Ihre Meinung zu: Italien lässt Hilfsschiff mit 49 Migranten nicht anlegen

19. März 2019 - 12:51 Uhr

Das Rettungsschiff "Mare Jonio" erhält keine Erlaubnis zur Hafeneinfahrt. Es liegt mit 49 Migranten an Bord vor der Insel Lampedusa. Die italienische Regierung hat alle Häfen für Hilfsschiffe seit Monaten geschlossen.

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Kommentare

Salvini geht über Leichen.

Salvini geht über Leichen. Armes Italien, so jemanden als Minister zu haben. Selbst der Bürgermeister von Lampedusa befürwortet das Anlegen des Rettungsschiffes.
Wo bleibt der deutliche Protest der übrigen EU-Staaten?

hatte erklärt, die Migranten

hatte erklärt, die Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen zu haben.
.
dann hätte es doch dort auch einen geeigneter Hafen gegeben
wenn es nur um´s Retten und nicht um "Menschenhandel" ging

11:57 von andererseits

Wo bleibt der deutliche Protest der übrigen EU-Staaten?
.
welche EU Staaten, Polen Ungarn ... Portugal ?
vielleicht denkt nicht jeder wie sie ?

und wenn es ihnen wirklich nur um Rettung von Schiffbrüchigen ginge
warum dann 300 km nach Lampedusa fahren und nicht 20 km in den nächsten (afrikanischen) Hafen

Urlaub in Italien?

Wir sind in den letzten 3 Jahren mit unserem Wohnmobil in Italien unterwegs gewesen. Aufgrund der neuen politischen Situation werden wir auf Spanien oder Kroatien ausweichen. Bei unseren ca. 4-wöchigen Reisen haben wir jeweils rund 2000,- € dort ausgegeben. Das Geld fließt jetzt in ein anderes Land.

Immer wieder

Immer wieder die gleichen Diskussionen ... wann ändert sich denn mal etwas? Schiffbrüchige müssen gerettet werden aber direkt vor der Lybischen Küste in Empfang genommen und nach Europa gebracht zu werden ist keine Seenotrettung.

Es bleibt zu hoffen, ....

... dass Italien diesmal wirklich hart bleibt.
.
Die letzten male durften die Schiffe anlegen, die Migranten wurden nach Norden weiterverteilt.
.
Geht das jetzt so weiter? Oder findet sich jemand, der diesen Teufelskreis beendet?

Das hier von Salvini ist lächerlich - er hat die Justiz am Hals

Dass hier von Salvini:

https://www.tagesschau.de/ausland/italien-migranten-109.html

Salvinis Ministerium wies unverzüglich darauf hin, dass nach der Rettung von Flüchtlingen Vorschriften eingehalten werden müssten. Ansonsten könnte den Helfern vorgeworfen werden, vorsätzlich illegale Einwanderer nach Italien bringen und "Menschenhandel erleichtern" zu wollen.

ist absolut lächerlich, weil er genau wegen sowas eh schon die italienische Justiz am Hals hat!

https://tinyurl.com/y7ef8r5v
zeit.de: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Matteo Salvini (8. September 2018, 0:39 Uh)

Weil er Flüchtlinge nicht von Bord ließ, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Italiens Innenminister Salvini wegen Freiheitsberaubung. Er verteidigt seine Entscheidung.

Die italienische Staatsanwaltschaft wirft Innenminister Matteo Salvini Freiheitsberaubung von Migranten vor und hat offiziell Ermittlungen eingeleitet.

Die Schiffe

wissen seit langem das sie nicht in Italien landen dürfen, warum fahren sie dann keine anderen Häfen an.
Gibt doch in der EU nicht nur Italien oder Griechenland.
Warum wird das immer und immer wieder versucht ?.

Das Schiff wird dann halt

nicht in Italien einen Hafen anlaufen, sondern zb. Spanien, Frankreich, Portugal und dann weiter zu uns. Wir freuen uns doch.

Am 19. März 2019 um 13:16 von Sisyphos3

Wer schon den Denkansatz verbockt, der kann in der weiteren Rechnung keine richtiges Ergebnis liefern. Das wurde mir damals im Matheunterricht schon beigebracht.

Große Teile Europas haben das von Beginn an gewusst oder merken es mittlerweile (siehe Italien, Schweden, Dänemark). In Deutschland geht das bekanntlich immer etwas länger.

Ich habe keinerlei Problem damit, Kriegsflüchtlinge oder politisch Verfolgte ein paar Jahre zu versorgen bis die Lage in der Heimat besser ist. Wer arm ist, der muß einfach was tun und nicht vor der Realität flüchten, es gibt keine (relativ) menschenleeren Gebiete mehr auf der Erde, die besiedelt werden können.

Die Probleme löst man vor Ort, nicht in Europa. Man möge sich erinnern an Herrn Scholl-Latour und seinen Kalkuttavergleich.

13:16 von Sisyphos3

"und wenn es ihnen wirklich nur um Rettung von Schiffbrüchigen ginge
warum dann 300 km nach Lampedusa fahren und nicht 20 km in den nächsten (afrikanischen) Hafen"

Der nächste sichere, im Sinne sicher für Leib und Leben (afrikanische) Hafen wäre Melilla. Da liegt Lampedusa näher dran.

@grübelgrübel

"Aufgrund der neuen politischen Situation werden wir auf Spanien oder Kroatien ausweichen. Bei unseren ca. 4-wöchigen Reisen haben wir jeweils rund 2000,- € dort ausgegeben. Das Geld fließt jetzt in ein anderes Land." Am 19. März 2019 um 13:19 von grübelgrübel

Was glauben Sie, wie lange Italien die 49 Flüchtlinge mit "Ihren" 2.000 € versorgen kann?
Das sind 40,8163265 € pro Flüchtling.

(Eigentlich sind es ja keine 2.000€, weil Ihr Verbrauch - ob Strom oder Brötchen - fällt auch nicht vom Himmel.)

Migranten ?

Bei den vor Libyen aufgegriffenen Menschen handelt es sich in der Hauptsache um Wirtschaftsflüchtlinge, denen in der EU im allgemeinen kein Aufenthaltsstatus erteilt wird. Warum also führt man diese denn nicht
nach Libyen oder in ein benachbartes Land zurück? Da die meisten gut vernetzt sind, würde sich diese Vorgehensweise sicher sehr schnell unter den "Flüchtlingen" herumsprechen und viele von einer geplanten "Überfahrt" abbringen.

@13:16 Sisyphos3

Die Gründe, warum man die in Seenot geratenen Menschen nicht an die libysche Küste zurückbringen kann, sind zigmal benannt und dokumentiert; ich denke, das wissen auch Sie.

@ 13:16 sisyphos3 - Nachtrag

... Sie finden u.a. in der ZEIT Hinweise, warum es nicht möglich ist, aus Seenot gerettete nach Libyen zurückzubringen: "Nach dem Seevölkerrecht sind die Geretteten nicht in den nächsten Hafen, sondern "innerhalb einer angemessenen Zeit an einen 'sicheren Ort' zu bringen". "Sicher" ist nach dem Recht nur ein Ort, "an dem das Leben der Überlebenden nicht mehr weiter in Gefahr ist und an dem ihre menschlichen Grundbedürfnisse (wie zum Beispiel Nahrung, Unterkunft und medizinische Bedürfnisse) gedeckt werden". In Libyen ist das nicht gewährleistet.
Außerdem wird das Seevölkerrecht... menschenrechtlich überlagert". Das heißt: Ob ein Ort für Flüchtlinge "sicher" ist, muss auch nach den Vorgaben der Genfer Flüchtlingskonvention und der Europ. Menschenrechtskonvention beurteilt werden. Zu beachten ist vor allem das Verbot, Flüchtlinge dort an Land zu bringen, wo ihnen Folter, politische Verfolgung, Tod oder menschenunwürdige Behandlung drohen. Libyen darf also niemand zurückgebracht werden."

@ grübelgrübel

>>> Aufgrund der neuen politischen Situation werden wir auf Spanien oder Kroatien ausweichen. <<<
.
Stören sie die vielen Migranten, die in Italien anlanden, oder was genau ist das Problem?

erschreckender mangel an menschlichkeit

erschreckend, wie viele foristen hier menschlichkeit und hilfsbereitschaft ablehnen bzw gar nicht empfinden.
in 15-20 jahren kommen ganz andere flüchtlingsströme in gang durch die klimaveränderung - das sind tatsachen, über die die menschheit sich gedanken machen sollte.

Wenn Salvini das Schiff

Wenn Salvini das Schiff anlegen lässt, verhöhnt er damit jeden, der so blöd ist, sich bei der Verbesserung seiner Lebensumstände an geltendes Recht zu halten und natürlich auch jene, die zu arm sind sich Schlepper zu leisten.

14:01 von andererseits

das sehe ich eben anders
die kommen aus wegen mir Libyen sollen sie eben dorthin zurückkehren
und eine Vereinbarung wie sie sie zitieren / konstruieren (Genfer Flüchtlingskonvention und der Europ. Menschenrechtskonvention ) ist absolut weltfremd
würde ja bedeuten fast jeder der aktuell 1,3 Mrd Afrikaner (bald 2 Mrd) hat den Anspruch hierher kommen zu dürfen
halten sie das für machbar ?

@ 13:47 eifel

Sie haben recht: Ich freue mich, wenn wir uns an der Rettung von Menschenleben und an der Aufnahme von geflüchteten Menschen beteiligen und so Verfolgung, brutaler Folter und Terror für die betroffenen Menschen mit Einhalt gebieten.

@ boesermann

>>> in 15-20 jahren kommen ganz andere flüchtlingsströme in gang durch die klimaveränderung <<<
.
Vielleicht auch das.
Schlimmer allerdings wiegt das ungezügelte Bevölkerungswachstum in Entwicklungsländern. Solange man hier keine Lösung findet, haben Sie recht. Es kommt noch was auf uns zu.

Schurkenstück

Widerlich, diese immer gleiche Politposse.

Wir brauchen keine Politiker mehr, die ihre Machtkämpfe auf dem Rücken der Schwächsten austragen.

Und ganz nebenbei alle für dumm zu verkaufen versuchen.

Bei einigen leider offensichtlich sogar mit Erfolg.

14:13 von Shuusui

verhöhnen ?
.
da geht einer in Afrika zur deutschen Botschaft beantragt Asyl
die schicken ihn gleich wieder fort
macht er sich auf durch die Sahara übers Meer .... die Sache läuft
dann kriegt er auch den besten Eindruck wie es hierzulande läuft
wer sich vorschriftsmäßig verhält kommt nicht ans ziel
je dreister desto erfolgreicher

13:47 Komplex einfach

Scholl-Latours sog. "Kalkutta"-Vergleich wird gerne durch eine bestimmte politische Richtung angeführt und usurpiert für nationalistische Abschottungspositionen, die Scholl-Latour nie im Sinn hatte. Das Zitat ist übrigens nirgendwo gesichert: Wie die meisten populären Zitate hat auch dieses (entstellt und ohne Quelle) ein Eigenleben, das durch den Tod des vermeintlichen Autors noch angefacht wurde. Scholl-Latour soll geschrieben haben. Zudem sind die Fakten ganz andere, wie ich heute schon an anderer Stelle geschrieben habe: Weltweit sind mehr als 67 Millionen Menschen auf der Flucht (ungefähr jeder einhundertzehnte Mensch!), die meisten in ihren eigenen Heimatländern, 9 von 10 in sogenannten Entwicklungsländern: Türkei, Pakistan, Libanon, Iran, Uganda und Äthiopien sind die Länder mit den höchsten Aufnahmezahlen geflüchteter Menschen . Ins vergleichsweise reiche Europa kommen geflüchtete Menschen im einstelligen Prozentbereich - also: nix Kalkutta...

@14:01 von andererseits

" innerhalb einer angemessenen Zeit an einen 'sicheren Ort' zu bringen". "Sicher" ist nach dem Recht nur ein Ort, "an dem das Leben der Überlebenden nicht mehr weiter in Gefahr ist und an dem ihre menschlichen Grundbedürfnisse (wie zum Beispiel Nahrung, Unterkunft und medizinische Bedürfnisse) gedeckt werden". In Libyen ist das nicht gewährleistet." Wie wärs denn bei Ihnen direkt Zuhause. Mit Vollverpflegung und Rundumversorgung Ihrerseits. Zusätzlich sämtlicher übernahmen aller anfallenden Nebenkosten. Sowie bei Straffälligkeit auch die Verantwortung dafür zu übernehmen? NUR Dann dürfen Sie Italien Vorschläge unterbreiten. Aber solange man nicht selber für die Kosten aufkommt, kann man ja gerne den edlen Humanisten spielen.

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