Ihre Meinung zu: Christchurch-Attentäter spendete an Identitäre Bewegung

26. März 2019 - 13:18 Uhr

Martin Sellner, Co-Chef der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, hat eine Spende vom Christchurch-Attentäter erhalten. Im Raum steht der Straftatbestand "Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung".

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Kommentare

wie bitte?!

@ 11:58 von sosprach
"Dieser Anschlag ist eigentlich keine Überraschung. Nicht wer oder wo.
Schuld sind auch der islamistische Terror der seit einem Jahrzehnt das Massakrieren von "Ungläubige" zeigt. Hier wird und wurde schneller zur Tagesordnung zurück gegangen."

Ich kann es kaum glauben: User "sosprach" behauptet, dass der "islamistische Terror" schuld daran sei, dass ein Rechtsradikaler in Neuseeland 50 unschuldige Menschen umgebracht hat. Als könnten muslimische Familien in Neuseeland etwas für die Taten von IS und Al Kaida in Afghanistan, Syrien und Saudi Arabien.

Wenn jetzt jemand alle Anwesenden unserer Dorfkirche erschösse, würde ja auch niemand sagen.. "wegen des weißen christlichen Terrors".

Und "schneller zur Tagesordnung.."?! Auch das Unfug, den Rechte gerne stets wiederholen. Aber halt falsch. Die Bürgerrechte sind noch heute beschnitten - eben wegen dieser Terroranschläge.

Aha, jetzt geht's los

Man instrumentalisiert den Terroranschlag von Christchurch um damit soviele Menschen und Organisationen wie möglich zu diffamieren. Dass sie über den Attentäter keine Kontrolle hatten spielt keine Rolle.
2018 hatte die neuseelandische Polizei keine Anhaltspunkte, dass der Täter an Verbrechen beiteiligt war oder sein würde. Wie sollte die IB das denn bloss wissen?

Aber Hauptsache alles in einen Topf werfen.

Genau das Gegenteil macht man übrigens bei einem islamisch motivierten Terroranschlag. Wenn man da genau so hinschauen würde, wer von wen Spenden erhalten hat. Wen man da so alles diffamieren könnte. Macht man aber nicht, weil es politisch nicht passt.

12:33 von bitterer Pille

wie bitte?!

@ 11:58 von sosprach
"Dieser Anschlag ist eigentlich keine Überraschung. Nicht wer oder wo.
Schuld sind auch der islamistische Terror der seit einem Jahrzehnt das Massakrieren von "Ungläubige" zeigt. Hier wird und wurde schneller zur Tagesordnung zurück gegangen."

Ich kann es kaum glauben: User "sosprach" behauptet, dass der "islamistische Terror" schuld daran sei, dass ein Rechtsradikaler in Neuseeland 50 unschuldige Menschen umgebracht hat. Als könnten muslimische Familien in Neuseeland etwas für die Taten von IS und Al Kaida in Afghanistan, Syrien und Saudi Arabien.

Wenn jetzt jemand alle Anwesenden unserer Dorfkirche erschösse, w...

Und "schneller zur Tagesordnung.."?! Auch das Unfug, den Rechte gerne stets wiederholen. Aber halt falsch. Die Bürgerrechte sind noch heute beschnitten - eben wegen dieser Terroranschläge.
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Sie sind also der Auffassung, das kein rechtsradikaler Idiot durch linke und muslimische Gewalt, die Toten seit dem 11.11.01 inspiriert wurde

re konsenssoße

"Man instrumentalisiert den Terroranschlag von Christchurch um damit soviele Menschen und Organisationen wie möglich zu diffamieren."

Dass die Identitären und der Terrorist sich auf die gleichen ideologischen Brandbeschleuniger berufen ist Fakt.

Man wird die Teufel, die man vor mehr als...

...1000 Jahren gerufen hat, nicht wieder los.

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Dieser Glaubenskrieg der Extremisten, denn nichts weiter ist das hier,
hat schon vor langer Zeit angefangen. Noch vor den Kreuzzügen.

Nur wird er heute eben in unserer moderner Welt ausgetragen.
Diese rechtsextremen Netzwerke werden wir "Normal denkenden Menschen" nicht mehr verhindern können.

Leider.

Genauso verhält es sich auch mit den islamistischen Fanatikern,
den Juden und den Palästinensern die radikalen auf beiden Seiten, usw.

Ich vergleiche das Problem (Bildlich gesprochen) mit dem der Rattenplage in den Abwasserkanälen.
Man kann sie bekämpfen, aber ausrotten geht nicht mehr.

Aber wer weiß, vielleicht passiert ja eines Tages ein Wunder und diese Geisel der Menschheit wird überwunden.
Zu wünschen wäre es jedenfalls, denn es sterben zuviele Unschuldige tagtäglich auf der Welt.

Konsenssoße 12.36

Ich geben Ihnen Recht damit, dass bei im weitesten Sinne islamistisch motivierten Verbrechen, die sich beispielsweise durch den "Allahu Akbar"-Ruf eindeutig identifizieren lassen, auffallen schnell und auffallend häufig vom verwirrten Einzeltäte gesprochen wird, der sich eben irgendwo im stillen Kämmerlein radikalisiert hat. Dass nur wegen einer Geldüberweisung durch den Täter von Christchurch gleich eine Haussuchung im Schnellschussverfahren gerechtfertigt wird, erscheint mir sehr eigenartig und spricht in meinen Augen für eine Übereifrigkeit der zuständigen Staatsanwaltschaft.

@ Boris 1945

Genau. "Rechtsradikale Idioten" finden ihre Inspiration bei den Nazis. Und Neonazis wie der IB. Daher auch die Spende.

@Konsenssoße (26.03.19 12:36): Insiderwissen & Glaskugel

Was Sie nicht alles so wissen ("...über den Attentäter keine Kontrolle hatten..." usw. usf.) ; Respekt.

Und die Klassifzierung "alles in einen Topf werfen" des Tatbestandes einer polizeilichen Ermittlung (speziell Hausdurchsuchung zur Prüfung [!] 'einer möglichen Verbindung zwischen Sellner und dem Christchurch-Attentäter') konterkariert - zumindest in meinem naiven Verständnis der Welt - die klitzekleinen Tatbestände, daß der Attentäter 2018 in Österrreich war und daß Herr Sellner die Spende aus 2018 (!) einfach nicht mehr melden konnte, da die österreichische Polizei sowas von schnell war...

Was natürlich nicht in Ihrem Beitrag fehlen darf, ist die 'Bevorzugung islamistischen Terrors' durch - wer war es diesmal gleich? ach ja, diesmal nicht die Mainstreammedien, sondern - die Politik.

Mit Verlaub, aber ich habe schon bessere Relativierungen gelesen.

Korrektur zu 12:44 von Boris.1945

@12:44 von Boris.1945
"Sie sind also der Auffassung, das kein rechtsradikaler Idiot durch linke und muslimische Gewalt, die Toten seit dem 11.11.01 inspiriert wurde"

Der schreckliche Anschlag in den USA war am 01.09.01 und nicht am 11.11.01. Den 11.11. verbindet man hierzulande mit weit weniger schrecklichen Dingen.

@ Konsenssoße, am 26. März 2019 um 12:36

Sorry, jetzt sind Sie es aber, der hier "instrumentalisiert"! Ich hoffe, dass Sie den Widerspruch in Ihrer eigenen Argumentation überhaupt bemerkt haben! Aber, wenn Sie schon die Identitäre Bewegung in Schutz nehmen, die nach Ihren Worte nichts von den Taten habe ahnen können, dann können Sie das im selben Atemzug auch nicht der neuseeländischen Polizei vorwerfen. Das passt für mich argumentativ nicht ganz zusammen! Übrigens: Wieso sollen "soviele Menschen (…) wie möglich" durch den Terroranschlag "diffamiert" werden und welche Menschen und Gruppen meinen Sie konkret? Soweit ich der Berichterstattung entnehmen konnte, nahm der rechtsradikale Attentäter doch für sich in Anspruch, gerade im Namen von radikalen Gruppen wie der IB zu handeln. Für die 'Diffamierung' dürfen Sie sich also beim Täter bedanken und nicht bei "man"!

@karwandler

Auf wen hat sich der Attentäter von Christchurch berufen? Ist das bekannt? Mir liegt sein "Manifest" leider nicht vor.

@ 12:44 von Boris.1945

Was ist Ihnen unklar?
Nochmal: Wenn jemand in einen Gottesdienst unserer Dorfkirche kommt, und alle Besucher erschießt, würden Sie dann auch sagen: Schuld daran ist der weiße christliche Terror?

Oder vielleicht doch eher: Das war ein hasserfüllter radikalisierter Mörder, der grundlos Unschuldige massakriert hat?

Doch wohl eher letzteres. Und zurecht. Denn was können die paar alten Damen und jungen Familien in unserer Dorfkirche für weiße, christliche Terroranschläge wie den in Christchurch, Pittsburgh, oder für den NSU?

Wenn Sie da mit zweierlei Maß messen, müssten Sie sich eventuell mal fragen, warum.

re 13:05 von Martin Vomberg

dann können Sie das im selben Atemzug auch nicht der neuseeländischen Polizei vorwerfen. Das passt für mich argumentativ nicht ganz zusammen!

Ich habe der neuseeländischen Polizei keine Vorwürfe gemacht. Ich weiß nicht wie darauf kommen.
Es ging darum, wie sollte die IB etwas wissen, was die Polizei vor Ort nicht mal wusste oder hätte erwarten können. Sowas hatte es in Neuseeland zuvor auch nie gegeben.

re 12:55 von karwandler

die Identitären und der Terrorist sich auf die gleichen ideologischen Brandbeschleuniger berufen ist Fakt.

Nein, das ist nicht Fakt. Es sei den Sie würden auch jede Moschee, egal wie gemäßigt, mit islamischen Terroristen in einen Topf werfen. Das wäre auch eine massive Überdehnung des Konzepts der "gleichen ideologischen Brandbeschleuniger", nur weil beide behaupten sich am Koran zu orientieren.

Die IB geht mir in manchen Punkten zu weit, aber Grenzen gegen illegale Migration zu schützen, und große Zuwanderung aus Ländern, die man als problematisch betrachtet, zu reduzieren, sind politische Positionen die man besprechen und debattieren kann.

Das ist nicht Teil der "gleichen ideologischen Brandbeschleuniger" die zum Massenmord aufruft.

Martin Sellner ist ja den

Martin Sellner ist ja den „Gutmenschen“ wegen unbequemer Wahrheiten so was von Böse. Was hat man nicht schon alles (Un) Mögliche versucht ihn zu vernichten. Ach, Christoph Hörstel zu dem Christchurch Verbrechen in seinem Wochenbericht eine weiterführende Meinung.

@14:21 von Konsenssoße: ideologischen Brandbeschleuniger

"...aber Grenzen gegen illegale Migration zu schützen, und große Zuwanderung aus Ländern, die man als problematisch betrachtet, zu reduzieren, sind politische Positionen die man besprechen und debattieren kann."

Damit verharmlosen Sie die IB jetzt aber sehr. Die IB ist als rechtsextrem eingestuft, daher hat Karwandler völlig recht.

Ideologisch steht die IB mit dem Terroristen von Christchurch auf einer Stufe. Es fehlt lediglich der Schritt die Ideologie mit Wafffengewalt umzusetzen.

re 14:44 von GeMe

Ideologisch steht die IB mit dem Terroristen von Christchurch auf einer Stufe.

Den Vorwurf habe ich schon im ersten Absatz meines Kommentars um 14:21 geantwortet.

Es fehlt lediglich der Schritt die Ideologie mit Wafffengewalt umzusetzen.

Das ist ein sehr sehr großer Schritt. Könnte man jedem Vorwerfen, den man nicht mag.

