch. Das Unterhaus hat einer Entschließung zugestimmt, womit die von der EU angebotenen alternativen Austrittsdaten akzeptiert sind.

@rossundreiter (21:23):

>>Ich muss allerdings der Vollständigkeit halber sagen, dass Frau May und ihre Regierung zwar, vorsichtig ausgedrückt, nicht alles richtig machen, die wirklichen Schuldigen an der Situation allerdings die Abgeordneten im Unterhaus sind, die offensichtlich nicht wissen, wie Demokratie funktioniert!<<

Wie funktioniert Demokratie denn Ihrer Meinung nach? Und was davon lassen die britischen Parlamentsabgeordneten vermissen?

Dieses Rücktrittsangbot

Dieses Rücktrittsangbot erschließt sich mir nicht richtig.
Frau May steht für den Deal. kommt er durch (d.h. sie war politisch erfolgreich) tritt sie ab, kommt der Deal nicht durch (d.h. sie scheiterte) tritt sie nicht ab.
Nennt mich naiv, aber umgekehrt würde ein Schuh daraus - es sei denn, es geht gar nicht um die Sache, sondern ist nur ein elendes Machtgezerre... (aber das kann ja gar nicht sein!).

21:28, Quakbüdel

>>Wer jetzt noch einen Funken Sympathie für dieses Kunstprodukt EU in sich trägt, dürfte wohl zu den Gewinnlern zählen.<<

Ja, ich bin ein Gewinnler.

Ich bin 63 Jahre alt und habe noch keinen Krieg erlebt.

Meine Eltern hatten in meinem Alter einen Weltkrieg hinter sich.

Und meine Großeltern zwei Weltkriege.

Ja, ich bin eindeutig ein Gewinnler.

re neutralewelt

"Die Mehrheit der Briten will kein neues Referendum.
Sondern das die Regierenden endlich handeln!
.
Also. Der Termin steht!"

Nöö. Im Moment steht kein Termin. Soeben beschlossen, dass nicht.

@ 21:53 von Den Helder

"Die im Dunkeln sieht man nicht
Habe gerade den Artikel des Guardian-Journalisten Mike Carter im Freitag gelesen: Ein Bericht über seine Wanderung durch ein verwüstetes Land. Gemeint ist der Nordosten Englands, das Kontrastprogramm zum Hochglanz-Schickimicki-London. Die Leute dort erwarten nichts von May, den Politikern und der EU."
.
Tja, das ist immer davon abhängig, was man lesen will.
Das "Hochglanz-Schickimicki-London" war für einen Verbleib in der EU.
Nicht nur im Norden erwarten die Menschen nichts von May oder der EU, das trifft auch für den Westen oder die Küsten (Fischerei) im Süden zu.
Viele Regionen, die von den Subventionen der EU profitieren. Weil es denen danach besser gehen wird. Hat man denen versprochen.
Nur die Schotten haben es verstanden. Die Nordiren auch.
.
Aber: Wenn der Esel mit dem Kopf durch die Wand will.........soll man ihn lassen.
Es bringt nichts!

Keine der acht Optionen

hat eine Mehrheit bekommen.

Ich schlage vor, entweder eine Münze zu werfen oder die Queen entscheiden zu lassen.

Das Parlament bringt's nicht und kann sich eigentlich auflösen.

DUP lehnt ab...

Die DUP lehnt nicht nur Mays Deal ab, sondern auch:
- Homosexualität
- Evolution
- Urknalltheorie
- ...

Und für den Frieden in Nordirland sind sie auch nicht gerade zuträglich, weil sie u.a. auch gegen die Anerkennung der irischen Sprache sind und Paramilitärs nahe stehen. Also im Grunde ein Relikt des NI-Konflikts, wenn man so sagen will.

