Ihre Meinung zu: Gedenken an Christchurch-Opfer: Arderns bewegende Worte

19. März 2019 - 10:18 Uhr

Schaut auf die Opfer - nicht auf den Täter. Mit diesem Appell hat die neuseeländische Premierministerin Ardern des Anschlags in Christchurch gedacht. Kritik übte sie an Facebook.

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Kommentare

Vor einigen Jahren…

….ist so ein Ereignis wie in der Berichterstattung aus den Niederlanden nebensächlich erwähnt worden. Und meist auch nur regional. Heute genügt eine Person um ein ganzes Land in Aufruhr zu versetzen. Diese schleichende Panik! Damit haben die Terroristen sichtbar ihr Ziel erreicht. Heute reicht eine Person aus, die um sich Schießt und es wird, weltweit berichtet.
Hier sind meine Gedanken gerade bei dem Täter aus Oslo, der auch im Zusammenhang mit Neuseeland genannt wird, und dessen Taten neuerdings für Eintrittsgeld in den Kinos gezeigt werden. Die Premierministerin Ardern hat Recht – diese Menschen wollen berühmt werden! Ihre Namen dürfen nicht genannt werden. Aber die Sensationslust – so empfinde ich das – wird gerade zu vermarktet. Die Medien sind in der Welt so vernetzt, dass wenn in Neuseeland, oder in Utrecht, in der Türkei oder in Russland etwas geschieht fast unmittelbar in Echtzeit berichtet wird. Und Ja! Von den Opfern liest man selten etwas. In Gedenken an die Opfer!

ob wir das in den Griff kriegen?

Wie kann das überhaupt passieren, dass diese Live-Übertragung über ein soziales Netzwerk ausgestrahlt wird? Ich bin kein Facebook-Nutzer, aber soweit ich weiß, werden hochgeladene Bilder sofort blockiert, sobald die Fläche sichtbarer Haut eine gewisse Anzahl von Quadratmillimetern überschreitet. Aber Mord und Totschlag darf 1:1 übertragen werden?

Zudem zogen verschiedene neuseeländische Firmen ihre Anzeigen zurück, die sie bei Facebook geschaltet hatten heißt es im Artikel. Zwar erfreulich, aber ein schwacher Trost, wie ich finde.

Macht Sinn

"Premierministerin Ardern verlangte, von den großen Internet-Konzernen wie Facebook und Google, ihrer moralischen Verantwortung gerecht zu werden und die Verbreitung solcher Videos zu verhindern."
Ein Premier der nicht verhindert hat dass die Waffen mit denen die Tat begangen wurde legal gekauft wurden schimpft hinterher über das böse böse Internet in dem Videos der Tat zu finden sind.
Ich bin mir nicht sicher ob ich dieser Logik folgen kann, aber die Frau ist Politikerin und damit im Prinzip Profidenker. Es muss also Sinn machen und der Logikfehler muss bei mir liegen.

Respekt für Premierministerin Ardern

Ich habe großen Respekt vor Premierministerin Ardern. Sie ist ein großartiger Mensch mit Stil, Format und Menschlichkeit.
Schade, daß wir hier in Deutschland nichts vergleichbares haben.

Ich wünsche den Menschen in Neuseeland viel Kraft, um dieses grausame und widersinnige Verbrechen verarbeiten zu können.
Von Herzen mein Beileid für die Angehörigen der Opfer.

Katalysator Facebook

Es ist ein bisschen zu einfach, die Schuld allein auf Facebook zu schieben und Verhinderung der Verbreitung solcher Videos zu verlangen. Facebook ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie neue „Lösungen“ für Probleme, die wir vorher nie hatten, überhaupt erst wieder neue Probleme schaffen, die neue Lösungen erfordern.

Das Problem ist, dass soziale Medien, die sowas ermöglichen, überhaupt erlaubt wurden. Und jeder, der Facebook und Konsorten nutzt, ist ein Teil des Problems. Konsequent wäre es, wenn sich die lauten Rufer nach Konsequenzen selbst von Facebook und Co. abmelden würden.

