Ihre Meinung zu: Anschlag von Christchurch: Schärferes Waffenrecht im Eiltempo

18. März 2019 - 9:40 Uhr

Als Konsequenz aus dem Angriff auf zwei Moscheen in Christchurch hat Neuseelands Regierung schärfere Waffengesetze auf den Weg gebracht. Die Angehörigen warten derweil darauf, die Opfer bestatten zu dürfen.

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Kommentare

Mein Beileid

an die Familien aller getöteten.

Meinen Respekt an die Regierung von Neuseeland, die den Weg zu weniger Waffen gehen wollen statt zu mehr und dass sie ihre Fehler (ungerechte Fokussierung der Geheimdienste) selbst zugeben.
Das selbst eine populistische Partei diese Notwendigkeit einzusehen Scheint überrascht mich ungemein.

Es ist Schade, dass immer etwas schreckliches passieren muss bevor gehandelt wird.
Aber wenigstens wird in Neuseeland gehandelt, dass haben sie vielen anderen Ländern voraus.

Bei dieser grausamen

Bei dieser grausamen rassistisch motivierten Tat zu sagen, der Täter habe "den Eindruck gemacht, bei klarem Verstand und psychisch stabil zu sein, und weder Reue noch Mitleid gezeigt", ist schon sehr befremdlich: Es zeigt einerseits ein grundlegendes Faktum, nämlich dass Rassisten die Fähigkeit zu Mitgefühl zu fehlen scheint und dieses strukturelle Defizit eine der Hauptgefahren rassistischer Ideologie und Gruppierungen ist, und es zeigt andererseits, dass man dieses Fehlen der Fähigkeit zur Empathie nicht sofort bemerkt und erschreckender Weise als "normal" bezeichnen kann. Und das ist wohl nicht nur ein Problem in Neuseeland.

Fassungslos

Mir unverständlich wie jemand so einen Hass gegen Menschen haben kann, die er nicht einmal kennt. Nur wegen einem anderen Glauben oder Herkunft

Was kann man schon mit Waffen

anderes tun und wieso bringt man sie trotzdem an den Mann?

Waffenrecht verschärfen?

Mich interessiert ob der Täter die zur Tat genutzten Waffen überhaupt legal erworben und besessen hat...Im Artikel steht der Waffenhändler hat ihm KEINE halbautomatischen Waffen verkauft...

Schnelles Handeln

"24 Stunden nach dem Angriff 1,5 Millionen Kopien des Videos entfernt. [...] In Christchurch wurde unterdessen ein 18-Jähriger vor Gericht angeklagt, weil er das Live-Video des Anschlag in der Al-Noor-Moschee verbreitet hat. Er muss sich außerdem wegen der Veröffentlichung eines Fotos der Moschee und dem Satz "Ziel erreicht" sowie wegen Anstachelung zu Gewalt verantworten."

Für die Opfer ist es leider zu spät, aber es ist trotzdem beeindruckend, wie schnell die Behörden nun die Verbreitung dieses Materials zu unterbinden versuchen und bereits einen (ich nenne ihn Mal so mangels besserer Bezeichnung) Gefährder vor Gericht gestellt haben.
So soll das bei jungen Leuten auch sein, damit der Lerneffekt erfolgreich verläuft. Das wird jeder Psychologe bestätigen.

Anscheinend gibt es für sowas Mittel und Wege.

Die unglaubliche zynische

Die unglaubliche zynische Brutalität des 18jährigen, der das Tatvideo des Täters verbreitete mit dem Satz "Ziel erreicht" weist auf ein weiteres wohl weltweites Problem hin: Das Internet offenbart den rassistischen Bodensatz, der wie eine tickende Zeitbombe solche Taten begleitet und wohl auch wahrscheinlicher macht. Das Internet offenbart eines der größten Probleme unserer Zeit: zynische kalte Menschenverachtung im Gewand nationalistisch vorgegaukelter Sorge.

Waffenrecht

verschärfen ist immer eine gute Idee. Terroranschläge können aber bekanntlich auch ohne Schusswaffen verübt werden (Sprengsätze aus Zutaten aus dem Baumarkt, LKWs). Letztendlich müssen wir alle dafür sorgen, dass ein gesellschaftliches Klima entsteht, in dem erst gar niemand auf die Idee kommt, Gewalt anzuwenden, weil sie sich aus weltanschaulichen Gründen legitimiert sehen.

@Gogreen

Das kann ich Ihnen sagen: Es sind Leute wie Trump in den USA, Le Pen in Frankreich, Erdogan in der Türkei, Putin in Russland, die weltweit nach und nach die Hemmschwelle für Rassismus und jede andere Art von Diskriminierung aufgeweicht und gesellschaftsfähig gemacht haben !
Die Social Media tun ihr Übriges, um deren rhetorischen Müll und ihre Fake News pausenlos zu verbreiten.
Mich wundert nicht, daß sich da persönlicher Frust in manch krankem Hirn zu einem gefährlichen Hass auf ihm Fremdes entwickeln kann. Die Zustimmung für seine Pläne kann er sich überall im Internet runterladen - wenn sogar die politischen Übergrößen der Welt ihm in seinen Vorurteilen grünes Licht geben, wer soll ihn da aufhalten ?

Ich kann nur hoffen, daß diese Phase der Weltgeschichte mit solchen Anführern bald vorüber ist und Rassismus wieder auf den Platz des absoluten Tabus verwiesen wird !

Politischer Aktivismus

So dramatisch dieser Vorfall auch ist, politischer Aktivismus ist jetzt völlig fehl am Platz. Ein schärferes Waffenrecht hätte die Tat nicht verhindert.

typisch online-Kauf

"nichts Außergewöhnliches feststellen können"

Es soll mir mal einer erklären, wie man bei online-Geschäften etwas "Außergewöhnliches" feststellen kann. Online wird lediglich nach Nummern und Daten abgefragt und nicht nach persönlicher Eignung.
Sensible Waren wie Waffen dürften (wenn überhaupt) eigentlich nur persönlich verkauft werden.

richtiger Schritt!