Mit der Partei überhaupt zusammen arbeiten zu wollen war vermutlich Mays größter Fehler. Die Partei besteht aus Kreationisten, also sowas wie der Tea-Party-Bewegung in den USA. Dass es sowas in Europa gibt ist schon schlimm genug. Durch den ganzen Brexit-Müll sind sie jetzt auf einmal in einer viel zu mächtigen Position. Wohlgemerkt: Es ist nicht die stärkste Partei Nordirlands. Aber gerade entscheiden sie praktisch für ganz Großbritannien und die EU (und welch Länder das alles noch betrifft). Wunderbar, die Welt in den Händen von ungebildeten Fanatikern, die die Auswirkungen eines harten Brexit unterschätzen. Das wünscht man sich doch.

Ergebnis der Brexit indicative votes

Unter anderem wurde über No deal abgestimmt.

160 waren für no Deal, 400 dagegen.

160, unglaublich

Vergiftetes Angebot, vor allem für die Demokratie!

Ernsthaft, was für ein Demokratieverständnis hat Frau May, wenn sie so ein Angebot macht?

"Stimmt einem Vorhaben zu, dass ihr eigentlich nicht mögt, dafür mache ich den Platz frei und vielleicht kommt einer von Euch an die Macht!".

Es werden quasi politische Fragen mit Ränkespielen vermischt, was mMn katastrophal ist. Frau May hätte schon lange zurücktreten müssen - und zwar vor allem deshalb, weil das Parlament ihr nicht(!) zustimmt. Eine Zustimmung als Voraussetzung für die Abdankung zu machen ist absolut antidemokratisch!

Es hat einen Grund, warum in Deutschland z.B. das Parlament den Kanzler wählt und nicht umgekehrt!

May sollte daher dringend ohne "Bedingungen" zurücktreten und Platz für Neuwahlen machen, welche auch gleichzeitig eine Richtungswahl der Briten in Sachen Brexit sein sollte.

May sollte jetzt zurücktreten

denn da alle 8 Optionen keine Mehrheit bekommen haben kann sie so auch nicht mehr weitermachen. Neuwahlen sind jetzt die letzte Lösung und was daraus kommt ist abzuwarten.

@fathaland slim 22.42

"Meine Eltern hatten in meinem Alter einen Weltkrieg hinter sich.
Und meine Großeltern zwei Weltkriege"

so gesehen gebe ich Ihnen völlig Recht. Nur hat das m.M.n. nichts oder wenig mit der EU zu tun. Bis vor knapp 30 Jahren standen sich heutige Mitglieder waffenstarrend gegenüber und spielten Kriegsszenarien durch "Fulda-Gap" usw. Es lag an besonnenen Politikern hüben wie drüben wie z.B. Willy Brandt, die gegen alle Widerstände Gräben überwanden. Heute werden mit Inbrunst dagegen wieder Gräben aufgerissen und Misstrauen gesät. Auch von der EU und ihrer militärischen Organisation, der NATO

@Orgelfan: Die Briten können raus, aber halt nur...

... zu bestimmten, ausgehandelten Bedingungen.

Das ist die ganze Crux an der Sache. Die Briten woll(t)en raus, aber eben nicht um jeden Preis. Und nun stellt sich bei den Austrittsverhandlungen raus, dass man nicht bereit ist, den nötigen Preis zu zahlen. Das sollte man nicht als Schuld der EU in die Schuhe schieben (alá "Die EU lässt GB nicht gehen!"), sondern schlicht als das sehen, was es ist: Der Brexit ist, zumindest kurzfristig, eine Lose-Lose-Situation für alle Beteiligten, da sind sich selbst die Hardliner einig (die glauben natürlich, dass es später für GB besser wird...).

Die Frage ist, wie der Lose-Lose aufgeteilt wird und die EU ist hier klar in der Position, zu sagen: "Wenn IHR raus wollt, zahlt IHR bitte auch den Preis!". Dass die EU sich daher nicht auf die Vorschläge der Brexit-Romantiker einlässt, nach denen die EU den größten Teil des Losses übernimmt, ist geradezu selbstverständlich.

Die EU trifft keine Schuld daran, dass die Briten sich verschätzt haben...