Frau Ardern hat recht

Diese Mörder, oder welche andere Bezeichnung auf diese Bestien in Menschengestalt auch zutreffen mag, sonnen sich in ihrem Bekanntheitsgrad. Die neuseeländische Premieministerin handelt genau richtig - und das in einer Situation, die nur schwer zu beherrschen ist. Frau Ardern fordert zurecht, die Namen der Opfer in den Vordergrund zu stellen und nicht den Namen des Mörders. Die Medien sollten dies, ohne daß sie dazu aufgefordert werden (müssen), von sich aus tun.

Ich wünsche Frau Ardern viel Kraft in ihrem schweren Amt.

Enbenso wünsche ich den Angehörigen der Opfer viel Kraft und daß sie eines Tages wieder einigermaßen in Frieden leben können.

Schließlich wünsche ich den Verletzten, daß sie wieder genesen und, ebenso wie ihre Angehörigen, mit dem Geschehenen eines Tages umgehen können.

Damit hätte man den TerrorOpfern in

Deutschland gerecht werden müssen. Statt dessen hat man die Opfer vergessen, im Stich gelassen und damit nochmals zu Opfern gemacht. Einige hatten sich schon in mediengerechter Trauerzermonie geübt, da waren die Opfer noch garnicht bekannt.

"Salam aleikum"

Neuseeland und seine Premierministerin zeigen der Welt, wie man mit Rechtsextremismus umgehen sollte.
Nennt die Opfer nicht die Täter, eine Lehre, die sich unsere ach so aufklärerischen Medien und unsere so sehr dem Christentum verpflichteten Politiker hinter die Ohren schreiben sollten.

Über Facebook ein Wort zu verlieren ist Zeitverschwendung, so etwas sollte mit so hohen Strafen belegt sein, dass es selbst Herrn Zuckerberg weh tut, aber wie heißt es so schön am Ende jeder investagiven Sendung: „Folgen Sie uns auf Facebook!“

Hinsichtlich Facebook

bin ich mit der Ministerpräsidentin einer Meinung.
Aber gleichzeitig bin ich was Zuckerberg anbelangt hoffnungslos.
Es ist zu leicht diese Videos weiter zu versenden.
Ähnliches wie Whats app könnte man versuchen.
Den Angehörigen mein Mitgefühl.

Die Täter genießen

Die Täter genießen öffentliches Interesse aber den Opfern und ihrer Familien wird geringe Aufmerksamkeit gewidmet. Hauptsache medienwirksam.

Die Gerichtsverhandlung gegen

den Täter sollte ohne öffentliche Beteiligung (Zuschauer, Presse im Gerichtssaal) stattfinden, so dass dem
Angeklagten keine Plattform gegeben wird, sich und seine Taten zu präsentieren.
Es soll ihm so ergehen, wie es dem Massenmörder Breivik im Osloer Gefängnis widerfährt: völlig abgeschottet und ohne jegliche Verbindung nach aussen.

Weniger ist mehr

Ich denke auch, dass es richtig ist, solchen Tätern nicht eine zu große Aufmerksamkeit zu bieten und weniger darüber zu berichten. Es reicht völlig, wenn man irgendwann in den Nachrichten erfährt, was der Täter für ein Urteil bekommen hat. Die nervige endlose Berichterstattung im Münchner Prozess gegen Frau Z und Co muss für die Hinterbliebenen der Opfer eine Qual gewesen sein und hat Frau Z eine Öffentlichkeit geboten, wie sie ihr nicht zusteht.

Terror

wie der Name schon sagt zielt nur sekundär darauf ab möglichst viele Menschen zu töten, so traurig es ist sie sind Mittel zum Zweck.
Das eigentliche Ziel ist die Destabilisierung einer Gesellschaftsordnung durch Angst.

Und das haben Osama bin Laden und seine Anhänger bzw. Nachfolger ziemlich gut hinbekommen.

Weder in den USA noch in der EU wäre es vor 9/11 möglich gewesen das rechtsextremer Populismus so stark Fuß fasst, ja sogar die Politik bestimmt.