Waffen gehören grundsätzlich nicht in private Hände!

Wer sich gegen eine Verschärfung ausspricht, muss begründen, weshalb es schaden soll das zu tun!

Waffen in Privathand sind grundsätzlich unnötig!

Wer sich mit einer Waffe sicherer fühlt, ist bereits psychisch ungeeignet eine zu führen! Das ist meine Meinung!

@um 09:37 von Gerhard Apfelbach

"Ein schärferes Waffenrecht hätte die Tat nicht verhindert."
Naja die Art und Weise, wie er an diese Waffen gekommen ist, belegen das Gegenteil.

@08:59 von andererseits

Der Satz in dem Artikel, der Täter sei bei klarem Verstand und psychisch stabil ist mir auch aufgefallen. Es erschreckt mich, dass es offensichtlich zum "normalen" Spektrum menschlichen Verhaltens zählt, andere Menschen zu töten, nur weil sie einer anderen Religion, Ethnie o.a. angehören.
Andererseits ist das eine weitere Parallele zum Fall von Anders Breivik, wo es auch eine Kontroverse um dessen psychische Gesundheit mit mehreren sich widersprechenden Gutachten gab. Am Ende wurde er als voll zurechnungsfähig wegen Mordes verurteilt.
Und außerdem kommen solche Taten ja immer wieder vor. Es ist ja am Ende für die Opfer egal, welche krude Begründung sich der Täter im Kopf zurecht gelegt hat, um die Tat zu rechtfertigen. Ob er sich nun beauftragt fühlt Ungläubige zu töten oder die weiße Rasse zu retten oder sich für irgendetwas an Mitschülern und Lehrern rächen will - die jeweilige Begründung ist wohl nur für ihn selbst verständlich oder für Menschen, die ähnlich ticken.

09:37 von Gerhard Apfelbach - Politischer Aktivismus

"So dramatisch dieser Vorfall auch ist, politischer Aktivismus ist jetzt völlig fehl am Platz. Ein schärferes Waffenrecht hätte die Tat nicht verhindert."

Sorry, aber das hört sich für mich zu sehr nach dem Mist an, den die NRA und ihre Lohnschreiber in den USA jedes Mal verbreiten, wenn es dort wieder einen Amoklauf gegeben hat und als beste Reaktion empfehlen, aufzurüsten und noch mehr Waffen zu verbreiten.

Wozu bitte braucht eine Privatperson eine halbautomatische Waffe? Zu einer waidmännischen Jagd sind die ja wohl eher ungeeignet.

@ 09:51 dr.bashir

Für die Betroffenen solcher rassistischen Mordtaten kommen viele Überlegungen zu spät. Für Politik und Gesellschaft ist es hingegen in meinen Augen nicht egal, auf verschiedenen Ebenen zu reagieren: Verschärfung des Waffenrechtes ist da das eine; eine klare Kante gegen nationalistisches und rassistisches Denken und die Versuche einer "Normalisierung" solcher Ideologien das andere.

Politische Leichenfledderei

Die Opfer sind noch nicht einmal unter der Erde, und werden schon politisch missbraucht, mit einem Tempo, das darauf schließen lässt, daß diese Pläne längst in der Schublade lagen und man nur auf einen willkommenen Anlaß gewartet hat.

Und über Humbug wie "Waffen gehören nicht in private Hände, außer man ist reicher Geschäftsmann." muß man nicht weiter diskutieren.

@SFX2145E

Sie haben nicht besonders viel Ahnung von der Jagd, oder?
Selbstverständlich werden zum Jagen Halbautomaten verwendet, sogar hauptsächlich im Kaliber .223 Remington, wie es der Täter verwendete. Vor allem in der Drückjagd sind Halbautomaten von Vorteil - die Regierung legalisierte sie daher 2016 erst wieder

@Schannem

"Das kann ich Ihnen sagen: Es sind Leute wie Trump in den USA, Le Pen in Frankreich, Erdogan in der Türkei, Putin in Russland, die weltweit nach und nach die Hemmschwelle für Rassismus und jede andere Art von Diskriminierung aufgeweicht und gesellschaftsfähig gemacht haben !"

Könnten Sie bitte erklären, was Putin mit Rassismus zu tun hat?

Framing

Neuseeland hat nach dem rassistisch motivierten Anschlag...

Der Satz ist sachlich falsch.
Es ging dem Attentäter nicht um Rasse.

@andererseits, 08:59

Ich denke, Sie verwechseln da gleich mehrere Dinge.

"Bei klarem Verstand" und "psychisch stabil" bedeutet nicht automatisch "normal" (also der gesellschaftlichen Norm entsprechend).

"Bei klarem Verstand" und "psychisch stabil" bedeutet, nebenbei gesagt, auch nicht psychisch gesund.

Viele psychisch schwer kranke Menschen sind psychisch höchst stabil.

10:15, Vigilante

>>Die Opfer sind noch nicht einmal unter der Erde, und werden schon politisch missbraucht, mit einem Tempo, das darauf schließen lässt, daß diese Pläne längst in der Schublade lagen und man nur auf einen willkommenen Anlaß gewartet hat.<<

Wenn Sie sich ein wenig mit Neuseeland beschäftigt hätten, dann wüssten Sie, daß das Waffenrecht dort seit geraumer Zeit kontrovers diskutiert wird.

Auch im Parlament.

Der Entwurf zu dem Gesetz lag in keiner Schublade, der war lange vor dem Anschlag schon öffentlich.

@Vigilante 10:24 - erschreckend!

Zitat: "Selbstverständlich werden zum Jagen Halbautomaten verwendet, sogar hauptsächlich im Kaliber .223 Remington, wie es der Täter verwendete. Vor allem in der Drückjagd sind Halbautomaten von Vorteil - die Regierung legalisierte sie daher 2016 erst wieder"

... in der professionellen Jagd zur Wildpflege? ...

... oder in der "Hobby-Jagd" zur erquicklichen Spaß-Tötung? ...

Vielen Dank für Ihren Hinweis!

Ich finde das erschreckend!

10:32, DLGPDMKR

>>Framing
Neuseeland hat nach dem rassistisch motivierten Anschlag...

Der Satz ist sachlich falsch.
Es ging dem Attentäter nicht um Rasse.<<

Natürlich nicht.

Er fabulierte in seinem Manifest ja auch nicht von der überlegenen europäischen Rasse...

Meine Güte, wie alternativ können die hier im Thread verkündeten Wahrheiten denn noch sein?

@Vigilante 10:15 - exakt!

Zitat: "Und über Humbug wie "Waffen gehören nicht in private Hände, außer man ist reicher Geschäftsmann." muß man nicht weiter diskutieren."

... hier bin ich Ihrer Meinung! ...

... auch "reiche Geschäftsleute" brauchen keine Waffen! ...

... zumindest keiner derjenigen, die ich kenne!

In meinen Augen gibt es nur psychische Gründe, warum jemand ein Privatmann/-frau Waffen besitzen und benutzen möchte! - Das macht es so gefährlich!

@ 09:37 von Gerhard Apfelbach

"blinder politischer Aktivismus" sehe dies genauso. Hier wird ein Einzelfall (bisher noch nie dagewesen in Neuseeland), begannen von einem extremistischen Einzeltäter instrumentalisiert, um Gesetze zu ändern. Richtig wäre, zuerst mal festzustellen, was die Mehrheit der Bevölkerung will (so etwas nennt sich Demokratie).

Wenn man so manche Geschehnisse beobachtet (z.B. Venezuela ..), dann muss auch die Diskussion gestattet sein, ob Waffenbesitz in der Bevölkerung die Demokratie sichern kann, für den Fall, dass die Staatsführung ihre Macht missbraucht. Unbewaffnet ist die Bevölkerung wehrlos der Willkür ausgesetzt.

Überzogener Aktivismus bzgl. des Waffenrechts

Anstelle dass jetzt erst mal in Ruhe analysiert und abgewartet wird, setzt die neuseeländische Regierung auf Aktivismus. Selbiges gab es ja bei uns damals nach dem Amoklauf von Winnenden, und bis heute ist die verfassungsrechlich zumindest fragwürdige Regelung in Kraft - Schützen werden seitdem in DE pauschal unter Verdacht gestellt.

Das bringt leider keinem etwas - in angelsächsisch geprägten Ländern sind es die Menschen zudem gewohnt, gegenüber dem Staat mehr Rechte als bei uns zu haben (aka der Staat hält sich aus dem Leben der Menschen dort weit mehr heraus als zB bei uns oder in Frankreich). Und wenn es jetzt auch "nur" die kleine Minderheit der Rechtsaußen ist, die sich dadurch bestätigt fühlen wird, verschärft das die Situation weit mehr, als wenn langsam und bedächtigt gehandelt und die Bevölkerung "mitgenommen" wird.

Ein Fehler. Noch dazu, dass sich unsere Rechten damit ebenfalls bestätigt fühlen werden.

09:31 von Schannem

>>Das kann ich Ihnen sagen: Es sind Leute wie Trump in den USA, Le Pen in Frankreich, Erdogan in der Türkei, Putin in Russland, die weltweit nach und nach die Hemmschwelle für Rassismus und jede andere Art von Diskriminierung aufgeweicht und gesellschaftsfähig gemacht haben !<<

Ich glaube , daß es der politischen Elite einfach darum geht, die Menschen in Gruppen zu teilen und gegeneinander zu hetzen.
Es geht der Elite nicht um „Integration“ und die Schaffung einer homogenen Gemeinschaft, sondern im Gegenteil darum, möglichst viel Reibung , möglichst viele Konflikte zu erzeugen. Deshalb holen sie seit Jahren Menschen aus inkompatiblen Kulturen, um ihr Ziel zu erreichen.

Der Attentäter ist voll darauf reingefallen und ausgerastet!

So wie immer mehr Menschen- auch aus anderen Kulturen- ausrasten und den erwünschten Zustand herstellen.

PS. Rassismus und Diskriminierung finden sie in jedem Land dieser Erde. Tipp: Südafrika.
Danach sehen sie Deutschland in einem ganz anderen Licht.

@Giselbert 10:42 - Demokratie schützen?

Zitat: "... ob Waffenbesitz in der Bevölkerung die Demokratie sichern kann, für den Fall, dass die Staatsführung ihre Macht missbraucht. Unbewaffnet ist die Bevölkerung wehrlos der Willkür ausgesetzt."

... die Panik der Waffenbesitzer führt offenbar zu immer abstruseren Rechtfertigungs-Fantasien ...

... Demokratie schützt man, indem man wählen geht und sich am politischen geschehen beteiligt! ...

... man darf auch "M... (Meuthen, etc.) muss weg skandieren, ...

... aber wenn man hier Waffen einsetzt, nennt man das Terror!

@ 10:01 von SFX2145E

"Wozu bitte braucht eine Privatperson eine halbautomatische Waffe? Zu einer waidmännischen Jagd sind die ja wohl eher ungeeignet."
.
Der Begriff ist vielleicht irreführend.
Jede Pistole ist eine halbautomatische Waffe.
Es kann immer nur ein Schuß abgegeben werden.
Sie verwechseln das evtl. mit vollautomatischen.
Aber kein Jäger jagt mit einem Maschinengewehr oder einer Kalaschnikow.

10:42, Giselbert

>>@ 09:37 von Gerhard Apfelbach
"blinder politischer Aktivismus" sehe dies genauso. Hier wird ein Einzelfall (bisher noch nie dagewesen in Neuseeland), begannen von einem extremistischen Einzeltäter instrumentalisiert, um Gesetze zu ändern. Richtig wäre, zuerst mal festzustellen, was die Mehrheit der Bevölkerung will (so etwas nennt sich Demokratie).<<

Wie wollen Sie das feststellen?

Durch eine Volksbefragung?

Ich bin sicher, es gäbe momentan eine satte Mehrheit für das Gesetz. In sechs Monaten kann das dann schon wieder ganz anders aussehen.

Ein Paradebeispiel für die Sinnhaftigkeit der parlamentarischen Demokratie.

>>Wenn man so manche Geschehnisse beobachtet (z.B. Venezuela ..), dann muss auch die Diskussion gestattet sein, ob Waffenbesitz in der Bevölkerung die Demokratie sichern kann, für den Fall, dass die Staatsführung ihre Macht missbraucht. Unbewaffnet ist die Bevölkerung wehrlos der Willkür ausgesetzt.<<

Das ist eine der NRA-Mythen.

@Gogreen 09:02

"Fassungslos! Mir unverständlich wie jemand so einen Hass gegen Menschen haben kann, die er nicht einmal kennt. Nur wegen einem anderen Glauben oder Herkunft"

Was passiert denn überall in Europa? Rechtsradikalismus basiert auf dem Schüren von Angst. Angst vor Fremden, Angst vor anderen Religionen, Angst vor Anderem, Angst vor dem Nachbarn, dem Nachbarland, Angst, daß der Staat pleitegeht, wenn man Flüchtlinge aufnimmt. Und ist die Angst groß genug, besteht die Gefahr, daß ein Rechtsradikaler ausflippt, und Moscheen, Flüchtlingsunterkünfte, oder unbescholtene anders aussehende Passanten angreift und tötet. Dann ist man irgendwann einmal wieder "unter sich" ist, und ist wieder eine große Nation, wie es sie früher einmal war. Daß sich die vermeintliche Größe der eigenen Nation sich nur durch Mord und Unterdrückung ausdrückte, ist ja wurscht.

Geschürt durch: Emigration, als Mutter aller Probleme, völkisches Gebrabbel, Messereinwanderung, Ausländer u. demokr. Institutionen verunglimpfen.

@ 10:48 von Elitedemokrat

"... Demokratie schützt man, indem man wählen geht und sich am politischen geschehen beteiligt! ..."

Das wäre die wünschenswerte Variante. Die funktioniert aber nur solange, solange eine Staatsführung freie Wahlen und Opposition zulässt.

Wie ich Ihren Zeilen entnehme, dann sind Sie ja auch für Demokratie, also was spricht dagegen, wenn die Bevölkerung entscheidet, ob das Waffengesetzt verschärft werden soll.

10:48, morgentau19

>>Ich glaube , daß es der politischen Elite einfach darum geht, die Menschen in Gruppen zu teilen und gegeneinander zu hetzen.
Es geht der Elite nicht um „Integration“ und die Schaffung einer homogenen Gemeinschaft, sondern im Gegenteil darum, möglichst viel Reibung , möglichst viele Konflikte zu erzeugen. Deshalb holen sie seit Jahren Menschen aus inkompatiblen Kulturen, um ihr Ziel zu erreichen.<<

Sie schreiben ja nun, der politischen Elite ginge es darum, die Menschen in Gruppen einzuteilen und gegeneinander aufzuhetzen.

Und dann schreiben Sie von "inkompatiblen Kulturen".

Sie scheinen zur politischen Elite zu gehören.

Und daß eine politische Elite hier mal eine homogene Gemeinschaft schaffen wollte, das ist schon über achtzig Jahre her.

Schärferes Waffenrecht im Eiltempo

da fragt man sich schon
plötzlich geht´s

@fathaland slim

Zitat: "Am 18. März 2019 um 10:37 von fathaland slim
10:32, DLGPDMKR
>>Framing
Neuseeland hat nach dem rassistisch motivierten Anschlag...

Der Satz ist sachlich falsch.
Es ging dem Attentäter nicht um Rasse.<<

Natürlich nicht.

Er fabulierte in seinem Manifest ja auch nicht von der überlegenen europäischen Rasse...

Meine Güte, wie alternativ können die hier im Thread verkündeten Wahrheiten denn noch sein?"

Lieber Fathaland slim, meiner Meinung nach sollten wir hier nicht mehr den euphemistischen Begriff "Alternative Fakten" verwenden, wenn es sich um eine Lüge handelt. Sondern Lügen als das bezeichnen, was sie sind: Lügen.

Ich bin kein Psychologe

aber wer so eine wahnsinnige Tat gegen Unschuldige verübt ist für mich nicht psychisch gesund, sondern ein gefühlloser Psychopath. Das Waffenrecht in NZL kenne ich nicht, aber eine Verschärfung ist wohl kein Fehler. Automatische Waffen und Kriegswaffen gehören nicht in private Hände.

08:58 von Deeskalator

Das selbst eine populistische Partei diese Notwendigkeit einzusehen Scheint
.
wäre vielleicht mal ne Gelegenheit grundsätzlich über den Begriff " populistische Partei" nachzudenken

Emotion statt Hirn

Natürlich will man das Waffengesetz so schnell wie möglich ändern. Wenn man zu lang wartet könnten die Bürger wieder rational denken, jetzt regieren die Emotionen. Gesetzgebung durch Emotionen statt durch Fakten oder Hirn, darauf läuft es hinaus.

Diese Entscheidung in Sachen Waffenrecht begrueße ich

Zuerst mal begrueße ich diese Entscheidung der Regierung in Neuseeland, das Waffenrecht zu verschärfen.

https://www.tagesschau.de/ausland/neuseeland-179.html

In dem Pazifikstaat darf man bislang nach einer Überprüfung schon mit 16 Jahren Waffen besitzen. Eine Option sei ein Verbot halbautomatischer Gewehre für Privatbesitzer, so Ardern, sowie der Rückkauf von kürzlich erworbenen Waffen durch die Regierung.

Hier muss das Alter fuer den Waffenbesitz weit höher werden, mindestens 18 oder 20. Dann haben solche Gewehre nichts in den Händen von Privatpersonen und genauso nichts in den Händen der Polizei zu suchen, sondern höchstens in den Händen von regulären Armeen. Sowas sind Kriegswaffen.

Aber dass hier:

https://www.tagesschau.de/ausland/neuseeland-179.html

er 28-jährige Australier, der wegen Mordes angeklagt wurde, war den Behörden im Vorfeld nicht aufgefallen.

stimmt laut ZDF und n-tv nicht. Der Täter soll vorher im Netz auffällig gewesen sein.

@Giselbert

"Wenn man so manche Geschehnisse beobachtet (z.B. Venezuela ..), dann muss auch die Diskussion gestattet sein, ob Waffenbesitz in der Bevölkerung die Demokratie sichern kann, für den Fall, dass die Staatsführung ihre Macht missbraucht. Unbewaffnet ist die Bevölkerung wehrlos der Willkür ausgesetzt."

Lesen Sie mal GG Artikel 20 Absatz 4. Der gilt auch für Angehörige der Bundeswehr, Grenzschutz und Polizei.

Die Gefahr in solch einem Szenario geht übrigens eher von bewaffneten Anhängern eines eventuellen Putsches aus. Nicht von einer handvoll Politikern.

11:00 von fathaland slim

jeder hat halt so seine Vorstellungen
andere versuchen es mit Multikulti
obwohl das auch nirgends reibungslos funktioniert

re dlgpdmkr

"Framing

Neuseeland hat nach dem rassistisch motivierten Anschlag...

Der Satz ist sachlich falsch.
Es ging dem Attentäter nicht um Rasse."

Selbstverständlich ist es ein rassistisches Verbrechen.

Erstens bezeugt sich der Täter selbst als Rassist, zweitens sind die Opfer mehrheitlich Asiaten.

re. 09:31 von vox moderandi

Waffenrecht
verschärfen ist immer eine gute Idee.
Damit werden sie aber doch an den Terroranschlägen ,wie sie selber erkant haben , nichts ändern.
Denn weniger Waffen ,legal, im Volke/Bevölkerung wird doch nichts an den Anschlägen ändern können wie sie selber sagen (Sprengsätze aus Zutaten aus dem Baumarkt, LKWs) sind doch immer noch vorhanden und die kann man ja wohl schlecht abschaffen.
Wie also wollen sie denn die Weltanschauung von Terroristen ändern?

@Demokratieschüler 11:15

"...Dann haben solche Gewehre nichts in den Händen von Privatpersonen und genauso nichts in den Händen der Polizei zu suchen, sondern höchstens in den Händen von regulären Armeen. Sowas sind Kriegswaffen...."
.
Keine Armee dieser Welt käme auf die Idee mit Halbautomatischen Waffen in einen Krieg zu ziehen!
.

@dr. bashir

Zitat: "Am 18. März 2019 um 09:51 von dr.bashir
@08:59 von andererseits
Der Satz in dem Artikel, der Täter sei bei klarem Verstand und psychisch stabil ist mir auch aufgefallen. Es erschreckt mich, dass es offensichtlich zum "normalen" Spektrum menschlichen Verhaltens zählt, andere Menschen zu töten, nur weil sie einer anderen Religion, Ethnie o.a. angehören..."

Sie ahnen nicht, wozu normale Menschen fähig sind. Lesen Sie doch mal das Buch des Psychologen Manfred Lütz "Irre, wir behandeln die Falschen". Nein, solche Täter sind nicht verrückt, sie sind normal. Meistens denken wir, so einer muß doch verrückt sein, weil der Gedanke, daß ein ganz normaler Mensch wie du und ich zu solch einer Tat fähig ist, uns erschreckt und an eigene Unzulänglichkeiten erinnert.
Ob die Täter psychisch gestört waren oder nicht, können wir gar nicht beurteilen. Damit werden sich dann Gutachter auseinandersetzen müssen.

10:49 von NeutraleWelt

Aber kein Jäger jagt mit einem Maschinengewehr oder einer Kalaschnikow.
.
unwaidmännisch wäre das !
wobei früher waren auch halbautomatische Waffen verboten
automatische ohnehin

re. 09:39 von Elitedemokrat

Ihre Meinung in Ehren aber sagen sie mir doch bitte ob sie wollen das nur noch illegale Waffen in der Bevölkerung kursieren sollen und nur Verbrecher über Waffen verfügen sollen ? denn darauf würde es im Endeffekt hinauslaufen.

@unser hund carlos um 09:12

"Im Artikel steht der Waffenhändler hat ihm KEINE halbautomatischen Waffen verkauft..."

Im Artikel steht:

"Der Besitzer des lokalen Waffenladens "Gun City" bestätigte, vier Waffen und Munition an den mutmaßlichen Angreifer verkauft zu haben. Der Mann habe die Waffen online bestellt."

10:24 von Vigilante

darf ich sie verbessern !
halbautomatische Waffen mit max 3 Schuß sind hierzulande erlaubt

@Sysyhos3

Zitat: "Am 18. März 2019 um 11:18 von Sisyphos3
11:00 von fathaland slim
jeder hat halt so seine Vorstellungen
andere versuchen es mit Multikulti
obwohl das auch nirgends reibungslos funktioniert"

Doch, hier bei uns zum Beispiel. Hier funktioniert Multikulti wunderbar. Mein Lebensmittelhändler ist Türke, mein Friseur ebenfalls, dazu gibt es hier einige mittelständische Unternehmen, deren Gründer Türken, Libanese oder Vietnamesen sind, die jede Menge Arbeitsplätze schaffen. Mein bester Freund ist Bulgare. Und hier zieht auch kein Nazimob durch die Straßen, der meint, die "weiße Rasse" retten zu müssen.

@Giselbert

"Wie ich Ihren Zeilen entnehme, dann sind Sie ja auch für Demokratie, also was spricht dagegen, wenn die Bevölkerung entscheidet, ob das Waffengesetzt verschärft werden soll."

Weil das nicht zielführend ist. Bei jeder Diskussion um eine Verschärfung von Waffengesetzen kommen Leute wie Sie und befürchten einen kompletten Waffenbann.

Es geht aber darum, welche Waffen erwerbbar sein sollten. Wieviele ein einzelner Bürger besitzen darf. Wie der Besitz dokumentiert wird. Was Sie befähigt, eine Waffe führen zu dürfen. Und wo oder wie sie getragen und transportiert werden darf.

Sie möchten schliesslich auch nicht, daß jeder einen Formel-1-Wagen ohne Führerschein mit 4 Promille durch eine Ortschaft führen darf.

Es geht in einer funktionierenden Demokratie nicht um Mehrheiten für entweder schwarz oder weiß. Es geht vor allem um Kompromisslösungen.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@HFW

ich bin genügsam geworden, wenn etwas Richtiges aus den Falschen Gründen passiert, ist immerhin etwas richtiges passiert.

Na klar wäre es viel besser, die Neuseeländer wären ohne diese Tragödie auf den Trichter gekommen... aber wenigstens passiert irgendwas Gutes

10:58 von stupid - first

>> ... Angst vor Fremden, Angst vor anderen Religionen, Angst vor Anderem, Angst vor dem Nachbarn, dem ...<<
Eine nette Auflistung, eine nette Sichtweise, aber- die Ablehnung von Überfremdung muss nicht zwangsweise etwas mit Angst zu tun haben, genauso wenig, wie der zwanghafte Wille zur Überfremdung mit Mut oder gar Intelligenz zu tun hat.

@Giselbert 10:59 - Demokratieverständnis

Zitat: "Wie ich Ihren Zeilen entnehme, dann sind Sie ja auch für Demokratie, also was spricht dagegen, wenn die Bevölkerung entscheidet, ob das Waffengesetzt verschärft werden soll."

... sind Sie der Meinung, dass wir eine Demokratie haben? Hier in Deutschland? In Neuseeland? - Ich bin es! ...

... in meinen Augen funktioniert die auch absolut einwandfrei! ...

... ich wähle Parteien, die das Waffenrecht einschränken möchten - Sie dürfen gern andere wählen! ...

... von daher verstehe ich Ihre Anmerkung leider nicht ...

@10:53 Intelligenz

Sie wollen allen Ernstes die klar und offen belegten rassistisch-ideologischen Hintergründe der von Ihnen angeführten Anschläge von Breivik etc. leugnen? Haben Sie denn wirklich nichts gelesen und gehört zu diesen Anschlägen? Das kann ich mir kaum vorstellen.

09:37 von Gerhard Apfelbach

Ein schärferes Waffenrecht hätte die Tat nicht verhindert.
.
was, hätte ihrer Meinung nach diese Tat verhindert ?

@ mac tire

"Wie also wollen sie denn die Weltanschauung von Terroristen ändern?"

Mehr Friede, Freude, Eierkuchen in die Welt bringen. Und das meine ich nicht sarkastisch, sondern bierernst. Und ja, den Leuten klar machen, dass Schießgewehre zu nichts anderem taugen als sich gegenseitig umzubringen, könnte da ganz hilfreich sein.

@11:18 Sisyphos3

Es ist nicht die Frage, ob multikulturelle oder interkulturelle Gesellschaft funktioniert - es ist eine Tatsache, dass es sie seit Jahrzehnten (genaugenommen seit Jahrhunderten) gibt. Die Frage ist eher, wie sie gut funktionier und was es an Rahmenbedingungen und Initiativen braucht, um das Zusammenleben in multikulturellen Gesellschaften zu fördern und zu unterstützen - und welche Kräfte dagegen arbeiten.

@gulltoppr 12:02 - "Überfremdung"?

Zitat: "... aber- die Ablehnung von Überfremdung muss nicht zwangsweise etwas mit Angst zu tun haben, genauso wenig, wie der zwanghafte Wille zur Überfremdung mit Mut oder gar Intelligenz zu tun hat."

... was bitte ist "Überfremdung" und wer legt fest, ab wann die eintritt? ...

... wenn die Ablehnung von Fremden (Überfremdung lasse ich mal weg, weil für mich nicht erklärbar) nichts mit Angst zu tun hat, womit dann? "Rassen-Hygiene"? ...

... ich hoffe nicht, dass Sie dies gutheißen würden ...

Nachdem vollkommen unklar ist, was "Überfremdung" bedeutet, kann die auch nicht "intelligent" herbeigeführt werden in meinen Augen.

Sie machen mich ratlos!

In jedem Falle spielen Waffen bei all Ihren Überlegungen hoffentlich keine Rolle!

Am 18. März 2019 um 12:02 von gulltoppr

Damit haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen, danke!

Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, daß Argwohn allem Fremden gegenüber die natürliche Reaktion des Einzelnen ist, genauso aber auch ein Stück Neugier dazugehört. Was überwiegt ist individuell, ist eines davon weg wird es unnatürlich.

Und noch eines zu Waffen. Grundsätzlich gehört gar keine Schußwaffe in die Hand von gar keinem, der damit Böses vor hat. Das doofe ist, hätten wir keine würden diese Leute Schaufeln, Harken und andere Werkzeuge nehmen. Das Problem ist nicht die Waffe, das Problem ist der Mensch.

@11:27 Anderes1961

Da ich durchaus vom Fach bin, weiß ich sehrwohl um die Schwierigkeiten diagnostisch profunder psychologischer und dann auch therapeutischer Arbeit. Aber über diese Frage hinaus darf man nicht vergessen oder verharmlosen, dass rassistisches Denken, Nazi-Sprache und -Ideologie sehrwohl klar zu identifizieren sind, genauso wie die erschreckend oft strategisch angelegten Versuche, solche Handlungen, Reden und Haltungen schleichend zu normalisieren.

@09:37 von Gerhard Apfelbach - woher wollen Sie das wissen?

Zitat: "Ein schärferes Waffenrecht hätte die Tat nicht verhindert."

... ein schärferes Waffenrecht hätte zumindest verhindert, dass sich ein Australier in Neuseeland einfach & bequem im Internet halbautomatische Waffen bestellt ...

... als "Handgepäck" bei der Einreise wären die sicherlich dann auch nicht einfach so durchgegangen!

In meinen Augen ist jede gesetzliche Verschärfung, die dazu führt, das weniger Waffen im Umlauf sind, gut!

... anstelle des Waffenverkäufers würde ich unmittelbar meinen Job an den Nagel hängen und den Laden zumachen! Ernsthaft! ... Ich könnte damit nicht leben, was hier mit den Waffen angerichtet wurde!

@Komplex einfach 12:28 - da haben wir ja die Lösung!

Zitat: "Und noch eines zu Waffen. Grundsätzlich gehört gar keine Schußwaffe in die Hand von gar keinem, der damit Böses vor hat. Das doofe ist, hätten wir keine würden diese Leute Schaufeln, Harken und andere Werkzeuge nehmen. Das Problem ist nicht die Waffe, das Problem ist der Mensch."

... Waffen dienen zum Töten - oder um zu üben, damit zu töten ...

... um damit zu schaufeln, zu harken oder andere Aufgaben zu bewältigen sind sie ungeeignet - bzw. unnötig! ...

... von daher danke ich Ihnen für die Zustimmung!

Waffen gehören einfach nicht in Privathand!

Bravo. Die USA sollten sich

Bravo. Die USA sollten sich ein Beispiel nehmen. ( 30.000 Erschossene pro Jahr ). Das Waffenmonopol sollte nur beim Staat liegen.

11:29 von mac tire

«…ob sie wollen das nur noch illegale Waffen in der Bevölkerung kursieren sollen und nur Verbrecher über Waffen verfügen sollen ? denn darauf würde es im Endeffekt hinauslaufen.»

Ein regelmäßiges Argument in Debatten über Waffenrecht "irgendwo".

Selbstredend wird ein verschärftes Waffenrecht nicht morgen "bereits in Verbrecherkreisen befindliche" Schusswaffen aus dem Verkehr ziehen. Ist ein langfristiger Prozess, der u.a. die Erhältlichkeit erschwert.

Waffenrecht hat in div. Ländern div. geschichtliche Hintergründe.
So auch in Japan. Die Erfahrungen dort sind nicht übertragbar, aber bemerkenswert.

In JAP gab es bis ca. 1860 gar keine Schusswaffen. Das Waffenrecht ist das mit Abstand strengste weltweit. Kein anderer OECD-Staat hat so wenige Tote durch Schusswaffen (rel. pro Kopf). In 2012 gab es 1023 Tötungsdelikte, 8 davon mit Schusswaffen. Bei Verbrechen wurden 45x Schusswaffen verwendet.

Für illegalen Waffenbesitz drohen 10 Jahre Haft, ohne dass überhaupt geschossen wurde.

11:18, Sisyphos3

>>11:00 von fathaland slim
jeder hat halt so seine Vorstellungen
andere versuchen es mit Multikulti
obwohl das auch nirgends reibungslos funktioniert.<<

Es gab mal eine Zeit, in der das Leben reibungslos funktionierte. Aber dann kamen der Apfel und die Schlange, und wir wurden aus dem Paradies vertrieben.

Seitdem funktioniert nichts mehr reibungslos. Nirgendwo.

12:51 von fathaland slim

das mit dem Apfel und der Schlange ist aber schon lange her
und es gab auch nur 2 von unserer Spezies :-)

@ 12:33 von Intelligenz

Das wäre ja noch schöner, den Waffenbesitz nur den Reichen vorbehalten, sind die was besseres. Wo bleibt da die Gleichberechtigung?

Warum sollen nur die sich gegen Einbruch und Überfall schützen dürfen? Bemühen Sie mal die Statistik, dann werden Sie sehen, dass die vorwiegende Menge der Einbrüche beim Otto-Normalverbraucher stattfinden. Und da geht es nicht immer glimpflich ab (nur Sachschaden), sondern es geht teilweise um Leib u. Leben.

12:21 von Elitedemokrat

>>... wenn die Ablehnung von Fremden (Überfremdung lasse ich mal weg, weil für mich nicht erklärbar) nichts mit Angst zu tun hat, womit dann? "Rassen-Hygiene"? ...<<
Vielleicht können/möchten Sie es nicht nachvollziehen, aber diese Ablehnung hat durchaus etwas mit dem Wunsch, sein Umfeld sprachlich, wie menschlich/zwischenmenschlich verstehen zu können, sowie mit dem Wunsch der Erhaltung der kulturellen Vielfalt zu tun.
Übrigens- auch wenn es für Sie nicht erklärbar ist- Sie können nicht einfach Überfremdung durch "Fremde" ersetzen.

12:28 von Komplex einfach

>> ...Und noch eines zu Waffen. Grundsätzlich gehört gar keine Schußwaffe in die Hand von gar keinem, der damit Böses vor hat. Das doofe ist, hätten wir keine würden diese Leute Schaufeln, Harken und andere Werkzeuge nehmen. Das Problem ist nicht die Waffe, das Problem ist der Mensch.<<
Da haben Sie Recht. Das "Problem" Mensch- seit Anbeginn der Zeiten, durch alle Geschichte hindurch bleibt er gewalttätig. Auf diesem Gebiet findet leider keine gefälligere Entwicklung statt- das ist absolut traurig.

@Giselbert 12:56 - bitte sachlich bleiben

Zitat Ihrer Antwort auf User Intelligenz: "Das wäre ja noch schöner, den Waffenbesitz nur den Reichen vorbehalten, sind die was besseres. Wo bleibt da die Gleichberechtigung?

Warum sollen nur die sich gegen Einbruch und Überfall schützen dürfen?"

... schon heute ist es juristische Realität, dass nur Personen mit deutlich erhöhtem Risikopotential einen Waffenschein erhalten ...

... anders sieht es bei Waffenbesitzkarten aus! ...

Nur wer wirklich einen Waffenschein (!) hat, hat überhaupt eine Chance sich im Notfall zu verteidigen - ale anderen haben ihre Waffe unerreichbar im Tresor! - Anderfalls machen sie sich strafbar! - Auch im Verteidigungsfall!

Von daher sehe ich es so:
- "Otto-Normalverbraucher" sollte weiterhin keinen Waffenschein erhalten
- die Waffenscheine für Risikopersonen halte ich für wenig bis garnicht zielfürhrend

... ich belibe dabei: Waffen gehören nicht in Privathand und das Waffenrecht kann überhaupt nicht scharf genug sein!

13:00, gulltoppr

>>Übrigens- auch wenn es für Sie nicht erklärbar ist- Sie können nicht einfach Überfremdung durch "Fremde" ersetzen.<<

Ich kann ebenfalls mit dem Begriff "Überfremdung" nichts anfangen, und niemand konnte ihn mir bisher rational nachvollziehbar erklären.

Ich halte ihn deswegen für einen ideologischen Kampfbegriff.

@gulltoppr 13:00 - "Überfremdung"?

Zitat: "Vielleicht können/möchten Sie es nicht nachvollziehen, aber diese Ablehnung hat durchaus etwas mit dem Wunsch, sein Umfeld sprachlich, wie menschlich/zwischenmenschlich verstehen zu können, sowie mit dem Wunsch der Erhaltung der kulturellen Vielfalt zu tun."

... ich verstehe jeden Neuseeländer, Australier, Amerikaner, Chinesen auf Englisch besser, als manchen Deutschen, der Mundart redet ...

... sollte es hier Ihrer Meinung nach auch Reglementierungen geben? ...

Ich halte Ihre Argumentation für schlicht Xenophob - tut mir leid!

Weiterhin hoffe ich, dass Sie dies nicht als Rechtfertigungsbasis für private Bewaffnung betrachten - das würde mich wirklich sehr besorgen!

In Neuseeland hat man wohl

In Neuseeland hat man wohl noch nie von P. A. Luty gehört, der nachgewiesen hat, dass ein Waffenverbot nichts bringt indem er sich eine Maschinenpistole aus Material aus dem Baumarkt gebaut und ein Buch darüber geschrieben hat.

Das Wissen über Waffen, ihren Gebrauch und ihre Herstellung, ist in der Welt und nicht mehr rauszukriegen.
Sie der Obrigkeit und ihren Handlangern vorzubehalten führt nur zu Gewaltherrschaft.

@ 12:33 von Intelligenz

"Ich habe bereits wie Sie geäußert, dass m. E. Waffen nicht in Privathand gehören, außer in Ausnahmefällen, wobei ich als Beispiel reiche Geschäftsleute vorgebracht habe; also nur ein Beispiel. Weil ich der Auffassung bin, dass betuchte (reiche) Personen einer besonderen Gefahr ausgesetzt sein könnten (Einbruch, Überfall, o.ä.), bei der eine Waffe hilfreich sein könnte."
.
Reiche Geschäftsleute brauchen eine Schußwaffe?
.
Das wird jetzt langsam absurd......
Ab wann ist man denn "reich"?
Sind das keine "Privatpersonen"?

@gulltoppr 12:02

".....genauso wenig, wie der zwanghafte Wille zur Überfremdung mit Mut oder gar Intelligenz zu tun hat."

Es gibt keinen zwanghaften Willen zur Überfremdung, von niemandem. Seit es Menschen gibt, haben sich Rassen und Völker gemischt. Ist die EU, und die freie Arbeitsplatzwahl in der EU Überfremdung? Intelligenz sieht das als Bereicherung. Und bei den restriktiven Einwanderungsbestimmungen in Neuseeland und Australien rechtsradikal zu werden, da fällt mir wirklich nichts mehr ein. Schon gar, weil diejenigen, deren Vorfahren auf den Kontinent Australien eingewandert sind, nicht die ersten Menschen auf dem Kontinent waren, und dort eingefallen sind. Allein daran sieht man die krude Schizophrenie, die Rechtsradikale leben, um sich für bessere Menschen als andere zu halten, und Lebensraum nur für ihrer Gesinnung zu beanspruchen.

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