Alle Brexit-Varianten abgelehnt -> Ergebnis destruktiver Politik

Das ganze Brexit-Theater wird wohl als Musterbeispiel für destruktive Politik in die Geschichte eingehen.
Da haben so viele Akteure genau so agiert, wie man gute, konstruktive Politik nicht machen soll und darf.

Erst das Referendum 2016 mit einer völlig dämlichen, unbestimmten Fragestellung einem Volk vorlegen, dass - weil niemand wissen konnte, in welcher Form man aus der EU aussteigen sollte - quasi die Katze im Sack kaufen musste...
... und jetzt nach jahrelangem Tauziehen findet die in einer repräsentativen Demokratie für Gesetzgebung maßgebliche Staatsgewalt, das Parlament, keine Mehrheit für alle erdenklichen Brexit-Varianten. Offenbar hat hier niemand einen im Unterhaus mehrheitsfähigen Plan, wie man aus der EU aussteigen kann.

Normalerweise würde man nach den Regeln der parlamentarischen Demokratie sagen: kein Änderungsvorschlag hat eine Mehrheit gefunden, also alles beim alten lassen: UK bleibt in der EU, der Brexit wird abgeblasen.

Da sieht man wieder mal wie Spezialisten in der

Politik funktionieren. Nach 2 Jahren Brexit-Vorhaben und es immer noch nicht auf die Reihe bekommen. Spezialisten gehören in die Politik und nicht geschönt schwätzende Schau-Spieler die versuchen so einen Posten im Parlament zu erhaschen. In Deutschland geht es ja auch ähnlich ab. Wenn man in diese Inkompetenz weiter einsteigen und berichten würde ..... vielleicht würden sich die verantwortlichen Damen und Herren in Europa etwas mehr anstrengen. Überdurchschnittliche Einkommen, unterdurchschnittliche Leistung. Wie soll der Bürger da zufrieden sein mit diesen Politik-Shows?

Der Brexit ist tot

Die meisten Ja-Stimmen erhielt das Zweite Referendum.

Also Volk, dann tu!

Evtl haben sich China und die Superreichen schon zu früh gefreut.

(Und eines Tages wird es auch Donald verstehen...)

@22:49 von NeutraleWelt

"Aber: Wenn der Esel mit dem Kopf durch die Wand will........"

Ich protestiere. Esel können stur sein, aber blöd sind sie nicht.

(Ich wüsste da aber durchaus passendere Vergleiche, verbietet aber die Netiquette.)

Ein zweites Referendum

Ein zweites Referendum abzuhalten, bekam die meisten Stimmen: ein Zipfel der politischen Vernunft scheint noch zu greifen zu sein. Vor allem den jungen Brit*innen wäre die Lösung, das Austrittsgesuch zurückzuziehen, zu wünschen.

23:03, deutlich

Die Nato ist nicht die militärische Organisation der EU.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie geschichtlich derart unbeleckt sind.

@21:59 von Spitze Feder§

//Eines bleibt uns Kontinentaleuropäern auf jeden Fall erhalten.

"Ein Tief über den britischen Inseln bringt kalte Luft verbunden mit ergiebigen Niederschlägen nach Europa."//

Eine schöne Metapher - passend zum Nick

@.tinchen 23:01

Unter anderem wurde über No deal abgestimmt.

160 waren für no Deal, 400 dagegen.

160, unglaublich

Also wurde vom HoC ein "no Deal"-Brexit abgelehnt, mit "nur" 160 Gegenstimmen.

Die anderen Anträge wurden abgelehnt. Einen anderen als den mit der EU verhandelten Vertrag gibt es nicht, auch keine Änderungen daran. Änderungen sind aber für den Speaker die Voraussetzung für eine erneute Abstimmung. Damit ist das Abstimmungsergebnis zu "no Deal" tatsächlich nicht verbindlich weil nicht realisierbar.

Mal sehen, was dem HoC in den kommenden Tagen noch so einfällt.

@neutralewelt, 22:32

Bin perplex.

Ich bin vollständig Ihrer Meinung.

Damit habe ich nicht gerechnet.

Bercow sollte zurücktreten, ...