Wenn man so oft die radikalste mögliche Deutung der Ansichten des politischen Gegners als (Strohmann) Argument gegen ihn verwendet, dann kann der politische Gegner eigentlich gar nicht so radikal sein.

Gegen Organisationen die tatsächlich extremistisch und gefährlich sind, braucht man keine Strohmann-Argumente. Das würde schon ein Hinweis auf das Parteiprogramm oder die beschriebenen politischen Ziele der Organisation reichen, um sie zu disqualifizieren.

Hat m.M.n. nix mit Religion zu tun!

Menschen die sich auf eine Religion berufen wenn sie unschuldige Menschen ermorden, hat m.M.n. mit Religion absolut nix zu tun. Wie kann jemand religiös sein, egal ob extrem oder nicht, und dann Menschen ermorden? Das ist ein widerspruch in sich!
Für mich sind das alles Psychopaten oder haben in ihrem Leben nichts erreicht und wollen sich quasi mit diesen abscheulichen Taten das "Paradies" erkaufen.

Ich finde es skandalös, hier die

seriöse Identitäre Bewegung mit diesem
Christchurch-Attentäter in Verbindung zu bringen.
Erstens distanziert sich die IB grundsätzlich von Gewalt,
zweitens war in den Medien immer zu lesen, dass Tarrant vor dem Attentat nie polizeilich in Erscheinung getreten war. Woher soll also Herr Sellner wissen, dass die Spende von einem Verbrecher stammt?

„Die Community tauscht sich hauptsächlich über Spiele aus, es gibt thematische Foren und Gruppen.
Diese werden aber nicht nur zur Diskussion über Spiele verwendet, sondern auch zur Verbreitung rechtsextremer Inhalte, (…). Gruppennamen wie "Waffen-SS" sind in der Steam-Community keine Seltenheit. Dort verehrt man Amokläufer, äußert sich frauenfeindlich und zollt rassistisch motivierten Attentätern Respekt.
Diese werden aber nicht nur zur Diskussion über Spiele verwendet, sondern auch zur Verbreitung rechtsextremer Inhalte, (…)“

„Rechtsextreme Online-Aktivisten könnten bei Steam eine Nische besetzen, weil die Gaming-Community - insbesondere Spiele mit Bezug zum Zweiten Weltkrieg und Ego-Shooter - von jeher auch Spieler anziehe, die Hassbotschaften und fremdenfeindlichen Inhalten gegenüber eher empfänglich seien“

Dass mit solchen Spielen bzw. ihren Plattformen dermaßen viel Geld „verdient“ werden kann, dass sie fast schon „systemrelevant“ sind, ist wohl eine der Hauptursachen des Übels.

Zuvorgekommen?

„In seinem Video gab Sellner an, dass die Polizei ihm mit der Razzia zuvorgekommen sei. Er habe erst einen Tag zuvor bemerkt, dass er bereits im Jahr 2018 eine "unverhältnismäßig hohe" Summe von einem Spender mit dem Nachnamen des Christchurch-Attentäters erhalten habe.“

Ehrlich, ich musste laut auflachen, als ich diesen Satz gelesen hatte.

So was einfach mal zu sagen in der Hoffnung, es könne irgendein „Depp“ dies ja glauben oder moderner, das Gegenteil müsse man ja erst mal „beweisen“, wäre ja noch irgendwie nachvollziehbar und würde lediglich Rückschlüsse auf den Absender solcher Nachrichten zulassen.

So einen dreisten Unsinn aber in „seine Gemeinde“ zu posten, lässt vor allem tiefe Rückschlüsse auf die Empfänger dieser Nachrichten, eben die Identitären zu.

Und damit haben wir mal wieder etwas gelernt.

re Konsenssoße: Ermittlungen

“Ich habe der neuseeländischen Polizei keine Vorwürfe gemacht. Ich weiß nicht wie darauf kommen.
Es ging darum, wie sollte die IB etwas wissen, was die Polizei vor Ort nicht mal wusste oder hätte erwarten können.“

Exakt dies ist Gegenstand der Ermittlungen! Und exakt dazu dient die Razzia bei diesem Herrn Sellner.

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