Wir sollten uns also die Frage stellen, wollen wir als Gesellschaft den Terroristen weiter den Gefallen tun und unser Selbstverständnis zu Grabe tragen indem wir und nur noch in der Angst vor allem Fremdem suhlen?

Oder wollen wir ihnen einen metaphorischen Tritt verpassen und wieder für das stehen dass sie hassen.

Gleichstellung, Toleranz und Bildung.

Das Problem ist nicht Facebook oder Youtube, Instagram etc.

Bevor ich auf das Thema eingehe, auch mein Beileid den Opfern und ihren Angehörigen und Freunden.
Doch zur Sache.
Ich habe ein Facebook Konto und werde es auch behalten.
Es bietet mir die Möglichkeit mit Menschen auf der ganzen Welt in Verbindung zu treten.
Meine FB-Freunde kenne ich fast alle auch im wirklichen Leben.
Mit den anderen habe ich mich, bevor ich sie als Freunde angenommen habe, befasst.
Das Problem ist was man einstellt, teilt, liked und wie das verbreitet wird.
Ich erlebe immer wieder wie Fotos und Videos mit Kommentaren versehen werden um Stimmung zu machen.
Und es ist bedenklich dass, bei 1,5 Mio. Kopien dieses Videos, es annähernd soviele Menschen geben muss die diese Kopien verbreiten wollen.
Facebook hat natürlich nicht nur gute Seiten, aber in diesem Fall wirklich schnell gehandelt.
Und alle technischen Maßnahmen werden das nicht verhindern können. Eindämmen vielleicht, aber nicht mehr.
Nicht Facebook, sondern diese Menschen sind das Problem.

Christchurch-Anschlag

Die Premierministerin Neuseelands, Ardern, verhält sich genau richtig - versöhnen statt spalten. Diese Spaltung, unternimmt der türkische Präsident Erdogan, auf Wahlkampfveranstaltungen, mit einem Video vom Anschlag, um damit Stimmung gegen den Westen zu machen. Hiermit betreibt er das erklärte Ziel der Terroristen, nämlich die Gesellschaft zu spalten. Nach den ganzen Naziausfällen, jetzt das.
Einfach nur grauenhaft!

Wir müssen noch viel lernen ...

Was wir jetzt wieder mit ansehen mußten, diesmal in Neuseeland, ist traurig und herzzereißend; es ist aber leider nicht das eigentliche Problem.

Die Gründe und die Verantwortlichen für derartige Greueltaten sind in solchen Kreisen zu suchen wo andauernde Kriege und totale Zerstörung als willkommene Profitquellen gesehen werden.

Die Gedenkfeier im neuseelänischen Parlament ist das Richtige zum richtigen Zeitpunkt.

Ist halt so jetzt!

Das Internet hat Licht und Schatten, wie alles auf der Welt. Ich denke aber, es ist den Menschen entglitten. Stoppen kann man da gar nichts mehr, ohne die Meinungsfreiheit oder überhaupt Freiheiten zu beschneiden.
Vielleicht müssen wir uns an solche Bilder gewöhnen, der 11.September wurde life im Fernsehen übertragen, da hat sich auch keiner aufgeregt. Jetzt soll Facebook und Whatsapp die Schuld haben?

"Die Opfer benennen".

Da kann Merkel viel lernen.

Erdogan ist erbärmlich!

Dieses Massaker als Angriff auf den Islam und die Türkei zu mißbrauchen ist verachtenswert!
.
Man stelle sich vor westliche Politiker würden 09/11-Videos auf ihren Wahlkampfveranstaltungen zeigen als Beweis einer Christenfeindlichkeit durch Muslime.
.
Unterste Schublade!
Opfer werden instrumentalisiert.
Was wollte Cavusoglu da? Die Abschaffung der Säkularisierung fördern? Oder Erdogans Terrorismus-Gesetze legitimieren? Inhaftierung "auf Verdacht"?
.
Anstatt den Opfer zu gedenken werden diese jetzt für politische Zwecke mißbraucht.
Sehr traurig und ohne jedes Mitgefühl.
Dieser Mann sollte sich schämen!

11:05 von SabineS.

Was hat das Thema mit Frau Merkel zu tun?

Der TS Bericht zeigt 2 verirrte und

verwirrte Zeitgeister. Der Massenmörder, der jetzt gerne seinen Namen in Leuchtbuchstaben überall sehen möchte. Ihm sollte diese Auszeichnungen nicht zu teil werden, seinen Namen tilgen, und abwerten. Der 2. Verwirrte ist zweifelsohne Erdogan, mit welchem Elan und Wohltat er diese Bilder ausnutzt. Kaum zu glauben, dass Jemand wie Erdogan ein Land anführt.

@09:51 Kessl

Sie haben es erkannt: Der Logikfehler liegt bei Ihnen. Politiker*innen können keine Kapitalverbrechen verhindern, aber sie sind verantwortlich dafür, Konsequenzen daraus zu ziehen - genau das tut Premierministerin Ardern, und sie findet bewegende Worte, die vielen aus der Seele sprechen.

Beweis

PM Arderns ist der Beweis - Frauen stehen ihrer Frau - richtige Worte - richtiges Handeln. Mehr Frauen in Führungspositionen täten dieser Kugel gut.

@ um 11:05 von SabineS.

" "Die Opfer benennen".

Da kann Merkel viel lernen."

Was soll das?
Whataboutism?
Merkel-Bashing?

Abgesehen davon, dass auch Frau Ardern keine Namensliste vorgelesen hat, sondern damit zum Ausdruck gebracht hat, dass die Opfer wichtiger sind als der oder die Täter, hat auch Frau Merkel Opfern und den Angehörigen immer wieder Trost ausgesprochen und die Anschläge verurteilt.
Und nichts anderes sagt dieser Satz aus.

Und hält sich auch díe ARD daran?

..... und ZDF und RTL und, und und ?
Mir klingelt von den Nachrichtensendungen noch der Name des Weihnachtsmarktattentäters in den Ohren!
Sendungen wie Tagesschau/Themen und Heute Journal etc.
Kennen sie ihn auch? Ja? Jeder kennt ihn. Sein Gesicht auch, natürlich, wird ja immer dazu eingeblendet.
Schön dass es mal ne Ministerpräsidentin gesagt hat.
Meine Kommentare erreichen ja zu wenige.
BTW: den Norweger...... kennt natürlich auch jeder..... gibt viele Beispiele.
Und wenn ich nachher Nachrichten schau, hat sich dann was gebessert?

@10:28 baumgart67

Es ist ein schmaler Grad, auf dem man sich da bewegen muss, einerseits Täter nicht zu stilisieren und ihnen eine Bühne für ihren kruden Rassismus zu bieten (da hat Frau Ardern völlig recht); andererseits aber wäre eine Nicht-berichterstattung z.B. über den NSU-Prozess (wie Sie es ins Spiel bringen) auch ein Schlag ins Gesicht der Opfer gewesen; und die Berichterstattung war notwendig, auch um auf die organisierte rechtsradikale Szene und ihre teilweise bis in die Behörden reichende Verharmlosung aufmerksam zu machen.

Hut ab und Verneigung Frau Jacinda Arden

für dieses Statement und Ihre Art, wie Sie mit diesem abscheulichen Verbrechen umgehen.

Killer-Games

"Die Tatsache, dass der Täter seine Tat mit einer Helmkamera gefilmt und das Video live bei Facebook übertragen hatte, sorgt für Diskussionen."

Na, hoffentlich in die richtige Richtung, denn die "Helmkameraperspektive findet sich überall in den InterNet-Killerspielen, die viele Jugendliche spielen.
War es nicht so, dass sich überall bei den Killern, welche z.B. die School-Shootings durchgezogen haben, sich solches "Trainings und Abhärtungs-Material" auf den PC befand?
Langsam dürfte es jedem dämmern, dass diese "Spiele" zur Herabsetzung der Tötungshemmung beitragen!
Wer etwas anders behauptet leistet dem gezielten Mord vorschub und wer als Psychologe/in einen solchen Effekt in Frage stellt, sollte sein Diplom zurück geben oder mal auf sein Konto schauen, von wem das Zusatzgehalt kommt.
"World! We have got a problem!" - es ist nicht "Das Internet" sondern die Nutzung, die durch den monitären Gewinn bestimmt wird.
Gewaltarmes Internet wäre schon mal ein Anfang und Killerspiele verbo

"Schaut auf die Opfer. Nicht auf die Täter."

Es geht weiter mit den doppelten Standards.

Ich schließe mich der Frau Premierministerin an - die Opfer sind es, denen die Aufmerksamkeit un Anteilnahme gelten sollte. Ihr mache ich auch keinen Vorwurf.

Aber wie ich schon bei einem voherigem Artikel zum Thema sagte: wäre die Situation umgekehrt, würde man das Ganze anders sehen. Hier haben Rechtsextreme Muslime angegriffen und man fordert - berechtigterweise - den Tätern keine Plattform zu geben. Wenn aber extremistische Muslime Andersgläubige töten, dann schaut man sehr genau auf die Täter, statt dem gleichen Maßstab zu folgen.

Das finde ich aus vielen Gründen fragwürdig. Natürlich zum einen, weil man jede solcher Taten gleich behandeln sollte - Gewalt gegen Unschuldige ist immer verachtenswert - aber auch, weil man den Tätern (oder auch ihren Verbündeten) mit solcher Aufmerksamkeit ein Gefühl des Sieges gibt.

Gesetzesänderung.

Worauf ich hinaus möchte in diesem Fall : Eine Demokratie lebt von Kompromissen u. disskusionen . Nicht dem einschränken von rechten oder Besitz. Den mit jedem Anschlag weicht immer mehr ein Stück Demokratie. Das sieht man auch sehr stark bei uns : Gefühlt ist die Sicherheit nicht gegeben , in der Realität gehen Verbrechen zurück. Wie schnell waren die Medien gestern dabei das in den Niederlanden als Anschlag hinzustellen ?. Und jetzt ?. Es stellt sich nun mehr als eine Beziehungstat raus . Was nun ?. Gesetze verschärfen ?. Das Waffenrecht verschärfen geht nicht. Das ist genauso strikt wie in Deutschland und die Waffe was illegal und der Täter lange bekannt. Daher müssen wir eines lernen : Solche Taten lassen sich nicht vermeiden , vielleicht in einer Dikatur , aber da begeht der Staat die Verbrechen und das wollen wir alle nicht !. Wir müssen alle lernen wieder einmal durchzuatmen und uns auf die wirklichen Probleme konzentrieren .

Sie schreiben "Nicht

Sie schreiben "Nicht Facebook, sondern diese Menschen sind das Problem." Leider ist das keine Alternative: Die Täter und ihr rechtsradikal verschrurbelter Irrsinn sind das eine Problem; Facebook und Co sind das andere Problem - das ist hinlänglich dokumentiert und bekannt. Und wenn Sie Facebook nutzen, sollten Sie sich immer bewusst sein: "Wenn so etwas umsonst ist, bist du (und deine Daten sowie dein Nurzerverhalten) das Produkt, das verkauft wird." Ich habe nach jahrelanger Nutzung mein Konto gelöscht, und siehe da: die Freunschaften haben es überlebt und sind zum Teil sogar intensiver geworden.

Premierministerin

Premier Ardern macht das richtig gut. Meinen tiefen Respekt vor der Arbeit dieser PM, die in nervenzerreißend schwieriger Zeit beispielhafte Entscheidungen fällt.

In meinen Augen ist es

In meinen Augen ist es geschmacklos, die hervorragenden bewegenden Worte der neuseeländischen Ministerpräsidentin Ardern zu benutzen, um Politiker bei uns zu beschimpfen. Auch das ist Instrumentalisierung, die einerseits den Opfern nicht gerecht wird und andererseits eine Pauschalabwertung darstellt, die deutlich erkennbar eine persönliche Abqualifizierung aus windigen Motiven bedeutet.

"Die meisten Opfer kommen aus Einwandererfamilien."

Dass die weißen Bewohner_innen in Neuseeland nicht als Einwanderungsfamilien gesehen werden, finde ich aufgrund der Geschichte Neuseelands sehr fragwürdig.

Gleichzeitig lässt die Verwendung dieser Aussage auf eine weiß-normative Denkweise schließen... Als hätten die weißen Einwanderungsfamilien von damals mehr Daseinsberechtigung als "die anderen" also die of color/schwarzen Einwanderungsfamilien...

Ist das nicht seltsam?

Fassungslos

Solange Macht (Ideologien und Religionen) und Geld über das Leben - seien es nun Menschen, Tiere, Pflanzen oder gar das Leben des ganzen Planeten - gestellt werden, werden weiterhin Menschen sterben!
Es ist nicht das Internet!
Es sind wir! Die Menschen, die alles Leben zerstören! Dazu haben wir wirtschaftliche, ideologische und religöse Systeme entwickelt und uns darin wohlig eingerichtet. Doch diese Systeme fördern auf der einen Seite zerstörerisches Verhalten, entschulden aber auf der anderen Seite dieses Verhalten wieder mit sogenannten Sachzwängen.
Das Pardoxon Mensch: Wir wissen um das Gute, was zu tun wäre, folgen aber dem Bösen, wenn wir meinen es nutze uns, Einzeln oder als Gruppe.
Es ist diese kollektive Bewußtseinsstörung, die uns Menschen immer und immer wieder in Kriege, Terror oder Genozide führt.
Auch Christchurch mahnt, ja es schreit geradezu :
Wann denkt ihr endlich um?

11:46 von Bully87

Danke! Sie sprechen mir aus der Seele!

11:41 von andererseits

kruden Rassismus
.
es gibt genug Bühnen um seine Ideologien marktfeil darzubringen
der eine die rechtsradikale Szene (NSU nannten sie)
der andere eben die Linksradikale Szene (ich nenne mal die Opfer der RAF)
wegen mir auch Chaoten wie in Hamburg beim G 20 Gipfel,
beim Schanzenfest oder sonstwo

Richtige Wahl

Die Frau weiß offenbar, worauf es ankommt.

Deshalb haben die Bürger in Neuseeland sie wohl auch gewählt.

@Bully87 11:47 - Gesetzesänderung!

Zitat: "Wie schnell waren die Medien gestern dabei das in den Niederlanden als Anschlag hinzustellen ?. Und jetzt ?. Es stellt sich nun mehr als eine Beziehungstat raus . "

... "die Medien" beinhaltet aber nicht tagesschau.de, denn hier wurde nur berichtet, was Behörden und Verantwortliche geäußert haben. Ob Beziehungstat oder nicht, weiß doch noch niemand. ...

Zitat: "Das Waffenrecht verschärfen geht nicht. Das ist genauso strikt wie in Deutschland und die Waffe was illegal und der Täter lange bekannt."

... über die Waffe in den Niederlanden ist mir nichts bekannt - die Waffen, die in Neuseeland eingesetzt wurden, waren legal im Internet erworben. Sogar der Händler ist bekannt. ...

... Waffen gehören in meinen Augen grundsätzlich nicht in Privathand! Selbst Hobby-Jäger und Sportschützen sind hier in meinen (!) Augen keine Ausnahme! ...

Zu Ihrer Anmerkung zur Einschränkungen von Besitz- und sonstigen Rechten: Was wollen Sie mit einer Waffe? Sprengstoff ist ohnehin verboten!

@andererseits, 11:54 Uhr

„In meinen Augen ist es geschmacklos, die hervorragenden bewegenden Worte der neuseeländischen Ministerpräsidentin Ardern zu benutzen, um Politiker bei uns zu beschimpfen.“

Mehr als das. Es ist nicht nur geschmacklos, sondern zutiefst beschämend, selbst eine solche Tragödie für „Stimmungsmache“ zu missbrauchen.

Und wirft ein bezeichnendes Licht auf unsere politische Kultur.

@tobeorwhat 11:44 - Killerspiele

Volle Zustimmung!

... das hat mit "Cowboy & Indianer"-Spielen nichts zu tun! ...

... das sind gezielte Tötungs-Simulationen und Trainingsprogramme, die nicht ohne Grund auch in der Ausbildung von Söldnern & Soldaten eingesetzt werden!

An die eigene Nase!

Hier wird immer wieder angemahnt, dass die TS endlich aufhört, jeden Terroristen mit Namen und Foto einen Spielraum einzurichten! Hört endlich auf damit! Sprecht über die Verbrechen, die Opfer, aber schenkt den Tätern keine unnötige Aufmerksamkeit!

#matt-new 12.00

Nee, das ist nicht seltsam. Das war schon immer so auf der Welt, wer zuerst da war hatte mehr Daseinsberechtigung, überall auf der Welt, nicht nur in Neuseeland. Was sollte daran ungewöhnlich sein?
Auf welchem Recht gründet ihre Denkweise denn, oder haben sie sich das nur ausgedacht oder gewünscht?

Zitat:"Die in schwarz

Zitat:"Die in schwarz gekleidete Ardern forderte, stattdessen die Namen derjenigen zu nennen, die wir verloren haben".

Mit dem Vorlesen der Namen der Opfer könnte man das Ausmaß des Massakers verdeutlichen, aber das tat Frau Ardern NICHT.
Sie will auch den Namen des Mörders Brenton Tarrant quasi totschweigen "um ihm keine Platform zu bieten".
Das finde ich falsch.

Nur wenn wir wissen was in den Tätern vorgeht, kann man sich vielleicht etwas vor ähnlichen Gräueltaten schützen.

Neuseeland hat nur 1% Muslime.

Ist das für das Einwanderungsland
Neuseeland nach seiner Ansicht zu viel??
Ich wüsste wirklich gerne was ihn zum Mörder gemacht hat.
Gott sei Dank kann er jetzt nicht mehr durch die Weltgeschichte reisen, aber nach Guantanamo kommt er ja wohl auch nicht.

Täter deutlich zeigen

Man kann nicht genug über die Täter sprechen und ihre niederen Motive anprangern!

Die Opfer sind mittlerweile in der Obhut ihres Schöpfers. Für sie können wir leider nichts mehr tun.

Ihren Angehörigen und Freunden gilt das Mitgefühl und die Bemühungen um Prävention.

Deshalb sollten die Täter und ihre Motive genau analysiert werden.

Namen der Täter?

Soviel ich feststelle, werden auch bei uns die Namen der Täter nur genannt, sofern es zum Fahndungserfolg oder zur Aufklärung beitragen kann. Sonst wird nur der Vorname mit Initiale des Nachnamens genannt.
Der Täter hat sich ausgerechnet Neuseeland ausgewählt, da es eine tolerante, friedliche Nation ist, so sein Manifest. Und nun wird ihm sein erträumtes Denkmal versagt. Für ihn neben dem hoffentlich lebenslänglichen (im wahren Sinn) Freiheitsentzug die Höchststrafe. Nach Uhland: "Sein Name sei vergessen, in ew'ge Nacht getaucht." Möge es Facebook gelingen, seinen Namen auch im virtuellen Raum zu vernichten, trotz Erdogan, der hier wieder sein wahres Gesicht zeigt.

@Paco 14:22 - wer war zuerst da?

Zitat: „Nee, das ist nicht seltsam. Das war schon immer so auf der Welt, wer zuerst da war hatte mehr Daseinsberechtigung, überall auf der Welt, nicht nur in Neuseeland. Was sollte daran ungewöhnlich sein?“

... so, wie die Aborigines in Australien? ...

... die Indianer in Amerika? ...

... Palästina? ...

... Köln? ...

Ihre Fantasie zielt in eine ungute Richtung - oder haben Sie sich nur missverständlich ausgedrückt?

Beispiel Köln: Nach einhelliger Meinung macht gerade der intensive Austausch der „zuerst Dagewesenen“ mit Römern, Franzosen, Türken, Niederländern, etc. dieses Fleckchen Erde so ausgesprochen tolerant und weltoffen!

„Arsch huh“ war ein überwältigender Beweis für Toleranz und Gewaltfreiheit!

Ich war da! War der Hammer!

Ich halte Ihre Fantasie für unrichtig!

@paco, 14:22

Das war schon immer so auf der Welt, wer zuerst da war hatte mehr Daseinsberechtigung, überall auf der Welt, nicht nur in Neuseeland.

Es sei denn, derjenige, der als zweiter kommt, ist besser bewaffnet, skrupelloser oder einfach nur gieriger als der erste ... nicht nur in Neuseeland.

Ein Friedenssignal

Diese Frau gibt das Friedenssignal, das unsere Welt dringend braucht. Soche schrecklichen Ereignisse sollen nicht neuen Hass, sondern Versöhnung erzeugen.
Mir fällt da eine alte Karikatur aus dem Simplizissimus ein. Ein Oberteufel schnauzt den Unterteufel an: "Alles war so schön für einen Krieg vorbereitet. Jetzt geht das Rindvieh her und macht ein Erdbeben. Die Menschheit verbrüdert sich wieder, und wir haben das Nachsehen!"
Schön, wenn es so wäre!
Jeder, der Hass sät, macht sich mitschuldig.

Ach ja...

...das fehlte hier natürlich:

Das Schlagwort "Killerspiele"! So dumm, wie die Debatte darüber alt und - vor allem - überflüssig ist.

Weder wird hier "gezieltem Mord Vorschub" geleistet, noch müssten PsychologInnen das Diplom zurückgeben...

...sondern denkbefreites Nachplappern von Plattitüden aufgeben und sich mal mit der Thematik auseinandersetzen.

Auch wenn es bedeutet, solch ein Spiel mal ernsthaft zu spielen. Ich unterstelle den beiden "Soziologie"-Spezialisten, dies bislang noch nie getan zu haben.

Die Opfer benennen

da stimme ich Frau Ardern zu. Leider ist das bisher viel zu selten passiert, dafür werden die Täter ständig benannt und ihr Bild bleibt Jedem in Erinnerung. Es sollte umgekehrt sein.

Was ist mit den Opfern vom Breitscheidplatz? von Nizza oder jetzt aktuell Utrecht? Gestern im Heute-Journal wurden auch einige der Opfer von Christchurch benannt. Warum macht man das nie bei Terroropfern in der unmittelbaren Nachbarschaft? Nicht opportun? Nicht dem Zeitgeist entsprechend?

Da könnte auch Merkel lernen!

Ich finde das respektvolle Verhalten der neuseeländischen Ministerpräsidentin bei diesem schrecklichen Vorfall sehr gut. Da fällt mir sofort wieder Merkels Reaktion bei dem Anschlag vom Berliner Weihnachtsmarkt ein.
Nur eines stört mich, daß Ardern auch bei diversen Treffen mit der muslimischen Community ein Kopftuch trägt.

@um 11:47 von andererseits

Die Datensammelei und Nutzung von Facebook ist bestimmt auch ein Problem und ich bin mir dessen auch benutzt.
Darum überlege ich auch genau was ich selber poste, teile oder like.
Und überprüfe Dinge vorher darauf aus welcher Quelle sie kommen und ob sie auch stimmen.
Aber meine Persönlichkeit, meine Einstellung zur Welt und zu anderen Menschen wird davon nicht wesentlich beeinflußt.
Ich werde durch Facebook und Co. weder rechts- oder linksradikal, islamistisch, evangelikalistisch oder sonst etwas.
Diejenigen 1,5 Mio., die das Video geteilt oder kopiert haben, hatten wohl schon vorher eine entsprechende Einstellung.
Die wird vielleicht dadurch verstärkt, aber nicht ausgelöst.
Und in beiden Fällen muss ich persönlich entscheiden und das muss auch jeder andere Nutzer.
Daher bleibe ich dabei, das Problem sind die Menschen.
Kein Netzwerk, Video, Computerspiel, Buch, Lied, Foto sondern jeder einzelne trägt Verantwortung, und da schließe ich mich selbst mit ein.

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