... nicht May! May ist eine der herausragendsten Politikerpersönlichkeiten des Jahrhunderts, vielleicht sogar des Jahrtausends... Eigentlich viel zu gut für England und den ganzen Sauhaufen seiner Parlamentarier.......

23:02 von schiebaer45

"May sollte jetzt zurücktreten
denn da alle 8 Optionen keine Mehrheit bekommen haben kann sie so auch nicht mehr weitermachen. Neuwahlen sind jetzt die letzte Lösung und was daraus kommt ist abzuwarten."

Keine Ahnung, was Frau May macht oder machen sollte.

Das Zweite Referendum hat die relative Mehrheit an Ja-Stimmen erhalten, und dies aus einem überparteilichen Spektrum.

Sollte man daran jetzt noch vorbei kommen?

Glaube ich nicht.

Wenn es ein Ergebnis im Referendum gibt, dann machen Neuwahlen Sinn: Welche Partei kann nach der Ablehnung des Brexits die besten Perspektiven aufbieten für eine neue Positionierung des UK als dann endgültig ehemalige Weltmacht.

So hat das Erste Referendum doch etwas Gutes gehabt: Die Klarheit, dass GB zum glorreichen oder trostlosen Haufen der anderen 27 gehört, je nachdem ob man Optimist oder Pessimist ist...

@ereb, 22:40

"Wie funktioniert Demokratie denn Ihrer Meinung nach?"

Im Grunde recht einfach: Man sagt zur Abwechslung, was man will, und lehnt nicht alles ab.

Und vor allem, und am wichtigsten: Man setzt endlich den Willen den Volkes um. Und der lautet Brexit.

Das Wie ist zwar auch wichtig, aber dennoch nebensächlich. Das Wie wurde im Referendum ja gar nicht abgefragt.

@karwandler

Sie sollten mal wieder nach Großbritannien reisen, damit Sie eventuell lernen, wie lächerlich Ihre Bezeichnung "Drittweltstaat Großbritannien" ist!
Des Weiteren enthält das Austrittsabkommen einige Vorabverpflichtungen, die die Souveränität Großbritanniens stark einschränken und somit für viele britische Parlamentarier zurecht nicht annehmbar sind!
Beispiele:
Das Austrittsabkommen enthält eine Vorabverpflichtung zur Beibehaltung eines gemeinsamen Regelwerks für staatliche Beihilfen. Damit ist eine eigenständige britische Wirtschaftspolitik, die gezielt z. B. andere Wirtschaftsbereiche als die EU subventionieren will, nicht möglich!
Das Austrittsabkommen verpflichtet das Vereinigte Königreich keine Maßnahmen zu erlassen, die gegen die EU-Wettbewerbsregeln in Bezug auf öffentliche Unternehmen verstoßen. Eine britische Regierung kann dadurch eine Verstaatlichung öffentlicher Versorgungseinrichtungen (z. B. Eisenbahn, Post, …) nicht durchführen!

@Libero_07

Weshalb Katze im Sack? Wurde jemand gezwungen, für den Brexit zu stimmen? Im Zweifel hätte man auch gegen den Brexit stimmen können und alles wäre klar geblieben? Des weiteren hat bestimmt auch mal jeder im Leben eine Fehlentscheidunge getroffen, warum sollte sowas dem Briten nicht geschehen dürfen? Ich hatte es geschrieben und schreibe es nochmal:
Die EU hat eindeutig verschlafen in den Verträgen beim Eintritt in die EU aufzunehmen, was einem Land blüht im Falle des Austritts.

Dann gehe ich

May verspricht zu gehen, wenn die Abgeordneten dem Deal mit der EU zustimmen. Es wird aber anders kommen, der Deal findet keine Mehrheit und sie kann trotzdem gehen. May ist gescheitert.

@Dennis K.

Ob der Brexit gut oder schlecht für die Briten sein wird, das kann niemand vorhersehen, da es auch von der zukünftigen Politik/Handlung der EU und GB abhängig ist. Kann, kann aber auch nicht.

Darstellung: